Seminar “Ägypten und Israel – Ein archäologisches Porträt zweier Nachbarn”

BLOG: Archäologische Spatenstiche

Anregungen zur Umwelt der Bibel
Archäologische Spatenstiche

Einladung zum 20. Seminar für Biblische Archäologie im Chr. Gästezentrum Württemberg (Schönblick) bei Schwäbisch Gmünd vom 26. – 28. September 2014.

Ägypten und Israel – Ein archäologisches Porträt zweier Nachbarn

Hauptreferenten:

PD Dr. Alexander Fantalkin (Universität Tel Aviv)
“Excavating Ashod-Yam: First results”
“Die Rolle Ägyptens in der Süd-Levante am Ende des 7. Jhs. v. Chr.”

Dr. Christian Herrmann
“Ägyptische Amulette aus Israel/Palästina”

Douglas Petrovich MA (Universität Toronto)
“Hinweise auf Israeliten in Ägypten?”

Dr. Robert Schiestl (DAI Kairo)
“Asiaten in Ägypten zur Zeit des Mittleren Reiches. Fallbeispiel Tell el-Daba (Avaris)”

Weitere Referate:

Dr. Thomas Tribelhorn
“Eine Nilfahrt durch die Zeit: die Tempel am Nil”

Dr. Peter van der Veen (Uni Mainz/ABA)
“Rammeside Finds in Jerusalem”

Dr. Peter van der Veen/ Uwe Zerbst (Uni Mainz/ABA)
“Hinweise auf Israeliten in Ägypten?”

Uwe Zerbst
“Radiocarbon in the chronological debate”

Prof. Dr. Wolfgang Zwickel (Uni Mainz)
“The end of Egypt´s sovereignity: an archaeological perspective”

Ägypten, traditioneller Kornspeicher der Levante und Israel, Volk und Heimatland der Bibel. Bereits die Erzväter suchten Unterschlupf in Ägypten, als Kanaan von schweren Hungersnöten bedroht wurde. Nachdem Josef als Agrar-Minister unter Pharao gedient und die Söhne Jakobs in Goschen eine neue Heimat gefunden hatten, lebten die Israeliten mehrere Jahrunderte in Ägypten. Obwohl der Ägyptenaufenthalt zu den bekanntesten Überlieferungen der Bibel gehört, sehen sich heute nur noch wenige Wissenschaftler in der Lage, an seiner Historizität festzuhalten. Zwei unserer Referenten möchten die Frage nach dem Ursprung der Überlieferung auf den Grund gehen. In einem weiteren Vortrag wird die ägyptische Stadt Tell el-Daba (Avaris) unter die Lupe genommen, die während der späteren 12. Dynastie von aus Kanaan stammenden Vorderasiaten besiedelt wurde.

Das Gesamtporträt beider Nachbarn soll aus dem Blickwinkel der Archäologie und dabei insbesondere chronologischer Aspekte sowie der Religion betrachtet werden. Wie stark wurden Kanaan und später Israel und Juda von der Kultur der Pharaonen am Nil beeinflusst? Spuren militärischer Tätigkeit, Handelsware (wie Keramik, Siegel und Amulette) sowie bürokratische Strukturen bestätigen, wie stark die Prägung gewesen sein muss. Die Bibel berichtet zudem, dass Salomo, der Bauherr des ersten Jerusalemer Tempels, eine Pharaonentochter heiratete.

Auch dieses Mal waren wir in der Lage, renommierte Wissenschaftler einzuladen. In reich illustrierten Vorträgen wollen sie uns die oben dargelegten Zusammenhänge lebendig vor Augen führen. Für alle diejenigen, die sich für die biblische Geschichte und die Archäologie des Alten Ägyptens und Israels interessieren, ist die Teilnahme am Seminar ein MUSS.

Flyer der Veranstaltung zum Herunterladen (PDF, 5,6 MB)

Tagungsgebühr: 40 EUR (für Studenten 20 EUR) Einzelzimmer und Doppelzimmer sind erhältlich. Für unser Online-Flyer und für Anmeldungen:

Dr. P. G. van der Veen
Reinhardstr. 31
73614 Schorndorf
Tel. 07181-989118
Email: van_der_Veen@gmx.de

Veröffentlicht von

Erika Gitt studierte an der Westfälischen Wilhelms Universität Münster in den Fächern: Vorderasiatische Altertumskunde, Koptologie und Früchchristliche Archäologie und promoviert derzeit in Münster im Fachbereich Vorderasiatische Altertumskunde mit dem Thema "Neuassyrische Palastware und deren Imitate in der Levante während der Pax Assyriaca". Seit 2007 ist sie Mitglied der AG für Biblische Archäologie. Erika Gitt hatte bereits in der Kindheit großes Interesse an vorderasiatischer Geschichte und Kultur, speziell für die Levante.

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