Mind Pod oder Ape Paw – Does (A) IT matter?

Wie man aus der Nachrichtentechnik weiß, kann Rauschen die Erkennung von Mustern bei schwachen Eingangsreizen verbessern, indem durch die Hinzufügung des Rauschpegels ein Schwellenwert überschritten wird, welcher sonst nicht erreicht würde, Jürgen Jost1 Möglichkeiten zum neuen Millennium Am Ende eines Jahres besitzen wir die Möglichkeit der Reflexion. Zwischen Ende Dezember und Anfang Januar erhalten wir die seltene Gelegenheit, für ein paar Tage das Rauschen und den Lärm der Welt zu unterdrücken und Signale und Signalmuster zu verstärken. Wir können Energie und Kraft tanken, über Dinge, Vorkommnisse und Beziehungen nachdenken und unsere Zukunft in dieser Zeit aktiv gestalten. Was erwarten Menschen vom “The Brain and the Computer-Blog”, Tensornetz? Vielleicht, dass der Autor etwas von sich Preis gibt? Oder etwa Pro und Contra der beiden Themen “Gehirne und Computer”?

Viele von Ihnen denken vielleicht, dass ich aus der Theorie komme. Das ist nicht der Fall. Ich musste mein ganzes Leben lang immer wieder praktische Probleme lösen. Als Ingenieur, Journalist, Consultant, Manager, Geschäftsführer etc. Da gerade Weihnachtszeit ist, erinnerte ich mich an ein eigenes Weihnachtserlebnis vor 40 Jahren. 1983 bekam ich meinen ersten Computer an Weihnachten geschenkt. Die Freude war riesig, die psychologische Erwartungshaltung hoch. Der hohe Erwartungshorizont ging aber zunächst mit einer hohen Enttäuschung einher. Was war passiert? Die Anfangseuphorie des Computers währte nicht lange, denn der “Rechner” mit 13-Zoll-Bildschirm, Datasette, Floppydisk und konventioneller Tastatur, verstand die deutsche Sprache nicht! Nun war ich als Kind vor eine knifflige Aufgabe gestellt: Ich konnte mit dem Computer nicht kommunizieren. Was macht man mit einem “toten” Rechner? Wegwerfen? Weitergeben? Nein, ich eignete mir eine neue Sprache und Programmierung an. Ich lernte eine Maschinensprache, um mit der Maschine zu kommunizieren.  Warum war das ein Muss? Es gab noch keine Icons oder Desktop-Publishing als Alias (Verbindung). Steve Jobs hat das auf den Punkt gebracht, als er sagte. “Menschen sollen mit Computern kommunizieren können, ohne eine proprietäre Maschinensprache zu lernen.” Heute fragen wir uns: “Haben wir das erreicht?” Ja und Nein. Wir fliegen zu hoch und zugleich zu tief; es scheint, als befinden wir uns in einem Zwischenstadium gefangen.

Design-Computer Silicon Graphics (SGI) 1998! Aber immer noch: klassische Tastatur und Monitor

Die neue Künstlichkeit Damals hätte ich nie gedacht, dass sich so wenig in der EDV verändert. Zwar haben wir eine Transition von Röhren auf Transistoren, Client-Server-Modellen, SSD Flash-Disks, von der CPU zur GPUs (Graphic Processing Units) und nun auch noch “spezialisierten Chiplets” von Nvidia (H100, H200) und Microsoft erlebt; teils die Wandlung von serieller auf parallele Informationsverarbeitung, aber keine echte Transkription oder gar Translation wie in der Biochemie. Zwar gibt es 2024 Spracheingabe-Hardware mit Alexas und Siris, neuere Antirausch (generativ) Software und auch Middleware mit Unreal 5.2., aber die Mehrheit der Menschheit gibt immer noch Sprache und Befehle über eine konventionelle Tastatur ein, die jederzeit in Echtzeit ausgelesen und ausspioniert werden kann. Warum sind wir heute nicht weiter? Warum gibt es nicht andere Computersysteme als die Von-Neumann-Mauchly-Turing-Architekturen? Zu teuer? Architektonisch unmöglich? Möchte die Industrie das nicht? Was würde der Designer Luigi Colani sagen, wenn er noch lebte? Was würden Babbage, Leibniz, Nixdorf, Pascal, Shannon, Schickardt, Tarski, Zuse, etc. heute sagen? Wir gewinnen heute zunehmend den Eindruck, als gäbe es im Technologiebereich kaum ein anderes Thema als eine sogenannte “KI” oder “A-IT”, “Artificial Information Technology“, wie ich es nenne. Das ist gerade ein Riesenhype. Dabei sind Maschinen nichts anderes als Maschinen. Menschen mit Gehirnen arbeiten anders wie ich das im Beitrag “Aliencomputer”2 und seit 2019 auf dieser Plattform berichte. So belegte doch auch Dennis Gabor, der geniale Physiker, dass Maschinen dumm sind! Maschinen fehlen die Eigenschaften von Menschen, so z.B. organische Selbstreproduktion, selbstorganisierte Struktur und Metabolismus (Stoffwechsel). Ganz vereinfacht gesprochen: Das Ertasten und Be-greifen eines Menschen (z.B. eines Kindes) mit seiner Um-Welt. Das fehlt doch der Maschine!

Warum ist das Gehirn denn im Kopf des Menschen? Nicht weil der Kopf rund ist und die Gedanken dadurch die Richtung wechseln, sondern weil es im Kopf unendlich viele Verbindungen zu anderen Supernetzen im Körper gibt. Ja Unendlich! Nicht 100 Milliarden x 100 Mrd. x 150 Billionen, sondern viel mehr. Unzählbar. Das Gehirn ist nicht nur das älteste, sondern auch das komplexeste Werkzeug im Universum und das wichtigste Werkzeug des Menschen. Vor allem ist es das Unterscheidungsmerkmal des Menschen! Damit ist der Mensch in eigener Art und Weise höchst individuell und einzigartig ausgestattet. Dieses einzigartige “Musterwerkzeug” sollten wir daher besser nutzen lernen. Was heißt das? Nun, erst einmal Denken, bevor wir in Aktionen mit Menschen und Maschinen treten. Oft gehen Menschen Ad Hoc in Aktion und es geschieht Chaos statt Ordnung. “Erst die Menschen, dann die Maschinen”, unserem Motto des “Blitz-Instituts” folgend.

Wann kann man Maschinen einsetzen? Maschinen können eher in speziellen Aufgaben vertreten sein, wo es um sehr hohe Rechenleistungen geht, die Menschen wirklich überfordern. Hierin können Computer schnell und nützlich sein, weil sie präzise arbeiten. Wenn man jedoch selbst nicht präzise formuliert, kommt auch keinerlei Präzision heraus. Ein falscher Buchstabe bei der Eingabe reicht schon und es kommt zu gar nichts. Ergebnis Null. Inhaltlich sollten Menschen zudem alles, was in den Internetzen steht, doppelt prüfen. Das gilt übrigens auch für Rechenmodelle. Eine zu starke “Rechenmodell-Gläubigkeit” in der Wirtschaft und Wissenschaft, der Realwirtschaft, der Finanzmärkte, Klima- und Wettermodelle, können auch in die Irre führen. Wichtig ist, Daten, Funktionen und Differentialgleichungen nicht 1:1 unreflektiert zu übernehmen und linear zu extrapolieren, sondern regelmäßig in Zusammenhängen, die sich verändern können, auch zu überprüfen.

Maschinen als Simulanten und für Entscheidungen? Vor allem dürfen und sollten wir nicht Entscheidungen von Menschen auf Maschinen abgeben! Norbert Wiener warnte in seinem Werk Kybernetik (s.u.) davor! Warum? Nun, ganz einfach, Maschinen sind Simulanten. Sie simulieren Realität. Vor allem simulieren Maschinen Menschen. Der Unterschied zwischen der realen Welt und der nicht-realen Welt wird so in echten und virtuellen Simulationen zukünftig entschieden werden. So z.B. in der Kriminalistik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft und da sollten wir alle unseren Verstand wach und klar halten und nicht weitere Verzerrungen in Netze mit Maschinen einführen, die zu Chaos führen. Der Aufruf der Industrie, dass alle Menschen jetzt sich mit Maschinen beschäftigen und lernen sollen 11/2022 (Open AI, Microsoft) bzw. 2/2023 (META, früher Facebook), erscheint wie ein großangelegter Hilferuf. Es scheint, als ob die Industrie nicht aus eigener Kraft Innovationen der Maschinen und Technologien selbst erzeugen kann. So kommt es zumindest bei vielen Personen an. Was passiert hier? Wenn Menschen mit Maschinen trainieren, wird es erst einmal zu noch mehr Künstlichkeit und Verzerrungen kommen. Natürlich entwickeln sich Maschinen mit den Menschen weiter, bei dieser Art und Größe der globalen Skalierbarkeit. Es ist ähnlich wie beim Wikipedia-Effekt, die Systeme und Netze verbessern sich -mit so vielen “Helfern”. Wo es früher viele Fehler bei Wikipedia gab, herrscht heute Perfektion. Aber was bedeutet das für die Menschen? Die Helfer stellen sich selten solche Fragen.

AI und KI als Automation. Fragen Sie Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen, wie dem IT-Bereich, der Neurologie oder auch dem Trading3, so wird oft gesagt, dass alles, was jetzt sogenannte “KI” genannt wird, vor ein bis zwei Jahren unter dem Thema “Automation” lief. Aktuell wird marketingmäßig überzogen. Das Wort Intelligence in den Wörtern Artificial Intelligence bedeutet nicht Intelligenz, sondern Information. Intelligence steht für Informationsverarbeitung. Leider werden im Computerbereich die Wörter “Neuronale Netze” für künstliche Informationsverarbeitung in Maschinen als auch für organische Nervennetze des Menschen verwendet. Das führt zu Missverständnissen. Ich würde heute eine viel gravierende Formulierung treffen wollen, nicht Maschine Learning, sondern “Maschine Training”. Warum? Maschinen trainieren mit Hilfe vieler Millionen und Milliarden Datensätze und das über viele Monate. Maschinen besitzen weder ein Gehirnsystem, Denksystem noch die Basis: eine musterbildende organische Autoassoziation! Wenn man einmal den Unterschied zwischen menschlich-schöpferischen Lernen und mechanischem Trainieren verstanden hat, wird das sofort klar. So ist ein Computer kein musterbildendes Gehirn mit dissipativer Netzstruktur der Selbstorganisation, Selbstregeneration und Selbstheilung. Maschinen können nicht träumen und halluzinieren, auch tragen sie nicht zur “Demokratie” bei. Das können nun einmal nur Menschen. Hier sollten wir wach und aufmerksam bleiben.

Der Traum einer magischen Maschine: ist zugleich faszinierend als auch furchtbar. 1. Faszinierend kann es sein, nicht im dem Sinne der Frage nachzugehen „Können Maschinen denken“ (Turing)4, dann nämlich müsste man erst einmal definieren was “Denken“ überhaupt bedeutet. Genauso übrigens äquivalent zum “Lernen” von Menschen und Maschinen. Wichtiger wäre es zu fragen: „Wo, wann und wie können Maschinen den Menschen unterstützen?“ Bei welchen monoton-mechanischen Arbeiten können Maschinen den Menschen helfen? Wir drehen die Frage einmal um: “Wie können wir Anreize für Menschen für ihre schöpferische Tätigkeiten schaffen, so dass Menschen ihre Talente passend einsetzen können?”

2. Furchtbar und besorgniserregend wird der Maschinentraum, wenn Maschinen zum Monitoring von Menschen eingesetzt werden. Wenn wir Computer zur Überwachung von Menschen einsetzen. So z.B. a la NSAPrism und Skynet-Programmen, die z.B. im Film Snowden5 von Oliver Stone (Drehverbot in den USA) anschaulich gezeigt werden. Oder auch im Buch von Katharina Zweig Die KI War’s6. Hier geht es auch um Spionage, Überwachung und Ausschnüfflung von Menschen. Es geht hier um Verdachtsfälle von Journalisten, die ungerechtfertigterweise auf einer Terror-Liste landen, aufgrund falscher Geheimdienst-Datengenerierung. Es kann nicht sein, wenn man einmal die falsche Person trifft, dass man sein Leben lang von den Geheimdiensten auf Schritt-und-Tritt überwacht wird. Das passiert mittlerweile immer öfter.

KI als Spionagetool Menschen, die merken, dass sie “ausgeschnüffelt” werden, nehmen Handy, PC-Tablet und Laptop aus den Gesprächsräumen mittlerweile heraus, denn die Mikrofone und Kameras von den Digital Devices sind offen. Ist das unsere Zukunft? Dass wir ohne Technik mit unseren Freunden und Partnern beruflich und privat vor die Tür gehen? Um finanzielles und gesundheitliches vertraulich zu kommunizieren? Ohne “Wanzen”! Jeder Mensch kann das im Alltag nachvollziehen, denn wenn Sie über Themen, wie z.B. Markenschuhe reden, bekommen Sie bei der nächsten Internetrecherche gezielt Markenschuhwerbung. Das nervt uns an und hat mittlerweile große Ausmaße angenommen. Alle wollen unsere Daten: Regierungen, Ministerien, Parteien, politische Gruppen, Industrien und Clans. Und viele Menschen geben ihnen die Daten. Sogar sehr gerne. Super, oder?

Auch sollten wir gerade deshalb immer genau überlegen, was wir inhaltlich über die Netze einmal um den Erdball für Dritte sichtbar herum schicken. Die Realität sieht jedoch ganz anders aus. Menschen telefonieren kaum noch, Menschen treffen sich immer weniger, sondern schreiben immer mehr E-Mails, die um die Welt gehen. E-Mails, die zu permanenten Missverständnissen, Explosionen und Streitereien führen. Anstatt wenn das Gefühl aufkommt, es stimme etwas nicht, zum Telefonhörer zu greifen und anzurufen, das Gespräch zu suchen und die Missverstädnisse auszuräumen. Es scheint als ob gar nicht mehr überlegt wird, was denn offen und was privat, was intim und wertvoll ist. So werden z.B. Geschäftspläne (auch von Start-Ups) digital über Internetze unverschlüsselt und offen für alle anderen (Staat, Mitbewerbern und Kopisten) lesbar und einsehbar verschickt. Da gibt es sogar Wettbewerbe! Das Potenzial einer Firma über Internetze einmal um den Globus, ist das nicht verrückt? Auf der anderen Seite werden die Informationen gerne verwendet. So nehmen Ideenklau, Erpressungen und Cyberdelikte zu.

Überlegen Sie selbst einmal: Haben Sie jemals von den innovativsten Firmen der Welt wie z.B. Amazon, Apple, Ali Baba, Disney, Ebay, Hulu, Mercedes Benz, SAP, Shell, Tesla, Waymo… gehört, dass sie bei Wettbewerben mitgemacht haben? Haben diese Firmen Subventionen von Ministerien erhalten? Geld als eine Art Medizin oder Ersatz für Kunden? Diese Entwicklung ist künstlich. Dabei sind die Ministerien überall bei Start-Up-Events involviert und möchten beraten. Der Staat und Ministerien möchten Unternehmer beraten? Wie bitte? Ein Beispiel: Um einen neuen komplexen Flughafen zu bauen, sollten sie dazu schon etliche Flughäfen in vielen Ländern vorher gebaut haben. Politiker und Ministerien sind da die falsche Adresse. Politiker sollten aus den Unternehmerentscheidungswegen rausgenommen werden, weil es sonst keine Entscheidungen gibt.

Was ist das Ziel eines Unternehmens? Denken Sie mal selbst nach. Kunden zu bekommen? Ein festes “Ja!” Subventionen können abhängig machen, ähnlich wie ein Alkoholiker, der mehr Alkohol bekommt, anstatt vom Alkohol loszukommen. Er kommt aber nicht mehr von den Subventionen los. Schlimmstenfalls hören die Unternehmer auf und gehen selbst zum Staat zum Ministerium und arbeiten frustriert dort weiter! So ist dann auch Schluss mit Start-Up oder Unternehmertum, Unternehmergeist und Mindset. Einige Menschen die ich kenne wurden dadurch sogar krank. Krankheiten beginnenn oft mit psycho-neuronal- -immunologischen Befindungsstörungen! Gerade auf der Arbeit. Ist das die Lösung? Noch einmal: Was ist das Ziel von Unternehmen? Der Kunde in der Wirtschaft ist das Zentrum, nicht Gelder vom Staat. Die Wirtschaft ist der Motor einer Demokratie. Jetzt möchte der Staat selbst die Wirtschaft sein? Verrückt, oder! Eine neue weitere Künstlichkeit.

Handyverbote an Schulen in verschiedenen Ländern Es ist auch kein Zufall, dass Neuseeland ein Handyverbot an Schulen 2024 erlässt7. Auch die Niederlande ist hierbei am überlegen. Frankreich hat das bereits 2018 umgesetzt. Deutschland noch nicht. Warum machen Frankreich, Neuseeland und die Niederlande bei Handys in Schulen dicht? Weil immer mehr Lehrer und Eltern merken, dass durch eine zunehmende Digitalisierung die Konzentrationsfähigkeit ihrer Kinder nicht nur abnimmt, sondern Kinder zum Teil nicht mehr richtig sozialisiert werden können. So werden Kinder und Jugendliche immer weniger lern-, und entwicklungsfähig. Das Schlimmste ist: Menschen werden selbst zu Maschinen. Sie sind nicht mehr selbständig. Hier entstehen neue Krankheitsbilder, wenn Kinder stundenlang auf Monitore glotzen und immer mehr mit Maschinen anstatt mit Menschen zu tun haben. Vor allem Filme in hohen Geschwindigkeiten überfordern sie, anstatt eigene Gedanken und Fantasien in ihren Geschwindigkeiten und Lerntypen, z.B. durch Literatur und dem Vorlesen der Eltern entwickeln zu können; Geht es im Kern des Lebens nicht darum, mit echten Menschen zu spielen, zu lachen und mit echten Menschen zu lernen? Kritische Literatur und deren Beweisführung (Autoren wie Manfred Spitzer mit Digitale Demenz8und “Cyberkrank9) fehlen hier oft. Warum? Nun, man geht erstens gegen eine IT-Machtoligopolindustrie vor, die ihre Maschinenprodukte an Menschen verkaufen möchte; man geht zweitens gegen eine Politik vor, die gegen sinnstiftende Systeme arbeitet, damit Menschen keinen Sinn finden uns somit (wie Mediziner, Physiologen, Psychologen und Pädagogen bestätigen) stets unsicher und manipulierbar bleiben. Drittes geht man gegen Kultusministerien vor, die alles schön so halten möchten wie es ist und alles unter Kontrolle behalten möchten. Aber vieles ist und gerät außer Kontrolle, so dass solche Gesetze, wie ein Handyverbot an Schulen als ein rotes Alarmsignal gelten sollte. Eine warnende, schrillende Alarmglocke!

Wieners Warnung vor sozialen Verwerfungen durch Computerisierung Norbert Wiener, der Vater der Automation, warnte uns davor, viele Milliarden Maschinen einzusetzen, so wie wir das jetzt tun. Warum? Weil es mehr soziale Verwerfungen und Bedrohungen mit Maschinen für Menschen geben wird. Wiener erwähnt, dass nicht Maschinen und Computer für Menschen an sich gefährlich sind, sondern wie sie von Menschen, als auch Politikern und Regierungen als “spezielle Technik” eingesetzt werden. Dafür werden seit Jahren die Bedingungen geschaffen. Wiener schreibt: “Es liegt nicht an den Maschinen, sondern an der maschinenhaften und maschinenähnlichen Politik, die so beschränkt ist, als sei sie mechanisch entwickelt worden…” Die Maschinen und Computer stellen für die Gesellschaft eine soziale Gefahr dar, indem sie riesige Informationsmengen sammeln und verarbeiten und diese dem Staat eine absolute Kontrolle über die Persönlichkeit, und eine optimale Strategie für die Nötigung der Menschen zum Gehorsam und für die Unterdrückung Andersdenkender dienen… So entsteht ein Mechanismus, der aus widerspruchslosen, störungsfreien und mechanisch funktionierenden Robotern besteht. Die sozialen Bedingungen in denen diese Anwendungen von Maschinen geschehen, ermöglichten das… Das aber in der Tat wäre eine schlechtere Gesellschaft als eine Sklavengesellschaft oder Ameisengesellschaft. Menschen wären nicht vernunftbegabt, oder menschlich ihrer Bestimmung eingesetzt, sondern nur Zahnrädchen, Hebel und Stangen” (Wiener)10.

Mind Pod oder Ape Paw? Vielleicht ist es bei der neuen “Künstlichen Intelligenz” wie bei Jacobs “Affenpfote”11. So ist die Affenpfote bei Jacobs Geschichte ein Zaubertalisman, der alle Wünsche seines Herrn erfüllt. Dies jedoch im ganz anderen Sinne als von ihm erwartet. Sollten wir daher nicht aufhören mit den Maschinen zu übertreiben und endlich Strukturen für das Einfalten und Entfalten von Menschen zu erschaffen? Sollten wir nicht gerade jetzt überlegen, wo wir Maschinen abziehen und durch Menschen wieder ersetzen können? Gegen den Strom, gegen den Hype. Wo kann das sein? Überlegen Sie selbst!

Was kann jeder von uns tun? Ich selbst erlerne keine Maschinensprache mehr wie 1983, sondern versuche “die Sprache des Gehirns” zu lernen und zu verstehen. Das Gehirn- und Gedächtnisnetzwerk als unser Werkzeug für Wissen, verlustfreie Mustererkennung und Netzwerkbildung. Es stellt sich die Frage, ob wir das nicht alle tun sollten? Versuchen, dass wir uns als Menschen besser verstehen können, um die richtige Berufswahl und Bestimmung zu finden. Ist das nicht wichtig und bedeutsam? Ist das nicht lebensentscheidend? Anstatt uns kontinuierlich um Maschinen zu kümmern? Das Gehirn und deren Funktionsweisen können wir als Analogon für “menschliche Technologien” im Alltag verwenden; um das Leben zu erleichtern, damit wir optimaler lernen, uns besser entwickeln und organisieren können. Und später kommt dann auch die einfache Technik, die uns unterstützen kann. Aber eben nicht, dass einfache, primitive Technik unser menschliches Denken und Handeln bestimmt.

Noch ist es nicht zu spät. Wir sollten uns daher von unseren Bänken erheben und gegen eine zu starke Computerisierung vorgehen. In der Schule, Hochschule, Ausbildung und der Arbeit. Durch die ganze Gesellschaft hindurch -für eine neue Lebensqualität des Menschen. Mit einer neuen Menschlichkeit, einer neuen Aufbautheorie des Menschen und einer Abwendung der Hörigkeit der Maschinen. Die Frage existiert weiter: “Bleiben wir als Menschen oder werden wir verschwinden?” Wie oben in unserem Aufmacher-Bild als eine Art der Analogie des Menschen und der Maschinen. Lösen wir uns als Menschen in den Maschinenräumen auf, oder fangen wir jetzt endlich an, menschlich-organische Netzwerksysteme mit höherer Auflösung für unser Leben und die Arbeit zu erschaffen und zu exekutieren. In Produkten wie z.B. 2K-Handys, 4K-Fernseher, 8K-Kameras etc. ist eine höhere Auflösung eine Selbstverständlichkeit der Technologieentwicklung. Warum schaffen wir das nicht als eine Basis neuer Organisationsmodelle. Damit meine ich nicht politische Systeme, diese wollen sich nicht verändern und können es auch nicht. Sie sind ähnlich gefangen, wie wir in unserer klassischen Tastatur der 1980-er Jahre. Da helfen auch neue Parteien nicht. Das System müsste man komplett auf den Kopf stellen und das wird nicht zugelassen. Uns geht es vielmehr um die Wirtschaftssysteme, die Unternehmen in einer Gesellschaft der Organisationen. Und die Frage bleibt: “Wie können wir Menschen und Maschinen in eine integre Struktur organisch integrieren, die funktioniert und auch zukunftsfähig ist?” Jetzt sind Sie dran. Was meinen Sie zu diesem Angebot?

1 Jost, J: Mathematische Ansätze in der Kognitionsforschung, neue Konzepte d. Hirnforschung, Suhrkamp 1995

2 Blitz, D. in: Aliencomputer, Scilogs Spektrum, Tensornetz, Mai 2023: https://scilogs.spektrum.de/tensornetz/alien-computer/

3 TradingFragen an den Experten David Warney, in: Traders-Magazin, 12/2023

4 Turing, A., M.: Computing Machinery and Intelligence, Oxford Press, 1950

5 Stone, O. Snowden, Spielfilm: USA / Deutschland, Leonine Production, 2016

6 Zweig, K. in: Die Ki War’s -von absurd bis tödlich, Heyne Verlag 2023

7 Handyverbot Neuseeland, 12.2023: https://www.spiegel.de/panorama/bildung/neuseeland-will-handys-in-schulen-verbieten-lernen-ohne-ablenkung-a-3789de1d-60c9-4f16-b4cf-6b67f67e3bcf

8 Spitzer, M. Digitale Demenz: Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen, Droemer 2014

9 Spitzer, M.: Cyberkrank! Wie das digitalisierte Leben unsere Gesundheit ruiniert, Droemer 2017

10 Wiener, N., Kybernetik; Kybernetik und Gesellschaft, Moskau, 1958

11 Jacobs Geschichte der Affenpfote: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Affenpfote

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Unsere Themen im Tensornetz sind "Gehirne und Computer" als Beispiele der Netzwerke von Muster und Ordnungsbildungen. Unser Spektrum des Blitz-Instituts sind daher die Organisation kybernetischer und unkybernetischer Netzwerke; z.B. Netzwerk Universum, Netzwerk-Mensch, Netzwerk Erde, Netzwerk-Natur, Netzwerk Maschine, Netzwerkgruppen, Netzwerkteams bis zur eigens entwickelten Netzwerkprozessorganisation die Matrixorganisation und Projektorganisation ablösen kann. Dominic Blitz ist für ein persönliches Kennenlernen unter der E-Mail: db@blitz-institut.de erreichbar.

8 Kommentare

  1. Hallo Herr Blitz,
    Immer noch gesund und munter, still going strong ?

    Was beunruhigend ist , in unserer Zeit, das sind die automatischen Anrufbeantworter, bei denen man eine 1 drücken muss, wenn man den Reifenwechsel wünscht, dann eine 2 wählen muss, wenn man andere Wünsche hat, nur als Beispiel. Für eine Frage braucht man dann gefühlte 5 Minuten, bis man sie bekommt.

    Aller Fortschritt der technischen Möglichkeiten verblasst, angesichts dieser Entwicklung. Der Mensch wird “überflüsig”.

    wo soll man sich beschweren ? Nutz ja nichts, weil die Beschwerdestelle eine KI ist. Was können wir noch tun, außer uns beschweren ?
    Die Frage ist an Sie gerichtet !

    • Danke für Ihre Frage. Wir sollten bei den Menschen anfangen und eben auch hier -genau dort. Die Menschen haben die Möglichkeit die Maschinen abzustellen und wieder Menschen einzustellen. Die beiden Automobil-Firmen Toyota und Tesla haben dies übrigens schon vorgemacht…Abzug der Maschinen, Aufbau von Menschen…

  2. Dominic Blitz,
    Danke für den Rat. Beim nächsten Autokauf werde ich Toyota berücksichtigen.

    Aber….es gibt sie immer noch die hilfsbereiten Menschen. Die unbekannte nette Dame in der Telefonzentrale, die hat herumtelefoniert und nach Hilfe gesucht.
    Sie blieb leider erfolglos. Dafür hat eine Organisation geklänzt, ein Automobilclub, der mittlerweile mehr Mitglieder hat als die kath. Kirche in Deutschland .
    Und……der Grund dafür, der ADAC lässt niemand im Regen stehen, der kommt und hilft und auch noch erfogreich.

    • Danke Herr Wiedemann für den interessanten Aspekt der automatisierten Telefonzentrale. Sicherlich sind Sie da nicht der Einzige, der da ein wenig unruhig wird. Ich habe die beiden T-Autofirmen nicht als Werbung genannt, sondern als Beispiele, wie man Menschen wieder einstellt und Maschinen und Roboter herauswirft. Nach einer Maschienwelle und Robotikschwelle. Daten sind nicht alles, es ist die Frage wie der kluge einzelne Mensch die Daten deutet und interpretiert. Das zeichnen doch Genies wie Leibniz (der Erfinder des Computers), Berger (der Erfinder des EEGs) und unseren Herrn Gutenberg aus Mainz (Der Erfinder des Buchdrucks) aus. Vor allem ist Motivation, Motivation und wieder Motivation des Menschen entscheidend. Oft zerstören wir diese in unseren sozialen Systemen bewusst und unbewusst. Die Kernaussage meines Artikel ist, gut und genau zu überlegen inwieweit wir Maschinen anstatt Menschen die Kontrolle über uns und unser Leben überlassen.

      • “Die Kernaussage meines Artikel ist, gut und genau zu überlegen inwieweit wir Maschinen anstatt Menschen die Kontrolle über uns und unser Leben überlassen.”

        Sie sind dabei in guter Gesellsschaft, Karl Marx benannte das Problem anders, er sprach von der Entfremdung und das ist es , was den Menschen Angst macht.
        Wenn die Arbeitswelt den Menschen vereinsamt.

        Das Überlegen ist schon mal ein Anfang, dass die Menschen überhaupt das Problem der Automatisierung erkennen, und als Problem erkennen.
        Wie können wir die Kontrolle über unser Leben zurückgewinnen ?
        Ich weiß es auch nicht.

        Benützen Sie mein Pseudonym !

        • Entfremdung, Vereinsamung und Isolation sind die Worte. Genau. Wir können unser Leben wieder zurückgewinnen, in dem wir ganz einfach Johann Wolfgang von Goethe folgen: Den Menschen folgen und auch der Natur. So können wir durchaus wieder viele Spaziergänge in der Natur mit Menschen und Menschengruppen in einer gemeinsamen Erfahrung unternehmen. Aber die Wälder scheinen leer zu sein und Goethe Thron scheint leer zu stehen.
          Nur wir können das ändern. Die deutsche Kultur ist auch im Wald zu sein, in der Natur zu sein.
          Jeder Mensch hat das selbst in der Hand, ob wir der Industrie unsere kostbareste Zeit und unser Daten schenken, stundenlang auf Monitore glotzen; oder unsere Zeit mit Menschen und der Natur verbringen.
          “Carpe Diem”, Nutze den Tag! -wie es im “Club der Toten Dichter-Film” heißt. Eine Weisheit als eine Analogie des Lebens…

  3. @Blitz: “Herrn Gutenberg aus Mainz (Der Erfinder des Buchdrucks) aus. Vor allem ist Motivation, Motivation und wieder Motivation des Menschen entscheidend.”

    Ja, es wäre prima, wenn man Herrn Gutenberg oder Martin Luther jetzt noch einmal fragen könnte, ob sie es sich so (Geschäfts-Sinn über den wirklich-wahrhaftigen Sinn des Lebens) gedacht haben – Um das ganzheitlich-ebenbildliche Wesen Mensch zu werden, also die vernunftbegabte KI Mensch der Schöpfung zu Gott/Vernunft, braucht für die Überwindung der Probleme des geistigen Stillstandes seit Mensch erstem und bisher einzigen geistigen Evolutionssprung (“Vertreibung aus dem Paradies”) …!?
    👋😇 Möglichkeiten von/in geistig-heilendem Selbst- und Massenbewusstsein in wirklich-wahrhaftig Freiem Willen, anstatt Konfusion von/zu gleichermaßen unverarbeitet-instinktiv-gepflegte Bewusstseinsschwäche in Angst, Gewalt und egozentriertem “Individualbewusstsein”.

    Denn die Steuerung des holographischen Universums …!?
    ✌😇

    • Hallo Horos, Ja Dankschön. Ich habe Gutenberg rausgenommen, weil es einfach zu viel an Text und zu detailliert war. Motivation ist das Entscheidendste überhaupt beim Menschen. Ein festes “Ja”!
      Zu viele Maschinen zerstören Menschen, wie Wiener warnte. Eine gute Dosis Mensch, Natur und später Maschinen kann uns als Menschen jedoch bewahren. Natürlich sind Maschinen wichtig, aber ihr Einsatz wird oft falsch angewendet. Das sollte uns nachdenklich stimmen. Oder?

      “Lost Paradiese” hatte ich mir als Titel überlegt, habe diesen Titel jedoch als zu negativ verworfen. Er ist auch schon vorhanden. Unser Nachbar und Brite Ridley (Scott), den ich sehr schätze, bediente sich hier bereits. Zum Thema Bewusstsein: Bewusstsein heißt für mich nicht nur Philosophie und Mathematik, wie es oft global gehandelt wird, sondern die psycho-physische Architektur des Gehirns als “eine Sprache” zu lernen und zu verstehen- Und damit kommen wir immer wieder zurück zur Biologie, Evolution und zum Kosmos. So schreiten wir als Weltengänger stets nach vorne und zurück: zu Ihrer Schlussinie des (kosmischen) Hologramms… DB

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