Old School Infografik 2: Darwin im Zeitstrahl

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Würziges aus den Biowissenschaften
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Ein zweites Fundstück aus meinen Uni-Lernaufschrieben ist eine Zeitleiste zu Darwins Leben. In rot sind die wichtigsten akademischen Stationen und Publikationen gekennzeichnet. Es entstand wie die letzte Grafik, während ich auf eine Diplomprüfung in Bioethik lernte.

Natürlich ist es die „Copley Medaille“, von der hier die Rede ist, und das Buch heißt auch „The Descent of Man“, aber die Grafik war nur eine Lernskizze und deswegen ist sie nicht frei von Fehlern. Ich finde sie trotzdem interressant und ihr vielleicht auch.

Eine der spannendesten Fragen um Darwins Leben ist auch, wie ich finde, an was für eine Krankheit er wohl litt. Dazu gibt es einen ganzen Wikipedia-Artikel: http://en.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin%27s_health

Plausibel klingt für mich, dass er eine Angststörung hatte, Hypochonder war und tatsächlich auch die Chagaskrankheit eine Rolle spielte. Das soll nicht heißen das er nicht gelitten hat, im Gegenteil: Es zeigt wieviel Leid eine solche Störung bei den Betroffennen bedeutet.

IMG_1227 copieCredit: Mathilde Bessert-Nettelbeck

Auch hier ist die Quelle der Informationen für diese Grafik hauptsächlich Eve-Marie Engels: Charles Darwin. C.H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-54763-8.

Falls ihr euch über diese komischen Zeichen zum Beispiel in “Variation” wundert: °_ ist eine in französischen Schulen verwendete Abkürzung für Endungen mit “tion”. Das französische Bildungssystem brachte mir Notizhilfen bei, damit man als Schüler besser den ständigen Frontalunterricht mitschreiben konnte. An der Uni erwiesen sich diese Abkürzungen als sehr nützlich.

Hier ist eine Zeitleiste des Natural History Museums in London zum Nachlesen:
www.nhm.ac.uk/resources-rx/files/darwin-timeline-23584.pdf

 

Mathilde Bessert-Nettelbeck

Veröffentlicht von

Mit einem Diplom in Biologie in der Tasche, einer halben Doktorarbeit und viele Ideen will ich meinen Senf dazugeben. Meine irrsinnige Begeisterung für Lebewesen und des Lebens Wesen, möchte ich weitervermitteln. Und das an JEDEN. Jeder soll wissen, wie unglaublich Grottenolme sind und warum auch Gliazellen unserer Aufmerksamkeit bedürfen, dass Ratten nicht nur ekelig sind und die heimische Topfpflanze vielleicht bald schon die Nachttischlampe ersetzt. In Tübingen habe ich studiert, in Bern der Forschung den Rücken gekehrt. In Berlin bin ich nun auf der Suche nach Alternativen im Feld der Biologie und Kommunikation. Ganz besonders nach meinem Geschmack sind verrückte, unglaubliche oder einfach nur lustige Geschichten aus Ökologie, Evolution, Medizin und Technik. Schmeckt euch der Senf? Sonst mischt doch mal mit! Mathilde Bessert-Nettelbeck

6 Kommentare

  1. • Das ist richtig- Wir schrieben früher im Gymnasium auch viel (mit) und machten daraus eine ähnliche Lern-Skizze (motorisch Mit-Lernen , d.h. per andere Areale auch)…), auch oft im Zeitstrahl, besonders bei “Geschichte” oder “Literatur”…. Im jetzigen sogn.(Massen-) Gymnasium (ca. alle 7 km steht eines) scheint schonende Verwöhnung bis Unterforderung zu sein , nur mündlich vorgesagt, kein tägl. Hausaufgaben-Lernen zu sehen (mit Lernskizzen…) ,keine Hefte mehr mit eigenen Einträgen. Schülerinnen tragen durch die Stadt stolz ihren schmalen Leitzordner (als Erkennungszeichen ?) mit nur einigen Abzugs-Blättern…Ich sah nie einen vollen Ordner- es scheint alles nur kurz angerissen zu sein…dafür Über-Belohnung mit Einsen(-Inflation) durch die Bank…da alles “Hochbegabte”, die haben wohl keine Skizzen-Anfertigung nötig . Eine Mutter sagte mir (darauf angesprochen): “Meiner Tochter fliegt alles zu…”(siehe Zeitschriften-Markt mit Artikeln zu “Überfliegerinnen”, d. h. andersherum dann: männliche” Unterflieger”, klingt nach Untermenschen?

  2. Die Hand-Infografik ist für mich eine ganze wichtige Methode – egal ob für neue Blogartikel, journalistische Recherchen oder Vorträge. Dadurch entsteht erst die Struktur, die das Lesen von viel Material nicht herbeiführen kann. Selber durchdenken, selber malen, selber sinnlich das Thema durchdringen: Ich denke das ist der Trick dabei. Jedenfalls für haptisch-visuelle Typen.

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