Viele Vorbereitungen

BLOG: Zündspannung

Blick über den Plasmarand
Zündspannung

Das Parabelflug-FlugzeugDie letzte Woche war ziemlich anstrengend. Wir sind morgens um viertel vor acht aufgebrochen zu Novespace, um dort bis abends an dem Rack im Parabelflug-Flugzeug zu arbeiten und zu testen. (Das Foto links zeigt das Flugzeug, und das unten mich vor einem der extra großen Triebwerke, aufgenommen von M. Kretschmer).

Das Arbeiten in dem Flugzeug ist schon alleine wegen des Lautstärkelevels und den vielen Leuten im Flieger anstrengend.  Neben uns ist z.B. ein Experiment aufgebaut, bei dem es um die Hochgeschwindigkeits-Aufnahme von Murmeln geht, die während der Schwerelosigkeit beschleunigt werden. Gegenüber sind Mediziner, die mit Spritzen arbeiten (und einige skeptische Blicke von uns geerntet haben 😉 ), und eine Gruppe von Sportwissenschaftlern, die ein Testsubjekt während der Schwerelosigkeit auf einem Fahrrad treten lassen.

Wir hatten einige kleinere Malheure – zum Beispiel ist beim Testen der Kopf des Dispensors losgegangen, den wir verwenden, um unsere Teilchen in die Plasmakammer zu streuen. Der Kopf sowie die ganzen Teilchen lagen also verstreut in der Kammer, die für die Versuche sauber sein muss.. also hieß es, das Panel des Racks zu öffnen, um zu putzen.

vor dem TriebwerkDas ist immer ein wenig umständlich, denn das Rack kann man konstruktionsbedingt leicht nur von hinten öffnen – was bedeutet, dass man zwischen Rack und Flugzeugwand klettern muss und dort in ziemlich beengten Bedingungen schrauben und putzen muss.

Schließlich war aber doch alles einsatzbereit, und wir haben die Parabeln und Arbeitsabläufe getimed durchgespielt und geübt. 20 Sekunden sind doch ziemlich kurz.

Das Wochenende nutzen wir zum Ausruhen und Kraft-Sammeln für die nächste Woche. Am Montag sind dann weitere Sicherheitsüberprüfungen und -einweisungen, und am Dienstag findet der erste Flug statt. Los geht es mit Experimenten zur Spurbildung von einer Teilchengruppe, die in die Teilchenwolke injeziert wird, und zu sogenannten elektrorheologischen Flüssigkeiten.

Mierk Schwabe

Veröffentlicht von

Erhöht man die Spannung zwischen zwei Elektroden, die ein Gas umgeben, beginnt das Gas irgendwann zu leuchten: Freie Elektronen im Gas haben genug Energie, um die Gasteilchen zu ionisieren und noch mehr Elektronen aus den Atomen zu schlagen. Ein Plasma wurde gezündet, die Zündspannung ist erreicht. Gibt man nun noch zusätzlich Mikrometer große Teilchen in das Plasma, erhält man ein sogenanntes "Komplexes Plasma", mit dem ich mich zunächst als Doktorand und Post-Doc am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und nun an der University of California in Berkeley beschäftige. In diesem Blog möchte ich sowie ein wenig Einblick in den Alltag im Forschungsinstitut bieten, als auch über den (Plasma)-Rand hinaus blicken. Mierk Schwabe

2 Kommentare

  1. ich brauch deine hilfe

    hey du (:
    ich weiß ich kenne dich nciht und du mich nciht
    aber ich muss in deutsch eine reportage schreiben
    und ich schreibe über die vorbereitungen vorm fliegen des flugzeuges…
    das bild da oben von dem flugzeug im sonnenuntergang dürfte ich das verwenden?
    (es könnte soga sein das es in dir zeitung kommt.ich würde dann natürlich auch darunterschreiben das das bild von M. kretschmer aufgenommen wurde (:

    das wär mir eine große hilfe.
    bitte um eine schnelle antwort

    danke schon mal im voraus

    liebe grüße..

    miri 😉

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