Wie auch schon letztes Jahr um dieses Jahreszeit, die Mitte zwischen der Junisonnenwende und der Septembertag- und -nachtgleiche, steht ein besonderes Gestirn am Morgenhimmel. Wie ein großer Doppelpunkt strahlen Venus und Jupiter in der Dämmerung. Wer gegen 4:50 schon wach ist, sieht diese hübsche Szenerie.
Wer genau hinsieht, erspäht man links neben dem “kategorischen Doppelpunkt” die Zwillingssterne Pollux und Castor.
"physics was my first love and it will be my last physics of the future and physics of the past" Dr. Dr. Susanne M Hoffmann ist seit 1998 als Kultur-Astronomin tätig (Universitäten, Planetarien, öffentliche Sternwarten, u.a.). Ihr fachlicher Hintergrund besteht in Physik und Wissenschaftsgeschichte (zwei Diplome), Informatik und Fachdidaktik (neue Medien/ Medienwissenschaft) als Weiterqualifikationen. Sie ist aufgewachsen im wiedervereinigten Berlin, zuhause auf dem Planeten Erde. Studienbedingt hat sie 2001-2006 in Potsdam gelebt, jobbedingt 2005-2008 saisonal in Mauretanien (winters) und Portugal (sommers), 2008-2009 und 2013-'15 in Berlin, 2010 in Hamburg, 2010-2012 in Hildesheim, 2015/6 in Wald/Österreich, seit 2017 in Jena, mit Gastaufenthalten im Rahmen von Forschungskollaborationen in Kairo+Luxor (Ägypten 2022), Jerusalem+Tel Aviv (Israel 2023), Hefei (China 2024), Semarang (Indonesien 2017, 2024), USA (2024, 2025)... . Die einleitenden Verse beschreiben eine Grundstruktur in ihrem Denken und Agieren: Physik ist eine Grundlagenwissenschaft, die datenbasiert und mit dem Erkenntnisapparat der Logik ein Verständnis der Natur zu erlangen bestrebt ist. Es gibt allerdings auch Fragen der Welt, die sich der Physik entziehen (z.B. wie wir Menschen auf diesem Planeten friedlich, synergetisch und benevolent zusammenleben können) - darum ist Physik nicht die einzige Liebe der Bloggerin. Sie liebt die Weisheit und hinterfragt die Welt. Das Wort "Philosophie" ist ihr aber zu groß und das populärwissenschaftliche Verständnis davon zu schwammig, als dass sie sich damit identifizieren würde: hier geht's faktenbasiert zu. Ihr fachliches Spezialgebiet sind Himmelskarten und Himmelsgloben; konkret deren Mathematik, Kartographie, Messverfahren = Astrometrie, ihre historische Entwicklung, Sternbilder als Kulturkalender und Koordinatensystem, Anomalien der Sternkarte(n) - also fehlende und zusätzliche Sterne, Sternnamen... und die Schaustellung von alle dem in Projektionsplanetarien. Sie versteht dieses Blog als "Kommentar an die Welt", als Kolumne, als Informationsdienst, da sie der Gesellschaft, die ihr das viele studieren und forschen ermöglicht, etwas zurückgeben möchte (in der Hoffnung, dass ihr die Gesellschaft auch weiterhin die Forschung finanziert).
Ich bin sonst kein Astronom und der Himmel dient eher der Ästhetik. Habe heute Nacht Persiden geschaut und da fiel mir diese Konstellation auf. Danke für die Erklärung!
Es wird noch schöner: Am Dienstag, dem 19. August wird die schmale Sichel des abnehmenden Mondes so ziemlich in einer Linie oberhalb der beiden Planeten zu sehen sein. Am 20. bilden sie ein Dreieck, und am 21. stehen sie wieder in ungefähr in einer Linie, mit der (dann noch schmaleren) Mondsichel am unteren Ende. Dafür lohnt es sich, extra früh aufzustehen.
Ich bin sonst kein Astronom und der Himmel dient eher der Ästhetik. Habe heute Nacht Persiden geschaut und da fiel mir diese Konstellation auf. Danke für die Erklärung!
Es wird noch schöner:
Am Dienstag, dem 19. August wird die schmale Sichel des abnehmenden Mondes so ziemlich in einer Linie oberhalb der beiden Planeten zu sehen sein. Am 20. bilden sie ein Dreieck, und am 21. stehen sie wieder in ungefähr in einer Linie, mit der (dann noch schmaleren) Mondsichel am unteren Ende.
Dafür lohnt es sich, extra früh aufzustehen.