Bloggewitter: Quo vadis, Bachelor und Master?

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Wolfgang Schmiedecken ist Mitglied des Vorstandes des Verbandes der Geographen an Deutschen Hochschulen (VGDH). In seinem Gastbeitrag zum Bloggewitter beschäftigt er sich mit der Zukunft der Bachelor- und Masterstudiengänge in der Geographie: "Quo vadis, Bachelor und Master?"

 

 

 

 

 

 

In den nachstehenden Ausführungen soll dargelegt werden, wie, unter Zugrundelegung der Erfahrungen in der Fachdisziplin Geographie, der Umstellungsprozess von Diplom- bzw. Magister-Studiengängen auf die neuen gestuften Studiengänge Bachelor und Master abgelaufen ist, welche Folgen dieser Prozess gezeigt hat und welche Korrekturen notwendig erscheinen. Dabei stützt sich der Autor auf Umfragen bei den Geographischen Instituten, die er im Auftrag des Verbandes der Geographen an Deutschen Hochschulen (VGDH) in den vergangenen Monaten durchgeführt hat.  

I. Ausgangssituation

Während des sog. Bologna-Prozesses wurden von den für die Hochschulen zuständigen Ministern in Europa ab 1999 die nachfolgenden Ziele verkündet, die in den darauffolgenden Jahren ergänzt und spezifiziert wurden:
•     Schaffung eines (transparenten) europäischen Hochschulraumes
•     Förderung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit
•     Förderung der Beschäftigungsfähigkeit

Die dazu beschlossenen Maßnahmen sahen u.a. vor:
1. Einführung eines Systems leicht verständlicher und vergleichbarer Abschlüsse, auf zwei Hauptzyklen (Bachelor und Master) beruhend,
2. Förderung der Mobilität durch die Einführung eines Leistungspunktesystems und durch Anerkennung und Anrechnung von Auslandsaufenthalten,
3. Förderung der europäischen Zusammenarbeit bei der Qualitätssicherung, bes. im Hinblick auf die Erarbeitung vergleichbarer Kriterien und Methoden,
4. Förderung der „europäischen Dimensionen“ im Hochschulbereich, insbes. in Bezug auf die Curriculum-Entwicklung, interuniversitäre Zusammenarbeit, Mobilitätsprogramme und integrierte Studienprogramme,
5. Profil-Entwicklung für Bachelor-Studiengänge (z.B. mehr wissenschaftliche oder mehr berufsorientierte Ausrichtung),
6. Vergleichbarkeit europäischer Abschlüsse durch kohärente Qualitätssicherungs- und Akkreditierungsmaßnahmen,
7. Einbezug des Doktorats als dritte Stufe in den Prozess,
8. Abschluss des Umstellungsprozesses bis spätestens 2010.

Die Ausgestaltung dieser Ziele und Maßnahmen erfolgte für Deutschland ab 2003 durch Vorgaben der Kultusministerkonferenz (KMK), die nachstehend in Auszügen wiedergegeben sind (Hervorhebungen erfolgten durch den Autor):

1. In dem System „Gestufte Studiengänge“ ist der Bachelor der Regelabschluss eines Hochschulstudiums; er hat ein berufsqualifizierendes Profil.
2. Der Bachelor-Studiengang muss wissenschaftliche Grundlagen, Methodenkompetenz und berufsfeldbezogene Qualifikationen vermitteln.
3. Der Masterabschluss bietet einen weiteren berufsqualifizierenden Abschluss an.
4. In Bezug auf die Akzeptanz der Masterabschlüsse ist ein hohes fachliches und wissenschaftliches Niveau zu gewährleisten. Der Zugang zum Masterstudium ist daher von weiteren besonderen Zugangsvoraussetzungen abhängig zu machen.
5. Hochschulen können entweder nur Bachelor- oder Bachelor- und Master-, aber auch nur Master-Studiengänge in einem Fachgebiet einrichten.
6. Für einen erfolgreich abgeschlossenen Bachelor- oder Master-Studiengang kann jeweils nur ein Grad vergeben werden, d.h. es kann nicht zugleich ein Diplom-/Magistergrad verliehen werden.
7. Zur Akkreditierung eines Bachelor- oder Master-Studiengangs ist nachzuweisen, dass der Studiengang modularisiert und mit einem Leistungspunktesystem ausgestattet ist.
8. Die Inhalte eines Moduls sind so zu bemessen, dass sie i.d.R. innerhalb eines Semesters oder eines Jahres vermittelt werden können.

II. Stand, Analyse und Diskussion des Umstellungsprozesses

1) Für die Fachdisziplin Geographie in Deutschland kann heute festgestellt werden, dass alle Universitätsinstitute der Umstellung auf die gestuften Studiengänge nachgekommen sind; eine Erstimmatrikulation in Diplom- oder Magister-Studiengänge ist nicht mehr möglich. An allen Instituten ist spätestens zum Wintersemester 2007/08 der Bachelor-Studiengang begonnen worden; spätestens zum Wintersemester 20010/11 wird der Master-Studiengang an allen Hochschulorten, bei denen eine entsprechende Akkreditierung erfolgreich stattgefunden hat, eingeführt werden.

2) Bei den meisten neuen Studiengängen hat im Zuge der Umstellung eine „kleine“ Studienreform gegriffen. So werden heute im Bachelor-Studiengang verstärkt Methodenkompetenz (sowohl fachorientierte als auch „allgemeine“ Methoden wie Präsentation, Moderation, Rhetorik – softskills – u.ä.) und berufsfeldbezogene Qualifikationen vermittelt; die im 8- bzw. 9-semestrigen Diplom-Studiengang angebotenen wissenschaftlichen Grundlagen wurden reduziert, wenn auch häufig nicht in dem Maße, wie es für ein 6-semestriges Studium angemessen gewesen wäre.

3) Durchgehend ist eine modularisierte Studienstruktur eingeführt worden. Damit ging eine Neustrukturierung der Studieninhalte einher, die eine sinnvolle Aufeinanderfolge von Modulen, die Formulierung von Lernzielen, die Bewertbarkeit von Leistungen und die Umsetzung in ein Leistungspunktesystem (eine formale Voraussetzung für die Mobilität der Studierenden) beinhaltet.

Trotz dieser insgesamt als positiv zu bewertenden Resultate ist ein Großteil der im Bologna-Prozess angestrebten und durch die Vorgaben der KMK festgelegten Ziele bis heute nicht erreicht worden.

4) So genügt es nicht, für eine angestrebte verstärkte Mobilität der Studierenden nur den formalen Rahmen (Postulierung eines europäischen Hochschulraumes durch Festlegung gleicher Abschlussbezeichnungen, Einführung eines Leistungspunktesystems) einzuführen, sondern es müssen national wie international auch Diskussionen zur inhaltlichen Ausgestaltung der Studiengänge (siehe oben: Curriculum-Entwicklung) stattfinden. Wie anders sollte bei einem geplanten Wechsel von A nach B – national oder international – ein bestimmtes Modul, zu der im besten Fall in der erstellten Modul-Übersicht eine stichwortartige Andeutung von Inhalten vorhanden ist, die Gleichwertigkeit – und damit die Anerkennung – gewährleistet werden?

5) Ebenso wird ein Wechsel während des Studiums – und sei es nur für ein Semester – durch die starke Strukturierung (böse Zungen sprechen von „Verschulung“) durch die häufig über zwei Semester laufenden Module mit den geforderten zeitnahen Prüfungen fast unmöglich gemacht, riskiert man nicht eine Studienzeitverlängerung von einem Jahr – was häufig bei einem zu erbringenden Studienbeitrag von bis zu 500 € pro Semester doppelt überlegt sein will.
Das Gegenargument, dass die über zwei Semester laufenden Module ja von den Universitäten so eingerichtet worden seien, lässt sich für geowissenschaftliche Fächer schnell inhaltlich entkräften; bei ihnen nehmen – fachbedingt – die Gelände(block)veranstaltungen von oft mehreren Wochen, die ausschließlich in den vorlesungsfreien Zeiten stattfinden können, einen großen Raum ein. Da diesen Geländeblöcken meist eine Einführung im vorhergehenden Semester vorangeht und nach der Primärdatenerhebung im Gelände die Daten auch ausgewertet werden müssen (Methodenkompetenz !), muss sich ein solches Modul zwangsläufig fast immer über zwei Semester erstrecken.

6) Der meist strikt vorgegebene Studienablauf lässt, will man nicht wieder eine Studienzeitverlängerung in Kauf nehmen, kaum Zeit für eine noch so geringe „Auszeit“. Dies äußert sich einmal in dem erheblichen Rückgang von studentischem Engagement in der universitären Selbstverwaltung, aber auch in anderen gesellschaftlichen Ehrenämtern. Daneben macht in der Medienlandschaft z.Zt. die Meldung die Runde, dass die Bachelor- und Master-Studierenden vermehrt unter (krankhaftem) Stress leiden. Dies zeige sich in häufigen Kopfschmerzen, vermehrter Schlaflosigkeit, Niedergeschlagenheit und Verunsicherung. Die an einigen Hochschulen eingerichteten psychologischen Beratungsstellen verzeichnen entsprechend einen gestiegenen Zulauf, der 2008 im Vergleich zu 2004 bis zu 130% betrug – Tendenz steigend.

Verstärkt wird die Unsicherheit der Studierenden durch die abwartende Haltung der „abnehmenden Seite“, die für bestimmte Berufsbilder klare Kriterien angeben sollte, auf die sich dann die „ausbildende Seite“ einstellen kann. Abzuwarten, bis ausreichend Absolventen auf dem Markt sind und dann feststellen, dass an den Anforderungen vorbei ausgebildet wurde, ist der Angelegenheit nicht förderlich. Hier ist sind zeitnah klärende Gespräche erforderlich.

7) Offen – und für die Geographie im Moment noch nicht abschließend zu beurteilen – ist der Übergang vom Bachelor- zum Master-Studiengang. Die meisten geographischen Universitätsinstitute bieten einen oder mehrere Master-Studiengänge, spezialisiert auf einzelne Teilbereiche der Geographie, an. Dies kann zur Folge haben, dass Studierende nach dem Abschluss des Bachelors den Hochschulstandort wechseln wollen, da der Wunsch-Master am bisherigen Standort nicht angeboten wird. Doch wie soll ein solcher Wechsel funktionieren, wenn die Anmeldung zum Master-Studiengang im vorausgehenden Semester (in der Regel im Juli) stattfindet, während die Zeugnisse über den Abschluss des Bachelors erst gegen Ende der vorlesungsfreien Zeit (September/Oktober) vorliegen? Sollen die Aufnahmen alle unter Vorbehalt ausgesprochen werden? Wie können dann die „Lücken“, die durch die Ausfälle (und – wie bereits heute – durch das Bewerben an mehreren Hochschulen) bedingt sind, kurzfristig geschlossen werden?

8) Ebenfalls noch offen und nicht zu Ende gedacht/diskutiert ist die Frage der sog. Quotierung bei dem Übergang zum Master-Studiengang. Während anfänglich noch harte Quoten (nur 20% der Bachelor-Studierenden sollten eine Zulassung für den Master-Studiengang erhalten) im Gespräch waren, sind diese so inzwischen vom Tisch. Trotzdem muss man feststellen, dass dort, wo bereits der Master-Studienbetrieb aufgenommen wurde, die Studierendenzahlen weit unter den sich ursprünglich von den Instituten gesetzten Zielen aufhalten. Worauf könnte das zurückzuführen sein?
Einmal könnte es sein, dass der erste berufsqualifizierende Abschluss tatsächlich zu einem Einstieg in den Beruf verholfen hat. Zum anderen könnte es aber auch daran liegen, dass beim Bachelor-Abschluss eine Verzögerung eingetreten ist und dass die Bewerbungen zeitverzögert eintreffen werden. Dies würde sich dann spätestens nach zwei Jahren eingependelt haben. Ein dritter Grund – und das ist nach den Abfragen des Autors der ausschlaggebende – liegt aber in der restriktiven Berechnung der Aufnahmekapazitäten durch die Hochschulen bzw. die Ministerien. Da bei den Aufnahmezahlen zum Bachelor-Studiengang mindestens die alten Aufnahmezahlen erreicht werden sollen, der 6-semestrige Bachelor-Studiengang aber gegenüber dem 8-/9-semestrigen Diplom-/Magister-Studiengang in der Belastung der Lehrenden (dies wird ausgedrückt in dem sog. Curricular-Wert) relativ hoch liegt, bleibt für den/die nachfolgenden Master-Studiengänge nur noch geringe Restkapazitäten, was sich in geringen Aufnahmezahlen äußert.

9) Die KMK-Vorgaben legen fest, dass für einen erfolgreich abgeschlossenen Master-Studiengang nur ein Grad vergeben werden kann, was bedeutet, dass nicht zugleich z.B. ein Diplom verliehen werden darf. Über dieses Verbot ist man in anderen europäischen Ländern sehr verwundert, denn dort hätte man vor Jahren gerne den Diplom-Abschluss eingeführt, weil man weiß – vielleicht besser als wir selbst? –,  welches „Markenzeichen“ der Diplom-Titel war und ist. Die Frage sei hier erlaubt, warum man – ohne Notwendigkeit – eine solche Regelung treffen musste und wem diese wohl nützen sollte.    

10) Zum Schluss: Neben der Belastung der Studierenden, von denen bereits oben die Rede war, soll nicht verschwiegen werden, dass auch die Belastung der Lehrenden in erheblichem Maße gestiegen ist (z.B. durch die gestiegene Anzahl von Prüfungen, umfassendere Vorgaben zur Durchführung von Prüfungen und einen erhöhten Betreuungsaufwand). Dies im Einzelnen hier auszuführen, würde den Rahmen des Beitrages sprengen. Aber dass diese Mehrbelastung nicht zu einer Verbesserung der Lehre führt, scheint offensichtlich, insbesondere dann, wenn in Berufungsverfahren (noch immer) vornehmlich auf die wissenschaftlichen Forschungsleistungen und weniger auf die erfolgreiche Lehre geschaut wird. Es ist verwunderlich, dass für die Studierenden bei den Umstellungen im Rahmen dieses hier erörterten Prozesses Workloads (diese beinhalten neben den Präsenzstunden in der jeweiligen Lehrveranstaltung auch die Vor- und Nachbereitungszeiten) eingeführt wurden, während für die zu erbringende Lehrleistung der Dozenten immer noch die zu erbringenden Semesterwochenstunden (SWS) im Zusammenhang mit den Vorgaben einer völlig überholten Kapazitätsverordnung (KapVO) zugrundegelegt werden.

Alles in allem ist die Umstellung auf Bachelor- und Master-Studiengänge erfolgt – aber nach Meinung des Autors noch nicht abgeschlossen. Nach den Jahren der Einführung muss nun eine Phase der Justierung erfolgen, in der die offensichtlichen Fehlentwicklungen, deren Gründe in einigen Fällen in den unvollständig formulierten oder nicht zu Ende gedachten Vorgaben, in anderen Fällen in einer „Überregulierung“ zu finden sind, korrigiert werden sollten. Dazu erlaubt sich der Autor zum Abschluss einige Anregungen.

III. Folgerungen und Forderungen

– In Anlehnung an die früheren Diplom- und Magister-Rahmenpläne sollten vor allem für die Bachelor-Studiengänge, die eine gemeinsame Basis für die folgenden konsekutiven Master-Studiengänge bilden sollen, inhaltliche Ausgestaltungs-Vorgaben erarbeitet werden und für die Akkreditierungs-Agenturen (nach Vorgaben durch den Akkreditierungsrat) als verbindliche Kriterien für die Zulassung erklärt werden. Hierzu sind keine staatlichen Eingriffe erforderlich, sondern diese Aufgabe könnte von den jeweiligen Fachverbänden wahrgenommen werden, die über das notwendige Netzwerk, national wie auch international, verfügen und durch ihre Mitglieder hervorragend für diese Aufgabe ausgewiesen sind.
– In Verbindung mit dieser Maßnahme sollte ein runder Tisch eingerichtet werden, an dem sich Vertreter von Wissenschaft und Praxis treffen, die über Anforderungen an das Studium diskutieren. Ziel dieser Diskussion sollte es sein, Rahmenbedingungen für bestimmte Berufsbilder festzulegen.
– Es scheint erforderlich, die Studienstruktur flexibler zu gestalten. Diese Flexibilisierung könnte u.a. beinhalten:  Der Studienablauf enthält weniger Pflicht- und mehr Wahlpflichtveranstaltungen; ein größerer Teil von zu benennenden Modulen (z.B. Berufspraktika u.ä.) kann unbewertet angerechnet werden; die erlangten Leistungspunkte werden je nach Studienfortschritt unterschiedlich gewichtet (1. Studienjahr zu 70%, 2. Studienjahr zu 100 %, 3. Studienjahr zu 130 %); die strikte Verteilung von 30 Leistungspunkten pro Semester muss flexibler gestaltet werden.
Der Übergang vom Bachelor- zum Master-Studiengang ist innerhalb der Rektoren-Konferenzen zu diskutieren mit dem Ziel, praktikable Lösungen für den zeitlichen Ablauf der Bewerbung und der Aufnahme des zukünftigen Master-Studierenden vorzulegen, die keinen Zeitverlust beinhalten.
– Das Verbot, mit dem Master-Titel auch einen Diplom- oder Magister-Titel zu vergeben, sollte aufgehoben werden. „Never change a winning degree!“
– Es sollte eine neue Berechnungsgrundlage (neue „Kapazitätsverordnung“) für die zu erbringenden Leistungen der Lehrenden geschaffen werden, die, ähnlich wie bei der Berechnung der Workloads für die Studierenden, neben den Präsenzzeiten die unterschiedlichen Belastungen bei der Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen und die Lehrerfolge berücksichtigt. Dies könnte sowohl zu einer gerechteren Verteilung der Lasten als auch zu einer Verbesserung der Lehre und einer höheren Akzeptanz bei den Lehrenden führen, die damit ihre Anstrengungen in der Lehre gewürdigt sähen.

Wolfgang Schmiedecken
Akad. Direktor i.R.
Mitglied des Vorstandes des Verbandes der Geographen an Deutschen Hochschulen (VGDH)
Geographische Institut der Universität Bonn
Meckenheimer Allee 166

Stefan Ohm

Veröffentlicht von

www.geographieblog.de

Meine Name ist Stefan Ohm und ich bin Geograph. Vor meinem Studium habe ich eine Ausbildung zum Fachinformatiker absolviert und danach bei Electronic Data Systems (EDS) als Lotus Notes Entwickler gearbeitet. Während meines Studiums in Hannover führte mich mein Weg zur Texas State University in San Marcos (USA) sowie zur University of Bristol (UK). Darüber hinaus absolvierte ich zwei Praktika bei NGO’s in Neu Delhi (Indien), mit dem Ziel Entwicklungsprozesse vor Ort genauer zu betrachten und damit ein besseres Verständnis über diese zu erhalten. Promoviert habe ich über den Strukturwandel im Perlflussdelta und Hongkong (China) an der Justus Liebig Universität in Gießen.

2 Kommentare

  1. Bedenklich

    Das finde ich schon bedenklich, daß die Studierenden sich außerhalb des Studium weniger engagieren, weil sie keine Zeit haben.

    “Die an einigen Hochschulen eingerichteten psychologischen Beratungsstellen verzeichnen entsprechend einen gestiegenen Zulauf, der 2008 im Vergleich zu 2004 bis zu 130% betrug – Tendenz steigend.”

    Und das finde ich sehr bedenklich. Wobei es dafür viele Ursachen geben kann. Vielleicht hat sich die schulische Vorbildung verschlechtert und die Studenten müssen mehr nachholen? Oder sie sind psychisch nicht mehr so belastbar?

  2. Ergebnis:Verschlechterung flächendeckend

    In kurzen Worten noch einmal zusamengefasst: Ziele kaum oder garnicht erreicht (Abbrecherzahlen, Austauschbarkeit, “Europäisierung”, Verwaltungsvereinfachung); organisatorisches Chaos – mühsam erarbeitete Zeitgewinne werden dadurch verplempert; unterfinanziert; Abbau erfolgreicher Strukturen bei Ausbildung und Abschlüssen; totale Verschulung; speziell in ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen Verlust von Kernkompetenzen; inhumane Studienbedingungen und permanenter offensichtlich krankmachender Prüfungsstress für die Studenten ohne Erkenntnisgewinne;
    flächendeckende Verschlechterung des ohnehin dürftigen vorherigen Status quo!

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