Big Pharma – 2

BLOG: braincast

auf der Frequenz von Geist und Gehirn
braincast

Braincast 244

Mehr Geld, mehr Korruption. Dazu Erhellendes über Pharmastudien, Ghostwriting, erfundene Krankheiten und ernsthafte Psychopharmaka für Kinder. Ein Wahnsinn! Das Schlusswort ist trotzdem auf seine Art verständnisvoll.

 
MP3 File Dauer: 24:29

Ein Link zu Lars Fischers Fischblog und Manipulation in der Pharmaforschung. Heute: Ghostwriting. Das lohnt sich.

NEWS

SHOWNOTES

Das konnte ich mir musikalisch nicht verkneifen: The Grand Hypnotizer von Mellow Jeremy. Oder Submerger von Poison Popcorn. Oder Crime mit Ben Parsons. Oder Knowing Every Loss Like Yours von Stabilizer. Oder Dissolution (Instrumental) von Protist. Das letzte Stück gewinnt über die Atmosphäre: Pravda23 mit Black Streets.

Veröffentlicht von

www.nurindeinemkopf.de

Nach diversen Artikeln und zwei Büchern zwischen Geist und Gehirn hier der Podcast. Wichtigster Punkt: die Übersetzung der aktuellen Erkenntnisse in verständliche Sprache, praktischen Alltag und guten Humor.

8 Kommentare

  1. Wie Barbie die Welt sieht

    Dass das Gehirn den eigenen Körper als Maßstab nimmt, mit dem Umgebungseindrücke in Relation gesetzt und so verarbeitet werden, ist schon seit 1975 bekannt.

    Im Rahmen der sogenannten ´Nahtod-Erlebnisse´(NTEs) wurde auch das Erleben von Engeln/Geistwesen berichtet, welche die Dimensionen des Raumes scheinbar überschritten, in dem die Person gerade war (welche das NTE erlebte).
    Hier handelt es sich um Erlebnisse aus der frühen Kindheit, welche wieder erinnert werden: Ein kleines Kind erlebt einen Erwachsenen x-mal größer als es selbst ist. Wird dieses Erlebnis als Erwachsener wieder erinnert, so bezieht sich der Maßstab ´x-mal größer´ auf die jetzt aktuelle Körpergröße des Erwachsenen, wenn diese Erinnerung in das Bewusstsein kommt.
    Beispiel: “Oft füllen Engel jedoch den ganzen Raum mit ihrer Gegenwart aus und überschreiten sogar seine Maße. Ihre Füße reichen nicht selten über den Boden und ihr Kopf über die Zimmerdecke hinaus.” Zitat aus: Schutzengel, Glennyce Eckersley, Goldmann, ISBN: 3-442-21665-6
    Hier handelt es sich um Projektion aus dem Gedächtnis (wie eine Dia-Projektion) welche sich mit dem echten Erleben des Raumes überlagert, wenn sie bewusst erlebt wird.

  2. Zweimal

    @ Sebastian
    Danke – ich hoffe, Du konntest auch mit dieser Sicht etwas anfangen. Ich bin ja durchaus kritisch bei den forschenden Pharmafirmen, und das von Dir besprochene Buch stammt garantiert aus einer Marketingabteilung. Die Frage ist nur, ob vom Verlag oder vom Verband.

    @ KRichard
    Ich muss zugeben, ich bin stets etwas irritiert, wenn Du die Nachrichten mit Deinem Lieblingsthema kommentierst. Denn zum einen sind Nachrichten nicht mehr als Einzeiler in einem ganz anderen Inhalt. Und zum zweiten erklärst Du regelmässig den gleichen Sachverhalt – hier auch mit einer etwas merkwürdigen Quelle.

    Aber sollte ich mal eine Episode über NTEs machen, komme ich gern auf Dich zu.

  3. Danke – ich hoffe, Du konntest auch mit dieser Sicht etwas anfangen.

    Auf jeden Fall!

    Ich bin ja durchaus kritisch bei den forschenden Pharmafirmen, und das von Dir besprochene Buch stammt garantiert aus einer Marketingabteilung.

    Sollte man auch immer sein, da wir hier auf den SciLogs ja immer wieder Beiträge hatten, wo dargelegt wurde, dass Pharmafirmen Studienergebnisse verzerren oder gar Medikamente, die nicht so wirken wie versprochen, auf den Markt bringen. Whistleblower gibt es ja auch genug. Ich habe ja auch niemals Pharmafirmen in den Himmel gelobt oder gar gesagt, sie hätten nie ab und zu Dreck am stecken. Ich flippe lediglich aus, wenn solche undbedachten Argumente wie “man kann eh keine Krankheit heilen” oder auch “Pharmafirmen wollen nur unser Geld” auftauchen. Man kann viel und breit diskutieren, weswegen wir hier echt mal ein Bloggewitter – wie bereits vorgeschlagen – mit dem Fokus Pharmaindustrie machen sollten. Zum von mir empfohlenem Buch möchte ich noch sagen, dass ich bereits eine Hardcopy besitze und mir den Inhalt schön und brav durchgelesen habe und alles so bestätigen kann, was dort drinnen steht. Es ist schlussendlich das, worüber ich auch in meinem Blog blogge – wie man Krankheiten heilen kann und was Medikamente können müssen. Wenn man also den forschenden Pharmaunternehmen (vfa) vorwerfen möchte, dass sie grundliegendes Wissen verbreiten, dann verstehe ich die Welt nicht mehr. Ich wette, wenn dieses Buch nicht von der vfa, sondern vom Bundesministerium für Bildung und Forschung veröffentlicht worden wäre, hätten alle viel weniger Probleme damit.

  4. @Arvid

    Mein ´Thema´ sind nicht ´Nahtod-Erlebnisse´, sondern die Behauptung, dass das Gehirn im Rahmen dieser Erlebnisse selbstbeobachtbar ist.
    Das ist ein wesentlicher Unterschied; denn die dabei berichteten Erlebnisse haben eine einheitliche Struktur, welche der systematischen Forschung zugänglich ist.
    Auch wenn durch Selbstbeobachtung erhaltene Schilderungen nicht dokumentierbar sind, wie physikalische Messwerte, so sind diese Berichte trotzdem von Interesse, da manche innerhalb von wenigen Sekunden ablaufen – z.B. in diesem Zeitraum könnte man kein einziges Meßergebnis per fMRT erhalten – d.h. ein sonst unzugängliches Zeitfenster kann untersucht werden.

    Daraus ergibt sich z.B.
    Unser Gehirn speichert Erfahrungen in der zeitlichen Gegenwartsform ab.
    Erfahrungen sind ab dem 5./6. Schwangerschaftsmonat gespeichert und lebenslang zugänglich.
    usw. usw.

  5. @Arvid: Themenwahl

    Wenn Sie ein interessantes Thema für ´Gehirn & Geist´ suchen, dann würde ich gerne über die Problematik ´zustandsabhängiges Erinnern´ lesen. Mein Erklärungsansatz für das Wesen der Nahtod-Erlebnisse beruht auf diesem Phänomen (www.spektrumverlag.de/artikel/1058259).

    Tipp: ein Artikel hierzu ´Das betrogene Ich´ von Prof. Markowitsch und Prof. Welzer kann per Google bei ZEIT WISSEN nachgelesen werden.

  6. @Arvid: Rechenbeispiel

    So Arvid, jetzt habe ich extra für Dich den Taschenrechner gebraucht um Dir die Dauer eines NTEs auszurechnen; dieses Beispiel bekam ich von einem alten Mann erzählt:
    Er war zum Kriegsende auf einer Landstraße unterwegs, als diese von einem amerikanischen Jagdflieger angegriffen wurde. Aus der Linie, so wie die Erde nach den Einschüssen hochspritzte, sah er, dass der Angriff direkt auf in zukam. Er dachte, dass er jetzt sterben müsse und hatte dadurch ein NTE wo er sein ganzes Leben ab dem aktuellen Alter (ca. 20) bis ins Vorschulalter noch einmal erlebte. Dann sah er wie aus seinem Pferd fingerdick Blut herausschoss – er selbst wurde nicht getroffen.
    Gehen wir von der theoretischen Annahme aus, dass der Flieger mit 300 km/h unterwegs war und 100 m vor der Landstraße mit dem Beschuss begann – dann dauerte das Ganze 1,2 Sekunden.
    D.h. in dieser Zeit erfasste er, dass der Angriff ihm galt und das Gehirn reagierte darauf. Dabei war er voll bei Bewusstsein und konnte die Umgebung beobachten.

    Solch ein Erlebnis könnte man mit moderner Gerätetechnik nie erfassen.

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