Das Rathenower Riesenfernrohr

Das größte Brachymedial der Welt steht in Rathenow, südlich vom Sternenpark Westhavelland in Brandenburg. Gebaut wurde diese Superfernrohr als Bürger-Initiative nach dem Zweiten Weltkrieg, initiiert durch einen zugezogenen Schlesier namens Edwin Rolf. Er arbeitete später als Auftragswerkstatt für die Akademie der Wissenschaften und braute noch zwei große Astrokameras daneben, die aber nicht erhalten sind. 

Nachdem ich gestern einen Vortrag darüber hielt, möchte ich daran erinnern, dass ich im Rahmen der Recherchen zu meiner Diplomarbeit (2008) von freundlichen Mitmenschen dieses Video erhielt und mehreren Archiven übergab.

Avatar-Foto

Veröffentlicht von

"physics was my first love and it will be my last physics of the future and physics of the past" Dr. Dr. Susanne M Hoffmann ist seit 1998 als (Kultur)Astronomin tätig (Universitäten, Planetarien, öffentliche Sternwarten, u.a.). Ihr fachlicher Hintergrund besteht in Physik und Wissenschaftsgeschichte (zwei Diplome), Informatik und Fachdidaktik (neue Medien/ Medienwissenschaft) als Weiterqualifikationen. Sie ist aufgewachsen im wiedervereinigten Berlin, zuhause auf dem Planeten Erde. Jobbedingt hat sie 2001-2006 in Potsdam gelebt, 2005-2008 saisonal in Mauretanien (winters) und Portugal (sommers), 2008-2009 und 2013-'15 in Berlin, 2010 in Hamburg, 2010-2012 in Hildesheim, 2015/6 in Wald/Österreich, 2017 in Semarang (Indonesien), seit 2017 in Jena, mit Gastaufenthalten im Rahmen von Forschungskollaborationen in Kairo+Luxor (Ägypten), Jerusalem+Tel Aviv (Israel), Hefei (China)... . Die einleitenden Verse beschreiben eine Grundstruktur in ihrem Denken und Agieren: Physik ist eine Grundlagenwissenschaft, die datenbasiert und mit dem Erkenntnisapparat der Logik ein Verständnis der Natur zu erlangen bestrebt ist. Es gibt allerdings auch Fragen der Welt, die sich der Physik entziehen (z.B. wie wir Menschen auf diesem Planeten friedlich, synergetisch und benevolent zusammenleben können) - darum ist Physik nicht die einzige Liebe der Bloggerin. Sie liebt die Weisheit und hinterfragt die Welt. Das Wort "Philosophie" ist ihr aber zu groß und das populärwissenschaftliche Verständnis davon zu schwammig, als dass sie sich damit identifizieren würde: hier geht's faktenbasiert zu. Ihr fachliches Spezialgebiet sind Himmelskarten und Himmelsgloben; konkret deren Mathematik, Kartographie, Messverfahren = Astrometrie, ihre historische Entwicklung, Sternbilder als Kulturkalender und Koordinatensystem, Anomalien der Sternkarte - also fehlende und zusätzliche Sterne, Sternnamen... und die Schaustellung von alle dem in Projektionsplanetarien. Sie versteht dieses Blog als "Kommentar an die Welt", als Kolumne, als Informationsdienst, da sie der Gesellschaft, die ihr das viele studieren und forschen ermöglichte, etwas zurückgeben möchte (in der Hoffnung, dass ihr die Gesellschaft auch weiterhin die Forschung finanziert).

1 Kommentar

  1. Nicht schlecht :

    -> https://www.youtube.com/watch?v=R7ovQPf6KYo

    -> https://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_Rolf

    Teleskope sind, Linsen meinend, vergleichsweise cool, die erlauben ab ca. 1600 beginnend die Beforschung des Äußeren aus dem Inneren, sozusagen.
    Linsen gab es schon lange Zeit, es ist unklar, wie gut sie funktionierten, fokussierten, wenn auch lange Zeit die Verbesserung des “Augenlichts” durch Optik und sogenannte Brenngläser, auch sozusagen der Erzeugung von Feuer nah, versucht worden ist, nicht der Blick ins Weltall, hier wäre dann Galileo Galilei zu nennen, dann Fernrohre meinend.
    Galileo Galilei war vergleichsweise zählebig, eigen und Wissenschaftler.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer

Schreibe einen Kommentar