MoFi

der doppelt gerötete Mond steigt übern Berg – welch schöner Anblick. Manche mögen diesen Vollmond als “einen Schatten seiner selbst” betrachten, aber ich genoss das Spektakel. 

19:50 der Erdschatten geht auf (das blaugraue Band am östlichen Horizont, unter der rosa Ozonschicht)
20:22 blaß steht der Vollmond überm Berg

Partielle Phase

und dann zog er wieder ab, der Erdschatten vom Mond: unten links begann es hell zu werden und eine Stunde später sah man rechts oben nur noch ein Stück vom Halbschatten.

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"physics was my first love and it will be my last physics of the future and physics of the past" Dr. Dr. Susanne M Hoffmann ist seit 1998 als Kultur-Astronomin tätig (Universitäten, Planetarien, öffentliche Sternwarten, u.a.). Ihr fachlicher Hintergrund besteht in Physik und Wissenschaftsgeschichte (zwei Diplome), Informatik und Fachdidaktik (neue Medien/ Medienwissenschaft) als Weiterqualifikationen. Sie ist aufgewachsen im wiedervereinigten Berlin, zuhause auf dem Planeten Erde. Studienbedingt hat sie 2001-2006 in Potsdam gelebt, jobbedingt 2005-2008 saisonal in Mauretanien (winters) und Portugal (sommers), 2008-2009 und 2013-'15 in Berlin, 2010 in Hamburg, 2010-2012 in Hildesheim, 2015/6 in Wald/Österreich, seit 2017 in Jena, mit Gastaufenthalten im Rahmen von Forschungskollaborationen in Kairo+Luxor (Ägypten 2022), Jerusalem+Tel Aviv (Israel 2023), Hefei (China 2024), Semarang (Indonesien 2017, 2024), USA (2024, 2025)... . Die einleitenden Verse beschreiben eine Grundstruktur in ihrem Denken und Agieren: Physik ist eine Grundlagenwissenschaft, die datenbasiert und mit dem Erkenntnisapparat der Logik ein Verständnis der Natur zu erlangen bestrebt ist. Es gibt allerdings auch Fragen der Welt, die sich der Physik entziehen (z.B. wie wir Menschen auf diesem Planeten friedlich, synergetisch und benevolent zusammenleben können) - darum ist Physik nicht die einzige Liebe der Bloggerin. Sie liebt die Weisheit und hinterfragt die Welt. Das Wort "Philosophie" ist ihr aber zu groß und das populärwissenschaftliche Verständnis davon zu schwammig, als dass sie sich damit identifizieren würde: hier geht's faktenbasiert zu. Ihr fachliches Spezialgebiet sind Himmelskarten und Himmelsgloben; konkret deren Mathematik, Kartographie, Messverfahren = Astrometrie, ihre historische Entwicklung, Sternbilder als Kulturkalender und Koordinatensystem, Anomalien der Sternkarte(n) - also fehlende und zusätzliche Sterne, Sternnamen... und die Schaustellung von alle dem in Projektionsplanetarien. Sie versteht dieses Blog als "Kommentar an die Welt", als Kolumne, als Informationsdienst, da sie der Gesellschaft, die ihr das viele studieren und forschen ermöglicht, etwas zurückgeben möchte (in der Hoffnung, dass ihr die Gesellschaft auch weiterhin die Forschung finanziert).

3 Kommentare

  1. Da veranstalten die Astronomen wieder mal eine Mondfinsternis, aber die Meteorologen machen nicht mit und ziehen einen Filter auf.
    Am Bodensee war der Mond erst zu sehen, als er schon deutlich über dem dunstigen Horizont stand. Dann aber zum ersten Mal bewusst gesehen: den sehr schmalen hellen Rand unten links, der zuerst aus dem Erdschatten heraus kam. Auf Fotos hatte ich das schon gesehen, aber etwas mit den eigenen Augen zu beobachten ist doch etwas Besonderes. Danke für die Hinweise.

  2. I love how this article addresses the intersection of science and policy. Effective communication can influence important decisions!

  3. This post is a great reminder of the importance of storytelling in science. Engaging narratives can make complex topics more relatable.

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