Starparty im Schloss

Eine mittelalterliche Burg als Kulisse für eine etwas andere Starparty: Vom 9. bis zum 11. August finden auf dem Schloss Albrechtsberg an der Pielach in Österreich wieder die astronomischen „Burggespräche“ statt. Wie in den Jahren zuvor treffen sich auf Einladung des Förderkreises Astronomie und Raumfahrt „Der Orion“ Amateurastronomen und Raumfahrtbegeisterte zu einem Wochenende voller Workshops, Gesprächsrunden, Spaß und gemeinsamer Beobachtung unter (hoffentlich) klarem Himmel. Das Wochenende ist nicht zufällig gewählt sondern fällt auf das jährliche Maximum der Perseiden.

So soll es sein: Schloss Albrechtsberg an der Pielach, knapp von einem Perseid verfehlt. Bild: Sebastian Voltmer.

Nachdem ich im Jahr 2009 schon einmal als Gast die Burggespräche besucht habe, werde ich dieses Mal selbst einen Workshop leiten. Darin geht es um die Erkundung des Nachthimmels mit Teleskop und Kamera – eine grundlegende Einführung in die Beobachtung und Astrofotografie sozusagen. So werde ich mein Geheimwissen um die astronomische Panoramafotografie am Beispiel meines Milchstraßenpanoramas teilen. Wenn genügend Zeit bleibt, werden wir ebenfalls einige astronomische Zeitrafferfilme aufnehmen. Und natürlich soll auch die Beobachtung mit Teleskop und Auge nicht zu kurz kommen. Das alles möglichst nah an der Praxis – ein guter Teil des Workshops soll unter klarem Himmel stattfinden.

Den zweiten Workshop leitet übrigens Susanne Hoffmann, den Kosmologs-Lesern ebenfalls gut bekannt. Mit Eugen Reichl als Veranstalter wird es auf der Burg (die übrigens an sich bereits eine Reise wert ist) von Kosmologgern nur so wimmeln.

Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen begrenzt. Der Teilnahmebeitrag in Höhe von 150€ ist  moderat kalkuliert, denn er deckt Unterkunft und Verpflegung sowie die Teilnahme an allen Workshops und Aktivitäten. Für SuW-Leser gibt es außerdem einen Rabatt.

Vielleicht sieht man sich ja auf der Burg! Alles weitere zu Programm, Anreise, Unterkunft und Anmeldung auf der offiziellen Homepage der Burggespräche.

Jan Hattenbach

Mit dem Astronomievirus infiziert wurde ich Mitte der achtziger Jahre, als ich als 8-Jähriger die Illustrationen der Planeten auf den ersten Seiten eines Weltatlas stundenlang betrachtete. Spätestens 1986, als ich den Kometen Halley im Teleskop der Sternwarte Aachen sah (nicht mehr als ein diffuses Fleckchen, aber immerhin) war es um mich geschehen. Es folgte der klassische Weg eines Amateurastronomen: immer größere Teleskope, Experimente in der Astrofotografie (zuerst analog, dann digital) und später Reisen in alle Welt zu Sonnenfinsternissen, Meteorschauern oder Kometen. Visuelle Beobachtung, Fotografie, Videoastronomie oder Teleskopselbstbau – das sind Themen die mich beschäftigten und weiter beschäftigen. Aber auch die Vermittlung von astronomischen Inhalten macht mir großen Spaß. Nach meinem Abitur nahm ich ein Physikstudium auf, das ich mit einer Diplomarbeit über ein Weltraumexperiment zur Messung der kosmischen Strahlung abschloss. Trotz aller Theorie und Technik ist es nach wie vor das Erlebnis einer perfekten Nacht unter dem Sternenhimmel, das für mich die Faszination an der Astronomie ausmacht. Die Abgeschiedenheit in der Natur, die Geräusche und Gerüche, die Kälte, die durch Nichts vergleichbare Schönheit des Kosmos, dessen Teil wir sind – eigentlich braucht man für das alles kein Teleskop und keine Kamera. Eines meiner ersten Bücher war „Die Sterne“ von Heinz Haber. Das erste Kapitel hieß „Lichter am Himmel“ – daher angelehnt ist der Name meines Blogs. Hier möchte ich erzählen, was mich astronomisch umtreibt, eigene Projekte und Reisen vorstellen, über Themen schreiben, die ich wichtig finde. Die „Himmelslichter“ sind aber nicht immer extraterrestrischen Ursprungs, auch in unserer Erdatmosphäre entstehen interessante Phänomene. Mein Blog beschäftigt sich auch mit ihnen – eben mit „allem, was am Himmel passiert“. jan [punkt] hattenbach [ät] gmx [Punkt] de Alle eigenen Texte und Bilder, die in diesem Blog veröffentlicht werden, unterliegen der CreativeCommons-Lizenz CC BY-NC-SA 4.0.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Naja, bei drei Autoren wimmelt es zwar nicht von Kosmologgern, aber es sind trotzdem schon einige auf einem Haufen, das ist nicht zu bestreiten. Von „wimmeln“ würde ich eher bei den Deidesheimer Treffen reden, aber das ist ja ’ne interne Veranstaltung, von man als Leser eher weniger hinkommt.

    SCNR 🙂

Schreibe einen Kommentar




Bitte ausrechnen und die Zahl (Ziffern) eingeben