Logbucheintrag #7, Tag 8: Donnerstag, 20. September 2018

Die Hälfte der Zeit ist überstanden. Hitze und Wasserknappheit machen uns zu schaffen. Die Lungen sind staubig und die Körper müde.

Nein, Spaß beseite! Obwohl die Sonne uns seit Tagen ein bisschen zu viel Gesellschaft leistet, ist die Motivation nicht abgebrochen. Vor allem wegen Tagen wie heute, die abwechslungs- und lehrreich zugleich sind.

Los ging’s nämlich mit einer Führung durch Bad Belzigs Burg Eisenhardt vom angemessen angezogenen Burgherrn Thomas, der nicht nur Geschichten über das Mittelalter und die Kirche auf uns nichtsahnende Studenten niederprasseln ließ, sondern ganz nebenbei noch ein paar Tipps zur richtigen Anwendung von diversen Kräutern zur … „Sinneserweiterung“ gab. Bestückt mit Massen an Nervennahrung von Thomas fuhren wir weiter Richtung Grabungsstelle, die uns schon sehnsüchtig erwartete – genau wie ein Herr vom Landesamt, der mithilfe der Drohne in seiner Tasche fantastische Aufnahmen von unseren Funden machen konnte.

Nach all der Aufregung kam dann endlich das, weswegen wir uns ins schöne Bad Belzig verirrt haben: es wurde gebuddelt, gekratzt, gezeichnet, gepinselt, gemessen und dokumentiert, was das Zeug hält!  Auf dem Plan standen heute vor allem die weitere Freilegung der Skelette und der Urne und das Säubern der bereits gefundenen Schätze.

Katharina

Burgherr Thomas im mittelalterlichen Look

Das technische Wunderwerk Drohne wird bestaunt

Ein Teil der bisher gesammelten Schätze

Zu meiner Person: Dr. phil., Historikerin/Archäologin M.A. Dozentin an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) Schwerpunkt: Rechtsarchäologie, archäologische und historische Richtstättenerfassung

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