Dunkle Energie – bloß Einbildung?

Das Universum verändert sich, denn es dehnt sich aus. Im Alltag merkt man das nicht; nicht auszudenken, wenn der Vermieter am Monatsende die übliche Mieterhöhung damit begründet, dass die Wohnung aufgrund der Expansion des Universums größer geworden sei und damit mehr koste. Zum Glück ist der Kosmos ein relativ steifes Gebilde und die Expansion nicht besonders ausgeprägt. Selbstverständlich verhindert das keine Mieterhöhungen, aber es vermeidet zusätzliche …

Was dehnt sich?

Das, was expandiert ist der Raum selbst, und – achja, Einstein lehrte das – eigentlich die Raumzeit. Die drei Raumdimensionen und die eine Zeitdimension bilden vierdimensionales Etwas, das Raum-Zeit-Kontinuum, das gekrümmt und gedehnt werden kann wie die Gummihaut eines Luftballons. Krümmungen und Dehnungen sind eine Konsequenz von Energieformen, z.B. von Massen. Das ist die Grundaussage von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie.

Warum dehnt sich die Raumzeit des Kosmos?

Astronomen führen Beobachtungen durch: sie sehen Galaxien, sie messen im Bereich der Mikrowellen eine Hintergrundstrahlung, und sie beobachten weit entfernte, explodierende Überreste von Sonnen wie unserer. Diese Beobachtungen bezeugen unabhängig voneinander, dass das Universum dynamisch ist. Es expandiert. Vergleicht man diese Beobachtungen mit den Gleichungen Einsteins, so kommt man zu dem Schluss, dass das Universum aus einer seltsamen Mischung von Energieformen besteht: normale Materie wie auf der Erde macht dabei nur einen geringen Teil aus (4%). Viel häufiger ist die Dunkle Materie im Kosmos, die nicht mit Licht in Wechselwirkung tritt und etwa 22% ausmacht.

Es bleiben 74%, die einer sehr rätselhaften Energieform zugeschrieben werden, der Dunklen Energie. Dunkle Energie verhält sich vollkommen anders als normale Materie und sorgt für die Expansion des Universums. Das gerade skizzierte Modell umreisst die Standardkosmologie – diese Energieformen und ihre Auswirkungen favorisieren die meisten Astronomen und Kosmologen.

Revival von Einsteins alten Ideen

Die Dunkle Energie findet Einzug in die moderne Kosmologie als Zusatz in einer Gleichung, der letztendlich von Einstein bereits 1917 erfunden wurde. Er hatte seinerzeit die Absicht einen statischen Kosmos damit zu erklären; seit knapp zehn Jahren benutzen ihn Kosmologen für einen anderen Zweck: Sie wollen erklären, weshalb der Kosmos beschleunigt expandiert. 1998 entdeckten Supernovaforscher, dass die Expansion des Universums sich nicht gleichmäßig, sondern sogar beschleunigt vollzieht. In der Theorie ist das nur mit Einsteins altem Zusatzterm zu erklären, d.h. nur mit Dunkler Energie lassen sich die Beobachtungen zufrieden stellend deuten. Damals sprach Einstein nicht von Dunkler Energie, er nannte es kosmologische Konstante oder Lambda.

Kopfzerbrechen für Physiker

Ein magischer Zusatzterm – Das ganze klingt wie ein billiger Zaubertrick, der mathematisch die Dinge ins rechte Licht rückt. Physiker wollen den Dingen auf den Grund gehen und verstehen, wodurch dieser Zusatzterm physikalisch erzwungen wird. Die beste Idee, die sie haben: das fein verteilte, überall im Kosmos vorhandene Vakuum macht sich beim Universum als Ganzes als Zusatzterm bemerkbar. Eine grandiose Idee! Dennoch klaffen zwischen Idee und real existierender Welt 120 Zehnerpotenzen Unterschied. Im Rahmen der Teilchen- und Quantenphysik ist bislang eine quantitative Herleitung der Dunklen Energie gescheitert.

Die Fakten

Fassen wir doch mal zusammen: Wir haben ein expandierendes Weltall. Wir haben Einsteins Relativitätstheorie, die die Natur in vielen Fällen hervorragend beschreibt. Wir haben eine mysteriöse Energieform, für die es physikalisch keine Begündung gibt.

Die neue Lösung

Ein Mysterium wird man am besten dadurch los, das man es leugnet. Genau das dachten sich ein paar Forscher aus Neuseeland [1, 2]. Sie versuchten sich kürzlich an einer Erklärung der Beobachtungen ohne Dunkle Energie, aber mit Einsteins Relativitätstheorie. Die tragende Rolle ihres Modells kommt den im Kosmos gewachsenen, aus Materie bestehenden Strukturen zu. Sie argumentieren, dass ein Beobachter innerhalb dieser dichten Strukturen aus Galaxien und Materie eine Art optische Täuschung wahrnimmt. Die Zeit läuft anders ab innerhalb der Strukturen aus Galaxienhaufen, als in den großen Leerräumen ohne Galaxien. Dieses Missverhältnis der Zeitabläufe hie und da im Universum führe schlussendlich zu der Deutung der in Galaxien gefangenen Beobachter, dass das Universum beschleunigt expandiere. Weiterhin schließen sie auf eine Dunkle Energie.

In Wahrheit sei jedoch der Kosmos frei von Dunkler Energie und bestehe nur aus normaler Materie und Dunkler Materie. Unsere Beobachtungen werden durch gravitative Zeitdehnung bzw. Gravitationsrotverschiebung verfälscht. Die neuseeländischen Kosmologen behaupten, dass ihr neues Modell ohne Dunkle Energie konsistent sei mit Beobachtungen der kosmischen Hintergrundstrahlung, von Galaxienclustern und mit Supernovadaten.

Alter Hut mit neuer Feder

Als Physiker, der an eine einfache Welt glaubt, fühlt man sich von dieser reizvollen Interpretation ohne Dunkle Energie angesprochen. Es erinnert ein wenig an den Weltäther, der zur Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert die Physiker beseelte und den Einstein elegant mit seiner Speziellen Relativitätstheorie ins Reich der Phantasie verbannte. Weitere Analysen werden zeigen, ob Modelle ohne Dunkle Energie konkurrenzfähig sind, und damit unsere standardkosmologische Sicht revidieren.

Aus Gründen der Fairness soll daran erinnert werden, dass neben den Neuseeländern auch andere Forscher Modelle ohne Dunkle Energie entwickelt haben, z.B. Kolb et al. 2005 [3] und Mattsson, ebenfalls 2007 [4].

Die Folgen

Die Konsequenzen eines Modells ohne Dunkle Energie für unser modernes Weltbild vom Kosmos wären gravierend: Ein fundamentaler Parameter der Kosmologie, die Hubble-Konstante, wäre nicht so hoch wie angenommen, sondern läge nur bei rund 62 Kilometer pro Sekunde und Megaparsec. Das bedeutet auch, dass das Alter des Universums höher wäre, als derzeit favorisiert, denn das Alter des Universums im neuen Modell liegt bei 14,7 Milliarden Jahren, rund eine Milliarde Jahre älter als im Standardmodell. Die Dunkle Materie wäre ebenfalls viel häufiger.

Damit nicht genug: Eine Reihe von aktuellen Rechnungen und Simulationen basieren auf der Standardkosmologie mit Dunkler Energie. Hätten die Neuseeländer recht, so müssten all diese Angaben revidiert werden!

Schließlich würde die gesicherte Falsifikation alle Großprojekte zur Erforschung der Dunklen Energie in Frage stellen. Hier muss man einwenden, dass die meisten Projekte einen weiteren Nutzen haben und damit weiterhin von Bedeutung für die Astronomie blieben.

Und die hohen Mieten?

Kosmologisch betrachtet ist das anthropozentrisches Randproblem. Ein attraktiver Ausweg bestünde im Kauf einer Eigentumswohnung oder eines eigenen Hauses. Rentenpolitisch betrachtet wäre diese Lösung anzuraten, weil damit auch der Altersruhestand gesichert wäre. Kosmologisches Wissen kann durchaus lukrativ sein: Ein Wohnungsspekulant hätte sicher vor der Inflationsepoche investiert.

Quellen:
[1] Leith et al.: Gravitational energy as dark energy: Concordance of cosmological tests (2007)
[2] Sterne und Weltraum, Januar 2008, S.26 (kostenlose Leseprobe)
[3] Kolb et al.: On cosmic acceleration without dark energy (2005)
[4] T. Mattsson: Dark Energy as a mirage (2007)

Veröffentlicht von

Die Astronomie ist faszinierend und schön – und wichtig. Diese interdisziplinäre Naturwissenschaft finde ich so spannend, dass ich sie zu meinem Beruf gemacht habe. Ich bin promovierter Astrophysiker und befasse mich in meiner Forschungsarbeit vor allem mit Schwarzen Löchern und Allgemeiner Relativitätstheorie. Aktuell bin ich der Scientific Manager im Exzellenzcluster Universe der Technischen Universität München. In dieser Tätigkeit im Forschungsmanagement koordiniere ich die interdisziplinäre, physikalische Forschung in einem Institut mit dem Ziel, Ursprung und Entwicklung des Universums als Ganzes zu verstehen. Besonders wichtig war mir schon immer eine Vermittlung der astronomischen Erkenntnisse an eine breite Öffentlichkeit. Es macht einfach Spaß, die Faszination am Sternenhimmel und an den vielen erstaunlichen Dinge, die da oben geschehen, zu teilen. Daher schreibe ich Artikel (print, online) und Bücher, halte öffentliche Vorträge, besuche Schulen und veranstalte Lehrerfortbildungen zur Astronomie, Kosmologie und Relativitätstheorie. Ich schätze es sehr, in meinem Blog "Einsteins Kosmos" in den KosmoLogs auf aktuelle Ereignisse reagieren oder auch einfach meine Meinung abgeben zu können. Andreas Müller

17 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Dunkle Energie = Null

    Bedeutet Omega Delta = Null, daß in der Friedmann Gleichung neben der Strahlungsdichte nur die Materiedichte Eins steht Krümmung Null) sowie eine neue KOnstante H-Null?

  2. Dunkle Energie

    Ich denke, alle Großprojekte zur Erforschung der Dunklen Energie bleiben absolut notwendig, solange sich die Forschergemeinde weiter mehr auf Glauben als auf Wissen stützt. Danke für diesen Artikel. Das Thema ist ein Meilenstein der Physik des beginnenden 21. Jahrhunderts.

  3. Was ist Dunkle Materie?

    Ich habe mal eine Frage die ich hier gerne mal reinposten möchte.Passt vielleicht nicht so ganz zum Thema, aber víellicht gibt es hier eine Antwort.
    Ich habe in einem wissenschaftlichen Buch gelesen, dass es keine einzelne Quarks im Universum geben kann. Als Bezug wurde auch ein „Gesetz“ genannt, aber das ist mir entfallen. Jedes Elementarteilchen besteht aus drei Quarks. Zwei Fakten, die bei mir eine Frage hervorrufen. Woher konnte das Universucm „wissen“, dass beim Urknall eine unermesslich hohe Anzahl an Teilchen gebildet werden musste, die dann durch drei teilbar sein musste??? Jede andere Anzahl mit anderen Teilern wäre ja genauso möglich.
    Irre ich mich da total?
    Vielleicht antwortet jemand (auch per e-mail). Würde mich freuen.

  4. @Jens, Thema: Quarks

    Lieber Jens,

    in der Regel treten die Quarks nicht einzeln auf, sondern sind in Paaren zu Mesonen (z.B. als Pion) oder in Trios zu Baryonen (z.B. als Proton) gebunden. Es wurden sogar schon Teilchen beobachtet, die sich aus vier oder fünf Quarks zusammensetzen (sog. Tetra- bzw. Pentaquarks). Die Kraft, die die Quarks zusammenhält, heißt starke Kraft. Sie wirkt auf extrem kurze Entfernung. Das zugehörige Gesetz, das die Quarks „zusammenschweißt“, heißt „confinement“ (dt. Einschluß).
    Unter extremen Bedingungen kann dieses Gesetz außer Kraft Gesetz werden, nämlich bei extrem hohen Temperaturen oder extrem hohen Drücken. Dahinter steckt eine Symmetrie der Teilchenphysik, die chirale Symmetrie. Wenn diese Symmetrie hergestellt werden kann, werden Quarks frei. Die Quarks liegen dann in einer neuen Phase, einem neuen „Aggregatzustand“ vor.
    Der Vorgang ist wie beim Schmelzen von festem Wassereis, das dann flüssig wird. Hier wird das Wasser durch Erhitzen auch von einem Zustand niedriger Symmetrie (Eiskristalls) in einen Zustand höherer Symmetrie (flüssiges Wasser) gebracht.
    Physikern am Teilchenbeschleuniger RHIC ist es 2004 gelungen freie Quarks herzustellen. Die neue Phase heißt Quark-Gluon-Plasma. Diese Materieform existiert eventuell im Innern von Neutronensternen (dort herrschen extreme Dichte und Drücke), und sie muss auch im frühen Universum (etwa 10-23 Sekunden nach dem Urknall) existiert haben.
    Hier gibt’s dazu weitere Infos:
    Quarks
    http://www.wissenschaft-online.de/…dt_q03.html#q
    Quark-Gluon-Plasma
    http://www.wissenschaft-online.de/…_q03.html#qgp

    Noch eine kleine Anmerkung: Nicht alle Elementarteilchen bestehen aus Quarks; es gibt noch die große Familie der Leptonen (Elektron, Positron, Myon, Neutrino etc.).

    Gruß,
    Andreas

  5. Ich hab da auch eine Theorie…

    Weshalb ich schreibe, ist natürlich wie immer bei Laien das Nichtverstehen eines astrophysikalischen Details, dass sich in mir zu einer Theorie ausgebreitet hat:
    Bei „dunkler Materie“ stört mich der Gedanke an 500% unentdeckte Stoffe, Dinge, Eigenschaften der Welt, die unerkannt in riesigen Mengen um alle Galaxien herumwabern. Eine Hypothese, die nach meinem Geschmack zu viele Antworten im Dunkeln belässt. Es gibt auch andere Hypothesen, aber ich möchte eine weitere hinzufügen, die ich für weniger exotisch halte:
    Als Ausgangspunkt sehe ich den Geschwindigkeitsverlauf der Sterne in Galaxien, der jedesmal kurios aber ähnlich und darum wohl auch gesetzmäßig erscheint. Die Gesetze dazu suche ich aber lieber im Inneren dieser Galaxien. Da scheint sich außer der Gavitationswirkung der Scheibe und des zentralen „Schwarzen Lochs“ noch eine weitere Kraftwirkung anzudeuten.
    Seit Einstein spricht man z. B. vom „Gravitomagnetismus“ bei schnell rotierenden Massen. D. h., an abstoßende Kräfte aus schnell bewegten Massen zu denken widerspricht keiner gängigen Theorie. Vielleicht war damals noch die Annahme von superschweren „Schwarzen Löchern“ zu exotisch und keiner traute sich ernsthaft an Monster in „Kerr-Ringen“ zu denken. Wenn man das aber konsequent einbezieht, dann ist eine abstoßende Wirkung denkbar. Die Massen im „Kerr-Ring“ vergrößern sich durch ihre Nähe zur Lichtgeschwindigkeit drastisch (wodurch man auch nicht mehr die zu riesigen Gasmengen suchen muss, die am Anfang dagewesen sein sollten) und wir hätten einen genügend schweren Gravitationsgenerator im Zentrum, der die „dunkle Materie“ ersetzt. (Selbst ein einziger Apfel genügt, wenn sein v gegen c geht!)
    Die abstoßenden Kräfte der dunklen Energie wären plötzlich auch erklärbar. Mit solch einem Gegen-Kraftfeld im Zentrum kann ich auch als mathematischer Laie (dank Exceltabelle!) ähnliche v-r-Verläufe erzeugen wie durch die Messungen gezeigte. Denkwürdigerweise liegt bei solchen Berechnungen die Masse des „Schwarzen Lochs“ beim etwa 5-fachen der angenommenen Galaxienmasse, die Gegenwirkung ist (logisch) etwas geringer und setzt um Bruchteile eines kpc weiter außen an. Wenn man die beobachteten Jets als ihr Maximum ansieht, dann setzt sie sich wie eine Hyperbel fort und ergibt mit den anderen eine Resultierende, die keine großen Widersprüche zur Beobachtung mehr hervorruft.

  6. und noch eine Theorie

    Weshalb ich schreibe, ist natürlich wie immer bei Laien das Nichtverstehen eines astrophysikalischen Details, dass sich in mir zu einer Theorie ausgebreitet hat:
    Bei „dunkler Materie“ stört mich der Gedanke an 500% unentdeckte Stoffe, Dinge, Eigenschaften der Welt, die unerkannt in riesigen Mengen um alle Galaxien herumwabern. Eine Hypothese, die nach meinem Geschmack zu viele Antworten im Dunkeln belässt. Es gibt auch andere Hypothesen, aber ich möchte eine weitere hinzufügen, die ich für weniger exotisch halte:
    Als Ausgangspunkt sehe ich den Geschwindigkeitsverlauf der Sterne in Galaxien, der jedesmal kurios aber ähnlich und darum wohl auch gesetzmäßig erscheint. Die Gesetze dazu suche ich aber lieber im Inneren dieser Galaxien. Da scheint sich außer der Gavitationswirkung der Scheibe und des zentralen „Schwarzen Lochs“ noch eine weitere Kraftwirkung anzudeuten.
    Seit Einstein spricht man z. B. vom „Gravitomagnetismus“ bei schnell rotierenden Massen. D. h., an abstoßende Kräfte aus schnell bewegten Massen zu denken widerspricht keiner gängigen Theorie. Vielleicht war damals noch die Annahme von superschweren „Schwarzen Löchern“ zu exotisch und keiner traute sich ernsthaft an Monster in „Kerr-Ringen“ zu denken. Wenn man das aber konsequent einbezieht, dann ist eine abstoßende Wirkung denkbar. Die Massen im „Kerr-Ring“ vergrößern sich durch ihre Nähe zur Lichtgeschwindigkeit drastisch (wodurch man auch nicht mehr die zu riesigen Gasmengen suchen muss, die am Anfang dagewesen sein sollten) und wir hätten einen genügend schweren Gravitationsgenerator im Zentrum, der die „dunkle Materie“ ersetzt. (Selbst ein einziger Apfel genügt, wenn sein v gegen c geht!)
    Die abstoßenden Kräfte der dunklen Energie wären plötzlich auch erklärbar. Mit solch einem Gegen-Kraftfeld im Zentrum kann ich auch als mathematischer Laie (dank Exceltabelle!) ähnliche v-r-Verläufe erzeugen wie durch die Messungen gezeigte. Denkwürdigerweise liegt bei solchen Berechnungen die Masse des „Schwarzen Lochs“ beim etwa 5-fachen der angenommenen Galaxienmasse, die Gegenwirkung ist (logisch) etwas geringer und setzt um Bruchteile eines kpc weiter außen an. Wenn man die beobachteten Jets als ihr Maximum ansieht, dann setzt sie sich wie eine Hyperbel fort und ergibt mit den anderen eine Resultierende, die keine großen Widersprüche zur Beobachtung mehr hervorruft.

  7. @Götz Lindenberg

    Ich möchte ja nicht „spaßbremsenmäßig reingrätschen“, aber es gibt einen Sachverhalt aus der Theorie und einen aus der Beobachtung, der Ihre hübsche Idee widerlegt:

    1) Die gravitomagnetischen Kräften fallen sehr schnell mit dem Abstand von der gravitomagnetischen Quelle ab. Die beobachteten Abweichungen der Geschwindigkeitsfelder von Sternen in Scheibengalaxien sind besonders bei großen Radien (im Halo) festgestellt worden, und nicht in der Nähe der Quelle nahe dem Zentrum der Galaxie.

    2) Dunkle Materie spielt nicht nur bei einzelnen Galaxien eine Rolle, sondern auch bei Galaxienhaufen. Dunkle Materie befindet sich offenbar auch zwischen den Galaxien. Schon in einer Epoche bevor es Galaxien gab, ist ein Vorkommen von Dunkler Materie messbar, nämlich in der Rekominationsära, als sich die Hintergrundstrahlung auf den Weg gemacht hat. Beides könnte ihr Modell nicht erklären.

    Beste Grüße,
    Andreas Müller

  8. Dunkle Energie

    Sehr geehrter Herr Andreas Müller,

    ich habe eine Theorie zum Aufbau des Universums,die ohne diese Energie auskommt.Auch brauchen wir keine Gravitations-Teilchen.Einsteins Theorie vom gekrümmten Raum ist meiner Ansicht nach unvollständig.
    Es wäre mir eine Ehre,wenn Sie einen Blick darauf werfen.Zum Anfang werden Sie sicherlich die Hände über’m Kopf zusammenschlagen,aber bitte,lesen sie bis zur letzten Seite.

    Und hier ist sie zu finden:http://www.neues-universum.de/

    Mit freundlichem Gruß,Jens.

  9. Theorie zum Aufbau des Universums

    Sehr geehrter Herr Andreas Müller,leider habe ich keinen Kommentar dazu erhalten.Sie können mir ruhig mitteilen,wenn ich aus Ihrer Sicht komplett daneben liege.

    Besten Dank und Gruß,Jens.

  10. Theorie zum Aufbau des Universums

    Sehr geehrter Herr Andreas Müller,besten Dank für Nichts.
    Ich gehe davon aus,keine Antwort ist auch eine Antwort.

    Gruß,Jens.

  11. Keine Antwort @ Herrn Finsel

    Zitat aus Ihrem Text „Die Krümmung des Raumes“:

    „…Laut Einstein fällt ein Stein zu Boden,weil er die Raumzeit krümmt.Nach meiner Theorie fällt der Stein zu Boden,weil die Raumzeit gekrümmt ist.“

    Herr Finsel, Einstein hat gesagt, dass die Erde die Raumzeit krümmt, deshalb fällt der Stein auf den (Erd)Boden.

    Wenn Sie Einstein falsch zitieren, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn keine Antwort kommt.

    Da Sie ja eine eigene Theorie des Universums aufstellen und Einsteins Theorie verwerfen wollen, sollte man von Ihnen erwarten können, dass das was Sie verwerfen wollen zuerst einmal richtig verstehen.

    Tag auch

    Albert Heller

  12. Sehr geehrter Herr Andreas Müller,ich gebe es nur so wieder,wie ich es aus dem TV kenne.Ich weiß,daß ist nicht die beste Art sich zu informieren.Ich werde es ändern.

    Tun Sie mir bitte einen Gefallen.Schauen Sie im Thema „Ausbreitung der Energien und Massen“ nach,ob ich so verkehrt liege.Bitte.Es ist viel Neues dabei.

    Ich hätte mir doch eine sachliche Auseinandersetzung gewünscht,es kam aber keine Antwort von Ihnen.So komme ich nicht weiter.Ich bräuchte jemanden,der mir meine Fragen beantworten kann.Es gibt Dinge,zu denen ich im Internet Nichts gefunden habe.

    Wenn es nicht zu viel verlangt ist,könnten wir kurz telefonisch in Verbindung treten?
    030/97891609

    Ich wäre Ihnen sehr verbunden.
    Gruß,Jens.

  13. @Albert Heller

    Ich weiß nicht,ob ich mich dabei falsch ausgedrückt habe,denn von welcher Stelle die Behauptung kam,war deutlich zu lesen.Das der Stein die Raumzeit krümmen soll,war ja der Anlaß darüber nachzudenken.Im Übrigen krümmt jede Masse die Raumzeit.Von daher ist die Behauptung „Der Stein krümmt die Raumzeit“ nicht falsch.

    Gruß,Jens.

  14. Das der Stein die Raumzeit krümmen sol

    Nochmal …
    Ihr Text auf Ihren Webseiten behaupten Sie:
    „…Laut Einstein fällt ein Stein zu Boden,weil er die Raumzeit krümmt.“
    So steht es auf Ihren Webseiten unter „Die Krümmung des Raumes“. Sie behaupten damit, Einstein hätte das gesagt.
    Zeigen Sie uns eine oder besser mehrere Stellen wo Einstein das behauptet hat.

    Natürlich krümmt jede Masse den Raum. Das haben Sie richtig bemerkt.
    Da die Erde (oder besser ausgedrücht die größere Masse) die Raumzeit stärker krümmt als der Stein, fällt der Stein zur Erde.

  15. Dunkle Materie

    Die Dunkle Materie ist das
    Raum Quanten Metium,die Energie
    die das Welltall Entstehen lies.

    Vieleicht jagen die Astrophysiker
    auch nur einem Phantom hinderher.

  16. noch ne Theorie

    Sehr geehrter Herr Müller,
    nach 2 Jahren, solange braucht ein Mecklenburger Chemiker zum antworten, jedenfalls wenn er was physikalisches rechnen soll, ein Dankeschön für Ihre Antwort.
    Wie meine Herkunft (wir heißen dort m. Ochsenköpfe) nicht anders erwarten lässt, bleibe ich bei meinem Unglauben an die Geistermaterie.
    1.) Als naheliegensten Fakt in meinen Augen gibt es die Messungen der Umlaufgeschwindigkeiten, bei denen die großen Galaxien ein anderes Verhalten als kleine zeigen. Zudem haben große Galaxien diese super massereichen Schwarzen Löcher.
    Die Erklärung mit ungerechter Verteilung von dunkler Materie finde ich nicht befriedigend.
    Zuerst habe ich (Excel sei dank) Formelzusammenhänge gesucht und fand, das am besten bei größen Galaxien eine Mischung aus 1/r² und 1/r gekrümmtem Raum passt. Aber wo sollte 1/r herkommen? Da fiel mir die Ableitung des Magnetismus aus bewegten elektrischen Feldern in die Hände. Danach ist Magnetismus nur eine vereinfachte Darstellung von bewegten elektrischen Ladungen, wenn man nicht ständig umständlich relativistisch rumrechnen will. Nun folgt dort aber die Kraftwirkung nicht 1/r², sondern 1/r!
    Für Gravitation nehme ich also an, dass größere schwarze Löcher innerhalb des Ereignishorizonts kleine rasende Zwerge um sich kreisen haben, die in der Nähe wenig Einfluss haben, aber weiter weg einfach eine größere Anziehung bewirken. Bei 1/r bleibt nämlich die Umlaufgeschwindigkeit konstant!
    Diese Einflussnahme ist dann auch in der Lage, Galaxienhaufen anders zusammenzuhalten, als nur langsame Materie wie wir.
    Zu 2., der Rekominationsära weiß ich leider keine Antwort. Die geht leider über meinen kosmologischen Horizont.

    Bis hierger vielen Dank für Ihren Blog und mit freundlichen Grüßen,
    Götz Lindenberg

  17. Dunkle Energie existiert offenbar nicht

    Dunkle Energie, welche die zunehmende Ausdehnungsgeschwindigkeit unseres Universums erklären soll, gibt es anscheinend nicht. Vielmehr handle es sich um einen Effekt, der mit den immer größer werdenden Abständen zwischen den Galaxien zusammenhängt.

    Die eigentliche Geschwindigkeit sämtlicher Galaxien bzw. ihrer Teilchen habe seit dem Urknall von ursprünglich Fast-Lichtgeschwindigekeit bis heute sehr wohl abgenommen. Dennoch wurde „in letzter Zeit“ eindeutig eine Zunahme der Ausdehnungsgeschwindigkeit registriert, für die sogar der Nobelpreis vergeben wurde, ohne eine Erklärung geliefert zu haben. Der mögliche Grund liege in den Anziehungskräften bzw. Anziehungsgeschwindigkeiten der Galaxien selbst. Die Erklärung anhand der äußersten Galaxie (einer bestimmten Region):

    Die ‚Ausdehnungs‘-Geschwindigkeit der äußersten Galaxie habe über Milliarden Jahre durchaus abgenommen – wenn auch „in letzter Zeit“ immer geringer. DER ZUSÄTZLICHE FAKTOR, der unser Universum in Summe schneller ausdehnen lässt, LIEGT IN DEN ANZIEHUNGS­GESCHWINDIGKEITEN der äußersten Galaxie zu den nächstinneren und allen übrigen Galaxien – Anziehungsgeschwindigkeiten, DIE JEDOCH IN DIE ENTGEGENGESETZTE RICHTUNG WIRKEN! Da die Abstände zwischen all den Galaxien immer größer werden, nehmen sämtliche Anziehungsgeschwindigkeiten der äußersten Galaxie (zu allen anderen Galaxien) ebenfalls ab. Da die Summe all dieser Anziehungsgeschwindigkeiten (zu den anderen Galaxien), die in die entgegengesetzte Richtung wirken, stärker abnimmt, als die eigentliche Ausdehnungsgeschwindigkeit der äußersten Galaxie abnimmt, ergibt sich der Effekt einer ansteigenden Gesamt-Ausdehnungsgeschwindigkeit.

    Mit anderen Worten: Bisher haben die Anziehungskräfte aller inneren Galaxien eine schnellere Reise der äußersten Galaxie (weg vom Urknallpunkt) verhindert. Aber mit immer größer werdenden Abständen zwischen den Galaxien werden diese Kräfte schwächer, wodurch die äußerste Galaxie an Geschwindigkeit zulegt – trotz minimal weiter fallender klassischer Reisegeschwindigkeit (weg vom Urknallpunkt) der äußersten Galaxie.

    Für die zweitäußerste Galaxie gilt das gleiche Prinzip (ausgenommen die äußerste Galaxie). Und so weiter. Es ist also keine geheimnisvolle weitere Energie nötig, um die ansteigende Ausdehnungsgeschwindigkeit unseres Universums zu erklären. [Statt der Erklärung durch Galaxien ist auch eine Erklärung anhand von Galaxienhaufen möglich.] Siehe auch: ‚Die Welt der Relativität – alles falsch? Korrekturen zur Relativitätstheorie‘ mit ISBN 9788490391730

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