It’s cuffing season!

Im (englischsprachigen) Volksmund beginnt mit dem Herbst nicht nur die olle Jahreshälfte mit dunklen, nassen und feuchtkalten Tagen, es beginnt auch die sogenannte Cuffing Season. Aber was steckt dahinter? Direkt ins Deutsche übersetzt bedeutet “to cuff someone” jemandem Handschellen anlegen. Dem Online-Nachschlagewerk “Urban Dictionary” zufolge, in dem englische Slang-Wörter von den User*innen selbst – nicht immer ganz ernst gemeint – übersetzt werden, handelt es es sich bei der Cuffing Season laut der beliebtesten Definition um folgendes: 
“The cold season when everyone’s coupling up, so you settle for a new bf/gf way below your standards. ~or~ you’re one of the smart ones who cozies up w Coors Light and your pupper bff.”
by Coors_Light February 05, 2020
Übersetzung: “Die kalte Jahreszeit wenn alle sich zu Paaren zusammenfinden, also suchst du dir auch eine·n Freund·in deutlich unter deinen eigenen Ansprüchen ~oder~ du bist smart und machst es dir stattdessen mit einem Bier und deinem Hund gemütlich.”
Die Definition mit den zweitmeisten Likes liest sich so:
“During the Fall and Winter months people who would normally rather be single or promiscuous find themselves along with the rest of the world desiring to be “cuffed” or tied down by a serious relationship. The cold weather and prolonged indoor activity causes singles to become lonely and desperate to be cuffed.”
by Pmack0711 September 20, 2011
Übersetzung: “Während der Herbst- und Wintermonate wünschen sich selbst Personen, die normalerweise eher Single oder promisk sind, gemeinsam mit dem Rest der Welt eine feste Partnerschaft. Das kalte Wetter und die viele Zeit drinnen sorgt bei Singles für Einsamkeit und den verzweifelten Wunsch nach einer Beziehung.”
Laienpsychologisch scheint man sich also einig zu sein, dass wir uns spätestens im Herbst nach Zweisamkeit sehnen. Was ist aber aus wissenschaftlicher Sicht dran an der Cuffing Season? Lassen sich empirische Belege für ihre Existenz finden? Dieser Frage widmet sich der folgende Text.

Finden sich im Herbst und Winter mehr Paare?

Um darauf eine Antwort zu finden, müssen wir uns zunächst fragen, welche potentiellen Faktoren auf eine Cuffing Season hindeuten könnten. Die offensichtlichste Hypothese ist, dass im (meteorologischen) Herbst und Winter mehr Partnerschaften entstehen als in den anderen beiden Jahreszeiten. Nur wie prüfen? Offizielle bevölkerungsrepräsentative Stichproben lassen sich nicht finden, aber einer Befragung des IfD Allensbach von 2012 zufolge, in der 1.613 Personen ab 16 Jahren befragt wurden, in welchem Monat sie ihre aktuelle Partnerschaft eingingen, lagen August, Mai und April auf den ersten drei Plätzen. Eher keine Herbstmonate, nicht wahr? Zumindest Rang 4 bis 6 allerdings sicherten sich die Monate September, Oktober und November (Statista Research Department, 2012), wobei sich aber nur im September mehr Paare fanden, als im monatlichen Durchschnitt über alle Monate des Jahres.

Was ist mit Hochzeiten?

Abgesehen davon, dass Menschen sich im Herbst und Winter vielleicht stärker danach sehnen, eine Partnerschaft einzugehen, so könnte auch jedwede stärkere Formalisierung einer Partnerschaft in diesen Monaten auf eine Cuffing Season hindeuten. Klassische Beispiele für “den nächsten Schritt” sind zusammenziehen, sich verloben, heiraten oder ein Kind zeugen. Wenn wir uns aber anschauen, welche Monate für Eheschließungen besonders beliebt sind, wundert es zunächst nicht, dass es eine starke Präferenz für die warmen, sonnigen Monate zu geben scheint (Statistisches Bundesamt, 2020a). Die Kurven der Jahre 2016 bis 2019 ähneln jeweils stark einer Normalverteilung mit einem Peak in der Mitte des Jahres.
Etwas genauer hingesehen, sind diese Kurven aber minimal linksschief bzw. rechtssteil, fallen also links flacher ab als rechts. In 2016 war der September als erster Herbstmonat immerhin der Monat mit den vierthäufigsten Hochzeiten, 2017 fanden im September sogar nach Juli die zweitmeisten Hochzeiten statt. 2018 landet der September auf einem soliden dritten Platz und 2019 war er wieder der zweitbeliebteste Monat für das Eintreten in den Bund der Ehe.
 

Und Geburten?

Die meisten Geburten im Jahr 2019 verzeichnete das Statistische Bundesamt in den Monaten Juli, August und September (Statistisches Bundesamt, 2020b). Rechnet man von da die durchschnittliche Schwangerschaftsdauer von 40 Wochen zurück, so scheinen 2018 September bis November die Monate mit den meisten Empfängnissen gewesen zu sein, genau der Herbst also. Um diese ersten Indizien aber stärker zu untermauern, müssen wir über den deutschen Tellerrand schauen. Denn in Ländern auf anderen Längen- und Breitengraden herrscht bekanntlich nicht notwendigerweise das gleiche Klima wie in Deutschland: In Argentinien beispielsweise, das auf der Südhalbkugel liegt, ist deren Herbst unser Frühling. Sollte an der Idee einer Cuffing Season, die sich auch in Geburtenraten niederschlägt, etwas dran sein, sollten die Monate mit den höchsten Geburtenraten also auch verschoben sein. Aber wieso nur Deutschland mit Argentinien vergleichen, wenn wir viel mehr Daten haben? Eine Heatmap, die Daten der UN zu Lebendgeburten je Land und Monat aus den Jahren 2000 bis 2015 visualisiert (UN Data, 2020), zeigt tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Geburtenrate, Jahreszeit und Längengrad auf (Chibana, n.d.). Auf der Südhalbkugel gibt es die meisten Geburten zwischen März und Mai, was in etwa der Verschiebung entspricht, die wir erwarten würden. Denn das deutet auf eine Empfängnis in den Monaten Mai, Juni und Juli hin, wobei April bis Juni auf der Südhalbkugel die Herbstmonate sind. Viele nordische Länder wie Finnland, Lettland und Russland hingegen verzeichnen Oktober als den Monat, in dem die meisten Schwangerschaften beginnen.

Das waren jetzt alles langweilige Statistiken –

Gibt es nicht auch Fachliteratur?

Breitengrad-Gradienten in der Geburtenrate weltweit

Und ob! Auch Fachtexte finden Breitengrad-Gradienten bei Geburten sowohl innerhalb der USA als auch weltweit (Martinez-Bakker et al., 2014) . Die höchsten Geburtenraten in den nördlichen Ländern (>50° N) verzeichneten die Autor*innen zwischen April und Juli, in Ländern auf den mittleren Breitengraden (20-50° N) lagen diese eher zwischen Mai und November. Länder nahe dem Äquator hingegen hatten die geringste Variation – die meisten Geburten gibt es hier zwischen September und November. Daten zur Südhalbkugel analysierten die Autor*innen nicht. Um diese Befunde nochmal zu Deutschland ins Verhältnis zu setzen: Deutschland liegt zwischen dem 47. und 55. Breitengrad nördlich des Äquators und berichtet in den Monaten Juli bis September die meisten Geburten. Und klar, der Sommer ist in den nördlichen Ländern eben auch kürzer, das Wetter wird früher usselig. Also beginnt vielleicht auch die Cuffing Season hier eher?
Exkurs: Einer Analyse mit repräsentativen Daten aus dem National Survey of Family Growth zufolge sind im Übrigen 87% Geburten gewollt und 13% ungewollt. Eine Saisonalität bei Geburten zeigte sich in diesem Datensatz lediglich bei gewollten Schwangerschaften, nicht so jedoch bei den ungewollten (Buckles & Hungerman, 2013).
Obwohl also die Geburtsraten weltweit offensichtlich einer Saisonalität folgen, stellen die Autor·innen um Micaela Martinez-Bakker erstaunt fest, dass die Treiber dafür noch nicht endgültig entschlüsselt sind. Man vermutet eine ganze Latte von sozialen, ökologischen und physiologischen Ursachen, wie Einkommen, Kultur, Ethnie, Feiertage, Regenmenge, kalte Winter und saisonal variierende Spermienqualität (für einen Überblick, siehe z.B. Bronson, 1995 oder Rojanski et al., 1992).

Saisonalität in der Empfängniswahrscheinlichkeit

Eine andere Studie untersuchte speziell die Saisonalität der Empfängniswahrscheinlichkeit, bzw. Fekundabilität, mit insgesamt 1.074 Paaren aus verschiedensten, meist europäischen, Ländern der nördlichen Hemisphäre mit Ausnahme von Neuseeland (Rizzi & Dalla-Zuanna, 2007). Fekundabilität bezeichnet dabei
“Emp­fäng­nis­wahrscheinlichkeit pro Mens­t­ru­a­ti­ons­zyklus bei Ab­wesenheit emp­fäng­nis­verhüten­der Maß­nahmen und regel­mäßi­gem Ge­schlechts­verkehr, ge­schätzt als Emp­fäng­nis­wahrscheinlichkeit pro Monat.”
(Mueller, 2018)
Die Paare durften keine Kontrazeptiva verwenden, nicht in ihrer Fruchtbarkeit eingeschränkt sein und die Frauen sollten zwischen 18 und 40 Jahren alt sein. Es wurden über mehrere Monate jeweils der Zyklus, die Anzahl ungeschützten Geschlechtsverkehrs im fertilen Fenster und, falls vorhanden, resultierende Schwangerschaften erhoben. Insgesamt resultierte das in einer Stichprobe von 10.508 menstruellen Zyklen, wovon schlussendlich aber lediglich 1.416 Zyklen von 472 Paaren in die Analysen eingingen. Die Empfängniswahrscheinlichkeiten pro Monat unterschieden sich zunächst nicht signifikant voneinander.
In der Folge nahmen die Autor·innen weitere verhaltensbezogene und biologische Eigenschaften der Paare in ihre Analysen auf, um für deren Einfluss zu kontrollieren. Wurde für die Saisonalität der präovulatorischen Dauer (Tage im Zyklus vor dem Eisprung) sowie die Saisonalität von Geschlechtsverkehr kontrolliert, zeigte sich eine Saisonalität. Diese war besonders ausgeprägt bei Frauen zwischen 27 und 31 wenn es im fertilen Fenster lediglich 1x zu ungeschütztem Verkehr kam. Die Verteilung der Empfängniswahrscheinlichkeit war hier zweigipflig, mit zwei Maxima (September und Januar) und zwei Minima (Dezember und März). Diese Effekte waren kleiner mit höherem oder niedrigerem Alter und einem Anstieg sexueller Begegnungen im fertilen Fenster. Die zwei Maxima der Empfängniswahrscheinlichkeit können wir als Indiz für eine Cuffing Season interpretieren, das Minimum im Dezember hingegen spricht eher dagegen. Hier wiederum könnte man die Kultur als potentielle Erklärung heranziehen: Die ach so besinnliche (Vor-)Weihnachtszeit ist doch, wenn wir mal ehrlich sind, allzu oft eher das Gegenteil – stressig ohne Ende. Vielleicht ist Kekse essen und Glühwein trinken im Dezember einfach wichtiger als Kinder zeugen, wenn man schon mal frei hat?

“love, actually”* funktioniert besonders gut, wenn’s draußen richtig kalt ist

Nähern wir uns der Frage nach der Existenz einer Cuffing Season doch einmal auf psychologischem Wege. Die Hypothese von Jiewen Hong und Yacheng Sun in ihrer 2011 im Journal of Consumer Research veröffentlichten Studie war, dass physische Kälte ein Bedürfnis nach psychologischer Wärme erzeugt, was sich wiederum in der Bevorzugung romantischer Filme niederschlägt. Grundlage dieser Annahme ist, dass Konsument·innen oft ihre Körpersignale bei dem Fällen von Entscheidungen heranziehen: Beispielsweise werde ich, wenn ich Hunger verspüre, vermutlich bald etwas zu essen besorgen, außer ich bin auf Diät. Der theoretische Ansatz wird als Gefühl-als-Information (z.B. Schwarz, 2012) bezeichnet und besagt nicht mehr, als dass auch körperliche Signale als Information benutzt werden, um Entscheidungen zu treffen. Interessanterweise unabhängig davon, ob diese Signale für die Entscheidung wichtig oder völlig irrelevant sind.

Die Experimente

In mehreren, clever designten, Experimenten konnten die Autor·innen Evidenz für ihre Hypothese sammeln: Versuchsteilnehmer·innen wurden zufällig einer kalt- oder warm-Bedingung zugeordnet und bekamen zu ihrer Aufgabe ein Glas Eistee oder eine Tasse warmen Tee zu trinken. Währenddessen wurden Sie gebeten, anzugeben, wie gern sie 12 Filme, die ihnen mit Titel, Kurzbeschreibung und Bewertung vorgestellt wurden, ansehen möchten. Dabei waren je drei Filme romantische Filme, Action-Filme, Komödien und Thriller. Am Ende der Aufgabe sollten sie auf einer 7-stufigen Skala mitteilen, wie kalt oder warm ihnen gerade ist. Tatsächlich war der Gruppe mit Eistee kälter als der Gruppe, die eine Tasse Tee getrunken hatte. Am wichtigsten aber ist der Befund, dass die Eistee-Gruppe im Mittel die romantischen Filme lieber ansehen wollte, als die Tee-Gruppe. Bei den anderen (Kontroll-)Filmgenres hingegen zeigte sich ein derartiger Effekt nicht.
In einem zweiten, als konzeptuelle Replikation angelegten, Experiment wurden die Teilnehmer·innen entweder in einen 16° Celsius kalten oder 23° warmen Raum gesteckt, während sie die gleiche Aufgabe wie in Experiment 1 absolvierten. Die Ergebnisse waren analog und unabhängig davon, wie gern die Personen romantische Filme im allgemeinen ansahen und wie ihre Stimmung zum Zeitpunkt des Experiments war. In einem dritten Experiment konnte gezeigt werden, dass dieser Effekt sich nur bei Personen zeigt, die romantische Filme auch tatsächlich mit psychologischer Wärme verbinden. Ein viertes Experiment zeigte, dass der Effekt verschwindet, wenn das physische Kälteempfinden den Teilnehmenden vor der Aufgabe bewusst gemacht wird.

Auch objektive Daten belegen den Effekt

Um die Sache auch mit objektiven Daten abzusichern, schauten sich Hong und Sun tatsächliche Ausleihen von DVDs via Post – Netflix in seiner heutigen Form gab es noch nicht in der Zeit aus der die Daten stammen – in Abhängigkeit vom Wetter, genauer Temperaturen als Hilfsvariable für physische Kälte, an. Es fand sich in der Tat ein, wenn auch sehr kleiner, Effekt: Wenn es draußen kälter wurde, stieg die Präferenz für romantische Filme an. Dabei wurde für andere Effekte, wie die generelle Vorliebe für romantische Filme und Effekte von Feiertagen, wie Valentinstag (in der Valentinstagswoche stieg die Präferenz für romantische Filme übrigens auch an!) und Ferien kontrolliert.
Und von physischer Kälte, die das Bedürfnis nach psychologischer Wärme aktiviert, ist es argumentativ nun auch nicht mehr weit zum Bedürfnis nach einem·r Partner·in, der·die dich warmhält, oder?

Zeigt sich die Cuffing Season auch im Online-Dating?

Scheinbar! Patrick Markey und Charlotte Markey untersuchten saisonale Trends der Google Keyword-Suche aus 5 Jahren und konzentrierten sich dabei auf Pornographie, Prostitution und Partnersuche (2011). Es zeigten sich bimodale Muster für alle drei Kategorien. Bei den Kategorien die zur Kontrolle analysiert wurden (Haustiere, Autoteile und bekannte Webseiten) traten keine solchen Muster auf.
Die Höhepunkte der Suchen lagen dabei für alle drei Kategorien in den Sommer- (summer vacation effect) und Wintermonaten (holiday season effect). Um ein Gefühl für die Größe des Effekts zu bekommen: Im Januar stiegen die Internetsuchen zum Thema Partnerwahl im Vergleich zum Jahresmittel immerhin um 5,7%.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Studie von Markey und Markey gab es die App, die das Online-Dating-Game auf die nächste Stufe heben sollte noch gar nicht. Tinder kam 2012 auf den Markt. Unternehmensdaten zufolge gibt es aber auch auf Tinder saisonale Effekte, die sie passenderweise Swipe Season nennen (Tinder, 2020). Am aktivsten sind die User·innen auf der App zwischen 1. Januar und 13. Februar. Im Schnitt wird in diesem Zeitraum 100x mehr nach rechts und links gewischt als in anderen Zeiträumen über das Jahr mit vergleichbarer Länge.

Fazit

Insgesamt deuten m.E. viele Statistiken und Befunde auf eine Saisonalität von Partnerwahl und Fortpflanzung hin. Ob ich hier jedoch genug wissenschaftliche Evidenz zusammengetragen habe, die das Ausrufen einer 5. Jahreszeit rechtfertigt, muss am Ende wohl trotzdem Jede·r für sich selbst entscheiden.

Literatur

PS: * Warum “love, actually” aus feministischer Perspektive ein nicht so cooler Film ist, findest du hier gut zusammengefasst: https://www.independent.co.uk/arts-entertainment/films/features/love-actually-richard-curtis-comic-relief-keira-knightley-a7643801.html
Und des Ausgleichs wegen hier ein etwas entspannterer Gegenentwurf zur Problematisierung des Films: https://www.bustle.com/entertainment/love-actually-isnt-problematic

Veröffentlicht von

Dr. phil. Jane Hergert erwarb ihr Diplom in Psychologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Für die Promotion ging sie ins Ruhrgebiet an die FernUniversität in Hagen, wo sie auch heute noch als Postdoc am Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie tätig ist. Entgegen der Denomination dieses Lehrstuhls interessiert sie sich in ihrer Forschung aber vor allem für das was uns Menschen zusammenhält bzw. gern auch mal auseinander treibt: Die Liebe und alles was damit im engeren und weiteren Sinne zu tun hat. In ihrer Dissertation, die von der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften der FernUniversität 2017 mit dem Dissertationspreis ausgezeichnet wurde, befasst sie sich beispielsweise mit den Ursachen sexueller Untreue.

2 Kommentare

  1. Zwei Fragen die ich schon immer den Expertinnen und Experten stellen wollte:
    Bei Ehepartnern oder Langzeitpartnern kann der absolute Abstand ihrer Geburtstage im Jahresrahmen zwischen 0 und 183 Tagen sein.
    Gibt es da eine Häufung bei den geringen Abständen der Geburtstage?
    In meinem sehr kleinen Nahbereich scheint es so zu sein.
    Man könnte auch ohne absolute Abstände auswerten, also von minus 182 bis plus 183 Tage.
    —–
    Gibt es eine Korrelation zwischen der Monatsblutung und dem Neumond?
    Das wäre ein Grund, warum der Vollmond ein Paarungssignal ist.
    Vermutlich ist dieser Zusammenhang nur noch bei Naturvölkern vorhanden.

  2. Wenn, dann könnte man dieses Thema eigentlich nur evolutionär/biologisch oder historisch erklären. Biologisch scheint mir nicht logisch, da die Herbst-und Wintertage kurz sind, somit in der Zirbeldrüse mehr Melatonin gebildet wird, was sich doch bio- logisch gesehen etwas “lähmend” auf den Sexualtrieb auswirken soll. Welchen Einfluss Melatonin auf andere Drüsen bezüglich der Ausschüttung des Kuschelhormons Oxytoxin hat kann die Wissenschaft zur Zeit wohl noch nicht beantworten (Kälte impliziert Wärme und die Suche danach, also körperliche Nähe, was selbst Tiere uns zeigen in dem sie eng beieinander liegen ) Andererseits zitieren sie den “Volksmund” und der basiert auf jahrhundertelange Erfahrungen. So hatten Bürger und Bauern im Mittelalter ihre eigentlichen Aktivitäten in den Frühlings-und Sommermonaten ,gab es doch noch kein elektrisches Licht und andere Heizmöglichkeiten bzw. Ablenkungen. Die dunkle Jahreszeit(Herbst/Winter) war damals mehr der Ruhe, Besinnung und Familie gegeben was besonders Einsiedlern(Singles) zu schaffen machte.

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