Wer wählt die AfD? [Video]

Wer wählt die AfD und welche Gründe spielen dabei eine Rolle? Mirko Drotschmann von WISSEN2Go gibt in diesem Video Antworten auf diese Fragen.

Joe Dramiga

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Joe Dramiga ist Neurogenetiker und hat Biologie an der Universität Köln und am King’s College London studiert. In seiner Doktorarbeit beschäftigte er sich mit der Genexpression in einem Mausmodell für die Frontotemporale Demenz. Die Frontotemporale Demenz ist eine Erkrankung des Gehirns, die sowohl Ähnlichkeit mit Alzheimer als auch mit Parkinson hat. Kontakt: jdramiga [at] googlemail [dot] com

25 Kommentare

  1. Bis Güllner (SPD) und bis ca. 8:20 fair, Dr. W verrät auch gerne seine eigene Meinung dazu, warum viele die AfD wählen, nämlich, weil es ein konservativ und nonkonform konservatives Wählerpotential in fast jeder liberalen Demokratie gibt, das idR zwischen 20 % und 60 % ausmacht, einstmals in der BRD durch die “Union” abgedeckt worden ist, seit Merkel natürlich nicht mehr so abgedeckt werden konnte.

  2. Nicht-Wähler und sich nicht repräsentiert Fühlende in strukturschwachen Regionen sind/werden AfD-Wähler in Deutschland und sind Trump-Wähler in den USA.

    Die Stadt- und Küstenbewohner der USA nennen die Bundesstaaten im Innern der USA Fly-Over States und die Stadtbewohner in den strukturell gut aufgestellten Regionen Deutschland sprechen von den Ost-Menschen.

    Es sind unterschiedliche Lebenswelten, und ganz andere Befindlichkeiten, die die Lager trennen. Es werden ganz andere Dinge gedacht und Nachrichten völlig anders interpretiert.

    Das kann sich wieder ändern, aber bis es sich ändert können viele Jahre vergehen. Es gibt eine gewisse Ähnlichkeit mit den unterschiedlichen Lebenswelten von Reichen und Mittelständern. Auch die verbindet wenig und auch da ist ein Aufeinander-Zubewegen nicht so schnell zu erwarten.

    • Nicht-Wähler und sich nicht repräsentiert Fühlende in strukturschwachen Regionen sind/werden AfD-Wähler in Deutschland und sind Trump-Wähler in den USA.

      Sie könnten mal prüfen, ob US-Republikaner oder US-Demokraten, die Wähler sind gemeint, über ein höheres persönliches Einkommen verfügen.

      • Ja, US-Republikaner sind vorwiegend weiss (87% nicht-hispanisch weiss), haben im ⌀ mehr Einkommen und leben vorwiegend auf dem Land und weder an der West- noch an der Ostküste.. Doch für Republikaner gilt auch, dass sie aus 2 sehr ungleichen Gruppen zusammengesetzt sind (Zitat): „ white working-class voters (college, degree) and white people with undergraduate degrees.
        Nicht umsonst hat Hillary Clinton von den Trump-Wählern als Basket of deplorables gesprochen.

  3. ein kleines Detail:
    A) Horst Seehofer hat vor der Landdtagswahl in Bayern monatelang extrem gegen Frau Merkel polemisiert weil sie sich menschlich verhalten und Flüchtlinge ins Land gelassen hatte.
    Mit diesem lange andauernden Polemisieren hat er die Regierungsparteien monatelang systematisch vorgeführt und lächerlich gemacht.

    B) die SPD hat bei der letzten Bundestagswahl ca. 20 Mio. Erst-/Zweitstimmen bekommen. Aber diese Partei signalisierte von Anfang an und immer noch – ´Wir wollen überhaupt nicht regieren – Wir wollen raus aus der GROKO´.
    Dadurch fühlen sich viele Wähler nicht ernst genommen.

    Als Folge haben sich viele Wähler von den Volksparteien ab und anderen Parteien zugewandt. Deshalb haben die Linken und die Grünen auf der einen Seite und die AfD auf der anderen Seite viele Wähler gewonnen.

    Viele Erfolge der AfD fallen ausgerechnet in die Zeit, wo Seehofer stark polemisiert hat – deshalb ist der Aufstieg der AfD auch sein Verdienst.

    • Vgl. mit :

      -> https://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahl_2017

      Vgl. mit Ihrem :

      Als Folge haben sich viele Wähler von den Volksparteien ab und anderen Parteien zugewandt. Deshalb haben die Linken und die Grünen auf der einen Seite und die AfD auf der anderen Seite viele Wähler gewonnen.

      AfD und FDP haben bundesdeutsch ‘viele Wähler gewonnen’, der Rest blieb stabil oder ist abgeschmolzen, teils deutlich.

      ‘Volksparteien’ ist sozusagen ein Leerwort und womöglich auch ein wenig “völkisch”.
      >:->

      MFG – WB (der sich vorstellen kann, dass ‘Volkspartei’ bei Leutz nicht-deutscher Herkunft “S” – suboptimal ankommen kann)

      • Der Begriff ´Volksparteien´ bezieht sich bisher in seiner Bedeutung darauf, dass diese von einem großen Anteil der Bevölkerung gewählt werden/wurden. Mit ´völkisch´ hat dieser Begriff nichts zu tun

  4. Wählen gehen ansich ist ein Ausdruck von Bewusstseinsschwäche, eine BS die der Herrschaftsform dieser “Demokratie” entspricht und weder Phänomen noch Wunder an extremistischer Ausprägung hervorbringt, denn Bewusstseinsbetäubung ist nun im “freiheitlichen” Wettbewerb organisiert, wo jede Störung dieser “Ordnung” mit bewusstseinsbetäubender Schuld- und Sündenbocksuche im “gesunden” Konkurrenzdenken versucht wird zu unterdrücken, anstatt das gesamte gesellschaftliche “Zusammenleben” in seinen Zweifelhaftigkeiten von Grund auf neu zu gestalten, denn es gibt die eindeutige Wahrheit die WIR brauchen schon geschrieben!

  5. Richtigstellung: … denn die zeitgeistlichreformistische Bewusstseinsbetäubung des Kreislaufes im imperialistischen Faschismus ist nun im “freiheitlichen” Wettbewerb organisiert/regiert …

  6. Man muss sich an den Fakten ausrichten. Die AFD lag anfang 2015 in der Wählergunst bei ca.3 Prozent. Nach dem Frau Merkel 2015 ihre persönliche Flüchtlingspolitik umsetzte, schnellte diese Wählergunst auf hohe Werte, besonders in den ostdeutschen Ländern(ca.25-30 Prozent).Die Hauptursache ist also die Politik einer bestimmten Person, die das Problem gechaffen hat. Und solange diese Person bleibt, das Problem also bleibt und sich noch verschärfen wird, wird die AFD weiterhin in der Wählergunst steigen und die einstigen Volksparteien marginalisieren.

    • Diese Schlussfolgerung erscheint mir nicht schlüssig. Wie wäre es mit folgender:

      Nachdem Frau Merkel 2015 ihre persönliche Flüchtlingspolitik umsetzte, schnellte diese Wählergunst auf hohe Werte, besonders in den ostdeutschen Ländern (ca.25-30 Prozent). Die Hauptursache [für den Anstieg der AfD in der Wählergunst] ist also die Fremdenfeindlichkeit bestimmter Bevölkerungsgruppen. Und solange diese Fremdenfeindlichkeit bleibt und sich noch verschärfen wird, wird die AfD weiterhin in der Wählergunst steigen.

      Wobei fraglich ist, ob die Fremdenfeindlichkeit steigt. Es wurde ja schon oft gesagt, dass ca. 20-30% der Bevölkerung mehr oder weniger stark fremdenfeindlich wären. Falls das stimmt, gibt es wohl nicht mehr allzuviel Wachstumspotential. Aber vielleicht stimmt es ja auch nicht?

      Im Video werden ja noch andere Gründe genannt, die auch mit rein spielen, z.B. die Männlichkeit, die Herkunft (“abgehängte Regionen” ist ja heutzutage zum Schlagwort geworden) und der Bonus des Neuen, der – bis jetzt – noch nicht schlecht regiert hat (weil er ja bis jetzt noch gar nicht regiert hat).

      @abgehängte Regionen: Die gab es schon immer und wird es immer geben. Ebenso Gesellschaftsschichten, die (berechtigt oder nicht) Angst vor dem Abstieg haben. Aber “wachsen” kann ein Wählerpotential hier nur, wenn auch die Zahl/Größe dieser Regionen wächst. Das ist eine Entwicklung, die man abwarten muss. Zudem ziehen ja auch viele (gerade auch viele Frauen) aus diesen Regionen weg und sind dann nicht mehr abgehängt, also ob da noch viel Wachstum möglich ist, na, wer weiß?

      @Männlichkeit: Es ist schon zu beobachten, dass viele Dinge, die Männer ansprechen und ihnen wichtig sind, immer mehr in Misskredit geraten, strenger kontrolliert werden usw. Sei es der Fußball, das Militär, das Autofahren (das jetzt ja von der Klimaseite her angegangen wird)… Hier sehe ich noch echtes Wachstumspotential für die AfD, gerade wenn und falls z.B. die allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen oder dergleichen kommen sollte.

      @Neuen-Bonus: Den verstehe ich ehrlich gesagt am wenigsten – Leute wie Gauland sind doch nicht neu, die sind doch schon seit Jahrzehnten Berufspolitiker. Ok, sie sind einer neuen Partei beigetreten. Vielleicht, weil sie in ihrer alten bloß Hinterbänkler waren und auch mal vorne stehen wollten? Dass eine Mischung aus “2. Reihe”, “völlig unerfahren” und “Stammtisch-Schreihals” es besser machen würde als alle anderen, halte ich eher für unwarscheinlich. Klüngelei gibt es bei den Rechten doch genauso wie überall, man denke nur an Trump oder die FPÖ. Damit sind sie nicht schlechter als die anderen (Edati, Kohl-Spendenaffäre usw.), aber eben auch nicht besser. Mehr erwarten kann man von denen nicht, höchstens, dass sie als Neulinge vielleicht leichter reingelegt werden können (siehe Ibiza-Video oder AfD-Spendenaffäre).

  7. @Querdenker u. KRichard

    Die Fakten, für Ausreden & Co., sind nicht in der Schuld- und Sündenbocksuche zu finden, sondern in der GEPFLEGTEN Bewusstseinsschwäche von Angst, Gewalt und “Individualbewusstsein”,

  8. Bonuskommentar zum Abgang des hier beworbenen, web-verwiesenen audio-visuellen Inhalts, den Dr. W eben, wie oben bereits angeschrieben, bisher noch nicht zK genommen hat. – Ab ca. 8:20 nicht.
    Aus Ablehnung gegenüber Parteilichkeit im Politischen, im Politologischen nicht. Insbesondere bundesdeutsch meinend.

    Dr. W verweist insofern, ganz mathematisch sozusagen, darauf, dass die seit ca. zwei Generationen unzureichende bundesdeutsche Fertilität, eine Geburtenrate von ca. 1,4 (eher nach oben hochgeschaukelt, sie ist wohl geringer, die (“autochthonen”) Deutschen meinend) nun mal sukzessive langfristig den Exitus der Gruppe meint.
    Wenn, nur dann, wahlfrei die Welt meinend, insbesondere die muslimische, importiert wird.

    Also Zwei-Drittelung und Vier-Neuntelung das ursprüngliche Person meinend, seit ca. 1965 (“Einführung der sog. Antikonzeption”) klar empirisch messbar und wissenschaflich bedeutend.

    Mögen die AfD-Wähler insofern verrotten und sukzessive ab- oder abgeschaltet werden
    >:->

    MFG – WB

  9. Sozialforscher (ARD-Talkshow, aus dem Gedächtnis zitiert):

    “Deutsche Demokratie: Nazis wählen Union, SPD, FDP, Grüne und Linkspartei. Krise der Demokratie: sie laufen diesen Parteien davon.”

    Wo sind sie denn bloß hingelaufen?

  10. *

    das ursprüngliche Person[al]

    (heißt es wohl)

    **

    Wenn, nur dann, wahlfrei die Welt meinend, insbesondere die muslimische, importiert wird.

    (und hier war statt ‘importiert’ ‘kompensiert und die Menge meinend’, äh, gemeint)

    “Opi” spielt für schwarzen Bruder, sozusagen, an dieser Stelle diesen Song ein :

    -> https://www.youtube.com/watch?v=z8Lz0PY_2-g (“Fela Kuti”)

  11. Wenn Jihadisten konsequent abgeschoben bzw. gar nicht erst hereingelassen werden profitieren auch die anständigen Ausländer davon, da die ebenfalls kein Interesse daran haben dass Deutschland zu so einem Shithole Country wird wie das aus dem sie ursprünglich geflohen sind: Beweisstück B

  12. Joe, Joseph, hat einiges begriffen, er ist nett, verständig und tolerant, sozusagen ein besserer Deutscher (der er abär womöglich gar nicht sein will, er macht ja auch im (schwarz) Identitären [1], er würde womöglich auch für sich ablehnen, im Sinne des Ethnonyms ‘deutsch’ deutsch zu sein, wie übrigens Dr. Webbaer [2] ebenfalls, qua Herkunft), wobei der Komparativ (“besserer”) hier ein wenig böse gewählt war; was dem Schreiber dieser Zeilen allerdings nicht gefällt, ist wenn er deutschen Identitarismus, wie bspw. bei der AfD vorkommend, dem Rassismus zuordnet.

    Ja, Dr. W weiß, dass derartige Einordnung letztlich nicht OK ist und dem Schreiber dieser Zeilen nicht zusteht.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer

    [1]

    Aus diesseitiger Sicht gut, wenn nicht gegen andere gerichtet, nicht ungünstig gegen andere gerichtet, gegen andere gerichtet, geht schon, wenn gut.

    [2]

    Dr. Webbaer kein Jude, dies nur der Vollständigkeit schuldend so angemerkt hat und nicht irgendwie gut oder böse meinend.

  13. Zu tranquebar:
    Man muss diese Abstimmung nicht immer mit Fremdenfeindlichkeit implizieren. Letzteres scheint eine Erfindung der Medien zu sein., die sich eine andere Welt-außer der staatlich vorgegebenen ,nicht vorstellen können , wollen oder dürfen. In der DDR war man staats-feindlich, nur wenn man eine eigene Meinung äußerte, die von der vorgegebenen Hofberichterstattung abgewichen ist. Heute ist man dann eben “fremdenfeindlich”. Mit dieser Stigmatisierung sprechen sie den Menschen das eigenständige Denken ab und wollen sich moralisch über sie erheben. Motto: Die im Osten sind die Ungebildeten und Doofen…

    • Vom Osten hatte ich gar nicht gesprochen…

      Man muss diese Abstimmung nicht immer mit Fremdenfeindlichkeit implizieren.

      Womit dann? Wenn Fremde ins Land kommen und sogleich eine fremdenfeindliche Haltung an Zustimmung gewinnt, erscheint mir diese Schlussfolgerung naheliegend.

      Zur Haltung der DDR verlinke ich mal diesen interessanten Artikel: https://www.welt.de/debatte/kommentare/article13769055/Geburt-des-Rechtsextremismus-im-Stasi-Elternhaus.html Diese Zustände mit dem heutigen Deutschland zu vergleichen heißt doch Äpfel mit Birnen vergleichen.

      Das “moralische Erheben” machen die Rechten doch genauso, indem sie behaupten, die anderen wären eben keine “richtigen” Deutschen und hätten angeblich keine Ahnung. Aber das ist ja heutzutage ohnehin die übliche Strategie – die Umweltschützer machen es, die Vegetarier, die Veganer, die Radfahrer, die Trump-Anhänger, die Trump-Gegner – jeder hält sich für moralisch überlegen. Also kann auch jeder sich als Opfer von sowas stilisieren, was aber keine große Bedeutung hat, das es völlig austauschbar ist.

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