Jupiter befindet sich fast am Ende seiner Sichtbarkeitsperiode; er war im Winter die Nacht hindurch zu sehen und jetzt kann man lediglich in der Abenddämmerung einen Blick auf ihn erhaschen. Seit ca. einem Monat allerdings bewegt sich Venus rasch auf ihn zu: sie leuchtet uns nun ein Weilchen als Abendstern und leistet daher Jupiter bald Gesellschaft:
Venus, Jupiter und Mond am 20.05.
Venus Jupiter und die Zwillingssterne am 30.05.
Nächste Woche Montag/ Dienstag wird Venus während ihrer Promenade an Jupiter vorbei im kleinsten Abstand nur ca. ein Winkelgrad von ihm entfernt stehen. Hoffen wir mal, dass wir das Spektakel dann auch sehen und nicht irdische Wolken die Sicht versperren.
Dr. Dr. Susanne M Hoffmann ist seit 1998 als Kultur-Astronomin tätig (Universitäten, Planetarien, öffentliche Sternwarten, u.a.). Ihr fachlicher Hintergrund besteht in Physik und Wissenschaftsgeschichte (zwei Diplome), Informatik und Fachdidaktik (neue Medien/ Medienwissenschaft) als Weiterqualifikationen. Sie ist aufgewachsen im wiedervereinigten Berlin, zuhause auf dem Planeten Erde. Studienbedingt hat sie 2001-2006 in Potsdam gelebt, jobbedingt 2005-2008 saisonal in Mauretanien (winters) und Portugal (sommers), 2008-2009 und 2013-'15 in Berlin, 2010 in Hamburg, 2010-2012 in Hildesheim, 2015/6 in Wald/Österreich, seit 2017 in Jena, mit Gastaufenthalten im Rahmen von Forschungskollaborationen in Kairo+Luxor (Ägypten 2022), Jerusalem+Tel Aviv (Israel 2023), Hefei (China 2024), Semarang (Indonesien 2017, 2024), USA (2024, 2025)... . Die einleitenden Verse beschreiben eine Grundstruktur in ihrem Denken und Agieren: Physik ist eine Grundlagenwissenschaft, die datenbasiert und mit dem Erkenntnisapparat der Logik ein Verständnis der Natur zu erlangen bestrebt ist. Es gibt allerdings auch Fragen der Welt, die sich der Physik entziehen (z.B. wie wir Menschen auf diesem Planeten friedlich, synergetisch und benevolent zusammenleben können) - darum ist Physik nicht die einzige Liebe der Bloggerin. Sie liebt die Weisheit und hinterfragt die Welt. Das Wort "Philosophie" ist ihr aber zu groß und das populärwissenschaftliche Verständnis davon zu schwammig, als dass sie sich damit identifizieren würde: hier geht's faktenbasiert zu. Ihr fachliches Spezialgebiet sind Himmelskarten und Himmelsgloben; konkret deren Mathematik, Kartographie, Messverfahren = Astrometrie, ihre historische Entwicklung, Sternbilder als Kulturkalender und Koordinatensystem, Anomalien der Sternkarte(n) - also fehlende und zusätzliche Sterne, Sternnamen... und die Schaustellung von alle dem in Projektionsplanetarien. Sie versteht dieses Blog als "Kommentar an die Welt", als Kolumne, als Informationsdienst, da sie der Gesellschaft, die ihr das viele studieren und forschen ermöglicht, etwas zurückgeben möchte (in der Hoffnung, dass ihr die Gesellschaft auch weiterhin die Forschung finanziert).
Venus-Jupiter-Konjunktion naht Zitat: Seit ca. einem Monat allerdings bewegt sich Venus rasch auf ihn zu: sie leuchtet uns nun ein Weilchen als Abendstern und leistet daher Jupiter bald Gesellschaft: = = = Das ist ja ein wunderbares Ereignis, danke für Ihre Mühe – Frau Hoffmann! Die kleine Venus versucht da wohl den großen, römischen Himmelsgott “Jupiter“ zu erobern? Ein verträumter Romantiker würde vielleicht sagen: Es gibt da zwei Sternenkinder, die haben einander so lieb? Sie können aber nicht zusammenkommen, der Graben im Universum ist zu breit und zu tief. Zu breit? Durchschnittl. Entfernung > Sonne > Venus = 108,2 Mio km, > Sonne > Jupiter = 778 Mio km. Durchmesser > Venus = 12.104 km > Jupiter = 143.884 km Die veröffentlichen Aufnahmen sehen echt verführerisch aus. Dem Architekten des Universums hiermit ein herzliches Dankeschön! M. f. G.
Astronomen sind ja dafür bekannt, besonders romantisch zu sein – und damit auch gern andere zu ver“zaubern“: Ich habe als Sternwarten- und Planetariumsastronomin schon viel Romantisches begleitet – Liebeserklärungen, Heiratsanträge, Hochzeiten… das geht zu jeder Jahreszeit mit Sternbildern (siehe https://scilogs.spektrum.de/uhura-uraniae/astronomers-valentine-2/ und ähnliche Posts von mir in früheren Jahren) und auch ohne Planeten, aber deren Tänze auf nächtlichen und dämmerungsblauen Himmelsbühnen eignen sich natürlich auch.
Ihre Deutung, Herr Bülten, dass „die kleine Venus versucht den großen Jupiter zu erobern“ scheint mir da irgendwie nicht ins Bild zu passen: klassisch ist es doch die Aufgabe der Herren, ihre Damen zu „erobern“. Oder was habe ich falsch verstanden?
Zitat – 19.06.2026, 08:12 Uhr: Ihre Deutung, Herr Bülten, dass „die kleine Venus versucht den großen Jupiter zu erobern“ scheint mir da irgendwie nicht ins Bild zu passen: klassisch ist es doch die Aufgabe der Herren, ihre Damen zu „erobern“. Oder was habe ich falsch verstanden? = In dem verlinkten, interessanten Artikel vertreten Sie die gleiche Meinung: Good luck, boys and gentlemen, Go and conquer your lady’s heart! . Viel Glück, Jungs und Herren, Geht und erobert das Herz eurer Dame! = = = Bleiben Sie dabei – verehrte Frau Hoffmann, es geht ja um die Eroberung der Herzen, m.E. beruhend auf Gegenseitigkeit und auf der Basis: „Liebe und Treue“. 🙂
Beim Valentinstag im Februar ist m.W. kulturell verankert, dass die Herren den Damen ihre Aufwartung machen. In Ostasien (mind. Japan) ist wohl der 14. März für die „Antwort“ der Damen vorgesehen – also, wenn die Herren am 14.Feb den Damen rote Rosen schenken, erwidern das die Damen mit kleinen Geschenken am 14.Mrz. Das Muster ist traditionell, dass die Herren „anfangen“, also Angebote machen, und die Damen wählen – das hat vllt. sogar biologische Gründe. Auch Männer sind Menschen und mögen keine Zurückweisung. Die Aufgabe der Damen ist es also, dem richtigen Herren zu signalisieren, dass er „erobern“ soll/darf. Tanz ist kulturell das Medium, das dafür erfunden wurde (bei Jane Austin war’s die Ball-Saison im Winter). Wenn Sie möchten, macht Venus das hier mit ihrer Promenade vor Jupiter.
Ich weise darauf hin, dass ich das hauptsächlich aus Beobachtung und nicht aus Erfahrung weiß (also große Stichprobenmenge), denn ich selbst bin nicht so flirty unterwegs: purer Selbstschutz (job-bedingt). Bei aller Emanzipation möchte auch – oder gerade – die moderne Frau, die einen anspruchsvollen Job macht, im Privaten einen unterstützenden männlichen Mann und keinen Milchbubi, dem sie nachlaufen muss (frei nach H.Knef: für uns soll’s rote Rosen regnen, wobei „oder nichts“ für mich keine Option ist oder je war)
Sorry, liebe Frau Hoffmann, > Lu 18,19 > Niemand ist gut außer Einem, Gott – Schöpfer des ganzen Universums, einschließlich aller Sterne, Planeten > Erde, Pflanzen, Tiere, Menschen – Sie und meine Wenigkeit. IHM sei die Ehre > 🙌 🙏 ✌.
Für die Sache mit den Sternenkindern, die nicht zusammenkommen können
„Es gibt da zwei Sternenkinder, die haben einander so lieb? Sie können aber nicht zusammenkommen, der Graben im Universum ist zu breit und zu tief.“
gibt es in Ostasien (China, Japan…) eine wunderschöne Lösung: Die beiden Liebenden sind nämlich Wega (Weberprinzessin) und Atair (Hirte) und der „Graben“, der sie trennt, ist die Milchstraße. Der Vater der Dame, der Himmelskönig, trennte die beiden, weil sie aufgrund ihrer Liebe ihre Pflichten vernachlässigten. Allerdings ist Liebe an sich keine Sünde, sondern eine Lebensnotwendigkeit. Darum darf sich das himmlische Paar einmal im Jahr treffen und das wird am 7. Juli (am siebten Tag des siebten Monats) gefeiert.
Venus-Jupiter-Konjunktion naht
Zitat:
Seit ca. einem Monat allerdings bewegt sich Venus rasch auf ihn zu: sie leuchtet uns nun ein Weilchen als Abendstern und leistet daher Jupiter bald Gesellschaft:
= = =
Das ist ja ein wunderbares Ereignis, danke für Ihre Mühe – Frau Hoffmann!
Die kleine Venus versucht da wohl den großen, römischen Himmelsgott “Jupiter“ zu erobern?
Ein verträumter Romantiker würde vielleicht sagen:
Es gibt da zwei Sternenkinder,
die haben einander so lieb?
Sie können aber nicht zusammenkommen,
der Graben im Universum ist zu breit und zu tief.
Zu breit?
Durchschnittl. Entfernung > Sonne > Venus = 108,2 Mio km,
> Sonne > Jupiter = 778 Mio km.
Durchmesser > Venus = 12.104 km > Jupiter = 143.884 km
Die veröffentlichen Aufnahmen sehen echt verführerisch aus.
Dem Architekten des Universums hiermit ein herzliches Dankeschön!
M. f. G.
Astronomen sind ja dafür bekannt, besonders romantisch zu sein – und damit auch gern andere zu ver“zaubern“: Ich habe als Sternwarten- und Planetariumsastronomin schon viel Romantisches begleitet – Liebeserklärungen, Heiratsanträge, Hochzeiten… das geht zu jeder Jahreszeit mit Sternbildern (siehe https://scilogs.spektrum.de/uhura-uraniae/astronomers-valentine-2/ und ähnliche Posts von mir in früheren Jahren) und auch ohne Planeten, aber deren Tänze auf nächtlichen und dämmerungsblauen Himmelsbühnen eignen sich natürlich auch.
Ihre Deutung, Herr Bülten, dass „die kleine Venus versucht den großen Jupiter zu erobern“ scheint mir da irgendwie nicht ins Bild zu passen: klassisch ist es doch die Aufgabe der Herren, ihre Damen zu „erobern“. Oder was habe ich falsch verstanden?
Zitat – 19.06.2026, 08:12 Uhr:
Ihre Deutung, Herr Bülten, dass „die kleine Venus versucht den großen Jupiter zu
erobern“ scheint mir da irgendwie nicht ins Bild zu passen: klassisch ist es doch die Aufgabe der Herren, ihre Damen zu „erobern“. Oder was habe ich falsch verstanden?
=
In dem verlinkten, interessanten Artikel vertreten Sie die gleiche Meinung:
Good luck, boys and gentlemen,
Go and conquer your lady’s heart! .
Viel Glück, Jungs und Herren,
Geht und erobert das Herz eurer Dame!
= = =
Bleiben Sie dabei – verehrte Frau Hoffmann, es geht ja um die Eroberung der Herzen,
m.E. beruhend auf Gegenseitigkeit und auf der Basis: „Liebe und Treue“. 🙂
Beim Valentinstag im Februar ist m.W. kulturell verankert, dass die Herren den Damen ihre Aufwartung machen. In Ostasien (mind. Japan) ist wohl der 14. März für die „Antwort“ der Damen vorgesehen – also, wenn die Herren am 14.Feb den Damen rote Rosen schenken, erwidern das die Damen mit kleinen Geschenken am 14.Mrz. Das Muster ist traditionell, dass die Herren „anfangen“, also Angebote machen, und die Damen wählen – das hat vllt. sogar biologische Gründe. Auch Männer sind Menschen und mögen keine Zurückweisung. Die Aufgabe der Damen ist es also, dem richtigen Herren zu signalisieren, dass er „erobern“ soll/darf. Tanz ist kulturell das Medium, das dafür erfunden wurde (bei Jane Austin war’s die Ball-Saison im Winter). Wenn Sie möchten, macht Venus das hier mit ihrer Promenade vor Jupiter.
Ich weise darauf hin, dass ich das hauptsächlich aus Beobachtung und nicht aus Erfahrung weiß (also große Stichprobenmenge), denn ich selbst bin nicht so flirty unterwegs: purer Selbstschutz (job-bedingt). Bei aller Emanzipation möchte auch – oder gerade – die moderne Frau, die einen anspruchsvollen Job macht, im Privaten einen unterstützenden männlichen Mann und keinen Milchbubi, dem sie nachlaufen muss (frei nach H.Knef: für uns soll’s rote Rosen regnen, wobei „oder nichts“ für mich keine Option ist oder je war)
Ich werde Ihre neuere Nachricht wunschgemäß nicht öffentlich schalten, Herr Bülten. Sie sind ein guter Mann – alles Gute für Sie!
Sorry, liebe Frau Hoffmann, > Lu 18,19 > Niemand ist gut außer
Einem, Gott – Schöpfer des ganzen Universums, einschließlich
aller Sterne, Planeten > Erde, Pflanzen, Tiere, Menschen – Sie und
meine Wenigkeit. IHM sei die Ehre > 🙌 🙏 ✌.
Für die Sache mit den Sternenkindern, die nicht zusammenkommen können
„Es gibt da zwei Sternenkinder,
die haben einander so lieb?
Sie können aber nicht zusammenkommen,
der Graben im Universum ist zu breit und zu tief.“
gibt es in Ostasien (China, Japan…) eine wunderschöne Lösung: Die beiden Liebenden sind nämlich Wega (Weberprinzessin) und Atair (Hirte) und der „Graben“, der sie trennt, ist die Milchstraße. Der Vater der Dame, der Himmelskönig, trennte die beiden, weil sie aufgrund ihrer Liebe ihre Pflichten vernachlässigten. Allerdings ist Liebe an sich keine Sünde, sondern eine Lebensnotwendigkeit. Darum darf sich das himmlische Paar einmal im Jahr treffen und das wird am 7. Juli (am siebten Tag des siebten Monats) gefeiert.
Ist also bald so weit. 😉