Alle Jahre wieder

Maria meinte, wir sollten mal wieder drüber schreiben.

Maria bekommt immer die Krise, wenn sie auf so was stößt. Bei mir ist es meistens nicht ganz so schlimm. Da ist es eher milde Resignation. Vielleicht hab ich es auch schon aufgegeben, mich darüber aufzuregen.

Aber manchmal tritt es dann doch so geballt auf, dass ich wieder was zu Papier bringen muss. Gemeint ist unser aller Lieblingsthema "Astronomie und Astrologie: Das ist doch dasselbe". Zum bislang letzten Mal lud ich meinen Frust am 20. Januar dieses Jahres in den Kosmologs ab.

Danach wars fürs erste gut, aber seitdem lief das Fass  unerbittlich wieder voll. Ende November ist es dann erneut übergeschwappt.

Der Auslöser dafür war ein Doppelschlag, der mir innerhalb weniger Stunden wieder die Trostlosigkeit des Unterfangens vor Augen hielt, meinen Mitmenschen auch nur die absoluten Mindeststandards über die Gegebenheiten vor unserer kosmischen Haustür zu vermitteln.

Aus meinen Vorträgen bin ich daran gewöhnt immer aufs Neue festzustellen, dass 75 Prozent der Bevölkerung noch nicht einmal den Unterschied zwischen einem Stern und einem Planeten kennt. Oder was einen Mond zu einem Mond macht. Oder auch nur fünf davon nennen kann, gleich ob Stern, Planet oder Mond. Oder irgendeine Vorstellung von den Entfernungen im Weltraum hat (irgendwie ist doch alles gleich um die Ecke). Fünf Lichtstunden? Das ist doch das, was im Sommer länger dauert als im Winter. Ein Lichtjahr? Keine Ahnung wie lange das dauert. Ein Parsec? Gibt’s doch in mehreren Standardgrößen bei der Post.

Wie also sollte unseren Mitmenschen, und denen, die sie informieren, dann der Unterschied zwischen Astrologie und Astronomie klar sein?

Wie auch immer. Ich bemerkte, dass der Füllstand im Fass den Eichstrich überschritten hatte, als ich vor einigen Tagen an der Festveranstaltung zum 20. Jahrestag der Gründung des Vereins zur Förderung der Raumfahrt teilnahm. Der Event, das sei am Rande vermerkt, fand in der Skylounge statt, einem absolut überirdisch schicken Etablissement weit über den Dächern der Stadt München, das man zu absolut überirdischen Preisen für derlei Veranstaltungen mieten kann.

Bei just jenem Ereignis – man könnte da durchaus ein einschlägig vorgebildetes Publikum erwarten – sprach mich also eine Frau an, so wie mich Frauen (aber beileibe nicht nur die) gelegentlich ansprechen: "Sie beschäftigen sich doch mit Raumfahrt und Astro…, Astrolo…, Astromo…also mit Himmelskunde, und sagen sie mir mal, da können Sie mir doch sicher ausrechnen warum diese beiden Sterne, also der Jupiter und die Venus, wenn die dem Mond so furchtbar nahekommen mit ihrer Konjugation, also warum das so gefährlich ist für die Menschen hier auf der Erde".

An dieser Stelle täuschte ich eine akute Übelkeitsattacke vor und verschwand für die nächsten 10 Minuten auf dem Klo. Danach spähte ich vorsichtig durch die Tür, sah dass die Frau ein anderes Opfer gefunden hatte, und versuchte ihr den Rest des Abends nicht mehr zu nahe zu kommen.

Ich weiß, ich bin ungerecht und überheblich. Sicher hat diese Frau irgendwo ein Spezialgebiet auf dem ich genauso blind bin, wie sie in der Astronomie. Hoffe ich jedenfalls. Sonst geht mein Glaube an die Menschheit völlig baden.

Was soll’s, dachte ich nach der Veranstaltung, so was passiert dir doch alle paar Tage mal, und wollte die Sache wieder vergessen. Diesmal kam es aber dicker, denn daheim fand ich eine Nachricht von Maria in meiner Mailbox. Und der lag dieser Anhang (siehe oben) bei. Ein Beitrag der Wiener Kronenzeitung. Der Mini-Artikel hat eine Fehler- und Nonsense-Dichte, wie man sie leider in fast allen Medien beim Thema Raumfahrt und Astronomie findet. Aura und Aurora, Astronomie und Astrologie: Jacke wie Hose.

Maria jedenfalls war aufgebracht meinte, wir sollten mal wieder drüber schreiben.

Was hiermit geschehen ist.

Marias Beitrag findet sich übrigens hier und ist ein wenig zorniger ausgefallen als meiner. Ich für meinen Teil geh jetzt raus und guck nach, ob Jupiter, Venus und Mond schon zusammengerummst sind. Womöglich fällt uns noch der Himmel auf den Kopf mit all diesen Konjuga…Konvulsi…Kombina…mit all dieser ständigen nahen Vorbeifliegerei.

P.S. Als ich wieder reinkam hat es mich dann doch interessiert, warum das so furchtbar gefährlich ist mit diesen Kameraden. Gott sei Dank gibt’s heute ja Internet und schau mal einer an, es stellt sich heraus: alles halb so wild.

Im Astrologieforum meinte nämlich eine "Kirke" zu einer "Athena:

"… (eine Konjunktion) kann nur etwas auslösen, wenn in Deinem Radix eine Disposition vorliegt, d. h. ein Aspekt zwischen Jupiter und Venus schon vorhanden ist. Schau mal in Dein Radix, wie es aussieht und dann schau Dir auch mal die Direktionen an…"

Das tat Kirke denn wohl auch, denn sie meldete an Athena zurück:

"…Im Radix habe ich leider Jupiter quadrat Venus. Ich denke, dass dieser Aspekt mir einfach kein Glück in der Liebe beschert. Obwohl ich doppelte Schütze Frau bin, ist es immer so, dass es den lieben Männern nach kürzester Zeit zu eng wird, obwohl ich sehr selbständig und eben keine Klette bin. Also eine richtige Beziehung länger als ein Monat ist bei mir noch nie zustande gekommen. Habe echt ein Händchen für die falschen denke ich.  Und viel zu hohe Ansprüche…"

So wird’s denn wohl auch bei mir sein.

Und dann gab’s da noch die Frage nach dem Unterschied von Sonne und Planet. Dazu gucken wir uns das folgende Schaubild aus meinem unerschöpflichen Fundus an Lehrmaterial an und das obendrein – finde ich – auch noch irgendwie gut zur Weihnachtszeit passt.

Eugen Reichl

Ich bin Raumfahrt-Fan seit frühester Kindheit. Mein Schlüsselerlebnis 1963. Ich lag mit Masern im Bett. Und im Fernsehen kam eine Sendung über Scott Carpenters Mercury-Raumflug. Dazu der Kommentar von Wolf Mittler, dem Stammvater der TV-Raumfahrt-Berichterstattung. Heute bin ich im "Brotberuf" bei Airbus Safran Launchers in München im Bereich Träger- und Satellitenantriebe an einer Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Technik tätig. Daneben schreibe ich für Print- und Onlinemedien, u.a. für Astronomie Heute, Raumfahrt Concret und vor allem für mein eigenes Portal, "Der Orion", das ich zusammen mit meinen Freundinnen Maria Pflug-Hofmayr und Monika Fischer betreibe. Ich trete in Rundfunk und Fernsehen auf, bin Verfasser und Mitherausgeber des seit 13 Jahren erscheinenden Raumfahrt-Jahrbuches des Vereins zur Förderung der Raumfahrt (VFR). Aktuell erschien in diesen Tagen beim Motorbuch-Verlag "N1 - Moskaus Mondrakete". Bei diesem Verlag sind in der Zwischenzeit insgesamt 16 Bücher von mir erschienen, zwei davon werden inzwischen auch in den USA verlegt. Daneben halte ich etwa 20 mal im Jahr Vorträge bei den verschiedensten Institutionen im In- und Ausland. Mein Leitmotiv stammt von Antoine de Saint Exupery: Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Menschen zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge zu verteilen und Arbeit zu vergeben, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten unendlichen Meer. In diesem Sinne: Ad Astra

28 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich kann mir gut vorstellen, dass Eugen auf genau diese Frage von Andreas mit Spannung gewartet hat, damit sich jene Spannung durch diese Frage endlich in einer Art Urknall lösen und das Leben von Eugen zumindest für ein weiteres astronomisches Jahr neu beginnen kann.
    Ich wünsche Eugen ein frohes Weihnachtsfest mit einem glänzenden Stern von Bethlehem, der wohl keiner war, da zwar glänzend, aber nicht selbstleuchtend, andererseits auch kein Planet …
    und Andreas wünsche ich zumindest einen guten Rutsch.

  2. Informationsverweigerung?

    Das Problem ist an sich schon richtig diagnostiziert. Die Leute wissen’s halt nicht besser.

    Ob sich an der Unwissenheit was zum Positiven ändert, wenn die, die’s wissen, sich weigern, es denen, die’s nicht wissen, zu erklären, bezweifele ich.

    Ich musste im Jahre 2004 einem Kamerateam von einer Nachmittags-Frauensendung des ZDF(!) ein Interview zum Venus-Transit geben. Da kam dann auch die anscheinend unausweichliche Frage: „Und was hat dies für Auswirkungen auf uns?“ Meine Antwort: „Keine, die Abdunkelung der Sonne durch die Venus ist viel zu gering, als dass man sie wahrnehmen koennte.“ stellte die Journalistin nicht zufrieden, sie hakte nach.

    „Ja, aber, wenn sich zwei Himmelskoerper so nahe begegnen, dann hat das doch Auswirkungen auf uns alle.“ Dass der Abstand zwischen Venus und Sonne immer annähernd gleich ist, war ihr wohl entgangen. Und dann legte sie noch drauf: „Verstehen Sie, wir machen eine Frauensendung!“ Dies sagte mir wohlgemerkt eine Frau.

    Ich war kurz davor, zu erwidern, dass ich zwar durchaus den Sinn von Rundfunkgebühren sehe, dafür aber erwarte, dass das Geld nicht direkt in Volksverdummung umgesetzt wird.

    Dann aber hatte ich eine bessere Idee: „Nun ja, das Ereignis hat eine positive Auswirkung … auf Astronomen und Astronomiebegeisterte. Wenn wir den Venus-Transit sehen wollen, geht das tagsüber. Bei den meisten astronomischen Ereignissen muss man nachts ‚raus, und der/die Liebste/r bleibt allein im Bett zurück. Das ist diesmal nicht so, deswegen kann man schon sagen, dass der Venus-Transit zumindest dem Gefühlsleben der Astronomie-Interessierten absolut zuträglich ist.“

    Und … die Dame war mit meiner Antwort zufrieden!

  3. @Andreas: nachgefragt

    Spielst du auf braune Zwerge an?

    Damit hättest du zwar im Prinzip nicht Unrecht, aber nur weil keine ganz Abgrenzung zweier ansonsten doch recht klarer Begriffe gemacht werden kann, stellt dies doch nicht gleich die Definition dieser Begriffe und ihre Gültigkeit in Frage?

  4. 42

    Lieber Andreas,
    Lieber Werner,

    na gut: Wir nehmen heute Sonne, Mond und Planeten durch und machen dafür mit unserem Schul-Raumschiff einen kleinen Ausflug. Und nachdem ein Bild manchmal hundert Worte ersetzt, habe ich mal ein Bild dieses Klassenausflugs beigelegt.

    Allen SciLoggern schöne Weihnachten und einen guten Rutsch.

  5. *noch etwas unbefriedigt dreinschauend*

    Also Ihr Lieben, wer kann denn hier mal eine knappe und gute Unterscheidung von Stern und Planeten darlegen?

    @Michael: Ja, Braune Zwerge sind zwar „Zwitterobjekte“ zwischen Planet und Stern, aber können mit einer brauchbaren Definition recht gut einer der beiden Gruppen zuordnet werden.

    @Maria: Schöner Comic, nur wurde die Reihenfolge von Saturn und Jupiter in der Distanz zur Sonne vertauscht 😉

    Beste Grüße,
    Andreas

  6. Planetendefinition

    Ein Planet ist ein Nichtfusor, der um einen Fusor kreist.

    d.h. wenn Kernfusion, dann Stern;
    sonst: Nichtstern.

    Ein bißchen heikel: es gibt ja auch freefloater, d.h. „freefloating objects of planetary mass“, also interstellare Himmelskörper, die ca so groß sind wie Planeten, aber eben nichts umkreisen. Bei denen hängt es vom Kontext ab, ob man sie zählt oder nicht: im klassischen und eigentlichen Sinn sind sie keine Planeten, weil sie nichts umkreisen. Für die Suche von Planeten mittels Gravitationslinsen werden sie aber z.B. mitberücksichtigt, weil die Gravi-linse ja nicht unterscheiden kann, wohin sich eine Masse bewegt, sondern nur „sieht“, wie groß die Masse ist.

  7. @Andreas: Allgemeine Vorstellungen

    > Schöner Comic, nur wurde die
    > Reihenfolge von Saturn und Jupiter in
    > der Distanz zur Sonne vertauscht 😉

    Auch ist der Mars etwas groß geraten.

    Das wundert mich aber nicht, es weiß keiner mehr, dass der Mars ziemlich genau den halben Durchmesser der Erde hat und damit ein Viertel der Erdoberfläche – interessanterweise damit aber auch, weil die Erde zu fast 3/4 mit Wasser bedeckt ist, in etwa dieselbe Landfläche wie die Erde. Das sollten sich die merken, die immer meinen, die bisherigen Sonden zur Marsforschung seien doch genug.

    Und da wir gerade beim Thema „unerwartete Groessenvergleiche sind“: Wer hätte auf Anhieb geschätzt, ohne nachzurechnen, dass der Mond mit immerhin 38 Millionen Quadratkilometern eine deutliche groeßere Oberfläche hat als die Fläche des afrikanischen Kontinent?

  8. Wer kann eine Definition geben ..

    Andreas fragt:

    > Also Ihr Lieben, wer kann denn hier
    > mal eine knappe und gute
    > Unterscheidung von Stern und Planeten
    > darlegen?

    Astrologen dürfte das schwer fallen, denn bei denen gibt es 7 Planeten: Merkur, Venus Mars, Jupiter und Saturn, und dann auch noch Sonne und Mond, aber nicht etwa die Erde.

    http://www.sphinx-suche.de/magie/planeten.htm

  9. @ Khan

    „Astrologen dürfte das schwer fallen, denn bei denen gibt es 7 Planeten“

    Es gibt auch Astrologen, die die „neuen“ Planeten in ihren Berechnungen berücksichtigen. Aber wie die nun mit Pluto umgehen, weiß ich nicht. Vielleicht haben die „konservativen Astrologen“ auch nur recht und Uranus sowie Neptun sind bald auch keine Planeten mehr. 😉

  10. traurig

    Mein erster Kommentar war unernst.
    Jetzt kommt allmählich der Pädagoge in mir hoch. Die anschwellende Aufforderung von Andreas, eine „knappe und gute“ Unterscheidung von Stern und Planet zu liefern, ist leider eine rhetorische Falle aus folgendem Grund: Dieses „knapp und gut“ ist von der Zielgruppe abhängig. Deshalb droht hinter der Frage immer die Niederlage für die Antwort. Was immer die Antwort sein mag, gibt es wenigstens einen, der ein Spezialwissen hat, das die Definition nicht abdeckt.

    Eugens eigentliches Problem war, so denke ich: Menschen haben – gemessen an ihrem allgemeinen Bildungsstand (z. B. Hauptschule) oder gemessen an ihrer Macht über andere (z. B. erziehungsberechtigt zu sein) oder auch nur gemessen an ihrer Verantwortung als demokratischer Souverän (mit Wahlberechtigung) – in mancherlei Dingen erschreckend schräge Weltbilder. Für die Frage nach Sonne, Mond und Sterne wird es wohl genügen, so etwas zu wissen wie: Sterne sind wie unsere Sonne sehr viel größer als unsere Erde und haben sehr viel größere Abstände zueinander. Sie strahlen Licht aus, deshalb sehen wir sie, und praktisch alle Himmelsobjekte, die wir sehen, sind Sterne. Planeten sind sehr viel kleiner, bewegen sich auf Bahnen um Sterne und senden kein Licht aus. Sie können aber das Licht ihres Sterns reflektieren, dann sieht man sie unter günstigen Umständen, z. B. sehen wir die Planeten, die um unsere Sonne kreisen …

    Ja, ja, ja. Das kann man genauer sagen, man kann die Planeten gegenüber Planetoiden und Kometen abgrenzen und die Grenzfrage Pluto erklären. Man kann rote Riesen und weiße Zwerge einführen und die ganze Weisheit der Astrophysik lehren. Man kann Kinder mit dem Bad ausschütten und sophistisch konstatieren, dass man eigentlich gar nichts weiß, weil absolutes Wissen unmöglich ist.

    Man kann aber Leute auch stufenweise informieren und mit Wissen ausrüsten, das für ein anständiges Leben hinreicht. Ein Grundwissen über Sonne, Mond und Sterne gehört wohl dazu. Deshalb kann man wie Eugen traurig sein, wenn solches Wissen nicht vorrätig ist.

    Wenn beispielsweise jemand sein Geld als Journalist verdient und öffentliche Meinung produziert. Wenn so jemand beispielsweise über den von Michael Khan bereits zitierten Venus-Transit 2004 berichtet. Und wenn dann so jemand den nächsten Venus-Transit für den 6. Juni 2012 ankündigt und voraussagt, dass der in Mitteleuropa weniger gut zu beobachten sein werde, weil dann der „Transit um Mitternacht beginnt und somit in der Dunkelheit kaum zu erkennen sein wird“ … Dann, Ihr Lieben, ist das wirklich traurig (nachzulesen in „Kleine Sonnefinsternis“, Barbara Lietz, Hannoversche Allgemeine, 08.06.2004).

  11. Glatteis

    Stimmt, lieber Werner Große, ich erwarte hier listig hereingelegt zu werden. Wenn ein Astronomie-Profi so harmlos nach dem Unterschied zwischen Sonne und Planet fragt, vermute ich erstmal spiegelblankes Glatteis

    Wenn ein Astronom also so eine Frage stellt, was kann das bedeuten?

    a) Die Frage ist scherzhaft gemeint. War meine erste Vermutung, scheidet aber scheinbar aus.

    b) Er kennt den Unterschied zwischen Planet und Sonne tatsächlich nicht. Das wäre ein Hinweis darauf, dass. Für diese oberste Hierarchiestufe in der astronomischen Forschung ist es unter ihrer Würde, sich mit derart profanen Dingen zu beschäftigen. Oder so irrelevante Dinge zu tun, wie durch Fernrohre zu gucken. Bekanntlich beschäftigt sich nur die die unterste Kaste, quasi die „Unberührbaren“ mit Sonnen, Planeten und Monden und dem was da zwischendrin herumfliegt. Nach Ansicht der Kosmologen, der „Bramanen“ also hätten sie gleich besser Geologie oder Biologie studiert.

    c) Er will uns aufs Glatteis führen. Durch den Umgang mit meinen Kindern und ihrer ausgiebigen Schadenfreude, wenn ich zum 100. Mal auf eine ihrer „was ist der Unterschied-zwischen-diesem-und-jenem“ Fragen reingefallen bin ist mir das Grundmuster vertraut. Ganz offensichtlich brauche ich hier also nicht mit einer Standardantwort zu kommen (Planet sendet kein sichtbares Licht aus, umkreist eine Sonne usw). Und ich brauch mir auch keine Mühe zu geben, neuere wissenschaftliche Erkenntnisse anzubringen, die besagen, dass es eine durchaus erhebliche Schnittmenge zwischen beiden gibt, denn ich werde damit garantiert getoppt.

    d) Es könnte sich um ein rhetorisches Spiel handeln. Da manche hier in der Runde aber dann trotzdem der Meinung sein werden, das mit Fachargumenten belegen zu müssen, schlage ich in diesem Fall vor auf ein (zumindest für uns) neutrales Feld auszuweichen. Wie wär’s mit dem „Unterschied zwischen Obst und Gemüse?“ Auch hier lauern genügend Untiefen (ich behaupte jetzt mal Tomaten und Zucchini sind Obst, Rhabarber dagegen ist ein Gemüse).

    e) Bleibt die Möglichkeit, dass wir hier eine Debatte beginnen könnten, wie wir uns mit diesem Thema, der Öffentlichkeit eine klare Vorstellung vom Unterschied zwischen Planet und Sonne liefern. In dem Fall würde ich dringend davor warnen, mit den Exoten und den Ausnahmen anzufangen. Da tuts fürs Erste einen Pampelmuse in der linken Hand, eine Haselnuss in der Rechten und ein paar schwungvoll kreisende Bewegungen.

    Die nächsten drei Tage bin ich jetzt „on the road“, mach aber ab Mittwoch wieder gerne in unserem kleinen Debattier-Salon mit.

  12. Die Gretchenfrage

    Was unterscheidet denn den Stern vom Planeten?
    Dazu fällt mir die Antwort eines Richters am Supreme Court der USA auf die Frage ein, wie er denn Pornographie definiere:
    „I know it when I see it“

  13. Zehn Planeten

    Zu „weil dann der „Transit um Mitternacht beginnt und somit in der Dunkelheit kaum zu erkennen sein wird“ fällt mir folgender Astronautenwitz ein: „Lass uns wohin fliegen, wo wir noch nie waren – zur Sonne!“ „Aber die ist doch furchtbar heiß?“ „Na dann fliegen wir eben in der Nacht hin.“

    Jetzt noch kurz die Planeten-Dings-Definition der Astrologen. Die haben nicht 7, sondern zehn Planeten, und die sind: Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto (ja eh klar, der ist sogar ein ganz wichtiger), und – jetzt haltet euch fest. Sonne und Mond.

    Ja. Sonne und Mond sind in der Astrologie „Planeten“.

    Ich durfte übrigens auf der Kuffner-Sternwarte im Rahmen einer Astrologie-Kursreihe (veranstaltet von Astronomen) eine interessante Diskussion miterleben. Einer der anwesenden Astronomie-Professoren der Wiener Universität wollte von den anwesenden Astrologen eine kurze, prägnante Definition „Was ist Astrologie“ und gab seinerseits eine kurze Definition der Astronomie zum Besten.

    Darauf stand der Bundessprecher der Fachgruppe Astrologie der Wiener Wirtschaftskammer (!!!) auf und redete lang ohne viel zu sagen von Zeitqualität und Gleichzeitigkeiten und unterbreitete uns: die Sterne beeinflussen die Menschen nicht, nein, es gebe nur Gleichzeitigkeiten, so genannte Synchronizitäten, worauf ihm nach einer halben Stunde eine Astrologin ins Wort fiel und ihn aufklärte „Natürlich beeinflussen die Sterne die Menschen, das wissen wir ja aus der Quantenphysik.“ Worauf alle Anwesenden Zeugen eines interessanten Schlagabtauschs zwischen den anwesenden Astrologen wurden.

    Für mich viel erschreckender war die Aussage einer Astrologin (bei derselben Veranstaltung), Astrologie sei wichtig in der Personalberatung, sie werde beispielsweise immer wieder von Headhuntern (professionellen Personalberatern) kontaktiert, um Bewerber auszuwählen. Das finde ich echt gruselig.

    Diese Dame bietet über ein Institut der Wirtschaftskammer eine Ausbildung zum Berufsastrologen:

    http://www.noe.wifi.at/….aspx/bbnr/121037/zg/Ba9
    Na dann – kann professioneller Personalauswahl wohl nichts mehr im Wege stehen!

  14. Frage und Ziel

    Liebe Sternenfreunde,

    ich habe die Frage gestellt, weil mich interessiert hat, wie Ihr die beiden Objektklassen auseinanderhaltet.

    Auf den ersten Blick scheint es ja klar zu sein, was den Stern vom Planeten unterscheidet. Weit verbreitet (und in vielen Lexika, auch bei Wikipedia, nachzulesen) ist ja die Auffassung, dass ein Stern „selbst leuchte“ bzw. „eigenes Licht abgebe“, während das ein Planet nicht könne. Im Alltag mag diese Definition ausreichen, wissenschaftlich ist sie unzulänglich. Denn jedes Objekt gibt elektromagnetische Strahlung ab – und ist damit „selbst leuchtend“ – weil es eine endliche Temperatur hat. Jedes Objekt gibt auch Licht als besondere Form der elektromagnetischen Strahlung (nämlich für uns sichtbare) ab, weil Wärmestrahlung (Plancksche Strahlung) ein kontinuierliches Spektrum hat. Auch ohne Sonne gibt der Jupiter „selbst“ Licht ab, allerdings hat dieses eine extrem schwache Intensität – sein Strahlungsmaximum liegt im Infraroten.

    Eine wissenschaftlich brauchbare Definition für einen Stern hat Susanne weiter oben genannt, nämlich dass Sterne im Gegensatz zu Planeten durch Fusionsreaktionen chemischer Elemente im Innern (Gamma-)Strahlung erzeugen. Die Gammastrahlung heizt das Sternplasma auf. Über die charakteristische Sternfarbe entscheidet dann nur die Sternhülle und deren Temperatur (die Sonne erscheint gelb, weil sie eine etwa 6000 Grad heiße Atmosphäre hat).
    Natürlich wird diese wissenschaftliche Definition zu anspruchsvoll sein, als dass man sie ohne weiteres einem Laien oder einem Kind zumuten könnte. Man sollte bei einer Erklärung immer die Zielgruppe im Auge behalten. Ich wollte nur den ersten Punkt machen, dass man sich nicht von landläufigen Definitionen in die Irre führen lassen sollte, weil sie sich als wissenschaftlich nicht haltbar erweisen können. So ging es mir persönlich, als ich irgendwann über ein paar Lexikondefinitionen hinaus gewachsen war. Dabei können einem schon Zweifel an solchen Nachschlagewerken kommen.

    Offenbar sind wir nun über die Stern-versus-Planet-Definitionsspielerei an einen weitaus interessanteren, zweiten Punkt gekommen, der auch mit Eugens eigentlichem Blogthema „Astronomie vs. Astrologie“ zusammenhängt. Wir denken in Kategorien und teilen unsere Welt beim Denken und Handeln in Schubladen ein – in Stern oder Planet, in Wissenschaft Astronomie oder Pseudowissenschaft Astrologie. Dabei kann man jedoch auch gehörig auf die Schnauze fallen. Anhand der Braunen Zwerge bemerken wir, dass es Übergangsobjekte zwischen Planet und Stern geben kann (ein gutes Abgrenzkriterium ist daher die Deuteriumfusion oder eine Grenzmasse von 0,065 Sonnenmassen). Mit der Astronomie haben wir heutzutage eine höchst moderne Naturwissenschaft vor uns, die allerdings noch vor wenigen hundert Jahren mit der Astrologie verquickt war. Das beste Beispiel dafür ist – wie ich finde – die Maya-Kultur, bei der Astrologie und Astronomie in diversen Ritualen Hand in Hand gingen. Vergessen wir auch das Universalgenie Johannes Kepler nicht, der u.a. Astronom, aber auch Hofastrologe Wallensteins war.
    Ich will sagen: Die Welt ist nicht nur schwarz oder weiß – sie ist auch grau. Kategorien sind nützlich, aber sie sind nichts Absolutes.
    Wir Sternforscher neigen dazu mit Hochmut die Astrologie als Pseudowissenschaft oder Scharlatanerie zu beschimpfen und es als Schwachsinn abzutun, wenn Menschen unserer modernen Zivilisation an Horoskope glauben. Ich sehe auch keinen Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Schicksal eines Individuums mit Geburtszeit/-ort sowie dem Gang der Gestirne – geschenkt. Dennoch bin ich der Meinung, dass die Astrologie auch ihre Verdienste für die Menschheit geleistet hat: sie hat dem Menschen die Sterne nahe gebracht; sie hat leidenschaftliche Diskussionen um unsere Rolle im Kosmos hervorgerufen; sie hat Menschenkulturen geformt und deren Schicksal mit gelenkt; sie hat uns wunderbare Mythen beschert, die die Naturwissenschaft bereichern und beeinflussen. Nur weil wir uns in der Zwischenzeit weiterentwickelt haben, sollten wir nicht mit Hybris auf Astrologiefans herabschauen.

    Darauf zielte meine harmlose Nachfrage ab.

    Beste Grüße,
    Andreas

  15. Hybis

    Hallo Andreas,
    Du hast Recht, nur mit Dialog können wir an der Situation was ändern. Trotzdem – es ist sehr frustrierend die Situation zu beobachten. Immer wieder mit dem „Ah-interessant-dann-machen-Sie-also-Horoskope!“-Ding konfrontiert zu werden, sobald man sich als Himmelsbeobachter outet.

    Niemand von uns würde mit Hybris auf Ptolemaios oder Kepler herabblicken, oder sonst einen Astrologen aus der fernen Vergangenheit, nur weil er es nicht besser wusste.

    Heute ist es etwas anderes. Das Wissen ist vorhanden, aber „uncool“, „anstrengend“, „uninteressant“, „fad“. Es interessiert niemanden.

    Statt Wissenschaften zu fördern, werden an Universitäten die Budgets gestrichen und stattdessen Astrologiekurse an öffentlichen Bildungseinrichtungen angeboten. Wie gefällt Dir das? Was schlägst du vor? Wie führen wir den Dialog? Lernen wir erstmal Astrologie und diskutieren dann auf Augenhöhe? Denn die Astrologen werfen uns zu Recht vor, dass wir keine Ahnung von ihrem Weltbild haben.

  16. Das ist doch ganz einfach:

    Sobald die Venus im Orion steht, trifft sich die Sonne mit Pluto.

    Haben Sie noch weitere Fragen?

    Ich kann ganz deutlich erkennen, daß Sie einen starken Zweifels-Ascendenten haben.

    Warum konnte ich das so genau wissen?

    Mir ist natürlich die Andromeda-Ascendent unter Captain Dylan Hunt viel lieber:

    http://de.wikipedia.org/…Andromeda_(Fernsehserie)

  17. … und nun zur Astrologie

    Sie kennen die Frage: eine wunderschöne Frau fragt Sie auf einer dieser Parties nach Ihrem Sternzeichen.

    Ich antworte dann in der Regel: „Fische – aber wir Fische glauben nicht ans Horoskop“.

    Selten, dass jemand die Antinomie bemerkt. Doch ist es eine gute Technik, um Sternengläubige abzuschütteln. Bertrand Russel hätte sich sicher amüsiert.

  18. @Maria: Dialog mit Astrolog

    Hallo Maria,

    ich mache mir ehrlich gesagt keine Sorgen, dass Uni- oder VHS-Kurse in Astrologie der Astronomie die Existenzgrundlage entziehen. Es gibt da offenbar ein Interesse, und das muss dann auch befriedigt werden. Manche Leute schauen auch gerne zu, wie andere rasend schnell im Kreis fahren bis einer gewonnen hat. Es nennt sich „Formel 1“, erscheint vollkommen sinnfrei, aber trotzdem interessiert es das Volk und man kann ein Schweinegeld damit verdienen. Für Astronomen ist es Alltag sich mit Licht zu beschäftigen, das Schumi geschwindigkeitsmäßig mühelos toppt – trotzdem interessiert es die Allgemeinheit weniger, und deshalb verdienen Astronomen auch kein Schweinegeld – nicht mal Schweine sind im Weltall.
    Ich kann schon nachvollziehen, dass Eugen und Du genervt seid. Ich kenne diesen „Reflex der Astrologiefans“ aus eigener Erfahrung und weiß auch, dass es vielen Kollegen so geht.

    Wir könnten nun resigniert den Kopf schütteln und uns mit einem Tsts (oder einer akuten Übelkeitsattacke – Eugen, das hätte ich gerne miterlebt!) vom astrologieversessenen Gegenüber abwenden.
    Wir könnten aber auch auf das Astrologie-Interesse des Gesprächspartners eingehen und sagen: „Sie glauben, dass Sterne Ihr Schicksal beeinflussen? Vollkommen richtig, ohne die Sonne wären wir gar nicht da. Wissen Sie eigentlich, woher ihre lebensspendende Energie bezieht? Oder können Sie mir sagen, weshalb die Sonne gelb und nicht grün ist?“ ODER „Sie glauben, dass die Planeten Ihr Leben beeinflussen? Da haben Sie vollkommen Recht, denn hätten wir nicht unseren riesigen Gasplaneten Jupiter, übrigens der größte im Sonnensystem, so wäre schon so mancher Himmelskörper auf der Erde niedergegangen.“
    Paff! Schon hättest Du viele Gesprächsfäden, um dem Astrologiefan etwas über die Astrophysik zu erzählen: über Kernfusion, über die Physik der Sonne und den Zusammenhang von Effektivtemperatur und Sternfarbe, ihre Entfernung, über die Entstehung der Planeten, die Ekliptik und Proplyds, über das Schicksal von Shoemaker-Levy 9 in der Jupiteratmosphäre oder die „scientific incorrectness“ im Film „Armageddon“ uvm. Schon könnten wir Sternenfans mühelos einem Horoskopfan von der Faszination der Astrophysik erzählen.

    Wohin das führt? Wenn das Beispiel Schule macht, wirst Du einigen Horoskopfans begegnen, die plötzlich unverschämt gut über Astronomie Bescheid wissen und selbstredend den Unterschied zwischen Astrologie und Astronomie kennen – und Du wirst weniger genervt, dafür höchst erfreut sein.

    Beste Grüße,
    Andreas

  19. Hast ja Recht

    Hallo Andreas,
    Im Zuge dieser Diskussion ist mir schon die Idee gekommen „Astronomiekurse für Astrologen“ anzubieten, ohne Zynik, ohne Hintergedanken. Aus Gesprächen mit Astrologen weiß ich, dass die oft nicht mal die Planeten in der richtigen Reihenfolge aufzählen können, geschweige denn über ihre physikalische Beschaffenheit Bescheid wissen. Geschweige denn eine Ahnung haben, wie es außerhalb unseres Sonnensystems aussieht. Wenn wir diese Klientel erreichen und begeistern könnten, hätten wir hier Multiplikatoren. Viele von denen sind von uns oft genauso genervt wie wir von ihnen, weil sie wissen, dass wir sie nicht ernst nehmen. Das sollte nicht so sein.

    Das Argument „Es gibt da offenbar ein Interesse, und das muss dann auch befriedigt werden“ gefällt mir nicht besonders, das würde ja auch bedeuten, die Letue haben ein Interesse in Speiselokalen zu rauchen oder den Planeten zu ruinieren … wo setzt man da eine Grenze? Welche Bedürfnisse können/dürfen/sollen befriedigt werden? Natürlich ist Astrologie harmloser als der Klimawandel, keine Frage. Aber mit „Die Leute wollen das halt so“ zu argumentieren find ich nicht so gut. Marie von Ebner Eschenbach meinte dazu: „Der Klügere gibt nach – das begründet die Herrschaft der Dummen.“

    Jemand hat vorgeschlagen, bei Party-Diskussionen Astrologie mit Feng Shui zu verwechseln – das macht angeblich Laune. Nur so als Anregung, für Silvester zum Beispiel.

    Und ja, erst gestern hab ich wieder erfahren, dass Leute auf Parties sich durchaus für’s Universum interessieren und mir die Visitenkarten fast aus der Hand reißen. Warum überrascht mich das immer wieder? Sollte es doch eigentlich nicht (aber vielleicht ist es ein auf die Kommunikationsbranche beschränktes Phänomen).

  20. Starker Jupiter-Einfluß:

    Der gemeinsame Schwerpunkt von Sonne und Jupiter liegt bei 107 % des Sonnen-Radius, also außerhalb der Sonne, wenn man alle anderen Massen des Sonnensystems vernachlässigt.

    778 330 000 000 m Bahnradius,
    695 000 000 m Sonnenradius,
    1.9 * 10 ^ 27 kg Jupitermasse,
    1.989 * 10 ^ 30 kg Sonnenmasse,
    (778330000000*1.9E+27) /
    (1.9E+27+1.989E+30)=
    742 793 209 m Abstand =
    106.88 % Sonnenradius.

    Das bedeutet aber auch, daß das gesamte innere Sonnensystem in 11.86 Jahren hin und her wackelt.

    Ein einfacheres Weltbild:

    http://members.chello.at/….bednarik/SCHEIBEN.jpg

  21. @Maria: Steilvorlage!

    > Immer wieder mit dem „Ah-interessant-
    > dann-machen-Sie-also-Horoskope!“-Ding
    > konfrontiert zu werden, sobald man
    > sich als Himmelsbeobachter outet.

    Aber es liegt doch an einem selbst, wie man mit so etwas umgeht. Ich betrachte so etwas immer als Steilvorlage, um dem Gegenüber, der ja schließlich mit dem Thema angefangen hat und deswegen auch billigerweise meine Antwort anhoeren muss, mal darzulegen, worum es wirklich geht.

    In eine langweilige Diskussion um das Für oder Wider der Diskussion muss man sich nicht einlassen.

    Aber in der weitaus überwiegenden Anzahl der Fälle ist der Gesprächspartner trotzdem nicht enttäuscht.

    Wenn jemand noch nicht das Glück hatte, eine vernünftige Erklärung zum Thema zu erhalten und ihm deswegen eine dumme Bemerkung herausrutscht – dieser Situation sollte man doch wirklich auch mal souverän begegnen koennen.

    Die im Blog-Artikel beschriebene Verweigerung von Information halte ich für die schlechteste aller Moeglichkeiten. Auch wenn jemand mal etwas nicht weiß, hat er/sie dennoch ein Anrecht auf Respekt.

  22. Phantasie und Wirklichkeit

    Was mich an der Astrologie und ihren Vertretern stört ? Ich versuch es zu erklären.

    Ist es nicht geheimnisvoll genug, als kleine , denkende Kohlenstoffeinheit auf einem kosmischen Staubkorn zu leben, einen Feuerball in 150 Millionen Kilometer umkreisend, der uns mit der absolut lebensnotwendigen Wärme versorgt ?

    Oder wie wärs damit : Wir sind zu einem grossen Teil aus Kohlenstoff aufgebaut, somit Sternenstaub von längst explodierten Sonnen aus grauer Vorzeit.

    Wer sich der Astrologie anstatt der Astronomie zuwendet, der leidet an einem ausgeprägten Mangel an Vorstellungvermögen. Die Wirklichkeit ist viel phantastischer als die kleinen Phantasien der Astrologen.

  23. Alle jahre wieder – Unverständnis

    Jaja, andere wissen weniger als wir – so was. Aber , liebe Sternenfreunde: Ist doch gut für uns. Wir können uns abgrenzen – durch Wissen.
    Leider wissen viele von uns wenig bis gar nichts über Politik und/oder Wirtschaft. Um so heftiger werden dafür platte Allgemeinheiten ( welche nicht unbedingt wahr, geschweige richtig sein müssen ) lauthals hinausposaunt, was mich immer wieder schreckt.
    Also: Erbarmen mit den Nichtwissenden.

    Grüsse
    Reinhold

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