Rekordjahr 2016: die wichtigsten Daten und Grafiken, die jeder kennen sollte

Das Jahr 2016 war global das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im 19. Jahrhundert. Darin stimmen sämtliche Datensätze der Oberflächentemperaturen überein. Das gilt übrigens ebenso in allen Satellitendaten für die Temperaturen der Troposphäre.

Abb. 1 Die fünf gängigen Datensätze der globalen Oberflächentemperatur. Jahreswerte bis einschließlich 2016. Grafik: Gavin Schmidt, NASA.

Die globale Erwärmung schreitet also immer weiter voran – wer sich Hoffnungen auf eine Verlangsamung gemacht hat, ist Wunschdenken erlegen. Drei Rekordjahre in Folge (2014, 2015 und 2016) hat es noch nie gegeben.  Laut NASA hat unser Planet 16 seiner 17 wärmsten Jahre seit 2001 erlebt. (Die einzige Ausnahme unter den Top 17 ist 1998 – der bislang größte kurzfristige Ausreißer dank eines Rekord-El-Niño im tropischen Pazifik.) Auch 2016 hat durch El Niño einen zusätzlichen Push nach oben bekommen – nach verschiedenen Abschätzungen zwischen 0,12 °C und 0,17 °C. Der allergrößte Teil der Wärmeanomalie ist also eine Folge des vom Menschen verursachten langfristigen Erwärmungstrends. Auch ohne El Niño hätten 2015 und 2016 Rekorde gesetzt.

Die verschiedenen Studien, die die relativen Anteile von natürlichen Schwankungen und anthropogener Erwärmung seit 1950 abgeschätzt haben, erhalten konsistent einen anthropogenen Anteil von um die 100%. Die Rekordwärme fällt mit einer besonders schwachen Sonnenaktivität zusammen (Stichwort „kalte Sonne“), die manche – wohl vor allem politisch motivierte – Autoren in den letzten Jahren schon von einer Abkühlung fabulieren ließ.

Abb. 2 Temperaturabweichung in 2016 vom Mittelwert 1951-1980. Daten: Berkeley Earth, Grafik: Robert Rohde.

Ein Blick auf den Pol enthüllt zwei interessante Aspekte der Erwärmung. Erstens sieht man auch 2016 die Kälteblase im Nordatlantik, die von einer wachsenden Zahl von Klimaforschern auf eine Abschwächung des Golfstromsystems zurückgeführt wird. Zweitens sieht man die horrende Erwärmung der Arktis, wo die Wärmeanomalie in größeren Gebieten teils deutlich über fünf Grad betrug. Diese überproportionale Erwärmung der Arktis geht mit dem rapiden Schwund des Meereises dort einher. Wobei wir schon beim nächsten Thema wären.

Das Meer- und Landeis

Die Eisdecke auf dem arktischen Ozean hat in ihrem Sommerminimum im September knapp den Negativrekord von 2012 verfehlt und ist „nur“ auf Rang zwei gelandet (gleichauf mit 2007). Dafür gab es dann im Oktober und im November weniger Eis als je zuvor in diesen Kalendermonaten seit Beginn der Satellitenmessungen.

Abb. 3 Eisausdehnung in der Arktis im Sommerminimum 2016. Zum Vergleich die mittlere Eisgrenze im Sommerminimum der Jahre 1981-2010 (goldene Linie). Grafik: NASA.

Dazu ist auch am anderen Ende der Erde die Eisdecke auf dem Südpolarmeer regelrecht abgestürzt und hat im November ein Rekordtief erreicht. Die folgende Grafik zeigt die gesamte Meereisdecke von beiden Polen zusammen. Im November/Dezember liegt sie weit unterhalb von allem, was früher gemessen wurde.

Abb. 4 Jahresgang der globalen Meereisausdehnung seit dem Beginn der Satellitenmessungen 1978.

Der Meereisschwund hat keinen direkten Einfluss auf den globalen Meeresspiegel, da das Meereis bereits im Wasser schwimmt. Allerdings geht mit dem Meereis ein Spiegel verloren, der die Polargebiete auch im Sommer kalt hält, indem er den größten Teil der ankommenden Sonnenstrahlen reflektiert. Der Eisverlust bedingt die in Abb. 2 gezeigte extreme Erwärmung der Arktis, die dann auch das Landeis von Grönland angreift. Auch diese gigantische Eismasse hat – Sie ahnten es – 2016 einen Negativrekord erreicht (Abb. 5).

Abb. 5 Die Eismasse Grönlands in Milliarden Tonnen, relativ zur Masse zu Beginn der GRACE Satellitenmission 2002. Quelle: NASA.

Auch das Kontinentaleis auf der Antarktis verliert immer mehr Masse.

Meeresspiegel

Womit wir beim globalen Meeresspiegel wären, der ebenfalls von Satelliten aus gemessen wird. Und der leider ebenfalls im Jahr 2016 ein Rekordniveau erreicht hat. Er steigt derzeit etwa um 3,4 Zentimeter pro Jahrzehnt.

Abb. 6 Globaler Meeresspiegel seit Beginn der Satellitenmessungen im Jahr 1993. Quelle: University of Colorado.

Für frühere Zeiten gibt es die Pegelmessungen und für frühere Jahrhunderte Proxydaten u.a. aus Küstensedimenten. Sie zeigen, dass der Anstieg im 20. Jahrhundert ein mehrfaches größer war als in den vorangegangenen 28 Jahrhunderten. Das ist logisch: ein Meeresspiegelanstieg ist eine zwingende physikalische Folge einer Klimaerwärmung (das Ozeanwasser dehnt sich bei Erwärmung aus, Landeis geht verloren), und die Erwärmung seit Beginn der Industrialisierung ist einmalig seit vielen Jahrtausenden.

Weblink

Guardian: We’re now breaking global temperature records once every three years

Offener Brief von über 700 US-Physikern an Donald Trump

Stefan Rahmstorf ist Klimatologe und Abteilungsleiter am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Professor für Physik der Ozeane an der Universität Potsdam. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf Klimaänderungen in der Erdgeschichte und der Rolle der Ozeane im Klimageschehen.

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  1. Ohne Erläuterung der thermodynamischen Gesetze funktionieren solche Infos nicht, da sich der normale Mensch die gigantische Klimamaschine nicht vorstellen kann oder immer wieder in Ausweichsmanoever und Verdrängung abrutscht. Anstatt es sich in kollektives Gut verwandelt gibt es nur lachhafte Auseinandersetzungen und das sollte doch einmal nach 10+ Jahren auffallen. Und jetzt haben wir obendrein diesen Steinzeitmenschen in den USA, der als aktueller Verleugner das Rennen macht.

  2. Stefan Rahmstorf
    Frage an einen Fachmann,
    was wird geschehen, wenn das Nordpolarmeer keine geschlossene Eisdecke mehr hat? Werden sich dann die Meeresströmungen verändern?

  3. Stefan Rahmstorf,
    Nachtrag: Die auffällige Erwärmung über dem Nordpol rührt meiner Meinung nach von dem Flugverkehr ab, der Polroute.

  4. Stefan Rahmstorf,
    Wenn Sie einen bewölkten Himmel haben, wird es nachts nicht so kalt. Die Wärmeabstrahlung ist geringer.
    Ich denke mir, dass die Flugzeugabgase in 10 000 m Höhe eine ähnliche Bewölkung verursacht.
    ergo, die Temperaturen über dem Nordpolarmeer bleiben höher.

    • Das ist denkbar, aber kennen Sie quantitative Abschätzungen dazu? Es gibt ja auch Forscher, die die Klimawirkung des Flugverkehrs untersuchen, aber ich kenne die Literatur dazu nicht näher. Mit etwas Suche sollte man das herausfinden können.

    • Sie vergessen aber, dass nicht nur nachts geflogen wird, sondern auch tagsüber. Und tagsüber haben Wolken einen zumeist kühlenden Effekt, da sie einen Teil des Sonnenlichts gleich ins All zurück reflektieren, bevor die Sonnenstrahlen überhaupt den Boden erreichen können.

      Ihrem Erwärmungseffekt nachts steht also ein Abkühlungseffekt tagsüber gegenüber.

      Zudem fliegt kaum ein Flugzeug wirklich über die Arktis, wie man leicht sehen kann, wenn man sich die üblichen Flugzeugbewegungen eines Tages auf der Erde ansieht:
      https://www.youtube.com/watch?v=yx7_yzypm5w

      Zwar fliegt man wenn man z.b. von Europa nach USA fliegt auf einem Großkreis, der nördlich ausweicht, aber nördlicher des Polarkreises sind quasi fast keinerlei Flugbewegungen mehr und dort ist dann aber erst die eigentliche Arktis.

      Interessanterweise fliegen die meisten Flugzeuge im Transatlantikverkehr sogar eher genau über diesen Cold-Spot im Nordatlantik, d.h. selbst wenn das einen in Summe erwärmenden Einfluss hätte, dann ist dieser offenbar nur sehr minimal.

      Als Erklärung für die extreme Erwärmung der Arktis taugt der Flugverkehr jedoch deshalb in keinster Weise. Die Arktis erwärmt sich schlicht und einfach wegen der hohen CO2-Konzentration, so wie das ja auch genau erwartet wird.

  5. Angenommen, die Erwärmung entwickelt Folgen, die wir nicht mehr hinnehmen können. Welche Methoden stehen uns schon heute zur Verfügung, die wir einsetzen könnten, um die Erwärmung umzukehren bzw abzuschwächen (ausgenommen natürlich weniger Treibhausgase ausstoßen)? Ich nehme an, dass uns vieles einfach zu teuer ist, wir es aber einsetzen würden, wenn es hart auf hart kommt.

  6. Stefan Rahmstorf,
    …quantitative Abschätzungen habe ich keine. Sicher ist nur, dass die Belastung durch den Flugverkehr nicht in das Konzept des internationalen Welthandels passt. Die Belastung der Ozeane durch die Abwärme der Containerschiffe ist auch nicht untersucht.

    slash,
    die Einsichten, die wir hier gewinnen können, werden leider nicht viel ändern. Wer sich ernsthaft mit solchen Problemen auseinandersetzt ist wie der Rufer in der Wüste.
    Hoffnung bleibt trotzdem. Wenn die Folgen teurer werden als der Nutzen kommt es zu einem Umdenken.

    • „Die Belastung der Ozeane durch die Abwärme der Containerschiffe ist auch nicht untersucht.“

      Wollen Sie damit sagen, dass Sie glauben, dass Containerschiffe (oder Schiffe allgemein) das Meer dadurch erwärmen, dass sie Abwärme an das Meer abgeben (z.B. vom Motor, Heizung, etc)?

      Falls ja, dann schätzen Sie die Größenordnungen um die es hier geht, völlig falsch ein. Das Meer hat ein so unglaublich großes Volumen, dass Abwärme von Schiffen nicht mal an einer der ersten Kommastellen eine Rolle spielt.

      Zudem ist es nicht richtig, dass dies nicht bereits untersucht wurde:
      Die globale Abwärme von allen fossilen Energiequellen (also auch auf Schiffen, Autos, LKWs, Kraftwerken, Haushalten, etc) wird auf 0.028 W/m² geschätzt. Verglichen dazu ist das Forcing unseres CO2-Ausstoßes rund 3.0 W/m², also mehr als das 100-fache!

      Flanner, 2009, Integrating anthropogenic heat flux with global climate models
      http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2008GL036465/abstract

      Die Abwärme von Schiffen spielt daher schlicht und ergreifend einfach aufgrund der Größenordnungen um die es hier geht, keinerlei Rolle.

  7. Es ist ja irgendwie erstaunlich, dass sich ausgerechnet die Arktis so stark erwärmt, obwohl doch dort die Sonne eher eine Nebenrolle spielt.
    Also sollte die Erwärmung dort von „unten“ kommen, von den niederen Breitengraden.
    Eine Erklärung dafür wäre die latente Wärme, die bei der Bewässerung durch die Verdunstung des Wassers entsteht, durch den Wind verfrachtet wird und sich an anderer Stelle beim Abregnen wieder manifestiert. Welche Auswirkungen dieser Vorgang hat, sieht man in Bayern z.B. beim Föhn.
    Zahlen dazu:
    Jährlich werden 2.700 km³ Wasser in semiariden Zonen zum Verdunsten gebracht. Die latente Wärme davon reicht aus, um 15.000 km³ Eis zu schmelzen.
    Es wäre auch eine Erklärung für die Erwärmung der westantarktischen Halbinsel, die in der Nähe von in Chile und Argentinien beregneten Gebieten liegt.

  8. Hallo slash,

    Sie beziehen sich hier auf Verfahren des sog. Geoengineering, bei dem mit Hilfe von physikalischen, chemischen oder biologischen Prozessen Treibhausgase aus der Atmosphäre oder direkt bei deren Erzeugung gebunden und aus der Umwelt entfernt werden sollen. Diese Verfahren werden gerne seitens der Gasproduzenten (insbesondere auch der konventionellen Energieindustrie) propagiert, um möglichst lange so weiter machen zu können wie bisher.

    Es wird oft das CCS (Carbon Capture and Storing) angeführt, das durch die Abscheidung von Kohlendioxid aus der Luft und das anschließende Verpressen in tiefere Erdschichten aus einem Kohlekraftwerk ein „umweltneutrales“ oder gar ein „umweltfreundliches“ Kraftwerk machen soll. Die Versuche in dieser Richtung sind bereits im Kleinmaßstab nicht überzeugend, auch deswegen, weil dafür erhebliche Mengen an Energie benötigt werden, die ein Kohlekraftwerk dadurch noch ineffektiver machen, als wenn es seine Abgase einfach so in die Luft bläst.

    Leider unterstützt die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR, eine Abteilung des Wirtschaftsministeriums) die Propagierung des CCS weiterhin, wobei allerdings durch die Nähe der BGR zur Industrie erhebliche Zweifel an deren Einschätzung angebracht sind.

    Es gibt viele weitere Ideen, bspw. die Eisendüngung der Ozeane um das Algenwachstum zu steigern, diese sind allerdings noch in einem sehr frühen Versuchsstadium und bislang gibt es noch kein Verfahren, das sowohl einen gangbaren Weg zeigt, als auch spätere Folgeschäden (bspw. die plötzliche Freisetzung der eingelagerten Gase) ausschließt.

    Es ist halt wie bei der Atomenergie, man produziert erstmal jede Menge umweltschädigendes Material, vertraut darauf, dass es in absehbarer Zeit eine Entsorgungsmöglichkeit geben wird und macht solange wie möglich einfach weiter um über die alten und längst abgeschriebenen Anlagen Gewinne zu machen bzw. die längst überholten Technologien möglichst lange vermarkten zu können.

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  10. warum sehen ihre Abb. immer so dramatisch aus, wo es doch fertige gibt, welche die Harmlosigkeit der Erwärmung viel korrekter zeigen?
    https://crudata.uea.ac.uk/cru/data/temperature/HadCRUT4.png

    Was hat die tatsächlich auffällige Erwärmung tatsächlich mit dem CO2 zu tun, was daran ist natürlich? Lt. Klimamodellen müssten wir über der Antarktis Ähnliches beobachten, dort wurde es aber über die letzten 30a gar nicht wärmer.

    Halten sie das heutige Klima tatsächlich für nachteiliger, als es über die Kleine Eiszeit bis rund 1850 geherrscht hat? Wenn ja, begründen sie das bitte ohne Polemiken bzw. was noch werden könnte wenn….

    • Hallo Herbert, das HEUTIGE Klima ist nicht das Problem. Wenn wir aber business as usual weiter machen, dann bleibt nicht mehr viel vom heutigen Klima übrig. Dann müssten Sie die Frage stellen, ist ein Klima mit 2-3°C mehr im Schnitt als heute nachteiliger, als das der kleinen Eiszeit bis 1850.

      • jaja, wenn wenn…sagen wir mal es könnte tatsächlich nochmals um 2 Grad milder werden und es würde sich tatsächlich ein ernsthaftes Problem mit dem Meerespiegel abzeichnen. Glauben sie im Ernst, die Menschheit hätte keine Optionen, solche Vorgänge aufzuhalten? Klar, weg von fossilen Stoffen ist das eine, aber wenn das aus vielen logischen Gründen nicht so funktionieren wird, wie sich das reiche Forscher & Politiker aus wohlhebenden Ländern vorstellen, dann wird man halt ne zeitlang z.B Aerosole in die Stratosphäre befördern und Ähnliches, um die Strahlungsbilanzen wieder etwas auszugleichen. Die Menschen werden sicher nicht blöde zuschauen, wie ganze Küstenlandschaften und Städte versinken. Es gäbe auch genügend Stellen, wo man die Meere einfach vergrößern kann, sprich unbewohnte oder kaum bewohnte Flächen fluten usw. Die Lösung liegt sicher nicht in Windkraft bzw. PV alleine, mitnichten und sie können alles verwetten, dass alleine schon wegen der extrem hohen Brennwerte alles an Öl und Kohle verbrannt wird, was auch nur halbwegs einfach zu fördern ist. Da nützen nämlich nette Paris Klima Versprechen gar nix, nicht mal wenn sie verbindlich wären. Wacht doch endlich auf.

        • Wie kommen Sie darauf, dass Klimaforscher (meist Angestellte im öffentlichen Dienst, meist dabei noch auf befristeten Verträgen), „reich“ sind??
          Wissen Sie eigentlich, dass es rund eine Million Kilometer Küste auf der Erde gibt? Und wissen Sie, wie viele Tote (von Kosten ganz zu schweigen) die Verbrennung von Kohle jedes Jahr alleine durch die damit verbundene Luftverschmutzung verursacht?

          • nein, ich weiß nicht, wie viele Tote es wegen der Verbrennung von Kohle gibt. Wo denn, in China, dort wo die ökologisch sinnlosen PV Paneele produziert werden?
            In Europa ist die Luft auch während der Zunahme an Kalorischen Kraftwerken sauberer geworden, Filter, Katalysatoren etc. sind so die kleine technologischen Beiträge, alles relativ einfach und günstig, vor allem fair.
            Natürlich zählen auch sie zu den reichen Menschen, zumindest zu den oberen 10% der Gesellschaft, sogar im reichen Deutschland. Wir müssen uns nicht mit Zuckerberg & Co vergleichen, hoffe ich doch sehr und im Vergleich zum Rest der Welt, gehören wir beide sicher zu den Top 95%, was das Einkommen und den Wohlstand betrifft. Gut so!
            Heute zahlen die unteren 80% die staatlichen Subventionen für jene, welche sich E Autos leisten können. Nur Eliten leisten sich heute E Autos und sollten diese Kübel endlich mal günstiger und langlebiger sowie konkurrenzfähiger werden, bleiben immer noch mind. 50% der Gesellschaft, welche zur Kasse gebeten werden, um der reicheren Hälfte zu helfen. „Klimaschutz“ ist definitiv asozial!

          • In Europa sind es rund 23.000 Tote jährlich. Der Internationale Währungsfond IMF (sicher unverdächtig, irgendwie „grün“ zu sein), schätzt die weltweiten externen Kosten der Nutzung fossiler Brennstoffe, hauptsächlich durch Gesundheitsschäden, auf 5000 Milliarden US$ or 6.5% der globalen Wirtschaftsleistung (Coady D, Parry I, Sears L, Shang B. How Large Are Global Energy Subsidies?: International Monetary Fund; 2015. Report No.: WP/15/105). Diese Gesundheitsfolgen erleiden vor allem die weniger begüterten Menschen, die tendenziell in Gegenden mit weniger sauberer Luft leben. Ich bin vollkommen bei Ihnen, dass die Energiewende nicht zu Lasten der unteren Einkommensschichten gehen darf! Aber die Energiewende bringt ja vor allem ein riesiges Einsparpotential (nicht nur an den genannten Gesundheitskosten – erneuerbare werden jetzt schon billiger als fossile Energien) und neue Arbeitsplätze (aktuelle Zahlen aus den USA: 360.000 Arbeitsplätze in Wind- und Sonnenenergie, 160.000 in der Kohle). Diese Vorteile und Chancen müssen gerade den unteren Einkommen zu Gute komme – zum Beispiel durch eine Steuerreform, die die Emission von CO2 belastet und dafür die niedrigen Einkommen entlastet. Solche Modelle werden an unserem Institut detailliert durchgerechnet.
            Schlagworte wie „ökologisch sinnlose PV“ ohne jedes belegtes Sachargument dahinter sind übrigens in einem Wissenschaftsblog weniger gefragt.

        • „…sie können alles verwetten, dass alleine schon wegen der extrem hohen Brennwerte alles an Öl und Kohle verbrannt wird, was auch nur halbwegs einfach zu fördern ist.“

          @Herbert, auch wenn es ökonomisch keinen Sinn macht, sprich zu teuer ist? Der Brennwert ist nicht alles. Uran hat einen noch viel höheren „Brennwert“, wenn man so will. Aber um diesen ganzen Vorgang überhaupt zu beherrschen und sicher zu machen, braucht es soviel technisches KnowHow und Aufwand, dass selbst neue KKW weit teurer als neue Kohlekraftwerke sind.

          Zu den Geoengineering-Maßnahmen, da stellt sich die Frage, ob man da nicht teure Verfahren zum Einsatz bringt, die eine verschlechterte Welt hinterlässt (z.B. Massen an Aerosole am Himmel).

        • Lol, Meere erweitern durch fluten 😉

          Dass diese ominösen Gebiete nicht geflutet sind, liegt daran, dass sie über dem Meeresspiegel liegen. Um die zu fluten mit Meerwasser, müsste man diese Ausbaggern, den Abraum irgendwo ablagern, etc. Und das für viele tausend Kubik-Kilometer…

          Ihnen ist schon bewusst, dass dies erstens unglaublich lange dauert und zweitens unglaublich viel Geld kostet. Und dass damit andere Probleme, wie z. B. die Versauerung der Ozeane, Verschiebung von Klimazonen, etc alle nicht gelöst werden.

          Aufwachen sollte hier wirklich jemand, aber das sind ganz klar Sie!
          Die Transformation der Wirtschaft weg von fossilen Quellen ist bei weitem billiger, als das, was sie hier vorschlagen. Und dazu haben sich schon weit schlauere Leute Gedanken gemacht, als Sie und ich zusammen.

        • Es gibt in der Tat einige Senken, deren Grund unterhalb des Meeresspiegels liegt, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Senke_(Geomorphologie)
          Einige davon liegen weit weg vom Meer, man kann aber ja Kanäle oder Pipelines bauen.
          Also: Schreiben Sie einfach die Regierungen der in Frage kommenden Staaten an und unterbreiten ihnen, den Vorschlag xy% ihres Staatsgebiets zu fluten. Halten Sie uns über den Erfolg ihrer Anfragen auf dem Laufenden.

  11. @slash Meine Meinung zu dieser Fragestellung ist, dass wir heute eine bewusste Beeinflussung des Klimas mit vorhersehbaren Ergebnissen nicht leisten können, vielleicht ist die Wissenschaft in einigen Jahrzehnten soweit. Die Divergenz der möglichen Auswirkungen des Klimawandels in den verschiedenen Veröffentlichungen, selbst innerhalb des IPCC-Reports ist doch recht groß. Ich denke, die Menschen müssen sich an die veränderten Klima- und damit Wetterverhältnisse anpassen und damit umgehen. Die Änderungen und Schwankungen im Wetter sind deutlich größer als die Änderungen in den langfristigen Klimatrends, Dazu kommen noch Einflüsse wie Erdbeben oder Vulkanausbrüche, die kurzfristig gravierende Änderungen im Wetter bringen können. Das schweizerische Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie hält das El-Niño-Ereignis von 2015/16 für das drittstärkste seit 65 Jahren, die Auswirkungen dieser Phänomene sind viel direkter und massiver als die langfristigen Klimaveränderungen. Wenn die Menschheit es besser schafft, mit den vielfältigen Wettersituationen umzugehen und diese zu überleben, dann können wir uns den Streit darüber sparen, ob mit der Beeinflussung einiger weniger Parameter(z.B. CO2-Freisetzung) ein so komplexes chaotisches System wie das Klima der Erde gezielt beeinflussbar ist.

    • Natürlich Schwankungen bleiben aber in einer erwärmenden Welt erhalten. Dies wird zu mehr extremer Hitze führen. Im Gegensatz zu Wetterereignissen sind diese Veränderungen aber nicht nur kurzfristig, sondern bleiben bestehen. Dies kann für bestehende Infrastruktur verherend sein und die Ereignisse außerhalb des händelbaren führen. Zum Beispiel kann der Meeresspiegel so stark ansteigen, dass es in vielen Regionen der Erde nicht möglich ist durch heute wirksame Maßnahmen Fluten zu verhindern. Dies wird zu Problemen in kleinen Inselstaaten und Bangladesh führen und auch in Europa müssen Deichanlagen entsprechend ausgelegt werden.
      Um Anpassungen an verändernde Fluten zu gewährleisten, muss die zukünftige Entwicklung berücksichtigt werden, sonst wird es zu Fehlplanungen kommen. Außerdem wäre es gut die Notwendigkeit für entsprechende Anpassung klein zu halten, durch eine Reduzierung der Treibhausgasemission.

  12. Sehr geehrter Herr Prof. Rahmstorf,
    2 wichtige Daten/Grafiken zu dem „Rekordjahr“ 2016 fehlen in Ihrer Aufstellung:

    2016 erbrachte Rekordernten an Getreide:
    http://www.fao.org/worldfoodsituation/csdb/en/
    http://southeastagnet.com/2017/01/12/corn-soybean-production-up-in-2016/

    2016 war auch ein Jahr mit global weniger Stürmen:
    https://twitter.com/RogerPielkeJr/status/819550905859272704/photo/1?ref_src=twsrc%5Etfw

    „Rekordjahr“ habe ich deshalb in Anführungszeichen gesetzt, weil in Ihrem Artikel jegliche Signifikanzbetrachtung fehlt. Sie haben auch wohlweislich „Oberflächentemperaturen“ geschrieben, da die Satellitenmessungen der unteren Troposphäre einen Wert von 0,02 K oberhalb des bisherigen Rekords ergaben. Der Unterschied ist nicht signifikant.

    Ich kann nicht verstehen, dass Sie Oberflächenmessungen bevorzugen. Die Messstationen erfassen nur einen Teil der Erdoberfläche und sind oftmals vom UHI-Effekt betroffen, während die Messreihen RSS und UAH bis auf die direkte Polumgebung wirklich global messen und nicht vom Wärmeinseleffekt betroffen sind.

    Außerdem verstehe ich nicht, warum Sie nur die dünne Atmosphärenschicht direkt am Boden interessiert, während der Teibhauseffekt in der gesamten Troposphäre auftritt. Die TLT-Messungen erfassen die unteren 3000 m (UAH liefert auch Messreihen zur mittleren Troposphäre, zur Tropopause und zur unteren Stratosphäre). Hier sollte der Treibhaus-bedingte Temperaturanstieg sogar etwas höher ausfallen als an der Erdoberfläche. Findet man nur nicht. Ein Zeichen dafür, dass die bodengestützten Messungen den Anstieg übertreiben?

    • Lieber Herr Kohl, ich habe nur darauf gewartet, dass Sie mit den Satellitendaten kommen. Sie wissen aber so gut wie ich, dass diese für die Troposphäre praktisch denselben Erwärmungstrend zeigen wie die Bodenmessungen, nur sind die kurzfristigen Schwankungen in der Troposphäre erheblich größer. Warum bevorzugen wir die Bodendaten? Weil wir am Boden leben. Und weil die Bodendaten genauer und weniger unsicher sind – warum das so ist erklärt der leitende Wissenschaftler hinter den RSS-Satellitendaten, Carl Mears, Ihnen in diesem Video.

      • Lieber Herr Prof. Rahmstorf,
        die Satellitenmessungen zeigen mitnichten den gleichen Erwärmungstrend wie die bodengestützten Messungen, wie WoodForTrees zeigt:
        http://woodfortrees.org/plot/gistemp/from:1979/trend/plot/hadcrut4gl/from:1979/trend/plot/rss/from:1979/trend/plot/uah6/from:1979/trend

        Über den gesamten Zeitraum der Satellitenmessungen (seit 1979) hinweg gibt es diese Trends:
        GISS: 0.01722 °C/Jahr
        HADCRUT4: 0.01715 °C/Jahr
        RSS: 0.01350 °C/Jahr
        UAH: 0.01228 °C/Jahr
        Damit liegt der Satellitentrend nur bei ~75% des Trends bei den Bodenmessungen.

        Im Intervall zwischen den beiden letzten großen El Ninos ist der Unterschied noch deutlicher (Startjahr nach Ende der an den El Nino von 1998 anschließenden La Nina):
        http://woodfortrees.org/plot/gistemp/from:2001/to:2015.5/trend/plot/hadcrut4gl/from:2001/to:2015.5/trend/plot/rss/from:2001/to:2015.5/trend/plot/uah6/from:2001/to:2015.5/trend
        GISS: 0.0096 °C/Jahr
        HADCRUT4: 0.0057 °C/Jahr
        RSS: -0.0024 °C/Jahr
        UAH: -0.0012 °C/Jahr
        Bei den Satellitendaten war der Trend sogar negativ.

        Es ist richtig, dass wir am Boden leben. Aber der Treibhauseffekt sollte eigentlich in der Troposphäre ausgeprägter sein als am Boden. Dies könnte ein Zeichen dafür sein, dass die CO2-Sensitivität incl. Feedback doch nicht ganz so hoch ist wie angenommen.

        Mir ist die Einschätzung von Dr. Mears bekannt. Aber ich kenne auch die Einschätzung des leitenden Wissenschaftlers der UAH-Messreihe, Dr. Roy Spencer. Dieser vertritt die gegenteilige Auffassung und er begründet auch, warum er die Satellitendaten für zuverlässiger hält als die bodengestützten Messungen:
        http://www.drroyspencer.com/2014/10/why-2014-wont-be-the-warmest-year-on-record/

        In 2-4 Jahren werden wir (nach der vermutlich bevorstehenden La-Nina-Phase) sehen, wie sich die Temperatur weiterentwickelt. Jedenfalls halte ich ein Ignorieren der Tatsache, dass wir gerade einen Super-El-Nino hatten („Die globale Erwärmung schreitet also immer weiter voran“, „Drei Rekordjahre in Folge hat es noch nie gegeben“), für wenig hilfreich.

        • „Dieser [Dr. Spencer] vertritt die gegenteilige Auffassung und er begründet auch, warum er die Satellitendaten für zuverlässiger hält als die bodengestützten Messungen“

          Und weil die Daten so zuverlässig sind, sind auch seine Anpassungen (von v5.6 auf v6.0) so „minimal“. Aber Anpassungen sind ja bei „Skeptikern“ sowieso in Verruch. Wie kommen Sie eigentlich aus diesem Dilemma raus?

        • Herr Kohl, mir ist nicht ganz klar warum der Treibhauseffekt in der Troposphäre stärker ausgeprägt sein soll als am Boden. Haben Sie für diese Aussage eine Quelle? Vielleicht hängt da noch etwas mit der Meteorologie z.B. der Tropen zusammen.
          Rein strahlungsphysikalisch kann die mittlere freie Weglänge für IR-Strahlung in sowie am Rande eines Absorptionsfensterssehr sehr gering sein, und hängt von der Frequenz der Strahlung und der Konzentration von CO2 oder Wasserdampf ab. Wasserdampf kondensiert in Wolkenhöhe zwar aus, hat aber in absoluten Werten am Boden ein Maximum, ebenso CO2. Während die Zunahme des Treibhauseffektes am Rande der Absorptionsbanden stattfindet (bei jenen die im Maximum gesättigt sind), gibt es auf jeden Fall ein Kontinuum von kleinen zu großen freien Weglängen der Strahlung, wenn man mit der Frequenz eines Senders langsam aus einem Absorptionsmaximum herausgeht. Aus diesen Tatsachen schließe ich (als Laie, ich kann mich also irren), dass der Treibhauseffekt am Boden am stärksten sein müsste. Und zweitens, dass mit der Zunahme der Treibhausgase der Temperaturgradient der Troposphäre zunehmen muss. Das ist aber nun ohne Berücksichtigung von meteorologischen Effekten, die ja Wärme wieder nach oben transportieren können.

        • „In 2-4 Jahren werden wir (nach der vermutlich bevorstehenden La-Nina-Phase) sehen, wie sich die Temperatur weiterentwickelt. Jedenfalls halte ich ein Ignorieren der Tatsache, dass wir gerade einen Super-El-Nino hatten („Die globale Erwärmung schreitet also immer weiter voran“, „Drei Rekordjahre in Folge hat es noch nie gegeben“), für wenig hilfreich.“

          Wenig hiflreich ist es, wenn man einerseits so tut, es habe seit 1998 eine Erwärmungspause gegeben (und die ENSO keinerlei Bedeutung), um dann bei plötzlich weiter ansteigenden Temperaturen und Rekordjahren auf El Nino zu verweisen. Wenn man die Effekte von ENSO, Vukanaktivität und solarer Aktivität rechnerisch kompensiert, sieht man, dass es keine Erwärmungspause gab und mit statistischen Methoden auch keine Veränderung des Erwärmungstrends seit 1970 nachweisbar ist:

          https://tamino.wordpress.com/2017/01/19/the-pause-that-never-happened/

  13. @slash
    Man fragt sich, weshalb Sie die nächstliegende Möglichkeit (Reduzierung der Emissionen) ausnehmen möchten. Mit dieser Logik könnte beispielsweise ein Raucher einen Mediziner vorsorglich fragen, welche Behandlungsmöglichkeiten schon heute im Falle einer Lungenerkrankung zur Verfügung stehen -unter der Prämisse, die Option „nicht mehr rauchen“ auszunehmen.

  14. Sehr geehrter Herr Rahmstorf,

    als Laie sind mir an der Grafik drei Dinge aufgefallen:

    1. Nach dem Anstieg ab den 20iger Jahren ist ab den 40-iger Jahren ein Rüchgang der globalen Oberflächen-Temperatur bis Anfang der 80-iger Jahre zu verzeichnen. Wie ist der Temperaturrückgang zu erklären. Im gleichen Zeitraum sind ja die CO2-Emissionen stetig gestiegen.
    2. Die Kurve der unkorrigierten Roh-Daten reicht nur bis Ende der 40-iger Jahre. Was ist der Grund dafür? Liegen für die Zeit nach 1950 keine unkorrigierten Daten vor?
    3. Die sog. Common Base Line bezieht sich auf den Zeitraum 1950 – bis 1980. Was ist der Grund dafür? Schließlich schreiben wir das Jahr 2017. Demnach müsste doch die Common- Baseline den gesamtem Zeitraum erfassen, mind. jedoch 1950 -2017.

    MfG

    H.Hufenbach

    • 1. Der Peak in den 1940ern ist vermutlich noch ein Problem mit den Meerestemperaturmessungen während des 2. Weltkriegs – in den Messungen an Land gibt es den nicht.
      Das Plateau von 1940-1980 liegt vor allem an der kühlenden Wirkung der Luftverschmutzung mit Aerosolen, die die Erwärmung durch Treibhausgase weitgehend ausgeglichen hat – erinnern Sie sich an die Smogprobleme bis in die 1970er?
      2. Danach sind die Korrekturen so klein, dass die Rohdatenkurve unter den anderen verschwindet.
      3. Man nimmt üblicherweise eine 30-Jahresperiode als klimatologischen Mittelwert. 1950-1980 eignet sich deshalb gut, weil die Temperaturen in diesem Zeitraum recht stabil waren, und ist auch historisch bedingt, weil es die NASA-Datenreihe seit den 1980ern gibt. Den Bezugszeitraum ständig zu ändern würde zu Verwirrung führen. Übrigens sieht die Kurve ja immer genau gleich aus, egal welchen Bezugszeitraum sie wählen – es wird durch Änderung des Zeitraums ja einfach nur eine konstante Zahl addiert. Sie können sich also auf Basis der NASA-Daten auch die Änderung relativ zu jedem Bezugszeitraum ausrechnen, der Ihnen gefällt.

      • Wenn die „Pause“ in den 50er-70ern an den Aerosolverschmutzungen dieser Zeit lag, wieviel maskierte Erhöhung haben wir dann jetzt durch den China- und Indienqualm. Die Industrialisierung dieser Länder läuft ja auch nach europäischem Muster ,erst einmal undgefilterte Kohle und Stahlindustrie in großem Stil, bis man jetzt zumindest in China anfängt auf gefilterte Kraftwerke umzusteigen?

        Die eingenebelten Flächen in China und Indien entsprechen ja mindestens dem alten Mitteleuropa + USA-Industriegürtel.

        • Auch in China baut man inzwischen Entschwefelungsanlagen ein. Sicher ist immer noch ein Teil der Erwärmung maskiert durch Aerosole, aber das ist ja ein Einmal-Effekt. Ob es jetzt dadurch 0.1 oder 0.2° wärmer wird oder nicht, spielt für die langfristige Entwicklung der Temperatur bis zum Ende des Jahrhunderts eher eine untergeordnete Rolle IMO. Das macht das Kraut dann auch nicht mehr fett.

  15. @ Stefan Rahmstorf

    Das Plateau von 1940-1980 liegt vor allem an der kühlenden Wirkung der Luftverschmutzung mit Aerosolen, die die Erwärmung durch Treibhausgase weitgehend ausgeglichen hat – erinnern Sie sich an die Smogprobleme bis in die 1970er?

    Wie stark ist diese kühlende Wirkung? Welche Erkenntnisse gibt es dazu?

  16. Ist eigentlich das heutige Klima im wesentlichen günstiger als jenes um 1900?

    Jedenfalls sehe ich keinen Grund, dass gegenwärtige Klima schlecht zu reden.

    Rekorde hin oder her, sollten die nächsten 2-3 Jahre wieder etwas kühler ausfallen, wie so oft nach starken ENSO Ereignissen, liegen die T weiterhin deutlich unter dem Ensemble Mean der Klimamodelle. Nur das ist wichtig, nicht diverse Rekorde!

    • Die beobachtete Temperatur folgt ziemlich genau dem Ensemblemittel der Klimamodelle: https://twitter.com/rahmstorf/status/698380997222510592
      Wahrscheinlich haben Sie dazu Grafiken gesehen, die Äpfel mit Birnen vergleichen – nämlich die reinen Lufttemperaturen aus Modellen direkt im Vergleich mit den Oberflächendaten der Temperatur (z.B. den bekannten GISS-Daten). Letztere sind aber nicht überall Lufttemperaturen, sondern eine Mischung aus Luftttemperaturen über Land und Meerestemperaturen für die restlichen zwei Drittel der Erde! Das ist der Grund für eine systematische Abweichung.

    • Man braucht das Klima nicht schlecht zu reden. Das Klima ist schlecht. Jedenfalls unterm Strich für die Zivilisation.

      Hitzewellen belasten Menschen, Tiere und Pflanzen.
      Die landwirtschaftliche Produktion ist beeinträchtigt.
      Kraftwerke entnehmen Kühlwasser aus nahen Flüssen und speisen es erwärmt wieder ein. Durch Flusswasser, das bei der Entnahme bereits zu warm ist, oder durch sommerliches Niedrigwasser kann es künftig an ausreichendem Kühlwasser mangeln. Das kann im Extremfall dazu führen, dass Kraftwerke abgeschaltet werden müssen. Außerdem gefährdet zu warmes Wasser die Tier- und Pflanzenwelt der Flüsse. Unwetter werden mit hoher Wahrscheinlichkeit häufiger auftreten. Feuchte Regionen werden feuchter, trockene Regionen noch trockener. Der steigende Meeresspiegel ist auch ein großes Problem. Die Ozeane werden wärmer und saurer – nicht gut für den Fischfang bei steigender Weltbevölkerung.

      Nicht gut sind des Weiteren Rückkopplungen. Beispielsweise die nachlassende Albedo wegen der schmelzenden Arktis oder die Freisetzung großer Methanmengen wegen auftauender Permafrostböden. Auf gut Deutsch: Die Kacke ist mächtig am Dampfen. Wahrscheinlich sogar mehr als die lieben Klimaforscher in ihren Projektionen abbilden.

      https://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-forscher-uebertreiben-die-klimarisiken-mit-absicht

      https://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-der-ipcc-betreibt-panikmache

    • Es ist ziemlich sinnlos zu sagen, dass das heutige Klima günstiger/ungünstiger ist als das von 1900. Denn selbst wenn ein Klima von 3°C mehr insgesamt besser wäre, so ist unsere Zivilisation nun einmal nicht auf dieses Klima eingestellt.

      Sprich: New York, Tokio, Hamburg usw, die liegen nun einmal dort, wo *heute* die Küste liegt. In einem 3°C wärmeren Klima würde die Küstenlinie aber massiv verschoben, so dass man alle diese Städte zu weiten teilen abreißen müsste und weiter landeinwärts neu bauen.

      Dass dies keine Option ist, sollte irgendwie jedem klar sein.

      Genauso ist es halt nicht so, dass eine Erwärmung überall gleich positiv/negativ ist. Während in gemäßigten und höheren Breiten eine wärmere Temperatur vielleicht gut ist, ist sie das dort, wo es ohnehin schon heiß und trocken war, nun mal eben nicht. Dort leben aber auch Menschen und wenn die dort nicht mehr leben können, weil dann dort eben aufgrund der Erwärmung nicht mehr so viele Menschen ihr Auskommen finden, dann machen sich diese Menschen auf in andere Gebiete.

      Und wie toll das ist und zu welchen Spannungen das führt, das hat man ja jetzt schon in der Flüchtlingskrise gesehen, und das wäre aber nur ein kleiner Klecks im Vergleich zu dem, was wir an Klimaflüchtlingen hätten, wenn die Temperatur um 2-3°C noch steigt.

      Auch das ist daher wohl kaum eine Option. Sie können ja mal probieren z.B. Putin oder Trump vorzuschlagen, dass er in Sibirien oder in Alaska/North Dakota dann eben 20 Mio Westafrikaner ansiedeln soll, weil diese dort unten nicht mehr leben können, und es dort im Norden ja jetzt durch die Erwärmung besser zu leben ist.

  17. Der Vollständigkeit halber sollte auch die Entwicklung des Eisschilds von Grönland im Jahr 2016 (und bis heute) hier erwähnt werden. Auf dieser Internet-Seite kann man täglich in den Grafiken „SMB (Gt/day)“ und „SM acc. (Gt)“ die Masse- Zu- und Abnahme des Eisschildes verfolgen:
    http://beta.dmi.dk/en/groenland/maalinger/greenland-ice-sheet-surface-mass-budget
    Für das Jahr 2016 fällt auf: die Eisschmelze im Juli 2016 war besonders stark, und seit Mitte/Ende Oktober 2016 bis heute erfolgt eine sehr starke und bisher noch nie gemessene „gleichmäßige“ Massezunahme, Tag für Tag.

    Hier auf dieser Seite kann man die sehr unregelmäßige Eisschmelze in Grönland von 1988 bis 2016 im Diagramm sehen.
    https://nsidc.org/greenland-today/

    Die Schmelzrate von Grönland-Eis und Antarktis-Eis, allerdings nur zur Zeit nur bis März 2016, kann man hier verfolgen:
    http://climate.nasa.gov/vital-signs/land-ice/
    Vor knapp einem Jahr verzeichnete die Antarktis eine auffallende Massezunahme, was auch schon in den Vorjahren nach deutlichen Masseabnahmen stattgefunden hatte.
    Die Jahre mit der höchsten „summer melt extent area“ waren 2012, 2010 und 2007, wobei 2012 mit Abstand den größten Wert hatte. Das Jahr 2016 rangiert hier im mittleren Bereich, wie die Jahre 2015 und 2014. Nahe Null waren bei der geschmolzenen Fläche die Jahre 2013 und 2009, wie auch die Jahre 1997 bis 2000.

  18. Pingback: Go Fossil Free - Kein Geld für Kohle, Öl und Gas - GLS Bank-Blog

  19. Erlösung ist in Sicht!

    Endlich ein Präsident, der sich gegen die Klima Lobby stellt.
    Beraten von unabhängigen Forschern hat es nicht nur kapiert, wie harmlos der anthropogene Anteil an der jüngsten Milderung ist, sondern sich klar gegen die beschämenden Methoden der Klimafanatiker und Transformationslobbys gestellt.

    Europa wartet noch, naja, Merkel wird ja auch nicht ewig und dann hat auch das PIK seine korrupten Machenschaften verwirkt. Die Forschung und die Welt wird befreit aufatmen, leider wird die Klimawissenschaft nachhaltig darunter leiden und sie tragen große Mitschuld, Rahmstorf!

    • Sandra T: „Erlösung ist in Sicht!“

      Es klingt wie Satire. Was hilft eigentlich, wenn große Teile der Bevölkerung einfach geistig wegtreten, irgendeinen Schmarrn glauben und für Argumente nicht mehr erreichbar sind?

    • Interessant. Klimafanatiker also. Behaupten Sie damit jetzt, dass alle meteorologischen Institute und Gesellschaften der Welt „Fanatiker“ wären? An nahezu allen Universitäten der Welt gehört in der Meteorologie die anthropogene globale Erwärmung (in groben Grundzügen, wenn man dieses Thema nicht vertiefen will) zum Lehrplan. Und warum? Weil sie inklusive CO2 als Hauptantrieb bewiesen ist. Details, z.B. wie gefährlich sie genau ist, sind in der Diskussion.
      Da ja eine erstaunliche Anzahl von Trumps Aussagen gelogen sind (von Trumps lange vertretener Behauptung, Obama sei Muslim, bis hin zur angeblichen Anzahl der Anwesenden bei Trumps Inaugurationsfeier), verstehe ich auch nicht, warum man gerade Trump bei irgendetwas Glauben schenkt.
      Ihre Einlassung liest sich wie die eines Kreationisten gegen die Evolutionstheorie. Die Evidenzlage ist vergleichbar.

    • Interessante Argumentationen.
      Ist mit „jüngster Milderung“ gemeint, dass sich die Tageshöchsttemperaturen am Persischen Golf immer öfter 50°C im Schatten nähert, es also dort endlich mal nicht mehr so schruppig kalt ist?
      Weltweit werden seit ca. 150 Jahren jahrein jahraus die Lufttemperaturen notiert. Besonders in den letzten 40 Jahren ist da ein ziemlich kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen. Das alles sollen Daten sein, die auf Betreiben des PIK gefälscht wurden?
      Apropos PIK: Das Institut gibt es seit gerade mal 25 Jahren. Wer hat vor 1992 die weltweite Fälschung der Temperaturdaten organisiert? Die SED?

  20. Ich kann zum Teil nur Kopfschütteln, wenn ich mir manche Kommentare hier durchlese. Die Temperatur könnte jetzt noch 20 Jahre weiter steigen und wir würden genau die gleichen Kommentare von bestimmten Leuten hier lesen.

    Es ist immer das gleiche:
    Entweder wird versucht die Realität kleinzureden („war ja ein El-Nino-Jahr“ – Na und? Es war aber wärmer als alle früheren El-Nino-Jahre, d.h. es wird wärmer *facepalm*), oder die Auswirkungen („Warmes Klima ist ja wohl besser“ – sagt das mal denen, die heute schon dort lebt wo es sauheiß ist *facepalm*) oder oder oder…

    Ich weiß gar nicht was passieren müsste, damit diese Leute einsehen würden, dass wir so nicht dauerhaft weitermachen können, weil die Karre immer tiefer in den Dreck rutscht…

    • Man muss in der Debatte fein säuberlich unterscheiden. In beiden Lagern gibt es nämlich Hysteriker/Alarmisten und solche, die sachlich wissenschaftlich arbeiten. Dass die Skeptiker oft Cherry Picking betreiben ist sicherlich richtig, auf der anderen Seite wird auch gelogen, wie gerade von einem Whistleblower kundgetan:
      http://www.washingtontimes.com/news/2017/feb/5/climate-change-whistleblower-alleges-noaa-manipula/

      Des weiteren bezweifelt niemand, dass sich das Klima ständig wandelt und es in den letzten 40 Jahren z. B. in Europa wärmer geworden ist. Dass die zugrunde liegenden Mechanismen kaum verstanden sind (Wolkenbildung, Winde) bzw. äußerst schwer zu modellieren sind, ist auch Fakt. Ich komme selbst aus der meteorologischen numerischen Modellierung – die Modelle sind oft instabil (i. e. kleine Änderungen der Eingangsparameter und Kalibrierung erzeugen komplett andere Ergebnisse – auch algorithmisch gibt es bei so langwierigen Berechnungen große Schwierigkeiten). Deshalb wundert es nicht, dass Vorhersagen der IPCC ordentlich danebengelegen sind und mittlerweile x-fach korrigiert worden sind.

      Ad Regionen wo es sauheiß ist: Die Sahara war einmal üppig bewachsen vor ca 5000 Jahren. Sie ist zu einer Wüste geworden, das Ökosystem ist zusammengebrochen, ganz ohne menschliches zutun. Es gehört auch zum Menschsein, seinen eigenen Fußabdruck vollkommen zu überschätzen.

      Völlig getrennt davon ob CO2 böse ist oder gut, ist das Thema Umweltschutz zu sehen. In dieser Hinsicht bin ich, obwohl von CO2 als Bösewicht und den Modellrechnungen überhaupt nicht überzeugt, für ein radikales Umdenken und z. B. das Abschaffen von Diesel PKWs.

      Durch die diversen Klimaabkommen passiert momentan genau das Scheinheiligste: Die Europäer kaufen sich ElektroSUVs und Beenden den Kohleabbau, der ganze Dreck zur Gewinnung der Rohstoffe und Produktion wird in Indien/China/sonstwo in die Luft geblasen.

      • Was die NOAA-Daten angeht sind Sie da leider klassischer fake news seitens der Klimaleugner aufgesessen, siehe z.B.
        New Scientist: https://www.newscientist.com/article/2120983-new-talk-of-warming-pause-just-another-faux-climate-controversy/
        Oder meinen Kommentar bei Realclimate: http://www.realclimate.org/index.php/archives/2017/02/fake-news-hacked-mail-alternative-facts-thats-old-hat-for-climate-scientists/
        oder Gavin Schmidt von der NASA dazu: http://www.realclimate.org/index.php/archives/2017/02/serving-up-a-noaa-thing-burger/
        Dass der IPCC auch nicht unfehlbar ist sondern sich bei bestimmten Entwicklungen korrigieren musste, weil u.a. Meeresspiegelanstieg und Eisschmelze deutlich rascher als erwartet ablaufen, steht auf einem anderen Blatt – dabei handelt es sich jedenfalls nicht um bewusste Täuschung, sondern einen Hang zum Konservativen durch das Konsensprinzip und die traditionelle Vorsicht von Wissenschaftlern.

      • Ich bin ab und zu – wenn hier nichts los ist – auf „eike-klima“ und „science-skeptical“ und sehe da niemanden, der „sachlich wissenschaftlich arbeiten“ würde.

        Bei Eike können einige die Navier-Stokes-Gleichung im Kopfstand rückwärts auf den atypisch verschlungenen Gartenschlauch anwenden; bei denen hat jedoch keiner jemals verstanden, wie der Wissenschaftsprozess wirklich funktioniert.

        ScienceSkeptical ist die Domäne der Partialanalytiker, die greifen sich heraus, was gerade ins eindimensionale Konzept passt. Die sind kognitiv nicht in der Lage, von einem System ein konsistentes Gesamtbild zu erzeugen.

        Allen gemeinsam ist das systematische Abschieben jeglicher Verantwortung. Schrecklich diese Ideologisierung, die jede Form von argumentativer Differenzierung dauerhaft verhindert.

        Wären in der Geschichte der Menschheit alle so dekonstruierend negativ gewesen, würden wir heute noch auf Bäumen hausen!

      • @Plinius: „Die Sahara war einmal üppig bewachsen vor ca 5000 Jahren. Sie ist zu einer Wüste geworden, das Ökosystem ist zusammengebrochen, ganz ohne menschliches zutun. Es gehört auch zum Menschsein, seinen eigenen Fußabdruck vollkommen zu überschätzen.“

        Ich interessiere mich ausschließlich für die Argumentation. Mal ein Beispiel, es gab auch schon vor dem Menschen Waldbrände. Kann man daraus die Schlussfolgerung ziehen, dass man den Einfluss des Menschen auf Waldbrände überschätzt? Ich finde ihre Argumentation schon bemerkenswert. Sie beruht auf dem Prinzip, wenn Ursache A häufig die Folge C hatte, dann kann B kaum noch Ursache von C sein.

        • Da haben Sie recht. Im übrigen ist der Mechanismus, durch den die Sahara vor 5000 Jahren zur Wüste wurde, durchaus verstanden. Das liegt am Präzessionszyklus der Erdbahn, einem der Milankowitsch-Zyklen mit einer Periode von 23.000 Jahren. Man sieht z.B. in Proxydaten aus der Region, dass der Wechsel von feucht zu trocken in der Sahara in der Erdgeschichte regelmäßig mit einer Periode von 23.000 Jahren wiederkehrt. Das gilt auch in anderen Monsunregionen und liegt einfach daran, dass die Stärke des Monsuns von der Größe der Differenz zwischen Sommer- und Wintertemperaturen abhängt, und genau diese wird durch den Präzessionszyklus moduliert. Das Austrocknen der Sahara im mittleren Holozän passiert übrigens auch in den Klimamodellen, wie wir am PIK schon 1999 gezeigt haben (siehe Spektrum-Artikel von damals). Genau mit denselben Klimamodellen, mit denen auch die moderne globale Erwärmung korrekt wiedergegeben wird – die aber eindeutig vom menschlichen Einfluss dominiert wird. Die Behauptung, der menschliche Fußabruck werde vollkommen überschätzt, ist einfach nur dies: eine Behauptung. Irgendeinen Beleg hat Plinius dafür leider nicht vorgebracht.
          Ich erinnere in diesem Zusammenhang nochmals daran, dass dies ein Wissenschaftsblog ist – mit Lesern, die den Dingen gerne auf den Grund gehen wollen. Einfach irgendwelche Behauptungen in den Raum zu werfen bringt die Diskussion nicht weiter und verschwendet die Zeit unserer Leser. Wenn Sie etwas zu sagen haben: bitte mit Argumenten und Belegen!

  21. Pingback: »Sie kriegen weniger Parklücken. Aber mehr Respekt.« – Klimarelevant – Konsequenz Klimawandel.

  22. Dass die globale Erwärmung nicht linear abläuft, sondern in „Treppenstufen“, wurde inzwischen verschiedentlich festgestelllt, auch von Dr. Kevin Trenberth, einem der wohl bekannten Klimaforscher. Dies ist hier in einem pdf-Dokument zum download dargestellt:
    http://www.climatestairs.de/
    Der Autor des pdf-Dokuments sieht Korrelationen mit verschiedenen Phänomenen, wie El Nino und Sonnenaktivität, ist aber offensichtlich Laie und bittet die offizielle Klimaforschung um Klärung dieser Treppenstufen.
    Gibt es dazu Studien oder Erklärungsmodelle?

    • Wenn Sie einen linearen Trend mit Zufallsschwankungen überlagern, sieht das Resultat oft wie „Treppenstufen“ aus, also wie Phasen rascher Erwärmung mit Plateaus dazwischen. Das hat einige verleitet, hier einen systematischen Effekt (also mehr als nur zufälliges „Rauschen“) zu sehen, aber mir ist keine Arbeit bekannt, die das statistisch überzeugend belegt hätte oder einen plausiblen Mechanismus dafür angegeben hätte.