Matrixdämmerung Teil 2 : Von der Science zur Science Futur: Ein neues mimetisches Denken auf den Rastern der Matrix

More than by any other imaginative concept, the mind of man is aroused by the thought of exploring the mysteries of outer space. Through such exploration, man hopes to broaden his horizons, add to his knowledge, improve his way of living on earth. President Dwight Eisenhower

The progress of science requires the growth of understanding in both directions, downward from the whole to the parts and upwards from the parts to the whole. Freeman Dyson

Entschuldigen Sie die Verspätung für den zweiten Teil der Fortsetzung der Matrixdämmerung. Da ich vor kurzem das Blitz-Institut in der Gutenbergstadt Mainz mit neuen Informations- und Kommunikationssystemen gründete, kam ich nicht mehr so viel zum Schreiben. Dabei stellt das neu gegründete Blitz-Institut in dem Kontext eines äußerst schwierigen Jahres einen Sehnsuchtsort und ja vielleicht sogar auch Menschheitstraum dar. Wenn man heute noch zu träumen wagt. Ein Traum zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, zwischen Science und Science Futur, um mit neuen Portalen und Gates neue Weltenräume zu durchschreiten. Ähnlich, wie das, was Proust einmal sagte. The real voyage of discovery consists not in seeking new landscapes but in having new eyes.

Was erwartet Sie diesmal? In diesem Beitrag werden Sie nicht nur erfahren was kompetente Organisationen von exzellenten Organisationen unterscheidet, sondern Sie werden auch erkennen, was die Raumfahrt und ein ganz spezieller Raumfrachter mit unserer Zukunftsfähigkeit zu tun hat. Warum Innovationen weltweit stocken und ausbleiben und wie wir das tatsächlich drehen können und mit höherer Leistung, ähnlich einer Impulscodemodulation, von der Science zur Science Futur zu gelangen.

Politik- und Wirtschaftssysteme als Leistungsträger von Lösungen

Im letzten Beitrag berichtete ich, dass wirtschaftliche Organisationen ihre Prozesse bei großen gesellschaftlichen Veränderungen oft auf höhere Quantität oder verbesserte Qualität umstellen. Schauen wir auf die politischen Systeme und Parteien, so geht es meist um mehr Quantität, also mehr Ressourcen in Form von mehr Personen für eine Aufgabe und mehr Mittel in Form von Kapital oder Subventionen für diese oder jene Branche. Damit steuern sie zugleich die Entwicklung dieser Branchen.

Kompetente Unternehmen gehen einen Schritt weiter, um beispielsweise Kernkompetenzen zu entwickeln, arbeiten sie an ihrer  Qualität. Sie kaufen sich Managementkompetenzen extern ein oder entwickeln diese intern weiter. Es geht hierbei um Menschen, die hervorragend organisieren können, um nicht Ressourcen einfach zu verdoppeln wie oft in der Politik, sondern an deren Funktionen zu feilen, oder wie weiter unten erwähnt sogar die Gesamtgleichung umzustellen.

Auf der Suche nach neuer Spitzenleistung

Spitzenfirmen wie Apple, Blue Origin, Google, Starlink, Waymo, etc. prüfen und scannen nicht nur kontinuierlich ihre Quantität und Qualität, wenn das Umfeld sich verändert oder ein neues Gesetz kommt, sondern sie wechseln ihre Organisationmuster. Sie wechseln ihr Organisationsmuster und bauen es individuell auf ein neues spezielles Ziel hin um! Das unterscheidet sie von politischen Arbeitskreisen, wo jedes Problem oftmals mit den gleichen Organisationmustern abgearbeitet wird.

Exzellente Unternehmen wissen auch, dass Kontrolle und Bürokratie teuer sind und enorme Kosten verursachen. Der Unterschied zwischen der Arbeitsweise der Politik, kompetenten Unternehmen und exzellenten Unternehmen ist somit ein ganz anderes Denken, Lernen, Verhalten, Handeln und auch Vorhersagefähigkeit in Systemen. So werden geschlossene und offene Netzwerksysteme zur Not auch gewechselt, wenn die Umgebung sich verändert, oder wie ich das bei Apple erwähnte, ein neuer Mitbewerber wie z. B. Android auftaucht. Es geht dann nicht mehr so sehr um Sub-Ordination, sondern um Ko-Operation, Kollaboration und das Verständnis von Communities, welches es als Management-Innovationen und Netzwerksystem-Innovationen und deren Modi und Formgestalten zu kennen und zu erschaffen gilt. Es geht darum Bescheid zu wissen,  wann man in welchem Zustand was macht und vor allem wie. Das ist nicht ganz leicht. Bedarf es neben Erfahrung und Übung vor allem Wissen, wie Netzwerksysteme und eine Netzwerkprozessorganisation auch funktionieren ohne auseinanderzudriften. Das ist der Unterschied, ob man mit einem Schrotgewehr auf ein Wildtier in 300 Metern Entfernung zielt und vorbei schießt und nichts passiert oder mit einem Hochleistungspräzisionsgewehr mit Laservisier mitten ins Herz trifft. Dazu habe ich bereits beim letzten Mal im Dezember plädiert, dass sich Politiker z.B. bei der Bekämpfung einer Corona – Krise unbedingt die Unterstützung in der Wirtschaft und Wissenschaft holen sollen und nicht selbst Entscheidungen treffen und diese auch noch umsetzen. Es hat schon einen Grund warum wichtige Entscheidungen nicht alleine getroffen werden. Ebenso die Phase der Vorentscheidung, Entscheidung und Entscheidungsumsetzung. Auch hierin machen sich exzellente Unternehmen mehr Gedanken in der Wirtschaft als die politischen Systeme und gewinnen dabei nur. Und sie gewinnen auch die Menschen, die diese wichtigen, manchmal gar schwierigen Entscheidungen nachher mittragen müssen. Was wir erleben ist jedoch das genaue Gegenteil oftmals in der Politik und gerade auch in der Pandemie und das führt zu Missverständnissen und auch Misstrauen. Also bitte liebe Politiker, stimmt Euch mit uns ab, wenn Ihr etwas verändern möchtet oder stimmt Euch zumindest innerparteilich, besser noch überparteilich ab, damit einerseits sich diese Krise sich nicht weiter zuspitzt und ausweitet, andererseits auch die Wirtschaftssysteme als Motor einer Demokratie zu unterstützen, denn ohne Arbeit für die Menschen in der Wirtschaft stottert dieser Motor.

Vor allem auch um die Prozesse und Systeme für die Zivilgesellschaft wieder tragfähiger zu verbinden, ähnlich wie das die Regierungen von Skandinavien und Kanada kohäsiv leisten. Das bedeutet auch mehr Autonomie in den Subsystemen zuzulassen und nicht alles selbst politisch regeln und steuern zu wollen. Und nicht zuletzt Arbeitsplätze nur quantitativ sondern auch qualitativ zu sichern. Die Branchen attraktiv und stark zu machen, die wir bereits haben, und eben nicht wie das Gewerkschaften oft taten Fortschritt und Veränderung zu behindern. So zählt nicht die Anzahl der Arbeitsplätze in Deutschland, sondern die Attraktivität der Struktur und vor allem die Lebensqualität eines Landes in einer Gesellschaft. Und es ist ist vielen Menschen gar nicht bewusst und bekannt und sie sehen die Gewerkschaften so oft als Hilfe, dabei ist das Gegenteil oft der Fall gewesen. So schreibt Peter Drucker in seinem Werk die Zukunft bewältigen: „Die größte Hürde für Wachstum und Entwicklung waren Gewerkschaften, die größten Wert drauf legten, dass alles genau so gemacht wird, wie bisher. So verboten jahrelang amerikanische und englische Gewerkschaften ausdrücklich das Erlernen neuer Fähigkeiten und verriegelten gleichzeitig Branchenfremden den Zugang zu Facharbeiterposten.“

Hier sind ganz klar auch die Qualität der Strukturen und die Attraktivität der Arbeitsbereiche zu erhöhen und die Innovation darin zu fördern, die ähnlich den Sauerstofftransport und Blutkörperchen den menschlichen Organismus vitalisieren, damit dieser Lebensmotor sich hierzulande auch in Richtung Warp-Antrieb weiter entwickeln kann.

Raumfahrt

Ein Beispiel ist hierfür die Raumfahrt. Obwohl sich Menschen auf Distanz vom Planeten Erde begeben, um außerirdisches Leben im Weltall, wie damals auf dem Mond zu finden, ist doch die Möglichkeit des Projektmanagements mit der Gründung der NASA erst geschaffen worden. Und heute kommt neben der Gruppe und den Teams auch die Netzwerksysteme und deren Netzwerkorganisation in einer Netzwerkgesellschaft dazu. Projekte wie SETI (Search for Extraterrestrial Intelligence) sind Beispiele hierfür, wie Menschen auf der Erde an einem Strang und gemeinsamen Ziel arbeiten können. Menschen, die mit Maschinenverbänden und Rechenleistungen in Richtung Exawelt und Exaflops die Rechenschallmauer durchbrechen wollen und zwar wie damals die Geschwindigkeitsmauer und Geschwindigkeitsrekorden bei der Flugzeugentwicklung hin zur Raumfahrt und zu Mach1: mit Matrix : Tensor und Matrix : Matrix Berechnungen.

So gilt es sich auf die Schultern der Titanen zu begeben und mit ihnen mit zu gehen, so wie ich es letztes Jahr bei Johann Wolfgang von Goethe (Stichwort: Netzwerksysteme von Naturmustern ) und John von Neumann (Stichwort: Netzwerksysteme von biochemischen Computern und zellulären Automaten) beschrieb. Mit einer ähnlichen Form einer höheren wissenschaftlicher Abstraktionsstufe, als den derzeitigen, um aus dem Komplexitätsnebel der Gegenwart zu kommen und zu den höchsten Berggipfeln zu gelangen, dorthin wo wir eine glasklare Sicht erhalten können. Und mit einer Zeitkapsel versehen, von der Gegenwart in die Zukunftsstruktur zu reisen und dort auch zu bleiben. Reist man weiter in die Zukunft, so bekommt man das Gefühl, dass die Übergänge von Menschen zu Maschinen und Maschinen zu Menschen sich immer mehr annähern und ähnlicher werden.

Die neue Kunstwelt – Monitore anstatt Menschen

So entstehen menschliche Emulationen und Künstlichkeiten wie im Film Matrix, die nur vorgaukeln echt zu sein, aber nicht wirklich echt sind. Hierzu fehlt es oft an der Qualität, einerseits an der Lebensqualität von und Menschen und im Kontext der Organisation geht es um Entscheidungsqualität bei schwierigen Entscheidungen. Das ist auch kein Wunder, denn wenn man alles virtuell über Monitore und Computer, anstatt echter Räume mit echter menschlicher Kommunikation macht, entstehen Fehler. Viele Fehler. So benötigen Sie das Feedback in Echtzeit und auch die Emotion Ihres Gegenübers, den Mikroausdruck im Gesicht des Gegenüber des Gesagten zu erkennen. Wie Ihre Botschaft ankommt. Neben der Mangel der emotionalen Tiefe, ist ein zweites Problem, dass wie aufgrund unserer Spezialisten in einer Gesellschaft von Spezialisten immer weniger einen intellektuellen Marianengraben erreichen. Dabei sollten wir dringend selbst Kernkompetenzen in Bereichen aufbauen, die wir lieben und zu denen wir uns hingezogen fühlen, anstatt dies Spezialisten zu überlassen. Also Mut zu mehr Neugier und Offenheit zulassen. Und drittens gibt es viele Menschen, die gar nicht mehr wissen, wie man in diesen neuen virtuellen Zuständen echt agiert. Es ist ähnlich wie ich es beim Ding aus einer anderen Welt beschrieb. Es gleicht einem exotischen Formenwandler-Experiment. Beim Ding waren es die Forscher, die als Formwandler dienten und dies dann außer Kontrolle gerät. Und wir erleben dies nun in ganzen Gesellschaften auf der gesamten Welt. Und auch hier erleben wir Zwischenformen. Die Endform ist noch nicht im Endsystem erbracht, weil das Endsystem noch nicht existiert. Wir befinden uns quasi im Zwischenstadium, im Zwischenraum, im Astralleib einer planetarischen Existenz gefangen, da diese neue Welt noch nicht existiert.

In einer komplexen und vernetzen Welt geht es mehr und mehr darum, die großen Kontexte und Beziehungsstränge zu verstehen. Wir benötigen in einer organisiert-komplexen Welt eine organisierte komplexe Vernetzung. Dazu benötigen wir auch ähnlich der physikalischen Optik eine höhere Auflösung und wie in der Lasertechnik eine bessere Quantisierung in unseren Systemen für das verbesserte Verständnis und auch eine funktionale Handlungsfähigkeit zur Lenkung und Steuerung komplexer dynamischer Systeme. Dadurch dass die Anforderungen an die Automatisierung für Produktionsprozesse von Menschen immer komplexer werden, benötigen wir eine entsprechend neue Architektur der Arbeit von Menschen mit Menschen und später auch den Maschinen in einer neuen Gleichung einer Gesellschaft und einer neuen Mind-Machine-Matrix. Dies mit entsprechend höheren Auflösungen und Quantisierungen, die diesen komplexen und dynamischen Umständen auch spiegelsymmetrisch gerecht werden.

M-Klasse Raumfrachter Matrix

In Bezug auf der Suche nach Spitzenleistung, hatte ich den Film Alien Teil 1 im Bereich eines feindlichen Organismus erwähnt, der die Crew und das Raumschiff innerhalb kürzester Zeit in perfekter Performance erobert. Im Film Alien handelt es sich um ein fremd- und feindseliges Netzwerksystem, welches sich so fluide und flexibel mit hochdefinierter Präzision und Schnelligkeit mit entsprechend molekularen Mustern durch Menschen wie Maschinenräume fräst. Den doch so coolen Crewmitgliedern, die auf Technik und technische Waffensysteme gegen einen Organismus setzen, das Lachen und die Hybris schnell vergeht.

Die Handlung sei kurz erzählt: Ein Warnsignal, welches in einer Art kybernetischem Helm-Notrufsystem an Bord eines menschlichen Raumfrachters empfangen wird und sich kontinuierlich wiederholt, weckt die gesamte Crew aus ihren Schlafkabinen und lockt sie zu einem fremden Planeten, wo sie einen völlig unfassbaren Organismus wecken, diesen mit an Bord nehmen und die Ereignisse einer außergewöhnlichen Evolution ihren Lauf nehmen. Nun stellt sich die Frage, warum ich so ein Beispiel zwischen Science Fiction, Science und Science Futur auf einer eher wissenschaftlichen Plattform und mit unserem Themen Netzwerksysteme, Mustern und Matrix beschreibe? Nun, einerseits geht es darum, mit Kreation und Innovation neue Verbindungen herzustellen, die es vorher so noch nicht gab. Andererseits, wenn wir dem klugen Steven Hawking folgen, geht es doch immer wieder darum, unsere kindliche Fantasie und Vorstellungkraft, wieder anzustrengen und unser Gehirn und den Geist für das Mögliche zu erweitern. So können Menschen im Gegensatz zu Maschinen fantasieren, halluzinieren und auch von Schafen träumen, wie es einst Philip K. Dick, der Autor von Blade Runner und Total Recall sagte. Und letztlich gilt es doch ähnlich wie bei den äußerst schwierigen und abenteuerlichen Expeditionen völlig neue und unbekannte Entdeckungen zu machen. Diese machen wir jedoch nicht, wenn wir geistig in unserem Gefängnis bleiben, sondern ausbrechen und eine Terra Incognita als Terra Former mutig und kreativ neu gestalten.  

Die Innovation in Alien

Was vor allem in dem Meisterwerk des Films beeindruckt, sind die angedeuteten natürlichen als auch künstlich manifestierten Wege, derer es bedarf, um zu neuen Welten zu gelangen. So beispielsweise ein Raumschiff der modifizierten Lockmart CM 88B Bison Klasse eines Raumfrachters der Weyland Corporation mit Yutami Stellar Drive mit Cycotone Power Atomreaktoren, ausgestattet mit einem KI Mainframe MU/TH/UR6000 Computer, 7 Crewmitgliedern, darunter der Androide Ash der via Intercom in Verbindung mit dem Ki-Computer namens Mutter steht und die Mission Special Order 937, Xenomorph Survival einleitet.

Wie ich im Dezember erwähnte, haben wir hier ein ganz außergewöhnliches Filmteam und ein Who is Who der kreativen Medienbranche, welches in einer gemeinsamen Struktur auf ein gemeinsames Ziel hinarbeitet. Und das ist eine Spitzenleistung, denn diese Art der Projektstruktur führt die unterschiedlichen genialen Persönlichkeiten in einem System mit ihren Spezialisierungen zusammen und integriert sie systematisch in einem Vehikel. Herauszuheben ist inhaltlich in der Thematik, dass, wenn man längere Reisen und Zeitreisen zu anderen Galaxien unternimmt, spezielle Dinge vonnöten sind, die einer Science und Realität auch standhalten sollten. So geht es bei den zukünftig strategischen Weichenstellungen um äußerst große Innovationen, z. B. neue Antriebe in Form neuer Fusionsreaktoren, Anti-Gravitation-Medizin-Kabinen zur besseren Gesundung und Cryo-Schlaf-Kammern für verlängertes Leben und lange Zeitreisen. All das für die Suche nach intelligentem Leben. Und auch hier ist nicht nur das Thema interessant, sondern die Verbindungen von der Science Fiction die exakt im Jahr 2122 genau 100 Jahre in der Zukunft spielen, zur Science und Realität heute im Jahr 2022.

Und auch die Frage aufzuwerfen, warum wir die inspirierenden Innovationen nach über vier Dekaden nach Filmdreh in den 1970er Jahren nicht bereits besitzen und einsetzen können? Liegt es an der Hardware, der Middleware, der Software? der Forschung? den Übergängen der Bio-Mechanik? Personen, Prozessen, Plattformen? Oder gar der Regelung und Steuerung komplexer Systeme?

Molekulare Muster und molekulare Maschinen mimetisch zusammenführen

Das Problem der Entwicklung und klugen Verkopplung der Systeme ist dabei – Sie ahnen es vielleicht schon – tatsächlich alles zusammen zu bringen. Daher reicht heute weder die Physik, die Biologie, BWL oder Informatik alleine aus, um solche komplexen Gesamtsysteme wie Cryo-Kammern mit spezieller organischerer Technologie und neuen Verbundmaterialien zu handhaben. Sie benötigen daher die Primärdisziplinen mit deren Prozessen und Systemen für diese Art der Bio-Mechaniken gleichzeitig! Ich berichtete darüber hier im Tensornetz 2021 und nannte dazu das Brain Computer Interface (BCI) als Beispiel.

Hier der Link zum Beitrag https://scilogs.spektrum.de/tensornetz/formwandler-netzwerksysteme-die-verbinden/

Heute geht es mehr und mehr darum, die Bio- und Neurowissenschaften mit der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften zu re-kombinieren, um zu wirklich neuen Ergebnissen und Entdeckungen zu kommen. Das heißt, sich auf eine übergeordnete Ebene der Innovation, einer Metaebene, von Menschen und Köpfen, organisatorischen Megatrends, Management-Innovation und deren Mustern dazwischen zu begeben. Netzwerkprozesse und deren systemische Vernetzungsmuster in einer neuen Typologie, Topologie und auch Technologie von sozialen Leistungen von Menschen, Materialien, Maschinen und auch deren Strukturklassen im Verbund neu zu erfinden. Es geht dann darum, auf verschiedenen topografischen Systemebenen Strukturen aufzuspüren (Mustererkennung) und diesen eine neue oder gar re-kombinierte Formgestalt (Musterbildung) zu geben.

Das geht aber mit unseren alten Strukturen der Organisationsformen und alten Systemen der Informationsverarbeitung kaum noch oder gar nicht mehr. Denn dazu gehört es auch die Signaturen von den Systemen systematisch gemeinsam aufzuspüren, zu verstehen und zu übertragen, ähnlich einer Translation und Transmutation z.B. von der Physik in die Quantenphysik im letzten Jahrhundert und der DNA zur RNA-Evolution wie in den nahezu letzten beiden Dekaden. Und eben auch Systeme, die dies erst erzeugen und das auch in eine neue Form zu wandeln: Isomorph und mimetisch neu quantisiert. Das bleibt jedoch meist aus, weil wir in einer Welt der Spezialisierungen leben und arbeiten und oft abtrennen und verteilen, anstatt zu vernetzen und zu integrieren. Wir sollten zuerst menschlich agieren und dann maschinell; real, virtuell und auch galaktisch und genau in dieser Anordnungsbeziehung und Reihenfolge. Deshalb plädiere ich seit Jahren für eine neue integrierende Universalwissenschaft als Nachfolger der Alchemie und der Kybernetik, die diese ergänzt und auch musterbildender und vor allem praktischer ersetzt.

Netzwerksysteme und Netzwerkprozessorganisation in einer Netzwerkgesellschaft

Wenn man sich für den Bereich der Betrachtung von Netzwerksprozessen, Netzwerksystemen und deren Netzwerkprozessorganisation biologisch, künstlich und organisatorisch interessiert und damit geistig tief auseinandersetzt, dann ist es auch die Architektur, die hier hochgradig relevant ist. So nicht nur eine unsichtbare Managementarchitektur, sondern auch eine echte psychophysische Architektur wie bei einem Gebäude, durch das wir wie durch eine Nanowand in ein Zeitportal hindurchgehen können, um eine neue Ebene zu erreichen. Oder Ähnlich der Augmented-, Extended-, Mixed- und Virtual Reality, die im Übergang zu den realen Architekturen zu einer vollkommenen Fusion führt. Schauen wir uns verschiedene außergewöhnliche Plätze, Häuser und Landschaftsarchitekturen an, so begeistern und inspirieren sie uns. So unterscheidet sich eine Gaststättenarchitektur von einer Büro- oder Gefängnisarchitektur. Selten fragen wir uns aber, wozu dient diese Architektur? Und vor allem: Was leistet diese Architektur? Oder: was macht diese Architektur mit uns?

Die Architektur

Dabei ist die Architektur des Raumfrachters ein Zugangsschlüssel zum Verständnis, was hier vor sich geht. Der Raumfrachter ist nämlich selbst ein elektroplasmisches Objekt, welches lebt und vibriert mit der künstlichen Intelligenz eines Mainframe Computers für Mutter und gegen Mutter zugleich. So gehen Ordnung und Unordnung synchron einher. Dabei entsprechen die Gänge, die Schleusen, Treppen, Aufzüge und Räume des Raumfrachters keiner gewöhnlichen Architektur. Wenn sich hier die Evolution eines fremden Organismus schnell und flexibel wie Säure durch Metallplatten Bahn bricht, dann ist das auch eine Analogie auf eine höchst außergewöhnliche Architektur.

Und hier auf dem Raster scheinen sich die Netzwerksysteme mit unterschiedlichen Mustern zu treffen. Hier gehen unsere Themen der Netzwerksysteme, Muster und Matrix eine Ehe ein, denn unterschiedliche Disziplinen, Systeme, Subsysteme und Komponenten gehen untereinander auf einem Gatter nebeneinander synchron einher. Schauen wir einmal auf ein paar echte Musterungsbegriffe unterschiedlicher biologischer, chemischer und neuronaler Bereiche, so ergibt sich schnell ein Basiscamp ähnlich einer abenteuerlichen Expedition.

Betrachten wir beispielsweise einmal das Genom, so ist dies eine Art Mutter, denn es beschreibt den zellulären Bauplan als Matrize der Gesamtheit der Gene. So können Zellen nach dem lateinischen Grundsatz Omnis Cellula e Cellulla, als Zellen nur aus Zellen hervorgehen. Nehmen wir in der biologischen Welt einmal das Protein, so zeigt es sich ähnlich wie beim Genom als Gesamtheit, nämlich namentlich als Proteom. Schauen wir uns einmal außerhalb der Biologie die Neurowissenschaften an, so finden wir ein ähnliches Phänomen, dass die Kartierung des Gehirns, erneut mit der Endung -om- endet: das sogenannte Konnektom. Und wenn wir hier nun das Genom für die Mutter der Gene, das Proteom für die Proteine und das Konnektom für die Karten des Gehirn nehmen, so könnte man ja analog dazu auch meinen, dass wir auf einer Matrize des Raumfrachters von Mustern eine Ebene höher gehen können, zu den unterschiedlichen Wesen unterschiedlicher Systemklassen, wie biologische, künstliche, extraterrestrische Formen und das Lebendige dazwischen wie z.B. der Mutter-Mainframe KI und Ash dem Androiden. Bei einem Versuch der Durchmusterung solcher Netzwerksysteme könnte man dann herum experimentieren und vorschlagen, dass wir bei den Verarbeitungen auf Matrizen und dieser Muster-Matrix des Raumfrachters, wo sich so unterschiedliche Wesen intelligenten Lebens treffen, dies ebenso analogiehaft mit der Endung “-om-” benennen. Wie z .B. Nostr -om-.  Und die Organisation hier und das Nostrom-Netzwerk, genauso so wie es einst der Autor Konrad, Drehbuchautor O’ Bannon und Regisseur Ridley Scott vorsahen, als Nostromo-Netzwerksystem.

Matrix eines Nostrom (o)-Netzwerksystems

Beschäftigen wir uns mit den Karten und Codes eines Nostrom(o) Netzwerksystems und mit dem sozialen Gehirn des Menschen, so findet hier bei beiden Systemen eine phänomenale Ordnungsbildung der Komplexitätsverarbeitung statt. Und das gilt nicht einerseits als Ordnungsbildungsreferenz, als Vermittler von innen und außen, andererseits auch von Ursprung und Schicksal, welches sich hier Bahn bricht. Faszinierenderweise hat der Regisseur des Films Alien ehemals ein ganz anderes Ende vorgesehen, welches dieses komplexeste Instrument des Universums in einen passenden Zustand zum fremden Organismus stellt. So sollte das Ende des Films anders aussehen als ihn das Studio vorsah: Neben dem Titel der einst erst Starbeast hieß, einer siebenköpfigen Crew, die aus erst acht Personen und einem Sicherheitsoffizier bestand, sollte der außerirdische Organismus mit dem menschlichen Geist und Gehirn verschmelzen. Das Alien sollte in Ripleys Kopf beißen, um Zugang zum Final Log Entry zu erhalten.

Himmel und Hölle

Sie sehen, um manchmal in den Kern einer Handlung vorzudringen, muss man manchmal erst durch die Hölle gehen, um ein Stück Himmel zu erblicken. So beispielsweise das Gehirn des Menschen als Referenz anzuerkennen; nicht nur für Turing-Strukturen, von Neumann-Architekturen und Feynman-Maschinen, sondern selbst auch für einen außerirdischen Organismus. Nun gilt es weiter in das kybernetisch-netzwerkartige Höhlensystems eines Nostromo-Raumschiffs einzutauchen, in dem Gänge mit anderen Gängen zu einem Netzwerksystem generieren. Einerseits als Rätsel für diejenigen, die den Weg noch nicht kennen, andererseits für diejenigen die diesen Weg und die Gänge bereits kennen, die zur ultimativen Freiheit führen.

Was wir hier auf dem Raumfrachter eines Nostroms und der Nostromo in einer erweiterten Sichtweise sehen können, ist ein echtes Mutterschiff einer modernen Matrix, wobei die unterschiedlichen Informations- und Kommunikationssysteme fulminant auf den Matrizen aufeinandertreffen. So ähnlich, wie wir heute einen fremdartigem Virus begegnen, dessen Ursprung bis dato unbekannt ist. Somit kann uns diese Definition und die Architektur der Nostromo mit ihren Verzweigungen und Vervielfachungen dabei ebenfalls als ein Netzwerkmustersystem der Zukunft einer neuen Matrix dienen. Nicht im negativen Sinne, wie hier im Film oft gezeigt -als klaustrophobisches Erlebnis vielzähliger Gänge und Tunnel- sondern im positiven Sinne, wenn wir es herumdrehen. So können uns Verzweigungen und Vervielfachungen aufzeigen, wie wir künftig lernen und leben und wie wir Wissen und Werkzeuge musterbildender übertragen können. Diese Vervielfachung und diese Nostromo-Architektur bedeutet daher die Zukunft. So wird der M-Klasse-Raumfrachter zur Schlüsseltechnologie eines neuen Schlosssystems, denn wir sehen hier, dass sich tatsächlich alle intelligenten Lebensformen auf einer Matrize bewegen, sich dissipativ selbst erzeugen, versorgen und mit der Nostromo weiter evolvieren.

Gänge, und Schleusen, die in weiteren Gängen und Schleusen münden

Neue Ordnungssysteme der Zukunft

So sehen wir auf der Nostromo und ihren vielen Decks, Gängen und Schleusen auch neue Ordnungsmodelle und Ordnungssysteme, die Überschneidungen zulassen. Sie entsprechen dabei keiner Baumstruktur, die oft als Referenz für Leben, Evolution und Ordnung angesehen wird, sondern die Gänge verzweigen sich und vervielfachen sich. Eine Szene, in der die Vervielfachung der Gänge gut demonstriert wird, ist das gemeinsame Essen mit Kane in der Küche, bevor das Alien ausbricht und die Gänge rund herum immer neue Verzweigungen rhizomhaft nehmen. So entsteht ein ganz anderes Bild. Heute existieren ganz selten hochgradig interdisziplinäre Ordnungsmodelle, noch können Systeme und Modelle mehreren Ordnungsebenen gleichzeitig angehören, noch sind Querverbindungen zu anderen Elementen wie Primärdisziplinen und somit ganz anderen Ästen einer Baumstruktur erlaubt. Wir benötigen daher heute mehr denn je das Verstehen von komplexen Netzwerksystemen aus solch einer umfassenderen, neuen und frischen Perspektive heraus. Mit dieser Erkenntnis können wir ein neues Level der Leistungsfähigkeit natürlicher Intelligenz (NI) und künstlicher Intelligenz (KI) nicht nur erreichen und qualitativ vernetzen, sondern schöpferisch übertrumpfen; ähnlich wie das Nostrom(o)-Netzwerk, in der sich die Gänge verzweigen und vervielfachen, als eigentlicher Star des Films.

Parallelen zur Architektur des Labyrinths eines weiteren Films

Ein weiteres anschauliches Beispiel, wie wir zukünftig denken, lernen und besser interdisziplinär und intersystemischer handeln können, ist der Film nach Umberto Ecos Roman Der Name Der Rose. Auch hier steht nicht allein die Hauptfigur eines William von Baskervilles im Rampenlicht, sondern der Star ist die Architektur des Films selbst. Und zwar das tiefe Geheimnis des Labyrinths, welches im Nucleus zur geheimen Bibliothek der Bücher und dem Buch als Schlüssel zur Auflösung führt. Die Architektur, die sich hier verknüpft verzweigt und das Schicksal mit den Menschen in den Informationsmustern vollzieht. Wer hier noch ein wenig darüber nachdenken möchte, dem seien die Grundlagen von M.C. Escher empfohlen, der ähnlich wie H. R. Giger bei Alien, das Labyrinth und die Treppen von Der Name der Rose entwarf. Die Bilder von ihm, wie Circle (niederländisch: Kringloop), Whirlpools (Draikolken), Swans (Zwanen), House of Stairs (Trappehuis), Relativität (Relativity) und Tedrahedral Planetoid (Viervlak-planetoide) lassen einen Menschen hervorragend in sozialen Geometrien, Labyrinthen und Gleichungen geistig umherschweifen.   

Schlüssel zum Schlosssystem

Bei beiden Architekturen, sowohl beim Film Der Name der Rose als auch dem Nostromo-Netzwerksystem stehen an deren vielfach verzweigenden Gänge, Korridore und Schleusen keine Brände einer Bibliothek oder gar Alien-Eier einer Horrorvision. Im Gegenteil! Hier geht es darum, zukünftig ein alchemistisches Labor zu errichten und vorzufinden, ein Next-Gen-Labor, welches als Vermittler und Vehikel der Interaktion und Integration von Menschen, Materialen und Maschinen in ein neues Periodensystem hineinwirkt und auch hineinpasst. Nicht als Replikation und identische Kopie, sondern als Reproduktion und neue veränderte Karte der Menschheit. Als Karte und neuer Schlüssel zum Schloss des Tors der Zukunft und vielleicht sogar als Kode zum größten Schatz der Menschheit selbst.

So kann der Film als Metapher für eine neue Schleuse und Schleusenereignis der Science und Science Futur sein und langfristig auch so wirken. Der Film Alien und in seinem Kern das Raumschiff, das diese Verbindungen erzeugt und exekutiert, bringt uns so in eine verheißungsvolle Zukunft. Eine Zukunft neuer Verbindungen in drei- und vierdimensionaler Räume und Welten, einer neuen Wissenschaft und ihrer Verbindungen. Somit ist das Nostrom und die Nostromo nicht nur ein Muster für Zukunft und einer zukünftigen Netzwerkprozessorganisation, sondern frei nach dem Motto: Circling, Channeling Continuum. Die Nostromo steht für ein zirkuläres netzwerkartiges Denken, Lernen und Handeln. Sie steht für einen Wegweiser einer zukünftigen Wissenschaft, die sich multidisziplinär sternförmig verzweigt und sich damit selbst befreit.

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Dominic Blitz vom Blitz-Institut erforscht seit Jahren multidisziplinär den Bereich der Netzwerksysteme und deren Netzwerkprozessorganisation. Hierbei geht es darum, wie Komplexitäts- und Informationsverarbeitung in den unterschiedlichen Netzwerksystemen biologisch (Gehirne), künstlich (KI-Computer) und organisatorisch (Communities) mit Kommunikation, Feedback, Fluktuation und Resonanzprozessen vonstatten geht. Er bietet zum Thema Informationsverarbeitung mit Mustererkennung durch Netzwerkbildung Vorträge, Workshops und Beratungen an. Herr Blitz hat hierzu eigene Systeme entwickelt die für Innovation und hohe Produktivität in Wirtschaft und Wissenschaft anwendbar sind. Dominic Blitz ist unter https://blitz-institut.de; E-Mail: db@blitz-institut.de erreichbar.

2 Kommentare

  1. @Artikeltext

    Interessant diese Ausführungen, aber recht abstrakt für mich.

    Mir fällt hier Wikipedia, Linux und eine dezentrale Energieversorgung dazu ein. Und die Diskussionen hier auf Scilogs, die vom allgemeinem Interesse an den Themen getragen werden, und von Menschen, die offenbar Lust und Zeit für diese hiesigen Diskurse haben.

    Wie steht es mit einem zukünftigen System von selbstfahrenden Autos, Gesamtverkehrskoordination und einem integriertem Sammeltaxisystem? Ist es sowas, an was sie hier mit neuen Systemen denken?

    • Hallo lieber Herr Jeckenburger, ja Danke für Ihr Feedback und Ihre Fragen. Wir reden hier ja über ein Raumschiff in die Zukunft und dessen Architektur. Das ist natürlich kein gewöhnliches Thema, wie auch keine gewöhnliche Analogie eines Films zu dieser Zeit. Und es ist auch kein Zufall, dass hier im Jahr 2022 zu besprechen , genau 100 vor der Handlung auf der Nostromo, die ja im Jahre 2122 spielt.
      Ich weiß nicht so recht, ob die Menschen Lärm, den fliegende Taxis über den Köpfen der Menschen machen, ertragen.
      Aber unter der Erde, da wäre ich mit einem Netzwerkorganisation und Netzwerkinfrastruktur dabei.
      Viele Grüße Dominic Blitz

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