Corona-Wüste

sieht wie ein Halstuch aus

Was wir von den Nomaden Nordafrikas lernen können:

  • Gesundheit ist das allerwichtigste
    (the greatest wealth is health)
  • dass man nur eine Rolle Klopapier pro Woche und Mensch braucht
  • Ruhe, Gelassenheit auch in Krisen
  • Solidarität (Wasser anbieten) und stets ein Lächeln für andere, auch wenn man (große) Sorgen hat
  • … und (!) wie man einen fröhlichen Mundschutz macht 
… wenn man unter Menschen geht, in einen Supermarkt hinein oder ein Vehikel des ÖPNV betritt, klappt man einfach einige Lagen hoch und hat einen Mundschutz. Den Rest kann man entweder einfach baumeln lassen (und straff ziehen, damit es nicht runterrutscht) wie im linken Bild – oder leger pber eine Schulter schlagen wie auf dem rechten Bild, damit es chic aussieht.
Ich war heute nur kurz so einkaufen und sah mir mehrfach erfreute oder gar fröhlich Augen über den anderen Mundschützen entgegen blitzen.

Wählt man dafür fröhliche Farben, wie dieses strahlende Sonnengelb, dann sieht es auch nicht so zum Fürchten aus und verbreitet keine Krankenhaus-Atmosphäre außerhalb von Krankenhäusern (z.B. in Supermärkten). 

WICHTIG
Wenn der Stoff so dünn ist wie bei meinem oben gezeigten Tuch, dann braucht man natürlich unbedingt mehrere Stofflagen: Es soll ja kein Hochzeitsschleier sein, sondern ein echter Schutz. 

Wieso ich das in der Wüste gelernt habe: Nun, der Kopfschutz, den sich die Männer wickeln, wenn sie auf Karawanen durch die Wüste laufen (wir würden Turban sagen, aber das weckt falsche Vorstellungen: nicht so wie Aladin als Prinz bei Walt Disney! sie nennen es Schesch), schützt einerseits wie ein europäischer Hut die Schädeldecke, aber er kann auch so gewickelt werden, dass er Mund und Nase bedeckt: Das ist vor allem bei Sandsturm oder bei Fahrten im Auto essentiell wichtig! 

eine Gruppe meiner Kollegen in Mauretanien ca. 2008: einer trägt gar keine Kopfbedeckung, der alte Mann rechts schützt nur seine Glatze (vor der Sonne), die beiden jüngeren links daneben schützen Kopf und Nacken, mein Guide-Kollege im Vordergrund, der mit mir zusammen mit den Europäern zu tun, hat das Tuch so unters Kinn gewickelt, dass er einen Teil des dicken schwarzen Tuchs über Mund und Nase klappen kann.
… damals konnte ich durch einen Felsen gehen 😉
und zwar sogar mit Mundschutz.
So würde es als Turban aussehen – aber da dürften bei einer Frau natürlich keine Haare hervorluken (und überhaupt, ist es ganz unüblich, dass Frauen sowas tragen; die Damen haben normalerweise andere Schleier). Es ist also kein Turban, was ich oben zeige, sondern nur ein einfach zu realisierender Mundschutz, der nicht nach Krankenhaus aussieht.
Susanne M. Hoffmann

Veröffentlicht von

"physics was my first love and it will be my last physics of the future and physics of the past" Die Autorin ist seit 1998 als Astronomin tätig (Universitäten, Planetarien, öffentliche Sternwarten, u.a.). Ihr fachlicher Hintergrund besteht in Physik, Wissenschaftsgeschichte und Fachdidaktik (neue Medien). Sie ist aufgewachsen im wiedervereinigten Berlin, zuhause auf dem Planeten Erde.

2 Kommentare

  1. Corona ist für gesunde Menschen nicht gefährlich. Deswegen ist es wichtig, gesundheitsbewusst zu leben. Außerdem muss die Wirtschaft ökologisch umgebaut werden. Mehr dazu auf meiner Internetseite (bitte auf meinen Nick-Namen klicken).

  2. Super,
    ein Mundschutz kann auch modisch sein.
    Frau Hoffmann, sie präsentieren die positive Seite der Koronakrise.

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