Zwei Planeten

Zahlreiche Zeitungen meldeten gestern einen starken Rückgang der Eisbedeckung in der Arktis. Doch auf den Websites der „Klimaskeptiker“ wird derzeit genau das Gegenteil diskutiert: „Die Arktis weigert sich zu schmelzen, Alarmrufe beruhen auf falschen Daten!“ lautet eine der Schlagzeilen. Auch hier in der KlimaLounge ist diese These in einem Leserkommentar aufgetaucht. Was steckt dahinter?

Es geht um die folgende Kurve der Eisausdehnung des National Snow and Ice Data Center (NSIDC), hier die aktuelle Grafik von heute:

Sie zeigt, dass die Eisdecke trotz des relativ kalten Winters nicht mehr viel größer ist als im vergangenen Jahr, als ein absoluter Negativrekord erreicht wurde.

In der Internetzeitung „The Register“ zog nun ein Artikel von Steven Goddard die Datenkurve in Zweifel. Auf Basis derselben Satellitendaten von NSIDC behauptete Goddard, am 11. August sei die Eisausdehnung 30 % größer gewesen als im Vorjahr – nicht 13,5%, wie NSIDC in einer Pressemitteilung gesagt hatte (*). Wie kam er dazu? Er hatte dies aus zwei im Internet publizierten Bildern der Eiskarten abgeschätzt.

In der Blogosphäre tobt nun die Diskussion , wieso seine Abschätzung einen falschen Wert liefert – liegt es an der nicht flächentreuen Kartenprojektion, oder daran, dass die von ihm benutzten Grafiken zwischenzeitlich ins jpeg-Format komprimiert wurden?

Was auch immer es gewesen sein mag ist sekundär. Lehrreicher ist das Grundmuster, das immer wieder hinter solchen Skeptikerthesen steckt. Ein Laie macht auf seine Art eine Datenanalyse – er nimmt dazu zwei Bilder, nicht etwa die öffentlich verfügbaren Daten des NSIDC (auch die Auswertealgorithmen sind öffentlich dokumentiert und verfügbar). Er kommt zu einem anderen Ergebnis als die Wissenschaftler. Statt die Forscher zu kontaktieren um die Diskrepanz aufzuklären, schreibt er lieber einen Artikel (und stellt ein Video auf YouTube), in dem er den Forschern vorwirft, ihre Daten seien falsch.

Übrigens stimmen die Daten verschiedener Satelliten und Forschergruppen untereinander gut überein. Die japanischen Kollegen kommen zu einer sehr ähnlichen Kurve wie NSIDC. Auch Lars Kaleschke, Eisexperte der Uni Hamburg, bestätigt die Daten. Auf Basis der SSM/I Daten ermittelte er für uns die Eisausdehnung aus der gemessenen Eiskonzentration. „Am 12.8.2007 betrug die Eisfläche 5.9 Mio km², am 12.8.2008 6.5 Mio km². In den Jahren 2002-2006 war die Eisfläche an diesem Tag nie kleiner als 7.2 Mio km², im Mittel umschloss die Eiskante 7.5 Mio km²“

„Zur Zeit (18.8.) beträgt die Fläche etwa 5.9 Mio km2, 2007 waren es etwa 5.4 Mio km2, also weniger als 10% Unterschied“, sagte Kaleschke der KlimaLounge. Die räumliche Verteilung der Unterschiede illustriert das folgende Differenzenbild, das den Unterschied zwischen dem 18. August 2007 und 2008 zeigt.

 

Zum Kontext zeigen wir hier noch die langfristige Entwicklung:

 

Das Bild macht klar, wie extrem das Minimum im vergangenen Jahr war. Daher das große Interesse an der Frage, ob dies ein „Ausreißer“ war, oder ob in diesem Jahr erneut eine vergleichbar geringe Eismenge zu verzeichnen sein wird. Diese Frage werden wir Ende September, wenn die Schmelzsaison vorbei ist, sinnvoller diskutieren können.

Zurück zu Goddards Artikel. Wie bei solchen Meldungen üblich, wurde er von den deutschen Skeptikerwebsites begierig aufgegriffen, z.B. von der „Achse des Guten“ des Journalisten Dirk Maxeiner, dem seit Jahren keine Skeptikerfalschmeldung zu dumm ist, um sie weiter zu verbreiten (und wenn es sich um Astrologie handelt). Ebenso EIKE, das „Europäische Institut für Klima und Energie“ – ein recht neuer Klimaskeptiker-Lobbyverein nach US-amerikanischem Vorbild. (Satzungsziel: „Förderung von Wissenschaft und Forschung“.)

In der realen Welt schrumpft das arktische Meereis dramatisch, in der virtuellen Welt der Skeptikerwebsites dagegen „weigert es sich, wie befohlen zu schmelzen“ – deutlicher kann man nicht illustrieren, dass die Skeptikergemeinde inzwischen auf einem anderen Planeten lebt.

Im Gegensatz zur Wissenschaftsgemeinde geht es den Netzwerken der „Klimaskeptiker“ nicht darum, einen Sachverhalt zu klären. Vielmehr geht es darum, immer wieder Nebelkerzen in die öffentliche Diskussion zu werfen, die bei Laien den Eindruck erwecken sollen, in der Klimaforschung ginge nicht alles mit rechten Dingen zu. Klimaforscher haben weder Zeit noch Lust, immer aufs Neue solche Falschbehauptungen zu widerlegen.

Hier möchte ich einmal die Medien loben, die inzwischen diese Mechanismen etwas besser verstehen und nicht mehr so oft auf solche Falschmeldungen hereinfallen. Zumindest habe ich keine Zeitung gesehen, die Goddards Geschichte vom angeblich nicht schmelzenden Eis aufgegriffen hätte. Ich hoffe, keiner unserer Leser muss mich hier eines Besseren belehren!

Update: Herr Kaleschke weist mich gerade darauf hin, dass sich heute (21.8.) neben der Nordwestpassage nun auch die Nordostpassage geöffnet hat. Zu sehen auf der AMSR-E Eiskarte.

Update: Ganz interessant ist die Rezeptionsgeschichte unserer obigen Meldung zur Nordostpassage. Am Samstag, den 23.8. wurde sie von der tageszeitung aufgegriffen, als Quelle ist dort auch die KlimaLounge genannt. Am 27.8. folgte dann Spiegel online. Am folgenden Tag landete die Meldung dann um 20 Uhr in den Hauptnachrichten der Tagesschau – exakt eine Woche nach dem Ereignis, und nachdem wir es hier gemeldet hatten.

Update: Polarstern durchfährt Nordwestpassage, will durch Nordostpassage zurückkehren. Siehe AWI Presse-Mitteilung.

Update (25.8.): Steven Goddard hat inzwischen zugegeben, dass seine Berechnung falsch und die NSIDC-Grafik korrekt ist. Siehe den Editor’s Note unter Goddards Artikel. Danke an mehrere Kommentatoren hier für diesen Hinweis!

Update (3.9.): Im Artikel "Aus der Arktis" hatten wir über unsere Begegnung mit Lewis Pugh berichtet, der mit dem Kayak zum Nordpol vordringen will. Lewis ist jetzt unterwegs – aktuelle Berichte incl. CNN-Video hier.

Update (5.9.): Der Eisverlust im August hat einen neuen Rekord gesetzt: noch nie ist in einem August so viel Eis abgeschmolzen, siehe Pressemitteilung von NSIDC.

Links: Siehe auch unseren Artikel Aus der Arktis

(*) Goddards Artikel sagt fälschlich, die NSIDC-Pressemitteilung hätte 10% und nicht 13,5% behauptet – wie er in der Internetdiskussion zugeben musste, beruhte auch dies darauf, dass er nicht die Zahlen in der Pressemitteilung benutzt hatte, um den Prozentsatz zu berechnen, sondern nur eine Grafik ungenau abgelesen hatte.

Stefan Rahmstorf ist Klimatologe und Abteilungsleiter am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Professor für Physik der Ozeane an der Universität Potsdam. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf Klimaänderungen in der Erdgeschichte und der Rolle der Ozeane im Klimageschehen.

71 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. @Rahmstorf: bitte die Fakten beachten

    Sehr geehrter Herr Professor,
    befassen Sie sich doch bitte mit den Fakten.

    Tatsache eins: keine der lustvoll zelebrierten dramatischen Warnungen ist bisher eingetroffen, nach denen dieses Jahr das arktische Meereis vollständig verschwinden könnte: vgl. http://www.spiegel.de/…ur/0,1518,562495,00.html.
    vgl. Voraussage des AWI von Juni 2008:
    „Zum Ende des Sommers 2008 wird die Eisbedeckung im Nordpolarmeer mit nahezu 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit unter der von 2005, dem Jahr mit der zweitgeringsten je gemessenen Eisausdehnung, liegen.“

    Tatsache zwei: die kritisierte NSIDC-Kurve zeigt keine grafische Darstellung repräsentativer Messungen, sondern ERRECHNETER WERTE. Dieser Errechnung liegen gewisse Vereinfachungen zugrunde (etwa: ab wann gilt das Meer als eisbedeckt). Ob und wieweit diese Vereinfachungen der Realität gerecht werden, bedarf daher ggf. der kritischen Betrachtung.

    Tatsache drei: Anders als Sie behaupten, wirft Goddard den NSIDC-Forschern keineswegs vor, dass deren Daten falsch sind, sondern stellt die Interpretation der Daten in Form der veröffentlichten NSIDC-Kurve infrage („The problem is that this graph does not appear to be correct.“)

    Tatsache vier: Anders als Sie unsinnigerweise behaupten, sind nicht nur die NSIDC-Daten öffentlich, sondern auch die Daten des NASA Marshall Space Flight Centers. Der Autor hat auch nicht irgendwelche Bilder verwendet, sondern öffentlich zugängliche NASA-Grafiken, die diese Daten visualisieren – wie Ihnen nicht entgangen sein dürfte!

    Tatsache fünf: Der Autor des Artikels hat nicht irgendwie abgeschätzt, sondern METHODISCH VERGLICHEN. Die Methode hat er erläutert.

    Karten arktischer Eisausdehnung sind aus verschiedenen Quellen erhältlich, z.B. von der Universität von Illinois, die ein tägliches Archiv der letzten 30 Jahre pflegt. Der Vergleich dieser Karten (abgeleitet aus den NSIDC-Daten) kann so interpretiert werden, daß die Eisausdehnung am 11.08.2008 um 30 Prozent größer war, als am 12.08.2007 war.
    siehe auch: http://wattsupwiththat.wordpress.com/…-up-there/

    Wie liess doch der Leiter der gerade beendeten Polarstern-Expedition, Professor Gerhard Kattner, verlauten: „In diesem Jahr hatten wir es mit besonders viel Eis zu tun. Das Meereis zog sich von der Arktis bis fast zum 74. Breitengrad nach Süden“. Na sowas!

    Im übrigen: was regen Sie sich eigentlich auf, Sie könnten doch ganz cool bleiben, schliesslich handelt es sich doch „nur“ um ein Wetterphänomen? Erst nach 30 Jahre ist ein Trend doch klimarelevant, oder wie war das? Wo bleibt denn Ihre gepflegte wissenschaftliche Contenance?

  2. Meereisbedeckung Arktis

    @Multiverus

    1.) Ihr Link ist veraltet.

    2.) Die Meereisbedeckung der Arktis liegt derzeit unterhalb der von 2005. Dass „keine der Warnungen eingetroffen sein soll“, ist anhand der belegten Entwicklung der Eisbedeckung absurd.

    3.) Dass es sich hier nicht um ein Wetterphänomen sondern um einen langfristigen Trend handelt, zeigt ja gerade die Grafik (seit 1978) im Leitartikel. Es waren doch gerade sog. Skeptiker, die ausgehend vom aussergewöhnlichen Rekordjahr 2007 eine Kehrtwende in der Eisbedeckung postulieren wollten. Hätten sie sich an den langfristigen Trend gehalten, hätten sie gemerkt, dass von einer Kehrtwende keine Rede sein kann.

    4.) Was die Polarstern-Expedition betrifft bitte ich um Auskunft, über wechen Zeitraum Sie hier reden. Dass die Meereisbedeckung im Winter relativ weit ausgedehnt war ist bekannt. Im Juni war aber die Meereisausdehnung von 2007 schon unterschritten. Wollen Sie das bestreiten?

  3. Es macht auch aus skeptischer Sicht wenig Sinn über die aktuelle Größe des Meereises zu rechten; das ist so, als wollte man mit Astrologen über die Position der Planeten streiten. Die interessanten Fragen sind doch eher: Wie groß ist die natürliche Variabilität des Meereises über Jahrhunderte und Jahrtausende? Was ist da gesichertes Wissen, was Vermutung? Was sind die entscheidenden Einflussgrößen? Bewölkung?, Meeresströmungen?, Luftströmungen? Wie sind die Zeitkonstanten/Erholzeiten nach Störungen?

  4. michael.adeno

    Die arktische Eisentwicklung 2007 wurde von Seiten der AGW-Verfechter als Argument für die Vorhersage einer ähnlich dramatischen arktischen Eisentwicklung 2008 benutzt. Da ist es wohl nur recht und billig, auf das sich abzeichnende deutliche Nicht-Eintreten dieser Vorhersagen 2008 aufmerksam zu machen.

    (Ihre Anmerkung steht nicht im Widerspruch dazu)

  5. @Thorsten Seifert

    Es geht um die Eis-Entwicklung 2008, worüber die zitierte Grafik 1978-2007 keinerlei Aussage trifft. AWI Pressemitteilung der Polarstern-Expedition: http://www.awi.de/…_ark_xxiii2/?cHash=ff0d3fbe5d

    Ihre Punkte 1) und 2) sind einen Kommentar nicht wert.

  6. @Thorsten Seifert

    *Was die Polarstern-Expedition betrifft bitte ich um Auskunft, …*

    Kleiner Tipp. Die Polarstern ist immer im Winterhalbjahr(NH)in der Antarktis und im Sommerhalbjahr(NH)in der Arktis.

    Am 11.06. sagten Sie auf meinen Hinweis hier im Blog noch

    *”Da muss noch viel schmelzen.”

    Das wird es, zumal es sich nur um dünnes einjähriges Eis handelt.*

    Wir haben mehr Eis als im letztem Jahr. Das bedeute, dass einjährige Eis aus dem letztem Winter ist nicht komplett wieder geschmolzen. Also Eisvermehrung.

  7. Lineare Trendlinie

    Guten Abend,
    hatten wir das mit den linearen Trendlinien in Diagrammen nicht letztens erst hier?
    Auch wenn das nicht Ihre Grafik zu sein scheint, ist deren kommentarlose Verwendung doch kritisch zu sehen.

    Ansonsten: Schöner Blog, auch wenn das Lesen der Kommentare häufig sehr anstrengend und frustrierend ist – gerade für Laien.

    MfG
    Jost Pöttner

  8. @Jost Pöttner

    Oh ja, dieser Artikel ist wirklich lehrreich, vielen Dank für den Hinweis. Da nun einmal die Fähigkeiten der menschlichen Wahrnehmung und des Verstandes begrenzt sind, ist es klug, was Lars Fischer in seinem Kommentar zu diesem Artikel rekapituliert hat:

    Ganz genau deswegen braucht man in der Wissenschaft ja im Grunde immer zwei Thesen: Man postuliert erst einen Zusammenhang, überlegt sich, wie die Gegenthese aussehen könnte und erhebt anschließend die Daten, von denen man vorhergesagt hat, dass sie zwischen beiden Hypothesen unterscheiden.

    Gegen dieses wissenschaftliche Prinzip verstösst leider die IPCC-getriebene Klimaforschung, die neben der These der anthropogene Verursachung der Klimaerwärmung zu keiner Zeit eine Gegenthese zulassen oder gar untersuchen wollte.

  9. Zwei Planeten – Arktische Eisbedeckung

    Jeder, der sehen kann, ist in der Lage, selbst die arktische Eisbedeckung August 2007 und 2008 zu vergleichen:

    Compare Daily Sea Ice

    Es gibt eindeutig mehr Eis als vergangenes Jahr, auch wenn Herr Rahmstorf dies nicht wahrhaben will. Die alarmistischen Anküdigungen, dass eventuell 2008schon alles Arktis-Eis schmelzen könnten, haben sich als falsch erwiesen.
    Dass gleichzeitig zur Eis-Abnahme am Nordpol die Eisfläche um die Antarktis auf einen Rekordstand zunahm, wird von Herrn Rahmstorf natürlich nicht erwähnt.

  10. @Michael Krüger Nordostpassage

    Die Satelliten-Daten (SSM/I) von dem angegeben Link sind hier nicht geeignet. Der 19 GHz SSM/I-Kanal hat eine Auflösung von 69×43 km2. Mit dem AMSR-E erreicht man bei 89 GHz eine Auflösung von etwa 6×4 km2. Damit lässt sich erkennen, dass die Wilkizkistraße einfach passierbar und die Eisbrücke in der Laptevsee durchbrochen ist.

    ftp://ftp-projects.zmaw.de/…/20080824.png

  11. Arktisches Meereis

    Es gibt offensichtlich verschieden Daten von verschiedenen Instituten, was Herr Rahmstorf eigentlich wissen sollte.
    Er kann also einen sich auf Daten a) berufenden Autor nicht mit Daten b) als Scharlatan bewerten, der die Klimawelt veräppeln möchte:
    http://klimakatastrophe.wordpress.com/…planeten/

    Was also soll der hier vorliegend Artikel wirklich ?

  12. Herr Rahmstorf,
    „Im Gegensatz zur Wissenschaftsgemeinde geht es den Netzwerken der ‚Klimaskeptiker‘ nicht darum, einen Sachverhalt zu klären. Vielmehr geht es darum, immer wieder Nebelkerzen in die öffentliche Diskussion zu werfen, die bei Laien den Eindruck erwecken sollen, in der Klimaforschung ginge nicht alles mit rechten Dingen zu.“
    Das sehen Sie vollkommen falsch.
    Die gern von Ihnen benutzte Worthülse „irgendwer soll glauben…“ ist sicher nicht das Anliegen von wem auch immer, der Ihre Meinung nicht teilt.
    Sie müssen akzeptieren, daß Sie weder Meinungs- noch Deutungshoheit zu Klimafragen haben. Es gibt genug Wissenschftler, die anderer Meinung sind, auch annerkannte. Leider setzen Sie sich eben selten direkt mit Ihnen auseinander sonder versuchen sie nieder zu machen – unteranderem auch mit der o. e. Worthülse.
    Es steht jedem frei, sich selbst mit Indizien zu besdchäftigen, das Für und das Wider gegeneinander abzuwägen und sich selbst eine Meinung zu bilden.
    Es „soll niemand glauben“.
    Oder sollen wir wirklich glauben, daß, wie Sie behaupten, die Erde sich brutal erwärmt, das CO2 dafür veranmtwortlich ist und das die Schuld des Menschen sei, unwidersprochen glauben, weil IPCC es so möchte und Sie dahinter stehen ?
    Nicht wirklich, oder ?

    Und was zeigt die von Ihnen oben genannte Grafik http://www.wissenslogs.de/…gallery/16/seaice.png
    ?
    Richtig, daß es noch mehr Eis als 2007 um die gleiche Zeit gibt, was sich, zugegegben, noch ändern kann, mehr nicht.

  13. @Lars Kaleschke

    *Mit dem AMSR-E erreicht man bei 89 GHz eine Auflösung von etwa 6×4 km2. Damit lässt sich erkennen, dass die Wilkizkistraße einfach passierbar und die Eisbrücke in der Laptevsee durchbrochen ist.*

    Sind Sie da sicher?

    Schon 2005,im Jahr der zweitgeringsten Meereisausdehnung hatten sich da einige getäuscht.

    http://www.ifm-geomar.de/…ailynews/20050901.html

    Die Vilkitzky Strasse wurde nicht frei, dass Schiff konnte nicht auslaufen, die Expedition ist gescheitert.

    Haben Sie aktuelle Informationen von vor Ort?

  14. Goddard korrigiert

    Mittlerweile hat Herr Goddard sich korrigiert und die Ursache für die große Diskrepanz gefunden, nachdem er auf das Vorliegen unterschiedlicher Indizes für die Eisdecke hingewiesen wurde. NSDIC: „Besides this significant error, the rest of the article consists almost entirely of misleading, irrelevant, or erroneous information about Arctic sea ice that add nothing to the understanding of the significant long-term decline that is being observed.“
    (s. Arctic ice refuses to melt as ordered )

    Das Ausblenden ungenehmer Fakten ist schon sehr befremdlich: Richtig, es gibt mehr Eis als 2007 um die gleiche Zeit. Aber auch richtig: es ist weniger als im Durchschnitt. Und der tägliche Rückgang stieg auf 113.000 Quadratkilometern am Tag bis zum 7. August und bis zum 10. August waren es 103.000 qkm/d. Im Vergleich dazu liege das langjährige Mittel für diese Jahreszeit bei 76.000 qkm/d Rückgang.
    Nachdem sich am zunehmenden Eis in der Antarktis, am starken Eisaufbau im Winter, dann an der sich dem Durchschnitt leicht annähernden Kurve des Arktismeereises festgebissen wurde, bleibt offenbar nur noch, dass der rekord von 2007 vielleicht nicht erreicht wird und das Antarktiseis zunimmt.

    Nur auch im antarktischen Winter war der Aufbau des Meereises nach einem anfänglichen eher überdurchschnittlichen Aufbau zuletzt wieder unterdurchschnittlich.

    Wenn nicht all das ständig als Hurra-Meldung: Schaut her die „KLimaalarmisten haben unrecht!“ verbreitet würde, bräuchte es nicht immer wieder drüber diskutiert werden!

  15. @multiverus

    Alternativ-Hypothesen und Gegenthesen werden von der Klimaforschung sehr wohl und sehr eingehend verfolgt und geprüft.
    Allerdings mussten diese Hypothesen nach eingehender Prüfung bisher allesamt verworfen werden. So lange dies der Fall ist, bleibt die Treibhauseffekt-These bestehen.

    Sobald Sie eine neue These, die noch nicht geprüft worden ist, bringen, schauen wir weiter.

    Aber es ist einfach schwierig, mit abkühlenden Trends bei Vulkanismus, Sonnenstrahlung und kosmischer Strahlung in den letzten Jahrzehnten eine Erwärmung erklären zu wollen. Auch wenn man die gleiche These immer wieder etwas anders formuliert, bringt sie nicht viel neues.

  16. @multiverus

    Vielleicht interessiert es Sie, dass Goddard den Grund für seine abweichende Auswertung gefunden hat und nun seine Aussage korrigiert hat:
    „it is clear that the NSIDC graph is correct, and that 2008 Arctic ice is barely 10% above last year – just as NSIDC had stated.“
    siehe zuunterst in
    http://www.theregister.co.uk/…rctic_ice_mystery/

  17. @Lars Kaleschke – Nordostpassage

    Mich wundert auch, dass noch keine Meldungen von der aktuellen Transdrift XIV Expedition im Lena-Yana-Delta erschienen sind. Die Region sollte doch inzwischen eisfrei sein und die Expedition sollte Mitte August beginnen?

    http://www.ifm-geomar.de/index.php?id=4235

    Mal schaun, ob der erste Wochenbericht diese Woche noch erscheint.

  18. @ Michael Krüger: Unterschiede in Daten

    Der Vergleich mit 2005 ist gut. Auch im Jahr 2005 gab es eine Öffnung der Vilkitzky Straße. Auf dem Satellitenbild sieht man diese am 16. August. Danach schließt sich die Straße aber wieder durch driftendes Eis. So etwas kann natürlich auch in diesem Jahr passieren. Vergleicht man 2008 mit 2007 sieht man 2008 deutlich weniger Eis in der Region.

    2007
    ftp://ftp-projects.zmaw.de/…70824-v5i_visual.png

    Im Moment sind die Akademik Lazarev und die Fritjof Nansen vor Ort, ich bin aber nicht in Kontakt. Daher muss ich mich auf Satellitendaten verlassen, was aber nicht unbedingt von Nachteil ist. Der Nachteil von Schiffsbeobachtungen ist, dass es sich nur um sehr begrenzte „Punktbeobachtungen“ handelt.

    Neben den AMSR-E Daten gibt es z.B. noch ENVISAT-ASAR und MODIS, die eine noch höhere Auflösung bieten. Siehe z.B.:

    ftp://ftp-projects.zmaw.de/…cts/NSR/20080821.jpg

    http://iup.physik.uni-bremen.de:8084/…080823.png

    Die Antwort auf die Frage, warum ein und dieselben AMSR-E Daten verschiedene Ergebnisse liefern, ist, dass verschiedene Algorithmen zur Berechnung der Eiskonzentration eingesetzt werden. Unser Verfahren nutzt die 89 GHz Kanäle mit der höchsten räumlichen Auflösung.

    Details zu den verschiedenen ALgorithmen finden Sie hier:
    http://www.seaice.de/2005JC003384.pdf

    http://www.seaice.de/2006JC003543.pdf

  19. @Lars Kaleschke

    Danke für Ihre Antwort und die Satellitenbilder.

    Ob die Passage nun eisfrei ist oder nicht, kann ich den Satellitenbildern nicht genau entnehmen. Bei einer Meereiskonzentration von 30% entdet die Auflösung der Abbildungen. Nur schmale Bereiche/ Passagen? weisen eine Konzentration unter 30% auf. Wieviel Eis dort noch vorhanden ist und ob Schiffe, die nicht eisbrechend sind, diese passieren können, kann von den Satelliten offenbar nicht aufgelöst werden.

    Der Umstand, dass verschiedene Algorithmen zur Berechnung der Eiskonzentration eingesetzt werden macht die Beurteilung nicht leichter.

    Ich denke die Wochenberichte der Expeditionen vor Ort werden mehr Aufschluss geben. Die Eislage veränder sich wie Sie richtig sagen täglich. Was man auch an der Transdrift Exprdition XI von 2005 sieht.

  20. @Urs Neu

    @Urs Neu
    Allerdings mussten diese Hypothesen nach eingehender Prüfung bisher allesamt verworfen werden. So lange dies der Fall ist, bleibt die Treibhauseffekt-These bestehen.

    Sie behaupten hier etwas, ohne es beweisen zu müssen (das bringt das Medium hier so mit sich). Ich möchte zumindest anmerken, dass eine Gegenthese sich keineswegs der Beurteilung der Vertreter der gängigen These unterwerfen muss, sondern sie besteht erst einmal aus sich selbst heraus – muss aber auf ihre eigene innere Schlüssigkeit und Widerspruchsfreiheit geprüft werden (die Schlüssigkeit und Widerspruchsfreiheit der gängigen These ist dem gegenüberzustellen). Steht eine Antithese im Widerspruch zur gängigen These, dann ist das kein Killerkriterium. Wohl aber liesse sich auch daraus Erkenntnisgewinn ziehen.

    Aber es ist einfach schwierig, mit abkühlenden Trends bei Vulkanismus, Sonnenstrahlung und kosmischer Strahlung in den letzten Jahrzehnten eine Erwärmung erklären zu wollen. Auch wenn man die gleiche These immer wieder etwas anders formuliert, bringt sie nicht viel neues.

    Da will ich Ihnen nicht im mindesten widersprechen.

  21. @Michael Meinel

    Wenn nicht all das ständig als Hurra-Meldung: Schaut her die „KLimaalarmisten haben unrecht!“ verbreitet würde, bräuchte es nicht immer wieder drüber diskutiert werden!

    Nun Herr Meinel, erst einmal ist es genau umgekehrt: Eher will der vorliegende Artikel „Zwei Planeten“ die Hurra-Ansicht verbreiten „Schaut her, die Klimaalarmisten haben recht“. Das es da kontra gibt, ist klar!

    Goddard schrieb übrigens auch dieses, was ich für viel wichtiger halte:
    So why the large discrepancy between their graphs and the UIUC maps? I went back and compared UIUC maps vs. NASA satellite photos from the same dates last summer. It turns out that the older UIUC maps had underrepresented the amount of low concentration ice in several regions of the Arctic. This summer, their maps do not have that same error. As a result, UIUC maps show a much greater increase in the amount of ice this year than does NSIDC. And thus the explanation of the discrepancy.

    Die UIUC-Maps dieses Jahres berücksichtigen also die Gebiete mit niedriger Seeeisbedeckung stärker als die NSIDC-Grafik Arctic Sea Ice Extend, was die Diskrepanz nun erklärt!

    Der Vergleich der UIUC-Map mit der Detailansicht dieser AMSR-E Grafik dokumentiert unter Berücksichtigung der bessere Auflösung eine sehr gute Übereinstimmung. Ich sehe keinen Grund der geringer auflösenden UIUC-Map als Gesamtüberblick weniger zu vertrauen. Beide berücksichtigen m.E. Gebiete mit niedriger Seeeisbedeckung besser und realitätsnäher als die NSIDC-Kurve.

    … bleibt offenbar nur noch, dass der rekord von 2007 vielleicht nicht erreicht wird und das Antarktiseis zunimmt.

    Nun quaken Sie mal nicht zu früh, schauen Sie sich http://igloo.atmos.uiuc.edu/cgi-bin/test/print.sh noch einmal an und denken daran, dass wir es sich ja überwiegend mit einjährigem Eis zu tun haben, was sich ja angeblich laut Vorhersage so furchtbar schnell in Luft auflösen soll. Schon daher erleben wir eigentlich ja gerade eine Unmöglichkeit.

  22. @Urs Neu

    Vielleicht interessiert es Sie, dass Goddard den Grund für seine abweichende Auswertung gefunden hat und nun seine Aussage korrigiert hat

    Oh ja, natürlich. Aber ich komme vermutlich zu anderen Schlüssen als Sie. Sie meine Antwort an @M.Meinel.

  23. Zwei Planeten – arktische Eisbedeckung

    @Dr. Dietrich E.Koelle

    Mir ist niemand bekannt, der bezweifelt, dass es derzeit eine größere arktische Meereisbedeckung als 2007 zur selben Zeit gibt. Darauf kommt es auch gar nicht an, weil natürlich die Entwicklung nicht linear verläuft. 2007 war ein aussergewöhnliches Rekordjahr -wetterbedingt-! Von einem Rekordjahr ausgehend kann man keinen Trend ableiten. Nimmt man das Ausnahmejahr 2007 heraus, fügt sich 2008 sehr gut in den Trend der arktischen Meereisabnahme ein. Ich bin mir sicher, dass wir nicht lange werden warten müssen, bis der Rekordtiefstand von 2007 unterschritten wird. Auch dieses Jahr ist noch nicht abgeschlossen. Der Abstand zwischen der Meereisausdehnung von 2007 und 2008 nähert sich derzeit immer mehr an…nachdem sich die Kurven im Juni bereits überschnitten hatten.

    Die „alarmistischen Ankündigungen“, 2008 könne schon alles arktische Meereis weggeschmolzen sein haben sich -Gott sei Dank!- nicht bewahrheitet. Deshalb waren diese Äusserungen aber nicht falsch! Wäre das Wetter in diesem Sommer so wie 2007 gewesen, wäre dies vermutlich eingetreten. Die Äusserungen bezogen sich auf die MÖGLICHKEIT einer sommerlichen arktischen Meereisschmelze! Diese MÖGLICHKEIT hat im Gegensatz zu früheren Jahren reell existiert. Nicht mehr und nicht weniger haben die Wissenschaftler gesagt.

    [Antwort: Wer hat denn angekündigt, „2008 könne schon alles arktische Meereis weggeschmolzen sein“? Ein Wissenschaftler? Das pessimistischste, was ich gehört habe, war Mark Serreze, der sagte, es bestünde eine 50:50 Chance, dass dieses Jahr eine große eisfreie Fläche am Nordpol enstehen könnte. (Aber nicht, dass dann alles arktische Meereis weg wäre!) Stefan Rahmstorf]

  24. @Thorsten Seifert

    Am 11.06. sagten Sie auf meinen Hinweis zu dem Erreichen eines neunen Rekordminimums hier im Blog noch

    *”Da muss noch viel schmelzen.”

    Das wird es, zumal es sich nur um dünnes einjähriges Eis handelt.*

    Ich stelle fest, Ihre Vorhersage ist nicht eingetroffen.

    Jetzt sagen Sie

    *Der Abstand zwischen der Meereisausdehnung von 2007 und 2008 nähert sich derzeit immer mehr an…nachdem sich die Kurven im Juni bereits überschnitten hatten.*

    Hier die aktuelle Prognose der Uni Hamburg

    ftp://ftp-projects.zmaw.de/…ction/regression.png

    Die derzeitige Annäherung reicht hiernach nicht zu einem neunen Minimum aus. Zudem ändert sich der Abstand zum Vorjahresverlauf täglich. Mal nähert sich die Kurve der Vorjahreskurve an, mal entfernt sie sich davon.

    Die Überscheidung der Kurve von 2008 mit der von 2007 ist auch nicht einmalig. Auch die Kurven von 2005 und 2006 hatten zeitweise die Kurve von 2007 unterschritten, wie Sie hier sehen können.

    http://www.ijis.iarc.uaf.edu/…/seaice_extent.htm

    Also verdrehen Sie hier nicht Ihre Aussagen, die Sie noch im Frühsommer getätigt haben.

    Weiter schreiben Sie

    *Nimmt man das Ausnahmejahr 2007 heraus, fügt sich 2008 sehr gut in den Trend der arktischen Meereisabnahme ein. Ich bin mir sicher, dass wir nicht lange werden warten müssen, bis der Rekordtiefstand von 2007 unterschritten wird.*

    Sie sind sich sicher? Wollen Sie dazu diesmal keine Prognose abgeben, wann das geschieht? Was macht Sie so sicher? Haben Sie irgendwelche Informationen, die wir nicht haben? Dann mal her damit.

  25. @multiverus

    Mit der Forderung nach Widerspruchsfreiheit und Schlüssigkeit bin ich völlig einverstanden. Da ist meine Bilanz:
    Treibhauseffektthese:
    – erklärt den Temperaturanstieg seit 1970 aufgrund bekannter physikalischer Mechanismen (Strahlunggesetze, Strahlungstransfer, etc.)
    – erklärt die groben Muster der Temperaturvariationen der letzten 500 Jahre zusammen mit anderen Einflussfaktoren (Sonneneinstrahlung, Vulkanaktivität, Aerosole)
    – wichtige Muster der Erwärmung (Erwärmung in der Troposphäre, Abkühlung in den oberen Atmosphärenschichten) stimmt mit der Wirkung der Treibhausgase überein
    – Strahlungsmessungen am Boden (Anstieg der Infraroteinstrahlung bei klarem Himmel) und von Satelliten stimmen mit der Treibhaustheorie überein.
    Fazit: Schlüssige Erklärung, keine Widersprüche

    Alternativthese Sonne:
    – Sonnenaktivität sowie damit verbundene Parameter (z.B. kosmische Strahlung) weisen in den letzten Jahren (wenn überhaupt) eher einen abkühlenden Trend auf -> keine schlüssige Erklärung für Erwärmung
    – Variationen der Sonneneinstrahlung können zusammen mit Schwankungen der Vulkanaktivität die Abkühlung der kleinen Eiszeit sowie die teilweise die Erwärmung bis Mitte des 20. Jh. erklären, nicht aber den nachfolgenen Anstieg
    – eine erhöhte Sonnenstrahlung würde zu einem Anstieg der Temperatur in der gesamten Atmosphäre führen -> Widerspruch zu Beobachtungen
    Fazit: nicht schlüssig, Widersprüche zu Beobachtungen.

    Wie lautet den Ihr Fazit?

  26. @multiverus

    Ihren Schluss zu Goddards Auswertungen verstehe ich nicht.
    Offensichtlich haben die UIUC-Bilder von 2007 und 2008 nicht dieselbe Auflösung. Man kann selbstverständlich darüber diskutieren, welche Auflösung für einen Vergleich am geeignetsten ist, aber man kann nicht Bilder mit verschiedenen Auflösungen vergleichen. Und das war hier offensichtlich der Fall. Es gibt keinen Vergleich von Bildern mit gleicher Auflösung (und das ist Grundvoraussetzung), die etwas anderes ergeben als die NSDIC-Daten.

  27. @Urs Neu

    *Alternativthese Sonne:*

    Ich würde hier noch den Einfluss der Aerosole hinzu nehmen.

    Die Globalstrahlung hat an der Wetterstation Potsdam und weltweit jedenfalls stark zugenommen.

    http://saekular.pik-potsdam.de/…/strahl_year.gif
    http://klimakatastrophe.files.wordpress.com/…jpg
    http://klimakatastrophe.files.wordpress.com/…jpg

    *Es gibt keinen Vergleich von Bildern mit gleicher Auflösung (und das ist Grundvoraussetzung), die etwas anderes ergeben als die NSDIC-Daten.*

    Also das NSIDC und die Uni Illinois – Cryopshere Today – verwenden die gleichen Satellitendaten und kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen.

    Die Uni Hamburg und die japanischen Kollegen verwenden Daten von einem anderen Satelliten und kommen ebenfalls zu unterschiedlichen Ergebnissen. Das letzte Minimum war bei 3,5 bzw. 4,2 Millionen Quadratkilometer. Ein erheblicher Unterschied zwischen den Arbeitsgruppen, wie ich meine.

    Wie Herr Kaleschke gesagt hat liegt das an den unterschiedlichen Algorithmen, die bei der Vermessung des Meereises Verwendung finden.

    Dazu verweise ich auch auf die von Herrn Kaleschke verlinkten PDF-Dokumente. Dort werden die Algorithmen verglichen. Für diese Informationen möchte ich mich noch einmal bedanken. Es wäre schön, wenn auch andere Wissenschaftler mit offenen Karten spielen würden und auch mal auf Schwächen hinweisen würden.

    Die Meereiskurve des NSIDC ist lediglich eine Vermessung unter vielen, die keine absoluten Werte anzeigt, sondern eine beste Abschätzung des NSIDC darstellt.

  28. Eigene Wahrheit @multiverus

    „Eher will der vorliegende Artikel „Zwei Planeten“ die Hurra-Ansicht verbreiten „Schaut her, die Klimaalarmisten haben recht“. Das es da kontra gibt, ist klar!“
    Merkwürdig? Ich kann das aus dem Artikel nicht herauslesen. Schließlich sucht der Artikel nach dem Grund für die Hurrameldung „KLimaalarmisten haben unrecht!“ „Das Eis weigert sich zu schmelzen“ Und siehe da: Waren einfach Äpfel mit Birnen verglichen. Zu Ihren weiteren Ausführungen ist alles Nötige schon gesagt.

  29. Sonne

    @Urs Neu

    #Sonnenaktivität sowie damit verbundene Parameter (z.B. kosmische Strahlung) weisen in den letzten Jahren (wenn überhaupt) eher einen abkühlenden Trend auf ->#

    Wie erklären Sie sich dann bitte die Zunahme der Globalstrahlung in diesem Zeitraum, die einhergeht mit einer gleichzeitigen Verminderung des Bedeckungdgrades ?

  30. arktische Meereisschmelze

    @Michael Krüger

    Es wäre schön, wenn Sie mich bezüglich der arktischen Meereisschmelze nicht aus dem Zusammenhang gerissen zitieren. Ich habe nirgendwo behauptet, dass sich das arktische Meereis 2008 gänzlich auflösen wird, wie Sie mir hier in den Mund zu legen versuchen. Ich habe das sogar für 2008 immer für sehr unwahrscheinlich gehalten. Diese meine Einschätzung hat mir Herr Müller dann noch vorgehalten, da diese im Widerspruch zu Herrn Georg Hoffanns Aussage stand, der gesagt hatte, ein Rekord in 2007 sei die beste Voraussetzung für einen neuen Rekord in 2008. Ich habe immer gesagt, dass die diesjährige arktische Meereisschmelze ausschließlich vom diesjährigen Wetter abhängig ist, welches wir nicht voraussehen können. Eine Prognose habe ich nicht gegeben!

    Ich mache auch keine Prognosen, wann der Rekordtiefstand von 2007 unterschritten sein wird, denn auch dies ist vom Wettter der nächsten Jahre abhängig. Ich bin mir aber recht sicher, dass wir beide das in den nächsten Jahren erleben werden.

    Übrigens Herr Krüger, wenn Sie sich die einjährige arktische Meereisbedeckung von Februar/März 2008 ansehen, die von den sog. Klimaskeptikern gefeiert wurde, werden Sie doch eingestehen müssen, dass diese binnen eines Sommers nahezu vollständig aufgezehrt wurde.

  31. Zur Info auf die Schnelle

    Also, was das Problem der Bewertung der arktischen Eisbedeckung angeht, möchte ich vorab nun doch mal auf den höchst interessanten, ergänzenden Artikel Drei Meereisplaneten von M.Müller verweisen, incl. der zugehörigen Leser-Diskussion.

    Der Artikel ist sehr neutral (Pro- oder Contra- AGW ist aussen vor). Dokumentiert werden die abweichenden Ergebnisse verschiedener Institute. Es wird plausibel, dass die Behauptung, eines dieser Ergebnisse wäre nun besonders massgebend (NSIDC), unsinnig ist.

  32. Arktische Eisbedeckung

    @ Stefan Rahmstorf

    Vielen Dank für Ihren Hinweis!

    Ich hatte diese Aussage einem Spiegel-Artikel entnommen:

    http://spiegel.de/…t/natur/0,1518,562495,00.html

    Dort hiess es:

    Mark Serreze vom nationalen Zentrum für Schnee und Eis im US-Bundesstaat Colorado:

    „Es ist das erste Mal, dass der Nordpol mit einjährigem Eis bedeckt ist. Die Chancen stehen 50/50, dass die Gegend ihre frostige Kappe zeitweise verliert“.

    Und Olav Orheim vom norwegischen Forschungsrat fügt hinzu:

    „Ich habe schon im vergangenen Oktober vorausgesagt, dass der Pol im Sommer eisfrei sein könnte. Im Augusat oder September werden wir Leute sehen, die mit dem Segelboot dorthin fahren.“

    Auch andere Medien berichteten über diese Einschätzungen. Ich persönlich halte derartige Aussagen für sehr gewagt.

    Richtig ist nach meiner Kenntnis, dass die theoretische Möglichkeit bestand, dass das arktische Meereis in 2008 über große Bereiche hätte wegtauen können. Von konkreten Prognosen halte ich jedoch wenig.

  33. arktische Meereisschmelze

    @Michael Krüger

    Ich wäre an Ihrer Stelle mit voreiligen Schlussfolgerungen sehr vorsichtig. Der Abschmelzprozess des arktischen Meereises in diesem Sommer ist noch nicht abgeschlossen.

    Die Meereisfläche von 2008 nähert sich der des Rekordjahres 2007 deutlich an und die Flächenunterschiede sind nur noch gering. Es ist durchaus noch möglich, dass die Meereisbedeckung von 2007 unterschritten wird.

    http://nsidc.org/…/daily_images/N-timeseries.png

    Aber auch wenn der Stand von 2008 nicht unterschritten wird -auch hier gebe ich keine Prognose ab- können wir davon ausgehen, dass 2008 mit 2007 die Jahre mit der geringsten arktischen Meereisbedeckung sein werden. Und wenn Sie sich den Verlauf der Meereisbedeckung in den 30 letzten Jahren ansehen, so hat es immer einzelne Jahre gegeben, in denen es wieder mehr Meereis gab als in Vorjahren. Dem Abschmelztrend hat dies jedoch keinen Abbruch getan.

    Was wollen Sie uns daher mit Ihren Einwendungen sagen? Wie interpretieren Sie die arktische Meereisschmelze in diesem Jahr? Sind Sie nicht wie ich der Auffassung, dass sich diese gut in den Abschmelztrend einfügt? Wollen Sie von diesem Jahr eine Trendwende ableiten? Glauben Sie an zukünftig wieder kältere Jahre in der Arktis und wie begründen Sie eine solche Annahme?

  34. Erstjähriges / einjähriges Eis
    Nur eine kleine akademische Spitzfindigkeit bezüglich der Terminologie: Es handelt sich um erstjähriges Eis, Eis das noch keine Schmelzperiode überstanden hat. Dies ist nicht ein Jahr alt, wie der Begriff einjähriges Eis vermuten lässt. Ein Jahr altes Eis hätte immer einen Sommer überleben müssen. 😉

  35. @Thorsten Seifert

    Ich zitiere Ihren Kommentar vom 11.06.

    *“Da muss noch viel schmelzen.“

    Das wird es, zumal es sich nur um dünnes einjähriges Eis handelt. Wie gesagt. Wir liegen derzeit im Schmelztrend des letzten Rekordjahres.*

    http://www.wissenslogs.de/…/page/19#comment-4582

    Noch Fragen?

    Den Hinweis von Herrn Kaleschke zum Erstjähriges / einjähriges Eis fand ich diesbezüglich auch hilfreich 😉

    *Ich wäre an Ihrer Stelle mit voreiligen Schlussfolgerungen sehr vorsichtig. Der Abschmelzprozess des arktischen Meereises in diesem Sommer ist noch nicht abgeschlossen. Die Meereisfläche von 2008 nähert sich der des Rekordjahres 2007 deutlich an und die Flächenunterschiede sind nur noch gering. Es ist durchaus noch möglich, dass die Meereisbedeckung von 2007 unterschritten wird.*

    Geht das wieder los? Ich dachte Sie geben keine Prognosen ab? Kaum macht die Kurve einen leichten Knick nach unten, dann sehen Sie schon wieder ein neues Minimum in Sicht. Wenn Sie mich schon fragen, geanau diesen Knick nach unter habe ich vorraus gesehen. Dazu muss man sich nur diese Kurve bei Cryosphere Today anschauen. Den unteren Teil davon, die Anomalie.

    http://arctic.atmos.uiuc.edu/…ES/current.365.jpg

    Und siehe da, die Anomalie nimmt Ende August ab, bevor sie dann im September drastisch in den Keller geht. Was bedeutet das konkret? Vorraussichtlich wird Ende August die Annäherung abgeschlossen sein und das Vorjahresminimum von Mitte/ Ende September wird nicht erreicht. Das ist meine Laieneinschätzung. Daher vertraue ich in diesem Fall auch der Prognose der Uni Hamburg, die nicht davon ausgehen, dass der September ein neuer Negativrekord wird.

  36. @krishna gans

    Die auf der Erde einfallende Sonnenstrahlung ist nicht nur von der Sonnenaktivität, sondern auch von der Reflexion in der Atmosphäre (u.a. Aerosole) abhängig. Die Aerosolkonzentration ist in vielen Gebieten seit Mitte der 1980er Jahre zurückgegangen. Dies hatte auch Veränderungen in der kurzwelligen Einstrahlung zur Folge.
    Siehe z.B. Wild et al. 2007, Geophys. Res. Letters 34, L04702

  37. Skeptiker skeptisch?

    Das Beispiel Steven Goddard zeigte doch mal wieder, dass sogenannte Skeptiker ziemlich unskeptisch sind. Damit meine ich nicht mal so sehr Steven, er hat wenigstens versucht selbst was zu machen. Aber ich meine die Kreischer, die gleich daraus eine Affäre unglaublichen Ausmaßes machen wollten, und das völlig unskeptisch. Tja, es war ja dann wieder einmal nur heiße Luft. Wie so oft. Aber selbst das können die „Skeptiker“ nicht zugeben. Wie so oft. Eigentlich schade.

    Der zweite Punkt, der mir an sogenannten Skeptikern auffällt: sie sind oft grausam aggressiv und herablassend. Wieso diese Aggressivität? Verstehe ich nicht wirklich.

    @topic
    Eis-Trendline: die wurde ja oben angesprochen, dass sie zu falschen Vermutungen beim Angucker führen könnte. Ja, das denke ich mir als absoluter Laie auch, es ist ja gar nicht sicher, dass es eine Linie ist und zur Vorhersage funktioniert sie wohl gar nicht.

    Nun gerade beim NSIDC gibt es einen schönen Text zur Interpretation der Eisdaten (als Skeptiker lese ich mir erstmal durch, was die Daten bedeuten ;)):
    http://nsidc.org/…aice_index/interpretation.html

    Zitat bspw.:
    Is a simple linear regression model the right tool for modeling changes in sea ice? Almost certainly not, because atmospheric forcing appears to be oscillatory. If we remember that we are not modeling ice behavior or predicting ice conditions, but are simply quantifying changes that have taken place over the period of record, linear regression for trend analysis is useful.

    Ich finde den Service der Fast-Real-Time-Daten vieler Klimaindikatoren grandios. Ich weiß nicht, ob das zu mehr „sinnlosen“ Diskussionen und vor allem dümmlichen (sorry, aber ist doch wahr, siehe die CO2-Daten vor kurzem) Anschuldigungen führt, aber ich bin mir sicher, es führt zu einer sehr, sehr offenen Wissenschaft (neben anderen Dingen, die gerade bei den Klimawissenschaften gemacht werden wie bspw. das edGCM-Projekt oder die diversen Blogs). Schade, dass es manchmal nur mit aggressiven Anschuldigungen gedankt wird. Ich finde jedenfalls das alles toll.

    So… dann wünsche ich mir, weil heute Mittwoch ist, mehr wahre Skepsis.

  38. Globalstrahlung

    @Urs Neu
    #Die auf der Erde einfallende Sonnenstrahlung ist nicht nur von der Sonnenaktivität, sondern auch von der Reflexion in der Atmosphäre (u.a. Aerosole) abhängig.#
    Das ist schon durchaus klar, das mit dem Ende der „Ost-Luftverschmutzung“ die Luft sonnendurchlässiger geworden ist, das reduziert anteilig aber wieder andere Einflüsse, wie z.B. CO2.
    In der allgemeinen Klimadiskussion um die Erwärmug fällt die Aerosolreduzierung mehr oder weniger unter den Tisch im Gegensatz zum allein „seeligmachenden“ CO2.

  39. Michael Krüger

    @Michael Krüger

    Auch wenn Sie mir das permanent in den Mund zu legen versuchen: Ich habe keine Prognosen abgegeben. Im Gegensatz zu Ihren „Laieneinschätzungen“ habe ich nur von der „Möglichkeit“ gesprochen, dass sich die diesjährige arktische Meereisfläche noch weiter an die von 2007 annähert und diese ggf. noch erreicht (was ich jedoch eher für unwahrscheinlich halte). Streiten Sie diese Möglichkeit ab?

    Letztlich streiten wir hier um des Kaisers Bart, denn es ist für den Trend völlig egal, ob die Ausdehnung von 2007 bereits in diesem Jahr unterschritten wird oder nicht. 2007 war ein Ausnahmejahr!

    Ihr Link bezieht sich auf einen Beitrag von Ihnen! Was soll ich damit anfangen? Bitte zitieren Sie mich im Zusammenhang!

  40. arktisches Meereis

    @Michael Krüger

    Das US-Zentrum für Eis- und Schneedaten hält es in seiner neuesten Mitteilung durchaus für möglich, dass die arktische Meereisfläche in 2008 noch geringer als wie die von 2007 ausfallen wird.

    Schon jetzt sei 2008 das Jahr mit der zweitniedrigsten arktischen Meereisfläche seit Beginn der Aufzeichnungen. Der weitere Abschmelzprozess dauere voraussichtlich noch einige Wochen an.

    http://nsidc.org/arcticseaicenews/

    Nichts anderes habe auch ich gesagt. Noch Fragen?

    Von „alarmistischen Ankündigungen“ kann keine Rede mehr sein. Diese Entwicklung ist Faktenlage!

  41. @Michael Meinel

    @Michael Meinel
    Also Herr Meinel, Sie haben auch den Artikel „Drei Meereisplaneten“ von M.Müller gelesen, ignorieren aber dennoch http://igloo.atmos.uiuc.edu/cgi-bin/test/print.sh. Lieber erheben Sie einen Teil der Wahrheit (NSIDC-Kurve) zur ganzen Wahrheit. Mit Ihrer billigen Polemik enttäuschen Sie mich nun!

  42. @Prof Rahmstorf, Update 25.8.

    Sehr geehrter Prof. Rahmsdorf,
    ich fordere Sie hiermit ausdrücklich auf, zur Kenntnis zu nehmen, dass relevante Institute bei der arktischen Meereisbedeckung erkennbar zu unterschiedlichen Resultaten komme n !

    Der Alleinstellungsanspruch der NSIDC-Grafik entbehrt jeder Grundlage:

    Die Differenz zwischen minimaler und maximaler Meereisausdehnung beträgt bei NSIDC 11.07 Mio qkm, bei UNI Hamburg bei 10.77 Mio qkm, beim IJIS 10.26 Mio qkm.

    Vgl. Artikel Drei Meereisplaneten zur Kenntnis.

    [Antwort: Jedem Wissenschaftler ist vertraut (man lernt das spätestens im Anfängerpraktikum im ersten Semester), dass Messungen immer nur bis zu einer gewissen Genauigkeit möglich sind. Wenn ich mit drei unterschiedlichen Verfahren die Ausdehnung der Eisdecke bestimme, werde ich daher drei etwas unterschiedliche Zahlen bekommen. Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass das Eis im Nordpolarmeer dramatisch abnimmt. Darin stimmen alle Datensätze überein. Niemand hat einen „Alleinstellungsanspruch“ von NSIDC behauptet. Im Gegenteil, in meinem Artikel „Aus der Arktis“ habe ich zu der Grafik der Japaner verlinkt. Stefan Rahmstorf]

  43. @Urs Neu

    Sehr geehrter Herr Neu,
    ich danke für Ihre wohltuend offene Diskussionshaltung. Ich will dem in möglichst gleicher Weise begegnen.

    „Ihren Schluss zu Goddards Auswertungen verstehe ich nicht (… usw.)“

    Ja, meine Argumentation war wohl nicht deutlich genug. Mir ging es ausschliesslich darum, dass sich die folgenden Grafiken im Hinblick auf die Eisbedeckung gegenseitig bestätigen: http://igloo.atmos.uiuc.edu/…p;sd=24&sy=2008
    ftp://ftp-projects.zmaw.de/…808/NSR/20080824.png

    Die Ähnlichkeit des Umrisses der Eisfläche ist aber nicht ohne weiteres erkennbar. Man muss die Auflösungen aneinander anpassen. Dazu habe ich die AMSR-E Grafik auf etwa gleiche Auflösung der UIUC-Map reduziert, dann letztere passend rotiert. Dann zeigt sich die gute Übereinstimmung der Umrisslinien der Eisfläche (wie bei einem Musikstück mit starker / geringer Kompression – das Musikstück bleibt in beiden Fällen identifizierbar):
    Vergleichgrafik

    P.S.:
    Ihre Aufforderung zum Vergleich Treibhauseffektthese – Alternativthese Sonne: Ich bemühe mich noch um eine möglichst substanzvolle Antwort. Sie kommt aber bestimmt.

  44. @Thorsten Seifert

    *dass sich die diesjährige arktische Meereisfläche noch weiter an die von 2007 annähert und diese ggf. noch erreicht (was ich jedoch eher für unwahrscheinlich halte).*

    Das halte ich auch eher für unwahrscheinlich. Da sind wir ja einer Meinung, oder doch nicht?

    *Das US-Zentrum für Eis- und Schneedaten hält es in seiner neuesten Mitteilung durchaus für möglich, dass die arktische Meereisfläche in 2008 noch geringer als wie die von 2007 ausfallen wird.*

    Na was denn nun? Da macht es offenbar keinen Unterschied, ob man einen Laien, oder Fachmann befragt. Trotz der tollen Computermodelle. Der eine sagt dies, der andere das.

    Wie das Wetter auch wird, es wird wolkig mit Aufheiterungen. Da liegt man immer mit richtig. Am Ende kann man dann sagen, siehste, ich hab Recht gehabt.

  45. zitierte Polemik? @multiverus

    Dass ich eine Polemik zitiere, mag billig sein. Allerdings habe ich auch angemerkt, dass ich das aus dem Artikel nicht herauslesen kann, was reininterpretiert wurde, nämlich eine Vereinfachung, eine Reduzierung auf dem Jeweiligen genehme Wahrheitsschnipsel.
    genausowenig erhebe ich nur ein bestimmte Messreihe zur zur ganzen Wahrheit. Aber jede gibt in sich stimmig die mehr oder wenig gut gemessene und per Algorithmen errechnete Wirklichkeit wieder. Wie die Vergleichbarkeit ist hat Herr Kaleschke dargelegt.
    Noch eine kurze Anmerkung zu der Aussage von Herrn Krüger, der eine sage dies, der andere das. Dies stimmt nur, wenn man vereinfacht und falsche Erwartungen hat. Die zitierten Aussagen sind eindeutig: der Trend ist klar und es gibt eine Wahrscheinlichkeit für das Eintreten einer bestimmten Situation. Wer allerdings eine 100%-Vorhersage für Zeit, Ort und Qualität haben will, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit enttäuscht werden. Genau in dem von Ihnen beschriebenen Aussage über das Wetter. Wer mit der Vorhersge umzugehen weiß, findet sie aber mit hoher Wahrscheinlichkeit bestätigt.

  46. @Urs Neu

    Sehr geehrter Herr Neu,
    hier nun mein Fazit, welches leider im Widerspruch zu dem Ihrigen steht.

    ### Treibhauseffektthese:
    # Es gibt keine einzige wissenschaftliche Arbeit, aus der hieb- und stichfest hervorgeht, wie CO2 atmosphärische Vergänge beeinflusst. Das beweisst nicht, das die Treibhauseffektthese falsch ist, relativiert aber deren Gewicht.

    [Antwort: Hieb- und Stichfest belegt ist, dass CO2 die Strahlungsbilanz derart verändert, dass bei CO2-Verdoppelung ein Strahlungsantrieb von 3,7 W/m2 entsteht; die Unsicherheitsmarge ist hier nur +- 10%. Siehe den folgenden KlimaLounge Beitrag. Stefan Rahmstorf]

    # Der Einfluss des anthropogenen (fossilen) CO2-Eintrags wird überzeichnet. Ozon und Wasserdampf decken in erheblichem Mass den ganzen Absorptionsbereich der Sonneneinstrahlung ab. Das reduziert die Wirkmöglichkeit von CO2 deutlich (der anthropogene CO2-Anteil beträgt lt. Umweltbundesamt nur 1.2% des Gesamttreibhauseffekts).

    [Antwort: Die spektrale Überlappung ist bestens bekannt und in allen Klimamodellen seit jeher bereits voll berücksichtigt. Die Zahl 1.2% hier ohne Kontext ist doch nur ein Zahlentrick, das wissen Sie. Das UBA teilt vollkommen die Einschätzung aller Klimaforscher zur CO2-Wirkung.]

    # zur Höhe des atmosphärischen Co2-Gehalts vor der Industrialisierung (1850) gibt es widersprüchliche Daten bzw. widersprüchliche Interpretationen derselben. Das ist dem Wahrheitsgehalt der Bewertung der aktuellen CO2-Entwicklung nicht gerade zuträglich.

    [Antwort: Nicht in der wissenschaftlichen Fachliteratur – ich nehme an Sie meinen die Thesen von Herrn Beck, die außerhalb der Wissenschaft stehen.]

    # Die Treibhauseffektthese kann nicht die unterschiedliche Temperaturentwicklung an Nord- und Südpol erklären.

    [Antwort: Doch, die Klimamodelle zeigen diese auch.]

    # die Klimamodelle sind ob der Klimakomplexität nicht aussagekräftig genug. Viele Paramenter, die einen entscheidenden Einfluss haben, werden als rudimentär betrachtet oder weggelassen. Die komplexen Zusammenhänge der Klimaparameter sind zum Teil nicht verstanden. Um trotzdem ein Ergebnis zu bekommen, stützt man sich auf Korrelationen. Dennoch sollen Klimamodelle 50 Jahre oder mehr in die Zukunft blicken können. Das ist kaum glaubwürdig.

    [Antwort: Dies ist eine sehr allgemeine Behauptung – welche Parameter, welche Korrelationen meinen Sie? Ohne Konkretisierung kann man Ihre These nicht bewerten. Die Grundtatsache, dass CO2 eine Klimaerwärmung verursacht, ist simple Physik, dazu benötigt man kein kompliziertes Klimamodell mit vielen Parametern – letzteres wird erst dann nötig, wenn man Aussagen über regionale Veränderungen, Niederschläge etc. haben möchte, die tatsächlich noch nicht alle voll verstanden und daher unsicherer sind als Aussagen über den Anstieg der globalen Temperatur.]

    # eine potentielle Sollbruchstelle der gängigen Klimamodelle ist die Interpretation der Korrelation zwischen CO2-Kurve und Temperaturkurve über die Jahrtausende. Die Temperatur soll demnach dem CO2-Gehalt folgen. Doch gibt es glaubhafte Betrachtungen, die für einen umgekehrten Zusammenhang sprechen.

    [Antwort: Sie meinen offenbar die Eiszeitzyklen und die Vostok-Eiskerndaten. Diese Eiszeitzyklen sind von Erdbahnzyklen verursacht, die sich auf die Einstrahlung und damit direkt die Temperatur auswirken, CO2 wirkt dabei als Rückkopplung und folgt daher der Temperatur. Aktuell ist es umgekehrt, denn wir erhöhen die CO2-Konzentration, und die Temperatur folgt. Für nähere Erklärung siehe unser Buch „Der Klimawandel“ – hier gibt es keine „Sollbruchstelle“, sondern das Klimaverhalten durch die Eiszeitzyklen lässt sich mit unseren Modellen gut nachvollziehen (siehe Animationsfilm auf meiner home page) und ist völlig konsistent mit der bekannten CO2-Wirkung auf das Klima.]

    # die Klimamodelle können die vergangene Klimaentwicklung des 20.Jahrhunderts nicht ohne künstliches „Tuning“ wiedergeben. Das nährt weitere Zweifel. Wie sollen Sie dann Vorhersagen über das zukünftige Klima machen können?

    [Antwort: Diese Behauptung stimmt einfach nicht – die meisten Modelle geben das 20 Jh. ohne „künstliches Tuning“ sehr gut wider. Einige wenige Modelle liegen auch ziemlich daneben, was im übrigen aber nur bestätigt, dass die Modelle nicht künstlich „hingetunt“ werden.]

    # der im 20.Jahrhundert auf und abschwellende Temperaturverlauf bei gleichzeitig relativ gleichförmig steigendem CO2-Gehalt wird nicht erklärt.

    [Antwort: Natürlich ist CO2 nicht der einzige Einflussfaktor. Berücksichtigt man alle bekannten Faktoren, erklären die Modelle den Temperaturverlauf gut. Ohne CO2 kann man ihn überhaupt nicht erklären, egal was man mit den Modellen macht – selbst wenn man die Stärke der Sonnenaktivität verzehnfacht.]

    # der Temperaturanstieg seit ca. 1970 endete vor ca. 10 Jahren. Wieso die Temperaturen seit ca. 10 Jahren nicht mehr steigen, ist nach der Treibhauseffektthese ungeklärt.

    [Antwort: Stimmt nicht – sie verwechseln den Trend (Klima) mit den überlagerten Schwankungen (Wetter), siehe diesen KlimaLounge Beitrag.]

    Anmerkung
    Die Bezeichnung „Treibhauseffekt“ ist übrigens sehr irreführend, besser wäre „Atmosphäreneffekt“. Erstens besitzt die Atmosphäre keine einem Glasdach vergleichbare Barriere. Und zweitens spielt die Reflektion von Infrarotstrahlung in einem richtigen Gewächshaus gar keine Rolle. Das demonstrierte der amerikanische Strahlungsphysiker Wood bereits vor ca. 100 Jahren, indem er infrarot-durchlässiges Spezialglas verwandte. Die Temperaturentwicklung blieb davon unberührt.

    ### Solare Klimathese:
    # Betrachtet das Erdklima nicht als geschlossenes, sondern als offenes System, gekennzeichnet durch Wechselwirkungen mit dem astrophysikalischen Geschehen. Eröffnet damit eine faszinierend-neue(!) Perspektive zum Verständnis des Erdklimas.

    [Antwort: Was ist daran neu? Seit dem 19. Jahrhundert wird das Klimasystem so betrachtet; z.B. sind die Eiszeitzyklen durch Erdbahnzyklen verursacht.]

    # setzt auf die Wechselwirkung zwischen Sonnenwind und kosmischer Strahlung. Die Wolkenbildung soll durch die Wechselwirkung moduliert werden.

    [Antwort: Betonung auf „soll“ – im Gegensatz zum physikalisch nachgewiesenen und seit über hundert Jahren bekannten CO2-Effekt ist es bislang nicht gelungen, eine solche Modulation der Wolken nachzuweisen. Die dominante Veränderung der kosmischen Strahlung seit Beginn der Messungen 1953 ist der 11-jährige Zyklus – gibt es einen spürbaren 11-jährigen Klimazyklus, also alle 11 Jahre ist es besonders warm? Nein. Gibt es einen Trend in der kosmischen Strahlung, der eine Klimaänderung über die letzten Jahrzehnte erklären könnte? Nein.]

    # betrachtet den Wasserdampf (Wolkenbildung) als primär für die Temperaturentwicklung.
    # Sonnenaktivität und kosmische Strahlung korrelieren gut mit der globalen Temperaturentwicklung. Als massgebend gilt dabei nicht der bekannte 11jährige Sonnenzyklus, sondern die langfristige Zu- und Abnahme der Sonnenflecken je Zyklus.
    # Die Korrelation zwischen der Sonnenfleckenintensität und Temperaturentwicklung ist deutlich besser als zwischen CO2-Anstieg und Temperaturentwicklung seit 1860.
    # Gute Korrelation zwischen zurückgehender Sonnenaktivität und stagnierender Globaltemperatur in den letzten 10 Jahren.
    # Der Einfluss der Sonne liefert eine recht gute Erklärung für die Temperaturentwicklung der letzten 300 Jahre.

    [Antwort: Alle die obigen Punkte beziehen sich auf Korrelationen in der Vergangenheit zwischen Sonne und Klima, die es zweifellos gibt – da stimme ich zwar nicht in jedem Punkt, aber doch generell mit Ihnen überein. Die Klimaentwicklung der letzten Jahrzehnte und die Sonnenaktivität verlaufen jedoch gegenläufig – ihr Punkt mit den letzten 10 Jahren ist nicht seriös, da man angesichts der zwischenjährlichen Variabilität aus nur 10 Jahren keinen statistisch signifikanten Trend gewinnen kann. Auch wenn die Sonne zweifellos einen Einfluss auf das Klima hat: erstens negiert der in keiner Weise den Einfluss des CO2, sondern ist einfach ein zusätzlicher Faktor. Und zweitens kann die Sonne – mangels Trend in die richtige Richtung – nicht die Erwärmung der letzten Jahrzehnte erklären. Stefan Rahmstorf]

    # Die Solare Klimathese liefert eine Erklärung für die spiegelbildliche Temperaturentwicklung an Nord- und Südpol.

    [Antwort: Wieso?]

    Bemerkung
    Ich meine nicht, dass eine der beiden Thesen momentan widerspruchsfrei und schlüssig ist. Die Frage ist eher: welche der beiden Thesen kommt dem am nächsten? Und: welches wissenschaftliche Potential schlummert da?

    Eine interessante Perspektive
    Die Solare Klimathese steht bei längerem Ausbleiben und/oder kommendem sehr schwachen neuen Sonnenzyklus demnächst auf dem Prüfstand. Die globale Temperatur sollte sich dann negativ entwickeln.
    Geschieht dies nicht, wäre m.E. ganz klar eine Neubewertung notwendig. Gleiches gilt für die AGW-These, nur umgekehrt.

    MfG.

  47. @Michael Meinel

    Ich könnte natürlich einiges aus dem Artikel herausgreifen, um meine Ansicht zu untermauern (Sie wahrscheinlich vice versa). Ich glaube das wäre fruchtlos, davon hat niemand etwas.

    Ausserdem bin ich friedlicher Stimmung und mag nun nicht mehr streiten. Also lasse ich Ihre letzte Antwort so stehen.

  48. Ich weiss nicht, warum ich mir das antue

    Immer wieder lese ich die hanebüchenen Kommentare in der Klimalounge (und staune über die Engelsgeduld von Stefan Rahmstorf bei der Auseinandersetzung mit längst widerlegten Thesen).

    Vielleicht liegt es auch nur daran, dass es immer noch viel dicker kommt, als ich mir beim Lesen der Tagebucheinträge vorstellen konnte.

    Und vielleicht tue ich es auch deswegen, weil dann Beiträge wie diesen um so mehr zu schätzen weiss:

    http://www.mpg.de/…rschung/2008/heft02/pdf25.pdf

  49. @Prof. Rahmstorf

    Mein Fazit betreffs Klimathesen habe ich nur deshalb hier eingestellt, weil mich Urs Neu dazu ermuntert hat. Ich will daher auf Ihre Anmerkungen nur soweit notwendig antworten.
    Konkretisieren werde ich nichts, weil ich keinesfalls eine fachliche Stellvertreter-Diskussion im Namen wissenschaftlich renommierter AGW-krititscher Klimaexperten führen werde – das wäre vermessen.

    * Der „Trick“, unerwünschte wissenschaftliche Fachliteratur als nicht wissenschaftlich einzuordnen ist mir bekannt und deshalb wirkungslos. Becks Thesen zähle ich eher nicht dazu.
    * Das man mit CO2-Klimamodellen den Temperaturverlauf ohne CO2 nicht erklären kann, wundert mich nicht im mindesten.
    * Ich stimme Ihnen zu, eine 10jährige Temperaturentwicklung in Beziehung zur Sonnenaktivität zu setzen, ist unseriös. Dieser Punkt war unüberlegt.
    * Ich habe mit keinem Wort behauptet, ein 10jähriger Temperaturtrend wäre schon klimarelevant. Doch jeder Trend fängt nun mal „klein an“. Die arktische Eisentwicklung war anfangs auch Wetterschwankungen zuzuschreiben, nun blickt man auf einen klimarelevanten 30jährigen Trend zurück.
    * Was die „faszinierend-neue Perspektive“ der Solarthese angeht, so berufe ich mich unter anderem auf die Ihnen bekannte Arbeit von Prof.Dr. Veizer / Prof.Dr. Shaviv: „Celestial Driver of Phanerozoic Climate?“ Presseinfo.
    * Frage: Die Solare Klimathese liefert eine Erklärung für die spiegelbildliche Temperaturentwicklung an Nord- und Südpol. Wieso?
    Antwort: Ich verweise auf die Studien von Svensmark, Director of the Centre for Sun-Climate Research at the Danish Space Research Institute. Cosmoclimatology: a new theory emerges.

    Ihre Kritik an obigen Autoren lässt mich kalt (sorry).

  50. @multiverus

    Die meisten Ihrer Punkte wurden von Stefan Rahmstorf bereits kommentiert.

    Ich habe irgendwie den Verdacht, dass Sie gar nicht wissen oder nicht wissen wollen, was in Klimamodellen alles einbezogen wird. Ich weiss nicht, was Sie mit „CO2-Klimamodellen“ meinen. Mit CO2 allein können Sie überhaupt kein Klima berechnen. Ohne all die anderen Einflussfaktoren ist ein Klimamodell gar nicht möglich.
    Entgegen sich hartnäckig haltenden anderslautenden Gerüchten rechnen die Klimamodelle mit ein:

    – Vulkanausbrüche
    – Sonnenstrahlung
    – Aerosole (Schwefel, Russ, etc.)
    – alle wichtigen Treibhausgase (Wasserdampf, CO2, Methan, N2O, Ozon, halogenierte Kohlenwasserstoffe, etc.)
    – Austausch mit Ozeanen

    Das Problem mit Becks CO2-Daten ist primär, dass er Messungen in Quellnähe verwendet. Und die sind lokal deutlich höher als die für den Treibhauseffekt entscheidende Hintergrundkonzentration in der freien Troposphäre (gemessen übrigens nicht nur auf dem Mauna Loa sondern an mehreren weiteren quellfernen Standorten). In der weiteren Umgebung von grösseren Quellen messen Sie auch heute weit über 400 ppm CO2. Aber die sind lokal und für den globalen Treibhauseffekt nicht von Belang.

    Was ich nicht nachvollziehen kann, ist Ihr Glaube, die Sonnentheorie sei neu. Die Sonnenaktivität wird seit es die Klimatologie gibt als wichtiger Einflussfaktor berücksichtigt. In den letzten 10 Jahren habe ich keine einzige neue Erkenntnis gesehen bezüglich Sonneneinfluss auf das Klima. Es gab lediglich eine grosse Zahl von Korrelationsrechnungen mit allen möglichen mit der Sonne verbundenen Faktoren, v.a. in der Vergangenheit. Da diese Korrelation jedoch bekannt und unbestritten ist, bietet das halt einfach nichts neues. Wenn die kosmische Strahlung auf der Zeitskala von Jahrmillionen einen Einfluss haben sollte (nach Shaviv und Veizer), hilft das auf der 10- bis 100-Jahre Skala auch nicht viel weiter.

    Wie soll die kosmische Strahlung denn eine Erwärmung erklären, wenn Sie gar keinen Trend aufweist?

  51. @Urs Neu

    Erst mal zu Beck: Dieser scheint Ihnen und Prof.Rahmstorf ja ziemlich zu schaffen zu machen – und das ist gut so! Jedoch berufe ich mich mit meiner Kritik überhaupt nicht auf Beck, diesen Herrn benötigte ich bis jetzt nicht dazu! Ich wüsste auch nicht, wieso ich zu seinen Expertisen in irgendeiner Weise Stellung beziehen sollte. Sicherlich werde ich mich zu einem geeigneten Zeitpunkt mal mit seinen Thesen eingehend befassen – wo Sie und Prof. Rahmstorf mir so den Mund wässrig machen.

    Mit dem Begriff „CO2-Klimamodelle“ spiele ich auf die übertriebene Rolle an, die dem CO2 in diesen Modellen zugeschrieben wird, dass müssten Sie eigentlich aus meinen Äusserungen entnommen haben. Das diese Modelle viele weitere Faktoren berücksichtigen, ist mir bekannt. Es wäre unsinnig, dies bestreiten zu wollen. Sie haben aber insofern recht, als dass ich mich damit nicht näher befassen will. Mein Part ist die Grundsatzkritik an IPCC-konformer Klimaforschung:

    Die der Arbeit des IPCC zugrunde liegende Rahmen-Konvention zum Klimawandel (FCCC) definierte Klimawandel als „Klimawandel, der direkt oder indirekt auf menschliche Aktivität zurück geht, welche die Zusammensetzung der globalen Atmosphäre verändert, und der zusätzlich zur natürlichen Klimaveränderlichkeit über einen vergleichbaren Zeiträumen beobachtet wird“.

    Das Programm des IPCC ist also von vornherein darauf ausgerichtet, jeden Versuch zu unterdrücken und zu verhindern, der Frage nachzugehen „Ist der Klimawandel menschengemacht oder nicht“. Das diese Doktrin Rückwirkungen auf die modellierte innere Logik konformer Klimamodelle haben muss, liegt wohl auf der Hand.

    Hinzu kommt die perfide Strategie IPCC-konformer Öffentlichkeitsarbeit:
    „… Um die öffentliche Aufmerksamkeit zu erringen, müssen wir erschreckende Szenarien entwerfen und mit vereinfachten und dramatischen Stellungnahmen in die Offensive gehen. Eventuelle Zweifel sollten wir nur am Rande erwähnen. Jeder von uns muss die richtige Balance dazwischen finden, effektiv zu sein und ehrlich zu sein.“ („So we have to offer up scary scenarios, make simplified, dramatic statements, and make little mention of any doubts we might have […] Each of us has to decide what the right balance is between being effective and being honest“). Prof. S.Schneider / IPCC-Autor.

    Die Kritik an den Klimamodellen erhielt gerade jüngst von renommierter Seite neue Nahrung: Die weltweit anerkannten Klimaforscher Prof. Hans v. Storch / GKSS Geesthacht und Prof. Dennis Bray / Cambridge University haben eine Studie veröffentlicht, welche das zunehmende Misstrauen vieler Wissenschaftler an den gängigen Klimamodellen dokumentiert:
    The Perspectives of Climate Scientists on Global Climate Change

    Sie sagen, „die Sonnenaktivität wird seit es die Klimatologie gibt als wichtiger Einflussfaktor berücksichtigt“. Das mag so sein – doch die Frage sei erlaubt, ob dies IN RICHTIGEM MASS geschieht. Aufgrund der klimapolitischen Randbedingungen zweifle ich daran erheblich!

    Und zu Ihrem Vorwurf, dass „ich glaube, die Sonnentheorie sei neu“, möchte ich folgendes sagen:

    Neue Erkenntnisse zu kosmischen Einflüssen auf das Erdklima sind z.B. in dieser online erreichbare Präsentation von Henrik Svensmark aufgezeigt, insbesondere Slide 36+37. Der Punkt ist natürlich nur für klimatologische Langzeitanalysen relevant, da seien Sie beruhigt. Das beziehe ich nicht auf die aktuelle klimatische Entwicklung.

    Ich gehe desweiteren davon aus, dass Ihnen bekannt ist, dass eine ganze Reihe kompententer, von Seiten der AGW-Vertreter z.T. hart attakierter Klimaforscher, ihre wertvollen Beiträge geleistet haben: H.Svensmark, Eigil Friis-Christensen, Jan Veizer, Nir J. Shaviv, Nigel Calder und andere.

    Ach bitte verschonen Sie mich mit „Nachweisen“ über die angebliche Inkompetenz, religiöse oder sonstige persönliche Mängel dieser engagierten Experten. Das würde nur auf Sie zurückfallen.

    Sie stellen die Frage „Wie soll die kosmische Strahlung denn eine Erwärmung erklären, wenn Sie gar keinen Trend aufweist?“

    Sehr merkwürdige Frage, wo doch Ihrer Aussage nach die Sonnentheorie altbekannt ist. Je ruhiger die Sonne, desto stärker die kosmische Strahlung, das liegt auf der Hand, und desto stärker die Wolkenbildung. Und mehr Wolken führen nun mal zu einer globalen Abkühlung (abgesehen von der Antarktis – dort wirken sie erwärmend).
    Das die Sonne momentan eine aussergewöhnliche Ruhephase durchläuft – für jeden Laien erkennbar – werden Sie ja nicht bestreiten wollen?

    Zu dem Vorwurf, dass „ich glaube, die Sonnentheorie sei neu“, möchte ich noch ein bisschen Erkenntnistheorie nachschieben:

    Die Grenze zwischen Glauben und Wissen ist fliessend. Es gibt da extreme Positionen, nach denen alles in Frage zu stellen ist: Wenn Sie z.B. noch niemals in Sydney waren, woher „wissen“ Sie eigentlich, dass dort eine „Habor Bridge“ die Hafeneinfahrt überspannt? Sie glauben es zu wissen aufgrund der vielfältigen elektronischen und sonstigen Informationsmöglichkeiten, die Ihnen (uns) zur Verfügung stehen! „Wissen“ behält also immer eine gewissen Grad der Unwägbarkeit.

    Das Feld in dem sich wissenschaftliche Forschung bewegt, ist die Aufgabe (sollte die Aufgabe sein), Glauben zu Wissen zu verdichten. Dies ist ein ewiger Kampf, der niemals zu gewinnen ist. Neue Rätsel offenbaren sich immer aufs neue (vgl. Quantenphysik, Astronomie). Man setzt dann irgenwann Ockhams Razor an und ERKLÄRT einen bestimmten Erkenntnisstand zu „WISSEN“. Also bitte, was „wissen“ Sie als Klimaforscher? Oder glauben Sie nicht eher, zu wissen – natürlich streng nach einen vorgegebenen Verständnisschema? Zumal, wenn Ihnen durch die herrschende IPCC-Doktrin Fesseln im Denken angelegt sind? Geht es in der aktuellen Klimaforschung nicht eher um die Deutungshoheit darüber, was als „Wissen“ bezeichnet werden darf und was nicht?

  52. @Urs Neu, Nachtrag

    Zum Wert von Klimamodellen:
    Die Realität selbst ist vom Modell strikt zu unterscheiden, die Theorie ist nicht die Realität, sondern immer nur ein unvollständiges Abbild derselben.

    Zur IPCC-Doktrin betreffs Klimaerwärmung durch antropogene CO2-Emissionen:
    Unbewiesene Annahmen entwickeln manchmal ein Eigenleben, was besonders in der Naturwissenschaft unangenehme Folgen haben kann. Am Anfang geht es gewöhnlich nur um eine plausible oder einfache Erklärung der Befunde. Wenn sie keine offensichtlichen Mängel aufweist und ihr Wahrheitsgehalt nicht unmittelbar überprüfbar ist, mutiert sie aber oft zum Glaubenssatz. Neue Beobachtungen werden dann passend interpretiert. Irgendwann aber muss das Dogma unter der Last eklatanter Widersprüche zusammenbrechen.
    (Prof. Dr. John S. Mattick zur Problematik unbewiesener Annahmen in der Wissenschaft)

  53. @Prof. Rahmstorf Inline Kommentar

    Hallo Herr Rahmstorf,
    sie haben auf Herrn Multiverus eine sehr detaillierte inline-Antwort gegeben. Sehr gut. Danke.
    Sie weisen darin darauf hin, dass der Anstieg der CO2 Konzentration bei einer Veränderung der Einstrahlung auf die Temperaturerhöhung nachfolgt und beim Treibhauseffekt die Temperaturerhöhung erst bewirkt.
    Mich würden die Zeitkonstanten interessieren mit der die beiden Prozesse ablaufen bzw. aufeinander folgen. Können sie das beantworten oder einen Link einstellen? Schon vorab vielen Dank.

  54. @multiverus

    Die UNFCCC-Definition besagt “…, die zusätzlich zur natürlichen Klimaveränderlichkeit über einen vergleichbaren Zeitraum beobachtet wird.” Erstens handelt es sich hier um eine reine Begriffsdefinition, zweitens wird darin die Existenz natürlicher Klimaschwankungen ganz offensichtlich bejaht.
    Ganz abgesehen davon bezieht sich “Klimaänderung im Sprachgebrauch des IPCC auf jegliche Klimaänderung im Verlauf der Zeit, sei es aufgrund natürlicher Schwankungen oder als Folge menschlicher Aktivitäten” (IPCC AR4, SPM WGI, Fussnote 1). Daraus eine Doktrin ableiten zu wollen, die unterdrücken soll, natürliche und anthropogene Ursachen zu unterscheiden, ist unverständlich. Beide Ursachen werden ja explizit und gleichwertig erwähnt. Die beobachtete Klimaänderung ist die Summe anthropogner und natürlicher Änderung.

    Ihre “Grundsatzkritik” entbehrt also offensichlich jeglicher Grundlage. Die Äusserung einer persönlichen Ansicht eines IPCC-Autors ist nicht zu verwechseln mit dem, was im IPCC-Report, an dem noch sehr viele andere Autoren beteiligt waren, tatsächlich gemacht wurde. Die meisten IPCC-Autoren vertreten die Ansicht, dass nur durch zahlreiche Arbeiten abgestützte Erkenntnisse im Bericht erscheinen und die Formulierungen sehr zurückhaltend gehalten werden. Dies ist entgegen anderslautender Propaganda auch tatsächlich der Fall.

    Sie sprechen von “neuen Erkenntnissen” von Svensmark etc. Bitte nennen Sie mir explitzit auch nur eine neue Erkenntnis, die für die Unterscheidung von anthropogenen und natürlichen Ursachen der Erwärmung der letzten Jahrzehnte relevant ist (ihre Beispiele sind es, wie Sie selber sagen, nicht). Ich finde leider keine.

    Sie haben meine Frage falsch verstanden. Die bisher spekulative und unbestätigte Theorie des Klimaeinflusses kosmischer Strahlung über die Wolkenbildung (es gibt weder Messungen noch theoretische Berechnungen über den quantitativen Einfluss) ist mir bekannt. Es geht jedoch nicht darum, ob ein solcher Einfluss existiert oder nicht, also nicht um die Frage: Steigt die Temperatur, wenn die kosmische Strahlung abnimmt? Meine Frage lautet, unabhängig davon:
    Die kosmische Strahlung weist in den letzten 50 Jahren keinen Trend auf. Wie soll sie den Temperaturanstieg der letzten 50 Jahre erklären? Ich frage dabei nach dem längerfristigen Trend (und um den geht es hier) und nicht über die kurzfristigen Schwankungen von ein paar Jahren. Wenn sich die kosmische Strahlung nicht ändert, ändern sich auch die Wolken nicht und damit auch die Temperatur nicht.

    Letzte Bemerkung: Wenn Ihrer Ansicht nach die Änderungen der Sonnenaktivität stärker berücksichtigt werden soll, dann nennen Sie bitte einen klaren Grund, weshalb eine stärkere Wirkung als die physikalisch bekannte einberechnet werden soll.

  55. Arktis ein Gradmesser für Klimaerwärmung

    Meine Herren
    vielfach wird von die Arktis als ein Gradmesser für die globale Klimaerwärmung angesehen. Sozusagen als Beweis für die rapide Erwärmung unseres Planeten.

    Jetzt habe ich eine kleine Frage:
    Die Eismasse (im Sommer) nimmt seit Jahren ab. Jedoch nimmt auch die globale Temperatur seit 10 Jahre etwas ab. Wieso nimmt dann die Eismasse ab, wo es doch global gesehen etwas kälter geworden ist??

    [Antwort: Der lineare Trend der letzten 10 Jahre (1998-2007) beträgt +0.09 Grad/Jahrzehnt in den Hadley-Daten und +0.18 Grad/Jahrzehnt in den NASA-Daten. Eine Abkühlung lässt sich daraus nicht ableiten. Zudem ist die Wahl des Anfangsjahres dabei entscheidend – nimmt man etwa 1999 statt das ungewöhnlich warme 1998 als Anfangsjahr, beträgt der Trend +0.22 Grad/Jahrzehnt bei Hadley und +0.30 Grad/Jahrzehnt bei NASA. Dies liegt weit über dem Langzeittrend der letzten 25 Jahre. Diese Abhängigkeit vom Anfangsjahr illustriert, dass der betrachtete Zeitraum von 10 Jahren zu kurz ist um robuste Trends zu berechnen. Negativ ist der Trend aber in keinem Fall. Stefan Rahmstorf]

  56. IPCC

    @Urs Neu
    Sie sagen:
    #Daraus eine Doktrin ableiten zu wollen, die unterdrücken soll, natürliche und anthropogene Ursachen zu unterscheiden, ist unverständlich.#

    Aus dem „Mandate“ des IPCC:

    #The IPCC does not conduct any research nor does it monitor climate related data or parameters. Its role is to assess on a comprehensive, objective, open and transparent basis the latest scientific, technical and socio-economic literature produced worldwide relevant to the understanding of the risk of human-induced climate change, its observed and projected impacts and options for adaptation and mitigation.#

    Am Anfang steht zwar:
    #The IPCC was established to provide the decision-makers and others interested in climate change with an objective source of information about climate change.#

    http://www.ipcc.ch/about/index.htm

    Was aber durch die hervorhehobene Passage des 2. Satzes mehr als relativiert wird.
    Diese Passage zeigt klar und deutlich auf das Ziel der IPCC „Literatur-Forschung“
    Da gibt es in meinen Augen nichts schön zu reden.

  57. Cosmic Rays

    @Urs Neu
    Von einem Trend kann man vielleich nicht sprechen, aber die letzten Jahre zumindest ansteigend und schon länger auf höherem Niveau wie schon seit 1965 / 1987 nicht mehr.

    http://cr0.izmiran.rssi.ru/…amp;mn1=0&mn2=59
    (1.1.58 – 31.8.08, Auflösung 1 Monat, Luftdruck-Korrigiert
    Unkorrigiert sieht das dann so aus:
    http://cr0.izmiran.rssi.ru/…amp;mn1=0&mn2=59

    Hier kann man sich die Zeitreihen darstellen lassen, wie man es gerne hätte, startend mit 1958:
    http://cr0.izmiran.rssi.ru/mosc/main.htm

  58. Sonne

    @Urs Neu
    #Letzte Bemerkung: Wenn Ihrer Ansicht nach die Änderungen der Sonnenaktivität stärker berücksichtigt werden soll, dann nennen Sie bitte einen klaren Grund, weshalb eine stärkere Wirkung als die physikalisch bekannte einberechnet werden soll.#
    Warum nicht zugeben, das man die Wirkungskombination Sonne / Kosmische Strahlung / Wolkenbildung noch nicht ausreichend kennt, sie noch nicht quantifizieren kann und somit über die Auswirkung auf das das Klima bestimmende Wettergeschehen keine relaventen Aussagen formulieren kann.
    Wie es aber immer wieder rüberkommt klingt so als gäbe es keinen Zusammenhang. Es würde keinem ein Zacken aus der Krone fallen, würde er das zugeben. Nur bestünde die Gefahr, daß man dann auch das AGW hinterfragen könnte.
    So nach dem Motto:
    Der Leser soll glauben……
    Diese Phrase kennen wir ja hinlänglich :.)

  59. Cosmic rays 2

    @Urs Neu
    #Die kosmische Strahlung weist in den letzten 50 Jahren keinen Trend auf. Wie soll sie den Temperaturanstieg der letzten 50 Jahre erklären? Ich frage dabei nach dem längerfristigen Trend (und um den geht es hier) und nicht über die kurzfristigen Schwankungen von ein paar Jahren#
    Zum einen kommen wir aus der (kleinen )Eiszeit, die Strahlungskurven habe ich Ihnen verlinkt, zusäzlich möchte ich auf die folgende Arbeit hinweisen, die verschieden Gründe anbietet:

    #Die ersten zwei stärkeren Protonenströme in Richtung Erde wurden 1982 und 1984 während der zu Ende gehenden 23. Sonnenfleckenperiode registriert. (Abb.2). Nach der Sonnenfleckenpause um 1986 traten in der ersten Hälfte der 22. Periode im Jahr 1989 zwei extrem große und ausgedehnte Sonnenflecken auf. Sie emittierten bei ihrem Start auf der Sonne besonders intensive Röntgenstrahlen als Folge der magnetischen Abbremsung (Synchrotronstrahlung) der austretenden Protonen- und Elektronenströme mit Wellenlängen um 1 nm, die als sogen. Flares die Erde in ca. 8 min erreichten und die spätere Ankunft der Protonen und Elektronenströme ( als Sonnenwind) in Richtung Erde signalisierten. Während dieser 22. Sonnenfleckenperiode wiederholten sich solche extremen Protonenflüsse im Jahre 1991 und auch bei rücklaufender Zahl der Sonnenflecken im Jahre 1994#

    http://www.eike-klima-energie.eu/…imeFileUID=487

  60. @ krishna gans – cosmic rays

    Einmal ganz abgesehen davon, dass wir uns nicht über Schwankungen über wenige Jahre unterhalten:

    Etwas unglücklich bei Ihrem Argument ist, dass ein Anstieg der Cosmic Rays nach Svensmarks Theorie zu einer Abkühlung führt und also eine Erwärmung nicht gut erklären kann…

  61. Cosmic Rays

    @Urs Neu
    Der Borchertsche Artikel beschreibt die Sonnnenwindflares die zur Erhöhung führten.
    Was ich meinte, bzw. sagen wollte, da habe ich was vermurkst, richtig, siehe Uhrzeit, danke für den Hinweis,
    daß mit dem Anstieg die Erwärmung scheints „beendet“ wird, etwa zeitgleich, das wollte ich eigentlich zum Ausdruck bringen.
    Davor ist der Stand der CR höher.

  62. @Urs Neu

    Die UNFCCC-Definition besagt “…, die zusätzlich zur natürlichen Klimaveränderlichkeit über einen vergleichbaren Zeitraum beobachtet wird.” Usw. …
    Das ändert überhaupt nichts an der Bedeutung der von mir zitierten Rahmen-Konvention des IPCC.

    Ihre “Grundsatzkritik” entbehrt also offensichlich jeglicher Grundlage. Die Äusserung einer persönlichen Ansicht eines IPCC-Autors ist nicht zu verwechseln mit dem, was im IPCC-Report, an dem noch sehr viele andere Autoren beteiligt waren, tatsächlich gemacht wurde.
    Wieso diese Kritik „offensichtlich“ jeder Grundlage entbehren soll, dafür bleiben Sie jeden Beweis schuldig. Und Sie wissen sehr gut, dass diese Grundsatzkritik von vielen geteilt wird. Ausserdem versuchen Sie, ein entlarvendes öffentliches Statement eines aktiven IPCC-Mitarbeiter abzuwiegeln. Bezeichnenderweise unterstreicht (nicht nur) dieses Statement die kritisierte wissenschaftsfeindliche Rahmen-Konvention des IPCC.

    Die meisten IPCC-Autoren vertreten die Ansicht, dass nur durch zahlreiche Arbeiten abgestützte Erkenntnisse im Bericht erscheinen und die Formulierungen sehr zurückhaltend gehalten werden. Dies ist entgegen anderslautender Propaganda auch tatsächlich der Fall.
    Ich glaube, ich muss Ihnen die Argumente von z.B. Dr.Vincent Gray, ehemaliger IPCC Expert Reviewer widerholen. Oder welchen renommieren Experten darf ich für Sie zitieren?

    Sie sprechen von “neuen Erkenntnissen” von Svensmark etc. Bitte nennen Sie mir explitzit auch nur eine neue Erkenntnis, die für die Unterscheidung von anthropogenen und natürlichen Ursachen der Erwärmung der letzten Jahrzehnte relevant ist (ihre Beispiele sind es, wie Sie selber sagen, nicht). Ich finde leider keine.
    Das ist ganz einfach, Herr Neu: Sie müssen sich nur vorurteilsfrei mit den wissenschaftlichen Studien von Svensmark/Shaviv auseinandersetzen (dazu müssten Sie allerdings Ihr „CO2-Mantra“ vorübergehend mal „vergessen“). Zur Klärung etwaiger Unklarheiten empfehle ich Ihnen die Kontaktaufnahme mit (z.B.) Hendrik Svensmark höchstselbst. Ich bin sicher – Svensmark/Shaviv sind genau die richtigen wissenschaftlichen Ansprechpartner für Sie. Anschliessend beantworten SIE bitte hier in einem neuen Beitrag detailliert und Punkt für Punkt für alle AGW-Kritiker, warum Svensmark/Shavivs Bewertungen des solaren/kosmischen Einflusses falsch sind. „Entlarven“ Sie diese beiden Experten bitte wissenschaftlich fundiert, wenn Sie denn so sicher sind, dass deren Theorie substanzlos ist und/oder keinen Bezug zur Klimaerwärmung hat! Ich bin sehr gespannt (und frage mich, wieso das bisher noch nicht geschehen ist).

    Die kosmische Strahlung weist in den letzten 50 Jahren keinen Trend auf. Wie soll sie den Temperaturanstieg der letzten 50 Jahre erklären?
    Die Temperatur ist in den letzten 50 Jahre nicht kontinuierlich angestiegen, tatsächlich gab es ein auf und ab. Noch Anfang der 70er Jahre befürchtete man eine aufkommende Eiszeit (das wissen Sie doch wohl!). Dieses Auf und Ab der Temperaturen findet seine Entsprechung in der Sonnenaktivität – und in einem „Ab und Auf“ der kosmischen Strahlung. Der Temperaturanstieg zum Ende des 20.Jahrhunderts beruht in erhelblichem Mass auf den Anstieg der solaren Strahlung.
    (Das ist natürlich vereinfacht. Wenn Sie das aus Ihrer Sicht als komplett falsch betrachten, dann erwarte ich von Ihnen als Experte eine plausible Widerlegung)

    Letzte Bemerkung: Wenn Ihrer Ansicht nach die Änderungen der Sonnenaktivität stärker berücksichtigt werden soll, dann nennen Sie bitte einen klaren Grund, weshalb eine stärkere Wirkung als die physikalisch bekannte einberechnet werden soll.
    Sehr geehrter Herr Neu, verstehen Sie mich nun nicht falsch: ich weiche nicht aus, sondern möchte und kann hier nicht den Experten herauskehren. Wenn Sie aber (im Namen der AGW-Vertreter) die Theorien von Svensmark/Shaviv ablehnen, dann muss das aus meiner Sicht Hand und Fuss haben! Ich erwarte von Ihnen (bzw. von Seiten der AGW-Verfechter) eine eindeutige, wissenschaftlich tragfähige Widerlegung oder Relativierung, oder nachvollziehbare und plausible Einordnung der Theorie von Shaviv/Svensmark. Nicht irgendwelche Kritik an diesem oder jenem Punkt.

    Gelingt Ihnen das alles nicht, dann sehe ich auch keine Veranlassung, die Theorien von Shaviv/Svensmark in ihrer Substanz zu bezweifeln.

  63. IPCC gehört aufgelöst

    @Urs Neu,
    das ernshafte und begründete Forderungen gibt, daß das IPCC aufgelöst gehöre ist Ihnen bekannt ?
    Es gibt ernstzunehmende Kritik an dieser Organisation und den dort Mitwirkenden.
    Die Überschriften / Vorwürfe:
    #
    1. The IPCC charter emphasises a human influence on climate, not climate in general
    2. Its participants are not impartial towards a possible human influence on climate
    3. The IPCC promotes a self-sustaining hypothesis of man-made warming
    4. The IPCC’s misuse of the concept of consensus
    5. Many IPCC report authors have vested interests
    6. The IPCC report authors are often also reviewers#

    Und so weiter.
    Der ganze Report ist hier nach zulesen:
    http://scienceandpublicpolicy.org/…_the_ipcc.pdf

  64. Cosmic Ray Article

    @ krishna gans:
    Der von Ihnen präsentierte Artikel stellt keinen Zusammenhang zwischen CR und Wolken her. Er berechnet die Wirkung von tiefen Wolken auf die Temperatur anhand eines Modells. Wenn Sie die Zusammenfassung genau lesen, dann sehen Sie, dass die Autoren einen Zusammenhang zwischen CR und Wolken nur annehmen („We assume that…“), nicht jedoch aus ihren Rechnungen oder Daten ableiten können. Hilft also auch nicht weiter…

  65. Diskussion

    @multiverus

    Wie ich Ihnen bereits mitgeteilt habe, habe ich mit Shaviv eine ausführliche Diskussion geführt (nachzulesen in der wissenschaftlichen Literatur). Ich habe anlässlich von Kongressen auch mit Svensmark und Kollegen gesprochen.

    Ich finde es ziemlich schwierig, bzw. unmöglich, mit Ihnen eine Diskussion zu führen, wenn Sie sich bei wissenschaftliche Argumentationen als nicht zuständig erklären und gleichzeitig von mir wissenschaftlich fundierte Argumente verlangen. Weshalb wollen Sie denn solche Argumente, wenn Sie mit diesen gar nichts anfangen können?

  66. 2 Planten

    Sehr geehrter Herr Dr. Rahmstorf,

    ob nun die Daten der Skeptiker über die Eisausdehnung in der Arktis falsch sind oder nicht ist unerheblich, denn wir leben in einer von vielen Warmzeiten innerhalb des Eiszeitalters, in denen die Arktis ohne anthropogene Treibhausgase bei höheren Temperaturen als heute bis auf einen Rest des grönländischen Inlandeises eisfrei wurde.

    # Damals war es in der Arktis zwar mehrere Grad wärmer als heute (und der Meeresspiegel wegen der kleineren Eisschilde 4-6 Meter höher), die globale Mitteltemperatur war aber nach gegenwärtigem Wissensstand nicht spürbar wärmer. Dies liegt an der Ursache dieser Warmphasen, den Erdbahnzyklen, die die Sonneneinstrahlung zwar umverteilen (im Eem wesentlich mehr Sommersonne in der Arktis) aber eben nicht global erhöhen.

    Wenn Sie annehmen damit Skeptiker beeindrucken zu können, täuschen Sie sich. Die können sich ausrechnen, dass bei einem Meridianumfang von 40.008 km 2,4° der Achsneigung ganze 266,72 km ausmacht, um die sich die Klimazonen der beiden Erhälften von Süd nach Nord oder umgekehrt verlagern. Die Skeptiker leben auf einem Planeten, Sie dagegen nur auf einem halben, dem nördlichen mit der Nordatlantikströmung.

    Statt derartigen blanken Unsinn zu verbreiten sollten Sie die gläubigen Klimaschützer aufklären, dass das Holozän gegen 11.560 vor heute mit einem enormen Temperatursprung (von 10 bis 12°C) innerhalb von maximal 20 Jahren eingeleitet wurde (Akademie der Wissenschaft Mainz 1998, Das Spätglazial, online oder Jahrbuch S. 210-226). Jede der früheren Warmzeiten begann mit einem derartigen, plötzlichen Temperatursprung, der keinen entsprechend hohen CO2-Anstieg bewirkte, wie die rekonstruierten CO2- und Temperaturkurven von grönländischen und antarktischen Eisbohrkernen deutlich zeigen. Die Zacken in den Temperaturkurven sind so groß, dass Sie nicht übersehen werden können. Milankovics Erdzyklen (2,4° Klimazonenverlagerung) können diese Temperatursprünge in maximal 2 Jahrzehnten nicht ausgelöst haben, das müsste sogar Ihnen einleuchten. Aber weil Klimamodelle allein mit CO2-Anstieg vergangene Klimawechsel nicht erklären können, wird Milankovics These vom PIK wieder aus der Versenkung hervorgeholt und als wissenschaftliche Tatsache der Öffentlichkeit untergejubelt.

    # Die neuen Daten aus den Eisbohrkernen Grönlands bieten eine nie zuvor unerreichte zeitliche Auflösung, einzelne Jahre lassen sich, ähnlich wie bei Baumringen, erkennen und abzählen. [Beitrag für die Münchner Rück]

    Das trifft mit Sicherheit auf Eiszeiten zu, aber wie, Herr Rahmstorf, zählt man nicht mehr vorhandene Jahresringe, die als Schmelzwasser in die Meere abgeflossen sind?

    # In der realen Fachdiskussion haben wir genau das umgekehrte Problem: unsere Modelle können mit den bekannten Rückkopplungen mehrere frühere Warmzeiten der Erdgeschichte nicht im vollen Umfang erklären.

    Was erwarten Sie, Herr Rahmstorf, ein Temperatursprung von bis zu 12° C innerhalb von maximal 20 Jahren, ausgelöst durch Änderung der Erdachsneigung und CO2-Ansteig, ist für Ihre Modelle einfach zu kompliziert. Das erklärt, wie Sie zu Ihrer Aussage kommen, im Eem wäre die Temperatur nur in der Arktis um einige Grade höher, die globale Mitteltemperatur aber nicht „spürbar“ wärmer gewesen war als heute.

    # Die IPCC-Abschätzung beruht auf über einem Dutzend unabhängiger Studien, die u.a. aus den Klimaschwankungen in der Erdgeschichte die Klimasensitivität ableiten.

    Entweder sind Ihre Modelle tauglich und die bekannten Rückkopplungen wirken nicht auf das Klima oder die Modelle sind untauglich und die Rückkopplungen wirken innerhalb von Eis- und Warmzeiten. De facto müsste ein einziges Klimamodell – wenn es denn tauglich wäre – Warm- und Eiszeiten erklären. Vergessen Sie all Ihre Klimamodelle, die einem genaueren Nachdenken der Skeptiker partout nicht standhalten.
    # Eiszeiten werden durch kleine Änderungen in der Erdumlaufbahn ausgelöst. Verantwortlich für die dabei auftretenden großen Abkühlungen sind jedoch mehrere Faktoren. Hierbei spielt die Absenkung der Kohlendioxid-Konzentration eine „entscheidende“ Rolle. Wenn man alle Faktoren quantifiziert, kann man aus der Eiszeit lernen, wie stark Kohlendioxid das Klima beeinflusst. Um diese Information herauszufiltern, haben Thomas Schneider von Deimling, Hermann Held, Andrey Ganopolski und Stefan Rahmstorf aufwendige Klimasimulationen mit einer Reihe von Datensätzen des Eiszeitklimas kombiniert. (PIK online 25.08.2006)

    Die „entscheidende“ Rolle der Kohlendioxid-Konzentration müssen Sie und Ihre Kollegen eher den Klimamodellen herausgekitzelt haben. Innerhalb einer Eiszeit wird das während der vorangegangenen Warmzeit freigesetzte CO2 wieder in die anwachsenden Eisschilde eingelagert.

    # Eiszeiten werden durch kleine Änderungen in der Erdumlaufbahn ausgelöst, die sich auf die Einstrahlung und damit direkt auf die Temperatur auswirken, CO2 wirkt dabei als Rückkopplung und folgt daher der Temperatur. Aktuell ist es umgekehrt, denn wir erhöhen die CO2-Konzentration, und die Temperatur folgt.“

    Herr Rahmstorf, Sie lassen sich von Ihren Klimamodellen gewaltig verschaukeln.

    Bevor an Eisbohrkernen weggetaute Jahresringe der Warmzeiten abgezählt wurden, hatten Paläogeologen anhand von eiszeitlichen Spuren wie z.B. Trogtälern, Endmoränen und Gletscherschliffen die Dauer des Eem auf etwa 65.000 Jahre und das davor liegende Riss/Saale- Glazial auf 53.000 Jahre und das dem Eem folgende Würm-Glazial auf rund 106.000 Jahre bestimmt. Kein Wunder, dass Ihre Modelle frühere Warmzeiten von 7.000 bis 15.000 Jahren Dauer nicht erklären können, aber es ist ein Wunder, dass Sie von Ihren Modellen die Wirkung des anthropogenen CO2 innerhalb von Eiszeiten gelernt haben.

    # Man denke nur an das Pliozän vor 3 Millionen Jahren, als es das letzte Mal global deutlich wärmer war als derzeit, nämlich 2 -3ºC. Der Meeresspiegel war 15-25 Meter höher, da das wärmere Klima auch zu kleineren Kontinentaleismassen führte. Es wäre höchst alarmierend, wenn Horx’s Falschmeldung über die Antarktis gestimmt hätte – der Eisschild, dessen Masse insgesamt zu einer Erhöhung des globalen Meeresspiegels um 57 Meter ausreichen würde, wäre dann viel instabiler, als wir Klimatologen bislang annehmen.

    Wie schrecklich, Herr Rahmstorf. Dem Menschen stünde der reinste Horror bevor, wenn er Dank des IPCC und Ihnen das Klima nicht schützten würde. Dabei untertreiben Sie noch. Vor 3 Millionen Jahren war es mehr als nur 2 – 3°C wärmer als heute, denn damals hatte das Eiszeitalter noch nicht begonnen. Noch schrecklicher war es natürlich bevor die Antarktis vergletscherte. Da war es sogar noch wärmer als vor 3 Millionen Jahren und der Meeresspiegel lag zwischen 65 und 70 m höher als heute.

    # Die Nordhalbkugel ist in der Regel etwas wärmer als die Südhalbkugel, weil die thermohaline Zirkulation riesige Wärmemengen über den Äquator nach Norden schafft – der Äquator liegt daher etwas nördlich des geographischen Äquators.

    Auch diese beiden Aussagen sind falsch. Das Klima kennt keine Regeln, es ist ständig im Wandel. Die These, nach der die thermohalinen Zirkulation für eine kühlere Südhalbkugel sorgt, ist Quatsch. Sie soll doch nur die CO2-These stützen, die eine globale Erwärmung voraussetzt. Nach Klimasensitivität, einer sensiblen Nordatlantikströmung, die auf der Kippe stehen kann, werden nach einer Studie von Wissenschaftlern der Uni Wangeningen (NL) und des PIK (online 1.09.2008) nun auch Kipppunkte im Klima vermutet. Die Klimaforschung wird seitens der CO2-Hypothetiker immer skurriler.
    Herr Rahmstorf, die CO2-These haben Sie längst mit Ihren eigenen Argumenten widerlegt. Sie haben keine Ahnung wann der antarktische Eisschild schmilzt, ob die antarktischen Klimawandel denen der Arktis hinterherhinken oder ob die Klimawandel auf beiden Erdhälften entgegengesetzt verlaufen. Sie können den rapiden Temperatursprung am Ende des letzten Glazials weder mit Milankovic-Zyklen noch mit CO2-Wirkungsweisen erklären. Die Entstehung des Golfstroms liegt für Sie noch völlig im Dunklen. Sie und Ihre IPCC-Kollegen verstehen nicht einmal im Ansatz das Klimasystem der Erde.
    Ich kann ohne Klimamodelle frühere Warmzeiten und die jetzige schlüssig erklären. Ich habe
    herausgefunden wann und wie der Golfstrom entsteht, wann und warum die Antarktis in der Vergangenheit oft auf- und zutaute, was die hohen Temperatursprünge zu Beginn der Interglaziale auslöste, warum vergangene Warmzeiten länger als nur 7.000 bis 15.000 Jahre dauerten, was tatsächlich Eiszeiten auslöst und warum sich gegenwärtig tatsächlich beide Polarregionen unterschiedlich entwickeln. Es wird mit Sicherheit, unterbrochen von kühleren Phasen, mit oder ohne CO2-Anstieg auf der Nordhalbkugel wärmer werden bis plötzlich ohne „echte Kipppunkte im Klima“ und ohne Einfluss einer versiegenden Nordatlantikströmung eine neue Eiszeit beginnt.

    Die wahre Ursache der gegenwärtigen Erwärmung beantwortet umfassend alle noch offenen Fragen des Klimasystems der Erde und ist für jedermann ohne jegliche fachliche Kenntnisse der Meteorologie leicht zu verstehen. Das bedeutet, Herr Rahmtorf, wenn die Bombe platzt werden die gutgläubigen Klimaschützer ebenso leicht begreifen wie dreist sie betrogen werden. Wie die Skeptiker reagieren werden, überlasse ich Ihrer vorzüglichen Vorstellungskraft.

    R. Branzke

  67. Branzke

    Hallo,

    Sie haben hier einen sehr langen Text ueber die Verfehlungen der Klimawissenschaftler geschrieben. Die meisten Ihrer Gegenargumente sind
    # derartigen blanken Unsinn
    # Vergessen Sie all Ihre Klimamodelle, die einem genaueren Nachdenken der Skeptiker partout nicht standhalten
    # Die These, nach der die thermohalinen Zirkulation für eine kühlere Südhalbkugel sorgt, ist Quatsch
    Vielleicht waere es moeglich, dass Sie ein wenig konkreter werden?
    Es waere sehr freundlich, wenn Sie dabei auf ein paar spezielle Fragen eingehen:
    Zum einen wuesste ich gerne mehr ueber den Temperatursprung innerhalb von max. 20 Jahren. Vielleicht koennten Sie Ihre Quelle ja mal kurz zusammenfassen und die Ursache erlaeutern. Ich glaube gern, dass orbitale Zyklen keinen 10 Grad Temperaturssprung in 20 Jahren erklaeren, aber was erklaert ihn denn?
    Sie haben geschrieben, dass das freigesetzte CO2 in Eiszeiten wieder in den Eischild eingelagert wird. In welcher Form denn und wie passiert das?
    Ausserdem ist mir aufgefallen, dass Sie einem Meeresspiegelanstieg offenbar recht gleichgueltig gegenueberstehen. Es ist schon klar, dass es bereits wesentlich hoehere Meeresspiegelstaende gab, aber damals gab es auch keine 6 Millarden Menschen, von denen ein Drittel in Kuestennaehe wohnt. Denken Sie nicht, dass auch wenn es fuer die Erde selbst kein grosses Problem waere, wenn der Meeresspiegel steigt, es fuer die Menschen ein wenig eng wird? Und zwar auch schon bei dem „harmlosen“ Anstieg von ein paar Meter und nicht erst bei dem – zum Glueck nicht in naechster Zeit erwarteten – Abschmelzen der Antarktis.
    Sie schliessen ihren Text mit:
    # Ich habe herausgefunden …
    und dann kommen so ziemlich alles, was das Klima beeinfluesst.
    Falls Sie nicht gerade eine Publikation vorbereiten und deswegen noch nicht drueber reden wollen, waere es nett auch uns anderen diese Antworten nicht vorzuenthalten. Ich bin mir sicher, sie wuerden eine interessante Diskussion ausloesen.

    Mit freundlichen Gruessen,
    Tobias