Immunevasion: Ein Machine Learning-Modell sagt virale Escape-Mutationen voraus

Virales Entkommen, auch Immunevasion genannt, ist ein großes Problem bei der Bekämpfung viraler Infektionskrankheiten wie COVID-191. Virales Entkommen bedeutet, dass Viren dem Immunsystem entkommen, weil sie von ihm nicht erkannt werden und deshalb auch nicht  bekämpft werden. Die Viren werden nicht erkannt, weil die Antikörper des Immunsystems nicht an die Proteine auf der Virusoberfläche binden.

 

Ein Modell des Coronavirus SARS-CoV-2, das die Oberflächenproteine des Virus in Farbe zeigt.

Virale Escape-Mutationen

Das virale Entkommen des Influenzavirus und von HIV sind beide in hohem Maße dafür verantwortlich, dass wir weder einen universellen Grippeimpfstoff noch einen Impfstoff für HIV haben. Ein Grund, warum es so schwierig ist, wirksame Impfstoffe gegen Influenza und HIV zu produzieren, ist, dass diese Viren sehr schnell mutieren, und dieser virale Escape-Mechanismus ermöglicht es ihnen, den Antikörpern zu entgehen, deren Bildung durch einen bestimmten Impfstoff ausgelöst werden.

Damit virale Mutationen die Immunevasion begünstigen, müssen sie dem Virus helfen, die Form seiner Oberflächenproteine so zu verändern, dass Antikörper nicht mehr an sie binden können. Das Protein darf sich jedoch nicht so verändern, dass es nicht mehr funktioniert oder nachteilig verändert wird. Das bedeutet, das Virus darf nicht so mutieren, dass es sich nicht mehr vermehren kann. Es soll seine Fitness bewahren, sich aber so weit tarnen, dass es vom menschlichen Immunsystem nicht entdeckt werden kann.

Maschinelles Lernen und Escape-Mutationen

Die Bioinformatiker*innen Brian Hie, Ellen Zhong und Bonnie Berger vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), Cambridge, USA haben ein Machine Learning-Modell2 (MLM) entwickelt [1], dass in der Lage ist, vorherzusagen welche Mutationen in Virusgenen dazu führen, dass Viren dem menschlichen Immunsystem entkommen. Die Forscher*innen nutzten für die Vorhersage solcher Escape-Mutationen ein MLM aus der natürlichen Sprachverarbeitung (NLP). Solche Modelle wurden ursprünglich entwickelt, um Muster in der Sprache zu analysieren, insbesondere die Häufigkeit, mit der bestimmte Wörter zusammen auftreten. Die Modelle können dann Vorhersagen darüber treffen, welche Wörter verwendet werden könnten, um einen Satz wie “Petra aß Eier zum …” zu vervollständigen. Das gewählte Wort muss sowohl grammatikalisch korrekt sein (das Konzept der Syntax) als auch die richtige Bedeutung haben (Semantik). In diesem Beispiel könnte ein NLP-Modell “Frühstück” oder “Mittagessen” vorhersagen.

Die Wissenschaftler*innen erkannten, dass so ein Modell auch auf biologische Informationen wie Gensequenzen angewendet werden kann. In diesem Fall ist die Grammatik analog zu den Regeln, die bestimmen, ob das von einer bestimmten Sequenz codierte Protein funktional ist oder nicht, und die semantische Bedeutung ist analog dazu, ob das Protein eine neue Form annehmen kann, die ihm hilft, Antikörpern zu entkommen. Daher muss eine Mutation, die ein virales Entkommen ermöglicht, die Grammatik der Sequenz beibehalten, aber die Struktur des Proteins auf eine nützliche Weise verändern.

Ein wesentlicher Vorteil dieses Modells ist, dass es nur Sequenzinformationen benötigt, die viel einfacher zu erhalten sind als Proteinstrukturen. Das Modell kann mit einer relativ kleinen Menge an Informationen trainiert werden. Für ihre Studie verwendeten die Forscher*innen 60.000 HIV-Sequenzen, 45.000 Influenzavirus-Sequenzen und 4.000 Coronavirus-Sequenzen.

“Sprachmodelle sind sehr leistungsfähig, weil sie diese komplexe Verteilungsstruktur erlernen und einen Einblick in die Funktion allein aus der Sequenzvariation gewinnen können”, kommentiert Hie. “Wir haben diesen großen Korpus an viralen Sequenzdaten für jede Aminosäureposition, und das Modell lernt diese Eigenschaften des gemeinsamen Auftretens von Aminosäuren und der Kovariation über die Trainingsdaten hinweg”.

Sobald das Modell trainiert war, verwendeten die Forscher*innen es, um Sequenzen des Coronavirus-Spike-Proteins, des HIV-Hüllproteins und des Influenza-Hämagglutinin (HA)-Proteins vorherzusagen, die mehr oder weniger wahrscheinlich Escape-Mutationen erzeugen würden.

Escape-Mutationen beim Coronavirus SARS-CoV-2

Die Analyse des Modells für Coronaviren legte nahe, dass ein Teil des Spike-Proteins, die sogenannte S2-Untereinheit, am wenigsten wahrscheinlich Escape-Mutationen erzeugt. Es bleibt die Frage offen, wie schnell das SARS-CoV-23 mutiert, sodass nicht bekannt ist, wie lange die Impfstoffe, die zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie eingesetzt werden, wirksam bleiben werden. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass das Virus nicht so schnell mutiert wie das Influenzavirus oder HIV. Bei ihren Untersuchungen von HIV fanden die Forscher*innen heraus, dass die hypervariable Region V1-V2 des Spike-Proteins viele mögliche Escape-Mutationen aufweist, was mit früheren Erkenntnissen übereinstimmt, und sie fanden auch Sequenzen, die eine geringere Wahrscheinlichkeit für ein Entweichen haben.

Hie und seine Kolleg*innen haben das Modell auch auf die neuen Varianten von SARS-CoV-2, die vor Kurzem in Großbritannien und Südafrika entstanden sind, angewendet. Diese Analyse, die noch nicht von Virolog*innen begutachtet wurde, entdeckte genetische Sequenzen, die auf ihr Potenzial, den bestehenden Impfstoffen zu entkommen, weiter untersucht werden sollten, sagen die Forscher*innen.

Die Nützlichkeit dieses Modells sollte unbedingt weiter in der Praxis erprobt werden, dafür ist es aber notwendig, dass in Deutschland mehr SARS CoV-2-Proben sequenziert werden. Aus dem Referentenentwurf des Bundesgesundheits­ministeriums (BMG) geht hervor, dass künftig fünf Prozent aller PCR-positiven SARS-CoV-2-Proben sequenziert werden. Verbreitete Virusvarianten könnten so in Deutschland früher erkannt und dem Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet werden. Bei fünf Prozent aller per PCR positiv getesteten Proben pro Woche soll die Gensequenz erfasst und an das RKI übermittelt werden. Ergänzende Daten, wie der Zeitpunkt der Probeentnahme oder die Postleitzahl der Patient*innen, sollen, ergänzt werden. Zusätzlich wird es – vor allem für die Impfstoffherstellung – weiterhin wichtig sein, die Veränderungen in der räumlichen Struktur des SARS CoV-2-Spike-Proteins zu modellieren, die durch die Escape-Mutationen verursacht wurden.

Fußnoten

1. Die Bezeichnung COVID-19 ist die Abkürzung für Corona virus disease 2019, also: Corona-Virus-Erkrankung 2019. Wer diesen Ausdruck braucht, meint damit also die Krankheit und nicht das Virus.

2. Ein Machine Learning-Modell ist ein Computerprogramm, das mit einem Satz von Daten und einem Lernalgorithmus darauf trainiert wurde, bestimmte Muster zu erkennen. Das MLM lernt aus Beispielen und kann diese nach Beendigung der Lernphase verallgemeinern. Nachdem Lernen soll das MLM unbekannte Daten durchsuchen, um Muster zu erkennen und/oder Beziehungen aufzuzeigen. Informatiker:innen nennen diesen Prozess Data Mining.

3. Diese Abkürzung steht für Severe acute respiratory syndrome coronavirus 2. Das bedeutet «Schweres-akutes-Atemwegssyndrom-Coronavirus-2». Oder anders gesagt: Es ist das zweite Coronavirus, das schwere Atemweginfektionen verursacht. Es gibt nämlich auch ein erstes.

Weiterführende Literatur

[1]. Brian Hie, Ellen D. Zhong, Bonnie Berger, Bryan Bryson (2021) Learning the language of viral evolution and escape Science 15: Vol. 371, 6526, pp. 284-288DOI: 10.1126/science.abd7331

Escape-Mutationen können Viren vor Antikörpern schützen – vor Impfungen meist kaum. Das zeigen Erfahrungen mit anderen Impfstoffen. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Auf der Suche nach dem Zwischenwirt für das Coronavirus SARS-CoV-2

Tierische Viren, die möglicherweise eine Epidemie beim Menschen auslösen können

Veröffentlicht von

Joe Dramiga ist Neurogenetiker und hat Biologie an der Universität Köln und am King’s College London studiert. In seiner Doktorarbeit beschäftigte er sich mit der Genexpression in einem Mausmodell für die Frontotemporale Demenz. Die Frontotemporale Demenz ist eine Erkrankung des Gehirns, die sowohl Ähnlichkeit mit Alzheimer als auch mit Parkinson hat. Kontakt: jdramiga [at] googlemail [dot] com

63 Kommentare

  1. Die Sprache der viralen Evolution und der viralen Flucht lernen bedeutet auch, dass wir Methoden wie sie auch zur Bekämpfung von Computer-Viren eingesetzt werden nun bei biologischen Viren einsetzen können. Damit bewahrheitet sich auch die bis jetzt nur sprachlich behauptete Analogie zwischen biologischen und Computerviren oder wenn man es noch mehr verallgemeinert zwischen biologischen und Computer-Codes.

    Wir können vielleicht wirklich darauf hoffen, dass wir die Sprache der viralen Evolution schneller lernen und gefährliche Mutationen schneller voraussehen, als sie dann in der Natur auch geschehen. Falls wir da erfolgreich sind, könnte es eines Tages sogar gelingen die Grippeviren der nächsten Saison vorauszusehen.

    • Viren, auch Computerviren, werden über die Mustererkennung gelernt, von Abweisenden und zur Entfernung Angeleiteten.
      Der Gag sozusagen bei biologisch bestimmbaren Viren besteht darin, dass sie nicht schlau sind.
      Sie sind insofern anders als “Computerviren” und besser zu killen.
      Gelernt wird aus Sicht des Betroffenen über derartige Viren idR nicht, außer, dass sie schädlich sind, der Code bleibt idR unverständlich.
      Vergessen Sie, “Herr Holzherr” (die doppelten Anfürhungszeichen nur deshalb, weil Sie nicht so heißen und wie einige meinen ein als solches unerkennbares Pseudonym nutzen, was einigen im “Web” als unschicklich gilt) bitte das Verstehen von derartigem Code, danke.
      Bei sozusagen natürlich vorkommenden Viren, “Danke Joe”, kann so versucht werden.

      • *
        die doppelten Anfü[hr]ungszeichen

        Und sicherlich war nicht gemeint, dass nicht näherungsweise, ausschnittsartig und an Interessen (!) gebunden der hier gemeinte Primat, der Mensch, nicht versuchen soll sich i.p. “Grammatik”, “Semantik” et cetera, bildlich geredet, bei unseren sehr kleinen Freunden, den Viren, zu bemühen, im Rahmen seines Möglichen.

        PS:
        Dr. Webbaer goutiert, respektiert und grounded sozusagen die Toleranz des hiesigen werten Inhaltegebers Feedback meinend.
        Es ist cool Andere reden zu lassen.

  2. Martin Holzherr,
    der Vergleich mit Computerviren ist gut. Ein Computervirus ist ein Programm oder nur ein Programmteil, das in ein bestehendes Programm eingefügt wird. Dabei ist nicht Geheimnisvolles. Möglich wird das , wenn das Programm, z. B. Windows mit .dll aufgebaut ist. Jeder kann hier seine App. andocken.
    Ich vermute einmal (Ich bin kein Genetiker), dass unser Immunsystem auch so funktioniert. Es kann auf Veränderungen reagieren.

  3. Zitat Joe Dramiga:
    Hie und seine Kolleg:innen haben Modell auch auf die neuen Varianten von SARS-CoV-2, die vor Kurzem in Großbritannien und Südafrika entstanden sind, angewendet. Diese Analyse, die noch nicht von Virolog:innen begutachtet wurde, entdeckte genetische Sequenzen, die auf ihr Potenzial, den bestehenden Impfstoffen zu entkommen, weiter untersucht werden sollten, sagen die Forscher:innen. […] Die Nützlichkeit dieses Modells sollte unbedingt weiter in der Praxis erprobt werden, dafür ist es aber notwendig, dass in Deutschland mehr SARS CoV-2-Proben sequenziert werden.

    Mich wundert es sehr, dass man nur von den Varianten spricht, die vor kurzem in Großbritannien und Südafrika entstanden sind, denn ich weiß von der Forschung von Prof. Didier Raoult aus meiner Heimatsstadt Marseille aus seinem Twitterkonto, dass bereits ab Juni 7 Varianten von SARS-CoV-2 entdeckt wurden, die ersten wahrscheinlich aus Nordafrika per Schiff verschleppt, die bereits im Sommer sehr verbreitet unter den Covid-Patienten in Marseille und in überhaupt in Frankreich waren (genannt Marseille1 bis Marseille7). Die ersten Variante ist bereits im Sommer verschwunden, die anderen Varianten (vermutlich aus der Nerzzüchtung aus Danemark) sind seit dem Herbst überall in Frankreich bei Covid-Patienten verbreitet, siehe die entsprechende Studie:

    Dramatic increase in the SARS-CoV-2 mutation rate and low mortality rate during the second epidemic in summer in Marseille

    Können Sie sich erklären, warum in Deutschland nicht über diese aktiven Varianten seit dem Sommer gesprochen wird, dafür massiv über die Variante aus Großbritannien seit kurzem?

  4. Nachtrag:

    Die französischen Forscher haben insgesamt 309 Sequenzen von SARS-Cov-2 vorgenommen, (offensichtlich am meisten überhaupt) und bedauern, dass so wenig in Europa sequenziert wird, siehe hier:

    Genomic diversity and evolution of coronavirus (SARS-CoV-2) in France from 309 COVID-19-1 infected patients

    Auch aus der Schweiz und aus Spanien wurde bestätigt, dass diese Varianten seit dem Sommer verbreitet sind, siehe:
    Emergence and spread of a SARS-CoV-2 variant through Europe in the summer of 2020

    • Es sind schon weit mehr als ein paar französische und englische Varianten bekannt. In Deutschland sind es wohl 3 weiter verbreitete Kladen, wobei das ursprüngliche Virus kaum mehr auftaucht. Die englische, südafrikanische und brasilianische Variante scheinen sich jeweils schneller zu verbreiten, auf Kosten ihrer “Vettern”. Bei meisten anderen Varianten gibt es wohl keine Änderungen im Verhalten.
      Eine Übersicht gibt es hier:
      https://nextstrain.org/ncov/global

  5. Je mehr man weiss desto mehr gibt es Grund sich zu sorgen?

    Nein, natürlich nicht. Denn: auch wenn man nichts weiss, passiert es doch.

      • War ein heller Moment eines aus meiner Sicht an sich hellen Mitkommentators, gemeint ist, dass Information nicht immer hilft, sie sogar Schaden anrichten kann – wer will bspw. schon wissen, woran letztlich individuell gestorben wird, wenn dagegen nichts konkret ausgerichtet werden kann, medizinisch?
        Nihilismus, lol, war wohl von Herrn “Martin Holzherr” (die doppelten Anführungszeichen nur, weil der nicht so heißt und ein als solches unerkennbares Pseudonym verwendet, was im Web nicht allen als schicklich gilt) nicht beabsichtigt, sondern ein sog. Bonmot.

  6. Jocelyne Lopez,
    die deutsche Wissenschaftsindustrie ist englisch/amerikanisch zentriert. Studenten müssen heute in englisch referieren können.
    Französisch wird vernachlässigt. Nur noch in den Gemeinden an der dt./frz. Grenze ist Französisch die erste Fremdsprache. Schade eigentlich.
    Sogar in der Schweiz, wenn sie 20 km von der Sprachgrenze entfernt wohnen verstehen die Leute Französisch nicht mehr oder wollen es nicht verstehen.
    Das Umgekehrte allerdings auch.
    Halten Sie uns weiter auf dem Laufenden aus Frankreich.

  7. Zitat hwied
    die deutsche Wissenschaftsindustrie ist englisch/amerikanisch zentriert. Studenten müssen heute in englisch referieren können.

    Die von mir jeweils verlinkten französische, spanische und schweizerische Studien über die Sequenzierung von zahlreichen Mutationen des SARS-Co2-Virus in EU-Ländern durch staatlichen Forschungseinrichtungen seit spätestens Juni 2020 sind alle in englischer Sprache veröffentlicht worden, es kann also nicht an der Sprache liegen, dass die Regierungen und die Medien die in Großbritannien im Dezember entdeckte Mutation der breiten Öffentlichkeit als erste Mutation des Virus verkaufen und versuchen, damit Unruhe bzw. Panik zu verbreiten. Das ist nicht seriös, das ist inkompetent, denn die Regierungen müssten es bestens wissen, dass das Virus bereits zigmal seit Anfang der Pandemie mutiert ist, sie werden ja angeblich von Experten beraten und es ist ohnehin seit Jahrzehnten allgemein bekannt, dass Viren leicht mutieren – Herr Dramiga betont es zum Beispiel im Artikel für Influenza und HIV-Viren: “Ein Grund, warum es so schwierig ist, wirksame Impfstoffe gegen Influenza und HIV zu produzieren, ist, dass diese Viren sehr schnell mutieren“.

    Zitat hwied
    Halten Sie uns weiter auf dem Laufenden aus Frankreich.

    Es kann nicht angehen, dass wichtige Informationen über die Tatsache, dass das Corona-Virus bereits mehrmals mutiert ist von der zufälligen Mitteilung einer Kommentatorin in einem Forum abhängt. Dass die Regierungen und die Massenmedien diese Tatsache verschweigen ist nicht gerade vertrauenswürdig, zumal diese Varianten ganz konkret seit dem Sommer in vielen EU-Ländern verbreitet und aktiv sind, wie es aus der spanischen Studiehervorgeht:

    A variant of SARS-CoV-2 emerged in early summer 2020, presumably in Spain, and has since spread to multiple European countries. The variant was first observed in Spain in June and has been at frequencies above 40% since July. Outside of Spain, the frequency of this variant has increased from very low values prior to 15th July to 40-70% in Switzerland, Ireland, and the United Kingdom in September. It is also prevalent in Norway, Latvia, the Netherlands, and France. Little can be said about other European countries because few recent sequences are available.

    Zitat Pollo:
    Es sind schon weit mehr als ein paar französische und englische Varianten bekannt. […] Eine Übersicht gibt es hier: https://nextstrain.org/ncov/global

    Danke für die Information!
    Vor diesem Hintergrund finde ich es wie gesagt völlig unseriös und sogar manipulativ, dass die Regierungen und die Massenmedien die im Dezember in Großbritannien entdeckte Mutation als die erste Mutation des Virus in der Öffentlichkeit verkaufen.

    • … man muß Punktmutationen, die jedes Virus durchläuft, ohne viel zu ändern, von
      solchen Mutationen unterscheiden, die ansteckender und gefährlicher sein können.
      Gegenüber dem Grippevirus ist SarsCov2 bisher nicht so flexibel, da wird nichts verkauft.
      Die Regierungen machen keine Panik mit harmlosen Mutanten, jetzt sind es nicht harmlose.

      • Zitat “Herr Senf”:
        Die Regierungen machen keine Panik mit harmlosen Mutanten, jetzt sind es nicht harmlose.

        Jetzt sind es nicht harmlose? Ach.
        Alle Covid-Tote in allen Ländern der Welt sind bisher an Mutanten gestorben, denn das ursprüngliche Wuhan-Genom gibt es lange nicht mehr. Die bisherigen Mutanten, die alle Covid-Tode bisher verursacht haben, waren also harmlos? Typisch Pandemie-Verharmloser. 😀

        • Da haben Sie etwas missverstanden. Die meisten Mutationen (einige tausend; die stehen natürlich nicht ständig in der Presse) sind insofern “harmlos”, als sie am Verhalten des SARS-COV2-Virus nichts wesentliches verändern. Dieses Virus mutiert ohnehin nicht so häufig (aber häufig genug!) wie die oben angesprochenen bekannten Influenza-Viren, da es einen ganz gut funktionierenden Reparaturmechanismus eingebaut hat.
          Die Mutation, die zuerst in England gefunden wurde, ist allerdings als erheblich ansteckungsfreudiger beschrieben worden. Der südafrikanische und der brasilianische scheinen ebenso ansteckender zu sein.
          In den letztgenannten Gebieten ist die Durchseuchung wegen unterlassener Maßnahmen schon relativ hoch, so dass es einen Mutations-Druck gibt, der effektivere Viren begünstigt. Die werden dort sozusagen gezüchtet. In den Armenvierteln gibt es praktisch keinen Schutz. So werden Escape-Mutationen provoziert. Wenn diese Mutanten sich dann auch hier verbreiten, wird es noch mal sehr eng.
          Die vom Autor hier vorgestellten Modellierungen versuchen, solche möglichen Mutationen vorauszusehen, damit die Vaccine angepasst werden können. Die mRNA-Vaccine sind prädestiniert dazu.

          • Danke,
            ich hatte ganz vergessen, daß man es extra
            für Frau Lopez extra lang erklären muß 😉

  8. Es gibt natürlich an jedem Virus Molekülteile,
    die es unter keinen Umständen verändern kann,
    ohne seine Funktion zu verlieren.
    Diese Molekülteile wären dann gute Bindungsstellen
    für Medikamente und Antikörper.
    Zum Beispiel das humane rekombinante lösliche ACE2
    das an die Bindungsstellen des Covid-Virus bindet,
    oder der Universal-Grippeimpfstoff der an den Stiel
    des Hämagglutinins bindet.

  9. Der Artikel wäre sehr gut und informativ, wäre er nicht durch das unsägliche “:innen” sprachlich verunstaltet. Das trägt nichts zur Information bei (außer über die ideologische Haltung des Autors/Verlegers, die hier aber auch nichts zu suchen hat), stoppt aber wegen des mißbrauchten Doppelpunkts immer wieder mittendrin den Lesefluss. Mich hat’s so sehr genervt, dass ich den Artikel allein deshalb nicht zu Ende gelesen habe.

    • Mich stören auch regelmäßig Kommas und Punkte im Lesefluss. Und doch helfen sie mir, das Gesagte besser zu verstehen. Ich werde mich auch an Doppelpunkte gewöhnen können.

      • @ Kommentatorenfreund ‘Joker’ a.k.a. ‘Jolly’ :
        Sicherlich war Herr Dr. Greiner weiter oben ein wenig “grumpy”, ab einem gewissen Alter und ab einem gewissen Verständnisgrad kann dies vorkommen.
        Ihr Vergleich mit den Satzzeichen war m.E. unpassend, oder finden Sie so etwas – ‘Die Wissenschaftler:innen’ – cool? (Das Binnen-I ist modisch ersetzt worden, gell?!)
        Ansonsten ist und bleibt die Nachrichtengebung des werten Herrn Dr. Joseph Dramiga bemerkenswert und dankenswert, aus Lesersicht, und mit vielen Satzzeichen versehen.

  10. Zitat Pollo:

    Die Mutation, die zuerst in England gefunden wurde, ist allerdings als erheblich ansteckungsfreudiger beschrieben worden. Der südafrikanische und der brasilianische scheinen ebenso ansteckender zu sein.

    Nun, mit „schein“ kann man der Öffentlichkeit von Laien viel erzählen wenn der Tag lang ist, auch wenn er kurz ist, wie zum Beispiel die Einschätzung über die Ansteckungsgefahr der neuen britischen Mutation durch unseren Star-Virologe Christian Drosten bei Twitter gleich nach Veröffentlichung der Daten aus Großbritannien: Am 21.12.2020 : „Das sieht leider nicht sehr gut aus“ und am 22.12.202 das Gegenteil: „Ich bin nicht sehr besorgt“. So schnell kann sich eine wissenschaftliche Auffassung ändern, viel schneller als eine Virus-Mutation, aber das sind wir es ja von unserem Star-Virologen schon lange gewohnt. 😉

    Zitat Pollo:
    In den letztgenannten Gebieten [Südafrika] ist die Durchseuchung wegen unterlassener Maßnahmen schon relativ hoch, so dass es einen Mutations-Druck gibt, der effektivere Viren begünstigt. Die werden dort sozusagen gezüchtet. In den Armenvierteln gibt es praktisch keinen Schutz. So werden Escape-Mutationen provoziert. Wenn diese Mutanten sich dann auch hier verbreiten, wird es noch mal sehr eng.

    Nun, es gibt nicht nur in Südafrika seit Anfang der Pandemie Armenviertel mit unterlassenen Maßnahmen, das ist sogar weltweit die Mehrheit der gesellschaftlichen Zustände. Auffällig ist zum Beispiel, dass Afrika als sehr armer Kontinent und ohne jegliche Maßnahmen praktisch nicht von Corona betroffen ist. Aus Indien gibt es Studien, die die Verbreitung von SARS-Cov-2 in Slums untersucht haben: Keine Masken, kein Abstand, keine Impfung und trotzdem immun: Hoffnung aus dem Slum – die Bewohner von Mumbais Armenvierteln könnten als Erste eine Herdenimmunität erreicht haben. Indien hat auch gemäß Worldometer eine viel geringere Sterblichkeit als Deutschland, zum Beispiel Anzahl der Todesfälle in Januar 2021: weniger als 200 Todesfälle täglich bei einer Bevölkerung von 1,3 Milliard Menschen, Tendenz abnehmend siehe hier.

    Hat man untersucht wie viele und welche Mutationen in den Armenvierteln der Welt die Ansteckungen und die Todesfälle verursacht haben? Wohl nicht. Aber die eine Mutation aus Großbritannien, die erst in Dezember 2020 entdeckt wurde, verkauft uns man als so ansteckend und so gefährlich, dass man die Grundrechte von 83 Millionen Menschen in Deutschland beraubt, sie einsperrt, sie psyschich krank macht und Millionen von Menschen die Existenzgrundlage vernichtet. Zum Beispiel Zitate Markus Söder anläßlich der letzten Verlängerung des Lockdowns vor ein paar Tagen: “Eine mögliche Mutation stellt uns vor eine völlig neue Herausforderung” . Tatsächlich? Eine mögliche Mutation stellt uns vor eine völlig neue Herausforderung?

    Ist das evidenzbasierte Wissenschaft? Ist das überhaupt Wissenschaft?

    • Was veranlasst Sie eigentlich dazu, einen der weltweit anerkanntesten Virologen so zu bashen? Warum müssen Sie panisch das Schlimmste annehmen? Eine andere naheliegende Erklärung: am 21.12. hatte er womöglich erst Pressemitteilungen und Einzelaussagen von Kollegen aus England zur Verfügung, die ihn dazu veranlassten, besorgt zu sein. Am 22.12. hat er dann vielleicht die wissenschaftlichen Daten zur Verfügung, die zunächst zu seiner relativierenden Aussage führten (die ersten Dokumente waren tatsächlich nicht voll überzeugend belegt).
      Mittlerweile, am 22.01., wissen wir mehr, weil zwangsläufig mit der Zeit auch neue Erkenntnisse anfallen. Eine “Meinung” kann man schnell haben, dafür braucht man nur seinen eigenen Bias. Wissenschaft dagegen braucht Arbeit und Zeit. Und Evidenzen können sich ändern.
      Z.B. Brasilien, Manaus: dort wurde letztes Jahr bis Ende Oktober eine hohe Durchseuchung an der Herdenimmunitätsgrenze diagnostiziert (76%, anhand Antikörpertests in Blutspenden). Denn es gab vor allem in den Armenvierteln wenig bis keine Maßnahmen, so dass sich das Virus nahezu ungehindert ausbreitete, mit den erwartbaren Folgen: 10.000e Menschen starben.
      Nun zeigt sich aber, dass die durch natürliche Ansteckung erreichte Herdenimmunität wieder abnimmt, weil diese sich einerseits als wenig langfristig erweist, und sich andererseits eine der zufälligen Mutationen des Virus dort wegen des Mutationsdrucks (siehe Artikel oben: Fluchtmutation) schneller ausbreiten kann. Das ist eine erwartbare Entwicklung, die dennoch in praxi neue Evidenz bedeutet. Darauf muss die Wissenschaft dann auch mit neuen Untersuchungen und möglicherweise neuen Ergebnissen reagieren. Gerade in einer so rasanten Entwicklung ihres Gegenstands, des Virus’ und seiner Pandemie, werden immer neue und sich in der Folge gegenüber vorhergehenden Aussagen widersprechende Ergebnisse herauskommen. Wollen Sie der Wissenschaft vorwerfen, dass sie keine Astrologie und sonstige Wahrsagerei ist? Oder dass sie nicht “prinzipientreu” und ideologisch auf einer einmal gefundenen Aussage verharrt? Dogmata können wir nicht gebrauchen.

      Die afrikanischen Gesellschaften haben in ihrer Mehrheit den Vorteil, sehr junge Gesellschaften zu sein. Insofern überleben dort im Verhältnis mehr Menschen eine Infektion mit SARS-COV2. Das ist natürlich gut, andererseits befördert das auch den Mutationsdruck. Auch in Südafrika scheint eine zufällige Mutation Virenvarianten hervorgebracht zu haben, die sich effektiver verbreiten. Die setzen sich deshalb schneller durch und ersetzen damit ihre Vorgänger. Ob dasselbe auch in Mumbai passieren wird, wissen wir noch nicht. Wahrscheinlich ist es aber.

      Was Markus Söder übrigens aus seinem Wissen macht, ist politisch zu bewerten. Er ist kein Wissenschaftler. Dass Mutationen möglich sind, hat er sicher schon früher von Wissenschaftlern gehört. Diese Tatsache unter anderem hat viele Wissenschaftler schon anfangs zu der Aufforderung gebracht, einen frühen, mehrwöchigen, möglichst vollständigen Lockdown zu verordnen, um möglichst jede Verbreitung des Virus zu unterbinden und anschließend jede einzelne Infektion rigoros zu verfolgen. Nun, das war politisch nicht gewollt. So wurde dem Virus genug Zeit gegeben, neue Varianten auszubilden, die die natürlich erworbene Immunität aushebeln. Die Hoffnung bleibt, dass die Impfung gegensteuern kann – jedenfalls, wenn sie schnell und umfassend passiert. Und nicht zu viele Impfgegner dieses Vorhaben als bereitwillige Opfer neuer Mutationen unterlaufen.

      • Zur Ergänzung:
        https://www.dw.com/de/drama-in-manaus-corona-und-kein-sauerstoff/a-56249096

        Herdenimmunität durch Ansteckung scheint in Manaus endgültig gescheitert zu sein. Man sollte auch beachten, dass Manaus eine sehr junge Bevölkerung hat: nur 6% der Einwohner sind älter als 60. Leider scheint keine Aufschlüsselung der Toten nach Alterskohorten vorzuliegen, dass aber die tausenden von Covid-Toten der Stadt nur unter den 6% zu finden sind, ist sehr unwahrscheinlich.

        Aus “Spektrum”:

        https://www.spektrum.de/news/corona-pandemie-hatte-manaus-nicht-die-herdenimmunitaet-erreicht/1821164

        • Howdy, Kommentatorenfreund ‘Pollo’, Sie liegen wohl richtig mit einigen Einschätzungen, wie ich finde, im Web gilt es (leider) oft sozusagen indolent zu werden, Herr Dr. Joseph Dramiga ist da ein Beispiel, er hält viel aus, Frau Lopez ist sicherlich eine sehr nette Dame.
          Sog. Herdenimmunität ist schon anzustreben, wenn das Virus nicht mit den Mitteln der Prohibition in den Griff bekommen wird.
          Zudem ist es so, dass es (auch heute noch) Probleme gibt, die nicht mit zeitgenössischen Mitteln unserer doch so gu-uten Aufklärung gelöst werden können; eine minderschwere epidemiologische Lage liegt allerdings schon vor, wenn bspw. auf die Sterblichkeit der BRD im Jahre 2020 geschaut wird, die nicht die Sterblichkeit anderer Jahre übertroffen hat, Daten sind cool; es geht letztlich um die Resilienz gegebener Gesellschaftssysteme, die verbessert werden darf, auch im Zusammenhang mit der aktuellen “Corona”-Variante.

  11. Zitat Pollo:
    Was veranlasst Sie eigentlich dazu, einen der weltweit anerkanntesten Virologen so zu bashen? Warum müssen Sie panisch das Schlimmste annehmen? Eine andere naheliegende Erklärung: am 21.12. hatte er [Christian Drosten] womöglich erst Pressemitteilungen und Einzelaussagen von Kollegen aus England zur Verfügung, die ihn dazu veranlassten, besorgt zu sein. Am 22.12. hat er dann vielleicht die wissenschaftlichen Daten zur Verfügung, die zunächst zu seiner relativierenden Aussage führten (die ersten Dokumente waren tatsächlich nicht voll überzeugend belegt).

    Nein, Drosten hatte am 21.12.2020 nicht „womöglich erst Pressemitteilungen und Einzelaussagen von Kollegen aus England zur Verfügung“, sondern hatte er schon die veröffentlichten Daten freundlicherweise für die Öffentlichkeit ausgewertet, so aus seiner Twitter-Mitteilung vom 21.12.: „Neue Daten zur B.1.1.7-Mutante (heute veröffentlicht). Das sieht leider nicht gut aus.“ twitter.com/c_drosten/status/1341155746575245313

    Zitat Pollo:
    Die afrikanischen Gesellschaften haben in ihrer Mehrheit den Vorteil, sehr junge Gesellschaften zu sein. Insofern überleben dort im Verhältnis mehr Menschen eine Infektion mit SARS-COV2. Das ist natürlich gut, andererseits befördert das auch den Mutationsdruck. Auch in Südafrika scheint eine zufällige Mutation Virenvarianten hervorgebracht zu haben, die sich effektiver verbreiten. Die setzen sich deshalb schneller durch und ersetzen damit ihre Vorgänger. Ob dasselbe auch in Mumbai passieren wird, wissen wir noch nicht. Wahrscheinlich ist es aber.

    Es war schon seit dem Anfang der Pandemie klar, dass Covid-19 eine Erkrankung der alten Menschen ist. Das zeigt sich weltweit nicht nur in jungen und armen Gesellschaften wie in Afrika, sondern auch in unseren alten und reichen europäischen Gesellschaften, wo der Medianalter von Covid-Verstorbenen bei 82 oder 84 Jahren liegt.

    Fakt bleibt aber, dass bei Milliarden von Menschen auch ohne Maßnahmen und ohne Lockdowns wohl eine Herdenimmunität bereits ursprünglich bestanden haben muss, was auch erklärt, dass die überwiegende Mehrheit der Infizierte keine oder nur milde Symptomen entwickeln, geschweige denn dass sie an der Infektion sterben, und was auch erklärt, dass Kinder nicht an Covid erkranken.

    Nach einem Jahr Pandemie ist diese Herdenimmunität auch weltweit erkennbar, ohne Impfungen, egal mit oder ohne Maßnahmen und trotz Ausbreitung von zahlreichen bekannten und wohl mehr zahlreicheren unbekannten Mutationen, denn die weltweite Sterblichkeit hat nichts im Entferntesten mit der Sterblichkeit einer gefährlichen Seuche zu tun. Das hat auch die WHO noch in Oktober bestätigt: Rund zehn Prozent der Weltbevölkerung könnten sich nach ihrer Einschätzung mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert haben.: WHO: 10% of world’s people may have been infected with virus

    Die Weltbevölkerung beträgt etwa 7,8 Milliarden Menschen, wenn 10% infiziert sind, sind das 780 Millionen Fälle. Die weltweite Zahl der Todesfälle, die zu dieser Zeit auf Sars-Cov-2-Infektionen zurückgeführt werden, beträgt 1.061.539. Das ist eine Infektionstodesrate von etwa 0,14%. Dies steht in Einklang mit der saisonalen Grippe und den Vorhersagen vieler Experten aus der ganzen Welt.

    0,14% ist mehr als 24 Mal niedriger als die „vorläufige Zahl“ der WHO von 3,4% im März. Diese Zahl wurde in den Modellen verwendet, die zur Rechtfertigung von Lockdowns und anderer drakonischer Politik verwendet wurden.

    Tatsächlich ist die IFR angesichts der Überberichterstattung über die angeblichen Todesfälle von Covid wahrscheinlich sogar niedriger als 0,14% und könnte zeigen, dass Covid weit weniger gefährlich ist als eine Grippe.
    Dazu schreibt auch die Frankfurter Rundschau:

    «Einer von zehn – das entspricht etwa 760 Millionen Menschen, die seit dem ersten Auftreten des Erregers im vergangenen Winter eine Infektion durchgemacht hätten. Es wäre mehr als das 20-fache der nach den Angaben der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität bisher genannten Zahl von 35,4 Millionen weltweit

    • … woher nehmen Sie denn Ihre unstimmigen Grippezahlen? Die sind im Höchstfall 0,5 Mio.
      Außerdem haben wir derzeit keine Grippewelle wegen der coronawirksamen Maßnahmen.

      Sie vergleichen Äpfel mit Birnen
      “Corona mit Maßnahmen 1,0 Mio” versus “Grippe ohne Maßnahmen 0,5 Mio max”
      Das ist ein Unterschied von 2x, nehmen wir “normale” 0,2Mio-Grippe ist er 5x.

  12. nach heutiger vorläufiger Einschätzung der britischen NERVTAG
    (New and Emerging Respiratory Virus Threats Advisory Group)
    ist die Mutation B117 70% ansteckender, die Fallsterblichkeit CFR 30% höher.

  13. Man könnte die RNA-Sequenzen aller Coronavirus-Variationen auf die ihnen allen gemeinsamen Bereiche überprüfen, die sich niemals verändern können.
    Diese gemeinsamen RNA-Sequenzen, und auch die dort codierten Proteine, wären dann konkrete Ziele für Medikamente oder Antikörper, ohne die Gefahr von Escape-Mutationen.

  14. Zitat Herr Senf:

    nach heutiger vorläufiger Einschätzung der britischen NERVTAG
    (New and Emerging Respiratory Virus Threats Advisory Group)
    ist die Mutation B117 70% ansteckender, die Fallsterblichkeit CFR 30% höher.

    Offizielle Statistiken über die Verbreitung der Variante B177 per heute:
    Die Fallzahlen sinken in den 5 beobachteten Ländern, man darf die Panik abblasen (wobei wohl bemerkt die Regierungen die Fallzahlen steuern können wie sie es politisch gerade brauchen: Testet man viel, gibt es viele Fallzahlen, testet man weniger, gibt es weniger Fallzahlen). Über die Gesamtsterblichkeitsrate kann man noch nicht viel sagen, wir sind ja noch Mitte in der Saison.

    Daily new confirmed COVID-19 cases per million people

  15. Die Bioinformatiker:innen Brian Hie, Ellen Zhong und Bonnie Berger vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), Cambridge, USA haben ein Machine Learning-Modell2 (MLM) entwickelt [1], das[] [Korrektur : Dr. Webbaer] in der Lage ist, vorherzusagen welche Mutationen in Virusgenen dazu führen, dass Viren dem menschlichen Immunsystem entkommen.

    Vermutlich ist die Anzahl der gemeinten Viren mit der beschriebenen Eigenschaft unendlich groß, Frage noch kurz : Was ist “NLP”?

    MFG
    Dr. Webbaer

  16. Zitat Herr Senf:

    … woher nehmen Sie denn Ihre unstimmigen Grippezahlen? Die sind im Höchstfall 0,5 Mio.
    Außerdem haben wir derzeit keine Grippewelle wegen der coronawirksamen Maßnahmen.

    Sie vergleichen Äpfel mit Birnen
    “Corona mit Maßnahmen 1,0 Mio” versus “Grippe ohne Maßnahmen 0,5 Mio max” Das ist ein Unterschied von 2x, nehmen wir “normale” 0,2Mio-Grippe ist er 5x.

    Ich vergleiche nicht Äpfel mit Birnen, ich vergleiche eine Krankheit mit einer anderen Krankheit und Sterbefällen mit Sterbefällen. Das ist durchaus zulässig und auch sinnvoll, denn Maßnahmen müssten alle Ansteckungen mindern – sie tun es aber offensichtlich nicht.

    Man kann übrigens bis jetzt mit dem PCR-Test nicht einmal Corona von der Grippe unterscheiden, erst vor kurzem hat ein französischer Labor eine Zulassung für diese Unterscheidung erhalten, siehe hier: Test zur Unterscheidung von Corona-Erkrankung und Grippe zugelassen

    Man kann also mit dem PCR-Test Corona und Grippe nicht unterscheiden, der Test ist zu empfindlich und zu unspezifisch, um ein komplettes Virus-Genom zu erkennen: Er reagiert nur auf ein einziges Gen der Hülle des Virus. Wenn also jemand “positiv” getestet wurde, weiß man nicht, ob er positiv auf SARS-Cov-2 oder auf Influenza oder auf eine ihrer Mutuationen, oder gar auf andere Corona-Viren oder Erkältungsviren.

    So ist es auch zu erklären, dass die Grippe 2020 simsalabim “verschwunden” ist, denn man kann mit Testen nicht erkennen, wer an Corona oder Grippe gestorben ist, oder auch an verschiedene Mutationen: Alles wurde mit dem PCR-Test blind Corona zugeschrieben, ist so politisch gewollt.

    Man kann die Viren nur unterscheiden, wenn man eine Viruskultur der Patienten-Proben macht, das machen aber die Labore nicht, das macht nur bedingt das Surveillance-System vom RKI mit ca. 700 Krankenhäusern und nur aus statistischen Zwecken. Seit April 2020 hat auch das RKI keine Nachweise mehr von SARS-Cov-2 in den Patienten-Probe aus den 700 Surveillance-Krankenhäusen nachweisen können, siehe auf der Webseite vom RKI.

    Man kann also durchaus Covid-19 mit der Grippe vergleichen: gleiche Saisonalität, gleiche Übertragungswege, gleich Symptomen, gleiche mögliche Krankheitsverläufe, gleiche Behandlungsmethoden, gleiche mögliche Spätfolge, gleiche Sterblichkeitsrate, alles gleich. Die Sterblichkeit bei Covid-19 im Jahr 2020 ist zum Beispiel ungefähr gleich mit der Grippesterblichkeit 2018, es gab auch 2020 keine Grippe. Die einzigen Unterschiede, die beobachtet wurden:
    – Kinder können an der Grippe erkranken, nicht an Covid-19
    – Es kann bei Covid-19 öfter zu vorübergehenden Störungen des Geschmacks- und Geruchssinns, wie bei anderen Erkrankungen der Atemwege, jedoch seltener bei der Grippe.

    Jeder kann sich natürlich fragen: Ist es besser für ein Patient durch einen Corona-Virus oder einen Influenza-Virus zu erkranken und zu sterben? Ganz bestimmt nicht. Aber es ist auf jeden Fall besser für die Regierungen und die Pharma-Industrie eine neue Impfung für ein neues Virus zu verkaufen, das Angst und Schrecken einjagt, obwohl er harmlos für 99,96% der Bevölkerung ist, oder? Wer hat nämlich schon Angst vor der Grippe?

    • völliger Blödsinn, ein spezifischer PCR-Test kann alles korrekt spezifisch unterscheiden!
      Er funktioniert wie ein Fingerabdruck bei der Kripo, die brauchen nicht den ganzen Täter.
      Surveillance sucht nach anderen Krankheiten, deren Aufgabe ist nicht Covid!
      Man sollte wenigstens den Unterschied ARE, Grippe, Covid kennen , bevor man mit
      ganz falschen Märchen und 0-Ahnung versucht Querstänker-Propaganda zu verkaufen.

  17. Das hier, Dr. Webbaer hat sich den dankenswerterweise bereit gestellten Inhalt, “Danke Joe”, mehrfach durchgelesen, ist womöglich zentral :

    Daher muss eine Mutation, die ein virales Entkommen ermöglicht, die Grammatik der Sequenz beibehalten, aber die Struktur des Proteins auf eine nützliche Weise verändern. [Artikeltext]

    Die Vergleiche mit der Sprachlichkeit (“Grammatik”, an anderer Stelle auch “Semantik”) des hier gemeinten Primaten, des Menschen scheinen mir verständig zu sein, es kann sozusagen mit der Sprachlichkeit und vor allem auch Wirksamkeit des hier gemeinten kleinen Schädlings kommuniziert werden.
    Wobei bei der Mustersuche, die irgendwelche Tests vornehmen werden, natürlich (“geboren”) eine Problematik vorliegt, denn Daten ist oft nur sehr schwer Sinn zu entnehmen, streng genommen : nur der Humeschen Metaphysik folgend.
    MFG
    Dr. Webbaer

    • Wobei bei der Mustersuche, die irgendwelche Tests vornehmen werden, natürlich (“geboren”) eine Problematik vorliegt, denn Daten ist oft nur sehr schwer Sinn zu entnehmen

      Bei diesen angesprochenen Daten handelt es sich sozusagen um die “Algorithmen” der Viren. Deren Syntax und Semantik ist weitgehend bekannt und deshalb kann auch deren Sinn entnommen werden. Es gibt vergleichbare MLM, die zur Suche von solchen Fehlern in Programmcode verwendet werden, die es Angreifern erlauben würden, Computerviren darauf aufzusetzen. Auch dabei geht es um Syntax und Semantik.

      • Ist einen Versuch wert, allerdings ist die hier gemeinte Lebensdatenhaltung u.a. redundant, wird nur teilweise genutzt und es gab nie einen “Programmierer”, der direkt und seinem Verstand folgend eingriff, soweit ich weiß.
        Also, nö, ich seh’s positiv, diesen Ansatz.

  18. Zitat Herr Senf:

    völliger Blödsinn, ein spezifischer PCR-Test kann alles korrekt spezifisch unterscheiden! Er funktioniert wie ein Fingerabdruck bei der Kripo, die brauchen nicht den ganzen Täter.
    Surveillance sucht nach anderen Krankheiten, deren Aufgabe ist nicht Covid!
    Man sollte wenigstens den Unterschied ARE, Grippe, Covid kennen , bevor man mit ganz falschen Märchen und 0-Ahnung versucht Querstänker-Propaganda zu verkaufen.

    Der angebliche „Blödsinn“ stammt erst einmal vom Erfinder des PCR-Tests selbst, dem Nobelpreisträger Kary Mullis

    Zitate „Mit PCR, wenn man es gut macht, kann man ziemlich alles in jedem finden.“ „Die Messung ist nicht exakt.“ „PCR ist ein Prozess, der aus etwas eine ganze Menge macht. Es sagt Ihnen nicht, dass Sie krank sind. Und es sagt nicht, dass das Ding, das man findet, Ihnen Schaden zugefügt hätte.“

    Der angebliche „Blödsinn“ stammt auch von allen Herstellern von PCR-Tests, die in ihren Nutzerinformationen auch ausdrücklich darauf hinweisen, dass der Test keine medizinische Diagnose darstellt und nicht geeignet ist, eine Infektion nachzuweisen.

    Der angebliche „Blödsinn“ stammt weiterhin von Christian Drosten selbst, der anläßlich einer MERS-Epidemie in Saudi Arabien 2014 darüber auch aufklärt, dass der PCR-Test nichts taugt zur Feststellung einer infektiösen Erkrankung:.

    Zitat Christian Drosten::
    „Als in Dschidda Ende März diesen Jahres aber plötzlich eine ganze Reihe von Mers-Fällen auftauchten, entschieden die dortigen Ärzte, alle Patienten und das komplette Krankenhauspersonal auf den Erreger zu testen. Und dazu wählten sie eine hochempfindliche Methode aus, die Polymerase-Kettenreaktion (PCR).
    .
    Aber die Methode ist so empfindlich, dass sie ein einzelnes Erbmolekül dieses Virus nachweisen kann. Wenn ein solcher Erreger zum Beispiel bei einer Krankenschwester mal eben einen Tag lang über die Nasenschleimhaut huscht, ohne dass sie erkrankt oder sonst irgend etwas davon bemerkt, dann ist sie plötzlich ein Mers-Fall. Wo zuvor Todkranke gemeldet wurden, sind nun plötzlich milde Fälle und Menschen, die eigentlich kerngesund sind, in der Meldestatistik enthalten. Auch so ließe sich die Explosion der Fallzahlen in Saudi-Arabien erklären. Dazu kommt, dass die Medien vor Ort die Sache unglaublich hoch gekocht haben.“

    .
    Und so erklärt sich 2020 auch die „Explosion der Fallzahlen„, durch positiv getestete Menschen, die aber „eigentlich kerngesund sind„, wobei „die Sache unglaublich hoch gekocht von den Medien“ wird… Christian Drosten kann doch die Corona-„Pandemie“ sehr gut erklären, oder? Wer hätte das gedacht? 😉

    Der angebliche „Blödsinn“ stammt zum Beispiel auch vom Berliner Senat: Auf der Frage eines Abgeordneten, ob „ein sogenannter PCR-Test in der Lage sei, zwischen einem ,vermehrungsfähigen‘ und einem ,nicht-vermehrungsfähigen‘ Virus zu unterscheiden, antwortete die Senatsverwaltung mit einem ‚Nein‘.„ siehe Anfrage an Berliner Senat weckt Zweifel an Aussagekraft von PCR-Test

    Der angebliche „Blödsinn“ stammt von einem Berufungsgericht in Lissabon am 11. November 2020, das die Quarantäne von vier Portugiesen für unrechtmäßig erklärt. Von diesen vier Personen war eine Person mittels eines PCR-Tests positiv auf Covid-19 getestet worden, die anderen drei Personen waren als nahe Kontaktpersonen ebenfalls unter Quarantäne gestellt worden. In der 34 seitigen Urteilserklärung schreibt zum Beispiel das Gericht:
     

    „Eine medizinische Diagnose ist eine medizinische Handlung, zu der nur ein Arzt rechtlich befugt ist und für die dieser Arzt allein und vollständig verantwortlich ist. Keine andere Person oder Institution, einschließlich Regierungsbehörden oder Gerichte, hat eine solche Befugnis. Es ist nicht Aufgabe der regionalen Gesundheitsbehörde, jemanden für krank oder gesundheitsgefährdend zu erklären. Nur ein Arzt kann dies tun. Niemand kann per Dekret oder Gesetz für krank oder gesundheitsgefährdend erklärt werden, auch nicht als automatische, administrative Folge des Ergebnisses eines Labortests, egal welcher Art.“

    Der angebliche „Blödsinn“ stammt von der WHO selbst, die vor zwei Tagen ihre Nutzungsrinformation über den PCR-Test geändert hat:
    In der „WHO Information Notice for IVD Users 2020/05“ wird erklärt, dass eine ärztliche Diagnose notwendig ist, um eine Infektion bei einem positiven Test zu bestätigen, siehe z.B. hier: WHO beendet Epidemische Lage von Nationaler Tragweite ” :
    Wo das Testresultat nicht mit dem klinischen Befund übereinstimmt, da hat eine neue Probe genommen und eine weitere Untersuchung vorgenommen zu werden. Mehr noch: Der Ct-Wert eines Testergebnisses verhalte sich umgekehrt proportional zu der erkannten Viruslast bei einer untersuchten Person. Je mehr Replikationszyklen bei einem PCR-Test gefahren werden müssen, um eine (vermeintliche) Kontamination des Untersuchten mit dem Virus (oder Bruchstücken seiner Erbinformation) zu erkennen, desto geringer ist die Belastung des Untersuchten mit dem Virus bzw. dessen genetischem Material. Die WHO hat somit am 20. Januar 2021 allen infektionsschutzrechtlichen Schlussfolgerungen alleine aus der (unrichtigen) Annahme einer Infektiosität bei jedwedem positiven PCR-Test ohne weitere Differenzialdiagnostik den Boden entzogen. Diesen Umstand kann man gar nicht überbewerten. Denn er bedeutet: Jede Quarantäneanordnung gegenüber einer Person auf alleiniger Basis eines nicht näher spezifizierten positiven PCR-Tests entbehrt einer rechtlichen Grundlage. Jede allgemeinverfügende Kontaktbeschränkung, die derartige PCR-Tests singulär in Bezug nimmt, ist gesetzeswidrig. Alle auf der Annahme einer Infektiosität nur wegen irgendeiner positiven PCR-Testung beruhenden Grundrechtsverkürzungen ermangeln einer rechtlichen Grundlage.”

    • Ich muss einsehen, dass es sinnlos ist, mit Ihnen in eine Diskussion einzutreten. In Ihrem Text versammeln Sie Zitate, deren Aussage nur in dem Kontext zu verstehen ist, in dem sie fielen. Sie stellen die Aussagen in einen anderen Zusammenhang, um den Eindruck zu erwecken, Ihre längst vorgefasste Meinung würde damit bestätigt.
      Dass in Portugal ein Gericht urteilt, dass nur ein Arzt eine Diagnose mit Verwaltungsfolge rechtlich tätigen darf, hat mit medizinischen Urteilen nichts zu tun, sondern eben mit juristischen. Es ist eine Frage des formulierten Gesetzes und keine Aussage über PCR.

      So eine Vorgehensweise kannte ich bisher nur bei Theologen, die in der Bibel nach “Stellen” suchen, die ihre jeweilige theologische Idee bestätigen. Oder eben bei Leuten, die mit ihrem irgendwo zusammengeklaubten Viertelwissen meinen, eine Wissenschaft aus den Angeln heben zu können.

      Für mich ist diese Diskussion beendet. Es nimmt ohnehin kein anderer mehr teil.

  19. Zitat Pollo:
    Für mich ist diese Diskussion beendet.

    Ich aber habe noch nicht fertig, wenn Sie gestatten… 😉

    Zitat Pollo:
    Dass Mutationen möglich sind, hat er [Söder] sicher schon früher von Wissenschaftlern gehört. Diese Tatsache unter anderem hat viele Wissenschaftler schon anfangs zu der Aufforderung gebracht, einen frühen, mehrwöchigen, möglichst vollständigen Lockdown zu verordnen, um möglichst jede Verbreitung des Virus zu unterbinden und anschließend jede einzelne Infektion rigoros zu verfolgen. Nun, das war politisch nicht gewollt. So wurde dem Virus genug Zeit gegeben, neue Varianten auszubilden, die die natürlich erworbene Immunität aushebeln.

    In einem Land wie Schweden, das gar keine Maßnahmen und gar kein Lockdown angeordnet hat, hatte also das Virus noch mehr Gelegenheiten und noch mehr Zeit gehabt, neue Variante auszubilden und die natürliche erworbene Immunität auszuhebeln. Davon merkt man aber statistisch rein gar nichts: Ohne Maßnahmen und ohne Lockdowm liegt die Korona-Mortalität in Schweden im offiziell katastrophalen, gar apokalyptischen Pandemie-Jahr 2020 immer noch im Bereich einer starken Grippewelle und entspricht ziemlich genau dem EU-Durchschnitt – obwohl Schweden einen sehr starken Anteil von sehr alten Menschen verzeichnet (Medianalter der Verstorbene bei 84 Jahren) siehe hier.

    Siehe auch die völlige Wirksamlosigkeit von Lockdowns mit den neuesten Statistiken aus Irland: Die irische Lockdown-Illusion. Einzig der Anzahl der Tests bestimmt die Anzahl der statistischen Infektionsfälle, die wiederum keine Auswirkung auf die Anzahl der statistischen Sterbefälle.

    In diesem Zusammenhang eine sehr anschaulische Aussage des Facharztes für Pneumologie und Epidemiologen Wolfgang Wodarg bei Twitter (der auch bei der Fehlalarm Schweinegrippe-Pandemie 2008 völlig richtig lag):

    zero #covid ist einfach: hört auf zu #testen, dann sterben die leute wieder an #Grippe, wie vorher

    • “Ich aber habe noch nicht fertig, wenn Sie gestatten… 😉 ”

      Ihren Unfug können Sie doch auf der eigenen Webseite ausleben,
      Sie müssen nicht vernunftbegabte Mitleser mit Ihren Dummheiten belästigen.

      Vergessen Sie nicht das Blogthema, Sie sind in Ihren Blödsinn abgewandert!

      • Ein Aspekt des Blogthemas besteht aus der Vorstellung eines Computer-Modells (Machine Learning-Modell von MIT), die in einer populärwissenschaftlichen Plattform nicht zur Diskussion sondern zur Information steht: Es handelt sich nämlich dabei um ein rein fachliches Thema, das auch nur von Fachleuten zu vertiefen bzw. zu diskutieren wäre (Informatiker, Programmierer, Linguisten, Biologen), nicht aber von Laien.

        Als Beispiele für “Escape-Mutationen” in der Praxis führt Herr Draminga explizit Influenza und SARS-Cov2 in seinem Artikel an, wobei hier alle Leser Informationen und Erfahrungswerte darüber verfügen, die auch ausgetauscht und besprochen werden können, siehe:

        Zitate Joe Dramiga
        Es bleibt die Frage offen, wie schnell das SARS-CoV-2 mutiert, sodass nicht bekannt ist, wie lange die Impfstoffe, die zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie eingesetzt werden, wirksam bleiben werden. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass das Virus nicht so schnell mutiert wie das Influenzavirus oder HIV.

        Über die Grippe- und die SARS-Cov2-Mutationen hat sich der Teilnehmer Pollo ein paar Mal mit mir ausgetauscht. Sie haben offensichtlich was dagegen, Sie hyperventilieren stark (LOL), aber es ist völlig irrelevant: der Blogautor Joe Dramiga hat uns nämlich bis jetzt keine Vorwürfe deswegen gemacht. Wenn unser Austausch Sie aber persönlich nicht interessiert, können Sie gerne scrollen, das ist die beste Lösung. 🙂 Vielleicht interessiert es aber andere Leser.

  20. Zitat Pollo:
    Ich muss einsehen, dass es sinnlos ist, mit Ihnen in eine Diskussion einzutreten. In Ihrem Text versammeln Sie Zitate, deren Aussage nur in dem Kontext zu verstehen ist, in dem sie fielen. Sie stellen die Aussagen in einen anderen Zusammenhang, um den Eindruck zu erwecken, Ihre längst vorgefasste Meinung würde damit bestätigt.

    Ihre Vorwürfe sind völlig aus der Luft gegriffen, denn ich habe jede einzelne Aussage im richtigen Kontext gestellt und mit offiziellen Quellen belegt!

    Zum Beispiel meine Aussagen darüber, dass die Sterblichkeit von Covid-19 nicht im Entferntesten den Ausmaß einer tödlichen Seuche aufweist, können Sie selbst mit der seriösen Quelle nachprüfen, die ich schon weiter oben für Brasilien verlinkt habe: Mit den Daten aus der offiziell anerkannten Webseite Worldometer können Sie für jedes einzelne Land der Welt die täglichen und kumulierten Covid-Todesfälle ansehen, in Graphiken verarbeitet und täglich aktualisiert (fahren Sie mit der Maus auf den entsprechend Tag). Wenn Sie ein einziges Land auf der Welt finden, ein einziges, wo die Sterblichkeit in 2020 höher ist als eine mittlere oder starke Grippewelle aus den letzten Jahrzehnten ist, können Sie sich gerne melden, wir können das gerne näher untersuchen – Sie werden aber keins finden.

    Wie ich es auch weiter oben mit Quelle angeführt habe, hat vor kurzem die WHO selbst dokumentiert, dass die weltweite Sterblichkeitsrate von Covid-19 sich bei der Größenordnung der Grippesterblichkeit ansiedelt, Siehe HIER.

  21. Zitat Pollo:
    Dass in Portugal ein Gericht urteilt, dass nur ein Arzt eine Diagnose mit Verwaltungsfolge rechtlich tätigen darf, hat mit medizinischen Urteilen nichts zu tun, sondern eben mit juristischen. Es ist eine Frage des formulierten Gesetzes und keine Aussage über PCR.

    Das Urteil hat sehr wohl mit medizinischen Gegebenheiten zu tun, denn dem Gericht wurde anhand wissenschaftlichen Gutachten nachgewiesen, dass der PCR-Test nicht dazu geeignet ist, eine medizinische Diagnose zu stellen. Der Missbrauch des Tests als medizinische Diagnose durch Personen, Institutionen oder Behörden, die nicht dazu befugt sind eine medizinische Diagnose zu stellen, wurde richtigerweise als gesetzwidrig urteilt.

    Im selben Kontext könnten Sie sich über eine Klage informieren, die vor einigen Wochen in den USA durch einen deutschen Rechtsanwalt eingereicht wurde und ebenfalls mit wissenschaftlichen Gutachten sehr umfassend dokumentiert, dass der PCR-Test fehlerhaft und ungeeignet ist, medizinische Diagnosen zu stellen und medizinisch bedingte Maßnahmen zu treffen. Wenn das Urteil in den USA den PCR-Test als fehlerhaft sowie ungeeignet urteilt, sind weltweit alle politische Entscheidungen zum Management der Corona-Krise Makulatur, denn die Pandemie existiert nur durch die vom PCR-Test gezählten „Fallzahlen“, sie existiert ja nicht durch die Sterblichkeit. Kippt der PCR-Test, kippt auch die Pandemie. Mit diesem Video können Sie sich über diese Klage in den USA kurz informieren:

    Preradovic-Interview mit Rechtsanwalt Dr. Reiner Fuellmich

    • … da zieht ein Rechtsanwalt aus Dt gutgläubige Glauber über den Tisch,
      die Klagen im Ausland sind Fakes und nicht zur Sache, bringen den “Klägern” nichts.

      Der PCR-Test stellt die Infektion zweifelsfrei fest, nicht die Schwere der Krankheit.
      Ziel ist die Vorsorge vorm Virus und der Mutanten als Vorhersage des Gesundheitswesens.
      Die Versorgung der klinischen Fälle ist Sache der vorbereiteten, nicht überlasteten Kliniken.

  22. extra für die, die nicht über ihren Gartenzaun gucken können:
    in Deutschland ist in einem Jahr eine ganze Mittelstadt “ausgestorben” 55 Tausend
    im kleineren Großbritannien eine beginnende Großstadt mit 100 T, wer das verharmlost?

    das Covid-Virus ist 5-10 mal tödlicher als eine typische Jahresgrippe
    Schweden “holt gerade auf”, die Sterbefälle werden aber !4 Wochen! verspätet gemeldet.
    Manche, die Statistik nicht können, glauben immer noch an einen “Sonderweg”.

  23. Zitat Herr Senf:
    Der PCR-Test stellt die Infektion zweifelsfrei fest, nicht die Schwere der Krankheit.

    Nein, der PCR-Test kann definitiv keine Infektion feststellen (Eindringen von vermehrungsfähigen Viren in menschlichen Zellen), sondern wenn überhaupt nur eine Kontamination (Vorhandensein von nicht vermehrungsfähige und nicht eindeutig identifizierbaren Virenfragmente auf Oberflächen). Sie würden auch nicht auf die Idee kommen zu sagen, ein Gegenstand sei mit einem Virus „infiziert“, sondern er ist ggfs. von Viren “kontaminiert“.

    Hier können Sie zum Beispiel ziemlich detailliert erfahren, was der PCR-Test kann und was nicht, eine sehr empfehlenswerte Aufklärung für Laien wie Sie und mich (ich finde beispielsweise die Analogie mit dem Hühnerstall sehr anschaulich): Was der PCR-Test kann und was nicht
    .

    Zitat Herr Senf:
    Ziel ist die Vorsorge vorm Virus und der Mutanten als Vorhersage des Gesundheitswesens. Die Versorgung der klinischen Fälle ist Sache der vorbereiteten, nicht überlasteten Kliniken.

    Die Überlastung der Kliniken ist eine weitere Panikmache und auch ein weiteres Mär. Nirgendwo und nirgendwann war irgendein Gesundheitssystem in der EU wegen Corona überlastet. Es gab bei der Höhepunkt der Welle ein paar regionale Unterschiede, sprich eine Überlastung in ein paar Krankenhäusern, wie das auch jedes mal bei stärkeren Grippesaisons im Winter passiert, das ist der Normalfall, natürlich auch in Deutschland. Die Patienten werden dann zu anderen Kliniken gefahren.

    Sogar auf der Höhepunkt der sogenannten ersten Welle wurden in Deutschland zehntausende von hochqualifizierten medizinischen Kräften in Kurzarbeit geschickt, weil die für die Corona-Kranken reservierte Intensivbetten nicht belegt waren. Es gab nicht genug Corona-Kranken auf der Höhepunkt der Corona-“Pandemie”, muss man sich schon vorstellen… Siehe hier:

    «Epidemiologische Notlage» sieht anders aus: Mangels Patienten musste medizinisches Personal zu Hause bleiben.

    Während die Hauptmedien Bilder von überlasteten Ärzten und Krankenpflegern zeigten, war die Realität eine andere. «Mehr als 1’000 Kliniken und rund 50’000 Arztpraxen haben von März bis Mai bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) Kurzarbeit angezeigt», schreibt der Fachdienst Univadis […] Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (Deutschland) hätten in den Monaten März bis Mai «bundesweit 1’200 Krankenhäuser und 48’300 (Zahn-)Arztpraxen für 83’300 bzw. 326’700 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt».

    Genauso ist es auch für die derzeitigen sogenannten 2. Welle: Weder in Deutschland noch in anderen EU Ländern sind die Gesundheitssystemen überlastet. Man erlebt wie gesagt mit regionalen Unterschieden die übliche Anspannung bei dem Personal in manchen Krankenhäusern, wie es jedes Jahr bei den saisonalen Grippewellen üblich ist. Das ist normal und hat nichts mit einer Notlage nationaler Tragweite zu tun. Auch hier ist das Irreführung und gezielte Täuschung der Bürger durch Regierungen und Leitmedien.

    Die Belegung der Betten nach dem nationalen Register DIVI ist völlig normal seit Monaten mit ca. 80-83% (Sie können gerne die aktuellen Zahlen täglich online abrufen bei DIVI-Intensivregister Tagesreporte).

  24. Nachtrag:

    Darüber hinaus sind Mitte im Pandemie-Jahr 2020 in Deutschland 20 Krankenhäuser geschlossen worden, aus Mangel an Patienten. Siehe hier:

    Zahlreiche Kliniken bangen wegen Corona um ihre Existenz:

    ZITATE: “Viele Kliniken geraten wegen der Corona-Krise zunehmend in Finanznot. Etwa zwei Drittel würden um ihre Existenz fürchten, teilte die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft NKG mit.
    Ein Hauptgrund dafür ist nach Angaben der NKG, dass die Kliniken im vergangenen Jahr viele Operationen verschieben und Betten für Corona-Patienten freihalten mussten. Zudem wurden auch dringend notwendige Eingriffe verschoben oder abgesagt, weil viele Menschen aus Angst vor Corona einen Krankenhausaufenthalt vermieden. Dadurch brach ein erheblicher Teil der Einkünfte weg. Auch für 2021 erwarte nur etwa jede zehnte Klinik bessere Zahlen, so die NKG. “

    Oder siehe hier:

    Seltsames Krankenhaussterben – Deutschland: Trotz Corona bald 50% Krankenhausbedienstete arbeitslos?

    ZITATE “In Deutschland wurden trotz der angeblichen Corona-Pandemie zahlreiche Krankenhäuser geschlossen. Angeblich wird eine Reduktion auf weniger als die Hälfte angepeilt. Dem gegenüber stehen dramatische Zeitungsmeldungen von angeblichen Engpässen und überfüllten Intensivstationen. ”

  25. Zitat Herr Senf:
    Ziel ist die Vorsorge vorm Virus und der Mutanten als Vorhersage des Gesundheitswesens. Die Versorgung der klinischen Fälle ist Sache der vorbereiteten, nicht überlasteten Kliniken.

    In der letzten Pressekonferenz im Januar behauptete die Regierung, dass die Ausgangssperren wegen kritischer Krankenhauslage erforderlich seien.

    Hier die Realität: Die Gesamtbelegung der Intensivbetten nach Intensivregister DIVI ist seit August stabil (betreibbare Betten, also solche mit Personal), wobei seit August nachweislich mehrere Mutanten auch in Deutschland aktiv sind (siehe weiter oben):
    Gesamtzahl gemeldeter Intensivbetten (betreibbare Betten und Notfallreserve)

    Der Anteil positiv Getesteter (orange) stagniert (obwohl er ohnehin fiktiv ist: falsch Positive oder Einweisungen für andere Grunderkrankungen als Covid), siehe Graphik bis 28.01.21:
    Anzahl gemeldeter intensivmedizinisch behandelter Covid-Fälle an Anzahl belegter Intensivbetten

    Entweder hat die Regierung überhaupt keinen Überblick und keine Kompetenz zum Management des Gesundheitssystems oder sie ist manipulativ aus rein politischen Zielen – oder beide Missstände zusammen. 🙁

  26. Auch ein informatives Interview über die Mutationen des Corona-Virus und über den PCR-Test:

    Wodarg – Panikwelle zwei – Corona-Virus längst mutiert

    Er ist der Ur-Kritiker der Corona-Maßnahmen. In seinem Punkt-Preradovic-Interview im März warnte Dr. Wolfgang Wodarg bereits vor einer Testpandemie und kritisierte den PCR-Test von Prof. Drosten. Jetzt rollt die zweite Coronawelle, zumindest die Panikwelle.

    Jeden Tag neue Infektionsrekorde, Kanzlerin und Bayerns MP Söder bringen den Lockdown wieder ins Spiel. Und warnen vor einem Kontrollverlust in der Pandemie. Aber wie seriös ist es, sich bei den Verschärfungen der Maßnahmen einzig auf die Neuinfektionen – also positive PCR-Tests – zu stützen? Wie viele Mediziner, findet auch Dr. Wodarg das völlig falsch. Der Seuchenexperte sagt: Das Virus ist seit Wuhan 100fach mutiert, weil Corona-Viren das so machen. Worauf genau reagiert also der PCR-Test?
    Ein Podcast über Tests, Masken als Virenschleudern, „Körperverletzung“ bei Kindern und Interessenskonflikte in Politik und Wirtschaft.

    Über Dr. Wolfgang Wodarg:
    Dr. med. Wolfgang Wodarg, ist Internist, Pneumologe, Sozialmediziner, Arzt für Hygiene und Umweltmedizin und war lange epidemiologisch tätig. Von 1994 bis 2009 war er im Bundestag und dort Initiator und Sprecher der Enquetekommission Ethik und Recht der modernen Medizin. Er hat als Vorsitzender des Unterausschuss für Gesundheit in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates eine Untersuchung der vorgetäuschten H1N1 Pandemie und der institutionellen Korruption der WHO initiiert und wissenschaftlich begleite
    t.”

  27. Ich weiß nicht, ob es für Fachleute in dieser Diskussion von Interesse ist:

    Aus der Uni Bern Graphiken über die Verbreitung von verschiedenen Mutationen in 21 Ländern seit Juli 2020 (mit der Maus auf die Graphiken fahren):

    Overview of Variants in Countries

    Dafür fühlen sich die Regierungen seit Januar vor einer völlig neuen Herausforderung konfrontiert wegen einer Mutation aus Großbritannien, die in Dezember entstanden sein sollen, und warnen vor der Apokalypse, die 2020 mit dem ursprünglichen Wuhan-Virus nicht stattgefunden hat… Wir werden manipuliert und an die Nase geführt. 🙁

  28. Zitat Dr. Webbär – 30.01.2021, 09:37 Uhr:
    eine minderschwere epidemiologische Lage liegt allerdings schon vor, wenn bspw. auf die Sterblichkeit der BRD im Jahre 2020 geschaut wird, die nicht die Sterblichkeit anderer Jahre übertroffen hat, …

    So ist es, es gibt 2020 keine signifikante Übersterblichkeit, weder in der BRD noch in anderen Ländern. Keine Spur von einer dramatisch tödlichen Pandemie…

    So titelte Gestern zum Beispiel der Spiegel: Corona-Jahr 2020 – Keine deutliche Übersterblichkeit in Deutschland:

    39.000 Menschen sind 2020 in Deutschland mit oder an Corona gestorben. Trotzdem sieht das Statistische Bundesamt fürs Gesamtjahr bislang höchstens eine leichte Übersterblichkeit.

    Detaillierter wird die Sterblichkeit 2020 zum Beispiel in diesem gestrigen Artikel analysiert: Wie die Tagesschau mit Übersterblichkeit trickst – Feine Mogelpackung bei der ARD

    Auszüge:

    Zuschauer der Tagesschau in der ARD kommen indes wohl genau zum gegenteiligen Schluss. Die Botschaft in der 20-Uhr-Sendung ist eindeutig: „Zahl der Sterbefälle 2020 gestiegen“, prangt in großen Lettern schon bei der Anmoderation im Bild. Das hat in etwa den Neuigkeitswert wie „Sommer wärmer als Winter“ – weil wegen des steigenden Alters der Bevölkerung ein leichtes Ansteigen der Sterbefälle die statistische Norm ist. Im gesprochen Text ist gar von einem Anstieg um „fast ein Drittel“ die Rede – zwar nur im Dezember. Aber hört da jeder so genau hin, wenn mit großen Lettern das ganze Jahr geschrieben steht? „
    […]
    Von einem Zuwachs der Todeszahlen 2020 von fünf Prozent wird berichtet. „Statistiker sagen, diese Erhöhung ist auf Corona zurückzuführen“, erklärt der Sprecher. Sodann beteuert eine Vertreterin des Statistischen Bundesamtes das Gleiche nochmal: Für den Anstieg gebe es keine andere Erklärung als die Krankheit. Doppelt erzählt hält besser im Kopf. Dabei ist die Aussage falsch. Um das nachzuweisen, braucht man sich nur die Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes anzusehen, mit welcher sie die Zahlen veröffentlichte. Dort heißt es: Der Anstieg um fünf Prozent „ist zum Teil auf kalendarische sowie demografische Aspekte zurückzuführen: 2020 war ein Schaltjahr, sodass sich durch den zusätzlichen Tag ein Anstieg um etwa 3.000 Fälle gegenüber dem Vorjahr ergibt. Wenn man außerdem den bisherigen Trend zu einer steigenden Lebenserwartung und die absehbaren Verschiebungen in der Altersstruktur der Bevölkerung berücksichtigt, wäre ohne Sonderentwicklungen ein Anstieg um etwa 1 bis 2 % für das Jahr 2020 zu erwarten gewesen.“
    […]
    Der Mathematik-Professor Thomas Rießinger hat bereits Ende Dezember auf reitschuster.de ausführlich beschrieben, welche anderen Erklärungen es gibt. Unter anderem genau die oben erwähnte Altersstruktur. Da die Zahlen vom Dezember damals nicht vorlagen, ging er von einem „Korridor“ der Sterbezahlen 2020 von 957.000 bis 967.000 Sterbefällen für den „Normalfall“ aus. Mit 982.489 liegt die tatsächliche Zahl nun aufgrund der hohen Sterbezahlen im Dezember darüber. Um 1,60 Prozent. Eine Abweichung von 1,6 Prozent nach oben gegenüber der normalerweise zu erwartenden Sterblichkeit ist eine beunruhigende Entwicklung. Aber ist sie Grund für Panik und Hysterie, wie sie geschürt werden? Und wissen wir, wie viele Kollateralschäden der Corona-Maßnahmen darunter sind? Durch verschobene Operationen, Depressionen, Selbstmorde und anderes?

    Solche Erwägungen fehlen in der Tagesschau völlig. Kein Wort auch darüber, dass auch in anderen Jahren, etwa mit starken Grippewellen, Sterbezahlen teilweise deutlich schwanken und abweichen. Und dass generell die Sterblichkeit in Deutschland ohnehin rein statistisch von Jahr zu Jahr zunimmt – weil die Bevölkerung eben immer älter wird.

    Auch andere wichtige Details aus der Presseerklärung des Bundesamtes für Statistik verschweigt die Tagesschau in ihrem Bericht: „Die gestiegenen Sterbefallzahlen im Jahr 2020 sind größtenteils auf eine Zunahme von Sterbefällen in der Altersgruppe der ab 80-Jährigen zurückzuführen. Insgesamt starben mindestens 576.646 Personen in dieser Altersgruppe (plus 41.152 Fälle oder plus acht Prozent im Vergleich zu 2019).

    • Ischt ja alles richtig, werte Frau Lopez, das hiesige Inhalteangebot von Herrn Dr. Joseph Dramiga, der sich um anderes gekümmert, anderes verlautbart hat, dankenswertwerweise, muss so m.E. abärrr nicht ergänzt werden.

      Icke im Bilde sein.

      MFG + schönen Tag des Herrn noch!
      Dr. Webbaer

      • PS :
        In einigen Ländern, außerhalb der BRD, gab es sog.Übersterblichkeit für das Jahr 2020.
        Keine so-o große.

        • In Frankreich ist zum Beispiel die Sterblichkeit ähnlich wie in der BRD, nur eine leichte Übersterblichkeit, die sich von der Alterstruktur erklären lässt. Ein Jahr wie sonst.

          In ganzen Kontinenten, wie zum Beispiel Afrika und Asien, einschließlich Indien, gab es gar keine Übersterblichkeit, weil diese Länder kaum von der Covid-Erkrankung betroffen sind, egal vom alten Virus oder von seinen zahlreichen Mutanten.

  29. Sterbefälle an Covid sind Übersterblichkeit, ohne wären sie nicht so früh gestorben:
    Europa 697 Tausend
    Amerika 1,06 Millionen
    Asien 371 Tausend
    Afrika 90 Tausend
    woran das wohl liegt, die afrikanische Bürokratie?

    • Zitat Herr Senf:
      Sterbefälle an Covid sind Übersterblichkeit, ohne wären sie nicht so früh gestorben:

      Sterbefälle an Covid sind keine Übersterblichkeit, denn vorher gab es die Grippe, die genau so viele Todesopfer in derselben Altersgruppe gekostet hat: “Ohne wären sie nicht so früh gestorben“, logisch 😉 Wobei die Grippe 2020 seltsamerweise komplett ausgeblieben ist… Da man mit dem PCR-Test nicht eindeutig feststellen kann, ob es sich um eine Infektion mit SARS-Cov2 oder um eine Infektion mit zum Beispiel einem Influenza-Virus- oder Mutant handelt, weiß man dementsprechend nicht welche Viren die Covid-Todesfälle verursacht haben.

      Außerdem gibt es keine Zweifel daran, dass sehr viele von RKI als Covid-Tote gemeldeten Fälle gar nicht an Covid gestorben sind, sondern an ihre Grunderkrankungen (Altermedian der Covid-Verstorbenen in Deutschland 84 Jahre).

      Wir werden erst in August 2021 wissen, wie die blinde, massive Verschiebung der Todesfälle bei Grunderkrankungen auf Covid-19 sich darstellt, denn erst zu diesem Zeitpunkt wird das Statistische Bundesamt die Zahlen nach Todesursachen veröffentlichen, siehe Telepolis-Artikel Wer zählt als Corona-Toter?:


      Wie zählt das Statistische Bundesamt?

      In Deutschland werden alle Totenscheine von den Statistischen Landesämtern ausgewertet, die ihre Ergebnisse ans Statistische Bundesamt weiterleiten. Das Bundesamt erstellt dann die jährliche Todesursachenstatistik, die für jeden Todesfall (von wenigen klar definierten Ausnahmen abgesehen) immer nur eine einzige Todesursache ausweist: das bereits erwähnte Grundleiden.

      Die Todesursachenstatistik des Jahres 2020 (geplanter Veröffentlichungstermin: August 2021) wird also ausschließlich Corona-Tote auflisten, bei denen Covid-19 als Grundleiden angegeben wurde (gestorben “an” Covid-19).

      Verstorbene, bei denen Covid-19 als “wesentlicher Krankheitszustand zum Tode beigetragen” hat (II., gestorben “mit” Covid-19), bleiben unberücksichtigt. Obwohl das RKI entschied, auch “Gestorben-mit”-Fälle in seine Corona-Sterbefallstatistik aufzunehmen, wird, nach aktueller Auskunft, Destatis nicht von seiner bisherigen Praxis abweichen. Die Covid-19-Zahlen in der amtlichen Todesursachenstatistik für 2020 werden deshalb niedriger sein als in der entsprechenden RKI-Statistik.

      Es ist sehr stark anzunehmen, dass die Covid-Todesfälle des Statistischen Bundesamtes erheblich niedriger werden als die RKI-Statistiken. Ich schätze mindestens um die Hälfte weniger, mindestens – denn schon allein wegen zu massivem Testen bekanntlich die große Mehrheit der Tests falsch positiv sind, sowie auch die Meldung von Patienten als Covid-Patienten oder Covid-Tote wegen Subventionen überhand genommen hat.

      Auch wenn das Statistische Bundesamt von seiner bisherigen Praxis in August abweicht (was nicht auszuschließen ist, denn es ist auch eine Bundesbehörde und sie wird auf Linie von der Regierung gehalten) und die Zählweise vom RKI übernimmt, kann es nicht vertuscht werden, denn es gibt genug qualifizierte Statistiker in Deutschland und dann würden auf einmal unerklärlich viel weniger Sterbefälle 2020 für die üblichen Haupttodesursachen (Herz-Kreislauf, Krebs, übliche Atemwegserkrankungen, Diabetes, Leber- und Nierenschäden, usw. usw.).

      NB: Ich empfehle für die professionelle statistische Auswertung im Corona-Jahr 2020 diese zeitnahen aktualisierten Auswertungen mit den Zahlen von offiziellen Stellen: COVID-19 Dashboard

  30. Zitat Herr ɟuǝs 30.01.2021, 16:18 Uhr
    übrigens Wodarg will auswandern, nachdem er mit seinen Märchen hier versagt hat.

    Ich weiß nicht, ob Dr. Wolfgang Wodarg auswandern will (??), aber das spielt ja auch keine Rolle zur Bewertung seiner Aussagen.

    Auf jeden Fall lag er genau richtig 2008 bei der Fehlalarm der WHO mit der Fake-Pandemie Schweine-Grippe, das wird in einer Dokumentation von ARTE genau dokumentiert, wobei genau dasselbe Szenario wie mit Covid-SARS-2 vorgespielt wurde und wo neben Wodarg auch die jetzigen Akteure der “Corona-Pandemie” zu finden sind (Christian Drosten, die WHO und die Pharma-Industrie):
    ARTE Doku 2009 – Das Geschäft mit der Angst

    oder auch vom MONITOR über die Schweinegrippe “Pandemie”:

    Milliardengrab Schweinegrippe: Wer steuerte die WHO?

    Beide Dokumentationen extrem informativ und absolut sehenswert!

  31. Physikerin Priesemann warnt vor neuen Coronavirus-Varianten

    Die Physikerin und Modelliererin Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation hat vor neuen Coronavirus-Varianten gewarnt, die Impfungen hinfällig machen oder ihre Wirkung reduzieren könnten. “Im schlimmsten Fall entwickelt sich eine Variante, die uns zwingt mit dem Impfen bei Null wieder anzufangen”, sagte Priesemann am Mittwochabend in der ARD-Talkshow “maischberger. die woche”.

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