Schwärmende Intelligenz in Gruppen

BLOG: WILD DUECK BLOG

Wahrheiten als Querdenkerisches verkleidet, von Gunter Dueck
WILD DUECK BLOG

Für den Fall, dass es in einer Gruppe keinen Chef gibt, soll eine Gruppe als Ganzes angeblich mehr wissen als ein Einzelner. Das ist wohl eine Schwarmintelligenz. Die hilft gut, wenn kein Einzelner wirklich Ahnung hat, aber statistisch im Mittel die richtige Ahnung entsteht, indem sich die einzelnen Denkfehler insgesamt ausgleichen. Es kann eine „gesunde Volksmeinung“ herauskommen. Im Vertrauen auf dieses Phänomen des Ausgleichs zum Guten setzen sich oft Gruppen in völliger Ahnungslosigkeit zusammen. Unvorbereitet natürlich, aber mit festen Vorstellungen.

Eine Anekdote dazu. Ich saß als Mathematiker in einem damals noch üblichen externen Managementtraining dabei und habe mich nicht an der Diskussion beteiligt. Ich wollte nicht stören. Ich war so sehr fasziniert, wie sich eine Gruppendynamik entwickelt. Das Ganze ist wohl 20 Jahre her. Die Erinnerung ist immer noch frisch. Etwas überzeichnet war es so:

„Ich bin der Gruppenleiter. Ich soll eine Diskussion über eine Überlebensfrage leiten. Wir müssen uns jetzt künstlich vorstellen, wir stehen im Dschungel und eine sehr kühle Nacht bricht herein. Wilde Tiere warten auf das Dunkel, um uns anzugreifen. Uns droht der Tod, wenn wir nicht schnell ins Camp laufen. Leider ist die Batterie unserer Taschenlampe sehr schwach. Sie wird nicht mehr so lange Zeit leuchten, wie wir bis ins Camp brauchen. Wir müssen uns eine Strategie überlegen, wie wir davonkommen. Was tun wir? Hier auf dem Lösungsblatt sind verschiedene Möglichkeiten vorgeschlagen. Wir müssen uns also nichts neu ausdenken, sondern wir sollen nur zwischen angebotenen Alternativen wählen. Also: Wir können irre schnell mit Licht laufen, aber wir werden das wahrscheinlich zeitlich nicht schaffen, steht hier auf dem Blatt. Wir könnten die Taschenlampe schonen und immer ganz kurz anknipsen, dabei vor uns den Weg anschauen und uns nach vorne weitertasten, so weit wir kommen. Dann knipsen wir wieder kurz an. Als dritte Möglichkeit könnten wir den Schalter der Taschenlampe nur ein kleines Stück vorschieben, dass sie ein bisschen glimmt. Da sehen wir aber nur schlecht, und es ist nicht klar, ob die Taschenlampe das lange mitmacht. Ja, und dann kann man viertens die Taschenlampe eine Stunde unter den Achseln einklemmen oder zwischen die Beine. Das soll wohl gut sein, warum steht hier aber nicht. Sieht seltsam aus. Andere Rettungsmaßnahmen stehen nicht zur Verfügung. Ich bitte um Wortmeldungen.“

„Ich bin für Intervallanknipsen. Das sieht gut aus. Das denken wohl alle hier im Raum. Ich beantrage die Abstimmung darüber. Dann sind wir sofort fertig. Die anderen Diskussionsgruppen reden bestimmt viel länger darüber und unsere Gruppe bekommt Sonderpunkte für knackiges Entscheiden.“ – „Hören Sie. Es kann ganz anders sein. Wenn wir die zur Verfügung stehende Entscheidungszeit nicht ausschöpfen, wird man uns womöglich sorglosen Umgang mit einer Überlebensfrage vorwerfen. Diese Diskussion gehört zu einem Managementtraining. Es ist keine Profilierungsrunde. Ich bin dafür, dass wir sorgfältig vorgehen.“ – „Ich aber denke mir, es gibt keine richtige Antwort auf die Frage, das hatten wir schon öfter im Training. Sie wollen bestimmt nur wissen, wie gut wir über Blödsinn diskutieren. Das Überleben schafft man ja als Manager doch immer irgendwie, man muss nur gut führen.“ – „Man sollte vor allem auch zuhören können! Ich finde, wir sollten strukturiert vorgehen und nicht so drauflos reden. Jeder, der eine Überlebensidee hat, soll sich auf eine Rednerliste setzen lassen. Wir könnten zum Beispiel reihum fragen, was jeder dazu zu sagen hat, nicht nur die Wortführer hier. Ich beginne mit meiner eigenen Meinung. Ich finde, dass wir laufen sollten. Ich zum Beispiel bin wirklich gut in Sport, damit würde ich mich auf jeden Fall selbst retten.“ – „Das könnte Ihnen so passen. Und wir?“ – „Wenn die anderen Strategien zum Tod führen, soll ich da bei Ihnen bleiben? Es geht um das Überleben! Dafür habe ich mich jahrelang vorbereitet!“ – Tumult. „Halt! Halt! So geht das nicht! Ich muss als Teamleiter eingreifen. Ich denke, wir müssen erst abstimmen, ob wir alle überleben wollen oder nur manche. Ich denke, die Antwort ist klar: Alle.“ – „Ist sie nicht! Wir sollen doch in der letzten Trainingssession zeigen, dass wir auch Leute, die nicht performen, einfach rausschmeißen. Es könnte sein, dass wir das hier wieder zeigen sollen. Wenn man etwas zweimal in einer Übung zeigen muss, ist es bestimmt die beschlossene Strategie, die wir verstehen sollen.“

Dreißig Minuten später. „Ich möchte als Teamleiter darauf drängen, die Diskussion zu beenden. Nach den gegebenen Regeln sollen wir die Frage nach einer Stunde entscheiden. Die ist fast rum. Wir haben bisher nur über das Verfahren gestritten. Was machen wir aber konkret? Bitte bedenken Sie, dass Sie überleben wollen. Wir haben hier die besondere Situation, dass wir höchstselbst ohne Beschlussvorlagen von Fachleuten entscheiden müssen.“ – „Ich bleibe beim Glimmen.“ – „Ich bei Intervallschaltungen.“ – „Ich laufe.“ – „Okay, dann stimmen wir ab. Die Mehrheit gewinnt. Dann kann uns niemand etwas vorwerfen. He, was ist mit Ihnen los? Wollen Sie das nicht? Warum schauen Sie so drohend?“ – „Ich möchte auch etwas sagen, ich bin die ganze Zeit nicht zu Wort gekommen.“ – „Sie haben sich zwar die ganze Zeit gemeldet, aber Sie hätten dazwischenreden müssen, sonst gehören Sie einfach nicht in ein Managementtraining. Eine Führungskraft kommt nicht zu Wort, sie nimmt sich das Wort.“ – „Ich denke, Sie leiten die Diskussion hier in strukturierter Weise?“ – „Ja, aber ein bisschen müssen Sie sich schon selbst einbringen. Schüchterne Leute können wir im Training nicht gebrauchen, weil es um das Überleben geht, eigentlich ja um das unserer Firma. Dieses Überleben unserer Firma steht ja als Sinn hinter den ganzen Übungen hier, das dürfen wir nicht vergessen. Dazu müssen Sie aktiv sein und nicht erst mit dem Überleben anfangen, wenn Sie die Erlaubnis von mir bekommen.“ – „Darf ich einen Satz sagen?“ – „Nein, wir wollen abstimmen.“ – „Ich muss doch einen Satz sagen dürfen, verdammt.“ – „Das letzte Wort gibt Abzüge im Bericht. Also gut, einen Satz, damit der Bericht farbiger wird.“ – „Batterien leisten erheblich mehr, wenn sie eine höhere Temperatur haben. Wenn sie kalt werden, leisten sie wie Autobatterien im Winter nur wenig. Man muss sie also zwischen die Beine klemmen und anwärmen. Danach halten sie sehr viel länger, weil sie nun warm sind. Sie können dann mit den aufbereiteten Batterien ganz gemütlich ins Camp spazieren gehen, es ist eigentlich noch gar keine Gefahr da.“

„Haha, Sie Witzbold, Sie haben wohl Physik studiert?“ – „Ja.“ – „Wissen Sie denn so genau, wie lange eine Batterie im Dschungel hält?“ – „Nicht genau, aber ich kenne physikalische Prinzipien.“ – „Hören Sie, das ist ein Training. Die anderen Gruppen lachen uns aus, wenn wir mit so einem Vorschlag kommen. Ich glaube nicht, dass wir da Punkte gewinnen. Wir standen ja auch schon knapp vor der Abstimmung. Wir werden doch jetzt unter Eile nicht alles wieder mit Physikvorlesungen aufrollen.“ – „Ich werde gleich wütend. Das hier ist eine Wissensfrage! Und keine, die durch Abstimmung gelöst werden kann! Ich stehe hier und WEISS es! Warum hat niemand am Anfang der Übung gefragt, ob jemand hier im Team die Lösung WEISS? Warum diskutieren wir überhaupt?“ – „He, he, jetzt werden Sie aber ausfallend. Jeder darf im Meeting seine Meinung haben, auch Sie. Aber Sie können nicht einfach die Mehrheit brüskieren. Sie müssen für Ihre Meinung eine eigene Mehrheit gewinnen. Sie können nicht einfach etwas aus dem Hut ziehen, wovon wir nichts verstehen und annehmen, wir fallen Ihnen sofort um den Hals.“ – „Beim echten Überleben würden Sie das aber!“ – „Keineswegs. Wir stehen ja seit Jahren mit der Firma im Überlebenskampf. Wir haben noch nie im Meeting gefragt, ob einer die Wahrheit kennt. Eine einzige Wahrheit gibt es ja nach aller Erfahrung nicht. Und jeder Manager hat einen eigenen Stil. Und hier in der Übung ist es eine sehr gut mögliche Lösung, in Intervallen anzuknipsen, das erscheint mir sehr vernünftig.“ – „Oh nein, ich sagte, ich laufe.“ – „Ich glimme, ganz sicher.“ – „Ich möchte unterbrechen und als Teamleiter bitten, eine Entscheidung zu fällen. Die sechzig Minuten sind um.“ – „Dann noch einen Satz über triviale Physiker-Logik. Wir können einen Kompromiss eingehen. Wir erwärmen die Batterien zuerst an, dann sehen wir, ob es funktioniert, wie ich sage. Wenn es funktioniert, fein. Wenn ich nicht Recht habe und es nicht funktioniert, dürfen die anderen machen, was immer sie abstimmen!“ – „Jetzt werden Sie sehr spitzfindig. Sie sind schlau, was? Weil Sie etwas zu wissen glauben. Da werde ich auch einmal schlau: Die Aufgabe hier im Training war, exakt eine der Optionen zu wählen, nicht eine neue zu erdenken.“ – „Sie sind dumm!“ – „Bitte! Ich bitte Sie! Zur Ordnung! Ich als Teamleiter…“ – „Sie sind alle dumm!“ – „Als Teamleiter möchte ich vorschlagen, dass Sie sich mit dieser Äußerung disqualifizieren. Sie haben die Nerven verloren, weil Sie als einziger etwas wollen, woran wir anderen überhaupt nicht denken wollen. Ich denke, es ist jetzt gerecht, wenn wir als logische Folge nun Ihren Lösungsvorschlag nicht weiter diskutieren.“ – „Ja! Ja!“

Die Tür geht auf. „Ich als Obertrainer möchte nach den sechzig Minuten um Ihre Entscheidung bitten.“ – „Wir brauchen noch 10 Minuten. Geht das? Bisher haben wir nur die letzte Möglichkeit ausgeschieden, weil sie unwahrscheinlich ist.“ – „Gut. Sind alle dieser Meinung?“ – „Nein! Nein! Ich hier als einziger nicht! Ich finde, alle sind dumm. Man muss Batterien heizen.“ – „Warum hat die Gruppe das nicht entschieden?“ – „Sie ist als Gruppe dumm.“ – „Hören Sie, so geht das nicht. Sie dürfen nicht einfach etwas behaupten. Sie müssen Leadership zeigen und Ihre Gruppe so beeinflussen, dass sie mit Ihnen mitzieht. Sie müssen überzeugen.“ – „Nein, muss ich nicht. Wahrheit ist Wahrheit. Und ich WEISS die Antwort. Davor verlange ich Respekt.“ – „Den müssen Sie sich aber über Jahre erwerben, verstehen Sie nicht? Sie sind neu hier, die anderen kennen sich schon lange. Sie merken da doch, dass Sie diesen Respekt noch nicht haben?“ – „Bin ich gefeuert?“ – „Nein, nein, Sie sind wahrscheinlich eine gute Fachkraft und nur als Führungskraft nicht geeignet. Aber auch als solche müssen Sie darauf achten, was Sie wie wem sagen.“ – „Allen ungeschminkt die Wahrheit.“ – „Das ist aber gegen die Regel!“

Veröffentlicht von

www.omnisophie.com

Bei IBM nannten sie mich "Wild Duck", also Querdenker. Ich war dort Chief Technology Officer, so etwas wie "Teil des technologischen Gewissens". Ich habe mich viel um "artgerechte Arbeitsumgebungen" (besonders für Techies) gekümmert und über Innovation und Unternehmenskulturen nachgedacht. Besonders jetzt, nach meiner Versetzung in den Unruhestand, äußere ich mich oft zum täglichen Wahnsinn in Arbeitsumgebungen und bei Bildung und Erziehung ein bisschen polarisierend-satirisch, wo echt predigende Leidenschaft auf Stirnrunzeln träfe. Es geht mir immer um "artgerechte Haltung von Menschen"! Heute bin ich als freier Schriftsteller, Referent und Business-Angel selbstständig und würde gerne etwas zum Anschieben neuer Bildungssysteme beitragen. Ich schreibe also rund um Kinder, Menschen, Manager und Berater - und bitte um Verzeihung, wenn ich das Tägliche auch öfter einmal in Beziehung zu Platon & Co. bringe. Die Beiträge hier stehen auch auf meiner Homepage www.omnisophie.com als pdf-download bereit. Wer sie ordentlich zitiert, mag sie irgendwo hin kopieren. Gunter Dueck

20 Kommentare

  1. Wirklich lesenswert

    Das ist wirklich ein sehr erhellender Text zur Wahrheitsfindung durch Mehrheitsbildung. Blöd nur, wenn sich “Gruppen in völliger Ahnungslosigkeit zusammen” -setzen und dann auch noch einen Chef haben.

  2. gottvoll!

    Ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass Herr Dueck damals bei uns dabei war, aber so genau wie er das beschreibt, muss er wohl …

  3. Nichts neues unter der Sonne

    “Noch etwas anderes habe ich gesehen unter der Sonne, ein treffendes Beispiel dafür, wie Wissen eingeschätzt wird: Da war eine kleine Stadt mit nur wenigen Einwohnern. Ein mächtiger König rückte gegen sie an, schloss sie ein und ging mit Belagerungstürmen gegen ihre Mauern vor. In dieser Stadt lebte ein armer, aber sehr kluger Mann. Mit seiner Klugheit hätte er die Stadt retten können; doch niemand dachte an ihn. Und dann behauptet man: »Wissen ist besser als Macht.« Zugegeben, aber wenn einer arm ist, hält man ihn nicht für klug; darum hört keiner auf seine Worte. Es ist besser, auf den ruhigen Rat eines weisen Menschen zu hören als auf das unverständige Geschrei eines Obernarren. Wissen richtet etwas Besseres aus als Waffen – aber eine einzige falsche Entscheidung richtet alles Bessere zugrunde.” (Prediger 9,13-17)

    Die Zeiten ändern sich nie und die Darsteller führen immer wieder das gleiche Stück mit neuen Kleidern auf.

  4. Peter Fink

    Volltreffer! Sämtliche sich in Umlauf befindenden Lösungsversuche der Finanzkrise, worauf gründen sie sich? Momentan leider nicht auf die Fakten, sondern eben auf diese so super beschriebene, im Kern dumme Art der Gruppenlösungen. Jede Gruppe (Unternehmen, Staat, Staatengemeinschaft, ‚Erdgemeinschaft’ – was für ein Zukunftswort…) verschiebt aktuell das allgemeine (und auch ihr jeweils eigenes) Hauptproblem in die Zukunft, zugunsten des Glaubens an ein billiges antizyklisches Eingreifen. Aber:
    – was war im Detail der Auslöser der Krise?
    – Wie ist im Detail die aktuelle Finanzmarkt-Situation zum Zeitpunkt der Lösungsversuche? Was bedeutet die Volatilität der Aktienmärkte? Welche Lösungen lässt sie wirksam überhaupt zu?
    – Antizipieren: Wie wirken die von der Gruppe angedachten Maßnahmen (Konjunkturprogramme)maximal unter dem Gegebensein derselben Finanzmarkt-Regeln, die die Krise erst ermöglichten bzw. auslösten?
    – Was bedeutet es, einem Finanzkonzern Garantien über x Milliarden € zu gewähren, wenn sein Börsenwert heute gerade mal y Milliarden € beträgt, y

  5. Forts.

    (Fortsetzung, da ging etwas schief) – Was bedeutet es, einem Finanzkonzern Garantien über x Milliarden € zu gewähren, wenn sein Börsenwert heute gerade mal y Milliarden € beträgt, y

  6. (- ok. jetzt weiß ich wohl woran es liegt: Mathematische Operatoren-Zeichen (z.B: für “ist wesentlich kleiner” bilden offenbar leider eine Grenze des in diesem Blog Zulässigen, wer sie verwendet wird gekürzt…)

    – Was bedeutet es, einem Finanzkonzern Garantien über x Milliarden € zu gewähren, wenn sein Börsenwert heute gerade mal y Milliarden € beträgt, y ‘deutlich kleiner’ als x? Und dies bei der Tendenz „sehr volatil fallend“?
    – Wer spielt künftig wie den Schuldeneintreiber für die Kredite, die nun von Staatsseite gewährt werden?
    Also: Was bedeutet eigentlich generationenübergreifender Anstand bzw. wie wirkt sich Anstandslosigkeit, wenn sie erkannt wird (d.h. nicht notwendig auch artikuliert), auf dieser Ebene in den politischen Systemen aus?

    Oh, wir haben viel nachzuholen und zu antizipieren dieser Tage, und wir könnten wissen, wo es hinführt, wenn wir schweigen. Wer steigt als erster in den Ring??? Bitte, Jedes Wissen ist nun wichtig…

  7. @ Fink

    Das ist richtig. Spitze Klammern werden auch für html-Tags verwendet oder auch für XSS-Attacken und deshalb werden die Kommentare dann nicht richtig angenommen.

  8. Na ja, in einer Gruppe sind potenziell mehr Informationen vorhanden. Unter Zeitdruck in kritischer Situation ist es sinnlos, Überzeugungsarbeit zu leisten oder Führungskompetenz zu demonstrieren. Wenn eine gemeinsame Lösung effektiver ist als Einzellösung ist es sinnvoll, wenn jeder seine Meinung kurz begründet und dann wird abgestimmt.Oft sind Alternativen auch nahezu gleichwertig, dann ist es sinnvoller schnell zu handeln als gar nicht. Wem die Mehrheitsentscheidung dann nicht passt, kann dann seinen eigenen Weg gehen.

  9. Wikipedia

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite

    Die Wikipedia beruht darauf, daß man Wissen gleichzeitig behalten und verschenken kann, was mit Materie und Energie nicht möglich ist.

    Als Korrekturfaktor kommt bei Wikipedia noch dazu, daß es mindestens hundert mal mehr vernünftige Menschen als Vandalen gibt, so daß jeder Vandalismus nach sehr kurzer Zeit wieder gelöscht wird, was wieder die Vandalen bald entmutigt.

  10. …off-topic
    hihi
    ich bin zwar noch nicht soo alt wie ihr alle (bin noch schüler) aber les trotzdem gern die beiträge die hier geblogged 😉 werden
    und erfreue mich immer an den vielseitigen beiträgen (vorallem denen aus der physik und mathematik (@werner große) 😉
    ich wollte mich also jetzt auch noch mal an allen für ihre rege arbeit(in form von beiträgen und kommentaren) bedanken
    @gunter duck: ich kann ihre geschichte sehr gut nachvollziehen…selbst in der schule weiss niemand wohin es geht 😉
    der der am lautesten schreit setzt sich durch..der schlaue schweigt und bläst trübsal
    ps: viell werde ich ja auch irgendwann genau hier bloggen und ihr werdet diejenigen sein die meine beiträge lest 🙂

    pps: ich bitte meine verwirrende art zu schreiben zu entschuldigen…bin ja schließlich noch schüler 🙂

  11. “ps: viell werde ich ja auch irgendwann genau hier bloggen und ihr werdet diejenigen sein die meine beiträge lest 🙂

    pps: ich bitte meine verwirrende art zu schreiben zu entschuldigen…bin ja schließlich noch schüler :)”

    zu ps: Ja, dann hau mal rein Kollege, sich ein Ziel zu setzen ist der Anfang.

    zu pps: Billige Entschuldigungen bringen Dich aber nicht wirklich weiter. 😉

  12. @ marc

    @ marc

    Lieber Marc,… der schlaue schweigt und bläst Trübsal? Leider, das ist sehr schade. Die Schulzeit kannst Du (und solltest Du dringend) nutzen um Dich zu artikulieren, Dich auszuprobieren. Sei kein Vogel Strauß.
    Immer kräftig mitdiskutieren, Dich einbringen, und gerade da, wo es in die falsche Richtung geht. Opposition ist heute so wichtig. Da kommt man dann schnell weiter, sieht an den Reaktionen, wie man sich objektiviert, lernt sich in der Meinung anderer zu spiegeln.
    Ihr seid ja nun nicht gerade die Generation, die in eine funktionierende Gesellschaft hineinwächst. Also: Macht Lärm, bitte. Gebt es uns! Leserbriefe schreiben, da hört man Euch…

  13. @marc

    Peter Fink hat recht – wenn Du Dich im Unterricht einbringst, dann hast Du die Möglichkeit, ihn attraktiv mit zu gestalten.
    (Und die Lehrer sind froh, dass wenigstens einer mit Interesse mit arbeitet)

  14. Opposition

    Allerdings sollte fairerweise auch erwähnt werden, daß Opposition oder kritsche Ansätze nicht immer erwünscht sind. Damit kann man sein Leben auch sehr ungemütlich gestalten. Da kann man tausendmal recht haben, so wie auch der Beitrag von Dueck zeigt, andere setzen sich durch, weil sie die bessere Position inne haben.

  15. @ Martin Huhn

    „fairerweise“ weisen Sie auf die mangelnde Fairness in unseren Entscheidungsprozessen hin. Ungemütlich wird’s doch, sobald man unter der Macht der Entscheidungswege und der resultierenden Fakten leidet. Das Ungemütliche fängt z.B. bei mir oft schon an, bevor ich mich überhaupt zu etwas äußern kann.
    Mir wird z.B. bange, wenn ich sehe wie viele Entscheidungen, Gesetze des deutschen Bundestags in den letzten Jahren nicht verfassungskonform waren, sind. Wir werden zu einem gewissen Teil außerhalb des Verfassungsrahmens regiert. Die Korrekturen folgen stets hinterher. Kein Regierungsmitglied hat im Nachhinein je Bedauern über sein Fehlverhalten geäußert. Aber alle waren nicht nur ihrem Gewissen, sondern auch der Verfassung verpflichtet.
    Ist das nicht erstaunlich?
    Was hilft, wenn nicht die deutliche Artikulation der Schwächen in den Prozessen auf allen Ebenen? – Unabhängig davon, ob’s dann noch ungemütlicher wird…Nur Mut!
    Vielleicht sollte man neue Regeln einführen: Keine geheimen Abstimmungen mehr, und wer mehr als eine grundgesetzwidrige Entscheidung mitträgt, kann sich nicht wiederwählen lassen. Ähnliche Regeln sollte es auch in der Wirtschaft geben. Wir brauchen dringend eine subtile Messmethode für falsche Entscheidungen. Und falsche Entscheidungen müssen Konsequenzen haben (es kann nicht sein, dass die Allgemeinheit für die Krisen, die entstehen, aufkommt, und die Verursacher ihre Erfolgs-Zahlungen behalten und weiter kassieren.)

  16. @ Chris

    „Falsche Entscheidung“:

    Eine falsche Entscheidung ist es z.B., mir die Frage zu stellen, was das denn sei, eine „falsche Entscheidung“. Denn Sie überlassen mir zwei mögliche Reaktionsmuster: Antworten oder Schweigen. Wenn ich antworte wird meine Antwort auf diese Frage entweder richtig sein (dann erklärt sie den Begriff ‘falsche Entscheidung’ bzw. den richtigen Gebrauch dieser Worte, dazu braucht man mich aber nicht, den Begriff findet man auch über Wikipedia, den Gebrauch z.B. im gleichnamigen Song von Fettes Brot), oder sie ist falsch. Wenn ich hingegen nicht antworte sind Sie sauer, und manche Leser denken, ich sei arrogant oder wüsste die Antwort nicht.

    Sollte ich mich nun entschließen zu antworten gibt es zwei Möglichkeiten: Wenn meine Antwort falsch ist, blamiere ich mich (und dann war meine Entscheidung zu antworten eine falsche Entscheidung). Wenn meine Antwort richtig ist blamiere ich mich ebenfalls, denn was nutzt es, den Gebrauch dieser Wörter zu erklären, die jeder kennt (Haarspalterei nannte man das früher). Ergo: Sie veranlassen mich, mich zu blamieren, wenn ich antworte, oder mich als ignorant zu outen (und damit ebenfalls zu blamieren), wenn ich nicht antworte.
    Hier nun meine Antwort (sie sehen ich habe mich zu etwas entschieden): falls Sie nach dem Lesen immer noch nicht wissen, was eine „falsche Entscheidung“ ist, nehmen Sie meine Antwort als Beispiel für eine falsche Entscheidung. Fühlen sie sich als Gewinner?
    (Dann haben Sie eine falsche Entscheidung getroffen und wissen wie sich das anfühlt. momentan: gut…)

  17. @ Peter Fink

    Es liegt mir fern Sie zu einer richtigen/falschen Antwort zu zwingen oder Sie zu blamieren! Ich wollte Ihnen nur Informationen entlocken, darüber ob eine Entscheidung richtig oder falsch ist oder beides! Was heute richtig ist, (sparen, kontrollieren, moralische Werte hochhalten) kann doch morgen schon wieder passé sein.

    Deshalb könnte Ihre Antwort auf meine Frage auch beides sein richtig und/oder falsch!

    MfG

  18. Hallo ich habe ein Zeugnis, das Sie machen: Es ist eine christliche Organisation gegründet, um Menschen auf Hilfe, z. B. finanzielle Unterstützung zu helfen. Also, wenn Sie finanzielle Schwierigkeiten oder in jeder finanziellen Schlamassel, und Sie brauchen finanzielle Mittel, zu starten Ihr eigenes Geschäft, oder benötigen Sie Darlehen für Ihre Schulden zu begleichen oder Zahlen Ihre Rechnungen, eine nette Geschäft, oder haben Schwierigkeiten, Kapital Darlehen von lokalen Banken zu erhalten, anfänglich keinen AugenblickDa die gut gemeinten Bösen des Darlehens im Internet mich völlig leer hatte, aber meine Neugier schob mich ein zweites Mal zu versuchen. Ich konnte endlich dem Darlehen, das meine Version von dieser Sackgasse in
    denen ich lebte. Ich habe mehrere Kollegen, die ebenfalls erhaltene Darlehen auf seinem Niveau ohne Probleme statt Sie tun haben, von böswilligen Personen nehmen um die Unschuldigen zu betrügen, ich diesem Beitrag zu veröffentlichen, weil sie mich gut mit diesen Kredit hat und Sie entmutigt nicht, weil ich ich war mit, aber ich traf diese ehrlichen und großzügigen Damen also Kontakt mit ihnen nehmen:
    (Rodionovaelenna@katamail.com)
    Die Bibel sagt: “” Luke 11:10 jeder Bittende empfängt, wer sucht, und ihm wer klopft, öffnet sich die Tür. “. Also nicht diese Möglichkeiten, die Sie übergeben, dass Jesus nicht ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Bitte täuschen Sie nicht weil es noch ernste Menschen, aus Furcht vor Gott und Geist… Es ist eine christliche Organisation gegründet, um zu helfen. Ihre Kernaussage hat dies genug Sie ansprechen, die Ihr Leben für immer verändert

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