Pro Google Street View

Um es gleich zu sagen: Ich mag Google nicht. 
Nein, ich liebe Google. Viele der Politiker, die immer, wenn ihnen sonst gerade nichts einfällt, gegen Google hetzen, kennen das Prä-Google-Internet vermutlich gar nicht. Ich kenne es, und es hat mir keine Freude bereitet. Google hat immer wieder entscheidende Entwicklungen angestoßen, die das Internet überhaupt erst benutzbar gemacht haben. Ich freue mich über das breite Angebot an Suchmaschinen für Texte, Videos, Bilder, usw., an Webmailern, an Blog- und Foren-Plattformen, an Online-Office-Paketen, an Landkartendiensten, an Chat-Anwendungen und an all den anderen Dingen ohne die viele von uns weder ihre Arbeit noch ihre Freizeit vernünftig organisieren könnten, aber wenn Google nicht ständig Messlatten vorgeben würde, gäbe es nichts davon. Google hat sogar die Werbung im Internet erträglich gemacht.

Die Dinge für die Google ständig kritisiert wird, sind oft keine Alleinstellungsmerkmale. Ja, Google speichert meine E-Mails auf seinen Servern auch dann, wenn ich sie gelöscht habe — genau wie jeder andere E-Mail-Dienst auf diesem Planeten. Auch GMX, Freenet, Strato und die Universitäten Rice, Hamburg und Bremen haben Back-Ups aller E-Mails, die ich jemals über meine jeweiligen E-Mail-Adressen verschickt habe. Ja, Google versucht, mittels Cookie mein Online-Verhalten zu erkunden, genau wie tausend andere Firmen. Ja, Google versucht mich dazu anzuregen, in meinem Google-Profil möglichst viele personenbezogene Daten freiwillig preiszugeben, allerdings lange nicht soviele, wie ein durchschittliches soziales Netzwerk.

Und wenn Google für Alleinstellungsmerkmale kritisiert wird, dann immer zu Unrecht. Die Befreiung von Büchern aus den Bibliotheken ist keine Piraterie geistigen Eigentums, sondern ein Kraftakt, mit dem ein vom Aussterben bedrohtes mittelalterliches Medium ins 21. Jahrhundert geholt wurde. Ich kann die Bücher zwar leider nicht online lesen (wie viele Kritiker zu glauben scheinen), aber ich kann sie durchsuchen und muss mir nur die Bücher kaufen, ausleihen oder anderweitig beschaffen, von denen ich weiß, dass dort etwas drinsteht, das ich wissen will. Das Durchsuchen und Kategorisieren von Nachrichtenmeldungen ist kein Umgehen irgendeines „Leistungsschutzes“, sondern ein Instrument, das es dem Konsumenten erlaubt, sich umfassend und vergleichend über das Weltgeschehen zu informieren, ohne dabei dem Filter eines einzelnen Medienunternehmens ausgeliefert zu sein.
Und Google Street View ist keine Verletzung irgendeiner Privatsphäre, sondern eine weltweite Nutzbarmachung einer der wenigen Ressourcen, die heute noch der Allgemeinheit gehören: dem öffentlichen Straßenbild.
Vielleicht gibt es wirklich Menschen, die glauben, die Ansicht Ihres Hauses von der Straße aus gehöre ihnen. Diesen Menschen will ich zwei Dinge sagen. Erstens: Ihr liegt falsch. Zweitens: Ihr kommt zu spät, wenn ihr glaubt, ein Verbot von Street View oder eine Verpixelung eurer Häuser würde euch helfen.
Zunächst kurz zum zweiten Punkt. Nehmen wir den Fall der vier Düsseldorfer Rentner Ludwig Hillesheim, Konrad Richter und Anne und Erich Jeschkowski. Die vier sind gerade dabei, zu Internet-Berühmtheiten zu werden, weil sie sich in einem Artikel für die Rheinische Post als Street-View-Gegner gerieren, und sich dabei vor ihren Häusern fotografieren lassen haben. Da die vier einen Eintrag im Telefonbuch mit voller Adresse anscheinend nicht als Preisgabe ihrer Privatsphäre betrachten, findet man in dreißig Sekunden heraus, dass sie alle im Mendelweg 47-53 wohnen. Gibt man ihre Adresse bei Microsofts Bing-Kartendienst ein (gegen den merkwürdigerweise niemand protestiert) bekommt man eine recht gute Vorstellung davon, wo die vier wohnen. Mit der richtigen Hard- und Softwareausstattung — die ich nicht habe — könnte ich mir über Bing das Haus sogar aus verschiedenen Blickwinkeln ansehen. Wenn ich es noch genauer wissen will, kann ich mir bei dem Immobilienanbieter e-rent.de Videos der Straße ansehen, aus einem fahrenden Auto gedreht, ohne dass (wie bei Street View) Nummernschilder und Gesichter verpixelt wären.
Ich will mich über die vier gar nicht lustig machen. Ihnen war möglicherweise nicht klar, dass die Rheinische Post eine Webseite betreibt und ihre Namen und ihr Foto weltweit verbreitet würden. Vielleicht wissen sie auch nicht, dass die deutschen Telefonbücher online durchsuchbar sind. Wahrscheinlich ist ihnen nicht klar, dass der gesamte Planet, inklusive des Mendelwegs, ständig hochauflösend von Satelliten fotografiert wird und dass die so entstehenden Bilder auf dutzenden von Wegen einsehbar sind. Und mit Sicherheit ist ihnen nicht bekannt, dass E-Rent ganz Düsseldorf gefilmt und ins Netz gestellt hat. Aber ihr Protest kann durch dieses gesammelte Nicht-Wissen als uninformiertes Nachplappern von Sommerloch-Parolen entlarvt und kann damit als Sinnbild für die gesammte Street-View-Kontroverse stehen.
Viel wichtiger ist aber der erste Punkt. Es wird in den lezten Jahren ja sehr viel über die Privatsphäre geredet. An dieser Debatte sind zunächst Politiker beteiligt, die nichts dabei finden, detaillierte Flugpassagierdaten oder Informationen über den innereuropäischen Zahlungsverkehr an die US-Geheimdienste zu schicken, die nichts dabei finden, zentralisiert erfasste lebenslang gültige Steuernummern einzuführen, die ernsthaft vorhaben, Schadsoftware auf die Rechner „verdächtiger“ Personen zu schmuggeln um deren Festplatten auszulesen, die uns biometrische Pässe aufzwingen, weil die Regierung eines anderen Landes das fordert und die in Zukunft per „De-Mail“ mit uns kommunizieren wollen und uns dafür zwingen, privaten Firmen wie United Internet oder der Telekom unsere Personalausweisdaten zu übergeben. Für die dürfte die Diskussion um die Verletzung der Privatsphäre durch Google, Facebook und das böse Internet dazu dienen, von ihrem eigenen schwach entwickelten Respekt vor allem Privaten abzulenken.
Außerdem reden aber auch immer häufiger Privatpersonen wie die oben genannten Düsseldorfer Rentner über angebliche Verletzungen ihrer Privatsphäre. Beschwerden über Google Street View höre ich derzeit fast wöchentlich von Bekannten und Verwandten — „Du hast doch so ein Blog, was sagst du eigentlich dazu, dass Google uns alle fotografieren und im Internet verkaufen will?“
Diesen Menschen möchte ich sagen: Eure Privatsphäre beginnt hinter eurer Wohnungstür. Der Anblick eurer Häuser und Vorgärten ist öffentliches Eigentum.
Die Straße gehört uns allen.
 
 
[Nachtrag: Hier denke ich noch einmal etwas ausführlicher über Öffentlichkeit und Privates nach.]
 
© 2010, Anatol Stefanowitsch
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Street View: Google und das Datenschutz-Paradoxon — zweipunktnull

Nach Umwegen über Politologie und Volkswirtschaftslehre habe ich Englische Sprachwissenschaft und Sprachlehrforschung an der Universität Hamburg studiert und danach an der Rice University in Houston, Texas in Allgemeiner Sprachwissenschaft promoviert. Von 2002 bis 2010 war ich Professor für Englische Sprachwissenschaft an der Universität Bremen, im August 2010 habe ich einen Ruf auf eine Professur für anglistische Sprachwissenschaft an der Universität Hamburg angenommen. Mein wichtigstes Forschungsgebiet ist die korpuslinguistische Untersuchung der Grammatik des Englischen und Deutschen aus der Perspektive der Konstruktionsgrammatik.

244 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. dieser artikel hat zugegebenermaßen meine sicht auf das ganze google-drama zurechtgerückt. danke.

  2. Google Street View

    Vor einigen Tagen sah ich eine Fernsehsendung in der die Vorbereitungen eines Angriffs auf Westberlin durch die DDR.
    Unter Anderem wurden Filmaufnahmen von Straßen Westberlins gezeigt, die von DDR Spionen erstellt wurden.
    Diese Aufnahmen sollten zur gezielten Angriffen dienen.
    Beim Ansehen dieser Aufnahmen mußte ich unwillkürlich an Google mit seinem Programm Street View denken.
    Soll dies Programm auch zum gezeilten Angriff durch US Geheimdienste auf deutsche Staatsbürger Dienen????

    R. Bollhorn

  3. Wenn jeder, der so genervt ist über ein Thema ist, so gute Artikel dazu schreiben würde, wäre uns alles geholfen. Wollte ihn zuerst auch nicht lesen, weil ich das Thema nicht mehr hören kann und habe es doch getan. Zum Glück. Danke.

  4. Sie haben natürlich Recht, dass die Straßenansicht eines Gebäudes öffentliches Eigentum ist.
    Allerdings ist dies auch nicht das Problem von Streetview.
    Es geht vielmehr darum, dass ein riesiger Konzern, der davon lebt viel über seine Kunden zu wissen, aus den Bildern erhebliche Mengen an Informationen gewinnen kann. Am Aussehen eines Hauses und den davor geparkten Autos unter Einbeziehung des Umfeldes lässt sich recht viel über die Bewohner aussagen (und sei es nur ihre finanzielle Situation).
    Dann könnte man diese Daten verknüpfen mit dem Google Terminkalender, dem Surfverhalten, besuchte Websites, Kontakten von Google Mail und sogar mit fragwürdigen Diensten wie Google Health. Plus alle anderen Dienste, die Google so anbietet.
    Daraus lässt sich eine Menge über den User ablesen: Wo wohnen seine Kontakte, mit wem hat er oft Kontakt, wo finden Termine statt, was sind seine Interessen, welche Wege nimmt er in Kauf seinen Interessen nachzugehen, Lieblingssupermarkt, -arzt, -apotheke, -urlaubsziel, -freund. Und noch tausende Dinge mehr. Im Endeffekt viele sehr private Dinge, die man wohl teilweise nichtmal Freunden mitteilt.
    Ein unglaublicher Schatz an Informationen. Wer dann noch ein Handy mit Android betreibt und Google fröhlich und von überall seine aktuelle Position mitteilt legt sein ganzes Leben offen.

    Kurz gesagt: Nicht Streetview ist das Problem sondern die Verknüpfbareit mit anderen Diensten, die ein ganzes Leben beschreiben (können).

  5. Zu kurz gedacht

    Die Strasse gehört uns allen ja. Sie gehört aber nicht Google.

    Ja, man kann alles schön reden.

    Ich will aber selbst darüber bestimmen, ob mein Haus dargestellt wird oder nicht. Das gilt nicht nur für Google.

    Sämtliche Dienste, die mit der (kostenfreien) Nutzung des öffentlichen Raums Geld machen wollen und dabei Kollateralschäden in Kauf nehmen, gehören verboten. Oder demokratisch legitimiert.

    Was Google macht, die Öffentlichkeit ungefragt zu penetrieren und dabei so zu tun, als sei man ein Wohltäter ist nicht nur heuchlerisch, sondern tritt die Grundrechte jedes einzelnen Menschen mit Füssen.

    Es geht mir nicht um „Datenschutz“ und schon gar nicht um Google – diese Diskussion ist im Web-2.0-Zeitalter müssig. Es geht darum, wer unser Leben kontrolliert. Wir oder irgendwelche „Agenten“ aus dem virtuellen Raum?

  6. Spione, Datenverknüpfung, Kontrolle

    @R. Bollhor: Ich gehe doch stark davon aus, dass die US-Geheimdienste Bilder von deutschen Straßen haben, die aktueller sind als das, was Google bei Streetview einstellen wird. Von einem ordentlichen Geheimdienst darf ich wohl erwarten, dass er seine gezielten Angriffe auch mich nicht auf der Grundlage zwei Jahre alter Fotos meines Wohnhauses durchführt.

    @Marcel: Wenn Sie Ihre Adresse nicht in einem öffentlich einsehbaren Verzeichnis eintragen lassen oder sie Google selbst mitteilen, dann kann Google auch die Aufnahme Ihres Hauses nicht mit Ihrer Person in Verbindung bringen. Es liegt an Ihnen, ob Ihre Adresse Teil Ihrer Privatsphäre ist, oder nicht. Ich bin eine relativ öffentliche Person, aber soweit ich sehe, lässt sich meine Adresse nicht ohne Weiteres ermitteln. Wenn Sie Ihre Adresse aber doch veröffentlichen, dann kann jede Firma Fotos Ihres Hauses machen und daraus Rückschlüsse über Sie ziehen, ganz ohne die Bilder im Internet zu veröffentlichen. Was Googles Datensammlung über andere Dienste betrifft, so liegt es bei Ihnen, ob Sie diese Dienste nutzen. Wenn Sie es nicht tun, erfährt Google gar nichts über Sie. Auch hier liegt es bei Ihnen, was Sie preisgeben und was nicht.

    @Ubuntubru: Da „alle“ auch Google einschließt, gehört die Straße eben auch Google.

    Ich will aber selbst darüber bestimmen, ob mein Haus dargestellt wird oder nicht.

    Es mag sein, dass Sie das wollen, aber Wollen ist nicht Können. Wenn Ihr Haus von der Straße aus sichtbar ist, können Sie niemandem verbieten, es anzusehen, zu fotografieren, oder Bilder davon zu veröffentlichen. Ihr Recht auf Privatsphäre endet dort, wo der öffentliche Raum beginnt. In einem Land, in dem das anders wäre, würde ich nicht leben wollen.

  7. Schön. Danke für diesen Beitrag.

    Alles richtig. Ich kann nur zustimmen und zusätzlich vor Anti-StreetView-Gesetzen warnen, die wohl eher zu Abmahnwellen als Datenschutz führen würden.

  8. ja, aber…

    Im Großen und Ganzen kann ich deinem Artikel zustimmen, muss mich aber auch Marcel anschließen. Das Problem ist nicht, dass Google Dinge macht, die andere Firmen bereits seit Jahren durchführen, sondern die Tatsache, dass dies alles innerhalb eines Konzerns passiert und so enorme Datenmengen durch die Zusammenführung der einzelnen Dienste gewonnen werden können… Wenn man bedenkt, dass Google vom Verkauf dieser Daten lebt birgt das doch einen gewissen Grund eine kritische Sichtweise zu wahren.

  9. Danke – Ihrem Artikel ist meiner Meinung nach nichts hinzuzufügen.
    Wo ist der Flattr Button?

  10. R. Bollhor

    @R. Bollhor: Anders als für DDR-Spione besteht für US-Geheimdienstler kein Einreiseverbot nach Deutschland. Sie können also jederzeit vorbeischauen und sich selber ein Bild von Deutschlands Straßen machen. Das ist mit Sicherheit sogar sinnvoller, als sich auf mehr oder minder statische und zudem nicht zwingend aktuelle Aufnahmen aus dem allgemein zugänglichen Internet zu verlassen. 😉

  11. Das spricht mir aus dem Herzen

    Sollen wir eine Petition „Pro Google Street View“ einreichen? Hinter jeden einzelnen Satz dieses Blogs könnte ich drei Ausrufezeichen setzen. Ich denke, dass viele, die sich gegen das Abbilden ihrer Häuser aussprechen, den Dienst im Ausland gerne nutzen. Nämlich immer dann, wenn sie in Urlaub fahren und sich anschauen möchten, wo ihr Quartier liegt, wie die Gegend drumherum aussieht und was man dort so unternehmen kann.

  12. Ulf

    @Marcel:
    Die Vorstellung, dass Google die Streetview-Aufnahmen automatisch auswerten könnte und zB die finanzielle Situation der Bewohner feststellen könnte ist zur Zeit einfach lächerlich. Dies wäre heute (wenn überhaupt) nur durch menschliche „Auswerter“, die jedes Haus betrachten müssten, möglich (und dann wäre die Kosten einfach viel zu hoch). Algorithmen, die das können, werden aller Voraussicht nach auch in den nächsten 5-10 Jahren nicht zur Verfügung stehen. Und dann wird die Aussagekraft der alten StreetView-Aufnahmen kaum noch über dem liegen, was durch andere Quellen (zB Wohngegend) sowieso erschlossen werden kann.
    Dass Sie diese angebliche Horrorvision anscheinend selbst nicht für möglich halten sieht man übrigens daran, dass für die von Ihnen aufgeführten Beispiele StreetView-Daten weder nötig noch hilfreich sind.

    @ewe:
    Google lebt nicht vom Verkauf persönlicher Daten. Google (im Wesentlichen) lebt vom Anzeigen bzw. Einbetten von Werbung in Webseiten. So hierfür „persönliche“ Daten verwendet werden (beispielsweise für die Auswahl wem welche Werbung angezeigt wird), bleiben diese Daten stets bei Google und werden nicht an Werbekunden weitergereicht. Vom Verkauf kann also keine Rede sein.

  13. re: A.S.

    Zitat: „@Marcel: Wenn Sie Ihre Adresse nicht in einem öffentlich einsehbaren Verzeichnis eintragen lassen oder sie Google selbst mitteilen, dann kann Google auch die Aufnahme Ihres Hauses nicht mit Ihrer Person in Verbindung bringen.“

    Im Rahmen einer Seminararbeit für mein Studium hatte ich vor 2 Jahren untersucht, dass es möglich ist alleine aus Suchanfragen herauszufinden, wer diese Suchanfragen abschickt und wo er wohnt. Das funktioniert zwar nicht bei jedem, aber wer hat noch nie seinen eigenen Namen oder seine Adresse „gegooglet“…?

  14. Grandios

    Wirklich ein ganz großer Artikel zur Verlogenheit vieler im Bezug auf die Privatsphäre.

    Danke!

  15. Super!

    Du hast es auf den Punkt gebracht! Bitte helft mit das diesen Artikel viele Menschen lesen, aufgeklärt werden und die nervige Diskussion über Google ein ende nimmt.

  16. Vielen Dank!

    Eine sehr schöne Darstellung der aktuellen Situation, die meine Meinung voll und ganz wiedergibt, vielen Dank!

    Ich freue mich schon auf den Start von StreetView und all die Gegenmaßnahmen (Fotografieren von verpixelten Häusern) die dann zwangsläufig anlaufen werden.

  17. Ergänzung

    @Ulf: In riesigen Menschenmengen lassen sich anhand von Bilddaten schon einzelne Personen identifizieren. Genauso einfach kann man eine Villa von einer Wohnkaserne unterscheiden. Und sei es, wie in meinem einfachen Beispiel, nur dadurch, dass man die Fenster/Stockwerke zählt. Davor stehende Autos lassen sich durch pattern matching recht zuverlässig identifizieren.
    Natürlich lässt sich vieles auch ohne Streetview herausfinden, aber jede weitere Datenquelle komplettiert das Bild des Nutzers, der beworben werden möchte.

    Oder glauben Sie, dass Google Millionen ausgibt nur um uns die vorherige Besichtigung unseres Urlaubsortes zu ermöglichen? Wohl kaum.

  18. Die Straße gehört uns allen.

    „Die Straße gehört uns allen.“ – schöner Schlussatz und vollkommen richtig, die Fotos und die Daten im Internet gehören alledings nicht uns sondern Firmen wie Google & Co.

  19. Pro Google Street View

    Seh ich genauso, das die öffentliche Straße allen gehört. Komisch, über WEBCAM´s hat es diese Aufregung noch nicht gegeben, obwohl hier ja sogar Livebilder mit Personen zu sehen sind. Die Bilder bei GSV sind doch zumindest was die angezeigten Personen betrifft, nach einigen Monaten völlig veraltet.

  20. @Marcel Scoring

    Fotos so ziemlich aller Häuser samt der Einschätzung wie das Umfeld, die Mietsituation usw. ist, gibt es schon lange. Geoscoringfirmen wie z.B. infas Geodaten und martview (steckt die GfK dahinter) machen das schon seit Jahren und reichern das Ganze mit Daten von Adresshändlern, Kundenkarten, statistischen Erhebungen (Fragebögen), Daten von Versandhändlern wie Otto uvm. angereichert, hübsch aufbereitet und dann für viel Geld zwecks Marktanalysen, Scoring von potentiellen Kunden (z.B. bei Kreditvergabe durch eine Bank) genutzt. DAS sollte uns mehr sorgen machen als Street View, denn das betrifft uns alle. Jetzt schon.


  21. Natürlich lässt sich vieles auch ohne Streetview herausfinden, aber jede weitere Datenquelle komplettiert das Bild des Nutzers, der beworben werden möchte.

    Hier ist der Punkt, den Sie anscheinend nicht verstehen wollen: Jede weitere Datenquelle komplettiert das Bild des Nutzers, das der Nutzer selbst erstellt hat. Google klaut doch keine Daten, die nicht entweder sowieso öffentlich zugänglich sind (wie z.B. die Frontansicht Ihres Hauses) oder die Sie zugänglich gemacht haben. Behalten Sie die Daten, die Sie nicht weitergeben wollen, doch auch einfach für sich.

  22. Google Street view

    Ich sehe in der aktuell angestrebten Datenerhebung nur den Beginn einer auf die dauerhafte Offenlegung der Lebenswege verschiedener Menschen, die offensichtliche Möglichkeit des daraus resultierenden Gewinnpotentials und der Macht von Google über Regierungen, Konzerne und Einzelpersonen ist ein richtiges Problem in einem System, in dem der Nationalstaat zerfällt und internationale Konzerne zusehens an Macht gewinnen. Ich fordere daher zwingend ein Gesetz, in dem das Filmen und Photographieren von Gebäuden und Menschen durch Unternehmen, abgesehen von öffentlichen Veranstaltungen untersagt wird. Ob ich, und wann ich und wo ich zum Zwecke der Veröffentlichung gefilmt werde, darüber möchte ich selbst entscheiden. Immer, und immer im voraus.
    Google ist Wahnsinn.

  23. Ein faszinierend

    oberflächlicher Artikel.
    Das Problem von Google ist doch, dass in vielen Bereichen (Streetview), Buchdigitalisierung Tatsachen geschaffen werden und erst nach massivem Protest ein klein wenig eingelenkt wird. Google übt eine Marktmacht un Monopolstellung exessiver als es MS je tat.
    Dass bspw. andere eMail Anbiete auch Mails speichern mag korrekt, sein, macht die Sache aber nicht besser, so eine „Argumentation“ zu führen ist schon dreist. Dass sich Kritik an einem Marktgebahren immer am Marktführer auslässtist doch nichts neues.
    Mir sind Streetview Kritiker(zu denen ich nicht mal zähle) um einiges lieber, als Menschen die blind, taub und kritiklos durch die Gegend laufen.

  24. @Gareth: Erklären Sie mir doch bitte wie der normale User dank Google Analytics, AdSense etc. NICHT von Google erfasst werden soll. Wenn ich nicht will nützt es mir nichts, da Google auf enorm vielen Seiten im Hintergrund verborgen liegt ohne dass ich es unbedingt bemerke. Ich muss nichtmal deren Suchmaschine nutzen und werde trotzdem erfasst.

    Man muss also nichts selbst erstellen, es wird erstellt. Ohne Fragen zu stellen.

    @JMK: Danke für den Beitrag.


  25. Das Problem von Google ist doch, dass in vielen Bereichen (Streetview), Buchdigitalisierung Tatsachen geschaffen werden und erst nach massivem Protest ein klein wenig eingelenkt wird

    Es werden Tatsachen geschaffen, weil es keinen Grund gibt, dies nicht zu tun. Dass man nach Protesten einlenkt, ist doch nachvollziehbar. Auch für einen Konzern wie google ist es wichtig, in der Öffentlichkeit nicht nur negativ wahrgenommen zu werden. Ob der Protest berechtigt ist oder nicht, steht dabei doch auf einem anderen Blatt. Die einzigen, die sich steten Protest leisten können, ohne etwas zu verändern, sind Zwangskundenanstalten wie die GEZ.

    Dass bspw. andere eMail Anbiete auch Mails speichern mag korrekt, sein, macht die Sache aber nicht besser, so eine „Argumentation“ zu führen ist schon dreist.

    Es ging doch nur darum, dass immer google für solche Diskussion herhalten muss, und GMX, Web und andere (wesentlich schlechtere) Maildienste nicht. Private Mailkonten gibt es heute übrigens für lächerlich niedrige Beträge. Da können Sie sich nicht nur Ihren Accountnamen aussuchen, sondern auch gleich noch die Domain und das Länderkürzel. Dann besorgen Sie sich ein Mailverwaltungsprogramm und das Problem ist gelöst. Niemand zwingt Sie, sich bei google oder anderen Diensten zu registrieren.

    Erklären Sie mir doch bitte wie der normale User dank Google Analytics, AdSense etc. NICHT von Google erfasst werden soll.

    Dort werden Sie aber doch nicht als „Marcel“ erfasst, mit Alter, Größe und Lieblingsfilm, sondern mit Ihrer IP-Adresse. Außerdem hat Google Analytics sich nicht in Ihren Computer eingehackt, sondern wird von den Seiten, die Sie frequentieren, als Dienst genutzt. Welcher Nachteil entsteht Ihnen durch diese Erfassung? Und was hat Ihr Haus damit zu tun?

    Mit „Daten“ meinte ich aber außerdem Ihre persönlichen Angaben, die Sie schützenswert finden, nicht die Frage, ob Sie häufiger bei Spiegel Online oder bei der taz vorbeischauen. Die Bekanntgabe dieser Daten obliegt ausschließlich Ihnen.

  26. StreetView

    Ich kann Dir da nur zustimmen. Ich mag Googles Fähigkeit, die Welt etwas einfacher und damit auch besser zu machen. Um Datenschutz sollte man sich eher an anderer Stelle gedanken machen als bei fotografierten Hausfassaden, die zudem bei Veröffentlichung gut 12 Monate alt sein dürften.
    Ich finde StreetView gut und habe das auch in einem ähnlichem Artikel auf meinem Blog so gepostet.
    Übrigens: Kritisieren tun doch eigentlich immer diejenigen, die von dem, was sie kritisieren, keine Ahnung haben.
    Grüße und danke für diesen schönen Artikel.

  27. Toller Artikel

    Wirklich klasse Artikel. Würde mich freuen wenn der Artikel auch bei den Kritikern gelesen wird. Ich habe ihn gleich getwittert.

  28. Alle und Jeder

    Mein Problem ist, dass im Selbstverständnis unserer
    Sprache "gehört allen" meint, "gehört niemandem" und
    jeder
    kann es sich nehmen und damit machen, was er will. Erst wenn die
    in unserer Sprache ausgedrückten gesellschaftlichen Verhältnisse dahin
    geändert sind, dass "gehört allen" meint, "gehört keinem"
    und niemand kann es sich nehmen, wird ein "Street-View" nahezu
    unproblematisch sein.

  29. Pro Google Street View

    Solange die Unbedarften alle Webseiten mit Google als Startpage aufrufen und ihren gesamten Verkehr freiwillig mitteilen, ist mir um die Unternehmung und riesige Gewinne nicht bange.

    Die eigentliche Diskussion geht an der Positivzustimmung zur Nutzung erfasster Daten und ggf Payback, Kompensation sowie Mitteilung der Weitergabe an wen zu welchem Zweck vorbei.

  30. Wie gesagt… man kann alles schönreden

    @A.S:

    >>@Ubuntubru: Da „alle“ auch Google >>einschließt, gehört die Straße eben auch >>Google.

    Wortklauberei. Google ist kein Individuum, sondern eine Werbefirma.

    >>Ich will aber selbst darüber bestimmen, ob >>mein Haus dargestellt wird oder nicht.

    >>Es mag sein, dass Sie das wollen, aber >>Wollen ist nicht Können. Wenn Ihr Haus von >>der Straße aus sichtbar ist, können Sie >>niemandem verbieten, es anzusehen, zu >>fotografieren, oder Bilder davon zu >>veröffentlichen.

    Das altbekannte Argument, das durch Wiederholung nicht klüger wird. Ansehen ist nicht dasselbe wie weltweit verfügbar machen. Fotografieren oder Bilder davon zu veröffentlichen ist ebenfalls nicht dasselbe. Das lässt sich mit StreetView nicht vergleichen, das sind zwei ganz verschiedene Dinge!!

    >>Ihr Recht auf Privatsphäre
    >>endet dort, wo der öffentliche Raum beginnt. >>In einem Land, in dem das anders wäre, würde >>ich nicht leben wollen.

    Hoppla. Ein digitaler Anarchist.

    Bitte. Dann hätte ich gerne Ihre Adresse. Ich werde Sie dann mit einer Kamera im öffentlichen Raum begleiten und Ihr öffentliches Leben feeden, Mr. Truman.

    Ich werde die Kamera auf Ihre Haustüre richten. Sie werden sich mit der Zeit nicht mehr auf die Strasse trauen. Sie werden vereinsamen.


  31. Ich werde die Kamera auf Ihre Haustüre richten. Sie werden sich mit der Zeit nicht mehr auf die Strasse trauen. Sie werden vereinsamen.

    Sie gehen aber mit analytischem Scharfsinn ans Werk. Ich glaube, Sie haben damit auch endlich enttarnt, was google eigentlich mit Street View bezweckt. Ich empfehle den völligen Verzicht aufs Internet, bevor google Sie in die Vereinsamungsfalle treibt. Obacht ist geboten.

  32. Ironie…

    @Gareth: Ich sitze schon lange zitternd vor Angst im Kabäuschen.

    Ganz im Ernst: Die Welt ist komplex. Ich mag Google eigentlich auch, benütze sogar einige Dinge.

    Trotzdem bin ich ein scharfer SV-Gegner. Verwirrend, nicht? Die Tragweite eines solchen Einfalls in die physische Welt wird massiv unterschätzt. Der Dienst steht erst an seinem Anfang. Computersysteme entwickeln sich laufend weiter…

  33. DAS GELAPP…

    „Diesen Menschen möchte ich sagen: Eure Privatsphäre beginnt hinter eurer Wohnungstür. Der Anblick eurer Häuser und Vorgärten ist öffentliches Eigentum.“

    Gut DU ARSCH von einem Spanner, der seinen ARSCH nicht mehr hinterm Monitor vorbringt, dann ZAHLE mal für die Frontseite meines Hauses.

    Solche bescheuerten SPANNER-LOGS kannst du dir schenken!!!


  34. Die Tragweite eines solchen Einfalls in die physische Welt wird massiv unterschätzt.

    Dann führen Sie diese Tragweite doch mal aus, statt sich in vagen Verschwörungstheorien zu verlieren. Das ist doch genau das Problem der Debatte, dass die contra-Seite überhaupt keine stichhaltigen Argumente vorbringt, sondern sich auf Angstmacherei beschränkt und wie ein Marktschreier durchs Land läuft, um vor einer angeblichen Datenkrake zu warnen, die ihre Tentakel nach Deutschland ausstreckt.

    Vor über einem Jahr wurde Street View in Großbritannien eingeführt, wo man bisher noch keinen negativen Effekt hat feststellen können. Am Anfang gab’s auch ein bisschen Drama, oft in Orten, die sowieso niemand zugänglich machen wollte, aber das hat sich dann auch gelegt. Wie lange dauert es also Ihrer Meinung nach, bis „die Tragweite eines solchen Einfalls“ sich offenbart?

  35. In keinem beider „Parteien“

    Nur um es mal so zu sagen:
    Nur weil viele es so machen heißt es noch lange nicht das es gut ist.
    Siehe Beispiel Religion 😉 !

  36. In den Neunzigern war mal D-Info das Ende der Welt, wie wir sie kennen. Jetzt halt Streetview.

    Auch heute noch sind die Datenschutzprobleme, die sich aus Angeboten wie D-Info ergeben, wesentlich gravierender als alles, daß die Streetview-Gegner bisher hervorbringen konnten.

  37. Sehr schöner Artikel — herzlichen Dank dafür. Eben: Die Privatsphäre beginnt hinter der Wohnungstür (und die ist dann auch wirklich heilig), die Straße gehört allen — das bringt es haargenau auf den Punkt.

  38. Ich bin kein Hellseher

    und schon gar kein Verschwörungstheoretiker.

    Es ist ein simpler Gedankengang:

    Alles, was unkontrolliert eindringt, breitet sich unkontrolliert aus.

    Noch einmal: Ich bin nicht gegen Google, befürworte einen Datenschutz mit Augenmass (der voraussetzt, dass der User die Kontrolle über die Daten behalten muss, bzw. dass die unkontrollierte Weitergabe von Daten nicht möglich sein darf) und nehme am digitalen Leben fleissig teil.

    Allerdings auch am physischen.

    Mich als Verschwörungstheoretiker zu bezeichnen, ist wohl einfacher als selber zu denken.

    Aber das ist auch typisch sowohl für die Google-Euphoriker als auch für die Google-Gegner: Sie entwickeln keine eigene Meinung, sondern copypasten die Statements anderer.

    Sieht man übrigens auch schön in diesen Kommentaren.

  39. ubuntubru,

    ich copypaste überhaupt keine Statements von anderen und bezeichne Sie nicht als Verschwörungstheoretiker, weil ich mir selbst zu schade zum Denken bin. Ich frage Sie nach Argumenten und Sie liefern keins, stattdessen weichen Sie aus und wollen mit mir über die Diskussionsart diskutieren. Dazu habe ich keine Lust — mir geht’s ums Thema selbst.

    Sie schwadronieren über weitgreifende Eingriffe, die Street View vornimmt, die dann Ihrer Ansicht nach drastische Auswirkungen haben werden — entgegen jeglicher Evidenz in Ländern, in denen Street View seit über einem Jahr existiert (Frankreich, Großbritannien etc.). Natürlich sind Sie kein Hellseher, aber dann verhalten Sie sich auch nicht wie einer und prognostizieren Auswirkungen, die Sie nicht benennen und noch weniger datieren können, nichtmal schemenhaft.

  40. @ubuntubru:

    Sich die Gedanken anderer zueigen zu machen, wenn man seine eigene Meinung darin wiederfindet, ist ja prinzipiell kein Fehler. Hätten sie auch mal besser gemacht, denn das wäre mindestens so informativ gewesen wie ihre bisherigen gedankenfreien Einlassungen, aber kürzer.

    Einen Versuch gebe ich persönlich Ihnen noch; Es wäre nett, wenn Sie mir folgende Fragen kurz beantworten könnten:

    Was sind die konkreten Gefahren, die Sie in Google Streetview sehen? Gehört Google Earth ebenfalls verboten? Was würde sich verbessern, wenn der Dienst ‚demokratisch legitimiert‘ wäre? Heißt das, wenn Google eigenmächtig mein Haus photographiert und das Photo rumzeigt ist das schlecht, wenn aber eine Mehrheit beschließt, daß mein Haus jetzt photographiert werden und das Photo rumgezeigt werden soll ist das gut? Was ändert sich dadurch für mich persönlich? Ist der Schutz der Privatsphäre – mal um des Arguments willen angenommen, Häuserfassaden gehörten dazu – etwa prinzipiell Teil dessen, was demokratisch verhandelt werden kann?

  41. Schwadronieren…

    … ja, so kann man es nennen.

    Ein Jahr? Verdammt kurz. Das reicht etwa bis zu meiner Nasenspitze.

    Natürlich haben Sie mich einen Verschwörungstheoretiker genannt.

    Umgekehrt habe ich nicht Sie persönlich des Copypastens bezichtigt.

    Die Diskussionen sind hüben wie drüben gekennzeichnet von mangelnder Empathie für die Ängste der Menschen, mangelndem Wissen über Daten, Datenströme, Google, das Internet, herablassendem Abqualifizieren kritisch Denkender, die nicht alles mit sich machen lassen, nicht alles toll finden, was von Google oder aus dem Internet kommt.

  42. Wovor denn genau Angst. Eine Frau Winterberg hat bei Bild-online öffentlich Angst, daß Spanner ihr Haus finden könnten. Soll man das ernst nehmen?

    Ängste zu haben allein reicht halt nicht. Man sollte sie auch begründen können.

    Sonst können wir demnächst auch beispielsweise jeglichen Mobilfunk einstellen, wegen der Krebsstrahlen und so.

  43. Sehr schön geschrieben, dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen. Eigentlich ja nicht lustig, aber ich musste doch sehr lachen über die 4.

    PS: Ich bin auch Google Fan.

  44. Antworten

    > Was sind die konkreten Gefahren, die Sie in Google Streetview sehen?

    Das ist die falsche Frage. Meiner Ansicht nach sind die heutigen konkreten Gefahren (sie wurden alle schon mal genannt) nicht mal relevant. Eher die zukünftigen. Welche dies sind, wäre Gegenstand einer öffentlichen Diskussion, eines Meinungsbildungsprozesses, der anschliessend zu einem gesellschaftlich legitimiertem Umgang mit dem Dienst führt.

    Es ist schon heute zu spüren, wie sich das Leben durch das Internet verändert. Bisher fand das virtuelle Leben in sich geschlossen statt. Mit SV erfolgt zum ersten Mal ein massiver Eingriff in die physische Welt.

    Darüber müssen wir uns alle Gedanken machen.

    >Gehört Google Earth ebenfalls verboten?

    Ich bin liberal eingestellt. Verbote sind immer das letzte Mittel. Verboten gehören nicht legitimierte und unkontrollierte Datensammlungen. Warum das so sein sollte, versteht sich von selbst.

    >>Was würde sich verbessern, wenn der Dienst ‚demokratisch legitimiert‘ wäre?

    Er wäre legitimiert. Demokratie ist ein gesellschaftlicher Konsens über die Art und Weise, wie Menschen zusammenleben. Die einen Gesellschaften leben so, die anderen anders.

    >>Heißt das, wenn Google eigenmächtig mein >>Haus photographiert und das Photo rumzeigt >>ist das schlecht, wenn aber eine Mehrheit >>beschließt, daß mein Haus jetzt >>photographiert werden und das Photo >>rumgezeigt werden soll ist das gut?

    Weder noch. Es ist legitimiert. Ob es gut oder schlecht ist, darüber kann man geteilter Meinung sein.

    Auf jeden Fall sollte es in einer wahren Demokratie nicht möglich sein, dass eine ausländische Firma einfach eindringt und vollendete Tatsachen schafft. Zu gross sind die Konsequenzen – welche dies konkret sind, kann ich alleine nicht abschätzen. Ich ahne nur (die Heftigkeit der Diskussion beweist es), dass sie weitreichend sind, letztlich den Anfang eines Umbaus der Gesellschaft und der Demokratie darstellen könnten. Das ganze System gerät möglicherweise mittel- bis langfristig ausser Kontrolle.

    Nur ein Beispiel: Politische Parteien sind in einer vollendeten StreetView-Welt (Bezeichnung ist symbolisch zu verstehen) völlig überflüssig, da Bürger Bürger wählen können und keine „Wahlvereine“ mehr benötigen. Aber das ist eine völlig andere Diskussion.

    >>Was ändert sich dadurch für mich persönlich? >>Ist der Schutz der Privatsphäre – mal um des >>Arguments willen angenommen, Häuserfassaden >>gehörten dazu – etwa prinzipiell Teil >>dessen, was demokratisch verhandelt werden kann?

    Absolut, ja. Privatsphäre muss demokratisch verhandelt werden. Dass dies notwendig ist, zeigt die SV-Diskussion mit ihren Schwarzweissargumenten geradezu.

    Es tut mir leid, es gibt keine klaren dafür oder dagegen Statements. Meine Argumentation läuft nicht auf der konkreten Ebene (andere nennen das vielleicht herablassend schwadronieren): Das Leben ist eben durch das Eindringen der Online- in die Offline-Welt ungleich komplexer und komplizierter geworden.

  45. Schöner Artikel, ein kleiner Fehler ist mir aufgefallen:

    Ich kann die Bücher zwar leider nicht online lesen (wie viele Kritiker zu glauben scheinen), aber ich kann sie durchsuchen und muss mir nur die Bücher kaufen, ausleihen oder anderweitig beschaffen, von denen ich weiß, dass dort etwas drinsteht, das ich wissen will.

    Das stimmt so nicht ganz: Je nach Alter und Ursprung der Bücher ist es bei Google Books teilweise möglich, in unterschiedlichem Umfang die Bücher auch zu lesen. Die Hysterie darum halte ich trotzdem für übertrieben, genau wie bei Street View.

  46. @Marcel

    Wenn du Google deine öffentlichen Daten gibst bist du selber schuld.

    Natürlich kann Google auch Seiten im Internet scannen. Das mach Google aber nur mit Informationen, die öffentlich sind.

    Wenn du jetzt Informationen in diesen BLog schreibst, dann darf Google sich die speichern. Wo ist das problem? Wenn es zu persönlich wird, dann solltest du es nicht veröffentlichen.

    Dein Seminararbeit würde ich gerne mal sehen. Könntest du die mal zeigen? Ich fände es wirklich interessant. Du kannst die Datei ja mit einem Passwort verschlüsseln. Dann findet google sie nicht.

  47. Sollte mich das beleidigen?

    @David:
    >>…denn das wäre mindestens so informativ >>gewesen wie ihre bisherigen gedankenfreien >>Einlassungen, aber kürzer.

    Solche Anwürfe sind in einer Diskussion überflüssig.


  48. Natürlich haben Sie mich einen Verschwörungstheoretiker genannt.

    Ja, weil Sie Verschwörungstheorien verbreiten. Ich habe Sie aber nicht Verschwörungstheoretiker genannt, weil meine Argumentation nicht ausreicht und ich andere Leute denunzieren will. Ich gebe dem, was Sie schreiben, nur ein Label. Ohne Eifer. Ich finde übrigens auch nicht „alles“ toll, was aus dem Internet kommt.

    Das ganze System gerät möglicherweise mittel- bis langfristig ausser Kontrolle.

    Möglicherweise auch nicht. Rein spekulative Diskussionen sind unsinnig, weil sie per Definition zu nichts führen können.

    Nur ein Beispiel: Politische Parteien sind in einer vollendeten StreetView-Welt (Bezeichnung ist symbolisch zu verstehen) völlig überflüssig, da Bürger Bürger wählen können und keine „Wahlvereine“ mehr benötigen. Aber das ist eine völlig andere Diskussion.

    Das ist keine völlig andere Diskussion, das ist hanebüchen.

    Meine Argumentation läuft nicht auf der konkreten Ebene (andere nennen das vielleicht herablassend schwadronieren)

    Das hat nichts mit „herablassend“ zu tun. Das war eine Beobachtung. Tut mir ja leid, aber Sie erzählen hier echt einen vom Pferd.

  49. Privatsphäre!?

    Ich zitiere eine Passage aus dem o.g. Artikel:
    „….. Diesen Menschen möchte ich sagen: Eure Privatsphäre beginnt hinter eurer Wohnungstür. Der Anblick eurer Häuser und Vorgärten ist öffentliches Eigentum.
    Die Straße gehört uns allen.“

    Meine Privatsphäre beginnt bei meinem Grundstück und nicht hinter der Wohnungstür. Ich habe auch noch ein Gartenhaus! Zählt das nicht mehr dazu?

    Ein Anblick kann kein Eigentum sein, vielleicht ein Recht aber nicht mehr.

    Und SV kann mit der aufgesetzten Kamera deutlich besser in meine Privatsphäre blicken als jeder Fußgänger!
    Nach der Landesbauordnung NW darf ich eine Einfriedung ohne Baugenehmigung in einer Höhe von 2 Metern zum Schutz meiner Privatsphäre errichten. Nur die Kamera von Street View ist deutlich höher!!

    Da maßt sich eine ausländische Firma an, in meine Privatsphäre zu blicken!

    The Big Goo
    is watching you!

  50. Gut, Ihre Ängste bleiben Ihnen natürlich unbenommen. Sehen Sie aber bitte auch ein, daß andere gerne konkrete Hinweise auf vermutete Gefahren hätten anstatt vollkommen vager Befürchteleien, die genauso im 19. Jahrhundert gegen die Eisenbahn hätten hervorgebracht werden können und mit denen sich prinzipiell gegen alles argumentieren läßt.

    Im Übrigen ist die wirkliche Privatsphäre selbstredend kein Gegenstand demokratischer Verhandlung. Ein mit noch so großer Mehrheit gefällter Beschluß, das Innere Ihrer Wohnung abzulichten und die Photos ins Internet zu stellen wäre nicht im geringsten legitimiert, egal wie demokratisch er beschlossen worden wäre.


  51. Da maßt sich eine ausländische Firma an, in meine Privatsphäre zu blicken!

    Wieso betonen hier eigentlich einige ständig, dass es sich um eine ausländische Firma handelt? Würde sich etwas an der Sachlage ändern, wenn google eine deutsche Firma wäre? Das klingt immer so, als hätten hier einige Angst vor der Invasion (von wem auch immer die ausgehen soll)…

  52. Pferde…

    @David:Im Übrigen ist die wirkliche Privatsphäre selbstredend kein Gegenstand demokratischer Verhandlung.

    Das ist doch sonnenklar. Das habe ich auch nicht behauptet. Die Definition des Privatsphäre ist Gegenstand demokratischer Verhandlung. Das ist etwas anderes als die „wirkliche Privatsphäre“.

    @Gareth: Ja, klar. Habs verstanden. Sie sind klüger als ich.

  53. @ubuntubru:

    Sie finden es überflüssig, wenn ich in Ihren Kommentaren Gedankenfreiheit diagnostiziere (zutreffend, wie ich nach wie vor meine), ich finde es überflüssig, wenn man von mir argumentationslos erwartet, daß ich die eigenen irrationalen Ängste ernstnehme.

    Wir müssen wohl beide lernen, uns mit dem jeweils als überflüssig empfundenen abzufinden.

  54. Pro Google Street View

    Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, das viele der Gegner von GSV jede Menge der sogenannten Rabattkarten besitzen und regelmäßig einsetzen.
    Viele argumentieren, das man GSV verknüpfen kann mit Googlemail, oder der Suche von Google. Wer zwingt denn die Leute diese Dienste von Google zu benutzen?
    Gerade in dieser Debatte sieht man, wie die Medien die Bürger manipulieren können. Es ist langweilig (Sommerloch) also wird etwas rausgesucht und publik gemacht, Hauptsache das „Volk“ hat wieder was, worüber es sich aufregen kann.

  55. Erhellend…

    @David:

    Nun ja, ich hätte auch beleidigend sagen können.

    Die „Diskussion“ hier war sehr aufschlussreich: Offensichtlich wird im Zeitalter der Technoreligionen jeder beleidigt, der eine andere oder differenzierende Meinung hat.

  56. „Die Straße gehört uns allen.“

    Cool! Unter welcher Open-Content-Lizenz veröffentlicht Google seine Bilder?

  57. Mein Vorgarten ist meine Privatsphäre!

    Ich geh jetzt mal rüber, den Leuten gegenüber das Wohnzimmerfenster verpixeln. Die gucken da immer raus. Geht ja gar nicht!

  58. flattrt

    schöner Artikel! Bin durch einen Tweet (von Tim Pritlove) hergekommen und stimme ihm zu: das würde ich gerne flattrn.

  59. Absolut richtig!

    Genauso sehe ich das auch. Politiker versuchen sich in etwas reinzudrängen, wovon sie keine Ahnung haben! Ich finde grade Streetview eine gelungene Anwendung. Ausserdem sind das Daten von vor 2 Jahren… Oh mein Gott…

  60. Persönliche Daten

    Wollte noch hinzufügen das es bei Google meines wissens nach noch keine „Datenpanne“ gab! Bei der Deutschen Telekom ist das anderes als Millionen von Daten für jeden zur verfügung standen.

  61. @ubuntubru:

    Damit ich das richtig verstehe: Wenn Sie hiesigen Kommentatoren Gedankenfreiheit vorwerfen durch die Behauptung, diese Kommentatoren bildeten sich keine eigene Meinung sondern copypasteten bloß, dann ist das keine Beleidigung; aber wenn jemand erwähnt, daß er in Ihren Kommentaren keine Gedanken vorfinden konnte, dann ist das eine?
    Oder wollten Sie die Kommentatoren hier beleidigen?

  62. Weiss nicht

    Natuerlich gehoeren die Photonen, die von meinem Grundstueck ausgesand werden nicht mir. Aber, dass jeder mal kurz im Internet schauen kann, wie mein Haus aussieht, z.B. bei Bewerbungen o. ae. finde ich dann doch nicht so toll. Generell wuerde ich sowieso immer zu einem Postfach raten. Dann ist dieses Problem schon mal geloest.

    Das naechste Problem ist, dass Street View durchaus von Einbrechern benutzt wird, um lohnende Objekte zu finden.

    Ein Zweischneidiges Schwert. Wo hoert es auf?

    Siehe z.B. hier:
    Neues russisches Gerät sieht durch Wände
    http://de.rian.ru/science/20100729/127297928.html

    So nach dem Motto: Finden sie mein Haus nicht nur im Internet, machen sie auch eine Online Begehung.

    ERGO: Erst Denken, dann ein Blogpost machen.

  63. US-Datenschutzgesetze

    Ich finde Anatols Argument, eigentlich gehe es ja um wichtigere Privatsphärenverletzungen, als um Google Street View, gut.
    Allerdings ist seine These, Google Mail sei vergleichbar mit GMX, Freenet, Strato und den Universitäten Hamburg und Bremen purer Unsinn. Letztere sind als deutsche Unternehmen an das Bundesdatenschutzgesetz gebunden und dürfen eben nicht “jede Mail, die ich jemals gesendet habe” speichern. Google Mail, Facebook und die Universität Rice dürfen das, weil die USA eine extrem rückständige Datenschutzgesetzgebung hat. Insofern ist es ein ganz erheblicher qualitativer Unterschied, wo E-Mails und andere personenbezogene Informationen gelagert werden. Und da sind deutsche Provider immer noch die bessere Wahl!

  64. Beleidigungen

    Lassen Sie uns damit aufhören.

    Zum Abschluss nur dies (zu Ihrer Frage):

    Mein Quote war:

    >>Aber das ist auch typisch sowohl für die >>Google-Euphoriker als auch für die Google >>Gegner: Sie entwickeln keine eigene Meinung, >>sondern copypasten die Statements anderer.

    >>Sieht man übrigens auch schön in diesen >>Kommentaren.

    Ich habe Sie nicht beleidigt, deshalb gibt es keinen Grund, mich anzugreifen. Also: Ein bisschen mehr mitdenken, diskutieren, respektvoll Gedanken aufgreifen, widerlegen oder weiterspinnen… das hätte ich in diesem Umfeld erwartet. (Bitte nicht wieder persönlich nehmen, ich spreche vom Umfeld, nicht von Ihnen).

    Hab mich halt geirrt.
    Kommt nicht wieder vor.

    Bye.

  65. Über Google selbst sollte man nachdenken

    Um es gleich zu sagen: Ich mag Streetview und ich mag Google. Aber wenn Streetview der Aufhänger ist, um politisch über die Stellung von Google nachzudenken, halte ich das für sehr gut.
    Das Problem ist die Verknüfung der Daten. Auch Daten die ich Google direkt nicht gebe, aber in anderen Zusammenhängen schon sinnvoll abgebe.
    Dazu erlangt Google immer mehr Kontrolle über Websites, durch die suche oder z.B. durch Sperrung von Malware infizierten Seiten in Firefox.
    Alles einzeln sinnig oder interessant. Aber was wenn sich falsche Daten einschleichen? Hat schon mal jemand versucht mit Google zu kommunizieren. Fast unmöglich. Wer vertritt mein Recht auf richtige Daten? Wer setzt es durch?
    Sollen wir nur stillhalten weil wir Google und seine Features alle mögen? Wenn das Microsoft alles vor fünf Jahren gemacht hätte 😉 ….

  66. Nicht nur Google oder Microsoft

    Erstmal danke für den Artikel. Ich gehöre zu der heutigen Generation die mit den anfängen von Gameboy und 100 MHz PC`s u.ä. aufgewachsen sind. Und man merkt sehr deutlich den Wandel und Fortschritt den wir durchlaufen.

    Nun aber back to topic. Ich habe erst gestern einen Artikel gelesen das schon seit Jahren unsere Häuser erfasst werden allerdings nur in Schriftform in einer Ankreuztabelle. Dies scheint allerdings sehr unbekannt zu sein da die Firma diese Daten verkauft und auch sonst vermeidet darum Wind zu machen.

    Und nun macht halt ein Konzern Bilder von Fassaden und stellt diese kostenlos ins Internet für jederman und gibt jedem das Recht auf Widerspruch….

    Was für eine Welt :p

    -> Artikel: http://www.geografitti.de/…k-statt-fotosammlung/

  67. Danke,

    endlich spricht sich mal einer für Street View aus und sagt diesen ganzen Spinnern und Idioten in was für einer bekloppten und widersprüchlichen Welt sie leben.
    Danke und nochmals Danke in der Hoffnung Google setzt sich durch und die Dummen sterben aus.

  68. De-Mail

    Hallo,

    eines solchen Artikels bedurfte es dringend. Sehr erfreulich, dass es ihn nun gibt. Eine Anmerkung habe ich. Sie schreiben:

    „[..] weil die Regierung eines anderen Landes das fordert und die in Zukunft per „De-Mail“ mit uns kommunizieren wollen und uns dafür zwingen, privaten Firmen wie United Internet oder der Telekom unsere Personalausweisdaten zu übergeben.“

    Laut [1] ist die Benutzung dieses Dienstes jedoch absolut freiwillig.

    [1] http://www.cio.bund.de/…/DE/D/D35.html?nn=586022

  69. Persönlichkeitsrechte

    Hallo !

    Ich gehöre sicherlich zu der Gruppe von Menschen, die ihr Geld in großen Teilen mit Google verdient. Dennoch verliere ich dabei nicht meinen Respekt vor der Privatsphäre meiner Mitmenschen. Was Menschen oder Firmen machen können, dass machen sie auch oder versuchen es. Das beschränkt sich aber wie du sagst nicht nur auf Google. Das macht es aber auch nicht besser. Die große Freiheit ist eine Illussion und das alle mitmachen müssen um „dabei“ bleiben zu können, ist wie ich finde mehr als erschreckend.

    Doch in einem gebe ich dir Recht. Aufhalten werden wir die Entwicklung nicht können. Aber kritisch darf man bleiben ohne Dumme zu sein.

  70. Wow. Wirklich 1:1 das, was ich mir denke. Vor allem der Bericht über die Politiker geht mir sehr ans Herz, Danke!

  71. Keine Ahnung aber…

    … mal groß daher reden!

    „Diesen Menschen möchte ich sagen: Eure Privatsphäre beginnt hinter eurer Wohnungstür. Der Anblick eurer Häuser und Vorgärten ist öffentliches Eigentum.“

    In diesem Satz manifestiert sich das völlige fehlen jeglichen Rechtsverständnisses. Bitte schreiben Sie doch in Zukunft nur über Sachen, von denen Sie behaupten können wenigstens im Ansatz Ahnung zu haben. Vielen Dank!

    PS: Ich würde Sie nie davon abhalten sich, meinetwegen auch nackt, in Ihrem Vorgarten im Internet zu präsentieren, sich über sämtliche Google-Dienste informationell nackig zu machen oder eine Payback-Karte zu benutzen. Verlangen Sie aber nicht von anderen Menschen ebenso unreflektiert zu sein wie Sie!

  72. ein bisschen am Punkt vorbei

    Ja, Google macht viele tolle Sachen. Das stimmt. Doch was wirklich in der Kritik und auch der diffusen Angst drinn steckt ist etwas anderes: Die Intransparenz bei dieser Firma, die bereits die Macht hätte Firmen zu ruinieren (in dem sie sie z.B. aus ihrem Index streicht) oder einen Menschen koplett zu durchleuchten. Das Stichtwort ist vernetzung von Daten unterschiedlicher Quellen. Das hat auch politische Kraft. Bisher ist all das nicht eingetreten aber muss es erst immer einen solchen Fall geben bis die Gefahren erkannt werden?

    PS: dass viele Firmen ihre Nutzer über verschiedene Kekse ausspionieren ist einfach falsch. Der Big Player ist doubleclick und das gehört, oh Wunder, auch schon zu Google. Denn Google macht nicht nur neues, sondern kauft auch altes auf! nicht so toll, wie ich und einige Kartellwächter finden….

  73. Ist eh schon alles wurst?

    Hmm, nur weil Bing, e-rent und andere alles fotografiert haben, darf man jetzt auch nicht gegen Google Maps sein? Vielleicht sind die bisher angefertigten Fotos alle rechtswidrig?

    Weil Politiker mit zweierlei Maß messen beim Datenschutz und es nicht allen Bürgern auffällt, darf man nicht gegen Google Maps sein?

    Die Auflösung bei Bing Maps (Vogelperspektive) lässt übrigens keine Details erkennen.

  74. Nur weil ein Unternehmen mal innovativ war, heißt es nicht, daß man alle neuen Aktivitäten gut heißten muß. Auch Microsoft war mal innovativ und die Entwicklungen waren begrüßenswert. Dann gewann man Macht, Einfluß, ja monopolartige Stellung. Und siehe da, plötzlich war Machterhaltung und -erweiterung im Fokus. Und Innovation adé. Genau da steht auch Google. Und es geht dabei nicht nur um Streetview.

  75. @T. Schmidt

    Sie sind der Meinung, Sie könnten sich nackt in Ihren Vorgarten stellen und dann fordern, man solle Ihre Privatsphäre respektieren? Ernsthaft?

  76. Mir scheint, als ob viele der Kommentatoren sich noch nicht bewusst gemacht haben, dass aleine die Benutzung der Google Suchmaschine (ohne Anmeldung oder Nutzung anderer Dienste) eine eindeutige Identifizierung möglich macht.
    Vor einigen Jahren stahlen Hacker ca. 500.000 Userdaten der AOL Suche. Vielen der 500.000, nur durch eine ID gekennzeichnete User, konnten zweifelsfrei identifiziert werden nur anhand ihrer Suchanfragen.
    Eine Verknüpfung mit einer realen Adresse ist dann ein Kinderspiel.

    Wie gesagt, die Streetview-Idee finde ich selbst toll, aber nicht, wenn ein Unternehmen sowas macht, das schon über so vieles Bescheid weiß.

  77. M. Torbeck

    Achje, jetzt war ich gerade auf der Bing-Karte und sehe: es handelt sich sogar um Reihenhäuser im Winkel – die sind also von der Straße aus gar nicht so gut zu sehen, wohl nur eine Giebelwand von allen Hausnummern in der Reihe…
    Dafür weiss ich jetzt deutlich mehr über die Bewohner, als ich eigentlich wissen wollte. Vor allem, dass sie sich (unfreiwillig) instrumentalisieren liessen.

    Sehr schön auch den weiteren Kontext beleuchtet im Artikel, sehr vielen Dank dafür. Gerade die Aussage, dass dir das Internet vor Googles Suchmaschine nicht gefallen hat. Damals hatten wir nämlich Yahoo…

  78. Ich bin mit ihnen einverstanden !

    I’m sorry, I don’t speak German fluently, so I had your comment translated by… Google Translate.
    I happen to be French, and I know similar objections to those in Germany are a pain as well in other countries (Switzerland, UK, South Korea and a few others). I agree totally with your analysis, I personally enjoy Google every day, almost every moment of the day, I like the Google code as well as the Google way of life, I like the company and its state of mind, it’s way of seeking/seeking the world. There is much more to Google than profit, Google is an advanced way of combining today with tomorrow, it is simple and elaborated.
    Thanks for sharing your point of view.

  79. Der erste Teil des Artikes teile ich nicht und lasse es mal als STandpunkt stehen (die Liebe zu Google).

    Aber die Infos und die Hintergründe rund um die „Rentner-Gang vom Mendelweg“ sind schon erschreckend. Wozu noch Streetview? Es gibt doch schon recht gute Bilder von der Gegend.

  80. Rechtlich gesehen?

    Ich frage mich noch immer wo rechtlich gesehen ein Persönlichkeitsrecht eines Hauses liegen soll. Privatsphäre ist ein netter Begriff, aber bezieht sich auf Personen, nicht auf Gebäude. Ob man da durch ein Fenster reinschaut (was der Spaziergänger auch kann), ist vielleicht eine Ausnahme (könnte man auch als billigend in Kauf nehmen betrachten).
    Wenn ich es recht in Erinnerung habe kann es lediglich beim Fotografieren von Kunstwerken und militärischen Einrichtungen rechtlich ein Problem geben. Da eine Lex Google verfassungswidrig sein dürfte, müssten alle Fotos von Gebäuden die in Verbindung mit anderen Daten gebracht werden könne, verboten werden. Webcams von Städten zum Beispiel. Eigentlich jedes Foto bei Onlinenachrichtendiensten (Feuer in der Hauptstraße). Wo soll das bitte enden? (Im übrigen denke ich nach der Terror- und Kinderschänderangst kommt nun die Angst vor Google). Und wer Angst vor ausländischen Unternehmen hat, möge bitte alles aus seinem Haus entfernen was nicht in Deutschland produziert wurde. Mal sehen was übrig bleibt.

  81. Jep

    Danke, vollste Zustimmung keines weiteren Kommentars bedürftig.

    Publik machen das Teil damit es in jegliche Rentnerschädel eindringen kann

  82. develop intelligent effective rulings

    It’s great web 2.0 gives citizens room to discuss pro and contra digital services like Digg It, Bing, Street View, Baidu, Facebook, iTunes & Co. An essential point overseen by most people however is: you can write as much as you want but you have no choice.

    Untill now individuals have no general rights or possibilities to remove, change or influence one bit of the collected digital data connected to their analog personality.

    Take a look at the German „Widerspruch“ procedure. One can write Google and ask to anonymize a place in the public part of Street View. But Google Inc. has the power to decide whether it will do so or not. Or it can anonymize for a few monthes and than publish all details, the original pictures are on Google Inc servers somewhere.

    The promise to the German people to anonymize after Widerspruch isn’t followed by rules that juridically can be executed in one way or another. It isn’t even clear who made the promise: Google Germany GmbH, Google Inc, or the Google spokesperson. Neither is clear who is entitled to ask for anonymizing. German blogger Sascha Lobo pointed at this deficit with his intelligent Widerspruch Widerspruch action.

    In short, the Widerspruchverfahren has no „teeth“. Theoretically one can go into a US court, but to our opinion this won’t actually bring a lot.

    Juridicaly a central issue is, most German and EU rules were designed before the digital age. The rule of „panorama freiheit“ for instance was developed in a time recording and publishing only could be done in analog ways. The costs were much higher and the scale much smaller than with digital means.

    Old school rights and freedoms, definitions and understandings, norms and values have to be rediscussed, redesigned and updated to the digital age. On the web and in democratic platforms. With jurisdiction over all kind of digital data flows, from all kind of individuals, companies and governemental bodies.

    In the now actual German Street View debate German Public Bodies must research whether Google was allowed under German laws to make pictures from 3 meter hight of streets; to make pictures from people and private possesions without consent; to publish worldwide, combine and sell the so gathered data; to do all this without the possibility for citizens to have these data deleted from the servers.

    The next step is to repair the Widerspruchverfahren. It has to be generalized to all kind of „street view“-like services from all kind of companies. Otherwise the EU rules on fair competition are broken. Second it has to give citizens the right to go in German Courts ruling according to German rules when a dispute arises. Third it shouldn’t be a „Widerspruchverfahren“ (opt-out) but a Zustimmungsverfahren (opt-in) and there must be the possibility to opt-in without leaving any digital traces. The German State now leaves it to a company to check if a claim is right or not – this is pure wild west.

    10com is a new independent initiative that strives for a set innovative, effective, easy basic rules on digital data trafficking and ownership monopolisation and the educate about these topics

    @Marcel and @ubuntubru and @JMK compliments for trying to put shortly in words which mechanisms act in digital data trafficking. Marcel, we’re interested in your research.

  83. Artikel für den Bundestag

    Diesen Artikel und die Kommentare dazu sollte man vor allen Abgeordneten im Bundestag live verlesen, damit auch all die, die bisher eigentlich gar nicht verstehen, welches Porzellan sie zerschlagen, indem sie Street View bekämpfen, wenigstens mal eine kleine Chance bekommen, eine wirklichkeitsnäheres Bild von Google und Google Street View zu entwickeln.

    Street View ist eine tolle Sache. Die Argumente der Gegner sind alle an den Haaren herbeigezogen und Spekulationen. Angebliche Datenverknüpfungen mit Personen gibt es überhaupt nicht. Die angeblichen Persönlichkeitsprofile, die Google anfertigen könnte, sind reine Erfindung. Dazu hat Google überhaupt keine Daten, die das ermöglichen würden. Hier soll von der Politik nur unter dem Deckmantel des Datenschutzes ein wichtiges Freiheitsrecht eingeschränkt werden, damit Parlamentarier und Regierung mehr Macht erhalten und die Kontrolle über das Internet gewinnen.

  84. Dilemma

    Das Beispiel der vier Rentner, die Ihren Wunsch nach Nichtöffentlichmachung öffentlich gemacht haben, zeigt genau das Dilemma, in dem viele Kritiker von StreetView stecken. Sie können ihren Standpunkt nicht in der Öffentlichkeit vertreten, das Sie ja genau dort nicht hin wollen.
    Das ist wie mit Sicherheitslücken. Wenn man sie bekannt machen muß, um ihre Existenz zu beweisen, schneidet man sich als Betroffener doch ins eigene Fleisch. Oder wollen Sie noch mehr Vorschläge im Netz, wozu man StreetView alles missbrauchen kann?
    Natürlich kann ich mir alle Häuser in StreetView auch persönlich anschauen. Doch ist der Aufwand ungleich höher. Die anonym weltweit zugreifbare Masse der Daten stellt die Gefahr dar. Als telefonieren noch Geld kostete, brauchten wir auch keine Bundesnetzagentur, um unsere Privatsphäre zu schützen.

    Es ist dieser eine Satz, den zu sagen die Menschheit wohl niemals müde wird: Wie konnten wir nur so blind sein …

  85. @Christian: „Ich fordere daher zwingend ein Gesetz, in dem das Filmen und Photographieren von Gebäuden und Menschen durch Unternehmen, abgesehen von öffentlichen Veranstaltungen untersagt wird.“
    Du möchtest Postkarten, Kalendermotive, Poster, etc. verbieten? Du möchtest es Journalisten verbieten, Fotos zu schiessen? Du möchtest Aussenaufnahmen bei Filmen verbieten? Du möchtest sogar Nachritensendern verbieten, Aussenaufnahmen zu senden? Und das nur, weil im Internet ein Fotos deines Hauses zu sehen ist?

  86. SUPER

    Ja!
    Endlich mal einer, der die Sache richtig erfasst hat. Du hast Recht mit deinen Argumenten!

    Mal davon abgesehen, cooler Artikel!

  87. Du hast recht, aber wie erklärt man es?

    wie erklärt man das Menschen, die Angst haben, und diese Angst wird leider instrumentalisiert von Menschen, die nur ihre Interessen durchsetzen wollen. Dazu gehören auch die Medien, die Auflage machen wollen mit immer neuen Panik-Meldungen.
    Mich interessiert das nicht, ich würde gerne die Hausnummern unverpixelt sehen, wenn ich eine Reise plane und zu einer Adresse fahren muss, wo ich noch nie war.
    Google Maps hilft mir dabei, eine Anfahrtskizze zu erstellen, und mit Street View kann ich mir auch die Umgebung einprägen und erkennen, dass ich in das Haus links neben dem Tabakladen gehen muss um meinen Kunden zu finden.
    Wie viel Nutzen schaffen diese neuen Dienste und Verknüpfungen? hat das mal jemand untersucht? Wie sehr erleichtert uns Google unser tägliches Leben?
    *Google* steht hier als Synonym,- denn es gibt so viele andere Dienste, die ich (noch) gar nicht kenne, die aber täglich Millionen von Nutzern hilfreich zur Seite stehen…
    Also: stellen wir die Diskussion vom Kopf wieder auf die Füsse und überlegen uns lieber: was sind die Dinge, die uns schwer fallen; – und wer unterstützt uns dabei es besser zu machen. Anders ausgedrückt: „are you part of the solution or part of the problem?“

    liebe Grüße
    Amano

  88. double-opt?

    Ich check aber immer noch nicht wieso ich für personenbezogene Daten ein double-opt-in besorgen muss aber google hierfür nicht.. mal nachlesen..

  89. Street View

    Ein toller Artikel, der es auf den Punkt bringt. Warum nicht gleich auch Maps für sein Haus und Grundstück verbieten? Da können Diebe die Wege hinterm Haus erkunden und wo der beste Fluchtweg zu finden ist. Neuerdings werden auch immer öfter Fotografen von Eigentümern verklagt, die einfach mal ein Gebäude fotografieren. Die so anspruchsvolle Straßenfotografie wir so wohl auch zum Aussterben verurteilt werden. Wenn das mal keine Demokratie ist. Anwälte, stellt euch auf Street View ein, denn da wird wohl zukünftig viel Geld zu verdienen sein.

  90. Panoramafreiheit

    Ein guter Beitrag zur hitzig geführten Debatte, in der Tatsachen und echte Argumente oft zu kurz kommen. Deshalb möchte ich wenigstens einen Begriff erwähnen, hinter dem sich eine genannte wesentliche rechtliche Grundlage für Googles Vorgehen verbirgt: die sogenannte Panoramafreiheit. Sie ist hierzulande geregelt im § 59 des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) [1]. Danach ist es ausdrücklich erlaubt, Gebäude von öffentlichen Straßen aus zu fotografieren _und_ diese Bilder zu veröffentlichen. Genau das macht Google.

    Interessant ist auch die Geschichte dieser Regelung. § 59 UrhG geht zurück auf § 20 Kunsturhebergesetz von 1907 [2], der Wortlaut blieb fast unverändert. In der Begründung zum Gesetzentwurf heißt es: „Eine Beseitigung oder Beschränkung dieser im Rechts- und Volksleben eingewurzelten Nachbildungsfreiheit würde auch vom sozialen Standpunkt aus Bedenken unterliegen, da sich an den freien Verkehr namentlich mit Ansichtspostkarten und photographischen Abbildungen die Interessen zahlreicher kleiner Gewerbetreibender knüpfen.“ [3] Soziale und wirtschaftliche Gründe spielten also eine Rolle bei der Einführung dieser Regelung. Nun ist Google keine kleine Firma, aber sie ist auch nicht die einzige in diesem Sektor. Google zu kritisieren, weil sie mit Street View angeblich kommerzielle Interessen verfolgen, erscheint vor diesem Hintergrund ein wenig grotesk.

    Andere rechtliche Aspekte sind natürlich ebenfalls zu beachten (Persönlichkeitsrechte, Datenschutz).

    [1] http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__59.html
    [2] Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie (Kunsturhebergesetz), Entwurf vom 28. November 1905. http://www.reichstagsprotokolle.de/…0_00598.html
    [3] Begründung zu § 20 KunstUrhG http://www.reichstagsprotokolle.de/…0_00611.html

  91. Super!

    Toller Artikel!
    Du sprichst mir aus der Seele. Wirklich toll geschrieben!

    Danke

  92. Antwort

    @Marcel: Niemand zwingt dich Google Mail, Health oder Terminkalender zu benutzen. Da gibt es wahrlich andere Programme, die nicht so nachvollziehbar sind.
    Und wer diese Anwendungen benutzt, gibt FREIWILLIG!!! viel mehr von sich preis, als Streetview es jemals könnte.
    Es stimmt, wenn man die oben genannten Anwendungen miteinander verknüpft, kann man viel über eine Person heraus finden.
    Aber in der Öffnung der Privatspäre, welche Rolle spielt da Streetview?
    Für die Daten, die du beschreibst, braucht man kein Streetview. Für Arzt-, Apotheke, Urlaubsziel, Freund reichen doch die Daten der oben genannten Dienste und, für besonderes freigiebige Leute, auch noch Facebook.

    Gegen die Daten, die die Leute freiwillig herausrücken ist Streetview ein kleiner Fisch.

    @ubuntubru: Aktuell ist das, was Google macht, demokratisch erlaubt.
    Ansonsten: Von welchem Grunderecht redest du da?

  93. andere Länder?

    Als Google Street View in der Schweiz, wo ich seit einigen Jahren lebe, eingeführt wurde fanden es alle eigentlich ganz lustig, nur die Basler waren etwas besorgt, da wegen Fahrverboten ihre schönsten Ecken gar nicht zu sehen waren, so dass am Ende jemand auf den Gedanken kommen könnte, in Zürich sei es schöner (Basel ist übrigens noch nicht bei GSV zu sehen, ist aber offenbar in Planung)
    Daher war ich ziemlich überrascht, als ich die ganze Aufregung mitbekommen habe, zumal Schweizer was echte oder eingebildete Eingriffe in ihre Privatsphäre angeht normalerweise viel empfindlicher sind als Deutsche.
    Wohnt jemand in einem anderen Land und kann berichten ob es da auch so eine Aufregung gab als GSV eingeführt wurde?

  94. wie krank ist die welt???? „ich hab nen haus und es soll verpixelt werden“ … oh, ja und dann fahr ich hin und knipps nen foto davon und stell es ins netz! und??? hindert mich… ich kann diesen ganzen mist um datenschutz nicht verstehen, weder die social-netzwerke noch google & co. versuchen irgendwem den heimlichen wunsch nach sexuellen erfüllungen oder kriegsführerischen antreiberwahn zu entlocken den die idioten hier auf den planeten alle haben… nein… wo fängt der fisch an zu stinken??? und jeder muss seinen scheiß senf dazu geben… und heute ist es google morgen microsoft… schaltet doch das inet ab, grabt euch ein, oder hängt wäsche im wald auf, ist mir persönlich lieber als solche kommentare zu lesen… und ja ich nutze google und auch social-netzwerke und ich erfreu mich daran wie die evolution voran schreitet… UND DAS WAS NIEMAND WISSEN SOLL DAS GEB ICH AUCH IM NETZ NICHT PREIS! aber wenn ich nen haus baue, dann is mir klar, dass andere das sehen können… weil die kleine wohnung im 13. stock (sichtbar nur ausm hinterhof die ist ja zu wenig um anzugeben)… „aber verpixelt muss sie sein… “ *g oh man… als ob es keine anderen probleme gäbe… aber kapital und massendummsinn, das ist es… und von GEZ (um mal national zu bleiben) oder die, ich weiß nicht wieviele, menschen die jeden tag sterben (aber das liegt natürlich auch alles nur an street-view, weil nur daher wissen die ja wo sie wohnen ;)) die kümmern keinen… der wahnsinn, der an den börsen passiert? aber reicht jetzt auch… die welt dreht sich, dunkel ist es auch, also scheint alles in ordnung! 🙂 keine weiteren fragen…

  95. Verpixeln

    Wie kann man eigentlich sein Haus verpixeln? Ich war am Samstag im Malerei und Farben Fachgeschäft, aber die konnten mir nicht weiterhelfen.

  96. Die Dummheit der Masse

    Die unglaubliche Dummheit der Masse, die noch nicht einmal weiter als bis zwei zählen können, verblüfft mich immer wieder.

    Da springen Rentner wie Politiker auf einen Hype auf, den sie nicht im Geringsten verstehen können, weil sie zum Teil noch nicht einmal einen Computer besitzen.

    Wir leben in einer Gesellschaft, die verlogen ist wie sonst nichts anderes. Auf der einen Seite schon mal per Google Streetview die Ferienwohnung betrachten, um möglichen Enttäuschungen zu entgehen, auf der anderen Seite befürchten, jemand anderes auf der welt könne sich für das Haus Kirchstr. 4a in Hinterposemuckel interessieren, um dort Bomben zu platzieren oder es (was viel schlimmer ist) einfach nur anschauen.

    Am meisten erschrecken mich die Herrschaften aus der Politik, die einerseits jedes Datenschutzänderungsgesetz durchwinken und die Massen im Dunkeln darüber lassen, was wer wann wo erfahren darf, um dann lauthals als Alibi gegen Streetview zu blöken.

    Verlogenes Pack, wie immer.

  97. Rechtsstaat

    Die wenigsten Gesprächspartner machen sich Gedanken über die juristische Situation. Sie scheinen keine Ahnung zu haben, wie die augenblickliche Situation ist und lehnen auch den Gedanken an eine künftige Situation ab.

    Die meisten Gegner von Streetview scheinen kleine Diktatoren zu sein, die nach dem Motto schreiben: „Google an die Wand stellen und abknallen“.

    Wir leben jedoch in einem Land, der ein Rechtsstaat sein soll. Ein Gesetz muss dann für alle gelten. Man kann nicht seelenruhig Urlaubsfotos knipsen und an seine Freunde verschicken und anderen das gleiche verbieten.

    Also müssten die Gegner dem Gesetzgeber ein Kriterium vorschlagen können, das die Spreu vom Weizen trennt. Wenn man z.B. die Anzahl der Kopien eines Fotos begrenzte, würde man wahrscheinlich alle Zeitungen verbieten, die mal ein Straßenbild verwenden.

    Viele Fürsprecher von Street View scheinen andererseits das Mengenproblem zu unterschätzen. Auch in den Naturwissenschaften werden viele Effekte erst durch die Menge relevant: Eine kleine Mutation hat auf ein Individuum keinen großen Einfluss, in großen Anzahlen jedoch ergibt es die gesamte Evolution.

    Wo bleiben also die wertvollen Vorschläge?

  98. Es geht um KONTROLLE

    – Es geht in der Diskussion um Streetview nicht um die Daten an sich, sondern vielmehr um Kontrolle darüber, wer was mit meinen Daten anfängt. Meine Hausfront mag ja öffentliches Eigentum sein, aber deswegen ist es noch nicht zur freien Vermarktung verfügbar. Diese Diskussion kann man natürlich auch auf Daten wie Steuernummern, biometrische Ausweisdaten usw. ausweiten, aber eigentlich sind das ganz andere Diskussionen (Was darf der Staat und wie darf es im Zweifel an Firmen delegiert werden?) – sie hier einzukippen bringt nur mehr Verwirrung als Klarheit.

    – Die Tatsache, daß man mit Bing (wie auch Google Maps) von oben auf mein Haus schauen und es lokalisieren kann, ist aus meiner Sicht weniger zum Ausspähen meiner Privatshäre geeignet als ein Blick von vorne.

    – Daß Google von allen Seiten Feuer bekommt, ist „dummerweise“ mit der massiven Sammelwut von Daten verknüpft. Daß Dienste wie Bing (noch) in ruhigem Wasser rudern, heißt nichts darüber, daß ihre Sammelwut akzeptabler ist. Ich finde es schon bizarr, das schlechte Verhalten des großen Sammlers mit dem der unbekannteren zu rechtfertigen. Genausowenig wird ein Temposünder damit argumentieren können, daß ja viele andere täglich nicht erwischt werden.

    – Die vier besagten Rentner ob ihrer Unkenntnis über die Möglichkeiten der vorhandenen Dienste im Internet und ihrer vermeintlichen Ungeschicklichkeit bzgl. des Schutzes ihrer eigenen Daten, lächerlich zu machen, ist dann erst recht billig. Sie stellen sich mit ihren Namen für eine Sache, die aus ihrer Sicht richtig ist. Mag sein, daß sie bzgl. des Schutzes ihrer eigenen Daten noch etwas lernen können – womöglich ist ihnen aber auch völlig klar, was damit passiert.

    Insgesamt frage ich mich: Was soll der Artikel nun wirklich?

    Eigentlich ist er nur ein Gegenpart der derzeit geäußerten Meinungen, die tendenziell gegen Google sind. Qualitativ hebt er sich leider nicht ab – und bringt weder Struktur noch bessere Argumente als die der Streetview-Gegner.

    Lassen wir also Google gewähren, nur weil wir andererseits noch nicht damit angefangen haben, anderen Firmen auf die Finger zu klopfen? Oder fangen wir eben beim großen Google-Fish an, entwicklen unsere Sensibilität zum Thema Datenschutz (auch am Beispiel Google) weiter und führen Regeln ein, mit denen wir Kontrolle über unsere Daten bekommen.

    Sorry, aber dieser Artikel ist nur ein weiteres Lamento …

  99. Klasse Artikel! Es ist halt gerade im Trend auf Google einzuhacken, egal ob es irgendwie logisch ist oder nicht. Street View ist ein sehr nützlicher Dienst, den ich schon häufig für Barcelona verwendet habe.

    Ich glaube nicht, dass man im Ausland so sehr gegen den Fortschritt ist wie bei uns. Viele Länder wären vermutlich sehr froh, wenn Street View dort verfügbar wäre.

  100. xytrblk meint: Sehr hilfreiche Argumente

    Klasse Beitrag, Anatol Stefanowitsch. Saubere Argumente, viele davon für mich neu. Und das Fallbeispiel mit den vier Rentner ist wirklich Spitze!
    Yahoo war zwar vor Google da – aber nicht zufällig ist Google dann mächtig davongezogen – und jeder Internet-Benutzer, der einigermaßen effizient arbeiten möchte, ist notgedrungen (und gerne) hinterher.
    Die Politiker, die sich vor den Anti-Google-Karren spannen löassen, sollten sich schämen, wenn sie scheinbar für die Privatsphäre „kämpfen“ – und in Wahrheit total ignorant und unwissend sind – oder nur ihr „Süppchen“ kochen.

  101. Peinlich. Wenn man die Medienkompetenz von Rentern angreift, sollte man nicht selbst Argumentationsmuster aus den 60ern verwenden.

    „Die Privatsphäre beginnt hinter der Wohnungstür“ – was meinen Sie eigentlich, warum ein so verstandenes Sphärenmodell z.B. in der Rechtsprechung bereits seit Jahrzehnten als hoffnungslos veraltet gilt?

    Eine ernst gemeinte Bitte: Lesen Sie sich doch in das Thema ein, bevor Sie polemisieren – das würde auch einer Polemik gelegentlich gut tun.

  102. Privatsphäre

    @ David
    Natürlich ist auch Privatsphäre eine Sache demokratischer Verhandlung.

    In anderen Kulturen ist es gesellschaftlich akzeptiert, diejenigen umzubringen, die einen Blick auf das Gesicht meiner Frau werfen konnten. Alternativ kann ich dort dann auch meine Frau umbringen.

    Entsprechend wird das dort auch in der Gesetzgebung verwirklicht.

    Wenn wir in unserem Land Rechte haben wollen, müssen wir sie politisch durchsetzen, anstatt sie als gegeben hinzunehmen.

  103. „Diesen Menschen möchte ich sagen: Eure Privatsphäre beginnt hinter eurer Wohnungstür. Der Anblick eurer Häuser und Vorgärten ist öffentliches Eigentum.“

    genau so sieht’s mal aus.

  104. Juristische Lage

    @ 10com
    Endlich mal jemand, der sich hinreichende Gedanken über die juristische Lage macht. In dieser Richtung sollten wir weiter diskutieren!

  105. Ich auch nicht!

    schwache argumentation: natürlich sind straßen öffentliche räume und gerade deswegen dürfen sie nicht privat vermarktet werden. noch unsinniger: warum sollten wir nicht gegen falsche enwicklungen protestieren dürfen, nur weil politiker dabei sind ihren schwach entwickelten (sic) respekt vor unserer privatsphäre in dubiose gesetzesvorlagen zu gießen? bisschen dummdreist: gegen google darf sich nur wehren, wer vorher auch schon den geheimdiensten verboten hat sein haus von oben zu fotografieren. leuten, die solche artikel schreiben möchte ich sagen: öfter mal die wohnungstüre offenlassen und dafür auch mal den einen oder anderen gedanken für sich behalten!

  106. Danke

    Gut, wichtig, richtig! Diesen Artikel leite ich mal an gefühlte drölfzich Millionen Leute weiter.

  107. Auf den Punkt gebracht…

    Hervorragende Argumentation! „Uninformiertes Nachplappern von Sommerloch-Parolen“ – für mich das Zitat des Jahres…

  108. lol

    lol lol lol lol lol ^^

    Das Prä-Google-Internet war nicht weniger benutzbar als das heutige. Was hat Google denn jetzt verändert? Dass man schneller als früher auf nur für den Abverkauf von Krankenversicherungen und günstigen Schuhen konzipierte Mistseiten stößt? Ich widerspreche Deiner Meinung wehement.

    Vor Google gab es Fireball, zig gute eMail Services, die ohne Werbung auskamen und IRC oder ICQ. Lediglich themenrelevante Werbeeinblendungen wurden qualitativ verbessert und neuerdings achten die Webmaster zunehmend auf ihre Ladezeiten. Das rechne ich beides Google Inc. an, aber ansonsten fällt mir keine positive Neuerung ein.

  109. Mangelnde Phantasie

    > Eure Privatsphäre beginnt hinter eurer
    > Wohnungstür. Der Anblick eurer Häuser
    > und Vorgärten ist öffentliches Eigentum.

    Ei8n (Vor)garten ist nicht öffentlich. Der gehört mir. Und wenn ich den durch erlaubte Massnahmen gegen Einsicht schütze, dann wird Google Streetview eben nicht von der Panoramafreiheit gedeckt. Die erhöhte Kameraposition ist einem Hilfsmittel gleichzusetzen. Und es gibt auch ganz normale Gärten, die an Strassen Grenzen. Die Strassenseite der Hecke, die darf GSV meinetwegen veröffentlichen. Aber eben nicht drüber hinweg gucken. Und genau das machen sie. Sie nehmen eben nicht das auf, was ein normaler Passant sehen kann.

    Sicher kann auch ein Dachdecker vom Nachbarhaus in den Garten schauen. Aber er darf eben keine Fotos machen und sie veröffentlichen.

  110. *Beifall

    Und ich dachte schon ganz Deutschland wär dem Wahn verfallen. Danke, dass es doch noch vernünftige Leute gibt 🙂

  111. Pro Google & Streetview!

    Google und insbesondere der Streetview-Dienst wird den Leuten verkauft als ein Spionage-Bösartigkeits-Medium, als die virtuelle Achse des Bösen, vielleicht sogar als „Taliban des Internets“. In Wirklichkeit sehe ich Google mit all seinen Machenschaften aber viel mehr als Wohltäter des Internets und auch der Menschen.

    Ich frage mich zwar ganz offengestanden, was Google davon hat, müsste es doch keine Kameras auf Autos schrauben, keinen Sprit für tausende von gefahrenen Kilometern zahlen, keine politisch notwendig gewordenen Diskussionen führen. Aber ich wünsche mir auch, einen Nutzen daraus zu ziehen, frei nach der heute geltenden „ich will alles, und zwar umsonst“-Mentalität 🙂 Ich mag Google und ich halte die Idee für sinnvoll.

    Warum Leute ihre Hauswände aus dem Internet gestrichen haben wollen, während ihre Dächer schon drin sind (Google Maps lässt grüßen), ist mir einfach schleierhaft. Was ist dort so geheim, dass man es schützen muss?
    Ich kann verstehen, wenn sich jemand dabei unwohl fühlt, aber ich versuche auch zu verstehen, wieso sich davon jemand sogar bedroht fühlt?

    Das Problem ist, dass die breite Masse nicht weiß, was das überhaupt und tatsächlich ist und was dieser Dienst für die Menschen bedeutet (und bedeuten kann). Sie sind eingeschüchtert durch die Leute, die selbst keine Ahnung, aber dafür etwas zu sagen haben. Nicht nur in der heutigen Zeit eine Schande!

  112. Dumm

    An dem Autor von dem Blog und viele leute die gepostet haben sieht man ,wie das Internet verdummen tut.

  113. Jürgen,

    Meine Hausfront mag ja öffentliches Eigentum sein, aber deswegen ist es noch nicht zur freien Vermarktung verfügbar.

    Nennen Sie bitte nur ein einziges angekündigtes Vorhaben googles zur „freien Vermarktung“ Ihrer Hausfront.

    Ich finde es schon bizarr, das schlechte Verhalten des großen Sammlers mit dem der unbekannteren zu rechtfertigen.

    Ja, das wäre auch bizarr. Deshalb hat das hier auch niemand gemacht.

    und führen Regeln ein, mit denen wir Kontrolle über unsere Daten bekommen.

    Ihre Hausfront gehört nicht zu Ihren „Daten“.

  114. Interessanter und guter Artikel – wenn auch teilweise ein wenig zu pro – Google lastig.

    Wichtig sind aber die Argumente, die Du aufzählst. Und die passen…

  115. Übrigens…

    Man kann übrigens bei http://www.dasoertliche.de nach dem Namen suchen & in Kartenansicht auf Schrägbild gehen. Details aus allen 4 Himmelsrichtungen in diversen Zoomstufen sind einsehbar.
    Gibt es schon mehrere Jahre, kostenlos, und niemand regt sich auf. Funktioniert nicht in allen dörflichen Gegenden aber zumindest in nahezu allen größeren Städten. Keine weitere Software nötig, und die Einfahrten zu den Häusern und „eventuelle Einbruchsmöglichkeiten“ sieht man ziemlich gut.

    Hab ich grad mal getwittert, vielleicht spricht es sich ja mal herum.

  116. Ein klares Ja und Nein zu diesem Artikel.

    Ja, es ist richtig, dass der Protest gegen Street View von vielen nur eine übernommene Meinung ist. Ja, die meisten haben überhaupt keinen Schimmer, was man von ihnen alles erfahren kann. Ich erschrecke mich ja selber, wenn ich mich mal wieder in sämtliche Suchmaschinen einwerfe. Wer liest sich denn heute beim Anmelden zum Onlineshop XYZ noch die seitenlangen Datenschutzbestimmungen durch – und versteht sie? Vieles wird einfach akzeptiert, weil de rnachbar das auch macht, und dem ist ja auch nichts passiert. Da kann man auch mal seine Protestmeinung übernehmen. Selbstständiges Denken, das ist nämlich so ’ne Sache …
    Aber nein, das rechtfertigt nichts. Im Endeffekt habe ich trotz allem ja doch das Recht, selber zu entscheiden, ob ich den Telefonbucheintrag möchte. Es ist meine Sache, welche Daten ich in welchem Netzwerk für wen freigebe (immer in der Annahme, dass man sich mit der Materie beschäftigt, wenn man sich schon freiwillig anmeldet).
    Dass „die anderen“ viel schlimmeres Schindluder treiben, ist kein überzeugendes Pro-Argument.

  117. Aua….

    Klasse Artikel. Gut auf den Punkt gebracht. Mich würde interessieren, wer von den StreetView-Gegnern denn eine Payback-, Deutschland- und was weiß ich Ausspionier-Card hat. Diese Leute haben doch angeblich alle nix zu vergergen. Und wenn RTL mit der Kamera vor ihrem Haus steht, wird als erstes gefragt wann das gesendet wird. Frei nach dem Motto: „Huhu… Mudda kuck ma – wir sind im Fernsehens“ Armes Deutschland.

  118. Die, die jetzt am lautesten schreien…

    sind wahrscheinlich die üblichen
    Kandidaten….
    – immer und überall die ec-Karte durch den Schlitz ziehen,
    – immer brav an der Kasse die Payback Karte raus kramen, man kann ja
    vielleicht was abgreifen,
    – egal wo ein Preisauschreiben ist, erst mal die Karte mit Adresse,
    Geburtsdatum und der Lösung befüllen, man könnte ja was abgreifen….
    – […]

    Am besten dazu noch nen Smartphone benutzen und sich drüber freuen
    wie genau man mittlerweile auch ohne GPS navigieren kann (in der Stadt), oder am
    besten gleich über das Internet den ‚Persönlichen Standort meinen Freunden
    freigeben’…

    Naja, aber hauptsache wir haben was zu meckern…

  119. mich

    würde ja mal die Meinung zur überhöhten Position der Kamera interessieren. Aber dazu gibt es hier ja keinen Antwort auf die Kommentare soweit ich das sehe.

  120. Einfach geil

    Dieser Text hat es genau auf den Punkt gebracht. Nur weil Google mit Streetview wirklich erfolgreich werden kann, muss wieder mal jemand protestieren. War ja wohl klar, dass es in Deutschland entweder zensiert oder auch ganz verboten wird, wenn die Politiker so einen Schwachsinn über die „Privatsphärenverletzung“ verbreiten.

  121. Sehr gute Artgumentation, aber…

    … es geht ja nicht wirklich darum, dass Google unsere Straßen filmt und im Prinzip sie jeder im Internet ansehen kann. Es kann ja auch jeder vorbei fahren. Es geht um mehr – nämlich das Recht auf inhaltliche Selbstbestimmung im Netz. Daher hinkt auch der Vergleich mit Sozialen Netzwerken, denn dort bin ich ganz allein für das verantwortlich, was ich da rein stelle. Quasi ist dort jeder seines Bildes eigner Maler. Dann lebe ich auch damit, dass Facebook & Co Dinge speichern – ich gebe sie ja selbst ein.

    Und das genau ist der Unterschied zu Google’s Streetview. Dort wird mein Eigentum ohne meine Zustimmung katalogisiert und im Web verbreitet.

    M.E. ist der Kern Debatte also nicht, ob mein Haus im Web von der Straße aus zu sehen ist. Der Kern ist vielmehr die Frage nach informationeller Selbstbestimmung.

  122. Eigentum

    Hallo,

    auch ich finde deinen Beitrag sehr hilfreich und informativ. Ich hatte eh ein gespaltenes Verhältnis zu der gesamten Debatte.

    Auch ich habe mich gefragt, wie es denn sei, wenn ich als Privatperson durch die Strasse xy fahre und mir anschaue, was es da so gibt. Wo ist der Unterschied?? Ich könnte das jeden Tag wieder tun und mehr Informationen sammeln als Google. Da stand natürlich meine Frage im Raum „Wie schlimm kann der Blick von der Strasse denn sein, wenn es auch real möglich ist???“

    Aber ohne Bedenken möchte ich nicht für Google sprechen, denn die kriminellen Möglichkeiten sind auch hier wieder gegeben. Es gibt wohl bei jeder „guten Sache“ auch die Kehrseite der Medaille…

  123. Super

    Einer der besten Beiträge bisher zu diesem Thema. Weiter so!
    Leider betreiben die grossen Medien im Moment eine Verdummungskampagne, die vielen Leuten vorgaukelt, dass Google hier böse ist. Die Wahrheit wird hier einfach übersehen!

  124. Re:

    Ich als Googler seit es Google gibt kann dem nur beipflichten. Will ja selber was in dieser Art online setzen und bin erfreut das mir dies schon jemand abgenommen hat.
    Ich werde dies natürlich favorisieren da ich es nur überflogen hab.
    Sinngemäss stimmt auf jedenfall was hier steht 😉

  125. google street view

    Ja, das „Pro Google Street View“ bringt es schön auf den Punkt. Auch Creditreform, Schufa und ihresgleichen haben schon in den 70ern und 80ern – damals nur teilweise digital – ein ungeheures Archiv von Daten über Häuser aufgebaut. Die Praxis ging so weit, dass Klingelschilder mit aufgezeichnet wurden, und der Zustand der Immobilien, samt Gardinen/Nicht-Gardinen, Zustand der Briefkästen etc. etc. ins Firmenarchiv wanderten. Das wurde flächendeckend durchgeführt – eine enorme Arbeit, die vor allem der Bonitätsbeurteilung von Schuldnern dienen sollte. Also da ist Google vergleichsweise transparent – wenigsten kann ich die Bilder nachher sehen.
    Und überhaupt – warum das Frontfoto meines Hauses auf einmal nur mir gehören soll, will mir nicht einleuchten. Ist doch nicht die Haut. Manchmal denke ich, dieser plötzlich angefachte Protest gegens Bild ist ein Ventil für drängende aber machtlose Revierinstinkte, unter denen viele Menschen leiden – ständig kommt jemand zu nahe, und unaufhörlich möchten sie um sich schlagen, um sich Luft und Frieden zu verschaffen. Bei jeder Party, und in der Nachbarschaft jeder Kneipe gibt es das. Wirklich nicht schlimm aber ein bisschen traurig.
    Naja, und man soll auch nicht vergessen, dass noch Sommerloch ist, und die Medien dringend ein paar Aufreger brauchen. Für ein Interview sind solche „Betroffenen“ ein gefundenes Fressen – sagen ohne Honorar vorhersagbar das Gewünschte.

  126. wieviel Euro gibts denn von Google

    wieviel Euro gibts denn von Google für Artikel dieser Art?

    Es ist ja schon peinlich, so etwas lesen zu lassen

  127. Um es gleich zu sagen: Mir ist Google scheißegal.

    Zweitens: Mir ist es scheißegal, ob meine Hausfront bei Streetviev auftaucht oder nicht.

    Drittens: Politiker kann ich abwählen, Unternehmen nicht. Denken sie mal drüber nach.

    Mir fällt aber auf, dass sie meinen, dass Politiker gegen Google hetzen. Dabei geht es doch nicht nur um StreetView. Ob dies nun von Google oder Microsoft oder wasweißichwem getrieben wird.

    Das Poblem ist die Preisgabe der Privatsphäre und zwar ungefragt.

    Warum macht Google solche Aufnahmen? Aus lauter Lust und Laune? Nein, sie wollen Geld verdienen. Google verdient sein Geld mit dem Sammeln von persönlichen Daten. Je mehr davon, umso besser.

  128. Ein wirklich gut geschriebener Artikel und ich kann die meinung unterstützen. sicherlich macht es einem Angst zu hören was andere „Leute“, Dienste alles über mich wissen, aber ich kann es immernoch selbst bestimmen. Wenn ich im internet unterwegs bin , Blog schreibe und mich bei Social Communitys zeige, dann habe ich bestimmt, welche daten ich freigebe. wenn ich nicht will, dass dort meine Adresse steht, dann schreibe ich sie halt weder da noch ins Telefonbuch und gut ist. Wenn ein Dieb mich ausrauben wird, dann wird ihm der Anblick der Straße bei Google wohl nicht reichen, sondern er wird vor Ort kommen und beobachten ob jmd. zu Hause ist oder nicht.
    Auf der anderen seite kann ich die ältere Generation verstehen, wenn sie den angstmachenden Medien glauben, denn sie wissen es nicht besser, sind nicht mit dem Web aufgewachsen. aber vielleicht würde ihnen dein Artikel helfen es besser zu verstehen.

  129. Dass Google Street View keine Verletzung irgendeiner Privatsphäre ist, halte ich für falsch. Da es jedoch jedem selbst überlassen ist, was und wieviel er von seiner Privatsphäre Preis geben will, finde ich es gut, dass Google Street View anbietet, Häuser o.ä. unkenntlich zu machen.

  130. Pro

    Ich habe nichts gegen Google! Ich habe nichts gegen Street View!

    Ich nutze das Internet für sehr Vieles und möchte ohne dieses nicht mehr sein!

    Datenschutz & Privatsphäre – daran glaube ich sowieso nicht; auch ohne Internet…

  131. Nett, diese Kommentare. Ich versuche mir grade vorzustellen, wie Person A Person B wegen Eindringen in die Privatsphäre verklagt, weil sich A auf die nach vorne offene Veranda setzt und B zufällig die Strasse entlang kommt und einen schälmischen Blick wagt…

    Auch plädiere ich dafür, dass ich von Fotographen und Gemeindeverwaltungen ebenfalls verlangen kann, dass auf Postkarten mein Haus verpixelt wird, wenn es auf einer Postkarte drauf ist. Ist doch genau dasselbe: Mein Haus wird abfotographiert um damit Geld und Werbung zu machen…

    Oder gehen wir einen Schritt weiter: Verlangen wir einfach, dass keiner mehr ein Haus von der Strasse aus anschauen darf, wer den Besitzer vorher nicht um Erlaubnis fragt. Keine Autofahrer, keine Postboten und Piloten schon gar nicht. Die ham sich gefälligst auf die Strasse (den Luftraum) zu konzentrieren und nicht auf das, was diese un/mittelbar begrenzt oO.

  132. Alles schon da

    Wer sich über das Sammeln von Daten innerhalb eines Konzerns aufregt, der diese auch gewinnbringend nutzen will, sollte mal zur Post gehen und sich über Postwurfsendungen für Werbung beraten lassen.
    Die können mit ihren Daten viel genauere Angaben über Wohnviertel, deren Bevölkerungsschichten, Einkommen, Einkaufsverhalten etc machen, als es Google je möglich sein wird.
    Die ganze Diskussion ist lächerlich und dient nur dazu, den Blick von Dingen, die uns wirklich Sorgen machen sollten, abzulenken.

  133. Merkt ihr nischt?

    Die Regierung will euch massiv ins Portemonnaie greifen, um die aufgeblähten Krankenkassen weiter zu stützen, Deutschland führt einen Krieg, der jetzt auch offiziell „Verluste“ bringen kann, Rente bis 70 (!) und wer weiß, was derzeit noch „verschwiegen“ wird.
    Aber ihr diskutiert darüber, wer wessen Haus von außen sehen darf, und wenn ja, warum nicht.
    Der Plan funktioniert also.
    Glückwunsch!

  134. Google, schau das an!

    Bildzeitung hat nicht recht: Die Mehrheit der Deutschen möchte Streetview haben. Ein paar Rentner und Politiker sind nicht das Volk.

  135. Ich bin für StreetView in Deutschland

    Ich den Stress um StreetView in Deutschland nicht. Es wäre doch toll wenn man alle Strassen u.s.w in vernünftigen Bildern sehen könnte. Ich hab auch nichts dagegen im Garten zu sehen zu sein. (Bin ich woanders eh!) Die Spießer sollen sich um wirklich wichtige Sachen kümmern.

  136. J.O.

    Danke! Unwissenheit der Menschen und vor allem die der Politiker gehen mir so was auf die Nerven. ich wollte mir schon seit geraumer Zeit gerne darüber Luft machen, aber anscheinend gibt es genug Menschen die noch bei Verstand sind wie Sie. Vielen Dank. Alles sehr gut beobachtet und zusammengefasst. Besser geht es nicht. Politiker sollten sich lieber Gedanken machen wie Sie unsere Steuergelder nicht aus dem Fenster werfen und vor allem wie Sie als Vorbild, Ihre sogenannten „Diäten“ senken, wenn Sie wirklich vorhaben etwas Gutes zu tun. Es läuft einiges schief in diesem schönen Land. Die Leute sollten sich noch kritischer mit den Themen der Medien auseinandersetzen…und bitte dabei schön den gesunden Menschverstand einsetzen.;-)

  137. Ich mag Goolge nicht.

    Ich mag Goolge nicht. Nein, ich mag Google wirklich nicht. Und auch nicht Bing, nicht Yahoo oder sonst eine Suchmaschine die auf Daten baut, die nicht von mir gegeben wurden, sondern die sie sich irgendwo zusammengeklaut haben.

    Und wer nun unbedingt wissen muss, dass ich meine Fenster nie putze, sollte schon seinen Arsch hochbekommen und selber vorbeischauen.

  138. Panoramafreiheit hat Beschränkungen

    Ich darf von der öffentlichen Straße zwar Fotos machen, aber nur ohne Hilfsmittel. Nehme ich meine Leiter mit oder besorge mir ein Hochstativ mit Fernauslöser habe ich die Grenzen des Paragraphen schon überschritten.

    Insofern bewegt sich Google schon stark am Rande des Gesetzes. Ich wäre etwas zufriedener mit der Aktion, wenn die Fahrstrecken wenigstens tagesaktuell bei Google veröffentlicht würden. Dann kann ich wenigstens dafür sorgen, daß ich nicht gerade mit dem halben Arsch in der Hose beim Ausladen der Terassensteine geschossen werde.

    Das dann natürlich Probleme mit Protestlern und Exhibitionisten gibt, ist auch klar. Andererseits sind das weniger als Damen, die nicht verschwitzt bei der Gartenarbeit oder beim Nacktsonnen im Internet auftauchen wollen.

  139. Zum xten Mal

    Google verdient sein Geld mit dem Sammeln von persönlichen Daten. Je mehr davon, umso besser.

    Das Argument kann ich nicht mehr hören. Straßenfotos sind keine persönlichen Daten.

  140. Ich frage mich zur Zeit nur noch, welche Art von narzistischer Persönlichkeitsstörung bei vielen Deutschen vorliegt, die anscheinend unter Einsatz ihres Lebens verhindern wollen, dass Google ein paar Fotos von ihrer Nachbarschaft macht. Gerne wird als Ergänzung auch noch hinzugefügt, dass Google ja impertinenter Weise auch noch Geld damit verdient. Sollte hier wieder der deutsche Neid und die deutsche Misgunst am Werke sein, dass man anderen, und schon gar nicht Amerikanern, keinen Cent Verdienst gönnen will, weil man neidisch ist auf deren innovative Ideen?

    @ubuntubru, „Ich will aber selbst darüber bestimmen, ob mein Haus dargestellt wird oder nicht. Das gilt nicht nur für Google.“

    Ich will auch viel… doch zum Glück gibt es in Deutschland Gesetze, sodass nicht jeder in Eigenjustiz das durchsetzen kann, was er persönlich für richtig hält. Ein Gesetz davon regelt die Panoramafreiheit, und die besagt, dass ich, oder auch Google, vom öffentlichen Grund aus Ihr Haus fotografieren kann, und dieses Foto auch veröffentlichen darf.
    Wenn Ihnen das nicht passt, müssen Sie vielleicht in einen Polizeistaat mit restriktiveren Gesetzen ziehen. Ich jedenfalls genieße die Freiheit, die mir Deutschlands Gesetze bieten gerne.
    Und ich gönne auch Google die Freiheit, mein Wohnhaus von der Straße aus zu fotografieren (was doch ehrlich gesagt vom Datenschutz her gesehen so sch***egal ist, wie noch was – da sollte man sich lieber über andere Eingriffe in private Daten aufregen!)

  141. Starker Post!

    Mein Eindruck ist, dass sich ein allgemeines Unbehagen an der modernen Dynamik an immer neuen Projektionen festmacht. Man schaue sich die wirren Demos gegen Handyantennen, Stuttgart21 etc. an. Angst laesst sich im alternden Deutschland leicht schueren und wenn der Gegner noch ein US-Konzern ist… Allerdings Moschee ich anerkennend erwähnen, dass sich sowohl Innenminister wie Bundeskanzlerin gegen ein Anti-Google-Gesetz ausgesprochen haben. Politikerschelte kann auch billig sein.

  142. (1) Das google Teil einer größeren Entwicklung ist, lässt sich nicht bestreiten. Dass es deswegen nicht kritisieren werden sollte ist ein Fehlschluss. Es gehört zur Natur öffentlicher Debatten, dass exemplarische Präzedenzfälle diskutiert werden. Man müsste also, nach der google Debatte auch bei gmx & co weitermachen.
    (2) Es ist nicht klar, dass das Foto meines Hauses ein „öffentliches Gut“ ist. Genausogut könnten die Gespräche die ich in der Öffentlichkeit führe als öffentliches Gut bezeichnet werden. Oder mein gesamtes Verhalten außerhalb des Hauses. Wenn es z.B. google street voice gäbe, welches alle unsere Gespräche aufzeichnet, die dann weltweit abrufbar sind. Würden wir dann auch noch sagen „die Straße gehört uns allen“? Der Begrif öffentliches Gut scheint also hier fehl am Platz.

  143. @Carsten: Wenn der Begriff des öffentlichen Gutes in dieser Debatte unbedingt benötigt werden sollte, dann wäre es hilfreich, sich vorher darauf zu einigen, was man damit überhaupt meint. In den Wirtschaftswissenschaften ist er leidlich präzise definiert, nämlich über die beiden Charateristika (i) Nicht-Ausschließbarkeit und (ii) Nicht-Rivalität im Konsum. Soll heißen: Man kann Leute nicht vom Konsum des Gutes ausschließen, etwa weil sie nicht bezahlt haben. Außerdem kann das Gut von praktisch unbegrenzt vielen Leuten gleichzeitig konsumiert werden. Demnach sind die sprichwörtlichen Brötchen beim Bäcker klarerweise kein öffentliches Gut, unverschlüsselter Rundfunk ist eins (egal ob öffentlich-rechtlich oder privat).

    Daß das Beispiel der Straßengespräche nicht taugt, zeigt sich also schon bei Betrachtung der Definition. Bei einem Gespräch kann man sichergehen, daß niemand in der Nähe ist und lauscht. Außerdem könnte bei einem normal geführten Gespräch nur eine sehr begrenzte Zahl von Leuten überhaupt lauschen.

    Natürlich könnte man jetzt den Einwand bringen, daß mit leistungsstarken Mikrophonen wesentlich mehr zu erreichen sei, aber es lohnt sich vielleicht, an dieser Stelle die akademische Diskussion zu verlassen und den gesunden Menschenverstand wieder einzuschalten: Niemand geht davon aus, daß, während er vor seiner Haustür mit dem Nachbarn den neuesten Tratsch austauscht, irgendwer mit einem Hochleistungsmikrophon auf der anderen Straßenseite steht und lauscht. Das ist kein normaler Betriebsmodus im menschlichen Miteinander. Ich gehe bei meinen Alltagsgesprächen normalerweise nicht davon aus, das mich tritte mit Spionageequipment belauschen und es hätte auch niemand ein Recht dazu. Dazu, Photos von Häusern zu machen, hat man aber sehr wohl das Recht. Zudem ist dieser Vorgang schon im Fall von Privatpersonen, mehr noch im Fall des GSV-Autos, sehr offensichtlich.

    Die neue Qualität, die mit GSV einhergeht, liegt im massenhaften, veröffentlichungsbestimmten Abphotographieren und Zusammensetzen zu gigantischen Panoramen, also eigentlich nur in ins Extrem gesteigerter Quantität – wobei es aber, was das einzelne Haus betrifft, dennoch bei einer recht kleinen Zahl von Einzelphotos bleibt. Um diese neue Qualität müßte sich die Diskussion m.E. in jedem Fall drehen, wenn sie sinnvoll sein soll.

  144. Was im obigen Kommentar noch fehlt: Man sieht leicht, daß es sich bei Straßenbildern durchaus um öffentliche Güter handelt.

  145. kein Betreff

    „Das Durchsuchen und Kategorisieren von Nachrichtenmeldungen ist kein Umgehen irgendeines „Leistungsschutzes“, sondern ein Instrument, das es dem Konsumenten erlaubt, sich umfassend und vergleichend über das Weltgeschehen zu informieren, ohne dabei dem Filter eines einzelnen Medienunternehmens ausgeliefert zu sein.“

    Das ist so elementar falsch – aber bei dem Glauben verstehe ich auch, dass man Google liebt, ja.

  146. Und wir alle sind Google?

    … wenn man sich schon auf die Metaebene begibt, sollte man auch ein bisschen abstrakter denken. Du argumentierst ja so, als wäre das Internet von Google allein erfunden worden. Google hat einfach den wirtschaftlichen Mehrwert vieler der von Dir genannten Dienste erkannt und beizeiten aufgekauft. So verhalten sich Unternehmen, die eine expansive Wachstumspolitik betreiben – das ist typisch für eine Marktwirtschaft, hat aber überhaupt nichts mit der gesellschaftlichen und genauer datenschutzrechtlichen Komponente der Diskussion zu tun. Google Street View mit dem Hinweis auf öffentliches Eigentum zu legitimieren halte ich für das schrägste Argument, welches ich seit langem gehört habe. Google ist kein öffentlich-rechtliches Unternehmen, wie auch Du wissen solltest – die Privatisierung von öffentlichem Eigentum sollte also unbedingt kontrovers diskutiert werden.

  147. Feedback

    Ja da bin aber froh das dies jemand mal so aufschreibt !!
    Denn diese ganze angebliche „Sorge“ ist nur „Augenwischerei“ um den besorgten Politiker einer bestimmten Partei zu sein! Quasi fängt „Wahlkampf“ nach der Wahl wieder an!

  148. MeinungXY vs. Sachlage

    Die Argumentation in diesem Blog ist genauso leer wie in den meisten anderen Berichten und Beiträgen zu diesem Thema.

    Da argumentiert ein überzeugter google-fan damit, dass andere Anbieter genauso schlampig mit Benutzerdaten umgehen und dass es Alternativangebote gibt, welche unter die gleiche Kategorie fallen über die eigentlich debattiert wird. Wo ist hier das Argument? Dass es eh nicht schlimmer wird, wenn noch eine Firma noch einen draufsetzt? Dass die Misere ohnehin schon schlimm genug ist, als dass es einen Unterschied machen würde? Dass das fragwürdige Verhalten von Firma A das fragwürdige Verhalten von Firma B legitimiert?

    „Google Street View ist keine Verletzung irgendeiner Privatsphäre“ und „Erstens: Ihr liegt falsch.“ und „Eure Privatsphäre beginnt hinter eurer Wohnungstür“ und „Die Straße gehört uns allen.“

    Wo steht das alles? Ist das Meinung/Wunschdenken oder Fakt? Für letzteres sollte es dann schon Gesetze geben, oder? Und wenn ja, wieso steht dann die Diskussion überhaupt im Raum und Bundesminister müssen ein Spitzentreffen abhalten um genau das klären?

    Immer diese plakativen Parolen, die jeglicher gesetzlichen Grundlage entbehren und einzig der Meinungsmache dienen (bzw. zum „uninformiertes Nachplappern von Sommerloch-Parolen“ einladen). Jeder darf mal seinen persönlichen Senf dazu abgeben, wie er die Gesetzeslage grob einschätzt (oder persönlich gern hätte)…

  149. @FaktVsBla:
    Art. 13 (1) GG (Die Wohnung ist unverletzlich.)
    §§ 22 und 23 KunstUrhG.
    Mehr Schutz ist nicht.

    @PrinzRowan:
    Die Schöpfungshöhe eines 0815-Hauses dürfte fürs UrhR nicht reichen, § 59 UrhG greift dann gar nicht erst.
    Woher hast Du die Beschränkung der Hilfsmittel?

  150. Google street view

    Der Artikel trifft voll zu.
    Was hat denn eine Haus- und Straßenansichtansicht mit Privatspäre und Sicherheit zu tun. Alle Straßenbenutzer sehen meine Hausfassade, will ich das nicht müßte ich die à la Christo verhüllen.
    Wenn ich z. B. auf einen mich interessierenden Campingplatz will schaue ich mir diesen mit seiner Lage, Zufahrt, Abfahrt, Platzeinteilung usw. in Google Maps an. Das gleiche kann ich mit dem Haus machen, dessen Bewohner ich besuchen möchte
    Will ein Einbrecher ein Objekt mit Zugang Fluchtweg, Beobachtungsmöglichkeit usw. ausbaldowern, kann er das bestens über Google Maps machen. Street view wäre dazu nur ganz beschränkt möglich. Um in den Sicherheitsbedenken kosequent zu sein, müssten jeder Hausbesitzer seine Hütte dann auch aus allen Karten, Plänen und Satellitenansichten löschen lassen können.
    Hier wird gegen street view ein Popanz aufgebaut, der auf anderen Ebenen schön längst gestürzt ist.

  151. Die naive Argumentation trieft in diesem Artikel und vielen Kommentaren schlicht aus den Poren.

    Alles fängt klein an, wie übrigens viele „Google-Dienste“ und wird später, völlig unkontrolliert, bzw. von außen unkontrollierbar zusammengeführt.

    Das Google auch gleichzeitig die wlan-Netze gescannt hat und diese Daten nun vorliegen, ist für mich wesentlich aussagekräftiger als die vermeintliche Außenansicht öffentlich einsehbarer Gebäude.

    Das Google Daten zusammenführt und auch einzelne „Kollektionen“ kommerziell nutzt solle nun wirklich kein Geheimnis mehr sein.

    Für mich ist der Ausschlaggebende Punkt nicht die aktuelle „Datensammelwut“ eines Großkonzerns, sondern das Ergebnis, dass in wohl absehbarer Zeit daraus entstehen wird.

    Wenn den Leuten klar wird, dass Google weiß wo Sie wohnen, wie Sie wohnen, wo Sie im Internet surfen, was für persönliche Kontakte sie pflegen, was für persönliche Vorzüge der einzelne hat, Familienstand, Gesundheitsdaten etc. etc.

    In Anbetracht dessen ist die Streetview-Debatte nur ein Aufhänger dafür, das die Gesamtentwicklung und die Brisanz des Themas nicht an der Mehrheit vorüber geht…

  152. Gestern habe ich meinen Termin mit Google Home View ausgemacht. Die ganze Hausreihe im 10-Minuten abstand.

  153. Ein Angriff auf die Panoramafreiheit

    Ich möchte dem gelungenen Beitrag mit guten Argumenten noch eines anfügen: die ganze Diskussion könnte das Ende der Panoramafreiheit bedeuten. Diese besagt nämlich, dass man Bilder von öffentlichen Wegen aus machen darf.
    Das betrifft dann uns alle, wenn man irgendwie ein Photo von einem Gebäude machen möchte. Das Ulmer Münster fotografieren? Wäre dann gefährlich. Die BMW-Welt in München? Achtung Gesetzesbruch. Das schöne Bauernhaus im eigenen Ort? Nicht ohne Zustimmung des Bauers. Das könnte natürlich auch der Presse noch Probleme bereiten, den Bloggern und wem auch sonst noch.

    Gruß,
    Sebastian

    PS: im verlinkten Artikel ein paar Infos zur Panoramafreiheit im Status Quo…

  154. @ cruiser

    Das alles weiss Google nicht – wie kommt man überhaupt auf so eine absurde Idee? Und wenn Du nicht willst dass Dein WLAN gescannt wird, musst Du es absichern. Verfolgungswahn und offenes WLAN passen für mich irgendwie nicht ganz zusammen.

  155. Vielen Dank

    Endlich mal jemand, der argumentativ das widergibt, was eigentlich 90% denkt. Bin absolut derselben Meinung.

  156. Danke!

    Sie haben die Problematik klar und sachlich auf den Punkt gebracht.
    Gestern habe ich auf dem Olivaer Platz in Berlin Fotos für 360°-Ansichten gemacht, artig darauf geachtet, dass abgebildete Personen nicht erkennbar sind und war nur mit Stativ und Kamera und Zubehör ausgestattet. Trotzdem wurde ich von einem älteren Herren (also schon ziemlich viel älter als ich und ich bin schon 52) angesprochen, ob ich Google von Berlin wäre. Das Thema ist überall präsent und wird häufig von Leuten beurteilt, die die Komplexität der heute schon vorhandenen Gegebenheiten nicht einschätzen können. Immobiliendatenbanken liefern etliche Fotos von unbeteiligten „Objekten“, teilweise auch 360°-Ansichten. Wenn man Google das Fotografieren aus dem öffentlichen Raum verbieten will, müßte man es allen verbieten und das wäre eine sehr schreckliche Vorstellung.

  157. 1+ und eigene Erfahrung

    Wir sind seit Jahren Gastfamilie bzw. Betreuer für Austauschschüler aus aller Welt (Russland, Ukraine, Japan, China, Mexiko,usw.) Über Google Earth oder Streetview haben wir uns gemeinsam ihre Wohnhäuser aus der Luft oder virtuell (Japan, Mexiko) von der Straße aus angesehen. Es war immer ein großer Spaß. Unsere Tochter war selbst ein Jahr in China. Dank Google Earth und Skype war sie eigentlich gar nicht so weit weg.
    An alle Skeptiker: Google installiert keine Kameras die rund um die Uhr Ihre Aktivitäten aufzeichnen. Es ist eine Momentaufnahme und kein Gauner kann damit etwas anfangen.
    Meine Sorge ist, dass man in naher Zukunft nur noch unscharfe, verpixelte Fotos von z. B. einer Fußgängerzone machen kann, da Hausbesitzer und Passanten auf ihre Persönlichkeitsrechte pochen. Vielleicht gibt es auch eine Urheberrechtsklage, weil 3 Tage zuvor ein Anderer von gleicher Stelle ein Foto gemacht hat. So eine Zukunft will ich nicht!

  158. Und es stimmt halt doch nicht so ganz

    Ich teile alle Argumente in diesem Artikel. Allerdings ist ein wichtiger Aspekt ausser Acht gelassen:
    Das die Informationswege drastisch verkürzt werden.

    Möchte mein zukünftiger Arbeitgeber herausfinden „wo denn der da so wohnt“, kann er zukünftig von seinem Schreibtischstuhl aus an meinem Fenster vorbeisurfen. Das wird in Zukunft toleriert werden (müssen). Vor ein paar Jahren wäre einem der Gedanke garnicht in den Sinn gekommen, dass soetwas überhaupt von Interesse sein könnte. Der nette Arbeitgeber hätte sich dazu bequemen müssen, zumindest jemanden loszuschicken der ein paar Fotos von meinem Domizil schiesst – wie völlig bescheuert möchte man meinen!

    Das ist ein relativ plattes – aber durchaus anschauliches Beispiel das eigentlich jeden von uns betreffen kann.

    Die Tendenz des Internetvoyeurismus wird somit nach Facebook, GMaps usw nun auf das nächste Level gehoben – Hochauflösendes Bildmaterial jeder Strasse.
    Die Servicekomponente ist natürlich enorm – an welcher Ecke liegt die Bushaltestelle? Wie weit muss ich in etwa bis zur Nummer 24 laufen? Da gabs doch mal nen Dönerstand oder?
    So müssen wir – wie sooft in dieser Zeit – den Nutzen eines Service gegen den Preis in „Privatsphäre“ abwägen.
    Siehe Nacktscanner, SocialNetworks, Google, das Internet, bis hin zu „ich gehe auf die Strasse“.
    Meiner Meinung nach ist das Problem dass jeder sehr individualistische Vorstellungen von „Privatsphäre“ hat – im Falle von GStreetView dies jedoch kollektiv entschieden wird.

    Diese Sichtweise der Dinge gilt für viele Entscheidungen und Kontroversen die gerade so herumschwirren.

    Vielleicht ist unser Wunsch nach Privatsphäre ein Zeichen für die Unfähigkeit mit unserem eigenen Fortschritt umzugehen.

  159. street view

    hi stefan,
    die entscheidende frage ist : cui bono? ( wem nuetzt es) und es ist voellig klar, dass die massenmedien mit begeisterung auf diesen zug aufgesprungen sind. denn es geht um etwas ganz anderes. google wird in absehbarer zeit zu den jeweiligen strassen auch kleinanzeigen einstreuen. welches restaurtant, kino, bar usw. in der naehe sind. UND das ist das problem der printmedien! denn es geht um den letzten rest eines bereits ziemlich toten geschaeftsmodells der printmedien. dass politiker mit aufspringen ist klar. sie glauben, die mm zu brauchen. so einfach ist die welt.
    ps. dass die vier rentner nun nicht unbedingt fuer den nobelpreis kandidieren werden, ist auch klar. aber wie schon andy warhol vor langer zeit mal sagte: irgendwann wird jeder fuer 15 minuten beruehmt. na bitte, die vier haben es geschafft.

  160. Ein hervorragender Text, der auf den Punkt genau formuliert ist. Stehende Ovationen verdient dieses Werk, besonders der Teil über „unsere“ Politiker.

  161. Ist mir unklar, wie jemand die ’sauberen Argumente‘ hier loben kann. Sie sind nicht nur zu kurz gedacht und einseitig, sondern teilweise polemisch und ignorieren zentrale Punkte.

    1. Meine Adresse im Telefonbuch wird nur mit meiner Zustimmung veroeffentlich, das SV-Bild auch ohne (bis jetzt)

    2. Jede Webseite hat ein Impressum, in dem die Anschrift steht, was bei privaten Webseiten gleich der Privatanschrift des Betreibers ist. Gleiches gilt fuer Domains. Ergo ist jedes Haus jedes privaten Webseitenbetreibers innerhalb von 10 Sekunden zu finden. [Der Autor dieses Artikels hat auf seiner Homepage (http://www.stefanowitsch.de/anatol/) interessanterweise kein Impressum und keine Adresse im Telefonbucheintrag aber eine Telefonnummer 040 24 85 92 82].

    3. Nur weil andere Dienste (Bing, e-rent.de) etwas Aehnliches anbieten, heisst das noch lange nicht, dass das ok ist. Google hat das Problem, der Platzhirsch zu sein, dementsprechend uebertrieben ist die Aufregung, aber der Grundgedanke wird dadurch nicht falsch.

    4. Dass die Privatsphaere im letzten Jahrzehnt mangels Interesse der Buerger extrem vernachlaessigt wurde, macht das Problem nicht kleiner, auch nicht, dass es andere Faelle gibt, wo die Verletzung noch eklatanter ist. Ich begruesse die Diskussion, wuerde mir aber etwas weniger Polemik und Schwarz-Weiss-Malerei wuenschen.

    5. Die Ablichtung und Veroeffentlichung der Rentner vor ihrem Haus geschah mit ihrer Zustimmung und in ihrem Interesse. Diese ist ausserdem nicht ueber eine Karte indiziert, so dass sie in einem Jahr nur schwerst wiederzufinden ist. Das alles trifft nicht auf SV zu.

    6. Panoramafreiheit erlaubt vielleicht die Aufnahme und Veroeffentlichung von Aussenaufnahmen, nicht aber deren massenhafte Indizierung und Verknuepfung

    [Niemand muss meine Argumente „sauber“ finden oder loben, aber die von Ihnen genannten „Punkte“ sind irrelevant oder längst beantwortet. Zu 1: Ihre Adresse ist ein personenbezogenes Datum, ihre Hausfassade nicht. Zu 2: Private Webseiten (wie die, die ich unter Stefanowitsch.de betreibe) benötigen kein Impressum, und wenn, dann würde ich sicher nicht meine Privatanschrift dort hineinschreiben, ebensowenig, wie ich sie im Telefonbuch veröffentlichen würde. Meine Telefonnummer dagegen habe ich bewusst und freiwillig veröffentlicht, denn ich will ja, dass man mich anrufen kann. Zu 3: Es geht nicht darum, dass Street View ok ist, weil Andere ähnliche Dienste anbieten: es geht darum, dass es scheinheilig ist, einen medialen Krieg gegen Google zu führen, obwohl dutzende ähnlicher Dienste seit Jahren existieren. Alle diese Dienste bewegen sich rechtlich im grünen Bereich, sonst wären sie längst abgeschaltet. Zu 4: Das Problem ist aber, dass die Street-View-Hysterie von den eigentlichen Verletzungen der Privatsphäre ablenkt. Der Innenminister von Rheinland Pfalz ist sich zum Beispiel nicht zu schade, gestern ein Gesetz gegen „Geo-Dienste“ anzukündigen, und heute ein Gesetz vorzustellen, das die heimliche Online-Durchsuchung von Computern erlaubt. Zu 5: Personen darf man nur mit deren Einwilligung fotografieren, Häuser auch ohne. Zu 6: Von welcher Verknüpfung reden Sie? — A.S.]

  162. „Der Anblick eurer Häuser und Vorgärten ist öffentliches Eigentum.“
    Wie wahr!
    Und weil das so ist, kann darüber weder der Einzelne, schon gar nicht eine Privatfirma, schon gar nicht ein ausländischer Konzern verfügen.
    Über das öffentliche Eigentum verfügt allein(!!!) die öffentliche Hand nach den geltenden Gesetzen.
    Und diese Gesetze haben bislang noch kein jetzt von Google beanspruchtes Sondernutzungerecht festgelegt. Bis das geschieht, ist das Verhalten von Google rechtswidrig, ein Fall für jede Gemeinde, das zu untersagen, ggf. jedes Land durch Gesetz.
    Das Sondernutzungsrecht kann eingeräumt werden. Ich schlage vor: 10 Millionen Euro je laufenden Kilometer Straße.
    Zu teuer? Dann befasst Euch mal mit den Fragen, was Google damit kommerziell zu tun gedenkt. Da sind die 10 Mio ein Klaks.
    Ich habe Widerspruch eingelegt, nicht weil ich mit meinem Vorgarten gepixelt werden will, sondern um meiner Empörung darüber Ausdruck zu geben, dass der öffentliche Raum meines Landes von einem Privatkonzern für komerzielle Zwecke verjubelt wird.
    jfo

    [Ihnen ist schon klar, dass die Häuser immer noch dastehen, nachdem Google sie fotografiert hat? — A.S.]

  163. Tiefe Verbeugung

    Da kann ich mich nur all den vielen Kommentaren anschließen. Endlich mal richtig schön zusammengeschrieben und auf den Punkt gebracht.

    Das schicke ich gleich mal an die Verwandschaft.

  164. S242

    Ich finde, dass der Autor in sdeinem Artikel sehr schön das Potentielle Schadenspotential von Google Street View herausdarbeitet – auch wenn das gar nicht sein Gedanke war.

    Indem er so schön den Aufenthaltsort der Anti-Google-Rentner herausfiltert und uns jetzt schion zeigt, per individuellem Data-Mining möglich ist. Danke dafür. Genau diese Art der Recherche will ich nicht sehen.

    Die Indizierung des öffentlichen Raumes an sich ist nicht das Problem, sondern

    a) dass sie von einem privatwirtschaftlichen Konzern getätigt wird, der (b) nebenbei noch so ziemlich die meisten vertraulichen Daten von uns hält, und diese Informationen nun noch geschickter kombinieren kann, und (c) sogar die Frechheiut besitzt, für das Austragen in diesem Service eine Frist zu setzen.

    Wofür das alles? Dafür, dass sich anbgebliche Touristenziele einsehen kann??? Wirklich? Fährt deswegen das Street Car durch den kleinsten nebenweg von Witten-Herdecke?

    Wueso haben die Datenfahrzeuge nebenbei noch den *zufälligerweise* den W-lan Verkehr mitgeshcnitten? Doch wohl um e-mail Addressen den entsprechenden funknetzwerken und damit den Strassenaddressen zuweisen zu können.

    Leute, seid doch nicht so doof, zu glauben, dass es hierbei um einen Service geht. Wir helfen der Dtaenkrake Google nur bei der Vernetzung in den Offline Raum, und das wider Willen.

    S242

  165. Noch nie treffender gelesen

    Mein Kompliment,

    dieser ganze Hype um Streetview regt mich nur noch auf, aber noch keiner hat meine Sichtweise so gut getroffen, wie Sie.

    Ich finde das so lächerlich, Millionen Bürger lassen Woche für Woche ihre Sex-Magazine und Condome über Payback registrieren und regen sich über Bilder auf, die jeder täglich auch ohne PC zu Gesicht bekommt.

  166. Sommerloch und Hype

    Danke für diesen sachlichen und gut lesbaren Beitrag zu der aktuellen Hysterie. Die Bedenken gegenüber Google sind zwar nicht unbegründet, im Falle der aktuellen Diskussion zeigt sich aber oft wieder, wieviele einfach dem Empörungshype folgen, ohne sich weiter zu informieren. Die Meinung steht schon fest – aber ob sie auch selbst gefasst wurde?

    Daher sehr spannend, welche Erklärungen Sie liefern, warum es zu diesem Hype kam. Ich habe mir erlaubt Ihren Beitrag auf WeHype zum passendem Google-Street-View-Hypeeintrag zu verlinken.

    Viele Grüße,
    mandelforce

  167. Ganz meine Meinung

    Gut dass ich hier nach längerer Zeit wieder mal vorbeigeschaut habe und diesen erstklassigen Artikel lesen durfte.
    Herzlichen Dank

  168. @Wentus

    Natürlich ist auch Privatsphäre eine Sache demokratischer Verhandlung.

    In anderen Kulturen ist es gesellschaftlich akzeptiert, diejenigen umzubringen, die einen Blick auf das Gesicht meiner Frau werfen konnten. Alternativ kann ich dort dann auch meine Frau umbringen.

    Danke für den Einwand, Du blitzgescheites Bubchen. Zwei Fragen:

    1. In welchen Kulturen? Bitte mit Nachweis.

    2. Welche davon sind demokratisch verfaßt und haben diese Bedingungen demokratisch verhandelt?

    Zur Erläuterung meiner Aussage (ich hatte ja eigentlich gehofft, daß sich das von selbst verstehen würde): Ich bin natürlich von demokratischen Verfassungsstaaten ausgegangen, in denen einerseits Legislative und Regierung demokratisch eingesetzt werden, andererseits aber i.d.R. nicht grenzenlos in alle Bereiche hineinregieren können. In solchen Staaten findet man meist eine Reihe verfassungsmäßig verankerter Rechte wie Meinungs-, Äußerungs- und Pressefreiheit und etwa auch die Unverletzlichkeit der Wohnung, die gerade den Schutz dessen darstellt, was ich als die ‚wirkliche‘ Privatspähre bezeichnet habe.

    Man kann diese Rechte tatsächlich demokratisch verhandeln und auch abschaffen, aber damit schafft sich der demokratische Verfassungsstaat selbst ab. Mit derartigen Vorgängen hat man hierzulande ja auch tatsächlich Erfahrung.

    Da ich – ich hielt das wie gesagt für selbstverständlich – meinen Kommentar vor dem Hintergrund des demokratischen Verfassungsstaates schrieb und verstanden wissen wollte, wird sein Inhalt durch die von Ihnen vorgebrachten Geschichten aus der Barbarei natürlich auch nicht tangiert.

  169. Und es stimmt halt doch nicht so ganz

    @ Elias
    Du schreibst:
    „Möchte mein zukünftiger Arbeitgeber herausfinden „wo denn der da so wohnt“, kann er zukünftig von seinem Schreibtischstuhl aus an meinem Fenster vorbeisurfen. Das wird in Zukunft toleriert werden (müssen). Vor ein paar Jahren wäre einem der Gedanke garnicht in den Sinn gekommen, dass soetwas überhaupt von Interesse sein könnte. Der nette Arbeitgeber hätte sich dazu bequemen müssen, zumindest jemanden loszuschicken der ein paar Fotos von meinem Domizil schiesst – wie völlig bescheuert möchte man meinen!“

    Dein Arbeitgeber hat es sich früher einfacher gemacht. Er hat gesagt „Die Gegend kenne ich, die ist schlecht.“ Am Beispiel: In Bremen gibt es Bremen-Osterholz (Reihenhäuser, Einfamilienhäuser) und Bremen-Osterholz/Tenever (Massenquartier). Aber gleiche Postleitzahl. Der Arbeitgeber sieht die PLZ, assoziiert: Hochhaus, Ausländer, Hartz IV und lehnt ab. Heute schaut er zu Google Earth und sieht es ist im alten Osterholz und morgen mit SV sieht er Dein Haus.
    Das kann positiv für Dich sein oder negativ, aber so ist es.

    Ich möchte aber mal auf die Scheinheiligkeit einiger Leute hinweisen. „Nicht mein Haus“ hat eben diese Bedeutung. Man möchte sich gern per SV die Umgebung der neuen Wohnung (die man danach pixeln lässt) anschauen, den Urlaubsort im Voraus erkunden und viele andere Dinge tun. Da wird auf die Privatsphäre Anderer gesch… . Aber Hauptsache „Nicht mein Haus“ !

  170. Drum herum kommen?

    Also ich weiß nicht, warum so ein Aufstand darüber gemacht wird.
    Ich bin mir sicher, dass man um dieses Thema längerfristig nicht drum herum kommt.
    Nur in Deutschland machen die Menschen solch einen Aufstand.

  171. Danke

    Wunderbare Argenumetation und Darstellung der „Problematik“ Datenschutz in Deutschland.
    Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Danke!

  172. Sorry, aber ich habe einfach die „schnauze“ voll vom diskutiren, Ich habe auch keinen Nerv mehr mich argumentativ mit den Street View Befürwortern auseinander zu setzen. Darüberhinaus hätte ich nie gedacht jemals in der Gefahr zu stehen radikalisiert zu werden. Aber es ist leider soweit gekommen. Wenn nach meinem Einspruch gegen Street View ein sogenannter „verschollene Häuser Aktivist“ mein Haus fotographieren will um es auf Google-Maps hochzuladen kann es passieren dass ich ihm den Schädel einschlage, Und nein, darauf werde ich sicher nicht stolz sein.

  173. Ich muss Ihnen auf jeden Fall Recht geben. Ich glaube auch, dass vor allem die Panikmache der Medien verantwortlich für die Skepsis und Abneigung gegenüber Streetview ist.
    Außerdem kann sich ein Teil der deutschen Bevölkerung gar kein Bild von diesem Onlinedienst machen und sich objektiv mit dem Thema beschäftigen, da sie ganz einfach kein Internet besitzen und folglich null Ahnung haben.
    Die Medien erledigen dannn den Rest!!!

    Sehr lesenwert, Daumen hoch!

  174. Erhöhte Kameraposition

    Jemand hat weiter oben, die erhöhte Kameraposition angesprochen.
    Die hat lediglich einen praktischen Sinn:
    Wenn das Auto z.B auf engen Straßen unterwegs ist, würde eine direkt auf dem Autodach positionierte 360°-Kamera nur einen begrenzten Blickwinkel ermöglichen.

  175. Treffender Artikel!

    Du hast Recht, wenn die Politiker mal wieder nichts zu tun haben, fahren sie gegen Projekte, mwie Google Street View. Von wegen Datenschutz! Inzwischen wollen sie doch nur noch, das es so aussieht, als ob sie was für Deutschland tun! Wie viele Kinderschänder laufen frei herum und lachen uns und das Gesetz aus. Dagegen muss wirklich etwas getan werden, aber das sehen die Politiker nicht! Ich finde die getroffenden Maßnahmen zum Start von Street View völlig ausreichend: Jeder der sein Haus verpixeln will, kann dies tun und wer dies nicht tut, hat eben Pech gehabt! Und ich bin ehrlich, ich freue mich schon wenn ich endlich durch die 20 größten deutschen Städte „fahren“ kann!

    Viele Grüße

  176. danke

    genau so denke ich auch

    alles schwachsinn mit dem ganzen zensieren

    google soll
    die die zensieren lassen,
    die ganzen google funktionen ausblenden oder gar nicht zur verfügung stellen

  177. Wieso die Aufregung?!

    Wirklich netter Blog 🙂 Gut strukturiert und alle Werbeplätze hübsch gestaltet. Und jetzt zum Thema. Ich versteh überhaupt nicht, warum sich jeder aufregt. Ich finde die Idee berauschend, mir Orte anzusehen, zu denen ich einen Flug gebucht habe, um das Hotel und die Umgebung anzusehen. Findet ihr nicht?! Wer nicht will, dass sein Haus irgendwo zu sehen ist, soll er eine Löschung beantragen. Fertig 🙂

  178. Don’t be Evil?

    Sehr geehrter Herr Stefanowitsch,

    in Ihrem Artikel werden gleich mehrere Probleme auf einmal – und dadurch zu kurz – thematisiert: Urheberrechtsverletzung, Schutz der Privatsphäre und Datenschutz. Zu letzterem will ich mich gerne äußern, denn ich denke, dass die objektive Sicht bezüglich Datenschutz und Google unter Ihrer Streetview-Euphorie etwas gelitten hat. Ich habe Ihnen mal ein paar Zitate aus Zeitungsartikeln über Google und den Datenschutz zusammengestellt, die dazu beitragen mögen, jenes sensible Thema etwas umfassender zu betrachten.

    „Google hatte im Mai eingeräumt, dass die Kamerawagen, die Bilder für den Online-Straßenatlas Street View machten, auch Informationen aus unverschlüsselten WLAN-Netzen aufgezeichnet hatten.“ […] „Erst bei deren Untersuchungen sei aufgefallen, dass auch ganze E-Mails, Internet-Adressen und Passwörter unter den Daten seien, hieß es nun.“

    http://www.sueddeutsche.de/…espeichert-1.1015255

    „Und es zeigte auch, was passieren kann, wenn Google einfach mal alles zusammenführt, was es über uns weiß. Stein des webweiten Anstoßes war eine Funktion in Buzz, die „Auto-Follow“ heißt und standardmäßig angeschaltet war. Wer ein Buzz-Profil einrichtete, dem wurden automatisch diejenigen Personen als Freunde – wie bei Twitter Follower genannt – hinzugefügt, mit denen er häufig E-Mail-Kontakt gehabt oder gechattet hatte. Diese Freundesliste war für jeden Buzz-Nutzer sichtbar.“ […]
    Die wahren Folgen dieser alles offenbarenden Grundeinstellungen waren weniger freundschaftlich als dramatisch. Bekannt wurde der Fall einer Frau, deren gewalttätiger Exmann über Buzz ihren – bis dahin geheimen – aktuellen Wohnort und Arbeitgeber quasi auf dem Tablett präsentiert bekam.“

    http://www.stern.de/…-woche-pruegel-1544392.html

    „In der neuen Version des Programms“[Google Desktop] „gibt es nun aber eine weitere Funktion. Sie erlaubt es, auch andere Rechner zu durchsuchen, für die der User einen Zugang hat. Das könnten zum Beispiel Firmenrechner sein. Alle Computer, auf denen der Nutzer die Desktopsuche installiert hat, können nun gleichzeitig durchsucht werden.“ […] „Außer wenn Sie Google Desktop sehr sorgfältig konfigurieren – und sehr wenige Menschen werden das tun -, hat Google Zugriff auf Kopien Ihrer Steuerabrechnungen, Liebesbriefe, Geschäftsunterlagen, Finanz- und Krankenakten und alle anderen Textdokumente, die von der Desktop-Software indiziert werden können.“

    http://www.spiegel.de/…web/0,1518,400196,00.html

    „Nun ist bekannt geworden, dass sowohl Google als auch der CIA in eine Firma namens Recorded Future investieren, die Webseiten, Blogs and Twitter-Accounts durchforstet, um gegenwärtige sowie zukünftige Beziehungen zwischen Menschen und Organisationen, zwischen ihren Absichten und ihren Handlungen zu analysieren. In einer Selbstdarstellung behauptet die Firma, man sei auf der Suche nach unsichtbaren Verknüpfungen.“

    http://www.taz.de/…lter-des-internetfeudalismus/

    Nicht, dass Sie mich falsch verstehen: Ich liebe diese Suchmaschine und ich habe auch nichts gegen Streetview. Aber wenn Sie schon das Thema Datenschutz ansprechen, dann sollten Sie die oben zitierten Ereignisse nicht außer Acht lassen. Google ist ein profitorientiertes Unternehmen und kein Wohltätigkeitsverein, der den Menschen nur Gutes will.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Simon

  179. Korrektur

    „Der Anblick eurer Häuser und Vorgärten ist öffentliches Eigentum.
    Die Straße gehört uns allen.“

    Im Grunde ist das richtig. Aaaaber…

    Als Grundstückseigner habe ich (abhängig von örtlichen Gegebenheiten) das Recht und die Möglichkeit, den Blick auf mein Haus und meinen Vorgarten durch bauliche Maßnahmen (Hecke, Mauer) einzuschränken. Pflanze ich eine breite, 2,50 m hohe Hecke oder errichte ich eine gleich hohe Mauer, ist es für Außenstehende mit meinem Vorgarten Essig. Die Straße gehört allen – dennoch kann ich gegen den, der auf dem Bürgersteig vor meinem Haus eine Leiter mit dem Zweck aufstellt, über diese Hecke/Mauer zu schauen und Bilder von meinem Haus und Vorgarten zu machen, rechtlich vorgehen.

    Was mich persönlich an StreetView stört, ist nicht die Tatsache, DASS mein Haus fotografiert wird, sondern die HÖHE, aus der die Aufnahmen gemacht werden. Abhängig von den verwendeten Fahrzeugen lag der Aufnahmestandort zwischen 2,80 und 3,50 m*. Und DAS stellt sehr wohl einen Eingriff in meine Persönlichkeitsrechte dar bzw. handelt dem Paragraphen (den herauszusuchen ich jetzt zu faul bin) zuwider, der Aufnahmen privater Grundstücke/Bauwerke von öffentlichem Terrain aus gestattet.

    *) Sehr schön ist der Unterschied zwischen zulässigen (hier: Panoramio) und fragwürdigen (StreetView) Aufnahmen in Berlin zu sehen. Achtet einmal auf die Dächer der vor dem Haus parkenden Autos: http://maps.google.de/….029098,0.077248&z=14

    Zusammenfassend läßt sich sagen, daß die meisten GSW-Befürworter (UND Gegner) gern ihre eigenen Rosinen herauspicken, um ihrer Argumentation Substanz zu verleihen, doch kaum einer macht sich die Mühe, Für und Wider abzuwägen und auch mal ein wenig ins Detail zu gehen.

  180. @Marin

    Sind Sie mal mit der U3 in Hamburg von der Hoheluftbrücke nach Eppendorfer Baum gefahren?

    HochbahnLiveView. (Eine Viaduktbahn.)

    [An Hamburgkenner/-bewohner: sind die Verpixelungen in der Isestraße nicht reichlich unsinnig?]

  181. Die 2,50m Hecke ist ziemlich nutzlos….

    @Martin,

    ist zwar schon tausend Male durch die Blogs gegangen, aber einfach mal hier gucken:

    Relationen

    Also alle Reisebusse verbieten weil man damit ueber die 2,50m Hecke ruebergucken kann?

  182. Street View

    Ich finde Google Street View für die Tourismusbranche sehr hilfreich. Man kann sich schonmal vorher die Umgebung anscheuen und sehen auf was man sich einlässt.
    Aber wenn private Details gezeigt werden, dann geht es zu weit. Es ist ein zweischneidiges Schwert!

    Bildbearbeitung,

  183. Kritik

    Liebe macht blind. Dass Liebe auch noch doof macht, das ist neu.

    [Wenn Ihnen das tatsächlich neu ist, haben Sie noch nie richtig geliebt. — A.S.]

  184. Netter Artikel

    Gut geschrieben …

    Bei dem Fall „Rentner-Ehepaare“ aus Düsseldorf, habe ich mal kurz richtig aufgelacht … die Sache ist urwitzig, göttlicher Humor, würde ich fast sagen.
    Da arbeiten Mephistoteles und Gott gut zusammen und lachen beide 😉

    Vielleicht wollten die einfach mal in die Zeitung oder die Zeitung hat ne Humorsparte 🙂 … bist du dir sicher, dass das keine Satire war? 😉

    Tja, ansonsten hat das Verpixeln wohl ne Art Streisand-Effekt – http://de.wikipedia.org/wiki/Streisand-Effekt

    Nichtsdestotrotz finde ich Menschen, die ohne zu hinterfragen einfach alles gut finden genauso seltsam wie jene, die gleich reflexartig ihre Ängste allen mitteilen wollen … hmm, anderereits, wenn’s die nicht geben würde, hättest du diesen Artikel nicht geschrieben und ich hätte nichts zu lachen gehabt … hmm, insofern passt das schon wieder alles zusammen 🙂

  185. Warum diese Kommentare sehr deutsch sind

    Keiner der Autoren wird etwas ändern, weil keiner eine bedeutende politische Position oder auch nur irgendwo bedeutenden Einfluß hat. Aber sich beschweren macht Freude, tut niemandem weh und ändert auch nichts. Sehr deutsch. Ich finde Streetview toll.

  186. Jaja das ist mal wieder Typisch!

    Alte Knacker, die mit ach und krach den PC bedienen können (wenn überhaupt) regen sich tierisch auf wegen dem harmlosen und extrem nützlichen Street View; Aber dass Gevatter Staat uns schamlos ausspioniert ist denen egal.

    Ich bin völlig deiner Meinung und man sollte Google helfen!

    (Los lasst uns losziehen, Fotos von verpixelten Häusern machen und irgendwo hochladen – flickr oder so – und dann eine Ortsmarke in Google Maps setzen, dass es jeder sehen kann!)

    nimm das Paranoides Deutschland!

    aber mal im ernst das kann so nicht weitergehen Google ist einfach geil.

  187. Google helfen wollen…

    und das am 17.03.2011! Geh ruhig unter, Welt! Hauptsache, die Japaner verpixeln ihre Atomreaktoren nicht. Und was mal war, kann man sich – street view sei Dank – auch nach dem Untergang noch immer genüsslich ansehen.

  188. Was mich mal intressieren würde zum Thema Praktikum nach dem Abschluss. Wie ist das denn, weil meistens muss man ja immatrikulierter Student sein für ein Praktikum. Das ist man ja idR nicht mehr, sobald man sein Zeugnis bekommt. Geht das trotzdem? Ich wär an einem Praktikum zur Überbrückung sehr intressiert, fürchte aber, dass mich keiner nehmen würde. Da ich bereits in der Krise feststellen musste, dass mittelständische Firmen bereits nur Praktikanten nehmen, die ein Pflichtpraktikum machen. Dadurch hat das Unternehmen ja steuerliche Vorteile.

  189. Panoramio…

    Und nicht zu vergessen: Der Bilderdienst Panoramio.com, der auch von Google betrieben wird, wo jeder Privatfotos auch von Häuserfassaden hochladen kann – ohne dass hier irgendwer etwas verpixeln würde. Aber die Rentner haben Glück. Noch hat keiner ihre Hausfassade abgelichtet.

  190. Google Street View

    Ich finde das man durch den Google Street View einen größeren Ntzen hat, als das es einen schadet, wie hoch ist den auch die Wahrscheinlichkeit das einer darauf erkannt wird? Und wenn ja, haben es sowie so alle nach 2 Tagen vergessen…