Erster Tag in Lindau

Zündspannung

Von einer Konferenz zur anderen… Kaum bin ich aus Dublin zurück gekommen, bin ich auch schon wieder unterwegs – dieses Mal aber ins eher beschauliche Lindau. Die Konferenz dafür ist sogar noch größer als die EPS-Konferenz – und um einiges besser bestückt: Ich hatte dieses Jahr das Glück, als junge Wissenschaftlerin ausgewählt zu werden, um an der Nobelpreisträgertagung teilzunehmen.

Lindau
Lindauer Hafen

Dieses Jahr haben sich 61 Nobelpreisträger und 650 junge Wissenschaftler aus 70 Ländern am Bodensee versammelt. Heute habe ich mich erst einmal registriert – was trotz der Ankündigung, sich nur mit Pass registrieren zu dürfen, völlig problemlos abgelaufen ist. Dabei wurde dann das Begrüßungspaket sowie die blaue Tasche ausgehändigt. In der Tasche nur außerdem noch das Buch "Nobels" von Peter Badge, das in meinem Trolley vielleicht 1/4 des Platzes belegt. Gut, dass es uns vorher angekündigt worden war…

Nachmittags fand dann die Eröffnungszeremonie statt. Die Tagung wurde von Gräfin Bettina Bernadotte eröffnet, es wurden einige neue Ehrensenatoren aufgenommen. Das zog dann einiges an Reden nach sich (die von Ministerin Annette Schavan leider auf deutsch). Die Rede von Christof Bosch, dem Enkel von Robert Bosch, fand ich dabei am besten – er sagte ganz klar, dass er weiß, dass nicht er als Person geehrt wird, sondern als Stellvertreter der Stiftung.

Eröffnungszeremonie
Eröffnungszeremonie

Nach der Zeremie blieb dann auch noch Zeit, in einem Biergarten wenigstens die zweite Halbzeit des Spiels heute anzuschauen. Abends fand dann ein Willkommens-Essen für die Nachwuchswissenschaftler statt, bei dem ich bereits einige neue, nette Kontakte knüpfen konnte.

Ich freue mich schon sehr auf die kommende Woche. Besonders gespannt bin ich auf Dienstag abend – da bin ich von der Max-Planck-Gesellschaft, die mich netterweise hierher gebracht hat, zum Abendessen mit Preisträgern eingeladen. 

Mierk Schwabe

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Erhöht man die Spannung zwischen zwei Elektroden, die ein Gas umgeben, beginnt das Gas irgendwann zu leuchten: Freie Elektronen im Gas haben genug Energie, um die Gasteilchen zu ionisieren und noch mehr Elektronen aus den Atomen zu schlagen. Ein Plasma wurde gezündet, die Zündspannung ist erreicht. Gibt man nun noch zusätzlich Mikrometer große Teilchen in das Plasma, erhält man ein sogenanntes "Komplexes Plasma", mit dem ich mich zunächst als Doktorand und Post-Doc am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und nun an der University of California in Berkeley beschäftige. In diesem Blog möchte ich sowie ein wenig Einblick in den Alltag im Forschungsinstitut bieten, als auch über den (Plasma)-Rand hinaus blicken. Mierk Schwabe

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