Linktipp: Das Rätsel der Dunklen Materie

Woraus besteht das Universum? Die unangenehme Wahrheit: Wir haben zu 95 Prozent keine Ahnung. Gerade einmal fünf Prozent macht die bekannte Materie aus – jene Atome, aus denen Sterne, Planeten und Menschen bestehen. Der Rest ist „Dunkle Energie“ und „Dunkle Materie“ – oder sind die Physiker etwa auf dem Holzweg?

Jedenfalls forschen sie mit Hochdruck daran, die dunkle Seite des Universums zu verstehen. In 4200 Meter Höhe auf dem Mauna Kea, Hawaii. Tief unter der Erde im Gran Sasso-Laboratorium in Italien. Mit dem größten Teilchenbeschleuniger der Welt, dem LHC in Genf. Und 400 Kilometer über der Erde, auf der Internationalen Raumstation. Aber ob sie bei ihrer Suche nach dem Dunkle-Materie-Teilchen jemals Erfolg haben werden steht buchstäblich in den Sternen.

Zur Zeit ist die meiner bescheidenen Meinung nach sehr gelungene Dokumentation „Das Rätsel der Dunklen Materie“ in der arte-Mediathek zu sehen. Sie nimmt den Zuschauer mit zu den Hotspots der Dunkle-Materie-Forschung, liefert Einsichten in ein abenteuerliches Forschungthema und lässt interessante Gesprächspartner zu Wort kommen. Genau das Richtige für die dunkle Jahreszeit…

Die Dokumentation wurde erstmalig am 13. Dezember ausgestrahlt und wird noch zweimal im Fernsehen wiederholt (am 27. Dezember 2012 um 13:25 Uhr und am 5. Januar 2013 um 11:25).

Mit dem Astronomievirus infiziert wurde ich Mitte der achtziger Jahre, als ich als 8-Jähriger die Illustrationen der Planeten auf den ersten Seiten eines Weltatlas stundenlang betrachtete. Spätestens 1986, als ich den Kometen Halley im Teleskop der Sternwarte Aachen sah (nicht mehr als ein diffuses Fleckchen, aber immerhin) war es um mich geschehen. Es folgte der klassische Weg eines Amateurastronomen: immer größere Teleskope, Experimente in der Astrofotografie (zuerst analog, dann digital) und später Reisen in alle Welt zu Sonnenfinsternissen, Meteorschauern oder Kometen. Visuelle Beobachtung, Fotografie, Videoastronomie oder Teleskopselbstbau – das sind Themen die mich beschäftigten und weiter beschäftigen. Aber auch die Vermittlung von astronomischen Inhalten macht mir großen Spaß. Nach meinem Abitur nahm ich ein Physikstudium auf, das ich mit einer Diplomarbeit über ein Weltraumexperiment zur Messung der kosmischen Strahlung abschloss. Trotz aller Theorie und Technik ist es nach wie vor das Erlebnis einer perfekten Nacht unter dem Sternenhimmel, das für mich die Faszination an der Astronomie ausmacht. Die Abgeschiedenheit in der Natur, die Geräusche und Gerüche, die Kälte, die durch Nichts vergleichbare Schönheit des Kosmos, dessen Teil wir sind – eigentlich braucht man für das alles kein Teleskop und keine Kamera. Eines meiner ersten Bücher war „Die Sterne“ von Heinz Haber. Das erste Kapitel hieß „Lichter am Himmel“ – daher angelehnt ist der Name meines Blogs. Hier möchte ich erzählen, was mich astronomisch umtreibt, eigene Projekte und Reisen vorstellen, über Themen schreiben, die ich wichtig finde. Die „Himmelslichter“ sind aber nicht immer extraterrestrischen Ursprungs, auch in unserer Erdatmosphäre entstehen interessante Phänomene. Mein Blog beschäftigt sich auch mit ihnen – eben mit „allem, was am Himmel passiert“. jan [punkt] hattenbach [ät] gmx [Punkt] de Alle eigenen Texte und Bilder, die in diesem Blog veröffentlicht werden, unterliegen der CreativeCommons-Lizenz CC BY-NC-SA 4.0.

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