„Im Takt der schwarzen Venus“

lautet der Titel meines Artikels, der am vergangenen Mittwoch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen und der nun auch online verfügbar ist. Darin geht es vor allem um die bewegte Geschichte der Venustransits von 1639 bis heute. Wenn der Artikel den ein oder anderen Leser dazu motiviert, am 6. Juni vielleicht doch ein wenig früher aufzustehen als sonst, oder auch die am Ende genannten Buchtipps wahrzunehmen, hat er sein Ziel erreicht. 

Viel Spaß beim Lesen!

Die „schwarze Venus“ am 8. Juni 2008.

Weitere Blogposts und Links zum Venustransit:

Countdown zum Venustransit läuft!

Den Venustransit sicher beobachten

Website von Udo Backhaus mit Beobachtungsprojekten

Website von Stefan Krause mit wertvollen Infos

und nochmal der geniale Blog von Steven van Roode

Mit dem Astronomievirus infiziert wurde ich Mitte der achtziger Jahre, als ich als 8-Jähriger die Illustrationen der Planeten auf den ersten Seiten eines Weltatlas stundenlang betrachtete. Spätestens 1986, als ich den Kometen Halley im Teleskop der Sternwarte Aachen sah (nicht mehr als ein diffuses Fleckchen, aber immerhin) war es um mich geschehen. Es folgte der klassische Weg eines Amateurastronomen: immer größere Teleskope, Experimente in der Astrofotografie (zuerst analog, dann digital) und später Reisen in alle Welt zu Sonnenfinsternissen, Meteorschauern oder Kometen. Visuelle Beobachtung, Fotografie, Videoastronomie oder Teleskopselbstbau – das sind Themen die mich beschäftigten und weiter beschäftigen. Aber auch die Vermittlung von astronomischen Inhalten macht mir großen Spaß. Nach meinem Abitur nahm ich ein Physikstudium auf, das ich mit einer Diplomarbeit über ein Weltraumexperiment zur Messung der kosmischen Strahlung abschloss. Trotz aller Theorie und Technik ist es nach wie vor das Erlebnis einer perfekten Nacht unter dem Sternenhimmel, das für mich die Faszination an der Astronomie ausmacht. Die Abgeschiedenheit in der Natur, die Geräusche und Gerüche, die Kälte, die durch Nichts vergleichbare Schönheit des Kosmos, dessen Teil wir sind – eigentlich braucht man für das alles kein Teleskop und keine Kamera. Eines meiner ersten Bücher war „Die Sterne“ von Heinz Haber. Das erste Kapitel hieß „Lichter am Himmel“ – daher angelehnt ist der Name meines Blogs. Hier möchte ich erzählen, was mich astronomisch umtreibt, eigene Projekte und Reisen vorstellen, über Themen schreiben, die ich wichtig finde. Die „Himmelslichter“ sind aber nicht immer extraterrestrischen Ursprungs, auch in unserer Erdatmosphäre entstehen interessante Phänomene. Mein Blog beschäftigt sich auch mit ihnen – eben mit „allem, was am Himmel passiert“. jan [punkt] hattenbach [ät] gmx [Punkt] de Alle eigenen Texte und Bilder, die in diesem Blog veröffentlicht werden, unterliegen der CreativeCommons-Lizenz CC BY-NC-SA 4.0.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Jan Hattenbach,

    von der Erde aus gesehen, können nur die näher an der Sonne als die Erde umlaufenden Planeten Merkur und Venus zwischen die Sonne und die Erde gelangen.

    Der sehr seltene Saturn-Transit könnte aber möglicherweise von den Planeten Uranus, Neptun, Pluto (ich weiss, das ist jetzt gar kein Planet mehr), und Xena (ich weiss, die heisst jetzt Eris) beobachtet werden, weil diese weiter weg von der Sonne als der Saturn umlaufen.

    Ich frage mich, ob dann die Photosphäre der Sonne durch die Saturnringe hindurch schimmert.

    Im folgenden Bild erscheint die Sonne durch die Perspektive (relative Nähe des Saturn) viel kleiner als der Saturn, deshalb ist die Sonne vollständig vom Saturn verdeckt.

    http://upload.wikimedia.org/…b/Saturneclipse.jpg

  2. Historische Beobachtungen

    In einem der von dir verlinkten Artikel stieß ich auf einen Link zu diesem Artikel vom NASA-Mitarbeiter Sten Odenwald, der auf die Möglichkeit einer Beobachtung eines Venus-Transits vor der Zeit Jeremiah Horrocks‘ eingeht. Das ist eine Frage, über die ich auch nachgedacht habe.

    Zum Einen ist es natürlich so, dass es schon Zufall sein muss, wenn Menschen gerade während eines der seltenen Transit auf die Sonne schauen. Zum Anderen dauern solche Transits Stunden und es gab viele Menschen auf der Erde, wenn auch früher weniger als heute. Es wird immer angenommen, dass nur solche Transits beobachtbar sind, die kurz nach Sonnenaufgang oder vor Sonnenuntergang gesehen werden können, aber erstens wird bei den meisten Transits diese Bedingung irgendwo auf der Erde erfüllt sein und zweitens kann man ja wohl kaum ausschließen, dass es menschen gegeben hat, die durch eine rußgeschwärzte Glasscherbe ohne Rücksicht auf die eigene Sicherheit die Sonne betrachtet haben.

    Ob irgendwelche hypothetischen antiken Beobachter das, was sie so sahen, auch richtig zuordnen konnten, ist wieder eine andere Frage.

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