Bilder einer Ausstellung

Anatomisches Allerlei

Mussorgskys Original würde jetzt natürlich passen. Aber noch angemessener, finde ich, ist die kratzige, rockige Version von Emerson, Lake and Palmer.

Wir – Bettina Wurche, Michael Gudo und ich – haben im Senckenberg-Museum in Frankfurt/Main eine Ausstellung eingerichtet. Ich hatte Spass, die anderen zwei auch, aber doch auch einigen Stress. Denn Bettina und Michael leben von sowas, sind Profis, kriegen das als Auftragsarbeiten bezahlt. Für mich war’s ein Dienstauftrag – Kooperation zwischen Uni und Museum, das ist immer gut. Also war ich so ein wenig “freischwebend” dabei, hab’ das gemacht, was mir Freude machte (den kleinen “Hirnteil” der Ausstellung) und was ich sonst am besten kann: Korinthenkacken. Im letzten Ausdruck von Tafeltexten, die schon halb an der Wand hängen,  noch einen Kommafehler finden, und so. Das macht mich unter meinen Kollegen so beliebt.

Der Michael – damit fing’s an – hatte die grandiose Idee und die Überredungsgabe, einem  Pharmazeuten in Frankfurt-Bornheim die alte, hölzerne Einrichtung einer Apotheke von 1907 abzuschwatzen. Die hat der generöse Herr Reza Parsa dem Senckenberg-Museum geschenkt. Die Museumsschreiner haben die dann fachgerecht ab- und im Ausstellungsraum wieder aufgebaut.

Und wir haben sie gnadenlos vollgemostet. Mit Absicht und Feuchtpräparaten.

(alle Bilder, bis auf das letzte, Copyright Senckenberg-Museum)

Vollgestellt mit Feuchtpräparaten in Formalin und Alkohol, regalmeterweise  glasumschlossene Konserven, die wir im Magazin des Museums fanden. Das sieht, wie ich finde, ziemlich gut aus. Kontrapunktisch, irgendwie, zu der kühlen, didaktisch durchdachten, lehrreichen, auf’s Wesentliche reduzierten Form der Zurschaustellung, wie sie heute so üblich ist. Eher ein Naturalienkabinett. Die tote Natur wird beinahe wieder lebendig – sie quillt aus allen Regalen, sprengt fast den Rahmen,  in den wir sie zwängten.


 
Der Alptraum des Kurators ist natürlich –  das Publikum. Die Museumsbesucher. Schreiende, wie verrückt die Gänge auf- und abrennende Erstklässler-Horden. “Mamma, darf ich auf dem Triceratops reiten?” Nein. Und schon gar nicht die Feuchtpräparategläser aus den Regalen holen, zerschmeissen, auf dem Inhalt herumtrampeln und dann mit dem organischen Brabsch(1) spielen.

Also Glaswände davor. Da können sie sich die Nasen plattdrücken und Nutellafingerabdrücke hinterlassen, egal.

Über 300 Feuchtpräparate. Wie beschriftet man die? Genau: Gar nicht. Oder wenigstens: Sparsam. Denn sonst erzeugt man eine dürre Textwüste, wo doch eigentlich eine schwellende organische Fülle von Körpern und Körperteilen sein sollte.(2)

Ausserdem – oft genug standen auch wir, drei gestandene Biologen, rätselratend vor den Gläsern.

(ein etwa pampelmusengrosses Feuchtpräparat, an dem ein aufgewickeltes Rohr hängt)

“Was’n das?”
“Hm – ‘ne Lunge. Mit Luftröhre dran, das erkennt man an den Knorpelspangen.”
“Aber die Luftröhre ist ja bald anderthalb Meter lang und zusammengewickelt und mit einer Kordel verschnürt, damit sie überhaupt ins Glas passt!”
“Giraffa camelopardalis, juvenil?”
“Nö – dazu ist die Lunge selbst viel zu klein … kannst Du den Zettel da drin lesen? Ich hab’ meine Brille vergessen…”
“Autsch … das ist Sütterlin, steinalt … wart’ mal…G..n..u – nee, das ist ein “r”, kein “n”, kein Gnu  – Grus. Grus grus.”
“Grus?”
“Grus!”

Es ist schon grusig, wenn drei Biologen dann merken, wie wenig lateinische Artnamen sie kennen. Tags drauf wusste dann Bettina, dass Grus grus der Kranich ist, und dass die ellenlange Luftröhre (die tatsächlich bis in den Bauchraum hinabsteigt, bevor sie wieder zur Lunge aufsteigt) etwas mit der Erzeugung des durchdringenden Gebrülls dieses Federvieches zu tun hat. Das habe im übrigen schon Kaiser Friederich der Zwote (1194-1250, “De arte venandi cum avibus”) gewusst. Nur wir halt nicht. Gut: Man lernt. Der Kranich hat eine Beschriftung bekommen. Und manch andere Exoten (wir haben da viel Walfischhirn…) auch.

Warum wir diese Ausstellung gemacht haben? Warum wir sie so gemacht haben?

Erstens – wegen der Apotheke. Weil es in dem Umfeld die einzig ästhetisch vernünftige Variante war.

Zweitens – deswegen:

Kinder in der Ausstellung.

“Oooch – guck’ mal – da ist ein Äffchen im Glas! Und da noch eins!”
“Waren die schon tot?”

Genau. Deswegen. Damit man ins Denken kommt. Wahrscheinlich waren es Totgeburten aus dem Zoo. Oder zwei Affen zuviel im Zoo. Womöglich wurden sie sogar im Freiland gefangen, anno tobak. Jedenfalls ergeben sich jetzt allerlei Möglichkeiten, auf die Kinderseelen pädagogisch einzuwirken. Ich selbst – der ich Gottseidank keine Kinder zu erziehen habe – würde vermutlich antworten:

“Von selbst sind die da sicher nicht reingesprungen – aber klar, die waren tot, bevor sie in die Gläser kamen.”
“Woran sind die gestorben?”
“Fragst Du das auch, wenn Deine Mutter Dir Fischstäbchen zum Mittagessen macht?”

Was für ein Glück, dass ich garstiger Anatom geworden bin, und nicht Kindergärtner. Das sieht übrigens die Presse genauso, und hat – angelegentlich der Eröffnung, als Teaser – ein ziemlich grus(l)iges Photo von mir gemacht. Taugt als Bewerbungsphoto für das Casting des nächstbesten Filmes, in dem ein “mad scientist” gebraucht wird. Unnötig zu sagen, dass ich das Wort “Grusel” nicht im Munde führte. Mir gruselt’s vor’m Tod, öfters noch vor’m Leben und vor’m Sterben – aber nicht vor toten Präparaten.


(Das Bild stammt von hier, von S. Moschitz. Man kann sagen, was man will: gute Photographen haben die … Copyright Springer-Verlag)

Drittens:
Weil – auch das hab’ ich erst während der Ausstellungsvorbereitungen von Michael Gudo gelernt  – weil solche in Formalin eingelegten Stilleben einfach nach Frankfurt gehören. Ins Senckenberg-Museum. Denn: Wer hat’s erfunden? Genau: die Frankfurter!

Vater und Sohn Isaac und Ferdinand Blum haben gegen Ende des vorvorigen Jahrhunderts die Methode der Formalin-Konservierung erfunden. In Frankfurt. Im Senckenberg-Museum. Deshalb haben wir uns auch noch so richtig schön museumsdidaktisch die Köpfe darüber zerbrochen, wie man dem werten Publikum die Techniken und die Chemie der Fixierung von organischem Material nahebringt, zeigen Konservendosen und Stockfisch, Gurkengläser und Rumtopf, Trockenobst und Pökelfleisch — in anderen Vitrinen.

So.

Steht. Hingehen, angucken. Hier ist das Link zum Museum.

Im Januar mach ich da abends, in der Ausstellung, eine Dichterlesung. Da trag ich ein paar von meinen anatomischen Schnurren vor, sozusagen mit “direkter Präparateanbindung”. Dazu gibt’s Schmalzbrot und Ebbelwoi oder Frankfurter Riesling, und dann wandern wir trinkend und mampfend an den Regalen, an den Stilleben, an den Bildern einer Ausstellung vorbei. Und wenn wir dann Schmalzbrotfingerflecken an den Glaswänden hinterlassen – dann ist’s auch egal.

 

(1) “Brabsch”: das ist ein gutes hessisches Wort. Andernorts sagt man: “Matsch”.

(2) “Viele Buchstaben nebeneinander finde ich unattraktiv.” Uschi Obermaier. Die Uschi Obermaier. Kommune eins.

Helmut Wicht

Veröffentlicht von

Gedankenfragmente von Helmut Wicht, Dozent an der Frankfurter Universität, über Neurobiologie, Anatomie, Philosophie, Gott und die Welt. Seine eigentliche Expertise bezieht sich auf die (Human-)anatomie und die vergleichende Anatomie des Nervensystems.

19 Kommentare

  1. Tolle Sache, Herr Wicht! Nun habe ich einen Grund mehr Frankfurt und das Senckenberg-Museum zu besuchen. Ich verfolge seit Längerem Ihren Blog und habe mich durch ihre Anatomischen Anekdoten geschmöckert. “Groupie” fände ich übertrieben, aber ein “Fan” von Ihnen bin ich doch ein klein wenig. Gibt es denn schon Genaueres zu Ihren Dichterlesung? Ich denke, dass ich nicht die einzige bin, die ihren Blog liest und daran Interesse zeigt! Dank Ihnen ist mir die Welt des Gehirns ein kleines Stück näher gekommen. Wenn alles im Rahmen bleibt, werde ich in einem Jahr mein Abitur absolvieren, danach Biowissenschaften und wenn es klappt sogar anschließend Neurowissenschaften studieren. Danke für Ihre humorvollen und zugleich aufschlussreichen und höchst interessanten Artikel! Nochmals ein Lob an Ihre Arbeit, Lisa

  2. Senckenberg vs. “Museum für Naturkunde”

    Gefällt mir sehr gut!

    Die Ausstellung im Senckenberg-Museum wirkt geradezu heimelig, liegt vielleicht an der “Wärme ausstrahlenden” alten Apotheken-Einrichtung …

    Ganz anders die (relativ) neuen “Alkohol-Forschungssammlungen” des “Museum für Naturkunde”, Berlin. Da stehen die Präparate in einem sehr grossen, nackten, eiskalten (klimatisierten) Raum auf Stahlregalen im Glaskubus … mein erster Eindruck:

    “Ich bin in einem Alien-Film!”

    (hoffentlich ist der Mann, der die Klima-Schleuse bedient, kein mad-scientist, der Probanden für seine Menschenversuche sucht …)

    http://www.naturkundemuseum-berlin.de/ausstellungen/forschungssammlungen/

  3. Selten so gelacht, Herr Wicht – zudem so früh am Morgen und in Verbindung mit großem Staunen über die extrem einladenden Fotos – ich meine natürlich nur die mit dem (C) vom Senckenberg-Museum ;o)

    Frage 1: Termin für Ihre lectio divina?

    Frage 2 (an alle anderen): Wer ist dagegen, dass wieder Helmut Wicht den Scilogs-Blogger-Award bekommt?

    Vor einigen Wochen haben Herr Schleim und ich hier dringend für MEHR Text von Helmut Wicht geworben. Was da nun in den letzten Wochen geschrieben worden ist, übersteigt jedenfalls meine Erwartungen ins Fantastische!

    Danke!

  4. Korinthenkacken

    A propos Korinthenkackerei: Das Original der “Bilder einer Ausstellung” findet sich z.B. hier: http://www.youtube.com/watch?v=OK7I284Xf3k. – Ich finde die Klavierversion wesentlich interessanter als Ravels Orchesterfassung (ganz zu schweigen von Leopold Stokowskis unseligem Versuch).

    (Auch Strawinskys Sacre sollte man sich bei Gelegenheit einmal in seiner eigenen Version für Piano anhören, z.B. hier: http://www.youtube.com/watch?v=50abK3OljhY)

  5. @ alle

    Es freut mich, dass dieser Text Sie freut. Danke für die Rückmeldungen.

    Die angekündigte Lesung im Januar wird – da kann ich nix für – nur für Mitglider der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft angeboten werden.

    Am 20. Dezember mach’ ich aber meine öffentliche Weihnachtsvorlesung. Die knallt auch. Es wird aber wahrscheinlich bummvoll. Näheres, wenn’s interessiert, per PM.

  6. @ Hoppe

    “lectio divina” – das ist ein göttliches Kompliment. Das von einem Theologen – danke!

    Den Preis hab’ ich ja schon. Das wäre Overkill. Zumal (ein Wort in eigener Sache) die Resonanz hier im Blog auf meine “weichen” Themen nicht so dolle ist. Zwar freu’ ich mich natürlich über jeden aufmunternden Kommentar – aber die Gesamtaufrufzahlen für das, was ich hier so schreibe, sind in den letzten Jahren eher rückläufig.

    Mag daran liegen, dass ich hier halt in einem stark wissenschaftlich und weniger literarisch/feuilletonistisch geprägten Umfeld schreibe. Bleiben werd’ ich trotzdem. Es macht nämlich Spass.

  7. Zur “Lectio divina”

    Danke für die Informationen, Herr Wicht. Schade, dass ich nicht zur Senckenbergschen Gesellschaft gehöre!
    Da es einer längerne Anreise bedürfte, wäre der 20. Dezember für mich als Schülerin eher unpraktisch. Gerne hätte ich ihrer göttlichen Lesung beigewohnt 😉

  8. @ Lisa

    Kommen Sie halt mal so nach Frankfurt, die Stadt hat – im Gegensatz zu dem, was man gemeinhin über sie sagt – Charme … naja – sagen wir mal: Charakter.

    Grüße
    Helmut Wicht

  9. @ Wicht

    Die Abrufzahlen sind wirklich etwas runter gegangen. Ich frage mich nur, warum das so sprunghaft geschah. Das kann eigentlich nicht sein. Ich werde mal ein Auge drauf werfen.

  10. Aufrufzahlen

    Möglicherweise liegts eher an der Technik, und dem sich stetig weiterentwickelnden Bedürfnis der (kompetenteren) Internetnutzer, anonym zum bleiben und jedwedes Tracking unmöglich zu machen, als an faktisch rückläufigen Leserzahlen?

    Auch ich nutze Ad-Blocker, No-Script uswusf., und gestehe, dass ich hier auch nicht immer dran denke, zwecks höhrem traffic für den Maestro, das Scripting temporär freizugeben. *erröt*

    An nachlassender Qualität oder mangelndem intellektuellem Witz liegt es jedenfalls ganz sicher nicht.

    “Der Wicht” ist in den letzten Jahren wie ein guter Wein gereift und er wird von Tag zu besser – und gehört für mich zur (täglichen, wenn’s wieder einmal (endlich!) was Neues gibt) Seelenerfrischungslektüre. Ja, genau eine solche, denn “Pflichtlektüre” mag ich’s nicht nennen, auch wenn ich mich selbst verpflichtet habe, so ist’s mir dennoch stets weit mehr Erfrischung denn lästige Pflicht. Ist eben ein spritzer Wein – vielleicht wird guter Ebbelwoi mit den Jahren ja auch besser? Ich gestehe, in diesem Punkt ahnungslos zu sein, meiner wird selten älter als – schlimmstenfalls – mal ein paar Monate…

  11. @Nicole @Huhn

    Nochmal danke. Freut mich zu hören, dass meine Schreibe nicht schlapper geworden ist.

    Ich bin halt auch schlecht vernetzt. Anatol Stefanowitsch hat vor einiger Zeit festgestellt, dass mehr und mehr seiner Leser via Twitter und Facebook auf sein Blog gelangen. Bei Twitter hab’ ich mich aus dem Staub gemacht – ein echter Aufmerksamkeits- und Zeitfresser. Und vor Facebook habe ich Manschetten, das ist mir zu unübersichtlich und ich möchte nicht völlig die Kontrolle über die digitalen Spuren, die ich hinterlasse, verlieren.

    Es ist insofern aber auch egal, als dieses Blog ja kein Anliegen hat, das mehrheitsfähig gemacht werden soll. Was hier vorgeführt werden soll (unter Beachtung der wissenschaftlichen Seriosität), ist ein gewisser ästhetischer Gestus. Um ehrlich zu sein: es ist eine Spielart des Dandyismus. Ich strebe nach einer melancholischen Ästhetik, gepaart mit der Arroganz dessen, der weiss, dass er schreiben kann. Oscar Wilde ist einer meiner Helden. Ein Zitat, das von ihm sein könnte, aber von einem anderen Herren (A. Brilliant) stammt, lautet so: (nach einer Premiere) “My play was a smashing success – only the audience was a complete failure.”

    Und Dandyismus ist nicht mehrheitsfähig.

    Danke für’s Mitlesen, this audience is not a failure.

  12. wow

    Die letzte Kurve – “this audience was not a failure” – haben Sie aber VERDAMMT KNAPP so gerade eben noch genommen … wow!

    Dass Sie wissen, dass Sie schreiben können, ist aus genau dem Grund nicht arrogant, dass Sie es tatsächlich können.

  13. @ Hoppe

    Die Publikumsbeschimpfung ist, wie Sie wahrscheinlich wissen, eine Möglichkeit des Proömiums einer Rede. Man muss generell zunächst die Aufmerksamkeit der Zuhörer heischen (“Captatio benevolentiae”), was aber auch gelingen kann, indem man sie zunächst mal beschimpft. Demosthenes hat das mal in einer Rede an die Athener vorgemacht — unglaublich gut.

    Ich hab’ mir erlaubt, die Beschimpfung des Publikums – und deren Widerruf – an das Ende meines Kommentares zu stellen. Billiger rhetorischer Trick – Anfang und Ende vertauschen. Es gibt sicher einen schönen griechischen Namen für diese Figur. Ich hab’ ihn aber vergessen.

    Fast will mir scheinen, dass ich diesem Blog höhere Zugriffszahlen verschaffen könnte, indem ich anfinge, einen Ratgeber zu schreiben – irgendwas über Sprache, Rhetorik, über’s Reden schreiben und Reden halten. Zwar bin ich nicht Walter Jens – aber seinen Job mach’ ich schon. Ich schreib’ Reden für mich und andere…

    Aber erst mal schreib’ ich eine Rede für jemand anders, meinen Chef. Der muss einen Dritten loben. Eine Laudatio also. Nur ist dieser Dritte SO grossartig, dass jede Lobrede angesichts seiner Leistungen blass aussehen würde. Also mach’ ich es umgekehrt: Ich schreib’ eine Pejoratio. Ich würdige ihn, indem ich ihn herabsetze.

    Wenn das das mal gut geht…

  14. Kranich? Spaltfußgans!

    Es war die Spaltfußgans, und nicht der Kranich…
    Auch wenn sich “Grus grus” besser in den Text einfügt: Das fragliche Präparat mit der überlangen Trachea stammte definitiv von einer Spaltfußgans “Anseranas semipalmata”. Allerdings haben wir tatsächlich mit drei gestandenen Zoologen fassungslos das Viech bestaunt. Ich erlaube mir den Hinweis auf meinen Textbeitrag zu einigen Vogel-Präparaten der Ausstellung “Sammlungswelten”:
    http://blog.meertext.eu/2011/12/14/sammlungswelten-schrage-vogel/

  15. @ Wurche

    (*kleinlaut*)
    Stimmt ja …

    (*schon grossmäuliger*)
    “Ich würde lieber einen guten Freund verlieren, als eine Pointe” (Seneca zugeschrieben).

    Und mit der Spaltfussgans (“Anseranas semipalmata”) kann man das grusige Wortspiel nicht machen. Die hätte eigentlich ein eigenes Wortspiel verdient:

    “Anseranas” – die “Gans-Ente”. Ganz Gans oder ganz Ente? Am Ente also gans was: Ende? Ganz? Oder halb? (usw., ad nauseam..)

    Aber die Luftröhrenstory stimmt doch für beide, Grus und Anseranas, oder?

  16. @ Wurche @ Balanus

    @ Wurche:
    Luftröhrenproblematik: das steht ja in Deinen Blog.
    Erst lesen, dann schreiben…
    Schöner Beitrag.
    Zoologischer als der meinige.
    Informativer.

    @ Balanus:
    Wahrheit bei Wurche
    Dichtung hier.
    Aber keine Unwahrheiten.

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