Ein hilfreiches Geschenk auf den Gabentisch der Entscheider

BLOG: Labyrinth des Schreibens

Die Suche nach dem roten Faden
Labyrinth des Schreibens

Ein Geschenk, das ich allen Führungskräften dieser Erde gerne auf den Gabentisch gelegt hätte, damit sie im Neuen Jahr 2008 so richtig souverän regieren und entscheiden können: Den längst sprichwörtlich gewordenen roten Faden der Ariadne. Dann kämen sie nicht immer wieder in so große Schwierigkeiten, die sich in den Medien dann etwa so niederschlagen:

Die Royal Academy of Arts in London hatte Ende 2007 große Probleme, 120 Bilder aus russischen Museen loszueisen, obgleich es eine direkte Absprache zwischen Wladimir Putin und Tony Blair gab, also auf allerhöchster politischer Ebene, und die Zusagen und die Sicherheitszertifikate längst vorlagen. In allerletzter Minute gab die oberste russische Kulturbehörde dann doch noch ihr Plazet.

Was dem Berichterstatter mehr Probleme macht, ist hingegen, dass die Bilder nur durch "einen äußerst dünnen roten Faden" verbunden sind und die Ausstellung kunsthistorisch belanglos sei.

Nachtrag vom 26. Jan 2008: Die Ausstellung wurde inzwischen eröffnet und soll ein großer Erfolg sein (SZ vom 25. Jan 2008)

Quelle: Südd. Zeitung vom 2. Jan und 25. Jan 2008 

  • Veröffentlicht in: Kunst
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"Zwei Seelen wohnen a(u)ch in meiner Brust." Das Schreiben hat es mir schon in der Jugend angetan und ist seitdem Kern all meiner Tätigkeiten. Die andere „zweite Seele“ ist die praktische psychologische Arbeit plus wissenschaftlicher Verarbeitung. Nach dem Psychologiestudium seit 1971 eigene Praxis als Klinischer Psychologe. Zunächst waren es die Rauschdrogen, die mich als Wissenschaftler interessierten (Promotion 1976 mit der Dissertation "Der falsche Weg zum Selbst: Studien zur Drogenkarriere"). Seit den 1990er Jahren ist es das Thema „Hochbegabung“. Mein drittes Forschungsgebiet: Labyrinthe in allen Varianten. In der Themenzentrierten Interaktion (TZI) nach Ruth C. Cohn fand ich ein effektives Werkzeug, um mit Gruppen zu arbeiten und dort Schreiben und (Kreativitäts-)Psychologie in einer für mich akzeptablen Form zusammenzuführen. Ab 1978 Seminare zu Selbsterfahrung, Persönlichkeitsentwicklung und Creative Writing, gemeinsam mit meiner Frau Ruth Zenhäusern im von uns gegründeten "Institut für Angewandte Kreativitätspsychologie" (IAK). Als "dritte Seele" könnte ich das Thema "Entschleunigung" nennen: Es ist fundamentaler Bestandteil jeden Schreibens und jedes Ganges durch ein Labyrinth. Lieferbare Veröffentlichungen: "Kreatives schreiben - HyperWriting", "Kurzgeschichten schreiben", "Das Drama der Hochbegabten", "Zeittafel zur Psychologie von Intelligenz, Kreativität und Hochbegabung", "Blues für Fagott und zersägte Jungfrau" (eigene Kurzgeschichten), "Geheimnis der Träume" (Neuausgabe in Vorbereitung). Dr. Jürgen vom Scheidt

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