Diskussion unter Ökonomen – Von der permanenten Unterschätzung des technologisch-wissenschaftlichen Fortschritts

Beobachtern der Diskussion unter Ökonomen in den letzten Jahren muss auffallen, dass sich in der für Naturwissenschaftler zuweilen gewöhnungsbedürftigen Vielfalt der Meinungen (teils gar zu fundamentalen Fragen ihrer Disziplin) eine nicht unbedeutende Verschiebung stattgefunden hat. So mehren sich Stimmen, die ein zentrales Dogma der Wirtschaftswissenschaften in Frage stellen: die Auffassung, dass die Wirtschaft (zumindest auf lange Sicht) exponentiell wächst. Der wohl bedeutendste argumentative Pfeiler dieses grundlegenden ökonomischen Postulats war bisher immer das Wachstum der Produktivität gewesen, welches seinerseits auf den anhaltenden technologischen Fortschritts zurückzuführen ist. Und spätestens hier sollten auch diejenigen hellhörig werden, die bis heute diesen Fortschritt an vorderster Front vorantreiben: die Naturwissenschaftler.

Nun lassen sich bei genauerer Betrachtung der ökonomischen Zunft in Fragen zur Natur des Wachstuns regelmässige Meinungsumschwünge unter ihren Protagonisten feststellen, welche in auffälliger zeitlicher Korrelationen zum Zyklus von Wirtschafts- und Finanzkrisen stehen. Der wohl promineste Vertreter des momentanen Zweifels am langfristigen exponentiellen Wachstum der wirtschaftlichen Produktivität ist der amerikanische Ökonom Robert J. Gordon, der gerade mit einem voluminösen Beststeller („The Rise and Fall of American Growth“) die These an die Öffentlichkeit getragen hat, dass in der Zukunft das ökonomische Wachstum weitaus geringer sein wird als das in den letzten 80 bis 100 Jahren der Fall war. Und auch der ehemalige US Finanzminister, Chefökonom der Weltbank und Präsident der Harvard Universität Lawrence Summers reiht sich unterdessen in die Apologeten einer „säkularen Stagnation“ ein. Nun vermögen wir die Argumentation von 762 Seiten kaum auf einer einzigen zusammenzufassen, aber im Wesentlichen beruft sich Gordon auf die folgende These: Das Wirtschafts- und Produktivitätswachstum der letzten 100 Jahre ist zum wesentlichen Teil auf die immense technologische Innovationen dessen, was er die „erste“ und „zweite industrielle Revolution“ nennt, zurückzuführen. Insbesondere die zweite industrielle Revolution des späten 19. Jahrhunderts, charakterisiert durch elektrische Anwendungen, Verbrennungsmotor, fotografische Bildaufnahmen, Radiotechnologie und die Entwicklung einer breiten Wasserversorgung, trieb die wirtschaftliche Produktivität in den folgenden 50 Jahren auf Höchststände. Doch haben wir diese Höchststände bereits hinter uns gelassen, so Gordon, was der Ökonom mit umfangreichen statistischem Material zu belegen weiss. Die „dritte industrielle Revolution“, nun charakterisiert durch Computer und Internet, die um das Jahr 1960 begann und gemäss Gordon in der „dot.com-Ära” der späten 1990er ihre Höhepunkt fand, steht ihrer Vorläuferin bzgl. Produktivitätswachstum um einiges nach (was die Ökonomen selber nicht ausreichend zu erklären wissen und von ihnen deshalb auch als „Produktivitätsparadoxon“ bezeichnet wird). Zudem verringern sich ihre Auswirkungen bereits, so Gordon, so dass, wie er folgert, für die nächsten 50 Jahren aufgrund einer fehlenden vergleichbaren Innovationsdynamik in den Industrieländern kein annähernd so grosses Produktivitätswachstum zu erwarten sei (Gordon bezieht sich in seiner Analyse im Wesentlichen auf die USA, lässt allerdings Analogieschlüsse auf andere Regionen zu).

Nun sollte man bei Prognosen bekanntlich vorsichtig sein, insbesondere bei denen, die die Zukunft betreffen, wie es heisst … sowie denjenigen, die von Ökonomen gemacht werden, sollte man vielleicht hinzufügen (an dieser Stelle ist erwähnenswert, dass Herr Gordon noch im Jahr 2003 – wohl im Antlitz des einsetzenden Internet-Booms damals – für die folgenden 20 Jahre, also bis 2023, mit Prognosen von sehr viel höherem Produktivitätswachstum aufwartete. Womit er falsch lag, denn tatsächlich entwickelte sich dieses wesentlich geringer als von ihm vorhergesagt, wie er uns nun, 13 Jahre später, selber vorrechnet und zugleich als Argumentationsmaterial für seine unterdessen gegenteilige Prognose für die nächsten 50 Jahre verwendet). Doch was uns wahrlich eklatant erschrecken sollte, ist, wie wenig unter den Meinungsführern des ökonomischen Denkens das Bewusstsein für den Entwicklungsstand der Naturwissenschaften und den mit ihr möglich werdenden Technologien entwickelt ist. Das Ergebnis dieses Defizits ist eine derart mangelhafte Analyse und phantasielose Zukunftsvorstellung von Seiten derjenigen, deren Aufgabe es doch gerade ist, uns die ökonomischen Wirkungsmechanismen unserer modernen Lebensbedingungen zu erklären. Auch wenn in den Tageszeitungen nicht viel zu wissenschaftlichen und technologischen Durchbrüchen zu finden ist (d.h. auch die Journalisten in dieser Hinsicht ihrer Aufgabe kaum gerecht werden), so sollte man von den hohen Herren der Wirtschaftswissenschaften – Damen finden wir nur wenige darunter – doch erwarten, dass sie sich auch jenseits von Tagesereignissen, Monatsstatistiken und Jahreszyklen mit den für ihre Disziplin wichtigen Einflussfaktoren beschäftigen – auch wenn (oder gerade weil) der in ihren herkömmlichen Wachstumsmodellen so zentrale technologische Fortschritt doch eher sehr abstrakte Formen annimmt.

Nur Blindheit bzgl. der Entwicklungen der heutigen Naturwissenschaften kann einen Ökonomen wie Gordon zu der Schlussfolgerung kommen lassen, dass die heutige technologische Innovationsdynamik derjenigen vor 100 oder 150 Jahren signifikant nachsteht. Betrachtet man etwas genauer, was in den Forschungs- und Technologietransfer-Zentren der Welt zur Zeit vorgeht, so liesse sich zum gegenteiligen Schluss kommen: Die Nanophysik nähert sich dem Traum Richard Feynmans an, die Strukturen der Mikrowelt bis auf Grössenordnungen einzelner Atome zu manipulieren. Neue Quantentechnologien versprechen, die seltsamen Eigenschaften der Quantenwelt für noch viel erstaunlichere Anwendungen  in unserer Makrowelt nutzbar zu machen – was unter anderem eine ganz neue Art von Computer ermöglich könnte, der noch einmal unvorstellbar schneller rechnen könnte als selbst die grössten heutigen „Supercomputer“. In der Neuroforschung werden wir Zeuge der ersten Schritte, unser Denkorgan direkt mit Computern zu verbinden, und die Forschung auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz feiert grosse Durchbrüche auf ihrem Weg, die menschliche Intelligenz nachzubilden. Fortschritte in Medizin und Biologie versprechen uns, schon bald nahezu jede heute bekannte Krankheit heilen zu können. Und unser Verständnis der Mechanismus der genetischen Vererbung ist unterdessen so gut, dass wir schon bald in unsere eigene Evolution (und in noch beschleunigter Form in die anderer Arten) eingreifen könnten. Die neue Disziplin der „synthetischen Biologie“ schafft Lebensformen, die es auf unserem Planeten noch nie gab. Die Liste möglicher und sich bereits am Horizont der wissenschaftlichen Forschung abzeichnender „Schlüsseltechnologien“ der Zukunft ist länger, faszinierender und oft auch beängstigender als je zuvor. Und all diese Entwicklungen  gehen weit über das hinaus, was heute bereits als „Industrielle Revolution 4.0‘” bezeichnet wird und sich auf die gegenwärtige Computerisierung und Automatisierung der Warenproduktion bezieht. Wir stehen am Anfang einer neuen industriellen Revolution, die sich nicht nur durch eine, zwei oder drei neue Schlüsseltechnologien auszeichnet, sondern gleich durch ein halbes bis ganzes Dutzend ihrer. Im Jahr 2100, so behauptet der Physiker Michio Kaku, werden wir Objekte nur mit der Kraft unserer Gedanken bewegen und manipulieren. Mittels Bio- und Neurotechnologie werden wir unsere Körper perfektioniert, die Fähigkeiten unseres Geistes potenziert und unsere Lebensspanne bedeutend verlängert haben – letzteres vielleicht sogar auf unbegrenzte Dauer. Mit Hilfe neuer Nanotechnologien werden wir Gegenstände ineinander umwandeln oder sie wie aus dem Nichts entstehen lassen können. Quantencomputer werden Komplexitäten beherrschen, die uns heute aufgrund ihrer Unvorhersagbarkeit und Unkontrollierbarkeit noch ehrfürchtig erschaudern lassen. Die wissenschaftlichen Grundlagen all dieser neuen „Wunder“-Technologien werden bereits heute in den Forschungslaboren weltweit entwickelt.

Betrachten wir diese dramatischen Entwicklungen, so ist zu erwarten, dass sich in den der nächsten Jahren und Jahrzehnten unsere Lebensweise, unsere Wirkung auf die uns umgebende Natur, ja sogar unser Menschenbild noch einmal weitaus dramatischer verändern werden als dies seit Beginn der wissenschaftlichen Revolution vor 400 Jahren und den ihr folgenden industriellen Revolutionen bereits geschehen ist. Die Anfänge eines historischen Umbruchs, im Verlaufe dessen wir nicht nur neue mächtige und atemberaubende Technologien erleben werden, sondern auch den Menschen selbst, seine Biologie, seine Identität und sein Bewusstsein grundlegend verändern könnten, geben sich schon heute erkennen. In Anbetracht dieses Szenarios wird es vermutlich bereits in nicht allzu ferner Zukunft einen Moment geben, in dem sich die Spielregeln des menschlichen Lebens und Zusammenlebens fundamental verändern könnten. Dass in Anbetracht dieser Entwicklungen einige Ökonomen zukünftig einen zurückgehenden technologischen Fortschritt annehmen können, offenbart, wie weit sie von der „realen Welt“ entfernt sind. Dass ihre Zunft aber auch anders kann, zeigen die Ökonomen Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee, die in ihrem Buch „Second Machine Age: Wie die nächste digitale Revolution unser aller Leben verändern wird“ teils sehr ähnliche Entwicklungen aufzeichnen wie die oben dargestellten. Wenn die Modelle der Ökonomen nicht in der Lage sind, diese sich anbahnenden Veränderungen zu erfassen, so sollte es ihren Erschaffer (und uns Laien) leichter fallen, die Zukunft ihrer eigenen Modelle zu prognostizieren als diejenige der Welt, in der wir leben werden.

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Jahrgang 1969 habe ich in den 1990er Jahren Physik und Philosophie an der Universität Bonn und der École Polytechnique in Paris studiert, bevor ich am Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme in Dresden im Bereich theoretischer Physik promoviert und dort auch im Rahmen von Post-Doc-Studien weiter auf dem Gebiet der nichtlinearen Dynamik geforscht habe. Vorher hatte ich auch auf dem Gebiet der Quantenfeldtheorien und Teilchenphysik gearbeitet. Unterdessen lebe ich seit nahezu 20 Jahren in der Schweiz. Seit zahlreichen Jahren beschäftigte ich mich mit Grenzfragen der modernen (sowie historischen) Wissenschaften. In meinen Büchern, Blogs und Artikeln konzentriere ich mich auf die Themen Naturwissenschaft, Philosophie und Spiritualität, insbesondere auf die Geschichte der Naturwissenschaft, ihrem Verhältnis zu spirituellen Traditionen und ihrem Einfluss auf die moderne Gesellschaft. In der Vergangenheit habe ich zudem zu Investment-Themen (Alternative Investments) geschrieben. Meine beiden Bücher „Naturwissenschaft: Eine Biographie“ und „Wissenschaft und Spiritualität“ erschienen im Springer Spektrum Verlag 2015 und 2016. Meinen Blog führe ich seit 2014 auch unter www.larsjaeger.ch.

36 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Howdy, Herr Dr. Jaeger (am Ende gewinnt immer der Jaeger / Jäger),
    Umwälzung / Evolution vorab zu erkennen , obliegt nicht jedem.

    Dr. Webbaer hat nicht jede Zeile Ihres wieder dankenswerterweise Vortrags gelesen, wie also nicht verstanden, weiß abär einzuschätzen, dass eine technische / technologische Revolution vorliegt, eine schnelle.

    Opi W geht insofern bspw. mit Dr. Henning Loblin [1] und eben Ihnen Hand in Hand.


    Gesellschaftlich relevant wird diese, wir beachten die Zweidrittelung der Gesellschaft, die aktuell vorliegende Zweidrittelung, je Generation. eben derart, oder?

    MFG
    Dr. Webbaer

    [1]
    Eine durchaus pfiffige Kraft. wie sich einige erlauben anzumerken.

  2. Aufgequollen, das Fachwort, die hier aufgegebene Primär-Nachricht war aufgequollen, nichts Schlechtes daran,
    die Kunstfigur Dr. Webaer ist ebenfalls als megaloman angelegt.


    Der Webbaer, der dem im dankenswerterweise vorliegenden WebLog-Artikel insofern nicht direkt widersprechen kann, hat ansonsten schon partiell Geseire festzustellen, partiell.

    MFG
    Dr. Webbaer

  3. Nicht jeder technologische Durchbruch münzt sich in spürbarem Wohlstandsgewinn um. Gerade hartgesottene Ökonomen neigen aber dazu nur Hardwarezugewinne wie grössere Autos, Häuser, Einkommen als echtes Wachstum zu betrachten. So gesehen gab es in den meisten EU-Ländern und den USA seit den 1980er Jahren nur noch lineares Realwachstum. In der gleichen Zeit aber stieg die Lebenserwartung und die Qualität der medizinischen Behandlung, die Kommunikations- und Reisemöglichkeiten.
    Wirkliche Umbrüche in den Lebensbedingungen scheinen zudem in Kondratjew-Zyklen, also in langen Wellen abzulaufen. Vor einem neuen solchen Zyklus stehen wir gerade. Und es wird auch darüber berichtet. So gibt es Voraussagen, dass in den nächsten Jahrzehnten fast die Hälfte der heutigen Arbeiten wegfallen weil automatisiert/roboterisiert. In den letzten Jahren las man zudem fast wöchentlich über die rasanten Forschritte in der künstlichen Intelligenz, über selbstfahrende Fahrzeuge und eine sich daraus ergebende völlig andere Mobilität. All dies wird von den Ökonomen, die von säkularer Stagnation reden, gar nicht erwähnt. Es gibt die Regel, dass man seine Hände von Börsengeschäften lassen sollte, sobald auch der Coiffeur von Aktien spricht. Als weitere Regel könnte ich mir vorstellen: „Wenn der Ökonom kräht, dann höre weg, denn der Ökonom kennt nur die Vergangenheit und die Gegenwart“.

    In den nächsten Jarhzehnten werden sich Arbeit und Freizzeit mit grosser Wahrscheinlichkeit stark ändern. Bis zur Singularität wie sie im Artikel heraufbeschworen wird, könnte es aber noch etwas länger dauern (Zitat):

    In Anbetracht dieses Szenarios wird es vermutlich bereits in nicht allzu ferner Zukunft einen Moment geben, in dem sich die Spielregeln des menschlichen Lebens und Zusammenlebens fundamental verändern könnten.

    • Anmerkung: Dass sie Michio Kaku als Kronzeugen für ihre eigene Zukunftsvision nehmen, wirft aber kein gutes Licht auf ihren „Hintergrund“. Kaku gibt regelmässig Hype und Kack von sich, wie etwas folgendes (Zitat):

      Im Jahr 2100, so behauptet der Physiker Michio Kaku, werden wir Objekte nur mit der Kraft unserer Gedanken bewegen und manipulieren.

    • Howdy, Herr Holzherr.

      Wirkliche Umbrüche in den Lebensbedingungen scheinen zudem in Kondratjew-Zyklen, also in langen Wellen abzulaufen. Vor einem neuen solchen Zyklus stehen wir gerade. Und es wird auch darüber berichtet.

      Oder revolutionär, eine Revolution könnte seit einiger Zeit vorliegen, begonnend mit der industriellen Revolution.
      Dr. Webbaer ist ähnlich fortschrittsgläubig wie der hiesige werte Inhaltegeber.
      Dabei faktengebunden und ein wenig ironisch, denn eigentlich ist der hier gemeinte Primat nicht dafür gemacht, biologisch.
      Das mit den ‚Kondratjew-Zyklen‘ war schick („chic“?) formuliert, Opi W wird nun dbzgl. in die (Web-)Recherche gehen.

      MFG + weiterhin Ohren steif halten,
      Dr. Webbaer

  4. Ist alles wunderbar, was hier steht und es könnte einiges davon so eintreten.
    Aber was passiert im Jahre 2100, wenn wir so weitermachen wie bisher mit der Zerstörung des Globus. Nach dem Konzept der planetarischen Grenzen (Rockström) befinden wir uns bei 2 Bereichen, den biogeochemischen Prozessen im Boden und der Artenvielfalt, in der Alarmstufe rot und in 2 weiteren Bereichen, der globalen Erwärmung und der Landnutzung, knapp davor.
    Können wir hoffen, dass wir auch bei den Umweltwissenschaften und Umwelttechniken den wissenschaftlichen Fortschritt permanent unterschätzen.
    Dann können wir das Raumschiff Erde vielleicht wieder ins Lot bekommen.

    • Aber was passiert im Jahre 2100, wenn wir so weitermachen wie bisher mit der Zerstörung des Globus.

      Klingt jetzt ein wenig wie „Ohne uns Menschen wäre die Erde besser dran!“, lol, ein sozusagen protestantischer Leitsatz und richtig mies, wie einige finden.
      Im geogeschichtlichen Zeitalter des Anthropozän, Reinhold Leinfelder sei an dieser Steller gegrüßt, wird der Mensch den ‚Globus‘ natürlich ‚zerstören‘ – oder womöglich besser formuliert: umformen.
      In der Tat hat dies etwas Lustiges, ‚das Raumschiff Erde‘ so ‚ins Lot zu bekommen‘.
      Wenn beachtet wird, dass der hier gemeinte Primat eigentlich „nur“ ein Säugetier ist, dass sich auf einer Kugel befindet, die sich mit atemberaubender Geschwindigkeit um einen Stern dreht, finden’S net?

      MFG
      Dr. Webbaer

  5. Stimme leo solar zu , das Umweltproblem fehlt. Auch als der Wachstumsmotor schlechthin für die nächsten Jahrzehnte. Die unumgängliche und komplette Umstellung auf Nachhaltigkeit bietet gerade für Deutschland ein gigantisches Potenzial.
    Daß die Wirtschaftswissenschaftler das übersehen und die Digitalisierung -wie so viele- überschätzen , paßt ins Bild.Nirgends geht es rückständiger zu als in den WW , ganz besonders in Deutschland.

    • „Die unumgängliche und komplette Umstellung auf Nachhaltigkeit bietet gerade für Deutschland ein gigantisches Potenzial.“
      Das sehe ich genauso. Aber natürlich ist die Digitalisierung eine Notwendige Grundlage dafür. Beispiel: Autonome, selbstfahrende, vernetzte Fahrzeuge haben das Potential den ganzen Blechlawinen Wahnsinn nebst Asphaltierung von Landschaften und Lebensraum auf einen Bruchteil zu reduzieren. Ein Auto steht mindestens 80% seiner Lebenszeit sinnlos rum, verbraucht Platz bindet Kapital. Günstiger Wohnraum und Kindergärten, mehr Erholungsraum statt mehrspuriger Strassen und Parkraum in Städten. Was für Autos gilt, gilt auch für viele andere aufwendig hergestellte Nutzgegenstände. Sie sind in Unmengen vorhanden, verbrauchen Raum, binden Kapital und müssen irgendwann aufwendig entsorgt werden. Das muss in einer vernetzten Welt doch auch anders gehen.
      Wieso sollen ausgerechnet die Wirtschaftswissenschafte dem engegenstehen? Das Problem sehe ich eher in der Trägheit der Menschen mutloser der Politik.

    • Nur zum Begriff der Nachhaltigkeit kurz im Definitorischen angemerkt:

      ‚Nachhaltigkeit‘ liegt im Wirtschaftlichen genau dann vor, wenn unternehmerische Maßnahme, die bestimmter Maßgabe folgt, im Erfolgsfall nicht zu Versagen führt.
      Beispiel:
      Ein Produkt wird beworben und schlägt auf dem Markt durch, nun darf der Vertrieb nicht an unzureichend vorhandenem Vertriebspersonal scheitern und auch nicht an unzureichend vorhandener Produktionskapazität.

      Nachhaltig meint also im Wirtschaftlichen, dass eine Maßnahme im Erfolgsfall nach hält, sozusagen.


      Anfang der Neunziger hat „Joschka“ Fischer den e-sprachigen Begriff ‚Sustainability‘ ins Deutsche als ‚Nachhaltigkeit‘ übersetzt.
      Er meinte aber nicht, wie der Schreiber dieser Zeilen, der seinerzeit dabei war, vorrätig oder vorrättig in der BRD, einige Zeit, ein paar Monate, missverstand, wie oben beschrieben, sondern er meinte -metaphorisch geschrieben- ökologistischen Singsang.
      Er schuf Ökologisten-Slang, nichts anderes.

      HTH („Hope to help“)
      Dr. Webbaer

      • Keine Sorge, die Definition passt schon. Es ist natürlich Aufgabe der Politik für die passenden Rahmenbedingung beim übergeordneten Kontext zu sorgen. Das heisst: ALLE versteckten Kosten eines Produktes müssen dem Unternehmen, spätestens aber dem Kunden in Rechnung gestellt werden.

        • @ ralph :

          Dafür gibt es die Besteuerung.
          Auch hier steift Ihr Kommentatorenkollege ungünstig ab:

          Beispiel: Autonome, selbstfahrende, vernetzte Fahrzeuge haben das Potential den ganzen Blechlawinen Wahnsinn nebst Asphaltierung von Landschaften und Lebensraum auf einen Bruchteil zu reduzieren.
          …denn führungs- oder fahrerlose Fahrzeuge werden auf den Straßen noch mehr als bisher „herumheizen“, weil ohne Fahrpersonal kostengünstiger für die Betreiber.

          MFG
          Dr. Webbaer

        • @ ralph :

          Dafür gibt es die Besteuerung.
          Auch hier steift Ihr Kommentatorenkollege ungünstig ab:

          Beispiel: Autonome, selbstfahrende, vernetzte Fahrzeuge haben das Potential den ganzen Blechlawinen Wahnsinn nebst Asphaltierung von Landschaften und Lebensraum auf einen Bruchteil zu reduzieren.

          …denn führungs- oder fahrerlose Fahrzeuge werden auf den Straßen noch mehr als bisher „herumheizen“, weil ohne Fahrpersonal kostengünstiger für die Betreiber.

          MFG
          Dr. Webbaer

          PS:
          So schaut’s besser aus.

  6. Auch Silicon-Valley Grössen wie Peter Thiel oder die Google-Gründer sind der Ansicht, dass die Technologien ausserhalb der digitalen Welt sich in den letzten Jahrzehnten nur langsam entwickelt haben. Peter Thiel fasste das in die Formel: „We wanted flying cars, instead we got 140 characters“. Die Google-Gründer schuffen als Reaktion auf diese Einschätzung den X-Price für Erfinder und Innovatoren und sie kauften mehrere Roboterfirmen auf um die Entwicklung der Robotik zu beschleunigen.
    Der (physische) Alltag hat sich zwischen 1917 und 2017 tatsächlich weit weniger geändert als man meinen könnte. Schon 1917 gab es Autos, Flugzeuge, Metros und erste Hochhäuser, schon 1917 gab es die Chirurgie und Impfungen. Und schon 1962 kamen mit Zeichentrickserien wie „the Jetsons“ Zukunftsvisionen aus der Flimmerkiste, die noch heute nicht realisiert sind. Die Phantasie eilt der Realität um Meilen voraus.

  7. Gestern abend tat ich mir mehrere Michio Kaku – YouTube’s mit seinen futuristischen Visionen an. Er erzählt beispielsweise von Kardaschow-Zivilisationen, vom exponentiellen Fortschritt à la Ray Kurzweil (Moore’sches Gesetz als Vorlage für den Fortschritt auf allen anderen Gebieten). Doch Kaku nannte seine Quellen (Kardaschow, Kurzweil,Vinge) nicht, sondern tat so als sei das auf seinem Mist gewachsen. Es war auch keine geistige Durchdringung des Gesagten festzustellen und er stellte weder sich noch dem Publikum (das er über humoristische Einlagen für sich gewinnen wollte) Fragen. Sogar simple Fragen wie die, welche Gefahren von Milliarden technologie-ermächtigter Mitglieder einer zukünftigen Supertech-Zivilisation ausgehen stellte er nicht, ausser dass er von Terroristen als Vertretern eines engen, sektiererischen Glaubens sprach und damit das sagte, was Leute wie Trump und Co. denken (dass nämlich alle Terroristen Islamisten oder ähnliches seien). Ganz selbstverständlich ging er davon aus, dass es in Zukunft nur eine Zivilisation geben werde und dass diese wohl nichts anderes als eine fortgeschrieben US-Zivilisation sei. Mit seinem submanischen Optimismus und dem Fehlen jeder tiefergehenden Reflexion ist so eine Figur wohl vor allem im US-Kulturraum denkbar.

    • @ Herr Holzherr :

      Mit seinem submanischen Optimismus und dem Fehlen jeder tiefergehenden Reflexion ist so eine Figur wohl vor allem im US-Kulturraum denkbar.

      So isser halt, der Ami. – Bereits der Name ‚Michio Kaku‘ (70) legt den geäußerten Verdacht nahe.
      Ansonsten: Physiker müssen nicht die besten Futurologen sein, SciFi-Spezialisten könnten dies sein.
      Also, „begonnend“ hat die hier kommentarisch wie auch im dankenswerterweise bereit gestellten WebLog-Artikel bearbeitete Sache wohl direkt mit der industriellen Revolution zu tun, die wiederum indirekt auf der Aufklärung basiert.
      Ist ja auch eine geradezu teuflische Angelegenheit, wenn der hier gemeinte Primat auf einmal, durch Lösung der Schwarmintelligenz, so-o klug werden konnte.
      Hier – ‚wie Trump und Co. denken (dass nämlich alle Terroristen Islamisten oder ähnliches seien). ‚ – setzt es allerdings, mit Verlaub!, einen Minuspunkt.
      Die Amis sind vielleicht die klügsten Menschen auf diesem Planeten, was auch mit einer gewissen Durchmischung zusammen hängen könnte.
      >:->

      MFG
      Dr. Webbaer

  8. Bonus-Kommentar hierzu :

    In Anbetracht dieses Szenarios wird es vermutlich bereits in nicht allzu ferner Zukunft einen Moment geben, in dem sich die Spielregeln des menschlichen Lebens und Zusammenlebens fundamental verändern könnten.

    Womöglich war es diese Aussage, die den fleißigen Schreiber dieser Zeilen ernsthaft gestört hat (und inn kommentarisch ein wenig geckenhaft werden ließ). Das aktuell vertretene humanistische Menschenbild, das seit vielleicht 400 Jahren ernsthaft vertreten wird, trotz all der Entwicklungen, die bestaunt werden dürfen, wird sich ganz absehbar nicht ändern.
    Die (aufklärerische) Demokratie funktioniert.

    MFG
    Dr. Webbaer

  9. „Im Jahr 2100, so behauptet der Physiker Michio Kaku, werden wir Objekte nur mit der Kraft unserer Gedanken bewegen und manipulieren. Mittels Bio- und Neurotechnologie werden wir unsere Körper perfektioniert, die Fähigkeiten unseres Geistes potenziert und unsere Lebensspanne bedeutend verlängert haben – letzteres vielleicht sogar auf unbegrenzte Dauer.“

    Laut einer Prognose der United Nations soll die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2100 auf 11,21 Milliarden Menschen anwachsen. Wird deren Lebensspanne „bedeutend verlängert“, dann tummeln sich noch mehr Menschen auf der Erde, die Ressourcen verbrauchen und CO2-Emissionen verursachen. Michio Kaku blendet negative Entwicklungen vollkommen aus. So hätte er bei seinen Aussagen über die Zukunft auch das Bevölkerungswachstum und den Klimawandel mit einbeziehen müssen. Findet die Menschheit für diese globalen Herausforderungen nicht bald eine Lösung, könnte sich seine schöne Utopie in eine Dystopie verwandeln.
    Siehe dazu auch: http://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/15196-rtkl-klimawandel-stoppt-das-bevoelkerungswachstum

    • Da isser wieder, dieser Ansatz, der von Ihrem Kommentatorenkollegen weiter oben als ‚protestantischer Leitsatz, apostrophiert worden ist:

      Laut einer Prognose der United Nations soll die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2100 auf 11,21 Milliarden Menschen anwachsen. Wird deren Lebensspanne „bedeutend verlängert“, dann tummeln sich noch mehr Menschen auf der Erde, die Ressourcen verbrauchen und CO2-Emissionen verursachen.

      Janz mies.

      MFG
      Dr. Webbaer (der hier noch weitergehend kommentarisch ausbauen könnte, sich dies abär verkneift)

    • Michio Kaku denkt die sich jetzt schon abzeichnende technische Entwicklung einfach weiter für den Fall, dass unsere techmische Zivilisation das 22. Jahrhundert überhaupt erlebt. Das ist durchaus anregend und inspirierend.
      Das bedeutet nicht, dass ihm das hohe Risiko der vorherigen Selbstzerstörung durch Atomkriege oder durch den Klimawandel nicht vollständig bewusst ist.

      • @ Kommentatorenkollege ‚ralph‘ :

        dass unsere tech[n]ische Zivilisation das 22. Jahrhundert überhaupt erlebt

        A) ‚unsere Zivilisation‘ basiert nicht auf der Technik, nicht auf der besonderen Fähigkeit und auf der Lehre darüber („Technologie“), sondern auf der Aufklärung, Sapere Aude und so
        B) kein Krieg, wie auch immer geartet, kann dies auslöschen, Unkraut vergeht nicht, sozusagen
        C) Der Klimawandel wird womöglich durch sog. Workarounds (das Fachwort) beizeiten und zukünftig soz. weggehüstelt werden
        D) Physiker sind nicht die Richtigen, die anzufragen sind, wenn es um die Zukunft geht, besser sind dbzgl. SciFi-Kräfte anzufragen oder grundsätzlich: Philosophen – auch denen bleibt es hier schwierig, fürwahr

        MFG + schönes Wochenende,
        Dr. Webbaer

      • @ralph

        „Michio Kaku denkt die sich jetzt schon abzeichnende technische Entwicklung einfach weiter für den Fall, dass unsere techmische Zivilisation das 22. Jahrhundert überhaupt erlebt. (…) Das bedeutet nicht, dass ihm das hohe Risiko der vorherigen Selbstzerstörung durch Atomkriege oder durch den Klimawandel nicht vollständig bewusst ist.“

        Michio Kakus Ideen scheinen in weiten Teilen von Science-Fiction-Serien wie „Raumschiff Enterprise“ oder „Star-Treck“ inspiriert zu sein.
        https://www.amazon.de/Physics-Future-Science-Shape-Destiny/dp/0307473333

        Von einem Wissenschaftler würde ich mir allerdings wünschen, dass er „die sich jetzt schon abzeichnende technische Entwicklung“ nicht einfach nur weiter denkt, sondern auch die sich abzeichnenden Umstände mit einbezieht.

        • @ Mona :

          Wissenschaftler sind auch nur Menschen (vs. Bären), wenn sie als Physiker die Zukunft betreffend gesondert hervortreten, wie eben Michio Kaku oder Steve Hawking, muss dies keine besondere Bedeutung haben.
          Ist oft Marketing oder die Lust daran sich öffentlich auszubreiten.
          Nicht besser bspw. als wenn sich „Madonna“ dbzgl. äußert.
          Immerhin haben sie ihren Namen und guten Ruf zu verteidigen, was bei der zuletzt Genannten nicht der Fall sein muss.
          Hawking war zuletzt abär richtig mies i.p. pol. Verlautbarung, wie einige finden,
          Der Schreiber dieser Zeilen hat sich notiert: „Sparflamme“

          MFG + schönes Wochenende,
          Dr. Webbaer

        • Michio Kaku erfüllt den Leserwunsch nach einer besseren, ja phantastischen Zukunft.
          In der FAZ-Besprechung von Kakus Buch über die Neuro-Zukunft, findet sich im Unterkapitel Der emphatische Futurologe der Technik folgende Einschätzung von Kakus Zukunftssicht:

          sondern zieht die Linien aus in eine Zukunft, die bei ihm die Summe des technologisch Machbaren ist. Kaku ist ein Emphatiker dieser Zukunft. Ein paar Hinweise auf ihre Risiken mag er zwar einstreuen. Aber dass tiefe Wünsche in ihr in Erfüllung gehen, darum dreht sich bei ihm alles.

          und

          Über die gesellschaftlichen Bedingungen und Folgen der ins Auge gefassten Technologien zerbricht er sich nicht den Kopf.

          Und zuletzt:

          Man kann bei Kaku durchaus etwas über einige Ansätze auf dem Feld der Neurowissenschaften lernen. Aber im Ganzen doch eher über Erwartungen, Hoffnungen oder auch Versprechungen, die hinter ihnen stehen – und zwar vor allem solche gewagter und steiler Art. Sie sind eben der Stoff, den ein emphatischer Futurologe der Technik wie Kaku mit Vorliebe bearbeitet.

    • Im von Mona zitierten Abschnitt taucht x-Mal das Wort „wir“ auf. was bedeutet dieses wir in „Im Jahr 2100, so behauptet der Physiker Michio Kaku werden wir Objekte nur mit der Kraft unserer Gedanken bewegen , werden wir unsere Körper perfektioniert, die Fähigkeiten unseres Geistes potenziert und unsere Lebensspanne bedeutend verlängert haben.“?
      Gilt diese „wir“ auch für die 350 Millionen Nigerianer im Jahr 2050, deren Nation dann auf einem Zehntel des Raums der USA fast die gleiche Bevölkerung haben wird wie die USA und gilt sie auch für die bis 900 Millionen Nigerianer im Jahr 2100, deren Land dann die EU an Menschenzahl deutlich übersteigen wird. Werden also 900 Millionen Nigerianer im Jahr 2100 Objekte nur mit der Kraft ihrer Gedanken bewegen. Und welche Objekte werde das sein? Löffel, Gabeln, Autos oder/und Maschinenpistolen? Oder sind das im Jahr 2100 Laserschwerter? Gibt es im Jahre 2100 keine gewöhnlichen Kriege mehr sondern nur noch Sternenkriege? Und kann dann jede in die Rolle der Prinzessin Leila schlüpfen oder das Leben eines Jedi-Kriegers führen?
      Mir scheint die Anmerkung Monas, dass die Visionen Kakus aus Science Fiction Serien abgekupfert sind, sehr erklärungsmächtig. Eine realistische zukünftige menschliche Gesellschaft findet man in praktisch keiner der bekannten Science- Fiction Serien.

      • @ Herr Holzherr :

        Vely schlau angemerkt, „Wir-Sätze“ sind sozusagen die verbesserte Form von „Man-Sätzen“.

        Es kann hier spekuliert werden, ob nicht vielleicht der Pluralis Majestatis oder der Pluralis Modestiae gemeint war; abär ganz warm wird hier nicht geworden, nicht von allen.

        Rhetorik ist eine Kunst, die nicht gelernt werden kann.

        MFG
        Dr. Webbaer

      • „Gilt diese „wir“ auch für die 350 Millionen Nigerianer im Jahr 2050, deren Nation dann auf einem Zehntel des Raums der USA fast die gleiche Bevölkerung haben wird wie die USA und gilt sie auch für die bis 900 Millionen Nigerianer im Jahr 2100, deren Land dann die EU an Menschenzahl deutlich übersteigen wird. “

        Die lineare Fortschreibung der Bevölkerungswachstumstrends scheint mir extrem unrealistisch. Aus vielen Gründen.
        Klar, technologische Trends kommen erst mit einer gewissen Verzögerung bei der vergleichsweise armen Masse der Menschen an. Andrerseits bietet die immer kostengünstigere Vernetzung auch ein riesiges Potential für Innovationen in weniger reglementierten Ländern.

  10. @ralph

    Sie meinen wahrscheinlich „sharing“ in allen Varianten? Wenn ja , sehe ich genauso.
    Gegen Digitalisierung ist nichts zu sagen , sie ist nützlich , aber sie wird überschätzt als immerwährender Wachstumsträger.
    Die Wirtschaftswissenschaften an sich sind ebenfalls nicht das Problem , vielleicht hätte ich schreiben sollen , „der aktuelle Zustand der WW“.

    • Ja, die Digitalisierung erleichtert Sharing in allen Varianten. Gleichzeitig bekommen Qualitätsanforderungen und Lebensdauer von Produkten ein höheres Gewicht, zu Lasten der Obdoleszenz.
      Sharing hört aber lange nicht bei Produkten auf. Es geht u. A. auch um Arbeit und Kompetenz. Der lebenslange 8 h job ist schon lange ein Auslaufmodell, Gott sei Dank. Das geht viel sinnvoller und artgerechter 😉
      Zugegebenermassen brauchts noch ein paar Paradigmenwechsel in den Köpfen.

  11. „Der lebenslange 8 h job ist schon lange ein Auslaufmodell, Gott sei Dank. Das geht viel sinnvoller und artgerechter “

    Allerdings , stimme zu.

  12. Pingback: Psiram » Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW07, 2017)

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