Corona – Wann ist es endlich vorbei?

Am Wochenende hat die Bundesregierung das deutschlandweite Kontaktverbot verkündet. Viele Leute fragen sich inzwischen wie lange wir eigentlich die aktuellen Quarantänemaßnahmen durchziehen werden müssen. Denn eines ist sicher: mit 14 Tagen ist es sicherlich nicht getan.

Wenn wir Tausende Tote wegen Coronavirusinfektionen wie es sie derzeit in Italien gibt vermeiden wollen, dann brauchen wir langfristige Maßnahmen. Aber was heißt das genau? Wie lange müssen wir die soziale Isolierung noch durchhalten?

Schätzungen bieten keine Gewissheit

In der letzten Woche sind erste Modellrechnungen aufgetaucht, die uns verraten sollen, wie streng und vor allem wie lange wir Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus durchführen müssen.

Vorab: die wissenschaftlichen Daten und Zahlen zu Corona ändern sich ständig. In diesem Artikel schauen wir uns Modellrechnungen an – das sind also Rechnungen von Wissenschaftlern wie Epidemiologen, die Schätzungen durchführen.

Schätzungen aufgrund der Daten, die wir bisher gesammelt haben (die aber nicht unbedingt vollständig sind – bspw. gibt es eine hohe Dunkelziffer bei den Infizierten, viele tauchen in den bisherigen Statistiken gar nicht auf).

Es sind Schätzungen aufgrund von Zahlen, die wir von vergleichbaren Virusepidemien aus der Vergangenheit kennen.

Aber eben auch Schätzungen, die auf vagen Annahmen beruhen und nicht immer auf tatsächlichen Zahlen. Die sehr mutig sind und komplett falsch sein können, was am Ende einer Modellrechnung extreme Auswirkungen haben kann.

Kurz gesagt: Wie gut wir einem Modell vertrauen können, dass seine Vorhersage tatsächlich zutrifft, ist sehr unsicher.

Es ist aber die beste Möglichkeit einer Einschätzung, die wir zum jetzigen Zeitpunkt für die Zukunft machen können.

Britische Experten rechnen vor

Eines der momentan am meisten beachteten Modelle stammt vom Imperial College in London, also aus Großbritannien. Die Wissenschaftler haben sich in dieser Rechnung angeschaut wie sich bestimmte Maßnahmen auf Infektionsraten und Krankenhauseinweisungen in Großbritannien und den USA (also nicht Deutschland, aber dennoch damit vergleichbar) auswirken.

Diese Studie lieferte so gravierende Ergebnisse, dass die britische Regierung ihre bisherige Strategie im Kampf gegen das Corona-Virus komplett umgekrempelt hat. Vielleicht habt ihr mitbekommen, dass Großbritannien zunächst die Ausbreitung des Virus ungehemmt laufen lassen wollte. Also keinerlei Maßnahmen zur Isolierung von Bürgern ergreifen wollte.

Nach Veröffentlichung der Modellrechnung hat sich die britische Regierung dann aber doch für eine Isolierung seiner Bürger und Schulschließungen entschlossen. Was war der ausschlaggebende Punkt dafür?

Schauen wir uns die Studie einmal genauer an. Die englischen Forscher haben in ihrer Modellrechnung mehrere Szenarien betrachtet:

Wie entwickelt sich die Ausbreitung des Virus, wenn wir

  1. überhaupt nichts tun, um das Virus einzudämmen.
  2. Leute, die sicher infiziert sind isolieren. Und zwar entweder nur diese Menschen oder auch alle engen Kontaktpersonen (also zum Beispiel auch alle in einem Haushalt wohnenden Familienmitglieder).
  3. Schulen und Universitäten schließen, also Orte, an denen sich viele Menschen versammeln.
  4. wie aktuell bei uns in Deutschland das „social distancing“ durchführen. Hier noch mal unterschieden zwischen:
  • was passiert, wenn wir nur Risikogruppen isolieren (also ältere Leute oder solche mit Vorerkrankungen, die ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf haben)
  • oder aber die gesamte Bevölkerung ihre sozialen Kontakte deutlich reduziert (so wie wir das hier in Deutschland momentan handhaben).

Was waren die Ergebnisse?

Im ersten Szenario, also wenn wir überhaupt nichts tun, um die Virusausbreitung einzudämmen, verbreitet sich das Virus exponentiell.

Der Vorteil: es kommen relativ schnell die meisten Menschen mit dem Virus in Kontakt (Kurve steigt an), machen die Infektion durch und werden immun gegen das Virus. Es baut sich also sehr rasch eine sogenannte „Herdenimmunität“ in der Bevölkerung auf, sodass die weitere Ausbreitung des Virus von ganz alleine gestoppt wird (die Kurve fällt wieder ab). Wenn genügend Menschen immun gegen das Virus sind (momentan rechnet man mit Zahlen von 60-70%), dann stecken sich auch keine weiteren mehr damit an. Klingt also erstmal ganz vernünftig.

Jetzt kommt das große Aber: Wenn sich viele Menschen in kurzer Zeit mit dem Virus anstecken, kommen wir auch relativ schnell an den Punkt, an dem sich aktuell Italien befindet (höchster Punkt der Kurve). Nämlich, dass die Zahl der Menschen, die schwer erkranken und im Krankenhaus behandelt und beatmet werden müssen, die Kapazitäten unseres Gesundheitssystems überschreiten. Das wird in diesem Szenario zum Problem.

Eine ungebremste Ausbreitung des Virus überlastet das Gesundheitssystem sehr schnell.

Es sterben dann sehr viele Menschen, die nicht behandelt werden können, weil es nicht genügend Beatmungsgeräte, Ärzte und Pflegekräfte gibt, um alle gleichzeitig zu versorgen. Dann kommt die „Triage“ zum Einsatz: Ärzte müssen die unmenschliche Entscheidung treffen welche Patienten sie noch behandeln können und welche man, hart gesagt, zum Sterben zurücklässt. Das will man natürlich niemanden zumuten.

Laut den englischen Epidemiologen sterben in diesem Szenario bis zu zwei Millionen Menschen alleine in den USA.

Was ist aber, wenn wir uns die anderen Maßnahmen anschauen?

Also was passiert, wenn wir sicher infizierte Menschen und all ihre engen Kontaktpersonen gezielt isolieren?

Oder wenn wir nur die Risikogruppen isolieren? Also nur die Alten und Vorerkrankten zu Hause bleiben, damit sie sich nicht anstecken? Als Argument wird hier häufig angeführt, dass sich ja dann die gesunden jungen Menschen schnell infizieren könnten (Stichwort: Corona-Parties) und damit helfen die so notwendige Herdenimmunität in der Bevölkerung schnell aufzubauen.

Auch das haben die Wissenschaftler durchgerechnet und sind zu dem Schluss gekommen, dass diese Maßnahmen (egal ob alleine oder in Kombination) es ebenfalls nicht schaffen würden die Ausbreitung des Virus so gut einzudämmen, dass ausreichend Intensivbetten für schwerkranke Patienten zur Verfügung stehen. Mit anderen Worten: selbst dann sterben immer noch zu viele Menschen, die es eigentlich nicht müssten. Das drastische Ergebnis: Man hätte achtmal so viele Patienten, die man beatmen müsste, als man beatmen kann.

Das sind natürlich Zahlen aus England und den USA. In Deutschland haben wir zum Glück beinahe doppelt so viele Intensivbetten pro Einwohnerzahl. Allerdings schätzen Experten, dass auch bei uns die Kapazität des Gesundheitssystems in diesen Szenarien überschritten werden würde.

Verschoben ist nicht aufgehoben

Was sich in der Studie gezeigt hat, ist, dass die Kombination verschiedener Maßnahmen – nämlich die Isolierung von Infizierten PLUS die Schließung von Schulen und Universitäten PLUS eine generelle Kontaktreduzierung der gesamten Bevölkerung – die Infektionszahlen so niedrig halten kann, dass unser Gesundheitssystem es gerade so schafft alle Schwerkranken zu versorgen.

Die Crux dabei: es bildet sich in der Zeit aber keinerlei Herdenimmunität in der Bevölkerung aus. Niemand steckt sich an, niemand wird immun. Sprich: sobald die Maßnahmen beendet werden und die Leute sich wieder fröhlich draußen verabreden, schnellen die Infektionszahlen wieder in die Höhe. Und das Spiel geht von vorne los – wir stehen also wieder vor demselben Problem wie jetzt, denn verschoben ist nicht aufgehoben!

Wir können natürlich diese umfangreichen Isolierungsmaßnahmen auch nicht für immer durchführen – das ist völlig illusorisch.

Und ja es ist richtig, wir gewinnen durch diese Maßnahmen Zeit. Zeit, um mehr Intensivbetten anzuschaffen und das medizinische Personal aufzustocken. Zeit, um ein Medikament zu entdecken. Oder auch Zeit, um einen Impfstoff zu entwickeln, der die Bevölkerung schützen kann, indem er sie gegen das Virus immun macht.

Nur wie lange dauert das? Laut Schätzungen können wir frühestens in einem Jahr mit der Verfügbarkeit eines Impfstoffs rechnen. So lange können wir aber keinen kompletten Lock Down durchhalten – die Folgen für die Wirtschaft und die Gesellschaft wären katastrophal.

Man muss also versuchen realistisch durchführbare Maßnahmen zu ergreifen. Realistisch heißt: Maßnahmen, die über längere Zeit durchgehalten werden können. Und die gleichzeitig eine Immunisierung der Bevölkerung erlauben ohne das Gesundheitssystem zu überlasten.

Aber ist das überhaupt möglich?

ON-OFF-Taktik als Hoffnungsschimmer

Bei den englischen Epidemiologen steht derzeit folgende Lösung hoch im Kurs: ich nenne sie mal die „ON-OFF-Taktik“.

Wir müssen die strengen Isolierungsmaßnahmen wie mit einem Lichtschalter immer mal wieder an- und abschalten.

Das heißt wir beobachten ganz genau die Zahl der schwerkranken Patienten auf den Intensivstationen und sobald eine gewisse Grenze überschritten ist, halten wir uns streng an die soziale Distanzierung (ON), um weitere Infektionen und damit auch Schwererkrankte zu vermeiden.

Sobald die Fallzahlen wieder sinken und die sich die Situation wieder entspannt, können die Maßnahmen dann gelockert werden (OFF). Kinder können wieder zu Schule gehen und Menschen sich draußen verabreden.

Sobald die Zahl der Erkrankten aber wieder zu stark zunimmt, werden die Isolierungsmaßnahmen wieder verschärft (ON). Es ist also ein ständiges Auf und Ab, sodass sich die Erkrankung in mehreren Wellen in der Bevölkerung ausbreitet und zwar solange bis eine Herdenimmunität entsteht oder aber der Impfstoff verfügbar ist.

Mit der ON-OFF-Taktik lässt sich ein Totalkollaps des Gesundheitssystems vermeiden, aber zu welchem Preis?

Diese Strategie hat den Vorteil, dass wir ab der zweiten Erkrankungswelle schon Menschen haben, die gegen das Virus immun geworden sind. Also zum Beispiel Ärzte und Pflegekräfte, die jetzt ohne Risiko arbeiten können und somit auch das System aufrecht erhalten.

Aber wie lange müssten wir sowas durchhalten?

Glaskugel für die Zukunft

Das Wellenmodell mit der ON-OFF-Taktik erscheint zumindest realistischer als den kompletten Lock Down für mehrere Monate bis Jahre durchzustehen. Natürlich sind auch hier die Kosten für Gesellschaft und Wirtschaft enorm.

Aber es gibt immerhin Isolierungs-Pausen, in denen immer mehr Leute immun werden können und damit auch der Gesellschaft für die nächste Welle wieder zur Verfügung stehen.

Das ist natürlich ein Szenario, welches man bisher nur rein theoretisch durchspielt. Deutsche Experten kommen zu dem Schluss, dass man diese Strategie in Deutschland durchführen könnte. Mit dem Wellenmodell könnte man die Fallzahl konstant in einem so niedrigen Bereich halten, sodass man alle schwerkranken Patienten versorgen könnte.

Die schlechte Nachricht aber ist: man müsste das Ganze zwei Jahre durchhalten. Zwei JAHRE. Das erscheint unvorstellbar. Die englische Studie zeigt uns also: wir brauchen eine andere Lösung und zwar schnell. Wir müssen sobald wie möglich ein Medikament finden oder einen Impfstoff entwickeln. Und bis dahin die Isolierungsmaßnahmen sinnvoll treffen.

Die nächsten Wochen und Monate werden uns mehr Klarheit bringen, denn wie zu Beginn schon erwähnt, sind das alles bislang nur Modellrechnungen, die auf ungenauen Schätzungen beruhen.

Wir werden in nächster Zeit immer realere Daten haben, die wir in die Rechnungen miteinfließen lassen können. Daten, mit denen wir besser einschätzen können, wie gut die bisherigen Maßnahmen schon greifen und wo man noch nachsteuern muss.

Vielleicht haben wir um Ostern herum eine gute Entscheidungsbasis, die es Politikern erlaubt, nicht mehr auf Sicht fahren müssen. Eine seriöse Grundlage aufgrund von echten Daten, um zu entscheiden welche Maßnahmen wir in Deutschland wann und vor allem wie lange tatsächlich sinnvoll durchführen werden müssen. Wir können es nur hoffen.

 

Quellen: und weiterführende Links

Englische Modellrechnung:

https://www.imperial.ac.uk/news/196234/covid19-imperial-researchers-model-likely-impact/

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie:

https://www.dgepi.de/en/recent/article/aktualisierte-stellungnahme-der-deutschen-gesellschaft-fuer-epidemiologie-dgepi-zur-verbreitung-des-neuen-coronavirus-sars-cov-2/109

NDR Podcast mit Virologe Prof. Drosten von der Charite Berlin:

https://www.ndr.de/nachrichten/info/Coronavirus-Update-Die-Podcast-Folgen-als-Skript,podcastcoronavirus102.html

Marlene Heckl

Veröffentlicht von

Marlene Heckl ist Ärztin und promoviert an der Ludwig-Maximilians-Universität über den Einfluss von Tumorsuppressorgenen bei Ovarial- und Endometriumskarzinomen. Seit 2012 schreibt die Preisträgerin des renommierten "Georg-von-Holtzbrinck Preis für Wissenschaftsjournalismus" über medizinische und wissenschaftliche Themen, die ihr am Herzen liegen. Anfangs erschienen ihre Beiträge bei medizinischen Portalen wie DocCheck und Thieme, 2016 folgte dann ihr eigener Blog Marlenes Medizinkiste, der nun auch bei den SciLogs zu finden ist. Kontakt: medizinkiste@protonmail.com

21 Kommentare

  1. Danke für den objektiven Artikel.

    Idee: Was würde passieren, wenn sich gesunde Familien, gesunde Studenten etc. bewusst für eine Infizierung durch den Hausarzt entscheiden würden? Ich meine mit gewissen Vorbereitungen, um dann umgehend in häuslich Quarantäne für 14 Tage zu gehen und die erwarten, eher milden Verläufe der Krankheit zu durchleben. Das wäre doch eine kontrollierte Situation ohne exponentielles Wachstum, oder? Natürlich nur auf freiwilliger Ebene. Wenn eine Nachbarsfamilie / ein Rentner im gleichen Haus Ängste hat, dann spendiere der Staat einen zweiwöchigen Luxus-Hotelaufenthalt in den leeren Hotels oder so. Ziel wäre, mehr als 60% der gesunden Bevölkerung freiwillig und kontrolliert infiziert zu haben. Wäre dann der Spuk nicht ggf. kontrolliert schnell vorbei? Ist es nicht so, dass nun eh auf 60 – 70% infizierte und dann immune Personen in Modellen ausgegangen wird, aber eben nach dem Zufallsprinzip? Verschiebt das Zufallsprinzip den Ausschlag des Pendels nicht eher in die Richtung, dass es die gefährdete Gruppe trifft?

    • Ja das wird immer wieder mal als Gedankenspiel überlegt. Aber das geht rechtlich und moralisch kaum: auch bei jungen, gesunden Menschen ohne Vorerkrankungen kommen (zwar nicht so häufig, aber dennoch) schwerwiegende und selten sogar tödliche Verläufe vor (man weiß aber vorher nicht wen es trifft!). Hätte man sie bewusst und gezielt infiziert, träge man daran eine Mitschuld.

      • Also ich persönlich wäre bereit das Risiko in einer kontrollierten Umgebung auf mich zu nehmen. (Sofern ich die Erkrankung nicht bereits als eine Art schwere Grippe durchgemacht habe.)

  2. Zu D. Taucher:
    Ich empfinde diese Festlegung auf diese 60-70 Prozent wiederum als eine Art “Verschwörungsglaube”, da niemand bisher solche Erfahrungen mit diesem Virus gemacht hat und selbst Virologen irren können. Mit sollen Zahlen werden nur weiter Angst und Panik geschürt .Politiker, Virologen, Mediengestalter, der Mann auf der Straße- sie alle können im Moment keine konkreten Aussagen über den weiteren Verlauf geben da dieser wohl auch vom Verhalten der Menschen in Krisensituationen abhängt. Das chinesische System zeigt, dass man diesen Virus eindämmen kann ohne auf solche Horrorzahlen zu kommen.

  3. Sowohl monatelanger LockDown als auch ON-OFF-Taktik sind rein ökonomisch gesehen nicht durchzuhalten.

    Die beste Lösung wäre die alleinige Quarantäne der Infizierten. Dazu muss man aber die Infizierten kennen und die kennt man heute nicht, weil nur wenige getestet wurden. Sobald es aber billige und schnell auswertbare Massentests gibt, kann man zum Tracking (Bewegungsdaten über Mobilfunk-App live auswerten) allein der Infizierten übergehen. Mit Contact-Tracing kann man auch alle überprüfen, mit denen ein Infizierter Kontakt hatte.
    Taiwan ist übrigens bereits in dieser Richtung unterwegs. In Taiwan gibt es keinen vollständigen Lockdown sondern das Leben läuft fast normal weiter. Allerdings gibt es Test-Drivins und ein Contact-Tracing der Infizierten.

  4. Also ich wünsche die Pandemie dauert solange bis wir an einer radikalen Veränderung hin zur reinen Vernunft des Zusammenlebens nicht mehr vorbeikommen.
    Es muss kaputtgehen was uns kaputt macht, jetzt bald, damit das ohne atomare Apokalypse klappt, für zweifelsfrei-eindeutige Wahrheit in einem menschenwürdig-globalen Gemeinschaftseigentum OHNE …!

  5. Ich denke, dass eine Kombination aus Intervallmodell und medizinischem Fortschritt letztlich die Lösung sein wird. Durch Medikamente werden hoffentlich die Liegezeiten im Krankenhaus zunehmend kürzer und die Überlebenschancen besser. Die westliche Welt sollte keine ethisch höchst fragwürdigen Experimente durchführen, während China sogar die Wirtschaft komplett dicht gemacht hat. Ein kollektivistisches Land, in dem das einzelne Leben (vermeintlich) viel weniger zählt als hierzulande. Wenn die westliche Welt jetzt die moralische Bankrotterklärung anmeldet, dann wird die Zeit der Hegemonie vorbei sein. Endgültig. Ein Jahr mit On/ Off und absehbarem medizinischem Fortschritt schaffen wir. Die Menschenrechte dürfen nicht beim ersten Wanken über Bord geworfen werden.

  6. Wir brauchen ein UNKORRUMPIERBARES Menschenrecht auf KOSTENLOSE Nahrung, MIETFREIES Wohnen und KASSEN-/KLASSENLOSER Gesundheit, mit allen daraus resultierenden Konsequenzen/Möglichkeiten, denn wenn global GRUNDSÄTZLICH alles Allen gehören darf, hat die wettbewerbsbedingt-konfusionierende Symptomatik “Wer soll das bezahlen?” und “Arbeit macht frei” keine Macht mehr.

    Wenn wir nicht endlich anfangen eine neue menschenwürdige Welt- und Werteordnung OHNE … zu kommunizieren, dann wird die jetzt schon wankende “Ordnung” restlos den boshaften Konservativen und Rechten wieder in die Hände fallen – und die “Hurra-Party wir leben noch” wird sicher zur Abrechnung!

  7. Ich sehe es so ähnlich wie Martin Holzherr, jedoch sollten die Kontaktpersonen 1. Grades ebenfalls in Quarantäne genommen werden. Der Schwerpunkt sollte auf die Vermeidung unnötiger Kontakte gelegt werden, was die Gesellschaft ohnehin zu verstehen beginnt.

    Mit Massentests sollte das Virus möglichst wirkungsvoll „gejagt“ werden wie ehemals das Pockenvirus. Nach der ON – OFF Methode und mit den elektronischen Trackingmethoden (Contact-Tracing um die Infizierten besser herauszufinden) sollten die „Schwingungen“ so stark gedämpft werden bis sie letztlich aus sind und das Virus verschwunden ist.

    Der Schutz des Personals und die Vermeidung von Kontakten in der Gastronomie und im öffentlichen Verkehr ist extrem wichtig.

    Taiwan ist ein gutes Vorbild, auch weil die Menschen dort schon sehr erfahren mit der Abwehr von Virengefahren sein dürften.

  8. Die Schnelltests und die werden ja in absehbarer Zeit kommen, werden sicherlich noch mal zusätzliche Erleichterung bringen, weil immune Personen auch in Lockdown Phasen weiterarbeiten können. Wir müssen das als Gesellschaft solidarisch schaffen. Jegliche Lösungen, die eine Überforderung des Systems in Kauf nimmt und Menschen zum Sterben nach Hause schickt, bleibt völlig inakzeptabel. Wenn uns Menschenleben weniger wert sind als in Regimen mit Todesstrafe, ist der Westen dem Untergang geweiht.

  9. @Delischer Taucher 24.03. 02:26 Infektionsimpfungen

    Ich finde die Idee vom Delischer Taucher gar nicht mal so verkehrt. Man müsste das dann mit ausgewählten ganzen Haushalten machen, falls die betroffenen Erwerbspersonen 14 Tage lang verzichtbar sind. Also gezielt infizieren, für 14 Tage Vorräte beschaffen und die Krankheit entspannt überstehen. Danach sind die Immun, und können vielfältig z.B. im Gesundheitssystem eingesetzt werden. Gerade könnte man mit denen sogar damit anfangen. Bei 10 % der Bevölkerung, die gleichzeitig im Infektionsurlaub sind, hätten wir in 3 Monaten so 60 % immunisiert, und gleichzeitig keine Risikopatienten dabei gefährdet.

    Das ist doch im Prinzip dieselbe Logik, mit der man Masernimpfungen begründet: dort sollen sich alle Impfen lassen, damit einige kleine Kinder nicht infiziert werden können, weil die noch nicht geimpft werden können. Der einzige Unterschied ist hier, dass die gezielte Covid19 Infizierung deutlich größere Nebenwirkungen als die Masernimpfung hat. Aber wenn es als Einziges wirklich hilft und praktikabel sowie auch freiwillig ist?

    Das Potential einer richtig gravierenden weltweiten Wirtschaftskrise wird womöglich wesentlich mehr jetzt junge und gesunde Menschen in den armen Ländern dieser Welt durch Armut und Hunger töten, als wie das Virus an alten und ziemlich kranken Menschen maximal töten könnte. Ein ON Off für einen Zeitraum von 12 Monaten und danach ein Impfstoff, der die Krise dann beendet, wäre wohl unterm Strich doch tödlicher als wenn wir den Kampf einfach aufgeben. Eben wegen der Milliarden von wirtschaftlichen Existenzen, die dabei drauf gehen würden.

    Ich habe jetzt eigentlich nur noch die Hoffnung, dass wir eine natürliche Sommerpause bekommen und derweil einen praktikablen Massentest entwickelt werden kann, womit sich dann in der Kombination mit Smartphonetracking die Infektionsketten beenden lassen.

    Dass es für die Ärzte eine fürchterliche Zumutung wäre, entscheiden zu müssen, wen sie zum Sterben in ein Nebenzimmer schieben müssen, ist nachvollziehbar. Aber das allein in Deutschland Millionen von Kleinunternehmen ihr Lebenswerk verlieren, ist für die Betroffenen Unternehmer vergleichbar fürchterlich. Es geht nicht nur ums Überleben, sondern auch ums Leben im Leben.

    Eine Bekannte hat einen kleinen Tapetenladen, und dachte sie kann jetzt effektiv Hilfe beantragen. Ne, geht kaum. Sie müsste erstmal einen Berg Papierkram erledigen, und würde die Staatsbeihilfe über die Sparkasse als Kredit ausgezahlt bekommen, die dann doch 7% Jahreszins verlangt und gleichzeitig keine geöffneten Filialen mehr hat. Wenn jetzt sukzessive 2 Monate Kontaktverbot zusammenkommt, steht sie hinterher mit einem Berg Schulden da, und kann Harz4 beantragen. Soweit war jedenfalls der Stand der Dinge gestern, was die Hilfe für Kleinunternehmer angeht.

    Ich möchte nicht wissen, welche Folgen das Jahr ohne Urlaub in den südeuropäischen Ländern haben wird, zumal die betroffenen Länder schon vor Covid19 fast pleite waren. Angesichts dessen erscheint mir die Idee mit den sukzessiven Infektionsimpfungen für Haushalte ohne Risikofaktoren als das kleinere Übel.

    • Früher soll man z.B. bei der Bekämpfung der Aphthenseuche (Maul und Klauenseuche) ähnlich vorgegangen sein.

      Die Bauern haben wenn eine Kuh krank wurde, absichtlich alle Kühe im Stall infiziert, damit die Seuche gleichzeitig auftritt und auch wieder gleichzeitig alles vorbei ist und die wirtschaftlichen Folgen möglichst kurz zu tragen sind. Rund 30% der Rinder sollen verendet sein, der Rest war immun.

      Wie Frau Heckl schon gesagt hat, ist derartiges wegen der potentiellen Lebensgefahr, auch wenn sie mit grob geschätzt nur 0,5 % nicht besonders hoch sein dürfte, unter den derzeit gegebenen Umständen beim Menschen nicht tragbar.

  10. @Marlene Heckl 25.03. 17:50 Infektionsimpfungen

    „Hätte man sie bewusst und gezielt infiziert, träge man daran eine Mitschuld.“

    Ja nun, wenn man aber genug Freiwillige hätte? Vorher noch eine Untersuchung, ob man nicht doch eine Risikoeigenschaft hat, würde die Gefahr noch mal reduzieren. Wenn man dazu noch sowieso einen Pandemieverlauf hat, in dem nach 12 Monaten On-Off-Verfahren sowieso dann inzwischen 30% infiziert wurden, bis endlich eine Impfung durchgeführt werden kann, würde die Hälfte bis dahin sowieso unkontrolliert infiziert gewesen sein. Aber eben so, dass sie Menschen aus den Risikogruppen infiziert haben. Bei einer kontrollierten Infektion aller im Haushalt lebenden Personen wird dagegen sichergestellt, dass keine Person aus den Risikogruppen angesteckt wird.

    Wir müssen gucken, wie die Sache weitergeht. Schnelle Massentests und Handy-Tracking könnten viel bringen, vielleicht das Problem sogar noch zügig lösen können. Wenn nicht, könnte man die Infektionsimpfungen zumindest als eine Teillösung in Betracht ziehen, meine ich. In Kombination mit einer zukünftigen Impfung, die z.B. nur zu 50% wirksam ist, wäre das ein Weg schneller eine Situation zu bekommen, wo die allgemeinen Kontakteinschränkungen wieder zurückgenommen werden können, und das Leben wieder weiter gehen kann. Oder wenn man demnächst Medikamente zur Therapie der Krankheit hätte, die nur teilweise wirksam sind, stände die Infektionsimpfung auch gleich besser da.

    Ich habe in der Diskussion irgendwann gelesen, dass wenn man die Covid19 hatte und danach immun dagegen ist, dass man dann gegen einen eventuellen neuen Coronavirus, der vielleicht in 10 oder 20 Jahren aufkommt, auch einen gewissen Immunschutz hätte. Da ich jetzt Ende 50 bin, und die Todesrate für mich im Moment überschaubar ist, wäre ein Immunschutz gegen eine zukünftige Pandemie dann genau richtig, weil ich dann wegen meines dann fortgeschrittenem Alter zu der Hochrisikogruppe gehören würde. Angesichts dessen würde ich mich freiwillig dafür melden, bei mir eine Infektionsimpfung zu machen. Hinzu kommt, das eine neue Corona-Pandemie auch noch sehr viel tödlicher verlaufen kann als diese hier. Und auch dann wäre ich durch die Infektion mit Covid19 eventuell teilweise geschützt.

    Das sind jetzt Argumente für eine Infektionsimpfung im eigenen Interesse. Dazu kommt dann die Vermeidung von vielen Todesfällen bei den Risikogruppen und eine schnellere Normalisierung des Lebens in einer ehemals freien Gesellschaft. Wenn dem nur die moralische Mitschuld der Ärzte im Wege stände, würde ich sagen, machen wir das trotzdem. In der Krebstherapie werden auch Medikamente verteilt, die einen manchmal schneller umbringen als der Krebs es alleine geschafft hätte. Das geht ja auch in Ordnung, wenn man vorher eine genaue Gesamtbilanz der Risiken gezogen hat.

  11. Die einfachste Methode zur Gewinnung eines aktiven Impfstoffes wäre,
    man züchtet die Viren in einer Gewebekultur, reinigt sie, und zerstört ihre RNA mit Röntgenstrahlung.
    Es genügt ja völlig, wenn Teile der Virushülle intakt bleiben.
    Frage: Würde das funktionieren?

  12. Nachtrag:
    Anstelle der Röntgenstrahlung könnte man auch Ultraviolett mit 260 Nanometern Wellenlänge verwenden.
    Die Proteine der Virushülle würden erst bei 280 Nanometern Wellenlänge mehr geschädigt werden.

  13. und werden immun gegen das Virus. Es baut sich also sehr rasch eine sogenannte „Herdenimmunität“ in der Bevölkerung auf, sodass die weitere Ausbreitung des Virus von ganz alleine gestoppt

    Leuchtet ein. Aber wie ist das, wenn gleichzeitig Grippe und Erkältungssaison ist?
    Da sich dieser “neue” Coronavirus sehr schnell im Nasen-Rachenraum, im Schleim ausbreitet und dort wohlfühlt, kann ich mir vorstellen, dass auch bereits immunisierte Menschen sehr wohl als Überträger in Frage kommen, sofern Sie unter einer “normalen” Erkältung leiden. Da wäre also Vorsicht geboten.

  14. Erst einmal
    Die permanente Konfrontation mit Viren und Bakterien hält das Immunsystem fit. Desinfektion, Kontaktsperren und insbesondere Quarantäne sind für Menschen mit intaktem Immunsystem kontraindiziert.

    Fakten
    Die wichtigste Zahl zur Bewertung war und ist – auch zukünftig -, die reale Infektionszahl sprich wie hoch der wahre Infektionsgrad der Bevölkerung ist, denn daraus ergeben sich alle anderen wichtigen Werte.

    Nach wie vor schreiben Medien von Infizierten obwohl sie getestet Infizierte schreiben müssten. Hier werden ganz gezielt Fake News verbreitet. Und im Ergebnis Irrationalität und Hysterie angeheizt.

    SARS-CoV-2 ist für die weit überwiegende Zahl der Betroffenen ohne schwere Folgen, nur wenige Prozent sind intensiv behandlungsbedürftig. Die Dunkelziffer der Infizierten ist weit höher als die Meldungen getesteter Infizierter, da aktuell mangels Kapazitäten nur bei Vorliegen von Symptomen, und somit nicht repräsentativ getestet wird. Damit ergibt sich eine Mortalitätsrate < 0,1 Prozent, kaum anders als bei einer Influenza. Die Diagnose des (alleinigen) Versterbens am SARS-CoV-2 ist bei potenziell multiplen Ursachen schwierig, und ob an oder (nur) mit Covid-19 gestorben wurde, wird insbesondere in den völlig überlasteten Krankenhäusern Spaniens und Italiens nicht mehr festgestellt.

    Zur quantitativen Orientierung (Influenza-Covid-19)
    2018 starben in den USA ~ 2.84 Millionen Einwohner bei einer Gesamtbevölkerung von ~ 327 Millionen. Das sind 7.780 pro Tag. Die Zahl der Todesfälle durch Influenza wurde im US-Winter 2018/2019 auf ~ 34.000 geschätzt.

    Seit dem Wochenende vom 21. März 2020 gibt es einen guten Anhaltspunkt zur Infektions-Bewertung. In Island wurden in der Woche zuvor ~ 5.600 einigermaßen zufallsmäßige Tests in der gesunden und nicht unter Quarantäne stehenden Bevölkerung durchgeführt. Das Ergebnis ist, daß am 21. März 2020 0,86% „gesunde“ (symptomlose) in Island lebende Menschen infiziert sind.

    Gemäß den täglichen Analysen von Professor Mark Handley der University College London ist bekannt, daß Island eine ähnliche Infektionsdynamik hat wie alle anderen kerneuropäischen Länder und im Verlauf ungefähr gleich früh wie Italien liegt. Daher ist zu vermuten, dass in Italien um den 16. März herum ebenso ca. 0,9% der gesunden Bevölkerung mit Covid19 infiziert waren. Also anstatt der damals offiziellen 28.000 Fälle waren es ~ 540.000 Covid-19-Infektionen.

    Die Dunkelziffer läge demnach bei einem Faktor 20. Bis zum 25. März 2020 müssten sich diese Zahlen vom 16. März bereits vervielfacht haben, entsprechend dem jetzigen Epidemieverlauf. Es ist daher damit zu rechnen, dass Italien mittlerweile mehrere Millionen Infizierte hat.

    Höchst wahrscheinlich sind die allermeisten Infizierer/Infizierten "kerngesund", sie wissen nichts von ihrer Corona-Virus-Infektion und wissen in einem größeren Bild allgemein nichts von weiteren ("ansteckenden") Bakterien und Viren „in“ ihnen, die für sie als „symptomloser Wirt“ auf andere Menschen respektive Lebewesen übertragbar sind.

    Bei genauer Betrachtung wurden zahlreich Hysterieopfer generiert, da, u.a. auf Grund unnötiger individueller Besorgnis (…bin ich infiziert?), Arztpraxen und Notaufnahmen von Menschen ohne bzw. mit milden Symptomen geflutet wurden/werden, und somit realen Notfällen die Behandlungsmöglichkeiten genommen werden.

    Der Infektiologe Prof.Dr.med. Ansgar Lohse vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf äußert u.a.
    …„Sowohl Kinder als auch die allermeisten von ihren jungen Eltern gehören nicht zur Risikogruppe. Je schneller diese Gruppe eine Infektion durchmacht, umso besser. Kitas und Schulen sollten deshalb bald wieder öffnen.“
    „Ich bin mit vielen Kollegen aus ganz verschiedenen Fachrichtungen im Diskurs, die ähnlich denken. Wir sind uns einig, dass wir nicht nur auf Corona schauen dürfen. Auf Dauer richten wir sonst zu große Schäden an. Viele Menschen werden leiden und sterben, weil andere Krankenhausbetten reduziert werden, weil soziale und ärztliche Dienste nicht mehr funktionieren, weil Menschen vereinsamt und andere zusammengepfercht leben müssen, weil Karrieren und Existenzen gefährdet werden
    .“…

    „Am Rande“ zum Nachdenken bemerkt
    Jeden Tag verhungern gemäß Welthungerhilfe 10.000 Kinder. Tag ein, Tag aus seit Jahrzehnten. Wen kümmert(e) es außer blablabla abzusondern?

  15. Die 5 Fragen von Prof. Sucharit Bhakdi über die Corona-Krise aus seinem Offenen Brief an Angela Merkel vom 26.03.2020 finde ich vernünftig und nachvollziehbar – sie müssen im Sinne einer vertrauenswürdien Kommunikation mit der Bevölkerung von der Bundeskanzlerin gewissenhaft beantwortet werden:

    Corona-Krise: Offener Brief an die Bundeskanzlerin von Prof. Sucharit Bhakdi (als Video)

    Der offene Brief in schriftlicher Form: https://www.docdroid.net/23IE5dj/sucharit-bhakdi-offener-brief-offentlichkeit-black.pdf

  16. Die alles entscheidende Frage, einmal nicht durch die Mundschutzmaske gefiltert: cui bono – wem nützt die Corona-Kampagne

    Ein ganzes Land zum Stillstand im öffentlichen Raum verurteilt! Klein- und Mittelbetriebe in den Ruin getrieben!- infolge einer Kampagne um ein Virus, daß in der Symptomatik einer ‚besseren Grippe’ entspricht; mit Todesraten, die gemessen an der Statistik der Todesrisiken durch Vergiftungen, Drogen und Alkohol, Unfälle im Straßenverkehr und im Haushalt, durch Selbstmorde und altersbedingte Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, sowie Atemstillstand bei asthmatischer Krisen, und vorallem anbetrachts einer allg. Norm-Sterberate; nicht zu reden von kriegerischen Einsätzen und Terror weltweit, eigentlich den ganzen Hype kaum gerechtfertigt hätte! Jeder Notfallpatient wird automatisch als potentieller Coronafall behandelt; die Orthopädiestation wird zur Intensiv-Isolationszelle umgerüstet, mit jedem trockenen Huster fällt der Mensch aus dem Raster seiner Verwertbarkeit im Alltag, und wird zum notorischen Patienten. Am ärgsten wirkt sich die Kombination von ‚ältere Person plus Atembeschwerden’ aus.
    Wem also nützt die ganze Kampagne? Dem Weltbanksystem, das mit vermehrten Krediten Länder und Leute in erpresserische Tilgungsverträge zwingen will, nachdem die lokale Kleinwirtschaft ruiniert worden ist; den Pharmakonzernen, die zum Problem auch gleich die Lösung in Form von Impfpräparaten auf den breiten+bereiten Markt bringen werden; die Digital-Konzerne wegen der Verlagerung sämtlicher Lebensäußerungen in den virtuellen Raum (e-commerce, e-government, e-office, e-learning, e-post, e-rotic, I-Pad, I-Pod, I-like, I-cum, I-die); die Effizienz der Überwachungsstrukturen bei der zunehmenden Vernetzung im „Internet der Dinge“.
    Die Parlamente tagen nicht mehr regulär, die demokratisch legitimierte Regierung ist abgesetzt. Die Volksvertreter haben die Richtlinien- und Entscheidungskompetenz den ‚Experten’ von Lobbyistenfirmen übertragen. Der gesundheitspolitische Sprecher ist de facto ‚Kanzler’, der seine Weisungen aus dem privatwirtschaftlichen Robert-Koch-Institut empfängt. Mit dem massenhypnotischen Mantra, oneworldtogether#bleibzuhause, werden wir vor die Bildschirme verbannt, und die MenschInnen draußen im Lande und an den Bildschirmen kommen sich garnicht bescheuert vor, beim sog. face-to-face-dinner am Tablet-Computer mit ihren Freunden allein vor dem Teller zu sitzen; keiner hegt irgendeinen Verdacht beim Download (freiwillig-unterZwang) einer Smartphone-App, die sämtliche Personen trackt, die in unserer Nähe stehen, oder bloß an uns vorbeigehen – denn jeder ist verdächtig, seinen Husten nur zu unterdrücken, um zu verheimlichen, daß er lediglich an einer Pollenallergie leidet. Wissen wir aber, wer uns noch alles auf Schritt und Tritt ‚trackt’; z.B. um herauszufiltern wessen Meinung inopportun ist? Der Mundschutz wird uns zum Maulkorb.
    Gewiß läßt sich der folgenschwere Egoismus von Individuen, die sich schlicht nicht den Mund verbinden lassen wollen, nicht mit dem globalen Narzißmus von Jeff Bezos (amazon), Mark Zuckerberg (facebook) und Bill Gates (Impf-Lobby), Elon Musk (Tesla), Larry Page & Sergey Brin (Google) vergleichen, da es sich bei diesen unzweifelhaft um wohlgesinnten Philanthro-Kapitalismus handelt. Deren Gewinnmargen machen unsere Verluste um Potenzen wieder wett. Die kleinen Läden um die Ecke wird keiner vermissen, wenn sie pleite sind, da wir unsere Dinge ohnehin nur online bestellen und von amazon per Überwachungsdrohne liefern lassen, die uns schon durch Gesichtserkennung an der Haustür ausgemacht hat. Können wir aber denn wissen, ob wir unseren jetzigen Kurzarbeitsplatz überhaupt behalten werden können, und wir nicht irgendwann alle selbst in einem der gigantischen Auslieferungslager von amazon unter den gängigen unmenschlichen Bedingungen schaffen müssen? Aber auch im Smart-Office herrschen sklavische Arbeitsbedingungen, 24/7-Erreichbarkeit, mörderische Erfolgsmargen, floatende Verträge für prekär befristete Tätigkeiten. Die ganze work-life-balance auf ein virtuelles Nichts gestellt. Flüchtige Zwecke zu einer sinnlosen Lebensführung, wofür wir uns mit nichtigen Event-Höhepunkten ausreichend entschädigt glauben. Unser ganzes Beziehungsnetzwerk online gestellt, unser gesamtes Wissen in der virtuellen cloud, unsere ethischen Bedürfnisse durch die digitale Petitionen und Spendenaktionen entlastet, merken wir nicht was wir eigentlich an Wirklichkeiten verlieren, weil wir sie noch nie vemißt haben werden.
    Die zwischenmenschliche Begegnung wandelt sich gegenwärtig sehr rasch, sie verliert bereits ihre vormalige Unbekümmertheit und wird mit einem generellen Mißtrauen aufgeladen. Wird der Händedruck jetzt aussterben, weil er einst so verpönt sein wird, wie das Rauchen von Zigarren? Tatsächlich konnte man schon Äußerungen vernehmen, daß der Bargeldverkehr eine Zumutung sei, weil da ja reales Münzgeld von Hand zu Hand gehe. Wer aber könnte wohl das allergrößte Interesse daran haben, daß wir künftig völlig bargeldlos handeln und wandeln. Wer dann nicht das digitale Malzeichen des Tieres aus der Johannes-Offenbarung trägt, kann weder kaufen noch verkaufen (ein beunruhigend aktueller Zusammenhang ergibt sich, wenn man bedenkt, daß der Buchstabe ‚w’ im Hebräischen der Bibel an sechster Stelle im Alphabet steht – www=666). Zu hoch spekuliert? Mitnichten, wenn man sich noch an die Aufdeckungen der pädophilen Pizza-Connection (Pizzagate-Affäre) in allerhöchsten Kreisen von Politik und Unterhaltungsindustrie erinnern mag, dann ahnt man schon, wer da eigentlich im Regimente sitzt. Die okkulten Satanisten der Musikindustrie und des Showbiz haben sich aktuell zu einer einträglichen globalen Netzgemeinde formiert für ein crowdfunding zugunsten der geopolitischen Machtinteressen von UN und WHO; damit auch das letzte Schäfchen zur Herde der Abhängigen von der digitalen Datenkrake getrieben wird. Wer nicht raus darf, fängt sich leichter in deren Netz.
    Schon kleine Kinder sagen inzwischen, daß draußen Spielen pfui ist, und der Fußball im Hof ein Makrovirus sei. Für die Kinder ist es hygienischer ihre Lebenszeit an der desinfizierten Spielkonsole zu vertun. Kinder im zweckfreien Offline-Spiel sind eben kein lukrativer Absatzmarkt für den Online-Handel.
    Die Menschen die uns begegnen, weichen uns weiträumig aus, da jedermann verdächtig ist; hin und wieder kommt es vor, daß Einer Wildfremden Desinfektionspray ins Gesicht sprüht; der unbedeckte Mund-Nasebereich wird zu einer ebenso tabuisierten Ekelzone werden, wie ‚Untenrum’. Berührungslose Bezahlsysteme ersparen uns den Umgang mit widerwärtigem Münzgeld; am Kundenschalter und in der Fahrerkabine wird der menschliche Erreger künftig vom androiden Leitsystem vergoogelt werden. Wer verdient dran mehr als die Digitalisierungslobbyisten; wer zieht daraus seinen Kollateralnutzen: der totalitäre Überwachungsstaat.
    Welche psychosozialen Auswirkungen wird dies alles auf den Menschen haben, der doch eigentlich ein naturaliter real analoges Wesen ist?
    Könnte sich die Corona-Kampagne tatsächlich nur als Test für künftig noch zu erwartende drastischere Eingriffe in die bürgerliche Rechts- und Gesellschaftsordnung erweisen? Wenn sich jetzt in Anbetracht willkürlich verkündeter Ausgangssperren, ungeachtet jedweder Sinnhaftigkeit, kein Widerspruch erhebt, werden wir nach Aberkennung unserer Bürgerrechte, Verlust der persönlichen Datenschutzrechte, diese auch nach Ende der ‘Pandemie-Übung’ zur NWO nie wieder in vollem Maße zurückerhalten!

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