Kristallisation die Dritte

BLOG: Zündspannung

Blick über den Plasmarand
Zündspannung

Soeben ist das dritte Experiment dieser Mission zu Ende gegangen. Wir haben wieder Kristallisation beobachtet und haben wieder mithilfe des Kosmonauten Teilchen nachgeschüttelt, bis die gewünschte Teilchendichte sichtbar erreicht war.

Leider konnten wir heute den amerikanischen Satelliten nicht live für die Videoübertragung nutzen, und so hatten wir nur dann Video, als die Raumstation gerade über die russischen Bodenstationen geflogen ist. Das reichte gut, um die Teilchendichte zu erhöhen, aber wie gut das Experiment gelungen ist, wissen wir noch nicht. Eventuell bekommen wir morgen schon die Videos vom amerikanischen Satelliten. Ebenso morgen werden wir die Logdateien erhalten, in denen die Housekeeping-Daten wie Druck und Leistung gespeichert sind.

Heute abend gehen wir den Geburtstag von PK-3 Plus feiern, und morgen folgt dann das letzte Experiment dieser Mission, das gemeinsam mit japanischen Kollegen und mit Kollegen von der Universität Kiel geplant wurde.

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Erhöht man die Spannung zwischen zwei Elektroden, die ein Gas umgeben, beginnt das Gas irgendwann zu leuchten: Freie Elektronen im Gas haben genug Energie, um die Gasteilchen zu ionisieren und noch mehr Elektronen aus den Atomen zu schlagen. Ein Plasma wurde gezündet, die Zündspannung ist erreicht. Gibt man nun noch zusätzlich Mikrometer große Teilchen in das Plasma, erhält man ein sogenanntes "Komplexes Plasma", mit dem ich mich zunächst als Doktorand und Post-Doc am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und nun an der University of California in Berkeley beschäftige. In diesem Blog möchte ich sowie ein wenig Einblick in den Alltag im Forschungsinstitut bieten, als auch über den (Plasma)-Rand hinaus blicken. Mierk Schwabe

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