Fördern und fordern für die Zukunft des Wissenschaftsjournalismus

Den Abschluss des Gastblog-Auftritts möchte ich nutzen, um unsere letzte These vorzustellen, die sich auf die Frage bezieht, wie der Wissenschaftsjournalismus unterstützt werden kann, um im Kontext der insbesondere für den Printmarkt beobachtbaren „Krisen“ und Kürzungen weiter Bestand zu haben und erfolgreich einen Beitrag für unabhängige und qualitativ hochwertige Wissenschaftskommunikation zu leisten. Dabei favorisiert unser Vorschlag ein staatsfernes Instrumentarium, das die Erstellung wissenschaftsjournalistischer Beiträge unabhängig unterstützt:

Die Subventionierung von Presseunternehmen oder -redaktionen durch den Staat stellt nicht nur ein ordnungspolitisches, normatives Problem dar, auch aus medienökonomischer Sicht sind Zweifel an der Effektivität und Effizienz angebracht. Zivilgesellschaftliche Sponsoren oder Stiftungen könnten durch die Förderung unabhängiger WissenschaftsjournalistInnen eher zur Produktion wissenschaftsjournalistischer Angebote (auch) für die Presse beitragen. Bei einem solchen Modell müssen die journalistische Unabhängigkeit institutionell abgesichert werden; zugleich müssten Anreize für die journalistische Produktion geschaffen werden.

Ähnliche Debatten wurden bereits umfänglich für den Qualitätsjournalismus insgesamt geführt, so dass hier beispielsweise auf den Beitrag von Marie-Luise Kiefer (2011) zur „Schwierigen Finanzierung des Journalismus“ in M&K, Jg. 59 (1) verwiesen wird.

Leyla Dogruel

Veröffentlicht von

Leyla Dogruel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Arbeitsstelle Kommunikationspolitik/Medienökonomie am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Freien Universität Berlin. Sie hat 2013 zum Thema Medieninnovationen an der FU Berlin promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Medienökonomie, Medieninnovationen und die Zuwendung zu digitalen Medien.

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