Stiftung FNJE gegründet

Seit dem 7. März ist die Stiftung FNJE in Berlin gemeldet und offiziell arbeitsfähig, seit dem 4. April auch gemeinnützig anerkannt. In Deutschland bedeutet das, dass wir Spendenquittungen ausstellen dürfen und diese vom Spender hundertprozent steuerlich geltend gemacht werden können.

Die “Stiftung FNJE”, die ihren Namen “zur Förderung von Naturwissenschaftlicher Jugendarbeit und Erwachsenenbildung” aus historischen Gründen hat, ist eine Stiftung privaten Rechts. Wir werden den Namen künftig so selten wie möglich ausschreiben, sondern ihn als Abkürzung etablieren. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Beschäftigung Jugendlicher und Erwachsener mit Naturkunde und Naturwissenschaften sowie der Bildung und Forschung hinsichtlich des Umweltschutzes.

Der Stiftungszweck wird insbesondere verwirklicht durch

  • Finanzielle und ideelle Unterstützung von naturwissenschaftlichen Jugendverbänden, Vereinen, kleineren Gruppen und auch einzelnen Jugendlichen in ihrer Arbeit (z.B. naturwissenschaftliche Laborarbeit/Praktika, Wettbewerbe, Ausstellungen, Exkursionen, Ferienlager und Freizeitmaßnahmen);
  • Ermöglichung des internationalen Austauschs von Jugendlichen verschiedener Länder, insbesondere in bi- und multinationalen Projekten;
  • Finanzielle und ideelle Unterstützung von Lehrerfortbildungen und Jugendleiterschulungen mit naturwissenschaftlichen Themen sowie Förderung des Interesses an Fremdsprachen dieser Berufsgruppe durch internationalen Austausch mit Lehrkräften und Fachdidaktikern anderer Länder;
  • Forschung und Entwicklung von Maßnahmen im Sinne des Stiftungszwecks, z.B. in den Fachdidaktiken der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik), Medien- und Sozialwissenschaften und Erwachsenenpädagogik, die sich mit außerschulischen Projekten der oben genannten Arten beschäftigen, solche zu entwickeln, zu organisieren sowie die Förderung dieser Forschung.

Zur Verwirklichung unserer Ziele suchen wir jederzeit Sponsoren!

Spenden können selbstverständlich auch zweckgebunden erfolgen, d.h. sich konkret auf eine Mathe-Olympiade, das Astronomische Sommerlager der VEGA oder das International Astronomical Youth Camp IAYC beziehen… Der Vorteil einer Stiftung ist aber, dass sie ein Stammkapital hat, von dessen Erlösen sie Projekte fördern kann. Bisher ist unser Stammkapital etwas kläglich (gerade am unteren Limit, das man braucht, um mit viel Argumentation überhaupt als Stiftung durchzugehen) und wir freuen uns auch auf jede Spende, die direkt dem Stammkapital der Stiftung zugeht.

VORTEIL Spenden in den Vermögensstock einer Stiftung sind unabhängig vom Einkommen des Spenders in beliebiger Höhe steuerbegünstigend für den Spender!

Vorhaben und Ziele

Ich werde mit diesem neuen Instrument in erster Linie das tun, was ich schon immer tat: außerschulische naturwissenschaftliche Bildung fördern. Auf dass künftig nicht nur PhysikerInnen Filme wie Interstellar, Gravity oder Armageddon kritisch einschätzen können, sondern auch PhilosophInnen, GärtnerInnen und KFZ-MechanikerInnen u.a.

Zu fördern beabsichtigt sind also aus historischen Gründen natürlich Maßnahmen des überregional-nationalen, sowie der internationalen naturwissenschaftlichen Bildungsarbeit. Maßnahmen wie die oben genannten und andere Projekte, die ich früher teilweise auch organisiert habe, stehen einen Arbeitsschwerpunkt dar: Wir werden weiterhin dafür Förderungen beantragen und sind dabei, uns wieder (wie früher den gründenden Verein) als Träger der Jugendhilfe anerkennen zu lassen, um sie auch selbst durchführen zu können.

Wichtige “Tempel” der Wissenschaftskommunikation sind z.B. Planetarien, Museen und öffentliche Sternwarten, die in der Schnittmenge von Kunst/ Kultur und Unterricht/ Wissenskommunikation arbeiten. Sollte uns das dafür nötige Kapital zur Verfügung gestellt werden, werde ich mich gerne um die Förderung von solchen kümmern – schon allein, weil es mir ein Herzenswunsch ist, dass diese Stätten gut arbeiten können.

Ein heißer Kandidat in dieser Hinsicht ist, dass wir als Stiftung (eventuell) in die Lage versetzt werden könnten, Sternwarte und Planetarium Königsleiten (Österreich) zu betreiben: Mal sehen, ob das klappt – wir haben es jedenfalls angeboten sowie Nutzungs- und Betriebskonzepte vorgelegt. Jetzt muss aber noch das Finanzielle, Förderungen und Eigentümerfragen geklärt werden.

 

Veröffentlicht von

"physics was my first love and it will be my last physics of the future and physics of the past" Die Autorin ist seit 1998 als Astronomin tätig (Universitäten, Planetarien, öffentliche Sternwarten, u.a.). Ihr fachlicher Hintergrund besteht in Physik, Wissenschaftsgeschichte und Fachdidaktik (neue Medien). Sie ist aufgewachsen im wiedervereinigten Berlin, zuhause auf dem Planeten Erde.

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