Home-Office mit Kindern: Langeweile?

Wisst ihr auch nicht, was ihr mit der ganzen Zeit im Home-Office anfangen sollt? Hier ein paar Ideen für #CoronaEltern

Zuerst aufstehen (klar), Müsli, ein bisschen arbeiten.

Die Kinder aus dem Bett zerren und zur Morgenhygiene überreden.

Mit den Kindern Frühstücken und dann alles wieder aufräumen. Bonuspunkte gibt es, wenn die Kinder sich gleichzeitig anziehen.

Wäsche ansetzen. Es gibt nämlich keine Unterwäsche mehr.

Neue Aufgaben von Lehrern ausdrucken und Lern-Tagesplan erstellen. Die erste Lerneinheit bis zum Mittag starten.

Mit den Kollegen telekonferieren, dann Mails abarbeiten. Das dringendste für die Arbeit erledigen. Zwischendurch im 5-Minuten-Takt die Fragen der Kinder beantworten.

Pizza vom Vortag aufwärmen, Mittag essen, Küche aufräumen. Die Wäsche aufhängen.

Zweite Lerneinheit: Erledigte Aufgaben überfliegen und sich nicht weiter darum kümmern. Sich wieder mal über das didaktisch unterirdische Mathebuch aufregen. Währenddessen das Schlafzimmer abschirmen, wo die Partnerin eine Telko hat.

Ein bisschen am Computer tippseln.

Druckerprobleme beheben.

Kindern daran hindern, sich gegenseitig den Kopf einzuschlagen.

Vesper vorbereiten. Küche aufräumen.

Die Kinder am iPad spielen lassen.

Dem Lehrer eine freundliche Techsupport-Mail schreiben.

Anderthalb Stunden zusammenhängend und ohne Störung arbeiten.

Abendbrot vorbereiten. Küche aufräumen. Geschirrspüler ausräumen, Geschirrberge einräumen und das Gerät anstellen. Vier Teller abwaschen, die sind nämlich inzwischen auch alle.

Abend-Endprogramm, Kinder ins Bett bringen.

Die allgegenwärtigen Krümel wegsaugen.

Ein bisschen was arbeiten.

Erledigte Aufgabenblätter einscannen und an Lehrer schicken.

Tagesplan für den nächsten Tag vorbereiten.

Nochmal ein bisschen arbeiten.

Schlafen, aber bitte nicht allzu gut oder allzu viel.

Ideen für einen anderen Tag:

Mal rausgehen. Einen (Zahn-)Arztbesuch machen. Die Blumen aussäen, die uns die sehr lieben Lehrer vorbeigebracht haben. Mahlzeiten für den Rest der Woche planen. Den Kindern eine Geschichte vorlesen. Die Wäscheberge der letzten Tage sammeln, sortieren, zusammenlegen. Mit den Eltern oder Freunden telefonieren. Die Kinder das Zimmer aufräumen lassen. Saugen, wischen, Bad putzen. Warum wird denn alles nur so schnell dreckig??  Die am Wochenende genähten Mundschutze verschicken. Netflix. Ein Buch lesen.

Ist euch auch so langweilig?

Martin Ballaschk ist Biologe. Das Blog dient ihm als Verdauungsorgan für seine Gedanken: Er denkt hier öffentlich nach über Dinge, die ihn erstaunen, ihm unklar sind oder ihn aufregen. Oder über die er mit Anderen diskutieren möchte. Beruflich als Wissenschaftskommunikator, hier privat unterwegs.

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