Der Mensch stammt nicht vom Affen ab

Ich bin zurück aus Spanien. Die Capilla Real steht auf jeden Fall noch und sah zumindest von unten gar nicht so bröckelig aus. Da die Freude an der Natur bei uns in der Familie liegt, haben wir auch die Gelegenheit genutzt, und sind mit einem Natur-Guide in den spanischen Bergen, genauer in der Sierra de las Nieves unterwegs gewesen. Der gute Herr wusste einiges über die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu berichten. Zum Ende hin ist es dann aber doch recht merkwürdig geworden.

Über Umwege sind wir irgendwie auf das Thema Aliens gekommen (Mond – chinesische Basis auf der Rückseite des Mondes – Aliens). Das veranlasste unseren Guide dazu folgende Aussage zu tätigen: “Einige Leute denken, dass wir Menschen die Aliens sind. Evolution kann halt nicht alles erklären. Wenn die Evolution stimmt, warum entwickeln sich Affen dann nicht in Menschen?” Ich habe dazu mal nichts gesagt, zum einen weil ich einfach zu geschockt war und zum anderen weil ich nicht mal wüsste wo man da anfangen soll diesen ausgemachten Bockmist klarzustellen.

Ich finde diese Unwissenheit und Naivität unfassbar und wirklich bedenklich. Wenn nicht einmal jemand, der sich den ganzen Tag mit der Natur und ihren Bewohnern befasst, das Prinzip der Evolution verstanden hat, dann will ich gar nicht wissen, wie es beim Rest der Bevölkerung aussieht. Wir reden hier von jemanden, der an diesem Tag andauernd Begriffe wie “Art” und “Verwandtschaft” verwendet hat, und dabei anscheinend gar nicht versteht oder zumindest hinterfragt was damit eigentlich genau gemeint wird. Ich kann mir nicht einmal vorstellen, was im Kopf einer Person vorgehen muss, um zu glauben, dass man nur genügend Generationen abzuwarten braucht und dann wird aus einem Schimpansen ein moderner Mensch. Das ist einfach nur absurd. Dabei helfen häufig gezeigte Abbildungen wie diese hier auch nicht unbedingt.

Human Evolution. via Wikimedia Commons (José-Manuel Benitos)

Human Evolution. via Wikimedia Commons (José-Manuel Benitos)

Im deutschen Sprachgebrauch gibt es die Wendung “der Mensch stammt vom Affen ab”. Der Affe wäre dann also der direkte Vorfahre. Das ist schlichtweg falsch. Richtiger wäre es zu sagen “Affen und Menschen sind verwandt”, obwohl man das sicher auch noch missverstehen kann. Nach dem heutigen Verständnis der Evolution hat sich aus einer bestehenden Prä-Affenpopulation mit der Zeit eine Subpopulation herausgebildet, die letztlich zum Menschen wurde. Dabei bezieht man sich auf das genetische Verwandtschaftsverhältnis. Das bedeutet, dass wir von gemeinsamen Vorfahren ausgehen. Demnach bin ich mit meinen Eltern genetsich verwandt, meine großartige Schwägerin aber ist nur meine soziale Verwandte. Mir gefallen in diesem Zusammenhang auf hübsch getrimmte “Stammbäume” auch nicht besonders. Da wird der Mensch gerne als eine Art Endprodukt der Evolution dargestellt. Das riecht mir zu sehr nach Kreationismus. Ich bevorzuge da doch eindeutig solche Abbildungen wie aus dieser Publikation, die unten gezeigt ist. Ich verstehe nicht, was daran so unverständlich sein soll, dass man sich zu irgendwelchen grafischen Aufhübschungen gezwungen sieht. Für mich wird so auch viel leichter deutlich, worum es eigentlich geht. Und zwar darum, dass es gemeinsame Vorfahren gibt. Und das ist nicht nur zwischen Affen und Menschen so, sondern trifft eben auch auf Maus und Mensch zu. Die Abstände sind nur eben größer, was dann auch größere Unterschiede mit sich bringt.

Credit: Brain Behav Evol: 2014 Usui & Konopka. doi:10.1159/000365182. Phylogenetischer Baum

Tatsächlich ist es so, dass man die genetische Abgrenzung zu anderen Primaten zumindest in Teilen meint erklären zu können. Das ist auch alles nichts Neues, sondern beruht auf diversen Studien vom Anfang diesen Jahrhunderts. Eine entscheidene Rolle wird dabei dem Gen FOXP2 zugeschrieben. Wie man am Namen bereits erkennen kann (naja, zumindest wenn man sich mit Entwicklungsbiologie beschäftigt), handelt es sich dabei um einen Transkriptionsfaktor, d.h. es reguliert das Ablesen anderer Gene. FOXP2 ist während der menschlichen Entwicklung maßgeblich an der Ausbildung neuronalen Strukturen im Gehirn und dessen Reifung beteiligt, und das speziesübergreifend. Eine ganz besonderes menschliches Alleinstellungsmerkmal wird diesem Gen zugeschrieben – die Sprachentwicklung. Ist eben dieses Gen z.B. in Mäusen mutiert, zeigen sie  je nach Schwere der Mutation schwere Entwicklungsstörungen bzw. veränderte ‘Sprache’. Und genau das trifft eben auch auf Menschen zu. Entdeckt wurde das am Beispiel der sogenannten ‘KE Familie’, einer real existierenden englischen Familie mit pakistanischer Abstammung. Diverse Mitglieder dieser Familie leiden an einer Entwicklungsstörung, die sich negativ auf deren Sprachvermögen auswirkt. Dabei ist es dem Gehirn der Erkrankten anscheinend nicht möglich die Signale auszusenden, die die Muskeln aktivieren, die letztendlich das Sprechen ermöglichen. Die Gehirnregionen, die mit Sprache assoziiert werden, zeigen bei dieser Form der Genmutation eine verringerte Aktivität.

Genetische Analysen und der Vergleich mit einem nicht-verwandten Patienten mit ähnlichen Symptomen, konnten dann Mutationen im Gen FOXP2 als ursächlich identifizieren. Weitere Untersuchungen zeigten eine hohe Ähnlichkeit des Gens in Säugetieren. Im Vergleich zu anderen Primaten zeigt sich, dass der Austausch von nur zwei Aminosäuren, also zwei Bausteinen, im FOXP2 Protein zu den erheblichen Unterschieden im Sprachvermögen führen. Ist also ein einzelnes Gen verantwortlich für die Sprachentwicklung? Ich sag mal jein. Als Transkriptionsfaktor reguliert FOXP2 wiederum viele verschiedene Gene, die wiederum andere Gene aktivieren usw. Je nachdem wie gut oder schlecht diese Aktivierung abläuft und welche Gene das sind, so unterscheidet sich dann das Sprachvermögen als Resultat. Trotzdem bleibt stehen, dass FOXP2 anscheinend als Masterregulator dieses Netzwerks agiert. Ein interessantes Experiment war dabei der Austausch der humanen Form von FOXP2 in Mäusen. Das resultierte wiederum in veränderter ‘Sprache’ der Versuchstiere Wichtiger ist aber, dass die veränderten Mäsue außerdem eine erhöhte synaptische Plastizität zeigten, d.h. sie konnten leichter neue neuronale Vernetzungen ausbilden. Und eben das könnte den Unterschied machen, der uns maßgeblich von anderen Säugetieren und eben Affen unterscheidet. Vielleicht versteht mich meine Katze also doch, sie kann nur leider nicht antworten.

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Claudia Davenport hat in Potsdam und Hannover Biochemie studiert und promoviert mittlerweile über Insulin-produziernende Surrogatzellen aus embryonalen Stammzellen zur Behandlung des Diabetes Typ 1. Wenn sie gerade mal nicht im Labor am Durchbruch arbeitet, der die Welt verändern wird, ist sie gerne im Grünen, radelt durch die Gegend oder geht Kaffee trinken.

53 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Wenn Sie sowas schon erschreckt , halten Sie lieber Abstand von der “Restbevölkerung” , das ist noch harmlos gegen die vielen Stilblüten einer ganz alltäglichen Blödheit , die viele unserer lieben Zeitgenossen sogar noch mit Stolz vor sich hertragen.
    Das ist eine Illusion , daß Leute , die den ganzen Tag mit Natur zu tun haben , automatisch Verständnis haben für solche Themen , einfach mal ein bißchen Landvolk beobachten , brrr… , nirgendwo gibt es mehr bornierte Feindlichkeit gegenüber Leuten , die gerne ihren Verstand benutzen.
    In vielen Gegenden ist es bis heute verpönt , Bücher zu lesen , sogar in manchen (deutschen) Großstädten ist das noch recht weit verbreitet.

    • Das mit dem Lesen ist mir auch schon einmal aufgefallen. Da wird mit Stolz vor sich hergetragen, dass das letzte gelesene Buch Effi Briest im Deutsch-Grundkurs war. Ich frag mich, was man dann eigentlich so macht, z.B. wenn man mit der Bahn fährt oder im Urlaub auf der Sonnenterrasse liegt. Mit dem Handy rumdaddeln wahrscheinlich.

      • wenn Sie daran glauben wollen weil es Ihre Forschung ist… viel Spaß dabei… aber wie immer Beweisen können Sie gar nichts! nur Vermutungen anstellen. Ich denke das Sie mir irgendwann weiß machen wollen, das wir von dem Baum im Garten abstammen und dann wiederum verwandt mit der Tulpe sind…

        Sie täuschen sich Gewaltig…!

    • “… die gerne ihren Verstand benutzen.!

      🙂 Ähäm, wirklich-wahrhaftig IHREN Verstand???

      Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Mensch seit der “Vertreibung aus dem Paradies” (erster und bisher einzige GEISTIGE Evolutionssprung) im geistigen Stillstand zeitgeistlich-reformistisch KREISLÄUFT, und seine Vernunftbegabung dabei in der bewußtseinsbetäubten Hierarchie von und zu materialistischer “Absicherung” MEHR UND MEHR vegetieren und / oder verkommen läßt – Was “die da oben” (Staat, Kirchen und “Experten” / Fachidioten) sagen ist (Natur-)Gesetz und / oder “Gottes Wort”, so haben wir heute nun den “freiheitlichen” Wettbewerb um “Wer soll das bezahlen?” und “Arbeit macht frei” im “Recht des Stärkeren”, aber vor allem systemrational-GEBILDETE Suppenkaspermentalität auf Schuld- und Sündenbocksuche, was die AFFIGKEIT unseres Verstandes von wirklich-wahrhaftiger Vernunft besonders hervorhebt!? 😉

    • Das muß ich kurz bestätigen. Im Gartenbau-/Gärtner – Sektor ist ein Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge, Umweltbewusstsein so dermassen niedrig. Da versteht man die Welt nicht mehr!

  2. Verwandt, aber nicht “abstammend”, nichts könnte richtiger notiert werden, was die Primaten betrifft.
    Zumal andere wohl auch könnten, bspw. i.p. Sprache, wenn sich nur dbzgl. eine dementsprechende Entwicklung ergeben hätte.
    Es kann i.p. Kladistik hier vielleicht ergänzt werden, auch die Bären sind ja nicht so dull.
    BTW, das Haustier Katze, das der Schreiber dieser Zeilen seit langer Zeit, auch im Rudel, sofern sich dies dort ergeben könnte, pflegt, ist nicht sehr kommunikativ, vs. Hund, will dem Frauchen oder dem Herrchen nicht unbedingt gefallen, korrekt.

    MFG
    Dr. W

      • Vielen Dank für Ihre freundliche Reaktion auf das experimentelle Feedback weiter oben, werte Frau Davenport, Bonusfrage:
        Wovon stammen die Primaten ab, vom Affen?

        • PS:
          Irgendwie fehlt dem Schreiber dieser Zeilen in der Abbildung mit dem phylogenetischen Baum die Horizontalbeschriftung.
          Es werden dort ja T-Teile [1] angezeigt, die Verwandtschaftsfolgen und Verwandtschaftsfamilien meinen.

          [1]
          Ein T-Teil ist eine Verbindung, die sich in zwei Richtungen spaltet, wie ein “T” eben, in der Abbildung finden sich sieben T-Teile.

          • Achsenbeschriftungen im klassischen Sinne kenne ich von solchen Darstellungen nicht. Eine exakte zeitliche Zuordnung wäre wohl sowieso nicht möglich. Soweit mir bekannt, werden die Abstände durch multiplen Sequenzvergleich der gezeigten Spezies berechnet und können dann je nach Methode variieren. Die Verlinkung auf Weißbüschelaffen verstehe ich nicht. Zur Begriffsklärung: Affen sind eine Unterguppe der Primaten.

        • @ Frau Davenport :

          Weiter oben geschah ein kleiner Webverweisfehler, korrekt, die Frage nach der Abstammung der Primaten blieb unbeantwortet und die “Achsenbeschriftungen” im Horizontalen könnten Species meinen, die mittlerweile ausgestorben sind oder auch nicht.

          Beachten Sie bitte gerne, dass Sie es mit einem interessierten Laien zu tun haben,
          MFG + weiterhin viel Erfolg!
          Dr. W

          • Das ist in der Tat eine sehr interessante Frage. Darüber habe ich bisher auch noch nicht nachgedacht.
            Aus den weiten Tiefen meines Studiums kann ich dazu nur hervorkramen, dass beim direkten Sequenzvergleich, der diesen Abbildungen in der Regel zu Grunde liegt, darauf geachtet werden muss, was genau verglichen wird. Meistens wird sich nicht auf das gesamte Genom, sondern auf einzelne Teilbereiche, die bestimmte Proteine codieren bezogen. Genomweite Vergleiche erfordern einfach einen sehr großen Rechenaufwand und sind auch nicht immer unbedingt sinnvoll. Ich meine auch mich zu erinnern, dass die Reihenfolge der Sequenzvergleiche eine Rolle spielt und das Endergebnis beeinflusst. Wie das in etwa funktionieren kann ist z.B. hier: https://www.life-science-lab.org/cms/index.php/phylogenetische-baeume.html
            erklärt.
            Um nochmal zurück auf die Abstammung der Primaten zurück zu kommen. Auf Anhieb habe ich da kein befriedigendes Ergebnis bekommen. Dazu würde ja auch entsprechendes Genmaterial fehlen. Man kann lediglich, wiederum durch Sequenzvergleich, auf die nächsten Verwandten der Primaten schließen. Dazu habe ich diese open source Veröffentlichung gefunden, mit wirklich sehr ausführlichen phylogenetischen Bäumen:
            http://journals.plos.org/plosgenetics/article?id=10.1371/journal.pgen.1001342
            Demnach wären die nächsten Verwandten die ausgestorbenen Dermopteren gefolgt von den Spitzhörchen (Scandentia). Als Wurzel zur Berechnung wurden dort Hasenartige (Langomorpha) verwendet. Das ist doch ganz witzig.

      • Eine Frage wie kann es sein,dass sich ein Bewusstsein entwickeln konnte bei uns ?Wie kommt es dazu,dass wir über die Zukunft und die Vergangenheit nachdenken ?Warum denken wir über unseren eigenen Gedanken nach ?Wieso hinterfragen wir immer alles ?

  3. Eigentlich stimmt der Satz schon.

    Erstens stammt jeder Mensch direkt von Affen ab, halt den jeweiligen Eltern. Menschen zählen schließlich auch dazu. Allerdings bezieht sich der Satz ja nicht darauf (Der Gesichtsausdruck von Kreationisten, denen man das erzählt könnte dafür aber interessant sein).

    Zweitens: Ist es nicht der gleiche Fehler, auch hier nur die “Endprodukte” der Evolution zu beachten? Affen sind doch nicht nur die heutigen Arten, sondern auch die Vorfahren über mehrere Zehn Millionen Jahre. Der Mensch stammt nicht von Schimpansen & Co. aber wie diese auch von nicht mehr existierenden Affenarten.

    • Zu erstens: Genau deswegen, stimmt diese Aussage eben nicht. Ein einfaches Beispiel: Würden Sie sagen, dass sie mit ihrer Tante verwandt sind? Schließlich haben Sie ja auch gemeinsame ‘Eltern’ (in diesem Fall wären das die Großeltern).

      Zu zweitens: Ich möchte doch meinen, dass die meisten Leute den Begriff ‘Affe’ auf die heutigen Endprodukte der Evolution beziehen und nicht auf deren Vorfahren. Der moderne Mensch, sowie auch alle anderen heutigen Primaten, stammt selbstverständlich von diesen Vorfahren ab. Man muss nur weit genug zurück gehen. Das erkennt man ganz gut in der zweiten Abbildung im Artikel.

      • Aus Sicht der Systematik ist ihre folgende Aussage falsch: “IIch möchte doch meinen, dass die meisten Leute den Begriff ‘Affe’ auf die heutigen Endprodukte der Evolution beziehen und nicht auf deren Vorfahren.”

        Aus Sicht der Systematik sind Affen nicht einzelne heutige Gattungen (Spezies), sondern es ist ein Gruppenbegriff, der sowohl bereits ausgestorbene als auch heute lebende Spezies umfasst. Genau so wie der Systematikbegriff “Dinosaurier” sehr viele Arten erfasst, von denen nur wenige zur selben Zeit gelebt haben.

        Die Dinosaurier (Dinosauria, von griechisch δεινός deinós ‚schrecklich‘, ‚gewaltig‘ und σαῦρος sauros ‚Eidechse‘)[1] waren die Gruppe der Landwirbeltiere (Tetrapoda), die im Mesozoikum (Erdmittelalter) von der Oberen Trias vor rund 235 Millionen Jahren bis zur Kreide-Tertiär-Grenze vor etwa 65 Millionen Jahren die festländischen Ökosysteme dominierte.

      • So richtig verstehe ich nicht, was Sie mit Ihrem Beispiel ausdrücken wollten. Allerdings hatte ich den Punkt auch mehr als Scherz gemeint. Obwohl ich z. B. Zeugen Jehovas in der Verwandtschaft habe und Fragen, wie “Warum entwickeln sich Affen im Zoo nicht zu Menschen?” durchaus persönlich schon gehört habe (Wobei die große Mehrheit zumindest in dieser Frage weiter ist). Aber es gibt tatsächlich noch so etwas: https://www.youtube.com/watch?v=KB0TLgcNesU#t=11

        Ansonsten finde ich, eben weil meistens die Gleichsetzung Affe=’heutige Arten’ bei den Leuten automatisch erfolgt, sollte man erst recht darauf hinweisen, dass dies eben nicht so ist. Man kann es ja sogar noch erweitern, der moderne Mensch stammt vom Menschen ab, Homo habilis ff. gehörten schließlich auch unserer Gattung an. Wobei von anno dazumal bis heute das alles zusätzlich noch Affen waren bzw. sind.

      • Eine Tante ist eine Verwandte zweiten Grades oder eine Verwandte in der Seitenlinie. Das heißt die Tante und ich haben mindestens eine gemeinsame Stammperson (oder mindestens ein gemeinsames Vorfahrenpaar), stammen jedoch nicht voneinander ab. Ich sehe das genauso wie Balanus: Eine Subpopulation hat sich herausgebildet, die letztlich zum Menschen wurde. Der Mensch gehört zu einer monophyletischen Gruppe.

  4. Der Satz, dass der Mensch vom Affen abstammt, ist schon richtig.
    Es gab einen gemeinsamen Vorfahren von Schimpansen und Menschen, der heute ausgestorben ist (genauer gesagt, ist das Individuum gestorben, die Spezies ist aber nicht ausgestorben, sondern hat sich zum Homo Sapiens und zum Pan Paniscus entwickelt).
    Wie würden wir denn diesen Vorfahren bezeichnen, wenn er uns über den Weg laufen würde – als Menschen, als Affen oder als sonstwas ? Ich denke doch, als einen Affen. Und von dem stammen wir ab.

  5. “Der Mensch stammt vom Affen ab” stimmt genauso wie die Aussage “FOXP2 ist verantwortlich für die menschliche Sprachfähigkeit”.

    Genau genommen ist beides grundfalsch. Doch die “Richtung” stimmt. Bei Mitteilungen geht es oft darum etwas in ein vernünftiges Verhältnis zueinander zu setzen ohne im präzisen Sinne korrekt zu sein.
    Am Beispiel von “Der Mensch stammt vom Affen ab” bedeutet das: Die gemeinsamen Vorfahren von Mensch und Affe sind aus unserer Sicht viel näher an den heutigen Affen als das die Menschen sind. Denn der Mensch definiert sich selber über die höheren kognitiven Fähigkeiten und über solche höheren kognitiven Fähigkeiten verfügen weder Affen noch die gemeinsamen Vorfahren von Mensch und Affen. So gesehen sind auch die gemeinsamen Vorfahren von Mensch und Affen aus der Sicht des Menschen nichts anderes als Affen.

    • So richtig glücklich kann ich über die sprachliche Wendung trotzdem nicht sein, wenn daraus im Resultat geglaubt wird, dass sich Affen in Menschen weiter entwickeln. Ich kann mir vorstellen, dass diese Aussage so interpretiert wird, dass die heutigen Affen die direkten Vorfahren des modernen Menschen sind. Und das stimmt nun einmal nicht, kann aber eben zu der oben genannten Annahme führen.

      • “dass die heutigen Affen die direkten Vorfahren de modernen Menschen sind”. Wer glaubt denn so was. Sie meinen, dass die Schimpansin, die sie im Zoo sehen, die Vorfahrin der Menschen sein könne? Wie soll das denn gehen? Glauben sie wirklich, dass es Leute gibt, die das glauben?

        • Naja, wenn Sie den Artikel gelesen haben, würden Sie wissen dass ich vor ein paar Wochen so jemanden getroffen haben. Und in Amerika lehnen meines Wissens nach viele die Evolutionstheorie ab, da sie nicht “vom Affen abstammen wollen”. Und zwar in der beschriebenen Bedeutung. Ich kann mir das auch schwer vorstellen. Ich kann nur hoffen, dass es sich zumindest in Teilen um eben diese sprachliche Verwechslung handelt.

      • Ich teile Ihre Bedenken. Vor allem stößt mir der Begriff der “Weiterentwicklung” auf. Die heutigen Affen haben ja eine ebenso lange Entwicklungsgeschichte hinter sich wie der Mensch und haben sich in ihrer Umgebung offenbar durchgesetzt. Sie sind also nicht weniger weit in der Entwicklung als der Mensch.

  6. “Der Mensch gehört zu den Affen, genauer den Altweltaffen” ist dagegen korrekt.Die Affen, in der Systematik auch Anthropoidea genannt gehören selbst zu den Trockennasenprimaten, einer der beiden Primatengruppen, die man in der Systematik gebildet hat. Die Gruppe der Affen hat sich in Neu- und Altweltaffen aufgespalten und von den Altweltaffen wiederum stammen die Menschenartigen und insbesondere auch der Homo sapiens ab.

  7. “Ich finde diese Unwissenheit und Naivität unfassbar und wirklich bedenklich.”

    Das Gefühl kenne ich auch, ich bin aber schon etwas abgebrühter. Die Wissenschaftler und der Wissenschaft nahe Stehenden bilden eine ziemlich kleine Minderheit in der “Restbevölkerung”. Wir leben etwas in einer Blase, in einer Parallelgesellschaft, weil wir zumeist von ähnlich gebildeten, rational denkenden und “aufgeklärten” Menschen umgeben sind und dann auch oft von Personen der eigenen Fachrichtung.
    Spricht man mit einem Fachwissenschaftler aber mal neben seinem Fach kann es auch bald ziemlich duster werden, sofern die Weisheit zum Schweigen fehlt. Oft korreliert die Urteilsbereitschaft mit Unwissenheit, je weniger Ahnung man hat, umso weniger fühlt man sich durch die Vorbehalte des Wissens behindert.
    Und wenn sich Naturwissenschaftler zu geisteswissenschaftlichen Themen und Geisteswissenschaftler zu naturwissenschaftlichen Themen äußern, dann kommen schnell ähnliche Knüller wie oben heraus.

  8. Ich habe in den letzten Jahren diverse gleichartige und sehr persönliche Erfahrungen mit Angehörigen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (STA) gemacht. Die Evolution wird dort abgelehnt, die Bibel wörtlich genommen.

    Auch ich war geschockt, entsetzt und fassungslos und konnte gar nicht glauben, was ich teilweise hören musste und bei der Auseinandersetzung mit deren Schriften und Videos erfahren habe.

    Mein persönlicher Versuch, Evolution, Abstammung usw. genauer zu erklären und bei einem Besuch im Senckenberg Museum anschaulich zu machen war vollkommen fruchtlos. Die Indoktrination bei der STA begann bereits im Kindesalter mit der Erziehung. Die damals abgelaufenen Prägungen sind bis heute zu fest, als sie mit Argumenten erschüttern zu können, was mich oft traurig und wütend zugleich machte.

    Eine Diskussion von „Der Mensch stammt vom Affen ab“ wie hier in den Kommentaren, findet dort gar nicht erst statt. Wenn von Affen die Rede ist, stellt man sich die Affen vor, die im Zoo und/oder im Fernsehen usw. zu sehen sind. Die Existenz ausgestorbener Arten wird schlicht nicht ernstgenommen, alle Aussagen in Richtung Evolution werden mit grossem Argwohn und Ablehnung betrachtet.

    Als ich mal versuchte, durch Erklärung der Altersbestimmung per C14-Methode einen Ansatz zu finden um zu zeigen, dass die Erde doch älter als 6000 Jahre sein muss, wurde ICH ungläubig wie ein Alien angeschaut.

    Und ich rede hier nicht von durchgeknallten Kreationisten aus den USA, sondern von persönlichen Erfahrungen im Rheinland.

  9. Ich halte den Spruch: Der Mensch stammt vom (oder von) Affen ab, im Grunde für richtig. Die Abbildung des phylogenetischen Baumes legt diese Sichtweise nahe, sie impliziert, wie Sie schreiben, „dass sich aus einer bestehenden Affenpopulation mit der Zeit eine Subpopulation herausgebildet hat, die letztlich zum Menschen wurde“.

    Von dem Ast, der vom gemeinsamen Vorfahren von Gorilla und Schimpanse zum Schimpansen führt, zweigt die Gruppe der Menschen ab. Alle Populationen auf dem Ast vom Gorilla zum Schimpansen waren mit Sicherheit reine Affenpopulationen.

    • Etwas für richtig zu halten und es als richtig belegen zu können, sind immer noch zwei völlig verschiedene Dinge. Im übrigen werden im oben gezeigten Kladogramm, wie auch in allen anderen wissenschaftlichen Abbildungen dieser Art, lediglich Verwandtschaftsbeziehungen dargestellt. Auf Grundlage dieser Verhältnisse können Schlussfolgerungen abgeleitet werden. Sind aber trotzdem nur Vermutungen, die allerdings durch Informationen gestärkt, aber eben nicht bestätigt, werden.

      • Danke für die Antwort, Frau Davenport!

        Was meinen Sie mit dem Hinweis, dass in Kladogrammen dieser Art „lediglich Verwandtschaftsbeziehungen“ dargestellt werden?

        Verwandtschaft ergibt sich meines Wissens aus der gemeinsamen Abstammung. Und was könnten die Urahnen des Schimpansen vor 7-10 Mio. Jahren, von denen höchstwahrscheinlich auch der Mensch abstammt, anderes gewesen sein als Affen? Beweisen kann man das wohl nicht, da mögen Sie Recht haben, aber was wäre die Alternative? Konstanz der Arten?

        • Ich muss gestehen, dass ich das grad auch nicht mehr unbedingt nachvollziehen kann, welchen Punkt ich damit machen wollte… Ich glaube, ich wollte betonen, dass man nicht direkt die Abstammung daraus ablesen kann, sondern sich darauf eben nur indirekt schließen lässt, wie sie das ja gerade auch treffend beschrieben haben. Aber das führt am Ende nur noch zu Wortklauberei und führt zu keiner weiteren Erkenntnis.

  10. Der Mensch stammt nicht vom Affen ab, das ist richtig – der Mensch ist ein Affe. Ich kenne bisher keinen Grund, dass der Mensch nicht zu den Affen gezählt werden sollte, außer die Eitelkeit des Menschen. Und ohne Wikipedia als wissenschaftliche Quelle hinstellen zu wollen, so ist doch trotzdem genau das dort auch zu lesen: “Sie teilen sich in die Neuweltaffen und die Altweltaffen auf, zu denen auch der Mensch gehört.”
    Die aufgeführten Untersuchungen zur Sprachfähigkeit sind auch etwas an den Haaren herbei gezogen, da Affen genauer Zwergschimpansen durchaus Zeichensprache bzw. auch Bildsprachen erlernen können – nur keine Lautsprache wie der Mensch, da sie Anatomisch nicht dazu in der Lage sind – die Untersuchungen sind schon über 30 Jahre alt und trotzdem noch nicht in der Bevölkerung angekommen …
    Nebenbei auch einige Walarten haben Sprachäquivalente mit Dialekten und allen drum und dran nur Menschen sind bisher nicht in der Lage sie zu verstehen
    Und unterschiedliche kulturelle Entwicklungen sind ja nun kein Grund den Menschen als etwas besonderes herauszu stellen, denn auch innerhalb der menschlichen Population gibt es ja ganz erhebliche Unterschiede zeitliche (Stichwort Hochkulturen) wie räumliche

    • “Der Mensch stammt nicht vom Affen ab, das ist richtig – der Mensch ist ein Affe.”

      Sie haben da etwas falsch verstanden. Es geht ja nicht darum, was der Mensch ist, sondern woher er kommt. Man kann es auch mit Nietzsche so sehen: er ist eine Brücke zwischen gestern und morgen. Sicher ist er nicht die Ebbe jener Flut, die wir Evolution nennen.

    • “Ich kenne bisher keinen Grund, dass der Mensch nicht zu den Affen gezählt werden sollte, außer die Eitelkeit des Menschen.”

      Ich bekomme gerade massenhafte mails von Affen, die sich streng dagegen verwahren, mit Menschen in einen Topf geworfen zu werden.

  11. Im deutschen Sprachgebrauch gibt es die Wendung “der Mensch stammt vom Affen ab”. Der Affe wäre dann also der direkte Vorfahre. Das ist schlichtweg falsch. Richtiger wäre es zu sagen “Affen und Menschen sind verwandt”, obwohl man das sicher auch noch missverstehen kann.

    Und wie man das misverstehen kann! – Die Aussagen: “der Mensch stammt vom Affen ab.” und “Affen und Menschen sind verwandt” bedeuten bei einigen meiner Biologieunkundigen Bekannttschaft schlicht das gleiche. Denn Verwandte stammen ja auch voneinander ab, sonst wären sie nicht miteinander Verwandt. So einfach geht das, auch wenn es nicht nur aus biologischer Perspektive falsch ist. – Herr Dramiga liefert in seinem Kommentar das passende Beispiel dazu.

    Dann schreibt Herr Holzherr:

    Sie meinen, dass die Schimpansin, die sie im Zoo sehen, die Vorfahrin der Menschen sein könne? Wie soll das denn gehen? Glauben sie wirklich, dass es Leute gibt, die das glauben?

    Frau Davenport vielleicht nicht, aber ich denke ja, solche Menschen gibt es. Und die erklären die Biologen dann postwendend für verrückt oder schlimmeres, weil sie sich eine Verwandtschaft zwischen den Arten nicht vorstellen können. Von dem gemeinsamen Vorfahren haben die selbstverständlich nicht die leiseste Ahnung. Wenn Sie diese Erklärung nachreichen, dann könnte Verständnis dafür entstehen, muss aber nicht.

    Und was mich selbst angeht: Ich denke, die Forschung ist auf dem richtigen Weg, aber noch nicht weit genug, um das mit letzter Sicherheit sagen zu können, ob Menschen und Affen wirklich miteinander Verwandt sind oder nicht. Bisher spricht zwar vieles (alles?) dafür, aber ob der letzte Beweis dafür schon erbracht ist, wage ich zu bezweifeln. Denn ich halte es auch eher mit der biblischen Aussage, wonach der Mensch eine separate Schöpfung Gottes ist, die sich von Tieren und Pflanzen unterscheidet. Es steht schliesslich nur in der Bibel, dass der Herrgott Menschen, Tiere, usw. erschaffen hat, aber nicht, wie er das gemacht hat. Das aufzuklären ist Aufgabe der Naturwissenschaften und da ist die Evolutionstheorie bisher der beste Ansatz, den sie hat, aber nicht der Weisheit letzter Schluss.
    Ich denke weiter, früher oder später sollte man sich vom Konzept eines gemeinsamen Stammbaumes aller Lebewesen lösen und stattdessen der Hypothese eines “Waldes von Stammbäumen” das Feld überlassen. Das halte ich jedenfalls für die bessere Hypothese, auch wenn bisher noch vieles (alles?) dagegen sprechen dürfte.

  12. Sehr geehrte Frau Davenport,
    ich muss Ihrem Artikel in Gänze zustimmen. Als jemand, welcher u.a. schon seit 15 Jahren geowissenschaftliche Öffentlichkeitsarbeit betreibt und in diesem Rahmen mit den Fragen der “Bevölkerung” konfrontiert wird muss ich leider auch Ihre Verwunderung und die daraus folgenden Bedenken teilen. Die Ursachen sind wie meist vielschichtig. Ein Hauptproblem ist
    aber meist die ungenügende Kommunikation zwischen den Institutionen, Personen die die
    betreffenden Inhalte Verstehen (und die hierfür notwendigen Wissenskomponenten natürlich auch haben) und der Bevölkerung, welcher eben meist nur Wissenskomponenten mitgeteilt werden.
    Der Satz “der Mensch stammt vom Affen ab” ist ein schon klassisches Beispiel für eine schlechte
    Vermittlung eines Verständnisses. Gleich- oder (leider) noch viel schlechtere Sätze/Artikel sind, was die geo- und biowissenschaften betrifft, in den heute verbreitenden Medien ein tägliches Brot.

    • Danke für den Kommentar. Ich finde die meisten wissenschaftlichen Artikel bei Medien wie SPON etc. einfach unzureichend. Mein liebstes Beispiel sind die STAP-Zellen. Da wurde berichtet, dass durch Zugabe von Säure induzierte pluripotente Zellen erzeugt worden sind. In wirklich jedem Artikel zu diesem Thema stand, dass dazu u.a. Zitronensäure verwendet worden ist. Das wird im Paper nirgends erwähnt. In der Einleitung geht es kurz um Zitronensäure in einem anderen Zusammenhang. Daraus ergeben sich zwei mögliche Schlussfolgerungen: Entweder liest keiner dieser “Wissenschafts”journalisten das Paper, sondern schreiben einfach voneinander ab. Oder sie lesen das Paper und sind nicht einmal in der Lage die Einleitung richtig zu verstehen.
      Es wird sicherlich viele weitere Beispiele geben. Die will ich alle gar nicht kennen, das vermiest mir den Tag.

      • Die Behauptung, dass bei den STAP-Experimenten Zitronensäure zum Einsatz kam, hat offensichtlich die Times in die Welt gesetzt. Somit wissen wir jetzt auch, woher alle andere abgeschrieben haben.

        Das wirkliche Problem an der STAP-.Geschichte ist allerdings wohl eher nicht die Berichterstattung in der Presse, sondern die wahrscheinlich absichtliche Fälschung der Ergebnisse durch die Experimentatoren.

  13. Zitat; “Im deutschen Sprachgebrauch gibt es die Wendung “der Mensch stammt vom Affen ab”. Der Affe wäre dann also der direkte Vorfahre. Das ist schlichtweg falsch. … ”

    Der Begriff Affen ist nichts anderes als ein umgangssprachlicher Sammelbergiff der höhere Primaten. Ein mutmaßlicher direkter Vorfahre des Menschen, der Dryopithecus welcher vor etwa 12 Millionen Jahren lebte, läßt sich sehr wohl den Affen bzw. höhereren Primaten, so wie auch schon viele seiner Vorgängerarten zuordnen. Offensichtlich setzen sie irrtümlicher Weise den Begriff “Affen” mit “rezenten Menschenaffenarten” gleich. Dies ist so nicht richtig. Wissenschaftlich gesehen, stammen wir also durchaus vom Affen ab. Nur das diese Affenspezies ausgestorben ist bzw. ihren biologischen Zustand verändert hat…. Viele Grüße Robert Mortenson

  14. Sehr geehrte Frau Davenport,
    fraglos ist es traurig, wie wenig solide wissenschaftliche Erkenntnisse in das Bewusstsein vieler Menschen vorgedrungen sind. Dabei hat natürlich die Wissenschaft noch einige interessante Fragen zu klären, z. B. zur evolutionären Entwicklung unterschiedlicher Chromosomenzahlen. So hat ja auch der Mensch im Gegensatz zu seinen nächsten lebenden Verwandten durch Fusion zweier Chromosomenpaare eines weniger. In diesem Zusammenhang mag Sie dieser Artikel interessieren:
    https://wipokuli.wordpress.com/2012/01/28/veranderung-der-chromosomenzahlen-in-der-evolution/
    Mit freundlichen Grüßen
    Andreas Schlüter
    an der Biologie interessierter Soziologe
    Berlin

  15. Möglicherweise fällt es manchem sozial Verwandten leichter Eichen zu betrachten als phylogenetische Bäume zu enträtseln. Sie verstehen es einfach nicht oder haben nie gelernt diese zu lesen. Darüber sollte sich die Wissenschaft nicht erheben.

  16. Vielleicht gibt es das ganze gar nicht. Liest man die verschiedenen Ausführungen, geht es meist darum wie selbstverliebt der Einzelne in seine “Bildung” ist. Das ist auch schon alles. Sie behaupten recht zu haben. Sie wissen gar nichts. Niemand weiß irgendetwas. Schauen Sie sich bitte die Erde an. Wie benimmt sich der Mensch. Kein Tier benimmt sich so. Ja, ich weiß was Sie sagen möchten. Es geht nur um Sie. Um Sie alle. Es ist ekelhaft.

  17. ewige Wahrheiten – unveränderbar – ! !
    **********************************
    der Mensch war und ist und bleibt immer ein Mensch !
    Das ist eine ewige Wahrheit !
    der Mensch ist ein ewiger, unzerstörbarer Geist, und der Körper seine Wohnung. Das Sterben ist nichts anderes als den Köper verlassen.
    Der Affe bleibt immer ein Affe, bleibt immer ein Tier.
    Der elefant bleibt immer ein Elefant; der Löwe ein Löwe usw. !
    – hier ist wahre Kenntnis, – hier ist Licht !
    Die Ev. ist eine Irrlehre, da ist Unkenntnis, da ist Finsternis !

  18. weitere Ewige Wahrheiten:
    Christus ist wirklich und wahhaftig aufersanden, d. h. er lebt.
    Wir können nur errettet werden, wenn wir tun, was er sagt.
    Es gibt zur Zeit atwa 5 Millionen Menschen, die sich ernstlich bemühen,
    zu tun, was er sagt. Diese sind’s, die Kenntnis haben.

    Wir leben mitlerweile in der Endzeit. Das Ende der Welt ist bereits beschlossen. Dieses Ende bedeutet nicht die Zerstörung der Erde,
    sondern lediglich, dass die “Bösen” die Erde verlassen müssen!
    Nach großen Umwälzungen und Ereignissen wird die Erde gereinigt und erneuert. Der Tod wird nicht mehr sein, – keine Gräber , kein Gefängnisse, keine Krankheiten, keine Schmerzen, keine Sorgen, keine Kriege, usw. !

  19. … – noch eine ewige Wahrheit ?,

    nun gut: – … – die Erde ist ein Lebewesen ! —

    übrigens, ewige Wahrheiten haben die Eigenschaft der Anziehung.
    Diejenigen, die reinen Herzens sind, fühlen sich zu höheren Wahrheiten hingezogen.

  20. Der Mensch stammt nicht vom Affen ab – das ist richtig, er IST ein Affe
    mal aus Wiki zitiert (auch wenn das natürlich oft nicht wissenschaftlich korrekt ist, triffts ja den Kern an dieser Stelle) “Der Mensch, auch Homo sapiens […], ist nach der biologischen Systematik ein höheres Säugetier aus der Ordnung der Primaten (Primates). Er gehört zur Unterordnung der Trockennasenprimaten (Haplorrhini) und dort zur Familie der Menschenaffen (Hominidae).
    Der Mensch ist die einzige überlebende Art der Gattung Homo.”

  21. Daß Sie, liebe Dame, eine solch löchrige, fehlerhafte und, in Fachkreisen, streitbare Theorie als unumstößliche Tatsache verkaufen, ist unverantwortlich. Getoppt wird diese Chose hier nur noch von glaubensinsuffizienten Schöpfungsphobikern, denen es gar nichts ausmacht, jeden, der gegen ihr Quatsch-Dogma aufbegehrt, als Komplettidiot zu bezeichnen. DAS hat mehr Affiges als Humanes. Wer sich damit beschäftigt, was Darwin nicht wissen konnte, muß im Ergebnis Ihre Behauptung zurückweisen und von einer Tier-Mensch-Evolution absehen. Aber das erfordert auch, bereit zu sein, sein “professionelles Wissen” auf der geistigen Müllhalde zu entsorgen und ein umfangreiches, fachliches Auseinandersetzen damit, zu erwerben. Das kostet Zeit und Mühe………….und etwas menschliche Größe. Wer das versteht, wird feststellen, daß diese “Evolutions-Religion” im Ganzen fast noch verrückter ist, als es eine Schöpfungslehre je sein könnte. Dabei würde sich Wissenschaft und Theologie so wunderbar ergänzen!
    S. Miller

  22. Argumentationsweisen

    Vor vielen Jahren sah ich im Urlaub in den Niederlanden eine Fernsehsendung des ‘EO’ (Evangelischer Rundfunk): ‘Adam of Aap’ (Adam oder Affe). dort ging es um eine kritische Auseinandersetzung mit der Evolutionslehre.
    Argumentationsschema: Zuerst wurde sehr, sehr zutreffend die C14 Methode vorgestellt. (Ich dachte: “Alle Achtung! Das ist ja korrekt!”) Dann zeigte der Moderator einen Wasserhahn, aus dem Wasser in dünnem Strahl in einen Eimer lief. Über das Gewicht des Eimers und der Durchflussmenge ließe sich, so der Moderator, die Zeit, die der Eimer unter dem Hahn stünde, sehr genau berechnen. Genau so sei es bei der C14 Methode. Dann drehte der Moderator mit den Worten: “Was aber wenn Gott dieses macht?” den Hahn weit auf. Damit war die C14 Methode (und _jede_ wissenschaftliche Methode) widerlegt.
    Fazit: Wissenschaft hat niemals Recht, denn Gott kann, und hat es schon oft getan, jederzeit die Naturgesetze so ändern, dass nur die Bibel recht hat.
    Die Methode, ich betone Methode, Wissenschaft kann fundamental-religiöse, (ich betone fundamental-religiöse) Menschen niemals überzeugen – weil deren oberster Glaubenssatz ist: “Die Bibel hat immer Recht!”
    Beispiele dazu finden sich auch in den Kommentaren hierzu.
    Trotzdem: Die Aufklärung ist noch nicht tot! Weiterkämpfen!

    • Das ist wirklich gruselig, wenn Wissenschaft missbraucht wird um einen religösen Fundamentalismus zu rechtfertigen. Aber immerhin wurde dann erkannt, dass die eigenen Glaubenssätze, mit dem was wissenschaftlich belegt werden kann nicht vereinbar ist. Leider werden dann selten entsprechende Konseqeunzen daraus gezogen. Siehe die vielen Kommentare dazu unten.

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