„Neue Modelle der Universität“ – Themenheft beleuchtet innovative Strukturen, adaptive Reaktionen und strategisches Verhalten
BLOG: Über das Wissenschaftssystem
Universitäten sehen sich zunehmend mit dem Paradoxon von Stabilität und Wandel konfrontiert. Während ihre Aufgaben in Forschung, Lehre und gesellschaftlichem Engagement unverändert bleiben, haben sich die Bedingungen, unter denen diese Aufgaben wahrgenommen werden, grundlegend verändert. Der globale Wettbewerb, der digitale Wandel und die Erwartungen an die gesellschaftliche Wirkung zwingen Hochschulen dazu, ihre Organisationsmodelle und Führungsstrukturen zu überdenken. Das Humboldt’sche Erbe der Autonomie und akademischen Selbstverwaltung wird durch den Druck nach Effizienz, Rechenschaftspflicht und Innovation in Frage gestellt.
„Mission Overload“ und „Mission Drift“
Der Call for Papers für diese überwiegend englischsprachige Sonderausgabe mit dem Originaltitel „New Models of the University: Innovative Structures, Adaptive Responses, and Strategic Behavior” hob diese Spannungen hervor, indem er auf ein zentrales Paradoxon im heutigen Hochschulwesen hinwies: Universitäten müssen ihren akademischen Kernaufgaben treu bleiben und sich gleichzeitig an externe Anforderungen anpassen, die oft im Widerspruch zu diesen Aufgaben stehen. Konzepte wie „Mission Overload“ und „Mission Drift“ beschreiben das Risiko, dass Universitäten in ihrem Bestreben, global wettbewerbsfähig und lokal relevant zu sein, sich übernehmen und ihren strategischen Fokus verlieren.
Universitäten als soziale Institutionen und strategische Organisationen
Universitäten fungieren heute sowohl als soziale Institutionen – eingebettet in kulturelle und politische Kontexte – als auch als strategische Organisationen, die bestimmte Ziele verfolgen und sich in einem komplexen Umfeld von Interessengruppen bewegen. Diese Doppelnatur bedeutet, dass weder deterministische Modelle struktureller Zwänge noch voluntaristische Vorstellungen von Managementfreiheit ausreichen, um Veränderungen zu erklären. Diese Spannung spiegelt wider, was in der Literatur als Paradoxon des Umweltdeterminismus und der Führungsagentur hervorgehoben wird. Diese Perspektive führt uns zurück zur alten Institutionalismustheorie, die sich genau auf die Organisation als meso-level soziales Umfeld konzentriert, in dem sich externe Druckfaktoren und interne Handlungen überschneiden. Die Beiträge in des Heftes untersuchen dieses Paradoxon empirisch und theoretisch. Sie untersuchen, wie Universitäten Autonomie und Rechenschaftspflicht, Innovation und Kontinuität, Wettbewerb und Zusammenarbeit in Einklang bringen. Auf der Grundlage von Organisations- und Institutionstheorien beleuchten sie, wie Hochschulen als adaptive, lernende Systeme agieren, die in ein breiteres politisches Umfeld eingebettet sind, das ihre Entwicklung zwar prägt, aber nicht bestimmt.
Wie Autonomie und Rechenschaftspflicht, Innovation und Kontinuität in Einklang bringen?
In den letzten Jahren haben sich Digitalisierung und künstliche Intelligenz (KI) zu transformativen Kräften entwickelt, die den Wandel hin zu einer „Mode 2“-Wissensproduktion beschleunigen – kontextorientiert, problemfokussiert und sozial verteilt. Die Universitäten reagieren auf diesen Druck nicht nur durch die Einführung neuer Technologien, sondern auch durch die Entwicklung neuer Governance-Kapazitäten: vorausschauende Weitsicht, sektorübergreifende Zusammenarbeit und vernetzte Organisationsformen.
Entwicklung neuer Governance-Kapazitäten
Vor diesem Hintergrund befassen sich die Beiträge in dieses Heftes gemeinsam mit einer zentralen Frage: Wie gestalten Universitäten ihre Organisationsarchitektur, ihre Governance-Systeme und ihr strategisches Verhalten neu, um komplexe, mehrschichtige Veränderungen zu bewältigen? Die Idee zu diesem Themenheft entstand aus laufenden wissenschaftlichen Debatten und empirischen Beobachtungen zum institutionellen Wandel im europäischen und internationalen Hochschulwesen. Die Herausgeber luden zu Beiträgen ein, die analytische Tiefe mit empirischer Stringenz verbinden und eine Brücke zwischen den Perspektiven der Organisationssoziologie, der Hochschulforschung und der Managementwissenschaften schlagen sollten.
Dimensionen des Wandels
Der Call for Papers schlug mehrere analytische Dimensionen vor, an denen sich die Beiträge orientieren sollten: (1) Finanzierung und Ressourcenabhängigkeit; (2) Digitalisierung und technologische Innovation; (3) Diversität, Inklusion und Internationalisierung; (4) Autonomie und Governance; (5) akademische Freiheit und Legitimität; und (6) gesellschaftliche Relevanz und Wirkung. Diese Themen spiegeln sowohl langfristige Entwicklungen im Hochschulwesen als auch neue systemische Belastungen wider, die sich aus globalen Krisen, der Verbreitung künstlicher Intelligenz und Nachhaltigkeitserfordernissen ergeben.
Der Aufruf lud die Autoren außerdem dazu ein, organisatorische und institutionelle Perspektiven einzunehmen, insbesondere Ressourcenabhängigkeit, institutioneller Isomorphismus und organisationales Lernen zu berücksichtigen. Diese Rahmenkonzepte erkennen Universitäten als dynamische Akteure an, die eine strategische Positionierung anstreben und gleichzeitig innerhalb regulatorischer und kultureller Beschränkungen agieren.
Kontexte von Europa über Nordamerika bis zum Nahen Osten
Aus den zahlreichen Einreichungen wurden nach einer Begutachtung durch Fachkollegen dreizehn Beiträge ausgewählt, die verschiedene Methoden widerspiegeln – qualitative Fallstudien, Ethnografie, Dokumentenanalyse und Literaturrecherchen – und Kontexte von Europa über Nordamerika bis zum Nahen Osten abdecken. Zusammengenommen zeigen sie, dass organisatorische Veränderungen an Universitäten selten linear verlaufen, sondern sich durch Verhandlungen, Anpassungen und Experimente auf mehreren Ebenen vollziehen.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit und Kohärenz wurden die (zu einem relativ großen Teil englischsprachigen) Beiträge in vier thematische Cluster gruppiert:
- Strukturelle und strategische Innovation – Untersuchung neuer Governance-Modelle und institutioneller Experimente;
- Adaptive Governance und Krisenmanagement – Umgang mit Resilienz, Konflikten und technologischen Umbrüchen;
- Kollaborative und vorausschauende Entwicklung – Erforschung von Zusammenarbeit, Netzwerken und KI-Governance; und
- Umfassendere Reform- und Nachhaltigkeitsperspektiven.
Das Themenheft wurde herausgegeben von Barbara Sporn (Wirtschaftsuniversität Wien), Tatiana Fumasoli (University College London), René Krempkow (Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg) und Liudvika Leišytė (TU Dortmund). Es erscheint dank einer Förderung durch das Forum Neue Medien Austria im Open Access und kann daher kostenlos heruntergeladen werden unter www.zfhe.at.
Ergänzend zur Veröffentlichung des Heftes wird es ein Online Event zur Präsentation der zentralen Ergebnisse der Beiträge für eine breitere (wissenschaftliche) Öffentlichkeit geben. Das Format wird einen einführenden Überblick der Herausgeber:innen enthalten, gefolgt von kurzen “Pitches” durch Autor:innen (je 5 Minuten) und deren Diskussion. Das Event wird am 12. Februar, 13-14.30 Uhr (CET) stattfinden, als Teil der (englischsprachigen) IHM Speaker Series (https://www.wu.ac.at/ihm/events/higher-education-speaker-series).
Die Welt ist eine Inflationsblase, die ganz genauso funktioniert, wie die Finanzblasen auf den Börsen. Im Moment sind wir in der Phase kurz vorm Platzen, wo alle Investoren gutes Geld schlechtem hinterher werfen, um Projekte zu retten, die längst gescheitert sind. Das heißt, jede Sekte des Planeten überzüchtet sich ins Eiltempo, Betrüger und Scharlatane sind im Schlaraffenland, wenige Gewinner streichen den Jackpot ein und der Rest geht leer aus, denn ansonsten gewinnen nur die, die es schaffen, sich rechtzeitig abzusetzen, solange sie noch Profit in der Tasche haben. Und die Unis spielen eine eigene Variante des Spiels.
Das Spannende daran ist, dass Sekten zwar meist Wahnsinn überzüchten, aber einige machen doch was Sinnvolles – dort entstehen Präzisionswerkzeuge, neue Elemente, neues Wissen und Können, das der Welt zur Verfügung stehen wird, nachdem sie sich aus der Asche erhebt und eine neue Blase aufbaut. So läuft die Evolution in der Schmiede des Hephaistos: Viel Lärm, viel Schall und Rauch und Lichtshow, viel Schlacke und Hämmern und Schweiß für ein kleines Buttermesser. Wir haben viele Labore, viele Petrischalen, viele betriebsblinde Hochleistungsfachidioten, die gerade aus purer Todesangst auf Turbo schalten.
Die Inflationsblase Bildung läuft in etwa so: Sie begießen die Kids mit der Gießkanne mit Weisheit und Wissen aller Art, damit auch überall was hängen bleibt, wo was hängen bleiben kann, die Kids suchen sich aus, was zu ihnen passt, und so wächst die ganze Rabatte samt Unkraut und Blümchen, jeder wird das Beste, was er werden kann. Sie verarschen die kleinen Migranten aus Mösien, indem Sie ihnen sagen, sie könnten alles werden, was sie wollen, damit sie was Besseres werden als nix, und möglichst viel Baumwolle pflücken, aus der Sie sich dann Hosen für alle stricken können, denn mit Hose verbittert ist gesünder als hosenlos erfroren. Greif nach den Sternen, kommste auf die Leiter, nur wer seine Ziele zu hoch steckt, kann sein volles Potenzial ausschöpfen und herausfinden, wie weit er überhaupt kommen kann.
Doch die Eltern der Kids sind es, die die Show bezahlen, und die müssen Sie bei Laune halten – für Mami ist ja das Kind nicht doof, nur der Lehrer unfähig, außer der Lehrer hat eigenes Geld, dann wird er dadurch unfähig, dass er nix dafür leisten muss, und deswegen sind für ihn alle Kinder doof. Und deswegen fangen Sie an, die Standards zu senken, Doktorhüte als Origami-Muster herauszugeben, wer sich einen falten kann, ist einer. Und wer es nicht schafft, dem schmeißen Sie eine Runde Doktorhüte mit Bier beim Oktoberfest. Es ist ein Inflationsmechanismus – Wertminderung durch Mehrung ohne Qualitätskontrolle, ich nenne das aber auch gern Arisierung: Erst muss man erst mal leisten, um zum Ritter geschlagen zu werden, dann reicht es, wenn Urururopa was geleistet hat, dann darf jeder, der zufällig gerade in der Gegend war, und der Titel bedeutet nichts mehr.
Deswegen brauchen Sie die doppelte Bildung: Einmal zum Bespaßen von Schimpansen, einmal, um aus der Masse diejenigen herauszufiltern, die tatsächlich was drauf haben. Doch weil die Leistungsträger von der großen Masse genervt sind, schließen sie sich im Elfenbeinturm ein, lassen nur Leute rein, die strenge Kriterien erfüllen, und durch die Isolationshaft in der Sekte verlieren sie den Bezug zur Realität, auch ihre Kriterien werden immer mehr zu sinnloser Akrobatik und schließen viele Migranten aus, die sie dringend bräuchten, um den Laden aufzumischen, damit er nicht durch memetische Inzucht komplett verblödet.
Bildung funktioniert also wie Elon Musk: Affenbespaßung für die Kohle, der Profit wird in Raumfahrt und Tesla investiert. Weil aber auch die Konkurrenz die Affen bespaßen will, die Affen lieber bespaßt werden, als Bananen zu pflücken, bekommen Sie immer weniger Bananen und müssen immer mehr in den Affenzirkus investieren, sich mit dem Oberaffen abgeben, der nix kann als Brot zu fressen und Spiele zu veranstalten, bis Sie irgendwann keine andere Wahl haben, als die Affen herauszupicken, die sich zum Pflücken peitschen lassen, und die Renitenten und den Überbestand zu keulen. Beweisstück A: Alles Geschehen heute. QED.
Das heißt, Sie haben einen harten Kern, der zunehmend von Leistungsträgern zum Gaga-Klerus mutiert, aber immer noch genug Mittel kontrolliert, um die Leistungsträger aus der Masse herauszufischen und ihre Arbeit zu nützen, um Gaga am Leben zu halten und zu mehren, bis es der Realität beliebt, es zwischen zwei Fingern zu zerquetschen wie eine Wanze.
Während der Verblödung sinkt seine Eigenleistung, dafür steigt sein Bedarf an Fremdleistung, die Kosten-Nutzen-Rechnung fällt immer ungünstiger aus, da der Profit immer mehr Blödheit konservieren muss, dadurch fressen die Erhaltungskosten die Investitionen, und damit das Ganze trotzdem überlebt, braucht es stetes Wachstum, verschlingt immer mehr Ressourcen von Draußen: Exponentielles Massewachstum bei linearer Beschleunigung, irgendwann ist die Lichtgeschwindigkeit erreicht und Sie kriegen ein Schwarzes Loch.
Drum herum ein Ring aus Leuten, die den Elfenbeinturm nach Kräften nachäffen und sich wie Dressurpferde auf sinnlose Turnübungen dressieren lassen, weil sie hoffen, in den Elfenbeinturm zu den Auserwählten zu stoßen. Dieser besteht aus Leuten, die tatsächlich am Zweck der Übung – Wissen und Lernen – interessiert sind und irgendwann dafür sorgen werden, dass die Inflationsblase weiter genug Erfolg hat, um weiter zu wachsen, und aus Leuten, die nur die Turnübungen lernen, weil sie nicht blöd genug sind, tatsächlich etwas zu leisten, wenn Posen ausreicht, um sich vom Elfenbeinturm den Ariernachweis zu holen.
Wenn diese zweite Sorte in den Elfenbeinturm kommt, pervertiert sie die Leistungsstandards so, dass sie ihnen zugute kommen – das Sterben einer Inflationsblase erkennen Sie daran, dass Form den Inhalt ersetzt, dass das Gesetz wichtiger wird als sein Sinn, der Schein wichtiger als das Sein, die Schminke wichtiger als die Frage, ob der Patient noch lebt, dass Anwälte sprießen wie die Pilze nach dem Regen und die Bürokratie jedes Detail regeln muss: Da der Übung jeder Sinn fehlt, können die Beteiligten die Vorschriften auch nicht sinnvoll interpretieren, und deswegen muss man den Wahnsinn eskalieren lassen, bis keiner mehr durchblickt und in dem Paragraphenwildwuchs nur noch das Gesetz des Dschungels herrscht, wo Paragraphen Zähne und Klauen sind.
Drum herum ist wiederum der Kleinvieh-Ring, der mit seinem Mist das Ganze düngt, die ganze Affenhorde, die von der Wissenschaft nur weiß, dass ein Zauberer einen eckigen Hut trägt und ganz oft „Quanten“ quakt. Die Affen tolerieren die Kokosnuss, ohne sie zu knacken, weil diese ihnen Schutzgeld zahlt – sie werden bespaßt, erhoffen sich ein Himmelreich im Jenseits, bessere Smartphones heute und was man so alles Bauerntrampeln und dummen Wilden verspricht, denen man Schlangenöl, Feuerwasser, Ablassbriefe, Zauberbohnen und Glasperlen andrehen möchte.
Das heißt, Sie arbeiten mit einem System, das ohne ein gewisses Maß an Betrug und Selbstbetrug nicht funktionieren kann. Im Moment kann sich die Blase nicht mehr retten, nicht mehr Luft ablassen, sie muss platzen, denn die Poser sind allmächtig geworden – der Schein hat das Sein verschlungen, die Betriebskosten der Firma Menschheit verschlingen jeden Profit, ein Leistungsträger muss hundert Aktionäre durchfüttern, der Konsum erstickt die Produktion, und uns allen geht’s viel zu gut dabei, als dass wir zulassen könnten, dass sich irgend etwas daran ändert. Und je mehr das System in die Brüche geht, je härter das Leben wird, desto mehr klammern wir uns an das, was uns tötet.
Der Schlüssel zur Lösung liegt im Reality Check: Aufwachen. Die Welt anschauen. Was brauche ich, was kann ich dulden, worauf kann ich verzichten? Es gibt andere Möglichkeiten, einen Kassensturz durchzuführen, als die ganze Firma niederzubrennen. Doch unzählige Menschen, die geglaubt hatten, ehrliche Arbeit zu leisten, während sie nur als Poser jobbten, werden ihre Funktion verlieren, ihren Job. Und aus deren Verweigerungshaltung, deren Überlebenswillen, schöpft unser Henker seine Kraft.
Es geht ums Gleichgewicht – der Elfenbeinturm hält das Ganze zusammen, er sorgt für Standards, für Regeln. Das Draußen fordert ihn heraus, probiert andere Wege, reißt an den Ketten, die er ihnen auferlegt, manche streifen sie ab und haben Erfolg, wo er sich längst im Scheitern einbetoniert hat. Aber es lässt auch keinen Irrweg, keinen Schwachsinn aus, und diese Elemente müssen zwangsläufig dominieren. Je mehr sich der Elfenbeinturm vom Draußen abschottet, je diktatorischer und weltfremder er wird, desto bunter treibt’s das Draußen. Je bunter es das Draußen treibt, desto mehr nervt es, desto mehr isoliert sich der Turm.
Irgendwann kommt’s zur Nova. Die Blase platzt. Der harte Kern bleibt, die Hülle zerstreut sich in alle Winde. Übrig bliebt ein vielleicht ein Kloster, ein Neutronenstern, in dem Mönche antikes Wissen konservieren und tote Sprachen sprechen, während draußen die Finsternis an einem neuen Urknall arbeitet. Falls die Mönche einen Schrebergarten haben, der sie statt der Affenhorden durchfüttert.
Die Unis versuchen gerade, das Unmögliche zu schaffen. Diese Management-Konzepte werden in den Büchern überleben und irgendwann, in einer einfacheren, weniger verknöcherten Welt zur Verfügung stehen, das Mögliche zu schaffen. Werkzeuge. Elemente, die in Sternen geschmiedet werden. Greif nach den Sternen, kommste auf die Leiter. Man lernt halt nie aus, ne?
Lieber Paul S.,
vielen Dank für den umfassenden Kommentar. Und gut, dass Sie (wenngleich erst gegen Ende) noch den Bogen zur Rolle der Management-Konzepte an Hochschulen geschlagen haben – und dann sogar mit einem halbwegs positiven Ausblick am Schluss! Denn es ist ja tatsächlich ein Ziel von Wissenschaft und Forschung, eine Art Vorratswissen zu schaffen.
Allerdings halte ich Ihre Einschätzung “…der Elfenbeinturm hält das Ganze zusammen, er sorgt für Standards, für Regeln…” für eine deutliche Überschätzung der Rolle von Wissenchaft und Hochschulen. Sind es nicht vielmehr die Legislative und die Exekutive, die für Standards, für Regeln sorgen? Haben Wissenchaft und Hochschulen hierbei nicht höchstens eine beratende Rolle (oft nicht einmal dies)?
Beste Grüße
René Krempkow