Ende der Mission 9

BLOG: Zündspannung

Blick über den Plasmarand
Zündspannung

Die neunte Mission auf der ISS von PK-3 Plus ist heute erfolgreich zuende gegangen. Das Experiment ist sehr gut gelaufen, bisher haben wir keine Fehler feststellen können (und nehmen auch nicht an, dass wir das noch werden). Auch wissenschaftlich sieht es gut aus, zwar ist nicht alles so gelaufen wie erwartet, aber das gehört in der Forschung natürlich dazu.

Auch die Kooperation mit unseren russischen Kollegen war sehr angenehm und freundschaftlich, ich habe mich hier sehr willkommen und gut unterstützt gefühlt. Ich hoffe, dass diese Kooperation noch lange weitergeführt werden kann!

In einem der Räume im Kontrollzentrum sind die Wände mit Logos von vergangenen Missionen und Unterschriften der Teilnehmer bedeckt. Während unser kleinen Abschlussfeier haben alle Teammitglieder, die anwesend waren, neben unserem Logo (und einer russischen Schreibweise von 9th 😉 ) unterschrieben. Ich hoffe, dass noch viele weitere Unterschriften zu PK-3 Plus und vielleicht auch von Nachfolgeexperimenten dazukommen werden.

Unterschriften

Wir haben dann das Kontrollexperiment abgebaut und verpackt. Morgen geht es zurück nach München – wenn es der momentane Streik denn zulässt.

Ich hoffe, dass ich auch bei einer späteren Mission wieder dabei sein kann. Vielen Dank an alle, die dies dieses Mal ermöglicht haben! 

Veröffentlicht von

Erhöht man die Spannung zwischen zwei Elektroden, die ein Gas umgeben, beginnt das Gas irgendwann zu leuchten: Freie Elektronen im Gas haben genug Energie, um die Gasteilchen zu ionisieren und noch mehr Elektronen aus den Atomen zu schlagen. Ein Plasma wurde gezündet, die Zündspannung ist erreicht. Gibt man nun noch zusätzlich Mikrometer große Teilchen in das Plasma, erhält man ein sogenanntes "Komplexes Plasma", mit dem ich mich zunächst als Doktorand und Post-Doc am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und nun an der University of California in Berkeley beschäftige. In diesem Blog möchte ich sowie ein wenig Einblick in den Alltag im Forschungsinstitut bieten, als auch über den (Plasma)-Rand hinaus blicken. Mierk Schwabe

4 Kommentare

  1. Herzlichen Glückwunsch!

    Eine ganze Menge Leute hier sind stolz auf Euch und es ist richtig schön zu lesen, wie auch früher verfeindete Nationen heute im Geist von Forschung und Wissenschaft zusammenarbeiten.

    Danke für die Blogberichterstattung, das war ein echtes Highlight und spannendes Experiment!

  2. Das war ein toller Bericht die letzten Tage. Vor Ort war das sicherlich aufregender, zumal es noch die eigene Forschungsarbeit von Dir betrifft, aber auch aus der Ferne hat es mich “gepackt”.

    Nun viel Spaß noch bei der Auswertung.

Schreibe einen Kommentar