Wie sich Misstrauen in Verfolgungsideen verwandelt

In der letzten Zeit häufen sich Corona-Theorien wie Seuchen, zum Beispiel dass die Pharmabranche die Weltherrschaft übernimmt, und zwar ganz heimlich, ohne dass es jemand merkt. Außerdem plant die Politik, die Freiheitsrechte abzuschaffen.

Heimlich! Von wegen! Es steht in jeder Tagesnachrichten-Zusammenfassung.

Das finde ich bemerkenswert: Alle wissen angeblich, was heimlich geschieht, es gibt aber keinerlei Beweise, nur extremes Misstrauen. Es scheint so zu sein, dass sich dieses Misstrauen langsam in krude Denkstrukturen verwandelt, die man Verschwörungstheorien nennt.

Ich bin ja etwas älter und haben schon etliche Runden mitgemacht. In meiner Jungend munkelte man angstvoll: „Der Russe kommt.“ Wenn ich fragte, wo der Russe denn sei: „Der Russe denkt sehr langfristig, das ist genau die Gefahr. Er kommt schleichend, wir unterschätzen ihn, was ihn freut und ihm in die Hände spielt.“

Später, als Japan führende Industrien hervorbrachte (Auto, Elektronik), fürchtete man die gelbe Gefahr. Dieses Feindbild ging auf China über. Die Vorstellung der gelben Gefahr wird übrigens seit ca. 1900 (!) gepflegt. Ich fragte: „Was tun uns denn die Chinesen?“ Sie antworteten mir: „Es sind so viele. Sei nicht so naiv.“ Wenn irgendwo Krieg ausbrach, fürchten wir uns vor dem Weltdiktat der Waffenlobby, die veraltete Munition verwendet sehen wollte. Bei Energiekrisen schimpften wir auf die Weltherrschaft der Ölkonzerne und der Atomlobby. In der Finanzkrise erkannten wir, dass die Banken uns finster im Griff haben. Während der Flüchtlingskrisen stellten wir uns bewusst von außen provozierte Fluchtströme vor, die uns zerstören sollten. Heute ist Pharma dran.

Mit meiner Aufzählung will ich nur sagen, dass wir stets besonders solche Weltherrschaftsfantasien pflegen, die in der Nähe unseres gegenwärtigen Angstzentrums residieren.

Da läuft etwas ab: Zuerst wütet eine ungewisse Angst in uns. Die wollen wir nicht aushalten. Wir verwandeln diese diffuse Angst daher in eine konkrete Furcht. Wir denken anschließend nach, wer davon profitiert, wenn das eintritt, was wir konkret fürchten. Dann misstrauen wir denen, die davon profitieren, wenn das eintritt, was wir fürchten. Meistens profitieren solche Kräfte im Zustand der Angst, denen wir ohnehin nicht vertrauen. Das steigert unser Misstrauen enorm. Das Misstrauen schwillt an und kristallisiert sich bis hin zu Wahnideen. Ein ganzes Volk steigert sich in einen Verfolgungswahn und setzt ab jetzt jede Wahrnehmung im Leben zwanghaft in eine Beziehung zu dem Verfolger.

[Paranoide beziehen jedes Gerede in ihrer Gegenwart und überhaupt auf sich. Sie können sich nicht vorstellen, dass Leute mal nicht über sie reden oder ihnen nichts am Zeug flicken wollen. Sie interpretieren zufällige Ereignisse im Sinne ihrer Angst. Nichts ist zufällig, alles geschieht ihretwegen, um ihnen zu schaden. Sie müssen aufpassen.]

Das Misstrauen gegen die verschiedenen Lobbys ist immer irgendwie berechtigt gewesen. Die systemrelevanten Lobbyisten wollen ja etwas zu ihrem Vorteil erreichen, etwa die deutsche Autoindustrie unter Naturschutz zu stellen. Die Pharmaindustrie schickt ja wirklich jede Menge von Pharmaberatern aus, die an Ärzte bedenklich viele Wohltaten verteilen. Sie finanziert so genannte unabhängige wissenschaftliche Studien. Das ist aber kein Problem speziell „von Pharma“, sondern eines unserer Ökonomie und unserer Gesellschaft, das wir in allen Branchen und Gesellschaftsbereichen haben. Unsere Politiker sind ja wirklich zu fast allem bereit, um ihre Wiederwahl zu sichern. Daher misstrauen wir ihnen. Zu Recht. Es gibt so viel zu kritisieren! Und das alles beginnt sich jetzt selbstständig zu machen:

Jetzt kann man alle die vielen generellen Schwachpunkte unserer nicht integren Gesellschaft punktuell zur Untermauerung der Paranoia zurechtbiegen.

Eine von Paranoia befallene Gesellschaft redet ab sofort nur noch über den auserkorenen Feind, nicht aber über die Überwindung der Krise. Kristallisiertes Misstrauen erzeugt kein besonnenes Handeln.

Faktencheck (hilft nichts gegen Fantasien, aber zur Erläuterung des Gesagten): Alle Pharmaunternehmen weltweit erzielen zusammen im Jahr knapp 1000 Milliarden oder eine Billion Euro Umsatz. Zum Vergleich: Walmart (Einzelhandel USA) hat ca. 500 Mrd. Umsatz, Shell 320 Mrd., VW und Toyota je etwa 250 Mrd. Umsatz, der gefürchtete Weltherrscher Amazon kommt nur auf 260 Mrd. Euro im Jahr. Können viele verschiedene weltweit verteilte Firmen mit 1000 Mrd. Gesamtumsatz die Weltherrschaft gegen alle anderen Branchen erreichen? „Pharma ist doch eine vergleichsweise kleine Nummer“, oder?

Noch präziser: Wir sehen in der Corona-Krise, dass wir vermeiden, zum Arzt zu gehen. Wir verschieben normale Wehwehchen und Vorsorgeuntersuchungen, wir gehen später zum Zahnarzt. Ärzte in meiner Umgebung sprechen von einem sagenhaften Einbruch: es kommen nur gut die Hälfte der normalen Patienten in die Praxis. Die Bundesregierung ruft im Fernsehen auf, doch bitte aufgeschobene Kliniktermine wieder wahrzunehmen, weil Betten und OP-Kapazitäten derzeit unterausgelastet seien. Im Klartext: Wir Bürger halten uns derzeit „von Pharma fern“ und schlucken weniger Viagra. Ich kann also heute vorhersagen, dass die Pharma-Industrie im Ganzen vielleicht 10 Prozent Umsatz in 2020 verliert, das sind 100 Milliarden. Und DIESE Zahl halten Sie einmal gegen die paar Milliarden, die mit Impfstoffen und Tests umgesetzt werden. Die Pharmaindustrie profitiert also im Ganzen wohl nicht von der Krise.

Dabei gibt es wirkliche Profiteure der Krise: Das sind Unternehmen, die etwas anbieten, was für das Einrichten eines Home-Office gebraucht wird: Microsoft, Slack, Dropbox. Es gibt Plattformen, auf denen sich IT-Leute und andere Aufträge besorgen können. Das Unternehmen Teladoc boomt, weil man heute den Arzt nur anrufen will, nicht besuchen. Es war zeitweise schwerer, an Web-Cams zu kommen als an Klopapier. Im Home-Office muss IT-Sicherheit herrschen, dazu boomt eine ganze Branche.

Solche Firmen und Branchen kommen in den Verschwörungsideen nicht vor, denn dann wären die Theorien nicht mehr stammtischeinfach – und das ist eine wesentliche Kerneigenschaft: Verschwörungstheorien müssen populär-dunkel-unfassbar-unfasslich-klar-einfach sein und am besten irgendeinen unerreichbar-entfernten Dr. No hergeben – sonst könnte man das Problem ja lösen. Ohne Dr. No muss man eben annehmen, dass alle gegen einen selbst sind, die haben sich verschworen!

Bitte lassen Sie nicht berechtigtes Misstrauen in Paranoia umschlagen. Die Paranoia will immer das Übel an der Wurzel packen; aber sie verkennt, was die Wurzel ist.

Die Wurzel ist das Nicht-Integre unserer Gesellschaft, die Abzocke und eine politische Klasse, die nur um Macht rangelt. Für die Weltherrschaft braucht man doch ein höheres intellektuelles und unternehmerisches Format, oder? Das haben die Bonusjäger und Wiederwahlpolitiker nicht. Das wissen Sie doch. Das sagen Sie sich jeden lieben langen Tag, außer wenn Krise ist – dann trauen sie „denen“ plötzlich alles zu. Das flüstert Ihnen die Angst ein. Da stimmt etwas mit Ihnen nicht.

Und bei aller Brachialkritik: Die meisten Bundesbürger finden, dass wir die Krise ganz gut managen. Die Handelnden lassen derzeit auch schon mal Boni und Wahlen weg. Ich finde es gesund, auch diese Seite zu würdigen. Das ist ein Lackmustest auf Paranoia, verstehen Sie? Paranoia würdigt nie.

 

Gunter Dueck

Veröffentlicht von

www.omnisophie.com

Bei IBM nannten sie mich "Wild Duck", also Querdenker. Ich war dort Chief Technology Officer, so etwas wie "Teil des technologischen Gewissens". Ich habe mich viel um "artgerechte Arbeitsumgebungen" (besonders für Techies) gekümmert und über Innovation und Unternehmenskulturen nachgedacht. Besonders jetzt, nach meiner Versetzung in den Unruhestand, äußere ich mich oft zum täglichen Wahnsinn in Arbeitsumgebungen und bei Bildung und Erziehung ein bisschen polarisierend-satirisch, wo echt predigende Leidenschaft auf Stirnrunzeln träfe. Es geht mir immer um "artgerechte Haltung von Menschen"! Heute bin ich als freier Schriftsteller, Referent und Business-Angel selbstständig und würde gerne etwas zum Anschieben neuer Bildungssysteme beitragen. Ich schreibe also rund um Kinder, Menschen, Manager und Berater - und bitte um Verzeihung, wenn ich das Tägliche auch öfter einmal in Beziehung zu Platon & Co. bringe. Die Beiträge hier stehen auch auf meiner Homepage www.omnisophie.com als pdf-download bereit. Wer sie ordentlich zitiert, mag sie irgendwo hin kopieren. Gunter Dueck

45 Kommentare

  1. “Der beißt nicht, der will nur spielen”, das sagen die Hundebesitzer, wenn jemand Angst hat. Hat der Ängstliche Paranoia ?
    “Die gelbe Gefahr”, gibt es die ? Die gibt es, die hat unser Handwerk mit Dumpingpreisen kaputt gemacht . In Süddeutschland gibt es nur noch eine einzige Firma (Trigema), die Wäsche produziert.
    Welche deutsche Firma kann noch Mikroprozessoren erzeugen ?
    Oder ganz aktuell, Gesichtsmasken, die müssen wir aus China importieren.
    Wie steht es mit Betablockern und anderen Medikamenten. ?

    Herr Dueck, reden sie den Deutschen die Paranoia nicht aus, nur weil sich bislang das Ausland vor den Deutschen gefürchtet hat, diesesmal ist sie begründet.

  2. Bewusstseinsschwäche in Angst, Gewalt und “Individualbewusstsein”, ein Erbe aus unserer Zeit als instinktive Emotionalität überlebenswichtig war, das hat Mensch imperialistisch-faschistisch bis zum nun anscheinend unabänderlichen “freiheitlichen” Wettbewerb gepflegt – Bewusstseinsbetäubung in Unwahrheit, Unvernunft und geistigem Stillstand seit der “Vertreibung aus dem Paradies” (erster und bisher einzige geistige Evolutionssprung), wer darin Wunder oder Phänomen sieht, der ist Heuchler, profitierender Lügner oder einfach bis kompliziert systemrational-dumm gebildet / konfusioniert.

    Man kann das Dilemma auch Suppenkaspermentalität nennen, an der bisher von Bibel bis moderne Philosophen alles gescheitert ist, bzw. in Schuld- und Sündenbocksuche verwurstet wurde.

  3. Ich habe Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunk(BR) im letzten Jahrzehnt über 15x darauf aufmerksam gemacht, dass das Phänomen ´Nahtod-Erfahrung´(NTE) von mir schon komplett als Ergebnis eines einfachen Erinnerungsvorgangs erklärt ist – und sogar Infomaterial / Bücher zum BR geschickt.

    Die Reaktion
    a) es gab keine einzige Rückfrage vom BR mit der Bitte um mehr Information
    b) die Bücher wurden ungeöffnet(!!!) – original in Folie verschweisst – an mich zurück geschickt. Bei CDs wurde ich gefragt, ob man sie zurückschicken soll oder sie wegwerfen darf.
    c) der BR stellt in seinen Berichten das Phänomen NTE noch immer einseitig als unerklärbar dar.

    Auch wenn NTEs und die Corona-Pandemie nichts miteinander zu tun haben – das Grundproblem ist das Gleiche:
    Man kann einem Menschen soviel Sachinformation anbieten wie man will. Wenn diese Person überhaupt kein Interesse daran hat, sich gut zu informieren – wird auch keinerlei Information zur Kenntnis genommen.
    Und für Journalisten speziell gilt auch noch – wenn man gar nicht weiß was eine ausgewogene Recherche bzw. Berichterstattung ist – kann man auch keine darauf aufbauenden Medienberichte erstellen.

    Ob man dann von Paranoia oder von Dummheit spricht – ist Ansichtssache

  4. Sehr guter Beitrag. Paranoia fokussiert auf eine angebliche Gefahr und vergisst darob das grössere Bild. Die gelbe Gefahr ist eine solche Paranoia – eine die tatsächlich schon viele Jahrzehnte anhält und jetzt auch in Politik umgeschlagen hat, ist doch unter Trump eine Art neuer kalter Krieg zwischen den USA und China eingeleitet worden. Dabei kann man das auch anders sehen. Japan und auch China sind einfach Länder, die den technologischen Graben, der früher zwischen dem Westen und der übrigen Welt herrschte überwunden haben (Japan) oder daran sind ihn zu überwinden (China). Andere Länder werden folgen. Wird man immer noch von der gelben Gefahr reden, wenn Indien dazustösst? Oder ist es gar nicht die gelbe Gefahr, die man fürchtet, sondern etwa die Angst, dass die Andern früher oder später gleichziehen? Dabei behaupten viele doch, sie litten an der Ungerechtigkeit und Ungleichheit in dieser Welt. Doch tun sie das wirklich – oder leiden sie nur an der empfundenen Ungerechtigkeit ihnen selbst gegenüber?

    Dabei kann man das und kann speziell Deutschland das auch ganz anders sehen. Aufstrebende Länder sind nicht nur eine Gefahr, sie sind auch eine Chance. Es muss kein Nullsummenspiel sein. Alle können dabei gewinnen.

    • China ist nicht nur aufstrebend, sondern imperialistisch und zunehmend aggressiv, nur eben sehr geschickt. Die “gelbe Gefahr” als übertrieben zu betrachten, sollte einen nicht von echten Gefahren ablenken. Eine Chance liegt darin dennoch, Zustimmung, und sei es durch einen neuen Gegner, der uns dazu zwingt, uns zusammenzureißen, wie seinerzeit im Kalten Krieg.

      • @DH (Zitat):

        China ist nicht nur aufstrebend, sondern imperialistisch und zunehmend aggressiv

        Antwort: Wenn China imperialistisch und aggressiv ist, dann vor allem seinen unmittelbaren Nachbarländern gegenüber, denen gegenüber China seine schiere Grösse ausspielt. Das tut China mit einer Mischung von zur Schau gestellter Militärmacht und mit seiner Wirtschaftsmacht. Das ist so. Doch in diesem Punkt unterscheidet es sich kaum von den USA, die Lateinamerika lange Zeit auch als ihren Hinterhof behandelt haben.
        Was die Wirtschaftsoffensiven Chinas angeht wie die neue Seidenstrasse (one Belt, one Road), so sind das vor allem Entwicklungsprojekte für die Gebiete durch die die Strasse führt (sogar Afrika gehört dazu). Damit will China seinen wirtschaftlichen Einfluss in der Welt, vor allem aber in den sich entwickelnden Ländern stärken. Auch hier gibt es Ähnlichkeiten mit dem früheren Verhalten der USA und Europas. Ich bin mir sicher, dass China dabei nicht nur gewinnt, sondern dass es auch mehr und mehr als neue Kolonialmacht wahrgenommen wird -genauso wie das den USA geschah.

        Nun zu einem weiteren Punkt in ihrem Kommentar:

        Eine Chance liegt darin dennoch, Zustimmung, und sei es durch einen neuen Gegner, der uns dazu zwingt, uns zusammenzureißen, wie seinerzeit im Kalten Krieg.

        Antwort: Ein kalter Krieg in dem es nicht primär um Militärmacht, sondern um Wirtschaftsmacht geht und in dem die technologisch/wissenschaftliche Entwicklung Chinas durch künstliche Handelshemmnisse gebremst werden soll, schadet letztlich der ganzen Welt, denn es verlangsamt den technologisch/wirtschaftlichen Fortschritt.
        Anstatt einen kalten Krieg anzuzetteln wäre es für den Westen besser auf dem freien Zugang zum chinesischen Markt zu bestehen.

        • Der Vergleich mit den USA paßt, auch das ein z.T. aggressives Imperium, das nicht mehr primär über das Erobern von Territorien kommt, sondern Marionettenregierungen etabliert und Kultur exportiert.
          Ein wesentlicher Unterschied ist aber, daß China eine Diktatur ist, in der kein Widerstand möglich ist, und daß China immer mehr versucht, eine gefährliche Mischung zu etablieren, aus Turbokapitalismus, Tugendterror und Nationalismus.
          ” künstliche Handelshemmnisse ”
          Sind die so künstlich oder wars nötig, mal auf die Bremse zu treten. Freier Handel, der nur noch einer Elite nützt, zerstört den Fortschritt weit effektiver als ein wenig Protektionismus, der die Vertreter des Freihandels auch dazu zwingt, sich neu aufzustellen.

  5. hto,
    hinter jedem Gewinner bei Aktiengeschäften steht ein Verlierer. Ich spiele noch nicht mal Lotto. Das Glück eines Menschen ist begrenzt. Das darf man nicht mit Glückspielen vergeuden.

    Martin Holzherr,
    Geschäfte mit China sind kein win-win Spiel. Die Verlierer sind wir.
    Gehen sie doch mal in einen Laden und suchen ein technisches Produkt auf dem nicht “made in china ” steht.

    • @H.Wied:

      Gehen sie doch mal in einen Laden und suchen ein technisches Produkt auf dem nicht “made in china ” steht.

      Antwort: Unser kapitalistisches System hat doch China zur Werkstatt der Welt gemacht. Weil in diesem System das Preis/Qualitäts-Verhältnis eines Produkts oder Dienstes den Gewinner bestimmt. Und der Gewinner für Standardtechnolgien und Standardprodukte kann nur ein Land sein, das bei guter Arbeitsdisziplin und robuster technologischer Basis relativ niedrige Löhne hat.
      Doch das ist insgesamt kein Nachteil für Deutschland, weil es Deutschland erlaubte oder sogar zwang die Qualität seiner Produkte und Dienstleistungen weiter zu erhöhen um an der Weltspitze zu bleiben. Wenn es Verlierer gibt, dann ist der Verlierer nicht Deutschland, sondern wenn schon sind es die Niederqualifizierten in Deutschland, weil die Niederqualifizierten quasi in direkter Konkurrenz zum durchschnittlichen Chinesen stehen – mindestens für Produkte und Dienste die zwischen China und Deutschland gehandelt werden.

  6. @Wied

    Nee nee, hinter jedem Gewinner des Aktienhandels stehen TAUSENDE Verlierer.

    Gut, Du gehörst also nicht zu den paranoiden Heuchlern, sehr schön 😏👊

    Das schlechte Gewissen dieser Welt- und “Werteordnung” wird bald …

  7. Zustimmung zum Artikel, einiges fehlt aber auch.
    Paranoia blüht auch, weil gerade Medien jede vernünftige Kritik ausstoßen und in die Ecke der Verschwörungstheorie stellen.
    So mancher V-Theoretiker dürfte auch gar nicht an das glauben, was er sagt, tut es aber, weil er das Establishment mit seinen eigenen Waffen schlagen will. Das ist nicht so dumm wie es aussieht, den Narren spielen, um unterschätzt zu werden, außerdem ist es v.a. das Establishment selber, daß die V-Theorien nur so raushaut.
    Oft ersetzt die V-Theorie auch die seriöse Gesellschaftskritik, Gates als Erfinder des Virus, statt dringend nötiger Kritik an der Privatisierung der WHO- ein Beispiel für extremes Medienversagen.
    Man muß auch aufpassen, daß man nicht einem Verwandten des Präventionsparadox aufsitzt- so manch übertriebene Theorie trägt auch bei zu einer Skepsis, die dann Schlimmeres verhindern hilft, hinterher wirkt es dann so, als wenn die Skepsis unbegründet war.

  8. @Holzherr

    Werkstatt ist nicht der richtige Ausdruck, der Westen hat sich die “Entwicklungshilfe” sicher ganz anders gedacht – Man dachte sicher die Chinesen würden sich mit ihrem begrenzten Gemeinschaftseigentum in Grund und Boden wirtschaften, doch die haben gelernt, wie man den Spieß umdreht.

    Wenn der Westen jetzt nach Corona glaubt einfach von “Monopoly” auf “Mensch ärgere dich nicht” umsteigen zu können, dann werden die Chinesen sicher ziemlich stinkig werden!

  9. Martin Holzherr,
    “Wenn es Verlierer gibt, dann ist der Verlierer nicht Deutschland, sondern wenn schon sind es die Niederqualifizierten in Deutschland,”

    Was ist denn das, die Aufkündigung der Solidarität mit den Niederqualifizierten. ? Die US – Konzerne haben das auch gemacht und wie haben die Betroffenen Niederqualifizierten reagiert, sie haben D. T. gewählt.
    Wer in Deutschland den Niederqualifierten die Solidarität verweigert, der spielt den rechten und linken Fundamentalisten in die Hände.

    • Aha Wied, Du denkst also die “Niederqualifizierten” bekommen in Germanistan die richtige Portion Tittitainment? 😏

  10. hto,
    die Verhältnisse bei uns stinken auch zum Himmel, und es wird noch schlimmer werden, wenn es keinen bezahlbaren Wohnraum mehr gibt.

    Bei Holzherr geht es darum, dass er versteht, dass man die Kleinen nicht den großen Konzernen opfern darf um China als Absatzmarkt nicht zu verlieren.

    Das Proletariat (nicht die Kommunisten) wird wieder auferstehen, da bin ich mir sicher, so wie vor 100 Jahren.
    Der Kommunismus hat eine Zwangswirtschaft und Kommandowirtschaft praktiziert und das funktioniert nicht.

  11. Also ehrlich Wied, manchmal denke ich: Tut der so und ist wahrhaftig ein Intrigant, oder hat er wirklich von nichts einen genauen Überblick. Jedenfalls ist schon ziemlich konfus was Du hier so raushaust.

    Hast Du Deinen Lebensabend mit Immobilienbesitz “abgesichert”?

  12. Interessanter und guter Artikel Herr Dueck!

    Da ich aktuell von Kurzarbeit betroffen bin, hatte ich mal wieder Zeit etwas mehr zu lesen:
    Im Buch von Hoimar von Ditfurth ‘Innenansichten eines Artgenossen’ beschreibt er meines Erachtens einige Gründe für solches Verhalten.
    Er sieht das Problem in unserem Zwischenhirn verortet, in dem feste Programme verankert sind, die sich entwicklungsgeschichtlich in der Steinzeit (Stichwort: Neandertaler) gebildet haben.
    Diese Programme sind dem Bewusstsein normalerweise nicht zugänglich und es handelt sich im Wesentlichen um vier ‘Programme’:

    * Die Angst vor Fremden
    * Die Bereitschaft Meschen umzubringen (Brudermord)
    * Damit Hand in Hand die bedingungslose Unterordnung unter die Interessen der eigenen Gemeinschaft
    * Den Wert und die Lebensberechtigung dieser Gemeinschaft denen aller Konkurrenten überzuordnen

    Den Neandertaler in uns kann man nun wecken, indem z.B. Panik geschürt wird.
    Diese Art der Bedrohlichkeit fordert zur Teilnahme, zum ‘Mitmachen’ auf, bzw. sich mitreißen zu lassen je intensiver die Emotion dieses Signals ist.
    Diese Gemeinschaft ist dann quasi eingeschworen und kann nicht mehr umgestimmt werden.

    Ditfurth beschreibt hier u.a. auch die Russenangst, die bereits unter Adenauer geschürt wurde, zur Rechtfertiung der atomaren Bewaffnung.

    Für die aktuelle Corona-Situation betrifft das für mich aber beide Seiten, sowohl die sogenannten Verschwörungstheoretiker, so wie Sie es im Artikel beschieben haben, als auch die meisten Politik-Akteure.
    Die haben sich ähnlich verhalten, indem zunächst Panik geschürt wurde.
    Beispielsweise hat Macron recht medienwirksam sogar den Kriegszustand ausgerufen oder Sebastian Kurz hat 100000 Tote prognostiziert.
    Die Länder haben sich voneinander abgeschottet (= eigene Gemeinschaft).
    Die Landesmitglieder sind den Vorgaben ihrer Führer mehr oder weniger bedingungslos gefolgt.
    Die gestiegenen Umfragewerte geben ihnen nun Recht.

    Das Problem ist jetzt, dass die Argumente der einen Seite nicht mehr bei der anderen Seite durchdringen und quasi im Steinzeit-Spam-Filter geblockt werden, egal welche Seite man betrachtet.

    Eine einfache schnelle Lösung gibt es wohl nicht…

  13. “Im Klartext: Wir Bürger halten uns derzeit „von Pharma fern“

    Achso? Es liegt also nicht daran, das Ärtzte die Termine “wegen Corona” absagen? Meine Mutter wartet seit Wochen auf ihre Augen-OP, die immer wieder “wegen Corona” abgesagt wurde. Es ist ja wohl mehr als dreist, den schwarzen Peter jetzt auch noch den Patienten zuzuspielen.

  14. “Das finde ich bemerkenswert: Alle wissen angeblich, was heimlich geschieht, es gibt aber keinerlei Beweise, nur extremes Misstrauen.”

    Das ist wie mit den russichen Hackern, die immer alles irgendwie manipulieren, wie z.B. die US-Wahl. Beweise gab es dafür keine, nur extremes Misstrauen. Trotzdem ist sich die Qualiätspresse nie zu schade, haltlose Anschuldigen gegen Russland zu verbreiten.

  15. hto,
    deinen Lebensabend musst du mit Optimismus absichern. Was nützen dir die Immobilien, wenn du einen Schlaganfall bekommst.

    Anmerkung: Meine Eltern haben 2x im Leben alles verloren und besaßen nur das, was sie am Körper trugen.
    Was man dir nicht nehmen kann, das hast du im Kopf. also bleibe optimistisch.

  16. Die meisten Bundesbürger finden, dass wir die Krise ganz gut managen.“

    Na ja… Die meisten Bundesbürger haben – bezogen auf das theoretisch mögliche Wissen – einen stark unterentwickelten mathematisch-naturwissenschaftlichen Verstand. Mathematik, Physik, Epidemiologie, Wirtschaftskreisläufe, Geldsystem,… allgemein Methodik und analytisches Denken: Klare Fehlanzeige(n). Massenangst, Massendenken und Massenglück sind aus Individualistensicht zum Fürchten.

    Halten wir mal fest: Kontakt und Arbeitsverbote, Massenquarantäne waren – insbesondere in Deutschland – zu keinem Zeitpunkt begründet. Die „Sekundärfolgen“ des »Lockdowns« haben bereits (und werden noch) zahlreich Firmen, Familien und Individuen in den wirtschaftlichen Ruin getrieben (treiben). Akut Kranke wurden und werden nicht adäquat behandelt, notwendige Operationen blieben und bleiben aus. Das wirtschaftliche Elend der unverhältnismäßigen Maßnahmen wird deutlich mehr Menschen erkranken und frühzeitig sterben lassen, als Covid19 ohne Lockdown es je hätte „gekonnt“.

    Krise?

    Zur Erinnerung: Jedes Jahr sterben weltweit etwa 290.000 bis 650.000 Menschen an Influenza, durchschnittlich 389.000..

    Gab es irgendwelche Influenza-Lock- (Shut-)Downs? NEIN.

    Da nach wie vor völlig ungeklärt ist, wie viele der mit Covid-19-Nachweis Infizierten auch ohne Covid-19 (zeitnah) gestorben wären, ist die Anzahl der „Corona-Toten“ nur insofern relevant, als das diese eine praktisch nicht erreichbare, theoretische Obergrenze vorgibt.

    Welchen Sinn macht der bewusst herbeigeführte Zusammenbruch eines Wirtschaftssystems, wenn die arbeitsfähige Bevölkerung durch das Virus nicht maßgeblich bedroht ist? Die eigentliche Gefahr liegt nicht darin, daß breite Bevölkerungsteile infiziert werden, sondern daß diese Infizierten ungewollt Personen jener Gruppe infizieren, deren Lebenssituation das Virus für sie zu einer besonderen Bedrohung werden läßt. Anstelle der staatlich verordneten Massenpanik wäre es insofern geboten gewesen, besondere Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln für die gefährdete Gruppe (schwer vorerkrankte, alte Menschen) durchzusetzen, statt ein Volk gesamtheitlich unter Quarantäne zu stellen und die Wirtschaftsabläufe u.a. mit Arbeitsverboten und Kontaktsperren massiv zu blockieren.

    Apropos Sterben… Von den rund 3.7 Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland, werden etwa 2.6 Millionen von Angehörigen (zumeist ohne oder mit Hilfe von 24-Stunden-Kräften oder häuslicher Pflegedienste) versorgt. 1.1 Millionen Pflegebedürftige verbringen ihre letzte Lebensphase im Heim. Ein Großteil der Heimbewohner verstirbt bereits im ersten Jahr. Die durchschnittliche Verweildauer in stationären Pflegeeinrichtungen liegt bei 2,5 Jahren.

    Sterben ist eigentlich – so der Gießener Palliativmediziner Grimminger – von Natur aus ein „gnädiger Vorgang“. Ärztliches Handeln ist im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass versucht werde, „natürliche Abläufe“ aufzuhalten. Denn medizinisch gesehen bestehe Sterben darin, dass der Mensch aufhört, Flüssigkeit aufzunehmen und nachhaltig zu atmen. Trinkt der Mensch aber nicht, fällt der Blutdruck und es tritt eine natürliche Narkose ein. Ebenso führt der Sauerstoffmangel zu Müdigkeit und Bewusstlosigkeit. Die Zufuhr von Flüssigkeit und Sauerstoff über Apparate verlängert den Prozess des Sterbens und verlängert auch das Leiden. Medizinisches lebensverlängerndes Handeln besteht im Grunde also in der Unterbrechung dessen, was sich „natürlich“ ereignen würde.“

    So gesehen, müsste sich intensivmedizinisches Eingreifen, zumindest bei all den Patienten (mit und ohne Covid19) von Natur aus verbieten, die mit ihren Lebenskräften am Ende sind.

    Zu jedem Zeitpunkt, in jeder Situation des Sterbens sind die Bilder des (apparativ) begleiteten Ablebens sehr ähnlich. Niemand sieht’s „normalerweise“, niemand der nicht als Angehöriger, als Besucher der Intensivstation vor Ort ist, weiß wie diese Bilder aussehen. Und doch, sie existier(t)en schon lange ohne Covid19-(Berichterstattung), seit dem es für kurze Lebensverlängerungen mittels Apparatemedizin enorm viel Geld für die Hersteller, die Betreiber (Krankenhäuser als Renditeobjekte) und Nutznießer gibt.

    Es sind also nicht die Bilder Sterbender, die unecht sind, es ist die den Bildern zu Grunde liegende Sachlage, die seit mehr als drei Monaten gezielt und ausschließlich auf Covid19 uminterpretiert wird.

    Jeden Tag sterben täglich ~ 150.000 Menschen, die wenigsten davon friedlich im Bett einschlafend. Bilder dazu? Ja durchaus. Aber meist nur wenn es Einschaltquoten und Klickraten gibt und politisch instrumentalisiert Angst geschürt werden kann. Bedeutet: Krieg, Terror, Mord und als Hype Corona sind die medialen Favoriten der Medien. “Andererseits”: Jeden Tag verhungern 10.000 Kinder nicht erst seit der Corona-Hysterie. Aber wen kümmerts? Warum keine täglichen Bildberichte hungernder Kinder kurz vor dem Tod?…

    Krise?
    Ja wir haben eine „fortlaufende“ Krise, die trägt aber nicht den „Namen“ Corona sondern Überbevölkerung (Reproduktionen ohne Sinn und Verstand).

    Am Rande gefragt: Für wen schreiben Sie Herr Dueck?
    Die, die lesen sollten, können weder schreiben noch lesen.
    …”Kriese, schwehr, sesonal, Vortschritt, proffesionel, anderst, außländisch, akresiv, expliziet, ziehmlich, imäns: So schreiben heutzutage nicht Grundschüler, sondern Studenten. . ..” Siehe den Beitrag Akademisches Prekariat von Josef Kraus

    • @ Dirk Freyling
      18.06.2020, 00:45 Uhr

      „Die meisten Bundesbürger finden, dass wir die Krise ganz gut managen.“

      Na ja… Die meisten Bundesbürger haben – bezogen auf das theoretisch mögliche Wissen – einen stark unterentwickelten mathematisch-naturwissenschaftlichen Verstand.

      -> Naja, das stimmt zwar grob, aber angesichts des angeblich hohen Bildungsstands des Wersteuropäers klingt das dann doch wieder seltsam. Was sollen denn dann die Südamerikanischen Amazonas-Indios sein? Negativ-IQ-Minderbemittelte?
      Ich gehe ja davon aus, das diese Idee von “Bildung” sowieso nicht funktioniert. Oder nur anders, als wir glauben.
      Und das irgendwelche “Natives” in Drittweltländern womöglich eine viel brauchbarere Weltsicht und Kausal-Idee haben, weil sie viel mehr an den unmittelbaren Umständen orientiert ist, müsste man auch mal zur Probe annehmen.

  17. Verfolgungsideen werden immer dann überpräsent, wenn das Gehirn eine zu hohe und zu sensible Reizreaktion aufweisst, sodass die verarbeitung von reizen und Inhalten schneller und unruhiger abläuft.

    Und diesen Zustand kann man künstlich erzeugen, indem man den Menschen mit Nervengiften und Metallsalzen (oder alternativ mit Metallen versetze aufputschende Drogen) vergiftet, sodass diese neurologische Überaktivität ausgelösst wird.

    Eine künstliche Traumatisierung ohne äußeren Anlass. Allein wegen der überaktivität des Gehirns.

    Und wie seltsam. Seit dem ausgehenden 18, Jahrhundert gibt es immer mehr institutionalisierte Einrichtungen, die genau solche Symptome behandeln wollen/sollen. Just zu dem Zeitpunkt etwa, wo man erstmals synthetische Nervengifte herstellen konnte und die Atomtechnik und Know how auch Fortschritte machte.

    Wahn war davor eher selten anzutreffen. Was nicht nur eine Folge der extrinsischen Gewalt und Autorität war, sondern eben auch, das man damals wengier effektiv neuronal manipulieren konnte, weil es keine Substanz (in hinreichender Menge oder gar nicht) gab, die die Neuroaktivität für eine Weile erhöhen konnte.

    Was dann im Wahn so alles vorkommt, ist individuel von der Situation und der Entwicklung des Menschen abhängig, der in den Wahn versetzt wird.

    Und glauben sie mir, die meisten Wahn-Ideen, die in den Massenmedien ankommen und wirksam lanciert werden, enthalten kaum die primären Wahnideen und strukturen, die die Menschen bekommen, wenn sie so zugerichtet werden.

    Die üblichste Strategie der kulturellen Rezeption und Wiedergabe ist, das man alles aufs Geld reduziert. Das hat System, weil das jeden anspricht und jeden geläufig ist. Gerade deswegen immer wieder missbräuchlich verwendet, um die primären Wahnideen nicht öffentlich werden zu lassen.

    So ist die “Kultur”… die Unterhaltungsindustrie nimmt alles und verdreht und verunstaltet alles, was sie nicht versteht oder nicht verstehen will, so, dass man darüber letztlich nur noch lachen oder Weinen mag. Oder eben emotional Zorn auf irgendwas richtet. Aber “Big Pharma” ist dazu natürlich nicht geeignet, um etwas in ethischer Idee zu verändern. 80 % der Menschen sind von der Pharmabranche Abhängig, weil sie irgendeine “Zivilisationskrankheit” haben.

    Big Pharma zu verteufeln, ist so sinnvoll und unangebracht, wie wenn sie den Onkel des Freundes der Freundin gleich hinrichten würden.

    Genau das ist die idiotische Verstrickung, wenn man zivilisatorische Notwendigkeiten anklagen will. Das hat nie erfolg, wenn man nicht gesund ist…oder in einer gesunden Gesellschaft lebt.

    Alles aufs Geld zu schieben ist auch eine übliche Strategie, um die Emotion ins Leere umzuleiten, weil Geld eine Sache ist. Versachlichung wird hier zum zynischen Umlenkungsversuch oder pure Schutzfunktion.

    “Weltherrschaftsfantasien” sind dann notwendigerweise da, wenn sie merken, wie sie ihr Geist plötzlich beherrschen will. Er droht die Souveränität zu unterwandern, weil er signalisierungen überpräsent aufdringlich werden (wenn vergiftung)…und man keine Reizauslösung mehr ignorieren kann.

    Radikalisierungen werden so viel schlüssiger erklärbar. Und auch die Dynamik, innerhalb der Populationen und Populationenübergreifend, wenn viele solche vergiftungen erleiden müssen, ist nicht zu verachten. Dann kommt es auch dazu, das man plötzlich bei den nach 1986 gebohrenen öfter mit ADHS Diagnostiziert. Weil deren Geist/identität sich nicht in der normalen Entwicklung stabilisieren kann. Ich habe ähnliche Symptome gehabt, die aber bei mir andere Auswirkungen hatten: sie waren eher autistisch, als Hyperaktivitätssymptomatik.

    Das die Digital-Firmen jetzt profitieren, ist eine normale Entwicklung, wenn eine Gesellschaft oder Weltpopulation ein neues Massenmedium in die Existenzstrukturen integriert.

    Erst war die faszination, dann der Idealismus, dann noch die Anfangswirkung (wie arabischer Frühling) und nun… jetzt komtm der Kater, weil alle feststellen, das sich frühere Haltungen und Handhabungen (Datenschutz, Persönlichkeitsrechte usw..) nicht mehr anwenden lassen, weil das System (Routingprotokolle) das unmöglich macht.

    Ausserdem sieht man kaum noch Idealisten, weil sie alle “erwachsen” werden und … wie soll es auch anders sein: Geld verdienen müssen und ab dann vom Idealismus ablassen und Interessen verfolgen müssen. Der Facebook-Gründer hat diese Kurve ja stück für stück nehmen müssen.

    Wie ernst die Lage ist, das weiß man erst in 20 Jahren oder nie. Oder es kommt irgendwer und sagts und man glaubt ihm.
    Das Problem daran ist nur:
    Es wird keine reichweitenstarke Plattform mehr geben, die die “frohe Botschaft” verkündet… sie auf die Such- und Auswahllisten ganz oben listet. Sie alle werden die Wahrheit unterdrücken wollen, weil es ihnen schadet.

    Opportunismus ist …. ernüchternd…und womöglich auch für viele reiner Überlebensgrund.
    Die fantastischen Reichweiten wenden sich schon eine Weile gegen die Menschen selbst. Was für ein Gemetzel hat da stattgefunden? Das wird niemand erfahren, weil es sich niemand in Gänze vorstellen kann. Und Jeder Hinweis darauf als übertriebener Wahn erkannt wird, was er aber nicht ist.

  18. Freyling: “Welchen Sinn macht der bewusst herbeigeführte Zusammenbruch …”

    Genau, welchen Sinn? 😂

    Was der Mehrheit von Mensch system-/wettbewerbsbedingt fehlt, ist der Verstand zu Bewusstsein und Vernunft / Sinn für wirklich-wahrhaftiges Leben.
    Wäre es entgegen der verblödenden Manipulation doch so, dann würden wir jetzt, wo die Natur gegen uns und unsere bescheuerte Unart des “Zusammenlebens” Krieg führt, sehr schnell ein GEMEINSCHAFTSEIGENTUM als GLOBALES Wirtschaftssystem organisieren, weil alles damit besser OHNE … funktioniert, aber vor allem ohne Konfusion und Paranoia wie Du sie hier sehr deutlich systemkonform in Überproduktion aus Deinem Hirn hast fließen lassen 😏👊

    Nur in einem hat Deine PARANOIA wahre innere Stimmen ALLEINHERRSCHEND sprechen lassen: Denn nur mit der wettbewerbsbedingten Symptomatik sind wir überbevölkert, weil besonders die Nahrungsmittelproduktion völlig falsch / menschenverachtend organisiert ist.
    Wir brauchen weder Gen- noch Nanotechnologie, auch keine glyphosatoptimierte Düngung!

  19. IBM’s Andy Grove: « Only the Paranoid Survive »???
    Paranoia hat zwei Schwestern: Wahnsinn und Vorsicht. Sie ist sehr weit verbreitet, Diesen Eindruck erhält man mindestens, wenn man anscheinend kluge Aussagen und Warnungen einmal als das entlarvt was sie sind: Paranoia nämlich. Misstrauen schlägt sehr schnell in Paranoia um und alle denkbaren Ängste und Befürchtungen werden sehr schnell einer Person oder Personengruppe oder gar einem Land oder einer Ethnie angehängt und äussern sich dann als Paranoia und Generatoren von Verschwörungstheorien.

    Es ist schon interessant, dass paranoide Zustände bei einer ganzen Reihe von psychischen Krankheiten auftauchen, von der Neurose über die paranoide Persönlichkeitsstörung bis zu Psychosen sowohl des affektiven als auch schizophrenen Formenkreises.

    Zudem: am wenigsten paranoid sind junge Erwachsene. Je älter jemand ist desto empfänglicher ist er/sie für Misstrauen/Paranoia bis hin zu Verschwörungstheorie (der Junge fürchtet nichts, der Alte alles?).

    Fazit: obwohl es krank ist, ist Misstrauen so verbreitet, dass es normal sein muss.

  20. @Freyling

    AUFWACHEN, wir brauchen absolut keine weiteren in Suppenkaspermentalität gebildeten Fachidioten!!!

    Wenn GRUNDSÄTZLICH alles Allen gehören darf, auf der Basis eines UNKORRUMPIERBAREN Menschenrecht zu KOSTENLOSER Nahrung, MIETFREIES Wohnen und KASSEN-/KLASSENLOSER Gesundheit, also auch OHNE Steuern zahlen, usw., hat die wettbewerbsbedingte Symptomatik “Wer soll das bezahlen?” und “Arbeit macht frei” keine Macht mehr, dann kann Mensch Leistung PRINZIPIELL nach Leistung für die Gemeinschaft belohnen, und in Krisen wie Corona einfach herunterfahren, OHNE irgendwelche dämliche Probleme existenziell-unternehmerischen Schwach-/Blöd-/Stumpf- und Wahnsinns befürchten zu müssen.

  21. demolog :
    “Verfolgungsideen werden immer präsent, wenn das Gehirn eine zu hohe und zu sensible Reizreaktion aufweist…”
    Nicht ganz logisch. Sensible Reizreaktionen werden bei Menschen und Tieren erst an konditioniert. Man wird für einen Reiz erst sensibel gemacht, was dann in der Folge, immer wenn dieser Reiz auftritt , dazu führt, dass diese Person angetriggert wird. So gesehen haben die Medien bei uns die ehrenvolle Aufgabe, solche Sensibilisierungen bei der Masse zu erzeugen um sie dann kontrolliert anzutriggern. Ein in der Geschichte psychologisch bewährte Methode um Massen im Sinne der Mächtigen zu manipulieren denn diese Gehirne sind nur “ausführende “Organe, glauben aber in ihrer Einfalt eine eigene Meinung zu vertreten.

    • Querdenker: “… erst ankonditioniert.”

      Sehr richtig, aber das sind nicht erst die Medien, die sind schließlich auch besetzt mit bewusstseinsschwachen und somit leicht korrumpierbaren Figuren, dass ist schon bedingt durch das Bildungssystem für den nun “freiheitlichen” Wettbewerb um … 😏

  22. @ Querdenker
    18.06.2020, 17:28 Uhr

    Nicht ganz logisch.

    -> Doch, wenn man davon ausgeht, das eine schlagartige erhöhung der Sensibilität und Reizreaktionssignalisierung dazu führt, das auch ansonsten wenig verwendete Netzwerke unaufhörlich signalisieren.

    Beim gehirn ist es ja so, das man ganz grob etwa Netzwerke für das Aufmerksamkeits-Wachbewusstsein hat und Netzwerke als ein “Default-mode-Netzwerk”, welches verwendet wird, wenn man gerade nicht eine gezielte Aufmerksamkeit auf etwas bestimmtes richtet.

    Wenn man diese eigendlich normale Trennung zwischen den beiden so unterschiedlichen Netzwerken aufhebt, indem man das ganze Gehirn in der Aktivität erhöht und dann mti Metallionen auch noch die aktivierten Netzwerke stabilisiert, dann entsteht ein ungewohner Zustand, der automatisch zu Wahn führt. Oder zu psychischen Störungen.

    Der Normalzustand ist, das man diese in der Verhaltens und Bewusstseinszustandsabhängige Trennung zwischen den Netzwerken hat.

    Das “default-mode-netzwerk” ist dann etwa dazu da, das man zwischendurch mal “abschweifen” kann, Tagträumen und entspannen. Fehlt das netzwerk., das eine solche Funktion supportet, dann ist der Wahn und die Störung präsent, weil sich der gewohnte Zustand aus der Entwicklung herraus nicht mehr zur Entspannung intrinsisch einstellen lässt und dann wird Denken und Wahrnehmen zum Terror.

    Und vor allem wir dman sensibel für solche Verfolgungsszenarien/ideen, wenn man vergiftet wird (mit eben diesen zur Neurologischen Manipulation tauglichen Substanzen: Nervengifte und Metalle).

    Und dann gibt es noch ein Problem:
    Davon ausgegangen, das das gehirn eine Schnittstelle zu andern Gehirnen ist und Bewusstseine sich dadurch überlagern können, gäbe es noch die Situation, das, wenn tatsächlich eine Geheimdienstliche oder Polizeiliche Überwachung stattfindet, man als überwachter das daran merken kann, das man Verfolgungsweahn hat, weil da ja imme reiner in seinem eigenen bewusstsein “mitdenkt”, bei den Dingen, die man macht und denkt…

    Das heisst:
    Das, wenn ich sie über die technischen Möglichkeiten, die es dazu gibt (Digitaltechnik, Echtzeitüberobachtung per Netzwerk), von der Ferne aus beobachte, dann könnte es durchaus leicht sein, dass sie sich “unwohl und beobachtet fühlen, obwohl es dazu kein Anzeichen gibt. Das Gefühl, was sie dann bekommen, können sie nicht interpretieren, weil der Kontext der Stölrung nicht bekannt ist.
    Als 1986 damals der Tschernobyl-Unfall geschah, und der Fallout über uns niederging, hatte ich danach als Schüler seitdem besondere Erfahrungen, wenn ich tatsächlich angeschaut werde. Etwa, wenn ich an einer Bushaltestelle vorbei ging, und ich ein Gefühl im Rücken (auch am Arsch) hatte….und plötzlich Probleme hatte, meine Körperkoordination hinreichend souverän zu steuern.

    Ich habe dann irgendwann, nach dem das so deutlich war, das die Probleme in mir immer dann auftreten, wenn andere Menschen in der Nähe waren und mich ansehen hätten können, es so gemacht, das ich immer dann, wenn ich das Gefühl dieser Beobachtung hatte, mich schlagartig umdrehte und dann sehen konnte, wie sich einige oder ein Mensch, der da hinter mir war, schnell seinen Kopf wegdrehte. Was ich als ein überdeutlichen Hinweis darauf erkannte, das da allein Blicke, die mich ansehen, Wirkungen in mir verursachen.

    Dieses Szenario hochgerechnet darauf, das man auch nur aufgrund von gleicher Beobachtung und gleicher Themeninhalte seinen mentalen oder neuronalen Funktionen überlagern kann… die sich dann gegenseitig stören, ergibt dann, das ich, wenn ich genau das selbe sehe und das selbe Thema kenne, an den sie gerade denken (etwa, wenn sie gerade im Internt sind und irgendwas lesen und ich das sehen kann, was sie tun), das sie dann plötzlich sich gestört fühlen, weil ich sie beobachte.

    Es ist nur eine Frage der hinreichenden Synchronisation und der virtuellen Ähnlichkeit des Sehens, Lesens und gleiche bewusstseinsinhalte, die ja dadruch möglich werden, wenn ich sie derart in Echtzeit überwachen kann.

    Was die Triggerung der Massen nun mit meiner Szenerie im Detail zu tun hat, ist nicht so wichtig, wenn man eben genau so auch Manipulieren kann. Das ist eben “auch” Politik. Was man bedenken muß. Denn die “Methoden” sind eben vielfältiger, wie man denkt. Und es ist angesichts der neurologischen Manipulationen durch synchrone Gehirnaktivitäten oder Denkinhalte eben um so subtiler, wenn das niemand kennt und im Alltag darauf nicht achtet.

    Die Funktion, das man das Gehirn zu einer Schnittstelle machen kann – oder es von Natur aus ist, aber nur dann um so wirksamer sein kann, wenn man noch mehr Metalle im Gehirn, als natürlich normal, hineinbringt, sowieso ist – das wird in der ganzen Szenerie gar nicht beachtet, weil es allgemein niemand weiß – zu wissen scheint.

    Mehr Metalle im Gehirn, als entwicklungsbedingt geohnt, erzeugen also entweder mehr Angsterregung und Unterdrückung, oder Psychische Störungen im Sinne von (Verfolgungs)Wahn oder pathologischen Deprivation. Wobei Angst ja auch als eine Pathologie erkannt werden kann.

    Wenn man wenig Metalle (ionen oder Metall als einzelne Atome vorliegend, die dann leichter in den organismus in die Prgane integriert werden können) im Gehirn hat, dann hat man viel weniger Reizreaktionen des Gehirns und viel weniger “Inspiration” zum Denken und zur zwangshaften Denkweise. Man tut vieles einfach als unwichtig ab… was man mit viel Metalle und Nervengiften nicht tun kann.

    Die Sache (Bewusstseinsinhalte) ist praktisch eine reine quantitative Angelegenheit.

  23. Außerdem plant die Politik, die Freiheitsrechte abzuschaffen.

    Immerhin wurden die Grundrechte, wichtige Grundrechte, nicht nur in der BRD recht schnell temporär ausgesetzt, was einer besonderen Begründung bedarf.
    Es gibt halt “Corona-Skeptiker”, die hier eine Überreaktion des Staates sehen, der bei der anfälligen Güterabwägung “Gefahrenabwehr / Einschränkung der Grundrechte mit relevanten wirtschaftlichen Folgen (die ebenfalls Leben gefährden” eingetreten ist, möglicherweise.
    Sog. Verschwörungstheorien müssen nicht vorliegen, auch wenn der Schreiber dieser Zeilen bei einigen kritischen Exponenten, bspw. dreht in diesem Zusammenhang wohl ein bekannter sogenannter Fernsehkoch durch, schon ein wenig schmunzeln muss, oder besser : ablehnend wird, sogar vergleichsweise streng.
    Dennoch haben diese Güterabwägungen (die Gegenmaßnahmen betreffend) fortlaufend Gegenstand des öffentlichen Diskurses zu bleiben.
    Hier die aktuelle Gefahrenlage webverwiesen :
    -> https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps/

    Bei “der Russe kommt” musste der ebenfalls schon ein wenig ältere Dr. Webbaer ein wenig schmunzeln, denn der “Sowjetmensch”, der Bolschewik steckte schon ein wenig im seinerzeitigen Linksterrorismus, in seiner Unterstützerszene und in der seinerzeit so genannten Friedensbewegung.
    Dazu gibt es mittlerweile klare Datenlagen.
    Zudem war der “Russe” zum kritisierten Zeitpunkt ja nicht nur in der DDR, also in Deutschland, sondern auch anderswo, bspw. in der Tschechoslowakei oder in Polen, es gab den “Russen” also.

    Mit freundlichen Grüßen und einen schönen Tag des Herrn noch +
    ganz besonders : humanistische Grüße!

    Dr. Webbaer

  24. @ Kommentatorenfreund ‘DH’ und hierzu kurz :

    Paranoia blüht auch, weil gerade Medien jede vernünftige Kritik ausstoßen und in die Ecke der Verschwörungstheorie stellen.

    Da stimmt Ihnen Dr. Webbaer gerne zu, die BRD ist ja schon ein wenig schizophren geworden, in etwa seit 2005, wie sich der Schreiber dieser Zeilen einzuschätzen erlaubt, und tendiert zunehmend zur Erklärung von sogenannten Verschwörungstheorien, die witzigerweise immer andere pflegen sollen, und zum gesellschaftlichen Ausschluss der (womöglich tatsächlich oder nur angeblichen) Verschwörungstheoretiker, so dass sich mit deren Meinung nicht auseinanderzusetzen sei.

    Was falsch ist.

    Das Fachwort hierfür existiert seit Anfang 2020, es lautet :
    -> https://www.urbandictionary.com/define.php?term=Cancel%20Culture

    Dr. W rät stattdessen an sich auch mit abwegig erscheinender politischer Meinung auseinanderzusetzen, auf den sich womöglich auf dem Holzweg Befindlichen freundlich zuzugehen und ihn argumentativ zu bearbeiten, nicht durch Ausschluss.
    Manchmal hat der ja auch, irgendwie vielleicht, recht, manchmal taugt er dazu, dass er – gepflegt und freundlich selbstverständlich – “gegrillt” oder “eingeseift” werden kann, was der allgemeinen Folklore, der Kultur des Diskurses, nur nützt, oder?

    Mit freundlichen Grüßen + danke für Ihre Einschätzung
    Dr. Webbaer (der das Lächerlichmachen und die Ausgrenzung von politischen Meinungsgegnern so-o satt hat)

    • Richtig, zum Ernstnehmen gehört ausdrücklich auch die Abgrenzung, man muß nicht darüber diskutieren, ob Gates das Virus erfunden hat. Das ist der Witz beim generellen Ausschließen, man macht V-Theorien stärker damit, das klassische Märtyrerprinzip. Scheint allerdings auch ein Interesse an der Stärkung zu geben, sonst kommt am Ende jemand auf die Idee, den Vernunftgehalt dessen zu prüfen, was aus dem Establishment selber kommt.

  25. @ Herrn Armin Suttner-Reimann und hierzu kurz :

    Das Problem ist jetzt, dass die Argumente der einen Seite nicht mehr bei der anderen Seite durchdringen und quasi im Steinzeit-Spam-Filter geblockt werden, egal welche Seite man betrachtet.

    Eine einfache schnelle Lösung gibt es wohl nicht…

    Es gibt aus diesseitiger Sicht eine schnelle und gute Lösung, die darin besteht politische Meinungsgegner erst einmal ernst zu nehmen und sie nicht auf Grund irgendwelcher Theoretisierungen (“Verschwörungstheorien”, “Fake News”, “Hetze”) auszuschließen; ausgeschlossen werden kann die Person sowieso nicht, denn die hat unveräußerliche Rechte, wozu in Liberalen Demokratien auch die Freiheit der individuellen Meinungsäußerung gehört – ist diese Person irrig unterwegs, gilt es ihre Meinung bestmöglich zurückzuweisen.

    Aber eben nicht psychologisierend oder anders theoretisierend gleich dem Müllcontainer zuzuweisen ohne sich mit ihr (Person und Meinung sind adressiert) beschäftigt zu haben.

    Hoffentlich wird die u.a auch vom Schreiber dieser Zeilen festgestellte akute Cancel Culture nicht als Verschwörungstheorie gebrandmarkt und ausgeschlossen, harhar, hörhö,
    Ihr Webbaer

  26. @ Martin Holzherr
    18.06.2020, 09:15 Uhr

    Zitat:
    Es ist schon interessant, dass paranoide Zustände bei einer ganzen Reihe von psychischen Krankheiten auftauchen, von der Neurose über die paranoide Persönlichkeitsstörung bis zu Psychosen sowohl des affektiven als auch schizophrenen Formenkreises.

    -> Nicht wahr? Wie sich doch die Symptomatiken immer mal wieder sehr auffällig ähneln oder wiedergkehrende Ähnlichkeiten dazu veranlassen, das viele individuelle Probleme doch sehr ähnlich sind… was auf die ähnliche Ursache deuten müsste, oder?

    Eine Ursache habe ich ja schon erwähnt: Vergiftungen mit Nervengiften und Metalle.

    Eine andere Ursache ist, das man neurologischer Vorherrschaft herstellen kann (und will), was sich auch darin äußern kann, das man darin unerwünschte Identitäten eben Vergiftet und Kreuzigt.

    Und das ist auch eine Ursache der Seuche, die wir gerade zu beklagen haben. Die hat ihren Ursprung darin, das die ganze theologische Fabulation von Jesus und Gott natürlich einen realen Hintergrund hat. Und zwar so, das man einen Jesus und Gott in der Wirklichkeit unter Menschen tatsächlich deuten kann un ddie dann auch tatsächlich in der Welt herrschen. Wenn man diese “Primär-Identitäten” aber nun tötet und neue installiert, dann ergeben sich “Abstoßungs-Symptomatiken” die sich (auch in einer Seuche äußern können. Denn da wird eine vorherrschende Menschenfamilie gegen eine andere ausgetauscht und dadurch wird die “Information des Lebens” verändert und auch die herrschende Identität (als menschliche Identität) verändert sich. Das erzeugt die Abstoßungs-Wirkungen, die bei gesundheitlich weniger stabilen Menschen oder Menschen mit beeinträchtigter Gesundheit und anderen Einschränkungen auch zum Tod führen kann…

  27. Apropos Misstrauen und Verschwöhrung/ Verfolgungswahn:

    Nachdem in Stuttgart die Ausschreitungen für Aufmerksamkeit sorgten, kann man sogar bei Lesern liberaler Medien (Zeit.de) erkennen, das sich unter denen plötzlich autoritäre Ideen und Vorstellungen breit machen.

    Ich meine, das ist nicht so, das man angesichts eines Spitzengipfels in Hamburg Randale beklagt, die irgendwie unschön sind.

    Nein, in den Kommentaren sind eindeutig autoritäre Forderungen gestellt worden. Wünsche nach konsequenter Polizei und Rechtsprechung. Und zwar nicht einfach nur im Sinne, das dafür eben die Polizei und Rechtsprechung zuständig ist und ihre Sache schon machen wird, sondern, das eine jetzt doch endlich konsequente Veränderung der Strategie gegenüber der früheren eher liberalen und zurückhaltenden Staatlichen Autorität erwartet wird.

    Solche deutlichen Veränderungen haben es immer in sich. Und sie sind Anlass zur Sorge. Nicht nur, weil die gegenwärtige Situation sich durchaus mit der Situation nach dem 1. Weltkrieg vergleichen lässt.

    Ich war ja früher durchaus für einen stabilen Staat,. der seine Aufgaben und Funktionen verlässlich wahrnimmt. Aber gleichzeitig entwickelte sich in mir eine Tendenz dazu, das sich der Staat aus dem sozialen und kulturellen Fragen der Bürger einfach raushalten sollte, weil an der Stelle immer Fragen der Lebensführung und der Weltsicht infrage gestellt werden und Individuelle Ideen davon leicht diskreditiert und unterdrückt werden.

    Die Drogenpolitik ist so ein Beispiel davon, wie es falsch funktioniert: Weil es stur und Ignorant verboten ist und bleibt, geraten Menschen in Lebenssituationen, aus denen sie nur mit Schaden herrauskommen. Etwa die Frage der verunreinigten Drogen, die ein wesendlicher Teil der Drogeninduzierten Folgeschäden ausmacht, das aber politisch vollkommen ignoriert wird.

    Das diese Drogenproblematik nun zum Auslöser geworden sein soill, glaube ich zwar eher nicht, aber unmöglich ist das alles nicht.
    Neben der Möglichkeit, das da auch was organisiert sein könnte, wie man es oft genug auf demonstrationen kennt, wo plötzlich Rechte oder Radikale jeden guten Willen zerstören.

    Wie auch immer: Aus amtlicher Richtung hört es sich nun auch so an, als ob man plötzlich die Geduld verlöre…und die gesamte Szenerie sieht schwer nach Plan und erwarteter Ablauf der Ereignisse aus.

    Es wird eine Art staatliche Souveränität beschwöhrt, die sich der Staat kaum über das Maß, was bisher üblich war, gar nicht erlauben darf. Die politische Rhetorik, die gerade zu hören ist, ist von einer autoritäts-Idee geprägt, die sich schwer nach Diktatur anhört.

    Das die Vorfälle unzweifelhaft rechtsbrüche und Sinnlose Zerstörung sind, ist unbezweifelt. Aber wie darauf reagiert wird, ist das Problem.

    Daberi gab es früher schon haufenweise Hinweise darauf, was eigendlich das kernproblem ist. Was konsequent ignoriert wurde. Aber scheinbar wurde im Hintergrund im Geheimen an der Lösung der “Probleme” gearbeitet, und nun sei wohl die Zeit gekommen, eine staatliche Souveränität und Hoheit demonstrativ zurück zu erobern, die nie weg war.

    Ich dachte, das dieser Rechtsruck schon seit einiger zeit im Gange ist un dschon wieder am abklingen sei. Aber so, wie es gerade aussieht, ist der Rechtsruck gerade in der vormals “liberalen Mitte” angekommen und die fordert nun ihre Maßstäbe für das “gute Leben” ein und die ist: 9to5 und dann Ruhe im Karton…und alle müssen mitmachen.

    Faschistische Struktur….

    Ganz so, wie nach der spanischen Grippe, als es zu den politischen Verwerfungen kam, die dann später zum Nationalsozialismus und dem totalversagen der Demokratie führte.

  28. @ “ZumVerzweifeln”

    Hierzu natürlich Zustimmung:

    Aber gleichzeitig entwickelte sich in mir eine Tendenz dazu, das sich der Staat aus dem sozialen und kulturellen Fragen der Bürger einfach raushalten sollte, weil an der Stelle immer Fragen der Lebensführung und der Weltsicht infrage gestellt werden und Individuelle Ideen davon leicht diskreditiert und unterdrückt werden.

    Der Staat hat in Liberaler Demokratie keinen Erziehungsauftrag, einige Liberale sehen gar die Schulpflicht kritisch, der Schreiber dieser Zeilen weniger, aber Law & Order wird von Liberalen erwartet, möglichst streng, dabei gerne von einem schlanken und effizienten Staat durchgeführt, Steuergeld schonend.
    Der Staat ist in einer Liberalen Demokratie das Wir, also die Menge der Staatsbürger (vs. Bevölkerung).und wenn sozusagen Wir andere erziehen wollen, statt Angebote zu machen, gerne auch Angebote, die den gewohnten Staat bewerben, machen Wir etwas falsch. [1]
    In der BRD scheint der Erziehungsauftrag leider sozusagen Staatsziel geworden zu sein.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer

    [1]
    Ein wichtiges Leistungsmerkmal liberaler Demokratie ist das Aushalten auch staatsfeindlicher Meinung, es muss nicht eingeknastet oder weitergehend verfahren werden, wenn Staatsfeinde publizieren, der Staat kann derartige Gegenrede aushalten, solange nicht gekämpft wird, Kämpfen geht leider nicht.
    Es greift bei Staatsfeinden auch die integrative Kraft der Demokratie, wenn die merken, dass sie sich austoben können, werden sie, älter geworden und reifer, nicht selten dann Anhänger der liberalen Demokratie.
    Dies ist das dritte wichtige Leistungsmerkmal der liberalen Demokratien, das Erste ist die Volksherrschaft und die damit verbundene Lösung der Schwarmintelligenz, die sich gerade wirtschaftlich stark auswirkt, das zweite Leistungsmerkmal ist der friedliche Machtwechsel.

  29. Zum Verzweifeln, Dr. Webbaer,
    Nur als Beispiel
    § 14 GG (Eigentum verpflichtet) existiert zwar, aber es hat keine Entsprechung in den Gesetzen gefunden. Aus einem Grundgesetz heraus können die Polizei und auch die Gerichte nicht tätig werden. Das führt zu unsozialen Verhältnissen und zu einer Verunsicherung im Sozialstaat.

    Die Corona-Krise in Verbindung mit den unwürdigen Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie führte zu einer Unglaubwürdigkeit des Sozialstaates.
    Die führt wiederum zu asozialem Verhalten von Randgruppen der Bevölkerung, die Ungerechtigkeiten auf ihre Weise bestraft, mit Krawallen (die USA lassen grüßen)

  30. @Wied

    Nee, ganz falsch.

    Die Unglaubwürdigkeit des “Sozialstaates”, bzw. eines Staates der Randgruppen wettbewerbsbedingt produziert, war schon lange da.
    Das Virus wird die Menschen erst noch richtig wüten lassen, wenn die ignorant-arroganten “Treuhänder” der leichtfertigen Übertragung von Verantwortung durch “Kreuzchen auf dem Blankoscheck” glauben sie können n.C. einfach wie gewohnt weitermachen.

    “Eigentum verpflichtet”, das wird eine ganz andere / wirklich-wahrhaftige Kommunikation bekommen!!!

  31. @ Kommentatorenfreund ‘H.Wied’ und hierzu noch kurz:

    Nur als Beispiel
    § 14 GG (Eigentum verpflichtet) existiert zwar, aber es hat keine Entsprechung in den Gesetzen gefunden.

    Dies liegt daran, dass das hier gemeinte Verfassungssubstitut auch um die Zustimmung von Sozialdemokraten zu ringen hatte, die so gemeinten Sozialisten sind ja erst durch das Godesberger Programm sozusagen domestiziert, handzahm gemacht worden: Wenn Sie das gemeinte Substitut lesen, steht auch das Gegenteil davon drin, nämlich, dass Eigentum eigen ist und frei zur Verfügung steht, dem Habenden.
    Die Sozialdemokraten seinerzeit, Kurt Schumacher und so, wollten die Möglichkeit offen halten ein sozialistisches Herrschaftsystem aufzusetzen bzw. aufgesetzt zu haben, Kollektivisten folgen halt nicht direkt aufklärerischer Idee, sofern das Sapere Aude! gemeint ist, sie haben auch heute noch den sog. Demokratischen Sozialismus im (Partei-)Programm, sie stehen aus diesseitiger Sicht insofern sittlich niedrig, sie folgen im besten Fall der französischen Linie der Aufklärung, zu der Dr. Webbaer an dieser Stelle nicht weiter ausführen wird.
    ‘Krawalle’ und so gehören aus diesseitiger Sicht zum Veranstaltungsrahmen von Kollektivisten, sie sind nicht schön, Dr. W kann sich noch gut an die Langhaarigen und Schmierbärtigen (es waren streng genommen Schmuddelbärtige, korrekt, der Schmierbart meint etwas anderes, Dr. W mag abär Unschärfe im Ausdruck) erinnern, die die “Straße” zu besetzen wussten, auch die Kultur, so gilt es bundesdeutsch bis heute,

    mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer

  32. Es ist ein extrem dreistes Schauspiel, dass Laschet und Laumann derzeit die Rächer der Ausgebeuteten mimen, als ob wir nicht wüssten das Politik der Lobbyismus für diese Dreckswirtschaft ist und sogar noch vor den Unternehmern zur Rechenschaft gezogen gehört.

  33. hto,
    ihre moralische Entrüstung ist o.k.
    Man kann nur jemand zur Rechenschaft ziehen, wenn er gegen Gesetze verstößt. In unserem Falle gibt es die Gesetze nicht. Das ist politisch nicht gewollt. Da haben Sie ganz Recht.
    Im Falle Gütersloh formiert sich Unwillen, weil auch die Aufsichtsbehörden versagt haben. Das uralte Problem : Wer kontolliert die Kontrolleure ?

  34. Droht uns die Zombifizierung der Welt?
    Heute sind Misstrauen und Verschwörungsideen so verbreitet, dass es nur noch einen kleinen Schritt zu brauchen scheint, bis folgender Albtraum Wirklichkeit wird: angeführt von Figuren wie Ken Jebsen, Attila Hildman und Xavier Naido werden Europas Hauptstädte von Horden von Zombies geflutet und diese Body-Snatcher packen sich jeden, den sie sich greifen können und transformieren ihn ebenfalls in einen Zombie.

    Ja, vielleicht sind wir heute gar nicht mehr so weit entfernt von der Zombiefizierung der Welt und die unzähligen Zombiefilme waren gar nie Fiktion, sondern Vorgriffe auf eine Zukunft, die uns allen blüht.

  35. @ H.Wied
    22.06.2020, 11:49 Uhr

    Zum Verzweifeln, Dr. Webbaer,
    Nur als Beispiel
    § 14 GG (Eigentum verpflichtet)…existiert zwar….Aus einem Grundgesetz heraus können die Polizei und auch die Gerichte nicht tätig werden.

    -> Was ja mit der Phrase “die Würde des Menschen ist unantastbar” genauso ist. Ein Satz, der was sagt, aus dem dann in der Wirklichkeit nix folgen kann, weil undefiniert.

    Wenn die Gesetzesbücher voll von solchen Nullaussagen sind, dann … ja, was denn dann?

    Was der Sozialstaat mit der Fleischindustrie zu tun hat, weiß ich nur schwammig zu deuten. Etwa wegen den Arbeitsbedingungen und Verträgen?
    Es ist mehr eine Frage des Rechtsstaates, als des Sozialstaates. Wobei hier wieder mehr ideelle Ansprüche bestehen, die im Grundgesetzt nicht eindeutig geregelt sind.
    Arbeitsplätze sollten nicht ausbeuterisch organisiert werden. Allein schon wegen der Gleichstellung aller Menschen.

  36. @ Martin Holzherr
    25.06.2020, 11:22 Uhr

    “Zombifizierung”

    -> Wie kommen sie jetzt darauf? War davon die Rede im Beitrag? Oder in Kommentaren? Wars nicht – ich habe gesucht.

    Aber wenn wir schon dabei sind:
    Ja, als Vorbild des “Zombies” aus der Neizeit kannte man im Mittelalter Menschen, die zu Weihnachten verwirrt durch die Wälder umherirrten.

    Ich gehe mal davon aus, das der Zombie ein Mensch ist, der übererfüllend gekreuzigt wurde. Das lässt ihn seine Orientierung und Haltung (auch Identität) verlieren.

    Ausserdem sind das Menschen, die um ihres Wohlbefindens unbedingt menschliche Gemeinschaft brauchen, in dem sie sich unter ihren identitären Schutz einfühlen.
    Deswegen werden Zombies in der modernen Popkultur auch als Menschenfresser dargestellt, obwohl sie keine Menschen fressen…auch nicht “identitär” oder neurologisch, wie es das Kreuzigen tut (so meine Vorstellung von Kreuzigung korrekt ist).

    Meme und Darstellungen in der Popkultur haben immer eine Entsprechung in der Wirklichkeit. Nur nicht immer auch genau so präzise und umfassend, wie die Popkultur-Darstellungen es zeigen. Es wird auch viel hineingesponnen…Unterhaltung ist eben alles.

    Allerdings kann auch der Spiegel der Gesellschaft und Verhältnisse (Theater, Film und Fernsehen) zum Auslöser von Spiegelungen der Gesellschaft wegen der Popkulturinhalte werden.

    Die Grenzen dazwischen sind undurchsichtig.

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