Teaching Star Names

Heute darf ich einen Brief (E-Mail) öffentlich teilen, der die IAU-Working Group on Star Names (WGSN) letzte Woche erreichte: Zwei italienische Grundschullehrkräfte sind sehr glücklich über das Material, das von uns online gestellt wird, weil sie es gern in ihrem Unterricht nutzen. Der Brief wurde auf Englisch geschrieben und für die Darstellung in diesem Blog mit DEEPL maschinenübersetzt, da mir die Zeit fehlt, das selbst zu tun. Das Original (englisch) ist auf der Website der WGSN lesbar.

Liebe Freunde bei WGSN

ich freue mich, euch mitteilen zu können, dass ich in den letzten Wochen mit Hilfe eines Kollegen für eine Gruppe von etwa zwanzig Grundschülern der I.C. Via Carotenuto 30 in Rom ein Projekt durchgeführt habe, das sich ganz den Namen der Sterne, der Identifizierung von Sternbildern, der Erforschung der mythologischen Geschichten, in denen sie vorkommen, und der Etymologie der Namen ihrer hellsten Sterne widmet.

Leider lässt uns der Himmel über unserer Stadt nur die hellsten Sterne am Nachthimmel sehen, und das ist wirklich schade, denn für die jungen Schüler war es wirklich spannend, diese Punkte miteinander zu verbinden und jene Formen und Gestalten zu erkennen, die der Fantasie der alten Völker entsprungen sind, ihren mythologischen Geschichten zu lauschen und Dutzende von Sternen wie Beteigeuze, Sirius, Mirzam aus den Winterkonstellationen sowie Arcturus, Mizar, Nekkar und Seginus aus den Frühlingskonstellationen, und schließlich die Bedeutung dieser Begriffe beschreiben zu können.

Ausgehend von leicht zu erkennenden Asterismen wie dem Oriongürtel und dem Großen Wagen gingen wir schrittweise zunächst zu den anderen Sternen über, aus denen Orion und der Große Wagen bestehen, und dann zu denen der benachbarten Sternbildern. So lernten wir, uns zu orientieren, ihre schwachen Farben zu erkennen, zu verstehen, warum sie funkeln, und zu begreifen, dass sich hinter dem Anschein dieser winzigen Punkte riesige Kugeln aus extrem heißem Gas verbergen, genau wie die Sonne.

Wenn es bewölkt war, diente uns die Software „Stellarium“ als virtueller Nachthimmel; war der Himmel jedoch klar, wurde die Decke unseres Klassenzimmers zum echten Himmel, und zusätzlich zur Beobachtung mit bloßem Auge betrachteten wir einige Sterne auch durch ein Teleskop, um ihre Doppelsternnatur zu entdecken und ihre Farbe besser erkennen zu können.

Unsere Quellen für diese Untersuchungen waren der IAU-Katalog von Sternnamen (Catalog of Star Names, CSN) und die Website exopla.net; deshalb bin ich hier, um Ihnen all dies zu erzählen und mich noch einmal – auch in Namen meiner Schüler und Kollegen – für Ihre großartige Arbeit zu bedanken, die es uns allen ermöglicht, die Sterne des Nachthimmels sowohl mit Wissen als auch mit Poesie zu benennen und heraufzubeschwören. Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Paolo Palma und Tiziana Gentili

„Io penso che la notte sia più viva e più riccamente colorata del giorno“
Vincent van Gogh

Disclaimer

Natürlich würde ich normalerweise Briefe nicht veröffentlichen (Briefgeheimnis: Grundgesetz Art. 10, italienische Verfassung Art. 15), aber diese Veröffentlichung wurde explizit genehmigt. Wir hoffen, dass sie andere Lehrkräfte inspiriert

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"physics was my first love and it will be my last physics of the future and physics of the past" Dr. Dr. Susanne M Hoffmann ist seit 1998 als Kultur-Astronomin tätig (Universitäten, Planetarien, öffentliche Sternwarten, u.a.). Ihr fachlicher Hintergrund besteht in Physik und Wissenschaftsgeschichte (zwei Diplome), Informatik und Fachdidaktik (neue Medien/ Medienwissenschaft) als Weiterqualifikationen. Sie ist aufgewachsen im wiedervereinigten Berlin, zuhause auf dem Planeten Erde. Studienbedingt hat sie 2001-2006 in Potsdam gelebt, jobbedingt 2005-2008 saisonal in Mauretanien (winters) und Portugal (sommers), 2008-2009 und 2013-'15 in Berlin, 2010 in Hamburg, 2010-2012 in Hildesheim, 2015/6 in Wald/Österreich, seit 2017 in Jena, mit Gastaufenthalten im Rahmen von Forschungskollaborationen in Kairo+Luxor (Ägypten 2022), Jerusalem+Tel Aviv (Israel 2023), Hefei (China 2024), Semarang (Indonesien 2017, 2024), USA (2024, 2025)... . Die einleitenden Verse beschreiben eine Grundstruktur in ihrem Denken und Agieren: Physik ist eine Grundlagenwissenschaft, die datenbasiert und mit dem Erkenntnisapparat der Logik ein Verständnis der Natur zu erlangen bestrebt ist. Es gibt allerdings auch Fragen der Welt, die sich der Physik entziehen (z.B. wie wir Menschen auf diesem Planeten friedlich, synergetisch und benevolent zusammenleben können) - darum ist Physik nicht die einzige Liebe der Bloggerin. Sie liebt die Weisheit und hinterfragt die Welt. Das Wort "Philosophie" ist ihr aber zu groß und das populärwissenschaftliche Verständnis davon zu schwammig, als dass sie sich damit identifizieren würde: hier geht's faktenbasiert zu. Ihr fachliches Spezialgebiet sind Himmelskarten und Himmelsgloben; konkret deren Mathematik, Kartographie, Messverfahren = Astrometrie, ihre historische Entwicklung, Sternbilder als Kulturkalender und Koordinatensystem, Anomalien der Sternkarte(n) - also fehlende und zusätzliche Sterne, Sternnamen... und die Schaustellung von alle dem in Projektionsplanetarien. Sie versteht dieses Blog als "Kommentar an die Welt", als Kolumne, als Informationsdienst, da sie der Gesellschaft, die ihr das viele studieren und forschen ermöglicht, etwas zurückgeben möchte (in der Hoffnung, dass ihr die Gesellschaft auch weiterhin die Forschung finanziert).

1 Kommentar

  1. Sehr guter Beitrag,
    Der Sternenhimmel lehrt die Menschen Demut.
    Als ich zum ersten Male die Phasen der Venus durch ein Fernrohr gesehen hatte, war das wie eine Erleuchtung.
    Und das ist es, was den Großstadtkindern fehlt.

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