Handys und die Konzentration auf Aufgaben

Jeder von euch kennt einen Menschen oder besser gesagt einen Smombie1, der sich ohne Handy nackt und hilflos fühlt: Er muss das Handy immer an und ständig im Auge haben. Hat er das Handy nicht bei sich, wird er häufig nervös. Dabei ist nicht das Handy das Problem, sondern der Wunsch, stets über die aktuellen Geschehnisse in den sozialen Medien informiert und für Andere 24/7 erreichbar zu sein: WhatsApp-Nachrichten lesen und schreiben, YouTube-Videos gucken, Facebook checken, Instagram und Twitter überfliegen. Liest Du diesen Text gerade auf deinem Handy, obwohl Du arbeiten oder lernen sollst? Wie oft am Tag checkst Du dein Handy?

Credit: GadgetsGuy [CC BY 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons Ein Handy

Das Psychologenteam von Adrian Ward an der Universität Texas in Austin hat Experimente mit fast 800 Handynutzern gemacht [1], um zu messen, wie gut sich Handynutzer auf Aufgaben konzentrieren können, wenn sie ihre Handys in der Nähe haben, selbst wenn sie sie nicht nutzen.

In einem Experiment forderten die Forscher die Studienteilnehmer auf, sich an einen Computer zu setzen und eine Reihe von Tests zu absolvieren, die volle Konzentration erforderten, um gut abzuschneiden. Die Tests waren darauf ausgerichtet, die verfügbaren kognitiven Kapazitäten der Teilnehmer zu messen, d. h. die Fähigkeit des Gehirns, jederzeit Daten zu erfassen und zu verarbeiten. Zu Beginn wurden die Teilnehmer nach dem Zufallsprinzip angewiesen, ihr Handy entweder verdeckt (mit dem Display nach unten) auf den Schreibtisch zu legen oder in eine Tasche oder in ihre Hosentasche oder in einen anderen Raum zu tun. Alle Teilnehmer wurden angewiesen, ihre Handys stumm zu schalten

Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Teilnehmer, die ihre Handys in einem anderen Raum hatten, viel besser abschnitten als die, die ihre Handys auf dem Schreibtisch und auch etwas besser als die die ihre Handys in einer Tasche oder in ihrer Hosentasche aufbewahrt hatten.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die bloße Anwesenheit eines Handys die verfügbare kognitive Kapazität verringert, auch wenn die Studienteilnehmer das Gefühl haben, ihre volle Konzentration auf die vorliegende Aufgabe zu richten. “Wir sehen einen linearen Trend, der darauf hindeutet, dass mit zunehmender Wahrnehmung des Handys die verfügbaren kognitiven Kapazitäten der Teilnehmer abnehmen”, sagte Ward. “Ihr bewusster Verstand denkt nicht über Ihr Handy nach, aber dieser Prozess – der Prozess, der verlangt, nicht an etwas zu denken – verbraucht einige ihrer begrenzten kognitiven Ressourcen. Es ist ein Brain Drain”

In einem anderen Experiment untersuchten die Forscher, wie die selbst berichtete Handyabhängigkeit2 die kognitive Leistungsfähigkeit einer Person beeinflusst. Die Teilnehmer machten die gleichen computergestützten Tests wie die erste Gruppe und wurden nach dem Zufallsprinzip angewiesen, ihr Handy entweder auf dem Schreibtisch mit dem Display nach oben, in der Hosentasche oder in einer Tasche oder in einem anderen Raum zu lassen. In diesem Experiment wurden einige Teilnehmer auch angewiesen, ihre Handys auszuschalten.

Sie stellten fest, dass die Teilnehmer, die am stärksten von ihren Handys abhängig waren, im Vergleich zu ihren weniger abhängigen Altersgenossen schlechter abschnitten, jedoch nur, wenn sie ihre Handys auf dem Schreibtisch oder in ihrer Hosentasche oder Tasche aufbewahrten.

Ward und seine Kollegen fanden auch heraus, dass es egal war, ob das Handy einer Person ein- oder ausgeschaltet war oder ob es auf dem Schreibtisch mit dem Display nach oben oder nach unten lag.

Mich interessiert, ob es einen Unterschied macht, wenn ein fremdes Handy in Reichweite ist, die Forscher die Handys also in einer zweiten Runde auch nach dem Zufallsprinzip verteilt hätten.

Ich würde mich nicht wundern, wenn bei pubertären stark Handyabhängigen, ein Embodiment, eine neuronale Verkörperung des Handys im Kortex des Gehirns stattfindet. Neurobiologen wissen, dass in der Pubertät einige Kortexareale drastisch umstrukturiert werden [3]. In diesen Hirnarealen liegen neuronale Netzwerke für die Aufmerksamkeit, die Körperwahrnehmung, die Verarbeitung von Gefühlen. Irgendwo zwischen Fuß und Zunge wird sich das Handy im sensorischen und motorischen Homunculus seinen Platz erobert haben. 😉 😉

Credit: Btarski at English Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) or CC BY-SA 2.5 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)] Der sensorische Homunculus (auf die rechte Seite gespiegelt)

In dieser Studie ging es darum ob Handys die Konzentration auf Aufgaben stören können. Ich hoffe, dass sich diese Forscher in ihrer nächsten Studie damit beschäftigen wie Handys die innere Haltung Aufgaben gar nicht erst anzufangen, also Aufschieberitis bzw. Prokastination, verstärken.

Fußnoten
1. Smombie ist ein Kofferwort aus den Begriffen „Smartphone“ und „Zombie“. Laut Langenscheidt sind damit Menschen gemeint, die durch den ständigen Blick auf ihr Smartphone so stark abgelenkt sind, dass sie ihre Umgebung kaum noch wahrnehmen. Das Wort wurde 2015 im Auftrag des Langenscheidtverlags von einer Jury zum so genannten „Jugendwort des Jahres“ in Deutschland gewählt. Bei einer der Wahl vorausgehenden Onlineabstimmung hatte es nur einen der hinteren Plätze belegt.

2. Kleine Anmerkung zur Begriffsbildung: Was für den Alkoholabhängigen die Flasche ist, ist für den SocialMediaabhängigen das Handy. Das Handy ist ein Vektor, eine elektronische Asiatische Tigermücke, würden Infektionsbiologen sagen. Damit sind wir bei Viruses of the Mind, Memes angelangt, die unsere Aufmerksamkeit anzapfen. Ich glaube, wenn das Handy immer nur ein mobiles Telefon geblieben wäre, gäbe es diese Art von Abhängigkeit heute gar nicht. Es gibt sogar eine Handyabhängigkeitsskala [2].

Weiterführende Literatur
[1]. Adrian F. Ward, Kristen Duke, Ayelet Gneezy, Maarten W. Bos. (2017) Brain Drain: The Mere Presence of One’s Own Smartphone Reduces Available Cognitive Capacity. Journal of the Association for Consumer Research, 2017; 2 (2): 140 doi: 10.1086/691462

[2]. Min Kwon, Joon-Yeop Lee, Wang-Youn Won, Jae-Woo Park, Jung-Ah Min: (2013) Development and Validation of a Smartphone Addiction Scale (SAS). PLOS ONE. Vol 8, No.2 doi:10.1371/journal.pone.0056936

[3]. Sotiras A, Toledo JB, Gur RE, Gur RC, Satterthwaite TD, Davatzikos C. (2017) Patterns of coordinated cortical remodeling during adolescence and their associations with functional specialization and evolutionary expansion PNAS, 114 (13), 3527-3532. doi:10.1073/pnas.1620928114.

Veröffentlicht von

Joe Dramiga ist Neurogenetiker und hat Biologie an der Universität Köln und am King’s College London studiert. In seiner Doktorarbeit beschäftigte er sich mit der Genexpression in einem Mausmodell für die Frontotemporale Demenz. Die Frontotemporale Demenz ist eine Erkrankung des Gehirns, die sowohl Ähnlichkeit mit Alzheimer als auch mit Parkinson hat. Kontakt: jdramiga [at] googlemail [dot] com

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  1. Leider sind die stark Handyabhängigen oft auch eine Gefahr für ihre Umgebung. Vor drei Jahren gab es in Bad Aibling (Bayern) ein Zugunglück, bei dem 12 Menschen starben und 89 zum Teil schwer verletzt wurden. Der Fahrdienstleiter wurde daraufhin wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt. “Am ersten Sitzungstag ließ der angeklagte Fahrdienstleiter seine Anwälte eine Erklärung verlesen, in der er sein Fehlverhalten eingestand und auch zugab, durch das Handyspiel namens Dungeon Hunter 5 abgelenkt gewesen zu sein. Später sagte ein Mitarbeiter des rumänischen Spielbetreibers aus, laut ihren Aufzeichnungen habe der Fahrdienstleiter etwa 12 Minuten vor dem Unfall mit anderen Mitspielern gechattet.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahnunfall_von_Bad_Aibling

  2. Denken – ist das Ergebnis einer relativ simplen Mustervergleichsaktivität, die auf 3 einfachen Regeln beruht:
    zu Regel 1: Wenn wir einen Reiz wahrnehmen, dann reaktiviert das Gehirn SOFORT eine dazu passende vergleichbare/identische Erfahrung aus dem Gedächtnis – die kurz zu unserer neuen Wirklichkeit wird.

    Diese Arbeitsweise ist die wichtigste Überlebensfunktion, die wir haben; denn so können wir auf einen neuen Reiz sofort und schnellstens reagieren. Schnelligkeit ist wichtiger als Genauigkeit/Richtigkeit.

    Dies bedeutet: immer wenn der Blick der Versuchspersonen auf das Handy fällt, werden Erfahrungen – die mit dem Handy zu tun haben – reaktiviert. Auf diese Weise wird man dadurch immer wieder abgelenkt und kann sich nicht auf die eigentliche Arbeit konzentrieren.

    (Siehe auch: ´predictive coding theory´ oder mein Erklärungsmodell für Nahtod-Erfahrung, Regeln auf Seite 4, die PDF ist per Google-suche lesbar [Kinseher NDERF denken_nte] )

  3. Sog. Handies, Mobil-Telefone mit Computer-Funktionalität sind gemeint, Smart-Phones sozusagen, sind eigentlich gar nicht so schlecht, wenn sie sinnhaft genutzt werden.
    Dr. Webbaer hat bei seinem letzten Besuch in der BRD, letztes Jahr, dem letzten innerhalb der letzten 15 Jahre, allerdings ebenfalls sog. Smombies festgestellt, die in Touristen-Region, also dort wo es etwas zu beschauen gibt, streng auf ihr “Handy” glotzten und womöglich i.p. sog. Augmented reality persönlichen Mehrwert suchten.

    Schwierig.

    Scott Adams (“Dilbert”) amüsiert sich ebenfalls gelegentlich über diese “Handy”-Mode, schwierig, dümmer machen kann das sog. Handy ja eigentlich nicht.

    MFG
    Dr. Webbaer

  4. @ Herr Kinseher :

    Dies bedeutet: immer wenn der Blick der Versuchspersonen auf das Handy fällt, werden Erfahrungen – die mit dem Handy zu tun haben – reaktiviert. Auf diese Weise wird man dadurch immer wieder abgelenkt und kann sich nicht auf die eigentliche Arbeit konzentrieren.

    Fachkräfte werden gelegentlich angewiesen während ihrer Arbeit auf externes Input, gemeint hier auch sog. Handies und die Webkommunikation an sich, zu verzichten.
    Es gibt hierzu auch eine wissenschaftliche Theorie, deren Namen Dr. W gerade nicht zur Hand hat, die sinngemäß besagt, dass die Fachkraft, bspw. die IT-Fachkraft zur Problembearbeitung sehr tief in die Materie einsteigen muss, bspw. in schwierigen Programmcode und durch jede Störung veranlasst wird immer wieder neu in die Materie einsteigen zu müssen, was jeweils bis zu 15 Minuten dauert.
    So dass ‘Prokastination’ (Zitat aus dem Artikeltext) entstehen kann.

    MFG
    Dr. Webbaer

  5. Man hat Rattenmütter bei der Brutpflege öfter abgelenkt, um zu sehen wie sich dies auswirkt – als Ergebnis zeigte der Nachwuchs gestörtes Sozialverhalten.

    Wenn man sieht, wie oft Eltern die sozialen Kontaktbedürfnisse ihrer Kinder ignorieren, weil das Handy/Smartphone wichtiger ist – dann darf man auf das Ergebnis diese globalen Sozialexperiments gespannt sein.

    http://www.spektrum.de/news/abgelenkte-eltern-abgelenkte-kinder/1408860
    http://www.sciencedaily.com/releases/2016/04/160428131954.htm ´Infant attention span suffers when parents´ eyes wander during playtime´
    Diese Arbeit zeigt, wie sich abgelenkte Eltern auf kleine Kinder auswirken

  6. Per Google-suche findet man bei Psychology Today einen Übersichtsartikel zu den Folgen für Kinder, wenn Eltern zu oft durch smartphones abgelenkt werden:

    [Turn off that smartphone, mom and dad]

  7. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die bloße Anwesenheit eines Handys die verfügbare kognitive Kapazität verringert, auch wenn die Studienteilnehmer das Gefühl haben, ihre volle Konzentration auf die vorliegende Aufgabe zu richten. [Joe Dramiga, Artikeltext]

    Voll konzentriert sind diese Probanden anzunehmenderweise, allerdings nicht punktuell, weil das sog. Handy mit jederzeit anfallendem externen Input sozusagen lauert, das dann zu Irritation führt, so dass in die eigentlich angestrebt zu bearbeitende Aufgabe nicht mit aller Kraft eingedrungen wird.

    Es gibt hier auch einige Euphorismen (oder vielleicht besser : Euphemismen), wie bspw. die sog. Multitaskingfähigkeit, die letztlich immer auch die sog. Teamfähigkeit meinen, womöglich ebenfalls i.p. “harter” Sacharbeit ein Euphemismus.
    Tatsache bleibt allerdings, dass die Sacharbeit von der Konzentration auf eine Aufgabe abhängig ist, wenn Spitzenleistung angestrebt wird.

    Die Menge, die womöglich ohnehin nicht durchgängig zu Spitzenleistung in auch nur einem Fachgebiet fähig ist, muss so aber nicht besonders nachhaltig geschädigt werden.
    Denn so ein Gerät ist schon ganz nett und bildet grundsätzlich.

    Die ‘bloße Anwesenheit’ des Webs irritiert den Webbaeren bereits ebenfalls ein wenig, vermutlich wäre er ohne Web punktuell deutlich besser.

    MFG
    Dr. Webbaer

  8. Joe Dramiga
    Die meisten Menschen sind suchtgefährdet. Woher das kommt weiß ich nicht, vielleicht kommt es von dem Verlangen, dass sich ein schönes Ereignis wiederholt.
    Viele schalten ihren Fernseher ein, wenn sie die Wohnung betreten. Ohne konkretes Ziel, nur aus Gewohnheit.
    Beim Smartphone ist das Ziel eindeutiger, die Menschen sehnen sich nach Kontakt. Dann wäre das Smartphone das Medium das immer bereit ist, Kontakt zu schaffen.
    Und wenn so viele mit dem Smarphone in der Hand herumlaufen, dann ist das ein Indiz für die Einsamkeit vieler Menschen.
    Und dann ist die Sucht ein Indiz für Einsamkeit.

  9. @Mona
    “So versucht Udo Weiss, leitender Direktor der Polizeidirektion Münster, uns die gefährliche Ablenkung im Verkehr zu erklären. “Unser Gehirn ist nur in der Lage, sechs einzelne kleine Sachverhalte aufzunehmen und zu verarbeiten. Der erste Sachverhalt wird automatisch gelöscht.”

    Außerdem konzentriert sich das Gehirn grundsätzlich auf eine Haupttätigkeit. So hat beispielsweise das Schreiben oder Verstehen von Text Vorrang vor visuellen Inhalten – also vor dem, was auf der Straße passiert. Die Folge: Während der Fahrt zu schreiben und zu lesen, kann lebensgefährlich sein – nicht nur für euch selbst, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer.”

    Handy beim Auto fahren

  10. Die meisten Menschen sind suchtgefährdet. Woher das kommt weiß ich nicht, vielleicht kommt es von dem Verlangen, dass sich ein schönes Ereignis wiederholt.

    Wirkstoffe, sog. Wirkstoffe erhöhen das persönlich empfundene Glück.
    Es geht hier ins Biochemische, unser Herr Dr. Joe Dramiga vermag hier sicherlich besser und en dé­tail zu erklären.
    Derartige Wirksamkeit stellt eine besondere gesellschaftliche Gefahr dar, wenn dann die Sozialität gefährdet wird.
    Sog. Handies sind hier abär, wie Dr. Webbaer findet, schon ganz OK, sie stellen Sozialität eher sicher, statt sie wie o.g. Wirkstoffe zu gefährden.
    Sie lenken als Gerät aber ab.

    Das Leben ist sozusagen eine Sucht und die Störungen, auch psychische Störungen sind gemeint, sozusagen normal.
    Klar, bei den sog. Smombies liegt auch Ersatzhandlung vor, Dr. W ist glücklicherweise nicht betroffen, sondern sozusagen ganz harter Web-Konsument, seit den Anfängen fast der netzwerkbasierten Kommunikation dabei, schon in sog. Mailboxen vorrätig oder vorrättig gewesen, wie öffentlicher Beiträger, was ebenfalls nicht unproblematisch ist, insbesondere dann nicht, wenn seine Meinung oft nicht allgemein verbreitet, anerkannt ist.
    Sich derart zu exponieren meint immer auch ein Sendungsbewusstsein.
    Es liegt wohl auch mangelhaft entwickelte Konzentrationsfähigkeit auf einzelne Aufgaben vor.

    MFG
    Dr. Webbaer

  11. Das da – ‘Das Leben ist sozusagen eine Sucht und die Störungen, auch psychische Störungen sind gemeint, sozusagen normal.’ – klang womöglich ein wenig (zu) lässig, psychische Störungen sind (manchmal) ernst zu nehmen, so dass sich auch bedarfsweise einem Psychologen oder Psychotherapeuten anvertraut werden darf.
    Oft sind sie es, wie Dr. W findet, aber nicht.
    Verharmlost werden sollte psychische Anfälligkeit nicht.

  12. Joe Dramiga,
    wie der Computer uns die Zeit klaut. Genau in diesem Moment habe ich 30 Minuten gepostet und ende nach Ihrem Link. Mit der Vernetzung scheint sich ja das Verhalten aller Menschen zu verändern. Sicherlich wird die Produktivität sinken und wir werden alle schwache Muskulatur bekommen . Aber das Navi bringt uns sicher zurück und mit IT brauchen wir noch nicht einmal mehr zu lenken und zu denken.
    Schöne Aussichten !
    Es gibt Hoffnung, nicht alle sind süchtig, die Psychopathen, die sich nicht darum scheren, was Andere über sie denken, die kein Smartphone haben, die werden ihren Einfluss vergrößern.
    Schöne Aussichten !

  13. Wie man dem Internet entnehmen kann, gibt es Studien, die darauf hinweisen, dass eine permanente Nutzung von Smartphones auch eine verminderte Gehirnleistung zur Folge hat. Ironisch gesehen, könnten wir es also in Zukunft mit einer neuen Variante der Evolution zu tun haben, nämlich der der Rückentwicklung menschlicher Gehirne bis zu dem Punkt,wo gar keine Gehirnleistung mehr benötigt wird, also das eigene Denken nicht mehr stattfindet.Letzteres wird dann sicherlich von Polikern und der Werbeindustrie gern gesehen. Solche Smombies sehe ich übrigens auch oft in TV-Übertragungen aus dem Bundestag, wo sie wahrscheinlich die Rede ihrer großen Kanzlerin ,die wenige Meter von ihnen entfernt am Rednerpult rhetorisch aufblüht oder verblüht , gebannt auf ihrem Smartphone verfolgen…

  14. […] könnten wir es also in Zukunft mit einer neuen Variante der Evolution zu tun haben, nämlich der der Rückentwicklung menschlicher Gehirne bis zu dem Punkt,wo gar keine Gehirnleistung mehr benötigt wird [Kommentatorenkollege ‘Golzower’]

    Ironisch angemerkt gilt es die sog. Devolution als Möglichkeit zu beachten, wie schauen an dieser Stelle bspw. auf :
    -> https://de.wikipedia.org/wiki/Devo
    -> https://de.wikipedia.org/wiki/Idiocracy

    Mut macht dagegen, un-ironisch gemeint, die Einsicht, dass der Mensch zu Zeiten der netzwerkbasierten Kommunikation, auch die globale, das Web bleibt gemeint, völlig überfordert ist, abär dennoch seinen Halt finden könnte, nämlich in der Verständigkeit.
    Dr. W mag auch insofern Dr. D.

    MFG
    Wb (der insofern denkbare, also mögliche Ochlokratie nicht beschreien möchte, aber leider doch für anfällig hält, über die Jahre auch ein wenig kultur-pessimistischer geworden ist)

  15. Dr. W.
    die weltweite Vernetzung ist ein Segen für die Menschheit. Wir sprechen von globalem Handel, wir sprechen von globalem Klima, wir haben erkannt, dass es nur eine Welt gibt.
    Diese Erkenntnis wiegt alle Nachteile des Web auf.
    Und dieTiere wären über eine Devolution glücklich.

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