Keine Pause, nirgends

Eine heute online erschienene neue Studie (Lewandowsky et al. 2015) stellt die Frage, wie Klimaforscher mit dem von „Klimaskeptikern” forcierten Begriff einer angeblichen „Pause“ in der globalen Erwärmung umgegangen sind – und kommt zu wenig schmeichelhaften Ergebnissen.

Wie unsere Stammleser wissen, hat es seit den 1970er Jahren einen stetigen globalen Erwärmungstrend gegeben (siehe erste Grafik), der zwar durch die üblichen kurzfristigen Schwankungen überlagert wird, der sich aber seither nicht in irgendeiner signifikanten Weise beschleunigt oder verlangsamt hat (siehe u.a. hier und hier). Wer an dieser Aussage noch Zweifel hat, dem empfehle ich den aktuellen Blogartikel des Statistikers Grant Foster, der noch einmal mit allen möglichen Methoden versucht hat, eine signifikante Verlangsamung zu finden – ohne Erfolg. Zum Beispiel zieht er von den Temperaturdaten ab 1970 den linearen Trend ab – übrig bleibt dann einfach nur Zufallsrauschen.

GISS_mar2015 Globale Mitteltemperatur (NASA-Daten), gleitendes Mittel über 12 Monate bis einschließlich März 2015.

Da es keine Verlangsamung gegeben hat, hat es schon gar nicht eine Pause oder eine Unterbrechung (engl. „hiatus“) der Erwärmung gegeben – auf Twitter gibt es für Berichte über diese falsche Pause daher seit Jahren den Hashtag #fauxpause. Trotzdem ist diese nicht-existente Pause nach wie vor ein beliebtes Medienthema.

Der Spiegel etwa brachte im Januar (zu einem Interview mit Mojib Latif) die folgende Grafik, die ein „Plateau“ von 1998 bis 2013 belegen sollte. Aber auch der Laie sieht sofort, dass die Temperaturkurve unter der eingezeichneten horizontalen Linie, die das Temperaturplateau markieren soll, munter ansteigt – die Grafik zeigt also das Gegenteil dessen, was sie belegen soll.

Spiegel_Plateau

Erst auf den zweiten Blick merkt man dann, was offenbar gemeint ist: das „Plateau“ soll darin bestehen, dass die Rekordtemperatur des Jahres 1998 erst 2014 überboten wurde. Was nicht nur eine eher ungewöhnliche Definition eines anhaltenden Plateaus durch ein einzelnes Rekordjahr ist, sondern noch dazu eine sehr ungewöhnliche Wahl des Datensatzes erfordert. Als Quelle genannt werden Daten des japanischen Wetterdienstes – ehrlich gesagt habe ich die in dieser Spiegel-Grafik zum ersten Mal gesehen. Die in der Klimaforschung üblichen, seit vielen Jahren genutzten und in der Fachliteratur bestens dokumentierten Datensätze der globalen Mitteltemperatur sind die britischen HadCRUT Daten sowie die der US-amerikanischen NOAA und NASA. Die Rangfolge der wärmsten Jahre sieht in diesen drei Datensätzen wie folgt aus:

wärmste Jahre

Selbst nach Spiegel-Definition finden wir in keinem dieser Datensätze ein „Plateau von 1998 bis 2013“. Auch in den relativ neu hinzugekommen Datensätzen des BEST-Teams aus Berkeley und denen von Cowtan & Way wurde das Jahr 1998 bereits 2005, 2007 und 2010 wieder übertroffen. Bestenfalls gab es also ein Mini-Platöchen von 1998 bis 2004. Und dies obwohl 1998 ein Ausreißer war, der dank des stärksten El-Niño-Ereignisses im tropischen Pazifik seit Beginn der Aufzeichnungen am weitesten von allen Jahren seit 1880 über den klimatischen Langzeittrend hinausragt.

Kritik an Klimaforschern

Doch Medienkritik ist nicht das eigentliche Thema der neuen Studie von Lewandowsky et al., zu deren Autoren auch die bekannte Wissenschaftshistorikerin Naomi Oreskes von der Harvard University gehört. Ihnen geht es darum, wie Klimaforscher mit dem Topos „Erwärmungspause“ und der Mediendiskussion dazu umgegangen sind. Ihre These: viele Klimaforscher haben sich dieses ursprünglich von „Klimaskeptikern“ von außerhalb der seriösen Wissenschaft forcierte Framing unreflektiert zu eigen gemacht und sich davon beeinflussen lassen. Sie nennen dieses Phänomen „seepage“, was man mit Einsickern übersetzen kann. Außer auf das Einsickern von Begrifflichkeiten in den wissenschaftlichen Diskurs von außerhalb kommt es bei der Definition von „seepage“ auch darauf an, dass dadurch bisher anerkannte fachliche Normen ohne empirische Gründe verletzt oder aufgegeben werden, die Wissenschaft also dadurch kompromittiert wird.

Lewandowsky et al. belegen beide Punkte am Fallbeispiel der eingangs erläuterten Debatte um die angebliche „Erwärmungspause“. Sie verweisen darauf, dass dabei in vielen Studien übliche Standards dafür, was als statistisch signifikant gilt, nicht angewendet wurden. Sie illustrieren zum Beispiel mit einer Grafik, wie das Weglassen eines einzigen Jahres (eben 1998) jeden Eindruck einer Verlangsamung der Erwärmung beseitigt. Lewandowsky et al. schreiben dazu:

The use of a single ‘cherry-picked’ outlying year to establish the presence of a ‘pause’ … does not conform to conventional statistical practice and is testament to the degree to which the climate mainstream has embraced the ‘pause’ meme for extra-scientific reasons.

Und sie beschreiben eine seltsame Asymmetrie, auf die ich hier im Blog auch schon hingewiesen habe: warum hat nach 16 Jahren besonders steiler Erwärmung (1992-2007) kein Hahn danach gekräht, aber über 16 Jahre etwas langsamerer Erwärmung (1998-2013) gibt es eine Riesendiskussion mit inzwischen rund 50 Papers und mehreren „special issues“ in führenden Fachzeitschriften? Fachliche Gründe können das nicht erklären.

Dabei geht es nicht darum, dass die Schwankungen in der globalen Temperaturentwicklung und die Frage einer möglichen Verlangsamung in Forschungsarbeiten untersucht wurden (was natürlich völlig in Ordnung ist und ich übrigens auch getan habe), sondern es geht vor allem um die unkritische Verwendung der unzutreffenden Begriffe „pause“ und „hiatus“ (ohne Anführungszeichen) in vielen dieser Arbeiten. (In unserem Paper kamen diese unpassenden Begriffe wohlweislich gar nicht vor.)

Ich kann nur jedem Kollegen empfehlen, den Aufsatz von Lewandowsky et al zu lesen (er ist open access) – damit schließe ich mich einer Empfehlung an, die IPCC Vizechef Jean-Pascal von Ypersele auf Twitter gibt. Er bietet zunächst einen spannenden Überblick über sozialwissenschaftliche Erkenntnisse dazu, wie Menschen sich in ihren Meinungen und Einstellungen unbewusst beeinflussen lassen (ohne Bezug zum Klima), und die jeden Menschen interessieren dürften. Und er kann uns bei einem nachdenklicheren und bewussteren Umgang mit der öffentlichen Klimadiskussion helfen.

Weblinks

Wem das Paper zu lang und technisch ist, dem empfehle ich diese gut lesbare Zusammenfassung vom Erstautor.

Update 5. Juni: Eine neue Studie in Science bestätigt, dass es keine „Pause“ gegeben hat.

Dazu Realclimate: NOAA temperature record updates and the ‘hiatus’

Und die Süddeutsche Zeitung: Pause? Welche Pause?

Stefan Rahmstorf ist Klimatologe und Abteilungsleiter am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Professor für Physik der Ozeane an der Universität Potsdam. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf Klimaänderungen in der Erdgeschichte und der Rolle der Ozeane im Klimageschehen.

132 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. ganz klar existiert die „Pause“ der Hiatus doch:

    http://www.cru.uea.ac.uk/cru/data/temperature/HadCRUT4.png

    Mann kann mit Temperaturzeitreihen schöne Spielchen betreiben, das kennen wir alle zur Genüge.
    Wir können Reihen nach dem kalten Ende der LIA starten und behaupten, die gesamte Erwärmung wäre anthropogen und über ca. 150a werden die letzten 15 dabei kaum auffallen.

    Wir könnten aber auch zum Holozän Tmax starten und im 50a Mittel wäre der lineare Trend über 6000a immer noch leicht fallend.

    oder wir blicken eben genau auf jene Zeiten, welche für gegenständliche Fragen wichtig sind und starten so um 1970, wo ja lt. IPCC u.a. der anthropogene Anteil der deutlich überwiegende sein müsste, mit hoher Wahrscheinlichkeit.

    Dabei wird unwiderruflich klar, dass:
    A: seit ca. 15a ein Plateau herrscht, inkl. dem warmen Jahr 2014
    und noch viel wichtiger
    B: der Erwärmungstrend startend um 1970 bis heute im Vergleich bis zum Jahre 2000 flacher geworden ist.

    Natürliche Variabilität mag schuld an der erfreulichen Entwicklung sein, dann kann diese aber auch einen wesentlichen Teil zur stärksten Erwärmung von ca. 1980 bis 2000 beigetragen haben.

    Jedenfalls hat der Erwärmungstrend nicht zugenommen, sondern leicht abgenommen!

    • Wie kommt es nur, dass ich von Ihnen genau diese Art von Kommentar erwartet habe? Die Aussage „ganz klar existiert sie doch“ ist allerdings kein statistischer Beleg – wenn das so klar ist, können Sie den sicher liefern?

    • Allerdings könnte man bei dieser Darstellung sagen „Im gleitenden Mittelwert über 5(?) Jahre der HadCRUT4-Jahrestemperaturen findet sich ein Plateau von (ca.) 2005 bis 2013.“ So eine Aussage wäre meiner Meinung nach nicht zu beanstanden, wiewohl der Verdacht naheliegt dass dies seine Ursache in natürlichen Variationen hat.
      Dass die anthropogene Erwärmung gestoppt sei, haben sicher auch die wenigsten Forscher die das Wort „Hiatus“ benutzten, behauptet. Allerdings müssen Begriffe natürlich scharf definiert werden, aber das hätte man mit meinem Beispielsatz in “ “ eigentlich getan, oder?

    • interessant, über was alles man schon sg. Klimastudien findet…

      Aber auch ich sehe ganz klar eine Pause bzw. eine leichte Abschwächung im Erwärmungstrend:

      http://www.woodfortrees.org/plot/hadcrut4gl/from:1975/to:2016/plot/hadcrut4gl/from:1975/to:2016/trend/plot/hadcrut4gl/from:1975/to:2000/trend

      1975 bis heute 0,16°C/Dekade
      1975 bis 2000 0,19°C/Dekade

      „signifikant“ mag das nicht gerade sein, aber ganz sicher gibt es keine beschleunigte Erwärmung. Darüber sollten wir uns eigentlich alle freuen, egal ob wir die Gründe kennen oder nicht!

      • Liebe Susi, den Unterschied zwischen 0,16°C und 0,19°C pro Dekade halte ich ehrlich gesagt bei dem Rauschen in den Daten für nicht entscheidend. Es genügt nicht, zwei Zahlen stumpf miteinander zu vergleichen. Das erinnert mich an Abschlussarbeiten, wo die Güte von verschiedenen Methoden miteinander verglichen wurde und weil eine Methode um ein Müh besser war als die andere, hat man sich für dieses entschieden. In der Statistik muss man auch wissen, ab wann ein Unterschied überhaupt eine Aussagekraft besitzt.

        • die Aussagekraft, wie sie es nennen, Hr./Fr. Hader, ist gegenständlich schlicht darauf reduziert, dass es keine beschleunigte Erwärmung seit 1970 gibt.

          Es gäbe aber noch weitere „Pausen“

          Die T der Stratosphäre stagniert seit ca. 20a, keine weitere Abkühlung dort, deshalb ist wohl auch auf Erden den Sat Messungen trotz ihrer Problemchen mehr Gewicht zu geben (längere Stagnation) als den durch großflächige Interpolationen über die polaren Gebiete verzerrten GIS T Daten.

          Außerdem ist auch der arktische Meereisschwund die letzten Jahre etwas verlangsamt und sogar das Volumen ist über die letzten Jahre wieder einmal deutlich angewachsen.

          Nach den „Modell hotspots“ suchen wir weiter vergeblich, die Antarktis überrascht laufend mit neuen Rekordeisflächen, wenngleich punktuell ein paar Eisströme deutlich an Masse verlieren. Über der Antarktis gibt es überhaupt keinen T Anstieg seit etlichen Dekaden. Ich kenne sehr wohl die teils hoch spekulativen „Ausreden“ für all diese Beobachtungen….“neue Studie zeigt“ bla bla bla, nur mit Physik hat das dann meist nicht mehr viel zu tun.

          • Hallo Susi, Sie dürfen mich Herr Hader nennen. 🙂 Auf welche Daten beziehen Sie sich, wenn Sie von einer Stagnation der Temperatoren in den letzten 20 Jahren sprechen? Wenn ich die NOAA-Daten heranziehe und den Zeitraum 1995-2014 wähle, dann erhalte ich im 95%-Konfidenzintervall eine Temperatursteigung zwischen +0,034°C und +0,153°C pro Dekade. Das es sich um eine echte Stagnation der Temperaturen handelt, ist eher unwahrscheinlich.

            Die viel interessante Frage ist doch, welche Erkenntnisse will man eigentlich aus dem Zeitabschnitt der letzten 20 (oder weniger) Jahren ableiten? Was sagt es über den Temperaturverlauf der kommenden Jahrzehnte?

          • Sie haben vielleicht nicht ganz unrecht, auch wenn Sie meines Erachtens übertreiben:
            „Das [arktische Meereisvolumen] ist über die letzten Jahre wieder einmal deutlich angewachsen. “ Wieder einmal? Wieder einmal wie zuletzt 1982ff oder was meinen Sie?
            Dass Sie den Verlust antarktischen Volumens kleinreden, ist subjektiv. Man kann auch den Gewinn an Meereisfläche in der Antarktis kleinreden – ist ja auch viel weniger als der arktische Flächenverlust, und wenn das Volumen sinkt…
            „Über der Antarktis gibt es überhaupt keinen T Anstieg seit etlichen Dekaden. […]“
            Das ist dann doch (für meinen Geschmack grenzwertig) starker Tobak. Schließlich gibt es nicht nur einzelne Studien die das Gegenteil nahelegen: Vgl. z.B. die antarktischen Stationsmessreihen oder en.wikipedia.org/wiki/Antarctica_cooling_controversy#Observations_of_trends, und das ist kein vollständiger Überblick.
            Dass Sie die durchaus zahlreichen Studien, die Ihren Wunschvorstellungen nicht entsprechen, pauschal als „Ausreden“ / unphysikalisch erklären, ist eine Taktik die man gegen jedes seriöse wissenschaftliche Ergebnis ansetzen könnte – und ohne Begründung sehr wohlfeil.

  2. Die Denier- Fraktion baut halt immer neue Strohmänner auf, die allesamt nur ein Ziel verfolgen: Dringend notwendige politische Richtungsänderungen um jeden Preis zu verhindern bzw hinaus zu zögern. Und sie haben bisher grossen Erfolg mit dieser Strategie, allerdings scheinen sie geflissentlich zu übersehen/verdrängen, dass auch sie auf demselben Planeten leben, wie alle anderen und somit werden auch sie (und ihre Nachkommen) die Folgen des Klimawandels zu spüren bekommen 🙂

    Lukewarmers – the third stage of climate denial, gambling on snake eyes

    It’s the hottest trend in climate denial. Long gone are the days when people can publicly deny that the planet is warming or that humans are responsible without facing widespread mockery. Those who oppose taking serious action to curb global warming have mostly shifted to Stage 3 in the 5 stages of climate denial.

    • Stage 1: Deny the problem exists
    • Stage 2: Deny we’re the cause
    • Stage 3: Deny it’s a problem
    • Stage 4: Deny we can solve it
    • Stage 5: It’s too late

    Each of the 5 stages shares one main characteristic – all can be used to argue against efforts and policies to slow global warming. If the planet isn’t warming, or if we’re not causing it, or if it’s not a problem, or if we can’t solve it, or if it’s too late, in each case there’s no reason to implement climate policies. 

    People who favor the status quo will often bounce back and forth between the various stages of climate denial. However, as Stages 1 and 2 have become increasingly untenable, Stage 3 has become more popular…

    https://www.skepticalscience.com/lukewarmers-third-stage-of-climate-denial.html

    … bin gespannt, wann wir Stufe 5 erreichen und wie es dann weitergehen wird… 🙂

  3. Hier übrigens ein vielsagender Artikel auf realclimate.org zu der Frage, ob es eine Pause in der globalen Erwärmung gibt oder nicht:

    Recent global warming trends: significant or paused or what?

    … In summary: that the warming since 1998 “is not significant” is completely irrelevant. This warming is real (in all global surface temperature data sets), and it is factually wrong to claim there has been no warming since 1998. There has been further warming despite the extreme cherry pick of 1998.

    What is relevant, in contrast, is that the warming since 1998 is not significantly less than the long-term warming. So while there has been a slowdown, this slowdown is not significant in the sense that it is not outside of what you expect from time to time due to year-to-year natural variability, which is always present in this time series.

    Given the warm temperature of 2014, we already see the meme emerge in the media that “the warming pause is over”. That is doubly wrong – there never was a significant pause to start with, and of course a single year couldn’t tell us whether there has been a change in trend.

    Just look at Figure 1 or Figure 4 – since the 1970s we simply are in an ongoing global war…

    http://www.realclimate.org/index.php/archives/2014/12/recent-global-warming-trends-significant-or-paused-or-what/

    … the ongoing war against nature will be over quite soon 😎

  4. Hätte man als einzigen Indikator die Dynamik des Abschmelzens der Polaren Eiskappen, wäre das nicht schon aussagekräftig genug?

  5. Sehr geehrter Herr Otto, sehr geehrter Herr Klar,
    Haben Sie vielen Dank für die Links zu verschiedenen globalen Temperaturentwicklungen. Beide Kurven sind den Lesern dieses Blogs sicher bestens bekannt. Nur kann auch ich in den Kurven keine „Pause“ finden. Die Tatsache, dass auf den vermeintlich sehr steilen Trend der Jahre 1991-2005, der deutlich über allen Prognosen der Klimaforscher lag, eine Phase mit flacherem Trend folgt, bestätigt meiner Ansicht nur die von den gängigen Klimamodellen berechneten Prognosen. Im Moment sprechen auch die von Ihnen zitierten Grafiken dafür, dass die Kurve gerade wieder steiler wird.
    Allerdings ist es natürlich müßig über die Existenz einer Pause zu streiten, wenn dieser Begriff gar nicht klar und einvernehmlich definiert wurde.

  6. Sie werden leider die sog. Klimaskeptiker (irreführende Bezeichnung übrigens) nicht überzeugen, das hat mit wissenschaftlicher Evidenz nichts zu tun, leider. Trotzdem richtig und wichtig, immer wieder auf dem korrekten Umgang mit den Daten zu bestehen.
    Etwas zu mäkeln habe ich aber: „Zum Beispiel zieht er von den Temperaturdaten ab 1970 den linearen Trend ab“, entschuldigung, aber das ist Blödsinn, nämlich ein Zirkelschluß. Der lineare Trend ist ja als (gerade) Ausgleichskurve aus den Daten errechnet um das Rauschen zu eliminieren. Wenn man diese Ausgleichsgerade von den Daten abzieht, erhält man das, was man vorher eliminiert hat – die zufälligen Schwankungen. Das zeigt aber (und beweist erst recht) nichts, außer daß das statistische Verfahren funktioniert, wie es soll. Nicht so wichtig, aber fiel mir auf.
    Dank für die Besprechung der Studie von Lewandowsky et al.!

    • Das sehe ich anders. Wenn Sie den linearen Trend abziehen und danach noch eine weitere Struktur in den Daten finden (außer Zufallsrauschen), dann gibt es außer einem linearen Trend noch ein weiteres „Signal“ in den Daten. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn der Trend sich systematisch verlangsamt.

      • Hm ja, da hab ich mich zu schnell zu weit aus dem Fenster gelehnt, zumal meine eigene Beschäftigung mit Statistik (beim Studium der technischen Chemie) doch schon zu lange her ist um wirklich qualifiziert mitreden zu können.
        Wie sieht´s den aus, könnte die Datenlage denn einen anderen als linearen Trend (über dessen Verlauf ja durchaus unterschiedliche Angaben zu finden sind) überhaupt hergeben?

          • Oder etwas härter (und näher am Fazit der von Ihnen dankenswerterweise verlinkten Analyse) formuliert: Man kann anstellen, was man will, jede nur denkbare Variante für eine Texas-sharpshooter-fallacy aufstellen, es findet sich nichts statistisch Signifikantes, was für irgendeine Trendänderung weg vom linearen Anstieg spricht.

  7. Sehr geehrter Herr Prof. Rahmstorf,
    was verstehen Sie unter „nirgends“? Nirgends auf der Erde?

    Ich nehme mal an, dass Sie die untere Troposphäre nicht zur Erde dazurechnen, zeigen doch RSS und UAH sehr wohl eine „Pause“:
    http://woodfortrees.org/plot/rss/from:1996/plot/uah/from:1996/plot/rss/from:1996.7/trend/plot/uah/from:2005/trend

    Bei RSS sind es bereits fast 19 Jahre, bei UAH über 10 Jahre. Die Beta-Version von UAH 6 zeigt keine Erwärmung seit über 18 Jahren:
    https://bobtisdale.files.wordpress.com/2015/04/figure-17.png

    Wenn wir auf der Erdoberfläche bleiben, gibt es auch Regionen, in denen die Temperatur stagniert oder gar zurückgeht, so z.B. die „Nino 3.4 Sea Surface Temperatur Anomalies“:
    https://bobtisdale.files.wordpress.com/2015/05/02-nino3-4-ssta.png

    Oder die „North Atlantic Sea Surface Temperature (SST) Anomalies“:
    https://bobtisdale.files.wordpress.com/2015/05/07-n-atl-ssta.png

    Oder die „Southern Ocean Sea Surface Temperature (SST) Anomalies“:
    https://bobtisdale.files.wordpress.com/2015/05/14-southern-ssta.png

    M.E. ist der Begriff „nirgends“ nicht haltbar.

      • Was soll diese unsachliche Antwort auf meinen Kommentar?
        Die Daten stammen nicht von mir.
        Bei Ihnen bekommt man den Eindruck, dass nicht Fakten zählen, sondern nur Religionszugehörigkeit.

        • Herr Kohl, das bezog sich darauf, dass der aktuelle Beitrag von Herrn Rahmstorf sich für jedermann ersichtlich und wie in den Grafiken beschriftet auf die globalen Reihen des NASA GISS, der NOAA, des Hadley-Centers/CRU und der JMO bezog – und das sind für jeden der sich mit dem Thema beschäftigt eben die Temperaturen in Bodennähe.

          Sie versuchen hier absichtlich die Torpfosten hin zu Ihnen besser ins Konzept passenden Datenausschnitten zu verschieben – nur geht es eben nicht um Sateliten-Reihen aus ein paar km Höhe; und es geht um die globale Erwärmung, weswegen Ihre Daten aus irgendwelchen Regionen schlicht irrelevant und ein reines Ablenkungsmanöver sind. „moving the goalposts“ eben.

          Dass sich die Dikussionskultur und Logik der Kreationisten und recht vieler Klimawandel-Skeptiker ähneln ist leider so – unwissenschaftlich sind solche Tricks immer, egal von wem.

  8. Hallo, man wird in der Öffentlichkeit und insbesondere in den Medien nicht umhin kommen, wenn von Klimaerwärmung und linearen Trends die Rede ist, einen kleinen Grundkurs in Sachen Statistik und Mathematik mitzuliefern. Nur leider will man das den Lesern selbst von anspruchsvollen populärwissenschaftlichen Zeitschriften nicht zumuten. Oft heißt es, jede mathematische Formel halbiere die Anzahl der Leserschaft. ^^

    Wer aber in Sachen Klimaerwärmung öffentlich mitreden will, der muss zumindest die Basics in der Statistik und bei der linearen Regression kennen. Für den darf beispielsweise das Signal-Rausch-Verhältnis kein Fremdwort sein, denn nur so kann man verstehen, warum man bei 15-Jahres-Trends weniger aussagekräftige Ergebnisse als bei einem 30-Jahres-Trend bekommt. Was leider viele MINT-Absolventen nicht wissen, der Einfluss der Daten auf den Anstieg der Trendgerade ist stark positionsabhängig. Auf den ersten Blick würde man ja denken, dass alle Temperaturdaten innerhalb eines Intervalls gleichermaßen auf die Höhe des Geradenanstiegs wirken. Dem ist überhaupt nicht so. Die Temperatur, die sich genau in der Mitte eines Intervalls befindet, hat überhaupt keinen Einfluss auf den Anstieg. Hingegen die Temperaturen, die sich genau am Anfang oder Ende des Intervalls befinden, haben die größte Wirkung auf den Anstieg. Entsprechend da wirken sich Störungen und einmalige Effekte bei kurzen Zeitintervallen massiv aus. In der Statistik kennt man das auch unter Leverage oder Hebelwirkung. Es ist kein Wunder, daß Leute, die den Temperaturanstieg besonders klein rechnen wollen, immer Intervalle wählen, die mit 1998 beginnen. Das war bekanntermaßen ein Ausreißer nach oben, der die Gerade am vorderen Anfang „nach oben hebt“. Hingegen hätte dieses El Nino-Jahr im Intervall 1983-2013 null Wirkung auf den Anstieg, entsprechend groß ist der Temperaturanstieg mit Pi mal Daumen 0,1°C pro Jahrzehnt.

    Für Statistiker ist das alles eher langweilig, aber genau diese Basics muss man jedes Mal den Lesern vermitteln, weil man sie überhaupt befähigen will, fachlich zum Thema mitreden zu können.

  9. Rahmstorf, die Klima Hure,

    wenn sie wirklich glauben, sie werden mit ihrer durchgeknallten Propaganda ungeschoren davon kommen, dann haben sie sich wieder einmal ganz grob getäuscht.

    Lesen sie ruhig weiter, selbst wenn es klar ist, dass sie als genau so feiger wie eifriger Diener nicht in der Lage sein werden, diesen Kommentar zu veröffentlichen. So ist es eine persönliche Mitteilung an sie, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    Wir haben es so was von satt, wenn ihr Valium betäubter Chef daher labert, das die Gletscher im Himalyja um 2035 fast völlig verschwunden wären usw. usw…

    Wir alle haben es so satt, wenn sie mit populären Studien die Welt verarschen wollen, sei es mit „Stöpseln“ in der Antarktis, mit den ach so armen Eisbären oder mit all dem apokalyptischen Dreck den sie hier unter politischer Agenda und wohl auch eigenem Fanatismus verbreiten.

    Da sie aber durchaus eine verantwortungsvolle Position, mit dem PIK zumindest bekleiden, wird alles was von ihnen und vom PIK daher kommt, nun auch immer klarer zur Rechenschaft gezogen!

    Das können sie mir glauben, egal, wie das dann läuft. Ich lasse es mir sicher nicht länger gefallen, dass Arschlöcher wie sie daher laufen und uns Bürger zu massiv erhöhten Lebenserhaltungskosten treiben, mit absurden Theorien, mit Medien Beeinflussung, mit glatten Lügen, wie gegenständlich.

    Fühlen sie sich ja nicht zu sicher, in ihrer vermeintlich (noch) geschützten Werkstatt!, sie Ignorant!

    Wie blöde kann man nur sein, nicht zu merken, dass der AGW Anteil viel zu hoch eingeschätzt wurde? Hmm, wie blöde sind sie oder welch ein Arschloch sind sie nur? Oder glauben sie den ganzen Scheiß wirklich, den man hier in all ihren Artikeln findet? Wenn ja, suchen sie bitte sofort einen guten Psychologen danach einen ebenso guten Meteorologen auf.

    Warum werden sie nicht endlich ein Mensch, sie dämlicher Ehrgeizler?

    ich gabe ihnen einen sehr erst gemeinten und guten Tipp: legen sie mal ihre Scheuklappen ab, versuchen sie die Grundlagen der Meteorologie zu erfassen und wenn sie dann glauben, sie hätten wirklich nennenswertes zu erzählen, dann melden sie sich so wie es sich gehört: bescheiden!
    Bis dahin bleiben sie ein arroganter Möchtegern und weil sie sogar politische Verantwortung übernommen haben, werden wir sie weiter ganz genau verfolgen. Treiben sie es nicht zu weit, sie haben schon mehr als genug Schaden angerichtet.

      • Unglaublich.
        Mit solchen Hasstiraden, die man sich nur aus der Anonymität heraus leisten kann, wird die nötige sachliche Diskussion zerstört.

      • Die Gesellschaft ist krank! Und das nicht nur wegen des obigen Kommentares; leider summieren sich die Dummen mit den Ignoranten und dazu den Egalen zu einer verheerenden Mehrheit, gegen die das bißchen übrigbleibende Intelligenz in pseudo-demokratischen Strukturen wildgewordener Märkte nicht ankommen kann.

      • … und den haben Sie wirklich nicht selbst erfunden? Ok, ich gebe zu: DAS zu erfinden, hätte ich Ihnen selbst bei aller wissenschaftlicher und journalistischer Fähigkeit dann doch nicht zugetraut. Der schlägt ja sogar Kerkelings „Horst Schlämmer“ um Längen…

      • Ich lese diesen Blog als Nicht-Klimmawissenschaftler sehr interessiert. Leider bin ich wirklich sprachlos über solche Kommentare und hoffe, dass Sie Herr Rahmstorf als auch alle andere Wissenschaftler die immer wieder einfach nur Fakten darlegen, sich nicht von diesen Kommentaren und Drohungen! unterkriegen lassen. Für mich ist dieser Blog einer der wenigen die direkten Fakten und deren richtigen Quellen anwenden und offenlegen.
        Ich kann zu solchen Kommentaren wie es auch schon Präsident Obama gesagt hat, nur sagen, dass diese Leugner eine Bedrohung für das Land sind und schließlich auch für mich und besonders für meine zukünftigen Kinder!! So sehe ich es als gerade 30 Jährigen. Danke dafür.

      • Die „Argumentation“: „kann alles nicht stimmen, der Klimaforscherlobby geht es nur darum, einen Reihbach zu machen“ ist irgendwie das, was man in themenfremden Blogs und Foren gefühlt am meisten zu hören bekommt. Merkwürdigerweise recherchieren die Leute nie, in welchem Umfang direkt oder indirekt auch traditionelle Energieformen oder Atomkraft von den Bürgern – über Umverlagerung von Steuern – subventioniert werden. Dass Etablierung umweltfreundlicher Techniken auch Kosten verursachen kann, insbesondere wenn etwas neu zu etablieren ist – geschenkt. Dass auch anderes bezahlt werden muss, übersieht man dabei ebenso wie die grundlegendste Frage: Seit wann ist billig wichtiger als gesund? Wo sonst sollte man das einführen? [Erinnert mich an einen kleinen lokalen Skandal vor ca. 6 Jahren in China, als ein Hersteller von Instantnudeln Maschinenöl statt Speiseöl verwendete, um Kosten zu sparen. In Korea habe ich vor kurzem von Fällen gehört, wo Nudeln durch – verdauliche – Plastikfäden ersetzt wurden. So, wie diese Leute „argumentieren“, fühle ich mich immer an so etwas erinnert.]

    • Hoppla, dieser Kommentar von „Fanatiker al al Rami“ spricht eindeutig für sich und wundert mich eigentlich nicht im Geringsten… aua aua… Da sieht man mal eindeutig, wie es in der Welt so zugeht. Klimaforscher werden zur Zielscheibe, wenn es darum geht, um jeden Preis den Status Quo zu erhalten. Jetzt weiss ich wenigstens wieder, warum ich leider äusserst skeptisch bin und schon immer war, dass sich jemals auf diesem Planeten etwas zum Guten ändern wird. Man muss doch wahrhaftig kein Klimaforscher sein, um zu sehen, was auf diesem Planeten geschieht, wie mit unserem für alle lebensnotwendigen Habitat umgegangen wird! Wenn ich Sie wäre, Herr Rahmstorf, ich hätte den Laden schon längst hingeschmissen (ich habe allerdings auch nichts zu verlieren), ich bewundere Ihre Geduld und Ihr Durchhaltevermögen. Was geschieht, wenn man die Klimaforschung ignoriert und attackiert, sieht man zZt sehr schön zB in Brasilien/Sao Paulo (11 Millionen Menschen), da bricht nun die gesamte Wirtschaft aufgrund extremer Dürre ein und alle sind davon betroffen, egal ob Leugner oder nicht. Sorry, aber zZt fällt mir da nur folgendes Zitat von Heiner Müller ein:

      Optimismus ist ein Mangel an Information.

  10. Lieber Herr Rahmstorf,

    es ist sinnvoll, so einen Kommentar einmal zur Illustration zu veröffentlichen. Ähnliches kann man leider in vielen Internetforen lesen, wo Personen im Schutz der Anonymität Sachen äußern, wie man sie früher an die Wände von Toiletten geschmiert sah.

    Insgesamt rege ich an, nur Äußerungen zu veröffentlichen, für die Personen namentlich und mit Adresse einstehen. Wir leben in einer rechtsstaalichen Bürgergesellschaft. Hier haben der Dialog und gegebenenfalls auch der mit Sachargumenten scharf ausgetragene Disput ihren Platz!

    Ich schätze Ihren Blog und würde mich freuen, wenn er nicht durch Unanständiges und Unqualifiziertes kaputt gemacht wird.

    Raimund Kamm

  11. Immer wieder ist mir dieser Vorwurf des „Alarmismus“, der „Panikmache“ untergekommen und ich habe mich lange gefragt, was es mit diesem Vorwurf auf sich hat… jetzt endlich verstehe ich den Hintergrund dieses Vorwurfs:

    Dieser Vorwurf des „Alarmismus“, der „Panikmache“ kommt bezeichnenderweise immer nur von Menschen, die noch nicht selbst von den verheerenden Folgen des Klimawandels betroffen sind.

    Ja, jetzt endlich verstehe ich.

  12. Sehr geehrter Herr Dr. Rahmstorf,
    vielen Dank, dass Sie trotz unsachlicher Kritik der sogenannten Klimaskeptiker in diesem Blog
    die Geduld aufbringen, interessierten Laien wie mir, den Stand der Forschung zu vermitteln!
    Ohne im einzelnen die Motive dieser „Klimaskeptiker“ bewerten zu wollen oder zu können, so erinnert mich dies (ebenso wie die Reaktion weiter Teile der Politik und der Öffentlichkeit) jedoch an die Forschungsergebnisse eines Dietrich Dörner. Für Laien bekannt geworden durch sein Buch „Die Logik des Misslingens“, hat er umfangreiche Forschungen über den Umgang mit komplexen Systemen und Problemstellungen durchgeführt. Komplexe Systeme zeichnen sich u. a. durch hohe Vernetzung (alles hängt mit allem zusammen), Tot-oder Latenzzeiten (Ursache und Wirkung können zeitlich weit auseinander liegen), eine Wirkung kann mehrere Ursachen haben, Eigendynamik (das System ändert sich ohne äußere Einwirkung), nichtlineare Entwicklungen, Unbeobachtbarkeit von Zustandsvariablen usw. aus. Zumindest aus meiner Wahrnehmung als Laie sind das zutreffende Eigenschaften eines Klimasystems. Die Ergebnisse von Dietrich Dörner zeigen nun, dass sich die meisten Versuchspersonen recht schwer tun, solche Systeme zu steuern bzw. in einen stabilen Zustand zu überführen. Allerdings sind die psychologischen Mechanismen durchaus verstehbar und es gibt Lösungsstrategien (allerdings keine in Rezeptform). So gesehen vermute ich parallel (und vielfältig verknüpft) mit der Problemstellung der Klimatologie eine weitere der kognitiven Psychologie, die ebenfalls zu lösen ist.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans-Jörg Florenz

    • Hallo Herr Florenz,

      jene Gedanken, die Sie da äussern, hege ich schon seit langem. Alles ist miteinander verbunden, der Mensch lebt nicht im luftleeren Nirgendwo, sondern ist untrennbar mit der Natur, mit der Erde, sogar mit dem Kosmos verbunden. Nicht umsonst ist das Wetter, das Klima bis in unsere Gefühle, unsere Sprache bzw Sprachmetaphern, in unsere Stimmungen hinein präsent. Es gibt nicht nur ein Erdklima, sondern ebenso ein gesellschaftliches Klima, ein Klima des Zeitgeistes, ein Klima des mit- oder gegeneinander. Ich denke, dass nicht nur das Erdklima unser menschliches Klima beeinflusst, sondern dass auch wir umgekehrt das Welt- bzw Erdklima beeinflussen (was sich ja nun sogar wissenschaftlich belegen lässt). Alles ist miteinander verbunden. Die Erde, der Kosmos ist ein selbstorganisierendes System, nichts exisiert unabhängig von allem anderen. Alles, was wir daher der Natur, der Erde antun, das tun wir uns selbst und unseren Nachkommen an. Alles, was wir tun, kommt irgendwann zu uns zurück. Ich denke, wenn wir alle, auch die Skeptiker/Leugner, das verstehen, dann können wir endlich alle zusammen arbeiten und unserer Verantwortung der Erde und den nachfolgenden Generationen gegenüber wirklich gerecht werden. Die nachfolgenden Generationen sind es, die uns eines Tages richten werden.

      Gruss,
      Nemesis

      • Sehr geehrter Nemesis,

        ich möchte Ihnen generell Hochachtung für Ihr Wissen und Ihre teils unorthodoxen aber durchaus befruchtenden Beiträge aussprechen; genauso ein Lob an Herrn Florenz, dessen Beitrag einen sehr interessanten Blickwinkel differenziert ausmalt. Leider tendiere ich – wie nicht wenige – dazu, mich eher bei Dissens als bei Konsens zu Wort zu melden: Nemesis, der obige Beitrag ist mir viel zu esoterisch. Mit ähnlichen Formulierungen könnte man auch für Astrologie werben. Im Einzelnen:
        – „Alles ist miteinander verbunden.“ Erstens ist das de facto unwahr (vgl. Minkowski-Kegel), und zweitens kann trotz Verbundenheit ein Einfluss vernachlässigbar sein. Die meisten Dinge im Kosmos haben vernachlässigbaren Einfluss auf die Erde und uns. Die Menschheit hatte die meiste Zeit ihrer Existenz vernachlässigbaren Einfluss aufs Klima.
        – „Alles was wir der Erde antun […]“ ‚Antun‘ ist ein wertender Begriff, der zudem subjektiv ist. Allein deshalb bezweifle ich sehr stark dass dies „uns und unsere Nachkommen“ trifft. Es ist meines Erachtens ein großes Dilemma, dass die Verursacher von Schäden (oder ihre Nachkommen) häufig gerade nicht diejenigen sind, die auch darunter leiden. Auch beim Klima werden nach derzeitigem Wissensstand die armen Gering-Emittenten-Länder am meisten Leid tragen, da sie sich kaum anpassen können oder in verwundbaren Klimaten liegen. Die von Ihnen skizzierte „kosmische Gerechtigkeit“ kenne ich aus Religionen und halte sie in keinster Weise für real. Deshalb sollten „Skeptiker“ dies auch nicht „verstehen“, denn es wäre reine Illusion.

        Um das nochmal zu betonen: Ich halte Ihre Kompetenz, Nemesis, für nicht gering. Und wahrscheinlich haben selbst recht rationale Menschen zuweilen irrationale Anwandlungen; es gibt ja auch gläubige Forscher. Dafür sind im Zweifel je nach Kontext Mitforisten / Wissenschaftskollegen etc. da, die auf den Teppich der Tatsachen verweisen.

        Beste Grüße, Wizzy

        • Sehr geehrter Wizzy,

          natürlich hatte ich aus Erfahrung schon mit dem Vorwurf der „Esoterik“ gerechnet. Ich hätte daher vielleicht meine Aussage, dass alles miteinander verbunden ist, etwas näher erläutern sollen. Ich will versuchen, das nachzuholen:

          Wenn die moderne Zivilisation (darf ich sagen „kapitalistische“ Zivilisation?) zB in gigantischen Mengen CO2 in die Luft bläst, dann kommt das in Form des Klimawandels, in Form von Dürren, Extremwetter, Nahrungsmittelknappheit, Wassermangel auf uns alle zurück. Wenn Plastikmüll in Massen in die Ozeane gelangt, dann kommt das in Form von vergiftetem Fisch auf unsere Teller. Wenn ganze Kontinente samt ihren Ressourcen ohne jede Rücksicht auf Verluste ausgebeutet werden, dann kommt das in Form von Flüchtlingsströmen auf uns zurück (siehe das unsägliche Drama im Mittelmeer). Wenn die Banken Zinsen manipulieren, die Unternehmen Steuern hinterziehen, die Politik sowohl den Banken, als auch den Unternehmen Milliarden hinterherschmeissen, dann kommt das in Form von Banken-Pleiten und Staatspleiten auf uns zurück ( http://www.tagesschau.de/wirtschaft/banken-101.html ) usw usw usw.

          Wir sind durch die Luft, die wir atmen, mit der Atmosphäre verbunden, durch die Nahrung, die wir zu uns nehmen, sind wir mit dem Ökosystem verbunden, durch unser Verhalten sind wir mit dem sozialen Umfeld verbunden usw usw usw. Alles, was wir tun, kommt auf uns zurück, weil alles miteinander verbunden ist. Wir sind mit dem Ökosystem untrennbar verbunden, das Ökosystem wiederum ist mit der Erde verbunden, die Erde wiederum ist mit dem Kosmos verbunden. Dazu muss man nicht den von Ihnen erwähnten Begriff der „kosmischen Gerechtigkeit“ bemühen, was ich ja auch nicht getan habe. Nennen wir es von mir aus schlicht „Kausalität“.

          Allerdings kommen gewisse Dinge nicht sofort, instantan auf uns zurück, sondern mit einer gewissen Verzögerung. Das verleitet manchen Zeitgenossen dazu, zu glauben, dass man den Folgen des eigenen Tuns entgehen oder diese auf die nachfolgenden Generationen, andere Länder, andere Völker, andere Menschen abwälzen kann (sog. „Externalisierung“). Jedoch zeitigt das eigene Tun oftmals Folgen, die schneller eintreten, als man es gemeinhin glauben möchte.

          Zur Vertiefung der Thematik schlage ich folgende exoterische Lektüre vor:

          http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kosystem

          http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kologie

          http://de.wikipedia.org/wiki/Systembiologie

          http://de.wikipedia.org/wiki/Systemtheorie

          http://de.wikipedia.org/wiki/Kybernetik

          http://de.wikipedia.org/wiki/Komplexes_Netzwerk

          http://de.wikipedia.org/wiki/Komplexe_Adaptive_Systeme

          http://de.wikipedia.org/wiki/Komplexes_System

          http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstorganisation

          … oder um die Tatsache der Verbundenheit völlig unesoterisch mit Gregory Bateson in einem einzigen Satz zu formulieren:

          Das Lebewesen, das im Kampf gegen seine Umwelt siegt, zerstört sich selbst.

          In Verbundenheit,
          Nemesis

        • @Wizzy:

          Übrigens:

          Auch beim Klima werden nach derzeitigem Wissensstand die armen Gering-Emittenten-Länder am meisten Leid tragen…

          Reines Wunschdenken. Die reichen Länder phantasieren, dass sie die positiven Aspekte der Globalisierung mitnehmen und die negativen Aspekte den armen Ländern überlassen können („Externalisiserung“ lautet das vermeintliche Zauberwort), so hat man bisher immer gedacht. Der Klimawandel wird die reichen Länder eines Besseren belehren. Schauen wir zB nur nach Kalifornien, eine der reichsten Regionen der Erde, aber kein Wasser, das wird böse enden… und das ist erst der zärtliche Anfang…^^

          • Einen sehr interessanten philosophischen Nebenschauplatz haben Sie hier aufgeschlagen!
            Ihre Argumentation klingt aber so, als ob sozusagen auf natürliche Weise sich Gerechtigkeit einstellt. Das halte ich für völlig und absolut unzutreffend. Es gibt zunächst im sozialen Miteinander zahlreiche Gegenbeispiele:
            – Menschen die fehlverurteilt (auch mit Todesfolge) oder unschuldig gelyncht wurden,
            – Die Genozide, z.B. an Indianern in den USA oder Juden bei uns (u.w.) haben meines Erachtens eine vergleichsweise marginale soziale „Strafe“ nach sich gezogen
            – Auch die Flüchtlingsströme die wir im Übrigen weitgehend abwehren, stehen nicht in einem Verhältnis zu den tatsächlichen Auswirkungen unserer Taten und Unterlassungen
            – Es gibt sogar durch Fachliteratur belegt nicht wenige sozio- und psychopathische Charaktere, die nicht nur erfolgreich, sondern zufrieden mit ihrem Leben sind
            Ich erwarte, dass es in der Natur genauso wenig gerecht zugeht:
            – Wenn eine Tierart die andere komplett verdrängt, hat sie meist eher Vorteile davon. Bedeutet natürliche Gerechtigkeit also, der Sieger wird belohnt? Dann sollten wir mehr Kriege führen oder „natürliche Gerechtigkeit“ mit großer Skepsis betrachten und von eigentlicher, menschlicher Gerechtigkeit unterscheiden.
            – Ein Asteroideneinschlag / Vulkanausbruch / Erdbeben / eine Flut ist aus Sicht der Getroffenen allermeist reiner Zufall. Ergo: Zufälle spielen in der Natur eine große Rolle.
            Wenn Gerechtigkeit wirklich natürlich wäre, bräuchten wir uns weniger um Aufklärung zu bemühen sondern um unser jeweils individuelles Handeln. Der größte Klimasünder würde dann ja automatisch am meisten bestraft.
            Ich jedoch denke, dass es oft so kommt, dass jemand anderes die Folgen für unser Handeln trägt – oder dass es gar keine oder anders geartete Folgen gibt, wo man sich „gerechte Folgen“ wünschen würde – Beispiel: Mörder ohne Gewissen, bei denen das neuro-biologische „Reuesystem“ defekt ist.

        • @Wizzy

          Also bitte, ich sagte nichts von „Gerechtigkeit“, diesen Terminus haben Sie selbst aufgebracht. Ich sprach von Kausalitäten, von Ursachen und Wirkungen, ich sprach davon, dass keine Nation, weder reich, noch arm, von den Folgen des Klimawandels verschont bleiben wird. Ich sprach davon, dass in einem ökologischen System alles miteinander verbunden ist, gegenseitig aufeinander rückwirkt, das kann doch nun wirklich niemand ernsthaft bestreiten. Wenn der Planet ausgebeutet und verseucht wird, die Atmosphere mit CO2 überschwemmt wird, dann fällt das auf uns alle zurück, das kann doch ebenfalls niemand ernsthaft bestreiten. Was hat das bitteschön mit Leuten zu tun, die unschuldig gelyncht werden, was hat das mit „Genoziden“, „psychopathischen Charakteren“ oder „Asteroideneinschlägen“ zu tun?!

          Wenn Gerechtigkeit wirklich natürlich wäre, bräuchten wir uns weniger um Aufklärung zu bemühen sondern um unser jeweils individuelles Handeln. Der größte Klimasünder würde dann ja automatisch am meisten bestraft. Ich jedoch denke, dass es oft so kommt, dass jemand anderes die Folgen für unser Handeln trägt – oder dass es gar keine oder anders geartete Folgen gibt, wo man sich „gerechte Folgen“ wünschen würde…

          Das bestreite ich doch garnicht. Also nochmal: Ich sprach nicht von Gerechtigkeit, sondern von ökologischen und klimatischen Kausalitäten, die niemand ernsthaft bestreiten kann. Wozu ein Klimablog, wozu Klimawissenschaft, wozu ökologische Wissenaschaften, wenn es keine klaren, wissenschaftlich beobachtbaren ökologischen und klimatischen Kausalitäten gibt ?!

          • Meine Antwort hat aber sehr wohl mit diesem zu tun (Zitat Nemesis): „Die Erde, der Kosmos ist ein selbstorganisierendes System, nichts exisiert unabhängig von allem anderen. Alles, was wir daher der Natur, der Erde antun, das tun wir uns selbst und unseren Nachkommen an. Alles, was wir tun, kommt irgendwann zu uns zurück.“
            Nein, keineswegs kommt alles, was wir tun, auf uns zurück.

          • Nun denn, wohlan, wir werden sehen, was auf uns zurück kommt und was nicht.

    • „So gesehen vermute ich parallel (und vielfältig verknüpft) mit der Problemstellung der Klimatologie eine weitere der kognitiven Psychologie, die ebenfalls zu lösen ist.“
      Das ist die optimistische Sichtweise. Die pessimistische ist, dass viele Menschen unangenehme Wahrheiten auch mit schlechten Argumenten sehr gut verdrängen können, solange ihnen persönlich noch nichts konkretes passiert ist.
      Die wissenschaftliche Methodik und die entsprechend geschulte Denkweise basieren auf der Isolation von Wirkmechanismen. Deswegen, Sie sagen es: sind Systeme mit mehrfacher Rückkopplung, wie Klima und Psyche analytisch nur schwer als Ganzes zu erfassen oder vorhersehbar. Daher hatte ich beim Klima ja gehofft, man könne die Gesamtbilanz des globalen Wärmehaushalts „einfach“ am rezenten Wegschmelzen der polaren Eiskappen ( im Kontext der Geohistorie und des für den kontinuierlichen Bestand einer grösseren menschlichen Zivilisation zuträglichen Klimafensters ) festmachen und damit die mühsamen Diskussionen über Modelle, Zeitreihen, Messwerte usw. abkürzen.

  13. Hier eine wichtige, hochaktuelle Nachricht zur angeblichen „Pause“:

    20.5.2015 – Climate change: Global warming slowdown tracked to Indian Ocean

    … In a paper published in the Nature Geoscience Journal on Tuesday, Sang-Ki Lee, an oceanographer at the University of Miami, and his colleagues said when they tried to track the heat missing from the atmosphere in the oceans, they did not find it in the Pacific Ocean.

    Hydrographic records indicated that the Pacific Ocean’s heat content had been decreasing, said the scientists, who then analysed their observations along with simulations from a global ocean–sea ice model to track the pathway of heat.

    “We find that the enhanced heat uptake by the Pacific Ocean has been compensated by an increased heat transport from the Pacific Ocean to the Indian Ocean, carried by the Indonesian throughflow,” the paper said.

    The scientists reported that the Indian Ocean heat content has risen sharply, accounting for more than 70% of the global ocean heat gain in the upper 700 metres of the Indian Ocean over the past decade…

    “This finding is consistent with our own work (and related previous work). We found a tendency for colder sea surface temperatures in the eastern Pacific, warmer sea surface temperatures in the western Pacific and Indian, and increased heat burial below the surface in the western Pacific and Indian,” Michael Mann, director of the Earth System Science Center at Pennsylvania State University, said in an email.

    Mann explained that while the authors emphasize the Indian Ocean heat burial, this finding is broadly consistent with their own work and other recent studies that have identified La Nina-like conditions over the past decade for the slowdown in surface warming.

    The slowdown in global warming is often mistaken for or referred to as a hiatus, but the warming has continued—albeit at a slower rate over the past decade. In fact, the UN’s World Meteorological Organization last year warned in a report that the warming of oceans has accelerated, and is happening at lower depths.

    “More than 90% of the excess energy trapped by greenhouse gases is stored in the oceans,” the UN report had observed.

    http://www.livemint.com/Politics/pbwSHC0MQD2oVcemPnDI6O/Climate-change-Global-warming-slowdown-tracked-to-Indian-Oc.html

  14. Aber offenbar sieht man sich doch immer wieder dazu angetrieben, physikalische Ursachen zu finden, um besagtes „Plateau“ im Kurvenverlauf erklären zu können.
    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-18883-2015-05-19.html
    Der interessierte Laie hat halt den Eindruck, als ob man sich im Wissenschaftszirkel nicht einig ist, ob die „Erwärmungspause“ jetzt ein Interpretationsproblem des Messdatenverlaufes ist, oder dieser tatsächlich eine physikalische Ursache zugrundeliegt.
    Ich finde es ja gut und interessant, sich damit zu beschäftigen, wer auch immer jetzt an der Realität näher dran ist.

    Mit freundlichen Grüßen
    Toni Erlbacher

    • Natürlich hat die sog. „Stagnation“ ein physikalische Ursache, die aber nach allem Wissen, wenn ich es richtig verstehe, in der natürlichen Variabilität liegt, nicht in einem Nachlassen des CO2-forcings oder einer überraschend niedrigen Klimasensitivität.
      Es wird wohl vor allem Wärme in die Ozeane verteilt.
      Sog. Klimaskeptiker wollen in der angeblichen Stagnation vor allem eine Beleg für die Untauglichkeit der Klimamodelle sehen, damit wollen sie die Theorie der AGW relativieren oder „widerlegen“.
      Hand und Fuß hat das zwar nicht, fällt aber auf fruchtbarem Boden.

  15. Nach dieser unglaublichen Wortbarbarei des „Fanatikers al al Rami“ beantrage ich Personenschutz für Klimaforscher.
    Wer aus dem Umfeld dieses „Fanatikers“, besser gesagt Argumentevernichters oder Wortkriminellen, kann ihn noch mäßigen.
    Er soll aus der Deckung kommen und sich der Zivilisation stellen.

    • Hallo leo solar, ich würde das jetzt nicht zu hoch aufhängen. Diese Kommentare gibt es in vielen Bereichen des Internets, leider. Die Anonymität reduziert bei einigen massiv die Beißhemmung. Aber mit der Überschreitung der Geschmacksgrenze erreichen sie maximale Aufmerksamkeit.

      Wie Karl Valentin schon sagte, noch nicht mal ignorieren würde ich das.

    • Na ja, wenn man möchte, kann man ja herausfinden (lassen), woher dieses unverschämte Mail kommt.

  16. Ich betrachte die Veröffentlichung der Hasstirade von Fanatiker al al Rami als unfair gegenüber
    Herrn Rudolf Klar, weil dadurch alle Klimaskeptiker in eine Schublade gesteckt werden, was eine
    objektive wissenschaftliche Diskussion zunichte macht. Interessant fand ich den Kommentar von
    Herrn oder Frau S. Hader, der die berechtigte Forderung enthält, einen Artikel über die Verfahren zur Berechnung der Entwicklung der globalen Durchschnittstemperatur aus den jeweiligen
    Messwerten zu schreiben – und zwar sowohl eine wissenschaftliche Version für Experten als auch eine anschauliche Version für Laien. Der Artikel sollte dann vornehmlich von Experten, die für eine „Pause“ argumentieren als auch von Experten, die gegen eine „Pause“ argumentieren, kritisch kommentiert werden.
    mit freundlichern Grüßen, Horst Denzer

  17. Es ist schon verblüffend, mit welchen Mechanismen gerade hochstudierte Fachleute in Debatten gedrängt werden, die ich mit meinem Laienverstand als gegenstandslos erkenne (zu erkennen meine). Mein Lieblingsvergleich ist Bob Beamons 8,90m-Weitsprung in Mexiko 1968. Mit den entsprechenden Statistikspielchen läßt sich leicht „nachweisen“, daß die Leistungen im Weitsprung der Männer danach jahrzehntelang nicht anstiegen („Erwärmungspause“) oder sogar rückläufig waren („gegenwärtige Abkühlungsphase“, bei den ganz Harten in der Leugnerszene auch sehr bliebt).

  18. Sorry, aber ich muss nochmal auf den inhaltlichen Aspekt des Artikels zurückkommen. 😉 In einigen Internetforen wird fleißig über das Thema diskutiert und die Behauptung aufgestellt, dass auch in den langfristigen Trends eine Abschwächung des Anstiegs zu beobachten sei. Der Punkt ist nur der (und der wird in den Foren völlig ignoriert), dass es bei der linearen Regression eine rauschbedingte Schwankungsbreite beim Anstieg gibt. Um es mit wenigen Worten zu erklären, unter Rauschen wird innerhalb der Daten der Anteil verstanden, der nicht zum linearen Modell passt. Und der verursacht eine Ungenauigkeit bei der Schätzung des linearen Modells.

    Hier mal ein Beispiel anhand des NOAA-Datensatzes.
    1970-2014: (95%-Konfidenzintervall des Temperaturanstiegs) 0,136…0,175°C pro Dekade
    1980-2014: 0,120…0,176°C pro Dekade
    1990-2014: 0,088…0,180°C pro Dekade.

    Man sieht, selbst bei einem Zeitintervall von 25 Jahren schwankt der Temperaturanstieg rein statistisch in einem Bereich von 0,09°C pro Dekade. Man sieht aber auch, der Langzeittrend von 1970-2014 deckt sich durchaus mit den Beobachtungen der letzten 25 Jahre.

  19. Von einer „Pause“ kann kaum die Rede sein. Das globale Wettersystem reagiert vermutlich wie jedes physikalische System mit einer gewissen Trägheit. Die Zeitkonstante(n) bewegen sich hierbei in der Größenordnung von Jahrzehnten/Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden (wenn man das so pauschal sagen darf). Selbst wenn wir kurzfristig eine „Erwärmungspause“ im statistischen Mittel erfahren, der Langzeittrend ist doch eindeutig!

    Ich finde es sehr schade, dass die Warnungen der Klimaforscher ignoriert/geleugnet werden. Das scheint ein generelles gesellschaftliches Problem zu sein. Lächerliche Konzepte wie Emissionshandel oder Klimaschutzgesetze als Reaktion auf eine globale Umweltzerstörung durch den Menschen (Klimaänderung ist eine Folge der Umweltzerstörung) werden den aktuellen Gleichgewichtszustand für die nachfolgenden Generationen nicht erhalten können.

  20. Auf die angeblichen Klimaskeptiker zu schimpfen, finde ich sehr verständlich, hilft aber allein nicht dauerhaft weiter. Die Ergebnisse der Klimaforschung verlangen in der Konsequenz eine einschneidende Änderung des Wirtschaftens. Ganze mächtige Industriezweige müssten ihre Tätigkeit bzw. Erwerbsgrundlage aufgeben oder umkrempeln, wer glaubt, dass dies reibungslos ablaufen würde, verhält sich naiv.

    In der Situation finde ich es auch wichtig im Diskurs deutlich zu machen, dass

    1. Alternative Techniken zur Verfügung stehen auch wenn hierbei noch Ängste vor einer Versorgungslücke (nachts.. usw.) und wirtschaftlichen Nachteilen bestehen.
    2. Dass die Verluste für die Betroffenen nicht etwa aus leichtfertig postuliert werden.
    3. Die Konsequenzen eines „weiter so“ aufzuzeigen, ich bin versucht, den Vergleich mit „Krankheitsbildern“ auf Zigarettenschachteln zu bemühen, auch auf die Gefahr hin, dass Manche abstumpfen.

    • was ist denn eigentlich DIE Klimawissenschaft? Das IPCC, das PIK?

      Nun gäbe es ja noch viele andere Wissenschaftler (sicher mehr als die ominösen 3%), welche sich durchaus kritisch mit AGW beschäftigen, dieses freilich nicht prinzipiell in Frage stellen, jedoch sehr skeptisch auf die immer wieder vorkommenden Übertreibungen bis zum glatten Unsinn (Himalaya etc) von Seiten der „Mainstream Gemeinde“ reagieren.

      Auch sie müssen differenzieren lernen, zwischen kritischen, ja skeptischen Wissenschaftlern und idiotischen Amateuren wie auch medialen- und politischen Interessen.

      Ich lese die Berichte der IPCC Arbeitsgruppen fast wie ein „Skeptikerhandbuch“, erst die von Funktionären zusammengetexteten Summaries werden zu dem, was sie sind. Schlecht!

  21. Hallo Bleyfuss, das sind nachdenkenswerte Ansätze, die Du da nennst. Aber zunächst zu der Kritik an den Klimaskeptikern. Es ist wohl ein soziologisches Phänomen, dass man sich bei Diskussionen immer auf die stürzt, die zur breiten Masse eine andere Sichtweise haben. Das war auch nicht viel anders, als ich bei EIKE oder ScSk als „Außenseiter“ antrat, der im Grunde Mainstreampositionen nannte. Aber jetzt darf ich dort nicht mehr schreiben (betrifft nicht nur mich), man möchte lieber unter Gleichgesinnten bleiben. 😉

    Aber Du hast schon Recht. Die Klimaskeptiker sind schließlich nicht schuld, wenn bei Klimaverhandlungen nur dünne Kompromisse geschlossen werden. Es ist viel mehr die Bequemlichkeit der wichtigsten Staaten. Oder anders ausgedrückt, sie glauben dass die globalen Interessen ihren eigenen Landesinteressen schaden werden. Daran gilt es zu arbeiten. Viele Technologien sind schon da, manche aber noch nicht ausgereift. Aber eine enorme Preissenkung der Erneuerbaren würde allein schon dadurch entstehen, wenn man sie in großer Stückzahl baut. Was an Preisentwicklung nach unten alles möglich ist, sieht man ja allein an den PV-Modulen, aber auch bei den Li-Ionen-Akkus nur in den letzten Jahren. Diese Preissenkung kann leider eine noch so gute Forschung alleine nicht bewerkstelligen. Ich denke auch, dass man die Konsequenzen eines „weiter so“ deutlicher zeigen muss. Zukunft ist veränderbar und eine wichtige Frage ist immer, gibt es Alternativen zum „weiter so“, die im mittleren Erwartungswert eine bessere Welt abgeben?

  22. Ich bin Laie. Mir ist absolut unverständlich, wie man eine Pause oder Unterbrechung des Erwärmungstrends aus den Daten folgern kann. Abgesehen von der schon erwähnten Tatsache, dass die drei wärmsten Jahre alle im letzten Jahrzehnt lagen, ist doch auch deutlich zu sehen, dass selbst die kältesten Jahre der letzten 15 Jahre immer noch wärmer als die wärmsten Jahre in den Jahren vorher waren – abgesehen von 1998.

  23. Herzlichen Dank für den link, ich lese die ausführliche Version gerade. Ein sehr wertvoller Beitrag von Lewandowsky, Oreskes und anderen, aus einer weiteren Sicht.

    Lesenswert ist für mich auch das Buch von Naomi Klein zum Thema climate change vs. capitalism. Wenn ich so einige der faktenfreien, aber umso brüllender vorgetragenen Kommentare der selbsternannten „denier“ lese, und das geistert ja seit 20 Jahren kaum verändert durch Medien und Internet, erinnert es mich immer an Kleins Beschreibung der selbsternannten „Skeptiker“. Diese, so Klein, wissen sehr genau, warum sie so empiriefern und gerne grob unsachlich ihren Nebel verbreiten. Klein nennt ein Kapitel ganz richtig: „the right is right: the revolutionary power of climate change“. Maxeiner/Miersch, Vahrenholt oder Broder und so viele mehr in Deutschland, Lomborg oder Singer etc. verteidigen seit Jahrzehnten einen extremen Marktradikalismus und leugnen deshalb die Auswirkungen unseres Wirtschaftens seit Beginn des Kapitalismus auf die Erde.
    Deshalb übergingen sie und ihre zahlreichen AnhängerInnen zig Male ihre eigenen Fehler, (wie „auf dem Mars wird es auch wärmer“ oder „es ist einzig die Sonne“ oder das berühmte „es gibt keine Erwärmung, in Heidelberg ist es mitten im Juli unter 30°“…), und gehen so laut und unsachlich einfach zum nächsten „Argument“. Ebenso verfahren die Fans dieser Sicht – alte Fehler nicht zugeben, neu Desinformation verbreiten.

    Am Ende des 1. Kapitels „the right is right“ schreibt Klein ganz richtig, die erste Runde ging an die „Denier“. Nicht, was die Fakten angeht, im Gegenteil – aber sie retteten mit ihren Taktiken die falschen Werte, die weiterhin die Politik aller Länder dominieren, in Deutschland wie in USA oder Australien. Gäben z.B. die Leute von „achgut“ usw. zu, daß sie sich geirrt hätten, könnten sie nicht länger ihr mantra von der wunderbaren „freien“ Marktwirtschaft vertreten.

    Manche VielfliegerInnen (es ist in Großstädten in smartphone-Zeiten unmöglich, nicht täglich Gespräche wie „Als ich am Flughafen von L.A., oder war es in Wien, kürzlich Kippen kaufte…“ oder „Also in Dubai, am Flughafen, da gab es nicht mal…“ mithören zu müssen) – erfreuen sich an der Lobby-Arbeit der „SkeptikerInnen“, um guten Gewissens weiter manisch bis zu 10 Wochenend-Flüge pro Jahr machen zu können, plus einmal USA zum shoppen. Oder Parteien zu wählen, die weiterhin Flugverkehr steuerlich dreifach befreien, während Auto und Bus/Bahn Treibstoffsteuer, Ökosteuer sowie Mehrwertsteuer im Gegensatz zum Flugverkehr zahlen. Eine Absurdität. Frau Merkel selbst kritisierte das einmal, lange ist es her, 1995, als sie Umweltministerin war…
    Klein kritisiert auch die grüne Bewegung – und die deutschen Grünen etwa sind weit davon entfernt, sich für richtige Entscheidungen einzusetzen, man schaue sich nur das Flug-Beispiel und viele andere an…Nicht einmal die absurde Befreiung der Mehrwertsteuer für Auslandsflüge erscheint in den Wahlkampfbroschüren… Das zeigt, wie erfolgreich die Nebelsprüherei der LobbyistInnen war.

    Mit Lewandowskys, Oreskes et al. können wir nun eine weitere Facette des Problems besser verstehen. Das alles ist nicht in jedem Punkt völlig neu, wie auch Naomi Klein mit „climate change vs. capitalism“ etwas beschreibt, was wir seit 1988 wissen können. Wichtig ist das alles aber sehr, denn die Desinformation ist weiterhin atemberaubend, nicht nur im Internet.

  24. Wenn man David MacKays immer noch recht aktuelle Rechnung in „without the hot air“ nachvollzieht, sind wirklich gewaltige Veränderungen nötig um den weltweiten prokopf Aussstoss an CO2 auf ein klimaneutrales Niveau zu senken. Technologische Veränderungen in Richtung nachhaliger Energiequellen werden nicht reichen. Nicht im entferntesten. Ohne Grossprojekte wie Desertec schon mal garnichts. Falls nicht ein kleines Wunder geschieht, wie etwa ein rascher technologischer Durchbruch in der Kerfusionstechnik, dann muss sich auch am Lebensstil der CO2 Verursacher einiges ändern. Man muss jede menge dummer Gewohnheiten aufgeben, welche sich in den letzten 200 Jahren unter dem Einfluss der extrem günstigen fossilen Energiequellen fast zwingend herausgebildet haben. Das fängt an, bei Produktions- und Logistigprozessen und geht bis hinunter zum Lebsstil eines jeden Einzelnen.
    Ich glaube dass das denkbar und machbar ist. Ich glaube sogar, dass es per Saldo mit einem Gewinn an Lebensqualität möglich ist. Verzicht – vielleicht, aber allenfalls auf ohnehin Überflüssiges.
    Wenn ich von „Lebensstil der CO2 Verursacher“ spreche, liegt mir nichts le ferner, als gegen irgendjemanden oder irgendetwas den mahnenden Zeigefinger zu erheben. Davon abgesehen, dass zu recht vier Finger auf mich selber zeigen würden, ist es nicht nur in der Sache kontraproduktiv sondern wird auch der Sitiuation nicht gerecht.

    @Bleyfuss
    Man sollte vielleicht nicht nur die Konsequenzen des „weiter so“ aufzeigen, sondern sich auch mal die Vorteile der ohenhin notwendigen Veränderungen ausmalen. Es gehört einiges an Fantasie, Vorstellungsvermögen und Optimismus dazu, das gestehe ich.

    • Ich stimme Ihnen zu, dass Lebensstile wohl angefasst werden müssen und werden („Sustainable Enery – without the hot air“ fand ich ebenfalls spannend).
      Die Frage ist aber, auf welche Weise das geschehen wird. Ich wundere mich ein wenig, dass manche Menschen den „Kapitalismus“ in Gegensatz stellen zum Klimaschutz. Meines Erachtens gibt es weder eine Alternative (die Sowjetunion war nun nicht der Umweltschutz-Vorzeigekandidat), noch können wir auf Kapitalismus als Methode verzichten, durch welchen ja auch alternative Energiequellen so günstig wurden. Man sollte nur – und das ist auch bei vielen Ökonomen anerkannt – die Externalisierung der Kosten beenden, d.h. Umwelt- und Gemeingutschäden die ein Wirtschaftszweig schafft dem Verursacher in Rechnung stellen. Dies geschieht bisher oft nicht. In diesem Zuge wären Maßnahmen wie CO2-Zertifikatehandel auch sehr wirkungsvoll, der ökonomischen Theorie nach unglaublich viel kosteneffizienter als Einzelmaßnahmen wie die Förderung von speziellen Dingen wie Solarzellen, das Glühbirnenverbot, oder die nun geplante Alte-Kohlekraftwerke-Steuer von Gabriel. Allein, man müsste einen Zertifikatehandel konsequent angehen, und das heißt: Auf alle Industriezweige anwenden, auch wenn die Aluminimumherstellung (oder Kohlekraftwerke) dann eingehen. Und die Zertifikate dermaßen einschränken dass die Klimawirkung auch einschneidend ist, nicht so lasch wie derzeit. Die Vorteile dieser Methode sind, dass der ökonomische Druck 1. die kostengünstigsten Möglichkeiten des Klimaschutzes begünstigt (das bedeutet auch, mehr Klimaschutz bei gleichem Geldeinsatz!) 2. einen hohen Druck für die Entwicklung weiterer Technologien erzeugt!

      • @Wizzy

        Ich stimme Ihnen zu, dass Lebensstile wohl angefasst werden müssen und werden („Sustainable Enery – without the hot air“ fand ich ebenfalls spannend).
        Die Frage ist aber, auf welche Weise das geschehen wird. Ich wundere mich ein wenig, dass manche Menschen den „Kapitalismus“ in Gegensatz stellen zum Klimaschutz. Meines Erachtens gibt es weder eine Alternative (die Sowjetunion war nun nicht der Umweltschutz-Vorzeigekandidat), noch können wir auf Kapitalismus als Methode verzichten, durch welchen ja auch alternative Energiequellen so günstig wurden.

        BMW zB macht es doch vor, wie das geht, die haben ganz bestimmt grosses Umweltbewusstsein, wie (fast) jeder weiss, deshalb gibts doch jetzt den neuen BMWi8 Hybrid, der kostet nur 126.000 – 145.000 EUR, also wird man demnächst überall Hybridfahrzeuge in Deutschland sehen. BMW sei Dank ! Ausserdem sieht man immer mehr SUV auf Deutschlands Strassen, auch das ist immerhin weitaus weniger CO2- intensiv, als zB das Fliegen oder Formel 1. Ein Hoch auf den Kapitalismus !! :

        http://www.autobild.de/marken-modelle/bmw/i8/1/

      • Vielleicht die kurze Antwort eines Ökonomen: Gesellschaft/Wirtschaft ist nichts Ganzheitliches, einen (den?) „Kapitalismus“ (soll das ein grünes Männlein sein, oder eine wirkende Substanz?) gibt es natürlich nicht. Wir haben ein Wirtschaftssystem, mit BGB, HGB, Wettbewerbsrecht, AktG, GmbHG, 82 Millionen Bürgern mit individuellen Einstellungen, komplizierten Steuergesetzen, zig Unternehmen, PublG, einem historisch gewachsenem Wirtschaftsstil, internationalen Verflechtungen, UmwG, einer Interdependenz mit Legislative und politischem System, AGG, SGB, Verbänden, Lobbyismus usw. usf. etc. (ich könnte endlos weitermachen, und alles ist verhaltens- und analyserelevant). Bei Systemeigenschaften ist es immer sinnvoll zu fragen, wie sie aus den Eigenschaften der Komponenten entstehen. Das ist kein einfaches Geschäft, aber wir arbeiten daran (Neue Politische Ökonomie, Transaktionskostenansatz, Neue Institutionenökonomik, um nur einmal kurz einige „größere“ Ansätze zu nennen – das kann man, um sich weiterzubilden, ruhig mal googeln!). Für die Analyse negativer Auswirkungen unseres Wirtschaftens auf das Klima reicht die Annahme eigennützigen Verhaltens bei den Individuen (plus einiger Verfeinerungen durch die „behavioral economics“) kombiniert mit dem bekannten „prisoners dilemma“ völlig aus.
        Ich bin als Wirtschaftsrealist übrigens der Auffassung, dass jede der unbestreitbar notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung des Treibhauseffekts tatsächlich unseren Wohlstand mittelbar deutlich ansteigen lässt. Wir sind zum Beispiel mittlerweile in jeder Hinsicht so grotesk übermotorisiert, dass jede Maßnahme zur Verkehrsreduktion (durch einen Einbezug des Sektors in den Emissionshandel?) zwingend zu einem Anstieg der Lebensqualität führen muß.

  25. Liebe Kommentatoren, sehr geehrter Herr Rahmstorf,
    mein jährlicher Abstecher zu diesem Blog hat mir keine neuen Erkenntnisse gebracht. Alles wie gehabt: 99% gegen 1%, wobei die 99% der festen Überezugung sind, der menschengemachte Klimawandel ist bestätigt und Schuld sind die Treibhausgase, während die 1% sich aufsplitten in die Klimawandel-Verneiner und die Negierer des menschengemachten Klimawandels.

    Aus meiner Sicht sollten die 1% einfach ruihig sein und die 99% machen lassen. Spart viel Kraft und schont die Nerven. Schlussendlich bleibt es nämlich Fakt, dass die 99% zwar vom Klimawandel und wir-müssen-ganz-dringend-was-tun schwafeln, jedoch nicht entsprechend Ihrer eigenen Erkenntnisse handeln. Statt sich also in Bescheidenheit und Verzicht zu üben, der Konsumgesellschaft den Kampf anzusagen und der allein auf dem Vorhandensein stets verfügbarer, billiger Energie beruhenden, auf dieser Welt existierenden Wirtschaftsform den Rücken zu kehren, verhalten sich die 99% (mutmaßlich einschließlich der durch die Welt jettenden Klimaforscherelite) exakt so, als lägen die 1% richtig.

    Mein Blick in die Glaskugel sagt mir, dass man das PIK bald im illustrem Kreis der Institute wiederfinden wird, die sich intensiv mit dem Geo-Engineering beschäftigen werden. Das wäre die logische Konsequenz. Theoretisch wäre damit schließlich ein „weiter so“ in Sachen Ressourcenverschwendung und Verzicht auf Verzicht möglich. Das Know-How ist (zumindest vermeintlich) vorhanden. Die Weltenretter aus Potsdam kommen.

    Das wäre der sarkastische Blick. Nun noch einmal ganz ehrlich, sehr geehrter Herr Rahmstorf: Was soll der ständige Blick auf Trends, Prognosen und Bestätigung oder Schönreden letzterer? Wenn es einen menschengemachten Klimawandel gibt, muss gehandelt werden, wenn nicht tatsächlich das Geoengineering seinen Siegeszug halten soll. Richtig? Also, wo bleibt das Handeln, Ihr Handeln, das Ihres Instituts? Bitte zeigen Sie doch in Ihrem Blog, welchen Beitrag Sie und Ihr Institut zur Verringerung der Folgen des Klimawandels bzw. zur Abschwächung des Klimawandels leisten. DAS würde mich interessieren.

      • Guten Tag facepalm,
        vielen Dank für den Hinweis.

        Zum logischen Fehlschluss: völlig richtig Ihre Anmerkung.

        Zum Link Forschungsneubau: bin selbst etwas tätig in der Baubranche und habe meine Zweifel, ob die Gesamtbilanz des Gebäudes einschließlich der Herstellung und Aufwendungen für Planung sich tatsächlich „energieoptimiert“ darstellt. Ich freue mich auf Zahlen der Kollegen aus Jülich, die in der Branche für kreative Zahlenjonglage durchaus bekannt sind. Optimiert heißt für mich, dass etwas nicht gebaut/ angeschafft wird.

        Zum Schwafeln: ich hoffe mich doch in eine illustre Reihe auch von in diesem Blog schreibenden Autoren einzureihen.

        Peter Frei

        • Lieber Herr Frei,

          ist es für Sie denn tatsächlich so wichtig, ob die anderen ein energieoptimiertes Leben führen und sich vom Konsumwahn befreit haben? Also, für mich persönlich ist es wichtig, dass ich selbst meiner Verantwortung nachkomme, dass ich mich selbst befreie 🙂

    • Herr Frei,

      in meinen Augen entspricht diese Logik dem: Aha, unsere OECD-Inspektoren haben festgestellt dass die Ukraine sich nicht an den Waffenstillstand hält. Warum haben sie denn dann keine militärische Friedensmission vor Ort durchgeführt?

      Müssen denn die, deren Beruf das Beobachten ist, auch die Handelnden sein? Müssen Kundschafter einen gesamten Konflikt allein führen?
      Oder sollten sie nicht eben vielmehr Informationen liefern? Gerade in der Wissenschaft sollen doch die Wissenschaftler neutral und unideologisch bleiben. „Verzicht“ ist aber meines Erachtens nicht die einzig denkbare Lösung. Forschung in Geoengineering finde ich z.B. nicht moralisch verwerflich. Alternative Energien müssen uns nicht zwangsläufig an den Bettelstab bringen. Und die Entscheidung über Handlungen zu fällen ist doch wohl eher die Aufgabe der Politik und des Souveräns, mit den aktuell verfügbaren Informationen aus der Forschung.

      • Guten Tag Wizzy,
        ja, die „Beobachtenden“ müssen auch Handelnde sein. Die „Beobachtenden“ stehen nicht außerhalb des Systems. Ganz wird durch das PIK und andere Institute mitnichten nur beobachtet. Ganz im Gegenteil werden auf Basis von gesicherten oder vermeintlichen Erkenntnissen ganz konkrete Extrapolationen in die Zukunft dargestellt und darüber hinaus ganz konkrete Handlungsempfehlungen gegeben. Mitarbeiter des PIK stehen häufig und nicht ungern im medialen Rampenlicht und äußern sich nicht als „Beobachtende“.
        Mich geht es nichts an, welchen Kraftstoffverbrauch das Auto oder Primärenergieverbaruch die Wohnstatt oder Gesamtenergiebedarf die Forschung z.B. von Herrn Rahmstorf hat. Aber es würde mich schon interessieren, ob die persönliche Lebens- und Arbeitsweise der – überspitzt formuliert- Apokalyptiker, sich mit den Handlungsempfehlungen deckt.

        Forschung in Geoengineering ist natürlich genauso wenig verwerflich wie es die Atomforschung in den 30er/ 40er war. Jedoch ist sich jeder Forscher in der Regel wenigstens im Groben sehr wohl bewusst, welche Konsequenzen seine Forschung haben kann. Ob daraus auch Schlüsse für das eigene Handeln gezogen werden, steht auf einem anderen Blatt. Beliebtestes Totschlagargument: wenn ich es nicht mache, macht es ein anderer.
        Die Politik (eher seltener der Souverän – zumindest hierzulande darf er nur alle 4 Jahre die Entscheidungen der Politik im Groben besteätigen) trifft Entscheidungen auf Basis von Handlungsempfehlungen diverser „Beobachter“, die in ausgezichneter wissenschaftlicher Arbeit alle Recht haben. Das hindert den Einzelnen jedoch nicht im Rahmen seiner Überzeugungen und im Rahmen der vom Gewaltmonopolisten vorgegebenen Grenzen zu leben. Zum Beispiel ist es mir freigestellt kein Haus zu bauen, keinen SUV zu erwerben und meine Heimstatt nicht auf 25°C im Winter und 22°C im Sommer zu klimatisieren.
        Für die Diskussion hierüber ist dieser Blog allerdings der falsche Ort.

        • @P. Frey
          [ja, die „Beobachtenden“ müssen auch Handelnde sein.]
          Das müssen Sie das nicht. Damit wären sie überfordert, denn als Einzelpersonen können sie das (Klima-)Geschehen nicht beeinflussen. Was Sie das verlangen, ist töricht und nicht ansatzweise zu Ende gedacht. Würden Sie einen entsprechenden Passus in den Arbeitsvertrag aufnehmen wollen? Das wäre (arbeitsrechtlich) nicht haltbar. Sie verwechseln die Rolle eines Forschungsinstutus mit einschneidenden Regularien, denen zB kirchliche Angestellte unterworfen sind. Deren besondere Situation gilt es scharf zu trennen, auch wenn von bestimmten Absendern die Begriffe gerne missbräuchlich verwendet werden, was sich oft in deren Kampfrhetorik widerspiegelt.

    • Die Werkzeuge jedes Klimaforschers, jeder Klimaforscherin sind die Trends und die Daten. Er/sie kann nur informieren und aufklären. Was die Öffentlichkeit daraus macht, wird durch den politischen Prozess entschieden. Handeln müssen die Regierungen, die Gesellschaft kann sie zu entschlossenen Maßnahmen auffordern oder dazu zwingen, aber dafür ist der „Leidensdruck“ noch nicht so groß. Die Klimawissenschaften können nur Feststellungen und Prognosen treffen, würden sich aber angreifbar machen, wenn sie sich allzu konkret in das politische Tagesgeschäft einmischen. Sie gehen dann das Risiko ein, dass sie die für unabhängiges Forschen notwendige Neutralität verlieren. Wenn es bei Klimaschutzappellen zu persönlichen und direkten Fragen kommt (wie oben), befinden wir uns auf der moralischen Ebene. Das ist gefährlich, denn mit dem Klimafinger auf jemand zu zeigen ist schon nahe bei einer Denunziation. Das bringt uns nicht weiter. Es gilt, den mächtigste Industriekomplex der Welt zu entzaubern und ein neues Wohlstandsmodell zu etablieren, dazu brauchen wir die Zivilgesellschaft und die Erkenntnisse der Klimaforschung.

      • Guten Tag Leo Solar,
        shee ich anders (siehe Anwort auf Wizzys Kommentar). Eine Anmerkung allerdings noch: es gibt weder unabhängiges Forschen noch Neutralität in der Forschung. Davon ausgenommen sind eventuell Hobbyforscher oder Garagenbastler. Alle bezahlte Forschung kann per se nicht unabhängig und nicht neutral sein. Ich bin immer wieder erstaunt darüber, dass an diesem Irrglauben genauso festgehalten wird, wie an dem Irgglauben der unabhängigen Presse.
        Noch eins: Denunziation würde ich das nicht nennen – eher Einfordern von Wahrhaftigkeit.

    • Lieber Herr Frei,
      großspuriges Auftreten kommt derzeit in unserem Land ganz schlecht an, vor allem wenn es mit einer ziemlich völlig fehlenden inhaltlichen Relevanz verbunden ist.
      Stilfiguren wie Sarkasmus, Ironie, Humor, kabarettistische Einlagen usw. sollte man beherrschen, denken Sie mal an Könner wie Alfred Polgar oder Karl Kraus (und nicht an Otto Waalkes Witzeleien), sonst gerät man schnell selbst auf eine lächerliche Ebene.
      Ich finde meine persönliche Einstellung weder bei Ihren 1 % noch bei den 99 % wieder, kann es sein, dass Sie ganz generell Schwierigkeiten haben, bei einem komplexen Zusammenhang eine differenzierte Sichtweise zu entwickeln?
      Den Satz „der allein auf dem Vorhandensein stets verfügbarer, billiger Energie beruhenden, auf dieser Welt existierenden Wirtschaftsform den Rücken zu kehren“ verstehe ich nicht. Ich bitte um Erläuterung.
      In Ihren Ausführungen zu angeblichen Zusammenhängen zwischen Geoengineering und Klimawandel und eventuell daraus resultierenden Zwängen sehe ich keine stringente Kausallogik.
      Kann es sein, dass Sie gerne mit sog. „versteckten Grundannahmen“ arbeiten und nie darüber nachgedacht haben, dass das ein argumentatives Problem sein könnte?
      Das Thema ist weiter oben ganz klar definiert, präzisieren Sie bitte Ihre Ausführungen (geben Sie sich bitte Mühe bei den Formulierungen). Bloße Behauptungen, vage Vermutungen und quasireligöse Glaubensbekenntnisse sollten Sie besser unterlassen, durchdenken Sie Ihre Hypothesen, bevor Sie diese kommunizieren. Stellen Sie Ihre Aussagen in größere Zusammenhänge und vor allem: begründen Sie Ihre Ansichten mit wissenschaftlichen oder zumindest plausiblen Erkenntnissen! Ich möchte mich dann gerne mit Ihren Argumenten auseinandersetzen!

      Ich bin übrigens nicht der Meinung, dass ein Institut zur Erforschung des Klimawandels einen direkten Beitrag zur Verringerung der Folgen des Klimawandels etc. leisten muss/sollte.

      Mein eigener Beitrag zur Thematik ist folgender: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat gerade (Ausgabe vom 27. Mai 2015) berichtet, „dass der Klimawandel seit 1998 doch keine Pause gemacht hat („Hiatus“), sondern die überschüssige Energie vielmehr vom Pazifikwasser aufgenommen (…) worden ist (…).“ Eine entsprechende Studie ist wohl von einem Sang-Ki Lee in „Nature Geoscience“ publiziert worden.

      Warum mich das trotzdem nicht allzu sehr interessiert? Weil das physikalische Kausalmodell der Klimatologie (Kohlendioxid, Akkumulation, Atmosphäre, Infrarot, natürlicher Treibhauseffekt, Wasserdampf usw. usf.) vollkommen unbestreitbar ist. Und wenn Wärme entsteht, dann muss sie irgendwohin. Das kann doch nicht nur für einen Ökonomen nachvollziehbar sein!

      • Lieber Herr Bucher, vielen Dank für Ihre Ratschläge. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich weder Herrn Polgar noch Herrn Kraus kenne, Otto aber sehr wohl. Ich bitte mir also nachzusehen, dass ich mit den von Ihnen genannten Stilmitteln auch lediglich auf diesem Niveau vertraut bin. Differenzierte Sichtweisen bei einem komplexen Problem zu entwickeln fällt mir tatsächlich schwer. Ich neige eher zum Handeln ohne mich mit allen Facetten eines Problems auseinanderzusetzen. In Bezug auf den Klimawandel sieht meine Auseinadersetzung bisher so aus:
        Deutlich mehrheitliche Meinung der Fachleute: es vollzieht sich vor unseren Augen ein Klimawandel in enorm kurzer Zeit.
        Immer noch überdeutliche Mehrehit: Hauptursache ist menschliches Handeln und vor allem die Treibhausgasemission in die Atmosphäre.
        gegensteuerndes Handeln der Weltführungsmacht und der meisten Hauptemittenten: bisher bis auf heiße Luft und abenteuerlichen Aktionismus vernachlässigbar.
        Große Protestwellen (damit meine ich keine Schriftstücke sondern Straßenproteste) der Klimatologen und der vorgeblich grünen Parteien: Fehlanzeige
        Meine Folgerung fürs Handeln: Kann alles kaum so wild sein. Also ein paar gewissensberuhigende Feigenblätter wie Solaranlage aufs Dach genagelt, Auto mit geringem Spritverbrauch, Fleischkonsum drastisch reduziert. Ansonsten weiter wie bisher auch.
        Bezüglich stets verfügbarer, billiger Energie als Grundlage für die kapitalistische (und staatssozialistische) Wirtschaft verwundert mich, dass Sie als Ökonom das nicht verstehen. Es lohnt ein Blick in die ökonomische und energiewirtschaftliche Historie der letzten 250 Jahre und der Zusammenhang wird sicher auch Ihnen sehr schnell deutlich. Oder vertreten Sie die Meinung, dass unsere Wirtschaftssysteme auch dann so sein würden, wenn der Pro-Kopf-Energieverbrauch zu jedem Entwicklungszeitpunkt um 90% geringer gewesen wäre?
        Ebenso wie Sie bin ich kein Klimatologe, habe mir jedoch fest vorgenommen mich in meinem diesjährigen Urlaub intensiv mit den zu Grunde liegenden Modellen zu beschäftigen. Vielleicht kann ich dann auch die Arbeit von Herrn Lee verstehen. Vielleicht auch die hoffentlich vorhandenen Gegenthesen. Der FAZ traue ich in richtiger Wiedergabe des Gesagten eher nicht über den Weg. Da gibt es auch die Skeptiker-Glosse „Klimaticker“ – also die FAZ ist wahrscheinlich kein Blatt der Wahl im Zusammenhang mit Kenntnisgewinn in Sachen Klimawandel.
        Mir widerstrebt es, auch aus häufiger Erfahrung heraus, Kausalmodelle als richtig anzusetzen, wenn ich die Grundlagen nicht verstehe. Da Sie das aktuell gültige Kausalmodell der Klimatologie als „unbestreitbar“ bezeichnen, können Sie mir bestimmt helfen, ein verständliches Modell aufzutreiben (siehe mein letzter Thread). Danke hierfür.
        Es gibt immer wieder Phasen in der Wissenschaft, während derer eine bestimmte These, ein bestimmtes Modell als „unbestreitbar“ richtig dargestellt und allgemein akzeptiert wird. Das jedoch ist kein Hinderungsgrund dieses Modell dann über den Haufen zu werfen, wenn es sich überlebt hat. Manchmal dauert der Prozess etwas länger. In der Regel kippen zuerst die für ein Modell als gesichert angesetzten Grundlagen.

        • „Große Protestwellen … der vorgeblich grünen Parteien: Fehlanzeige“

          Das ist wirklich ein interessanter Punkt über den ich mir auch meine Gedanken gemacht habe. Warum das große Schweigen? Der Klimawandel wäre doch DAS Thema für die Grünen, aber sie tun, als würde sie das nichts angehen. Haben sie so große Angst vor Stimmverlusten? Ist die Panik zu groß, sich an dem heißen Eisen Brandblasen zu holen?

        • Ich sehe bei Ihnen nach wie vor keine ernstzunehmenden und fundierten Argumente und finde mich durch Ihre Antwort voll bestätigt!
          Mir kommt die Struktur Ihres „sonking“ (scientification of non-knowledge) irgendwie bekannt vor. Kann es sein, dass „Peter Frei“ und „Rudolf Klar“ identisch sind?

          • um Himmels Willen!
            Das sollten sie alleine am Stil erkennen, dass ich mit P.F. nichts gemein habe.

  26. Sehr geehrter Peter Frei, Sie schreiben:

    „Also, wo bleibt das Handeln, Ihr Handeln, das Ihres Instituts? Bitte zeigen Sie doch in Ihrem Blog, welchen Beitrag Sie und Ihr Institut zur Verringerung der Folgen des Klimawandels bzw. zur Abschwächung des Klimawandels leisten. DAS würde mich interessieren.“

    Ich glaube das ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass die Wissenschaft darüber zu entscheiden hat, was zu tun ist. Nein, entscheiden muss unsere Gesellschaft und das tut sie mit Hilfe der Politik. Dort werden die Entscheidungen getroffen und nicht in den Laborplätzen der Wissenschaft. Die Wissenschaft kann sagen, wenn wir das und das machen, dann wird mit der Wahrscheinlichkeit das und das passieren. In der Politik muss sich daraus überlegen, was zu tun ist. Ich bin froh, dass es diese Arbeitsteilung gibt. Nur leider ist vielen diese Arbeitsteilung nicht bekannt, bzw. man glaubt, dass die Wissenschaft die Aufgabe der Politik einfach mit übernehmen kann und auch besser lösen kann. Ganz ehrlich, dass halte ich für eine furchtbare Vorstellung. Also ich würde Ihnen schon empfehlen mal zu reflektieren, was es bedeutet allein der Wissenschaft die Entscheidung zu überlassen, was die Menschheit zu tun hat, was nicht deren Aufgabe ist.

  27. Guten Tag S.Hader,
    ich verlange von der Wissenschaft nicht nach die Hanlungsanweisungen aus ihren Erkenntnissen der Menschheit zu diktieren. Es würde mir allerdings durchaus zusätzlichen Antrieb geben mich entsprechend der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu verhalten, wenn dies auch die Wissenschaft tun würde. Darauf hin zielte meine Bitte doch einmal ganz direkt darzustellen, wie „klaimaneutral“ denn die Tätigkeit des PIK oder auch gern das Privat- und Berfufsleben des Bloggers sich tatsächlich darstellt. Ist das tatsächlich so ein großes Problem? Ja – nämlich dann wenn Wasser-predigen-Wein-saufen die Maxime der Köpfe der Klimabewegung ist.
    Aber das grenzt wohl an Denunziantentum.

    • Lieber Herr Frei, ich trinke sowohl Wasser als auch Wein gerne. Meine Familie gibt aber keinen Cent für fossile Energie aus. Wir haben kein Auto oder sonstige Verbrennungsmotoren, heizen und kochen mit 100% Biogas (ergänzt durch Sonne und Holz), und speisen übers Jahr ziemlich genau doppelt so viel Solarstrom ins Netz von unserem Dach wie wir zurückkaufen.

      • Wir haben kein Auto oder sonstige Verbrennungsmotoren, heizen und kochen mit 100% Biogas (ergänzt durch Sonne und Holz), und speisen übers Jahr ziemlich genau doppelt so viel Solarstrom ins Netz von unserem Dach wie wir zurückkaufen.

        Meinen Respekt, Herr Rahmstorf, ich freue mich für Sie.

      • Lieber Herr Rahmstorf,
        genau das meine ich. Liest sich doch sehr konkret. Ich bedanke mich für Ihre Antwort.
        Meine Familie besitzt ein Auto, obwohl zwei manchmal praktischer wären. Vollständiges Heizen mit Holz habe ich hinsichtlich der Gesamtbilanz verworfen und halte ich ökologisch unter Bezug auf die durch meine Familie genutzte und beheizte Wohn- und Arbeitsfläche für bedenklich. Bei uns gibt es lediglich einen Kamin für die Übergangszeit. Wir heizen mit konventionellem Erdgas. Biogas steht für mich im Zusammenhang mit intensiver Landwirtschaft. Die möchte ich nicht fördern. PV-Anlage geht nicht, da Platz bei uns schon für thermische Solaranlage belegt.
        Zur Erklärung, warum ich so agressiv nachfrage. Ich ware einige Zeit im Umfeld der PV-Industrie, vor allem im Dunstkreis eines sehr großen Herstellers im mitteldeutschen Raum tätig. Energie sowohl in der Produktion als auch im Privaten, zumindest betreffend den für mich erkennbaren Managementkreis, spielte in den Betrachtungen dort keine Rolle. Das hat die entsprechenden Kollegen nicht daran gehindert sich nach außen ein hübsch ökologisches Image zu geben und sich Energy-Payback-Raten Ihrer Produkte schönrechnen zu lassen.

    • Sehr geehrter Herr Frei, ich teile nicht ganz ihre Ansicht, dass die Wissenschaft Handlungsanweisungen herausgibt. Es gibt allerdings auch Ausnahmen. Z.B. gibt die WHO natürlich immer wieder Empfehlungen für die Einnahme bestimmter Stoffe heraus, oder wie man mit bestimmten Krankheiten umgehen sollte. Aber ich sag mal so, es sind letztlich Empfehlungen. Aber wie wir uns persönlich nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen verhalten sollen, dass bleibt weitestgehend noch uns überlassen.

  28. Verständliches, aber nicht plumpes Treibhauseffekt-Modell gesucht!

    Hallo allerseits,
    ich bin auf der Suche nach einer Erklärung und schlüssigen Bilanz des natürlichen „Treibhauseffekts“ für den thermodynamischen und strahlungsphysikalischen Halbwissenden.
    Insbesondere will mir für die Gesamtbilanz nicht in den Kopf, wieso die Berücksichtigung der sogenannten atmophärischen Gegenstrahlung zulässig ist (2.HS). Gibt es da ein verständliches Modell/ einen Artikel etc., der die Zulässigkeit erklärt.
    Außerdem stößt man abgesehen von der Solarkonstanten je nach Bilanz immer auf andere Zahlen/Prozentanteile. Welche sind denn nun anerkannt richtig?
    Außerdem suche ich ein (verständliches) Modell, dass im Zusammenhang mit dem Treibhauseffekt auf Stratospäre und Thermosphäre eingeht. Gibt es da etwas?
    Und wenn dann noch ein Modell aufzutreiben ist, dass die Bedeutung der Wolken auch mal quantifiziert, dann hätte ich etwas, womit ich mich in Mußestunden mal so zum Spaß beschäftigen könnte.
    Gemeint ist also ein Modell, dass alle genannten Punkte berücksichtigt und immer noch verständlich bleibt. Gesucht ist nicht so etwas plumpes wie: http://www.wwf.de/themen-projekte/klima-energie/klimawandel/der-treibhauseffekt/ oder so etwas, naja, widersprüchliches wie http://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauseffekt und schon gar nicht so ein Schwachsinn wie http://www.chf.de/eduthek/treibhauseffekt.html.
    Danke!

  29. Hallo Herr Frei,

    das Modell hier sollte Ihrem Abstraktionsvermögen am Nächsten kommen:

    http://www.natgesis.de/natgesis_klima-klimawandel.html

    Und seien Sie sicher: Die physikalsichen Basics des Treibhauseffektes haben ganz ganz helle Köpfe beschrieben – und das zu einer Zeit, in der Politik und Klimawissenschaft noch gar nichts miteinander zu tun hatten. Das sollte Sie beruhigen 🙂

  30. Was mich verwundert: Warum nimmt der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre nicht ab ?
    Es gibt einerseits mehr und mehr Menschen und Verbrennungskraftmaschinen jedweder Art und andererseits werden die großflächig zusammenhängenden Waldgebiete immer weniger.
    Wie ist das also möglich, daß der O2-Gehalt in der Atmosphäre immer noch 20,8% beträgt ?

    • Der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre nimmt ab, und zwar genau in dem erwarteten Verhältnis der CO2-Zunahme. Diese gemessene Abnahme ist einer der Belege dafür, dass die CO2-Zunahme tatsächlich aus Verbrennungsprozessen stammt und nicht etwa aus einer Ausgasung von CO2 aus dem Ozean. (Was natürlich unabhängig auch dadurch belegt ist, dass die CO2-Menge auch im Ozean zunimmt, nicht nur in der Atmosphäre.

    • genau!
      Solange die Daten schnell nach oben treiben, sind sie gut. Gibt es eine Pause, sind sie schlecht. So wird es wohl sein….
      Warum nicht einfach die besten Sat. Daten ansehen, welche wir haben?
      RSS und UAH zeigen seit gut 15a gar keinen Trend, RSS noch deutlich länger.

      • Sie sollten erwähnen, dass die Satellitendaten nicht die oberflächennahen Temperaturen messen – die uns aber deshalb interessieren, weil wir nun mal an der Erdoberfläche leben. Was Genauigkeit, wiederholte Korrekturen etc. angeht sind die Satellitendaten übrigens eher schlechter als die Thermometerdaten der Bodenstationen.

        • naja,
          die Sat. Daten dürften seit einigen Jahren wohl das beste sein, was wir für die Bestimmung der freien Atmosphäre haben. Jedenfalls besser wie bei den Stationen, wo polare Regionen kaum bis gar nicht erfasst werden oder einfach drüber interpoliert, wie bei den GISS Daten.

          Wäre die Erwärmung wirklich hauptsächlich dem zunehmenden CO2 geschuldet, sollte sich aber die Atmosphäre etwas schneller erwärmen, als die Oberfläche. Das Gegenteil wird gemessen, was ganz klar auf den Einfluss natürlicher Schwankungen deutet.

      • @ Klar

        UAH 6.0 ist übringens rausgekommen und hat seinen Trend deutlich reduziert..soll man nun (ihrer Logik nach) schreiben, Spencer hat mal eben schnell die Temperatur nach unten getrieben?

        Naja ihr „Skeptiker“ hattet ja schon immer eine Doppelmoral, von dem her nicht verwunderlich, zudem ich den Aufriss zu der neuen Arbeit nicht wirklich verstehe, sollte seit Cowtan and Way (2013) doch bekannt sein.

        • Spencer alleine hätte gar nicht die Möglichkeit dazu, und, sind sie etwa nicht skeptisch? Seid wann ist diese Eigenschaft so negativ behaftet?

          • @ Klar

            Ja, natürlich meine ich Spencer als Schlagwort, letztenendes ist er mit Christy auch ein gutes Stück verantwortlich für das Produkt. Naja, warum sollte ich da skeptisch sein, bisher war der Laden unter Spencer/Christy nie wirklich im Griff (vergleichen mit RSS), dann weiß man ja welche Instrumente sie nutzen und hat ebenso Zugriff auf deren orbitalen Position, insofern war es völlig richtig, endlich die Instrumental-Drift und der dadurch induzierte warm-bias zu beheben, für meinen Geschmack ohnehin viel zu lange gewartet.

            Wo ich ein wenig skeptisch bin, ist die veränderte Gewichtung im Höhenprofil, welches nach oben verschoben wurde und den unteren Layer der Atmosphäre (also dort wo wir am Boden Erwärmung messen) schwächer bewertet, nach Spencer reduziert allein die schächere Berücksichtung des unteren Layers und die stärkere der oberen Layer den Trend(79-now) schon paar Hunderstel.

            Bei diesen Punkt weiß ich nicht, ob das sinnvoller für die Messung der mittleren Troposphäre ist, aber es verstärkt nochmal die Ungleichheit der Boden und Satmessung, da die Daten welche direkt im unteren Layer gemessen werden nun schwächer bewertet werden. Deshalb ist ja auch Rahmstorfs Aussage bezüglich UAH/RSS zu GISS/NCDC… nachzuvollziehen, weil da im wesentlichen nicht das gleiche gemessen wird.

            Das RSS/UAH im „Hiatus“ (lach mich weg) keine Erwärmung zeigen, liegt eher daran, dass der Part der Interanual Variability(vonehmlich ENSO) querr durch die Atmosphäre stärker wirkt, damit dem Ausgangspunkt des Ausreißers deutlich höher ansetzt als in den Bodendaten, währendessen die leichte antropogen induzierte Erwärmung weitergeht, aber bei derart hohen Ansprechen gegenüber der ENSO schlicht untergeht.

            Ich für meinen Teil halte das Verhalten der Satdaten und Bodendaten wie gegenwärtig als logisch, eine Erwärmung von 1998 wäre in den Satdaten eher komisch, kann sich aber bereits in 2016 (insofern der El-Nino stark wird) bereits Ändern und durch ein neuerliche Auflage von 97/98 wäre auch denkbar, dass die Trend 98-2016 in UAH/RSS stärker als am Boden werten, ist halt die nette Sensivität des OLS gegenüber Ausreißern 🙂

            Bahh, lange Rede kurzer Sinn, Adjustments sind notwendig, wer da nicht kapiert, bitte Internet abmelden, Aluhut aufsetzen und den Film „Signs“ mit Mel Gibson schauen.

            Danke

    • Na, nicht so vorschnell freuen – Spiegel und Autor Axel B., da gibt es eigentlich immer spin gegen den Stand der Klimaforschung:

      Untertitel: „… Wie gut sind die Daten überhaupt?“

      HvS indirekt ziteiert: „Sie [die Arbeit] stelle allerdings nicht nur die Pause der Erwärmung infrage, sondern die Qualität der Temperaturdaten insgesamt:“

      „Dass solch eine kritische Arbeit im renommierten Magazin „Science“ erscheine, zeige, dass es nun offenbar salonfähig werde, selbst grundlegende Erkenntnisse der Klimaforschung infrage zu stellen.“

      „Für die Computersimulationen des Klimas bedeute die neue Studie keinen Freispruch, sagt Eduardo Zorita….“

      Business as usual – „Spiegelleser wissen weniger“ zum Kllimawandel

  31. Dear Dr Rahmstorf – I am astound to read that you as a reputable scientist reject the commonly recognized fact of a hiatus or pause in the temp data. To make sure that this is no opinion of mine but a fact which is in fact supported by many of your renowned colleges who are indeed greatly concerned about CAGW I would like to add the following „quotes out of context“, some of them from the unauthorized publications of the UEA emails. Forgive me for the great number of quotes.

    Dr. Phil Jones – CRU emails – 5th July, 2005
    
“The scientific community would come down on me in no uncertain terms if I said the world had cooled from 1998. OK it has but it is only 7 years of data and it isn’t statistically significant….”

    Dr. Phil Jones – CRU emails – 7th May, 2009

    „Bottom line: the ‘no upward trend’ has to continue for a total of 15 years before we get worried.’

    Dr. Judith L. Lean – Geophysical Research Letters – 15 Aug 2009
    “…This lack of overall warming is analogous to the period from 2002 to 2008 when decreasing solar irradiance also countered much of the anthropogenic warming…”

    Dr. Mojib Latif – Spiegel – 19th November 2009
    “At present, however, the warming is taking a break,”…….”There can be no argument about that”

    Dr. Jochem Marotzke – Spiegel – 19th November 2009
    
“It cannot be denied that this is one of the hottest issues in the scientific community,”….”We don’t really know why this stagnation is taking place at this point.”

    Dr. Phil Jones – BBC – 13th February 2010
    
“I’m a scientist trying to measure temperature. If I registered that the climate has been cooling I’d say so. But it hasn’t until recently – and then barely at all. The trend is a warming trend.”

    Prof. Shaowu Wang et al – Advances in Climate Change Research – 2010
    
“…The decade of 1999-2008 is still the warmest of the last 30 years, though the global temperature increment is near zero …”

    Dr. B. G. Hunt – Climate Dynamics – February 2011
    
“Controversy continues to prevail concerning the reality of anthropogenically-induced climatic warming. One of the principal issues is the cause of the hiatus in the current global warming trend.”

    Dr. Robert K. Kaufmann – PNAS – 2nd June 2011
    
“…..it has been unclear why global surface temperatures did not rise between 1998 and 2008…..”

    Dr. Gerald A. Meehl – Nature Climate Change – 18th September 2011
    
“There have been decades, such as 2000–2009, when the observed globally averaged surface-temperature time series shows little increase or even a slightly negative trend1 (a hiatus period)….”

    Dr. James Hansen – NASA GISS – 15 January 2013
“
    The 5-year mean global temperature has been flat for a decade, which we interpret as a combination of natural variability and a slowdown in the growth rate of the net climate forcing.”

    Dr Doug Smith – Met Office – 18 January 2013
    
“The exact causes of the temperature standstill are not yet understood,” says climate researcher Doug Smith from the Met Office.
 [Translated from Der Spiegel online]

    Dr. Virginie Guemas – Nature Climate Change – 7 April 2013

    “…Despite a sustained production of anthropogenic greenhouse gases, the Earth’s mean near-surface temperature paused its rise during the 2000–2010 period…”

    Dr. Hans von Storch – Spiegel – 20 June 2013
    
“…the increase over the last 15 years was just 0.06 degrees Celsius (0.11 degrees Fahrenheit) — a value very close to zero….If things continue as they have been, in five years, at the latest, we will need to acknowledge that something is fundamentally wrong with our climate models….”

    Professor Masahiro Watanabe – Geophysical Research Letters – 28 June 2013
    
“The weakening of k commonly found in GCMs seems to be an inevitable response of the climate system to global warming, suggesting the recovery from hiatus in coming decades.”

    Professor Rowan Sutton – Independent – 22 July 2013
    
“Some people call it a slow-down, some call it a hiatus, some people call it a pause. The global average surface temperature has not increased substantially over the last 10 to 15 years,”

    Dr. Kevin Trenberth – NPR – 23 August 2013
    
“They probably can’t go on much for much longer than maybe 20 years, and what happens at the end of these hiatus periods, is suddenly there’s a big jump [in temperature] up to a whole new level and you never go back to that previous level again.”


    Dr. Yu Kosaka et. al. – Nature – 28 August 2013
    
“Recent global-warming hiatus tied to equatorial Pacific surface cooling
Despite the continued increase in atmospheric greenhouse gas concentrations, the annual-mean global temperature has not risen in the twenty-first century…”

    Professor Anastasios Tsonis – Daily Telegraph – 8 September 2013
    
“We are already in a cooling trend, which I think will continue for the next 15 years at least. There is no doubt the warming of the 1980s and 1990s has stopped.”

    Dr. Kevin E. Trenberth – Nature News Feature – 15 January 2014
    
“The 1997 to ’98 El Niño event was a trigger for the changes in the Pacific, and I think that’s very probably the beginning of the hiatus.”

    Dr. Gabriel Vecchi – Nature News Feature – 15 January 2014
    
“A few years ago you saw the hiatus, but it could be dismissed because it was well within the noise,” and “Now it’s something to explain.”

    Professor Matthew England – ABC Science – 10 February 2014

    “Even though there is this hiatus in this surface average temperature, we’re still getting record heat waves, we’re still getting harsh bush fires…..it shows we shouldn’t take any comfort from this plateau in global average temperatures.”

    Jana Sillmann et al – IopScience – 18 June 2014

    Observed and simulated temperature extremes during the recent warming hiatus 
“…This regional inconsistency between models and observations might be a key to understanding the recent hiatus in global mean temperature warming.”

    I will stop here. – Furthermore, what is your intention in publishing a superfluous contribution with disgusting ad hominem remarks, but on the other hand with typical scientifically discussed arguments out of the „hotbed of the denier clique“ – to incite hatred within this blog? There is a remarkable discrepancy between the vulgarity and the knowledge of the debate at the same time in the dubious post by „Fanatiker al al Rami“, don’t you think so too? Who would call himself „Fanatiker“ in a blog? Is this a fake post, Dr Rahmstorf?

    V. O. Marten

    • Eine nette Zitatesammlung. Teils uralt und daher auf ganz andere Zeiträume bezogen (Phil Jones 2005!). Dass in einer „verrauschten“ Zeitreihe die Temperaturen auch mal kurzfristig nach unten gehen, ist ja klar – habe ich selbst z.B. 2008 bei Realclimate illustriert. Die Frage, um die es hier geht, ist aber doch: liegen solche mal steileren, mal flacheren oder sogar negativen Kurzzeittrends noch im Rahmen des üblichen „Rauschens“, oder deuten sie auf eine Änderung des globalen Erwärmungstrends hin?
      Zum Teil sind Ihre Zitate gute Belege für die These von Lewandowski et al., dass manche Klimaforscher mit dem Begriff „hiatus“ etwas leichtfertig umgegangen sind. Teils stammen sie direkt von „Klimaskeptikern“ und sind einfach Unsinn (z.B. Tsonis). Ich werde meine Einschätzung jedenfalls nicht von Zitaten irgendwelcher anderen Leute abhängig machen, sondern alleine von den Messdaten.

      • I am once again astonished that you dismiss the honest statements of prominent colleagues of yours. There is no expiration date of their correct observations.

        As you say you will make your personal assessment depend only on data. Well, many of these respected scientists have used many different verbs to describe how data was treated to achieve the results that make up the graphs you used in your post: they say the data has been „adjusted“, „manipulated“, „tampered“ with, „fiddled“ with, NASA by the way uses the term „homogenized“. Would you like another list of these scientists?

        Moreover, you know that the data from once 6000 weather stations has been reduced to the data of merely 1500 weather stations around 1990 and later to about 1100 stations worldwide. The reduction took mostly place in Canada and Russia, as well as in mountain stations – both contributors to lower temp data. Why don’t you inform your German readers correctly? You know very well that the hottest years on record in the US with respect to the original data were in the 1930s! What did NASA, NCDC and NOAA do with the data? Can you tell your German readers?

        You say „Keine Pause, nirgends“ and admit later on, „Gemeint ist natürlich die bodennahe globale Mitteltemperatur“, well knowing that precisely these data sets are the most questionable of all, not only for the reason I just mentioned. Tell your German readers that data from weather balloons and satellites are much more reliable and show no warming trend since decades! The „Erwärmungstrend“ you are mentioning derives only from the „homogenized data“. Why is it that the German public isn’t informed about this? Who is qualified and should take the responsibility to do this?

        There is a phenomenon within the politically correct community that has been called „noble cause corruption“. It is used in English to describe the observation that facts are distorted for the sake of the greater good. Who defines what the „greater good“ is supposed to be? Who has an interest to hoodwink the public for what good reason – to „save the planet“ and make the public accept therefore a new concept of taxes?

        And once again: Is the email by „Fanatiker al al Rami“ you posted a fake, Dr Rahmstorf?

        • Wenn Sie schon auf deutsch geschriebene Sätze zitieren, also deutsch offensichtlich verstehen, und dann englisch antworten (oder amerikanisch?), dann verstehen Sie sicherlich auch, dass ich gerne wissen möchte, wer Sie sind, von wo aus Sie schreiben und was Sie beruflich machen. Man muss danach nicht fragen, aber wenn es jemand aus obigen Gründen macht, dann sollte man auch antworten. Ich bin einfach ein hoffnungslos neugieriger Mensch!

  32. Pingback: Debatte im Datenrauschen › KlimaLounge › SciLogs - Wissenschaftsblogs

  33. What makes you think I am kidding?

    You know as a well informed scientist that my statements are true and verifiable. I asked you why you do not inform your German readers about the datasets NASA has tampered with and which are crucial for the understanding of the graphs on which the hypothesis of Catastrophic Anthropogenic Global Warming and your own assessments rely on.

    Your readers have a right to know the gist of this serious issue. How do you yourself as one of the leading German proponents of CAGW justify the alteration and manipulation, or „homogenization“ as NASA calls it, of historic temperature data – notably those of the United States in the 1930s – and the worldwide reduction of temperature datasets from mostly cold regions since 1990?

    Everyone knows the post by „Fanatiker al al Rami“ is not a „joke“. I asked you: is it a fake, Dr Rahmstorf?

      • Dr Rahmstorf –

        You have’t answered my questions regarding the basis of your claim „Keine Pause, nirgends“.
        You have given evasive answers to my questions regarding your post, obviously of an email, by „Fanatiker al al Rami“ in this blog?

        I will make the effort only once (!) more by asking you the following four questions:

        Question 1:
        Did you receive a message by a sender with the name of Fanatiker al al Rami in exact those words as posted by you in this blog – yes or no?

        Question 2:
        Do you dismiss the scientific stance of every scientist who admits the existence of a hiatus or pause as quoted in my post on June 5 – yes or no?

        Question 3:
        Do you as a German scientist accept the fact that NASA, NOAA and NCDC have manipulated the data to make the temperatures appear higher in the late 1990s – yes or no?

        Question 4:
        Nobody expects from you the courage of Edward Snowden and his exposure of the actions of the NSA to the German public. But why do you as an internationally well-known German scientist not take the responsibility to inform the German public what is going on in the climate science business and how government-funded scientists of the InterGOVRNMENTAL Panel on Climate Change are dependent on promoting the CO₂-Hypothesis as argued e.g. in AR5, Chapter 10, page 895?

        If you once again succeed in evading the answers to these four questions I will stop my contributions to your blog with this post.

        V. O. Marten

        • 1. This is getting ridiculous. The comment by ‚Fanatiker al Rami‘ was published exactly as it was posted in the comments to this blog, as an example of the type of comments I usually delete immediately. I did briefly consider handing it over to the police, as it can be interpreted as a threat, but couldn’t be bothered.
          2. I do not „dismiss the scientific stance“ of anyone, but I may disagree with other scientists on certain points or statements. This is everyday normal science.
          3. Data are corrected for artefacts, not „manipulated“. If you look at the pictures in the Karl paper you will realise that without the corrections to account for changing measurement practices etc., the global warming trend in the raw data would be considerably greater.
          4. I do inform the public in this blog and at other opportunities about climate science, to my best ability. You seem to have fallen for a conspiracy theory there.

          I thank you for your intention to stop your strange postings here!

        • for sure there is a political correct homogenisation oft some temperature files. Past decades becoming colder, present warmer. Just al little, but for a better match or correlation.

          Pretty known in summaries for policy makers are done by bureaucrats, not by scientists and of course there is no sentence included by well known and well working „sceptic“ scientists. Is it really that, we should trust in? Of course NOT

    • Dear Mr. Marten,

      in my eyes, accusations like suggesting that your discussion partner, or NASA, are dishonest, do not help a beneficial discussion at the slightest. Either you can proof something, or you should leave your thoughts by yourself. If you don’t, one might be a tiny bit inclined to think you have a strong agenda and may not be as objective as your discussion partner.
      Putting that aside however, if you have proof that all or even one of the scientific temperature datasets are being manipulated for non-technical reasons, please state the paper or publish your proof. Any, e.g. Russian or Chinese, Journal would* eventually (ger.: letzten Endes) get incredible fame out of such publication, catapulting it into the league of Science and Nature – which would sure be worth a risk – if the accusations, of course, were in any way substantial.
      *maybe not immediately, but

  34. ich distanziere mich zwar ganz klar von solchen Postings wie oben, aber ist es denn nicht so, dass genau jene Klimaforscher bösartige Mails etc. erhalten, welche oft sehr populäre wie auch überzogene Darstellungen präsentieren? M. Mann z.B.

    Bösartig wurde auch Lennard Bengtsson behandelt, als er seine Meinung zur aktuellen Klimaforschung kund tat und dem GWPF beitreten wollte. Solche Methoden gehören genau so verurteilt, wie die Auswüchse von hardcore Deniers.

    • Behauptungen ohne Belege… Wenn Sie eine Darstellung von Mike Mann für „überzogen“ halten, benennen Sie sie konkret und erläutern Sie, was daran überzogen sein soll. Das wäre eine Sachdiskussion. Ich kenne keine überzogenen Darstellung von Mike. Auch kenne ich keinen Beleg dafür, dass Bengtsson „bösartig“ behandelt worden sein soll. Von wem, wodurch konkret? All dies sind auch keine Beiträge zu einer Sachdiskussion über die Frage der angeblichen ‚Pause‘ der globalen Erwärmung und damit auch keine Themen für die Kommentare zu meinem Artikel. Sie haben damit nichts zu tun.

      • ok, lassen wir das mit dem Hockey Stick, der wurde ja schon hunderte male beurteilt, auch von namhaften Deutschen Klimaforschern, damals noch in Hamburg mit dem Resultat: „die Kurve ist Quatsch“. Ich und alle meine Kollegen sind da ganz klar einer Meinung: wenn jemand den weiteren Verlauf der Proxy Daten verschleiert (Abkühlung) und diese durch gänzlich anders gemittelte und gewonnene T Daten aus Instrumenten ersetzt, dann kann man diese Darstellung bestenfalls noch als Übertreibung stehen lassen. Die nachträgliche „Vermutung“ angestiegene CO2 Werte haben zu dieser Methode gedrängt, können sie glauben, wenn sie meinen. Übrigens gibt es ja noch etliche ähnliche Studien, welche zumindest weit größere Amplituden (100% und mehr) zwischen den kalten und warmen Zeiten zeigen.
        Hans von Storch und andere, bei Gott nicht „Skeptiker“ bekommen keine Hassmails und dergleichen, warum wohl? Zumindest ist nichts darüber bekannt. Denken sie mal darüber nach.

        Und noch kurz zum eigentlichen Thema:
        als ein schönes regionales Bsp. im Alpenraum sind die Winter im Mittel aller Bergstationen über 1000m seit nun 30a um knapp 1°C kälter geworden. Die RCM`s zeigen für diese Periode einen (schwächeren als Sommer od. Jahres) Anstieg von ca. 0,5°C. Die Realität divergiert regional und zur Jahreszeit extrem von den Simulationen. Was passiert bei diesem mehr als nur Hiatus? Fachfremde Geographen etc. orientieren sich nach den Modellen und entwerfen Studien, welche den Wintersport im Alpenraum in 20-30 Jahren sterben sehen. Die Schneefallgrenze steigt brutal an, die Beschneiung ist bei den T dann kaum mehr möglich, nur ganz hoch gelegene Gebiete überleben. Damit gefährdet man ganze Industriezweige, drängt sie zu voreiligen, völlig irren Investitionen und hat dabei schlicht die Daten ignoriert, bewusst oder unbewusst ist auch schon egal. Zudem haben auch die Schneedaten in Lagen über 800m hier überall eine eher positive Tendenz, sei es kumulierte Tagessummen oder Schneehöhen.

        Fakten scheinen hier nicht mehr zu gelten. Es muss wärmer werden, weil ja fast alle dieser Meinung sind
        Auch in D wurde es ja seit knapp 30a nicht wärmer, im Jahresmittel sogar, also haben sie auch „zu Hause“ ihren kleinen Hiatus.

        • Ihre Argumentation illustriert was passiert, wenn man unkritisch den Dingen glaubt, die so auf „Klimaskeptiker“-Websites verbreitet werden. Würden Sie sich aus seriösen wissenschaftlichen Quellen informieren, dann wüßten Sie z.B. dass
          – die Aussage „die Kurve ist Quatsch“ auf einem fehlerhaften Paper beruhte, in dem von Storch die Mann-Methode falsch implementiert und sein Klimamodell fehlerhaft initialisiert hatte. Das ist doch in der Fachliteratur seit 2006 alles bereinigt.
          – die neueste globale Temperaturrekonstruktion, u.a. von von Storchs engstem Mitarbeiter Zorita publiziert, Mann’s ursprünglichen Hockeyschläger aufs Ei gleicht.
          Siehe auch Die Hockeyschlägerdebatte. Es hat einfach keinerlei Sinn, immer wieder diese alten längst widerlegten Attacken auf Mike Mann auszupacken.
          In Deutschland wurde es seit 30 Jahren nicht wärmer? Hier sind die Grafiken.

          • 1. es überzeugt wenig, was ihre Kollegen auf real climate dazu schreiben. vor mir liegt „Die Klimafalle“ (Hans V. Storch und da ist alles ganz genau beschrieben) mit den Zusätzen der „Kartellbildung“ nach Manns Publikationen…sie wissen schon…

            2. warum schreiben sie immer von klimaskeptischen Webseiten? Welche meinen sie, sollte ich diese kennen? Unterstellen sie mir schon wieder, ich hätte es notwendig mich über ??? Seiten zu informieren?

            3. bei den Graphiken im Link fehlen die 2 Sigma bei allen Reihen, überall ist nur die 2 Sigma von M. Mann eingetragen. Komische Wissenschaft. Da Manns Methodik natürlich große Fehler Toleranzen erzeugt, kann es also mit hoher Wahrscheinlichkeit zur MWP in etwa genau so mild gewesen sein wie vor ca. 30a und zur LIA um ca. 1°C kälter. Mich überzeugen diese Statistiken nicht und ich halte es seit meiner scheinbar besseren Ausbildung so, Äpfel nicht mit Birnen zu vergleichen, bzw. Proxys nicht mit Thermometern. Da hat sich ein fürchterlicher Brauch in die Klimawissenschaft eingeschlichen.

            4. ich schrieb, seit „“knapp““ 30a (27) gibt es auch in D keine Erwärmung. Ihre Reihe lässt das zwar auch vermuten, klarer wird es freilich, wenn man einfach nur die letzten 30a bzw. 27a zeigt. Null Trend und auf die Winter in den Alpen sind sie gar nicht eingegangen, wohl weil hier zur 30a Abkühlung (1K linearer Trend, HISTALP Daten) wohl keine verzerrende Darstellung zu finden war.

            MfG

        • „Wegen der weiter steigenden CO2 Konzentration und insbesondere wegen der Langlebigkeit dieser Moleküle in der Atmosphäre denke ich, wird die wirkliche anthropogene Erwärmung erst kommen und sehr lange andauern.“ Das ist Originalton Rudolf Klar am 7. Mai 2015 in der Diskussion „Was ist los im Nordatlantik?“.

          Anschließend philosophiert der Meteorologe Klar ohne jede Begründung und unlogisch herum, was Klimamodelle können bzw. nicht können und kommt zum Schluss: „Das wird die Erwärmung aber nicht aufhalten und ehrlich gesagt, sehe ich keine Chance, diesen Prozess zu stoppen.“ Man vergleiche das (und seine massenhaften sonstigen Beiträge) einfach einmal mit dem oben Geschriebenen.

          Irgendwie (99 Prozent der Klar`schen vagen Vermutungen und Glaubenspostulate kann man durch das Wörtchen „irgendwie“ problemlos ersetzen) macht er sich dann aber doch noch Sorgen (Kriege, Flüchtlinge etc.), jedoch alles kein Problem, weil der Klimawandel irgendwie halt doch erst in 100 Jahren (!) stattfindet und irgendwie ja der technische Fortschritt alles irgendwie regeln wird. Irgendwie könnte das irgendwie vielleicht so sein!

          Wissen Sie was, Herr Klar, mich ödet dieses ewig gleiche Irgendwie-Schema langsam an. Ich empfehle Ihnen eine Denkpause, wo Sie alles, aber wirklich alles, was Sie an Fachwissen – und vor allem: kausallogischen mentalen Modellen und Heuristiken zum Begreifen der Natur im weitesten Sinne – zu haben glauben, auf den Prüfstand stellen.

          Beschäftigen Sie sich mit Methodologie! Betreiben Sie Ideologiekritik! Was ist logisches Denken? Wie funktioniert Wissenschaft? Lernen Sie in Gesamtzusammenhängen zu argumentieren! Stellen Sie kritische Fragen an sich selbst! Erarbeiten Sie sich durch gute Lektüre ein tragfähiges klimatologisches Basiswissen! Lassen Sie sich etwas sagen, wenn Fachwissenschaftler Ihnen etwas erklären!

          Im Prinzip können Sie durchaus etwas, Herr Klar, das merkt man. Aber Sie sind es gewöhnt, zu schnell und unreflektiert den Colt zu ziehen und scheinargumentativ in die Luft zu ballern.

          Nehmen Sie den Rat eines Erfahreneren an!
          Grüße
          J.B.

  35. Herr Frei, zu Ihrem Kommentar vom 1. Juni 2015 u.a. folgende knappe Anmerkungen:

    Welche Schlussfolgerungen ziehen Sie aus Ihrer Fragerei? Dass es keinen Treibhauseffekt gibt, weil Sie irgendwelche Fragen stellen, oder was? Ich habe ganz große Schwierigkeiten zu verstehen, auf was Sie eigentlich hinauswollen. Werden Sie doch wenigstens einmal konkret! Dann kann ich Ihnen gerne weiterhelfen.

    Das von Ihnen als „Schwachsinn“ bezeichnete Schüler-Experiment habe ich mir näher angeschaut, ich finde es ganz gut gelungen. Was sind denn jetzt Ihre konkreten Kritikpunkte daran?

    Sehen Sie Herr Frei, wenn ich oben von einem überzeugenden Kausalmodell des Klimawandels gesprochen habe, dann hatte ich die gesamte Wissenschaftsgeschichte zur Erforschung des Treibhauseffekts, ihre genialen Protagonisten und deren überzeugende Theorien im Sinn: Fourier (Begründer der mathematischen Physik), Tyndall (mit Faraday und Maxwell bedeutendster Physiker des 19. Jahrhunderts), Arrhenius (dritter Nobelpreisträger für Chemie) ….. – und bis zum heutigen Tag einige Wissenschaftler mehr (natürlich auch davor). Ich finde alles, was die machen und gemacht haben, in der Gesamtschau sehr überzeugend!

    Im Übrigen habe ich selber ein komplexes Fach mit großem Interesse studiert, ich weiß, wie Wissenschaft funktioniert, manche Dinge, zum Beispiel methodologischer Art, kann ich deshalb ganz gut beurteilen (auch deshalb, weil ich völlig unideologisch veranlagt bin). Ein wesentliches (nicht das einzige) Problem vieler „Klima-Skeptiker“ besteht darin, dass diese sich beruflich ausschließlich in einfachen bis komplizierten (meinetwegen auch hochkomplizierten) Sachverhalten bewegen/bewegt haben. Die Erforschung oder das Management komplexer Systeme ist jedoch von ganz anderer Art, da benötigen sie qualitativ eine andere Herangehensweise.

    Vielleicht finde ich übers Wochenende Zeit, auf einige Ihrer (sarkastischen? klappt das jetzt besser?) „Anmerkungen“ zur Ökonomie einzugehen (ganz sicher tue ich es, wenn Sie diverse Fragen hinreichend präzisieren). Ihnen ist zum Beispiel schon klar, dass es zwischen „Ökonomie“ und „Ökonomik“ einen Riesen-Unterschied gibt?

    P.S.: Sie verwenden die Wörter „theoretisch“ und „kapitalistisch“ sprachlich-inhaltlich falsch!

    Mit freundlichen Grüßen
    J.B.

  36. Wenn ich mir die endlosen und völlig fruchtlosen, ja im besten SInne des Wortes kafkaesken Angriffe gegen Herrn Rahmstorf hier so ansehe und mir ausserdem noch die reale Politik und das gesamte sog. „Business as Usual“ so vergewärtige, alles gut umrühre und einen Blick in die Zukunft wage, dann wird mir schwarz vor Augen 😎

  37. Zu „V.O. Marten“: Es ist in der Szene ein recht beliebtes Spiel, den Wissenschaftlern irgendwelche „klaren“ und „einfachen“ Fragen zu stellen, die freilich spätestens auf den zweiten Blick als unsinnig oder gegenstandslos erkennbar sind, dann immer wieder darauf herumzureiten und schließlich ein großes Gezeter zu veranstalten, daß man ihre einfachen und klaren Fragen nicht beantworte. Irgendwann wird es langweilig. EIKE hat kürzlich dieses Spiel mit dem Meeresforscher Visbeck veranstaltet, der, obwohl gerade auf einem Forschungsschiff unterwegs, mit Engelsgeduld versucht hat, darauf einzugehen, bis er entnervt feststellen mußte, daß es keinen Sinn hat. EIKE machte daraus die Schlagzeile: „Prominenter Klimaforscher Martin Visbeck (GEOMAR) bestätigt: kein menschgemachter Klimaeinfluss feststellbar!“. Einfach nur kindisch!

  38. Pingback: Keine Verlangsamung der globalen Erwärmung › KlimaLounge › SciLogs - Wissenschaftsblogs

  39. Eine Frage zu: „Die Rangfolge der wärmsten Jahre sieht in diesen drei Datensätzen wie folgt aus“ :
    Müßte bei den NOAA-Daten nicht das Jahr 2013 an dritter Stelle liegen?