Normalerweise verschwindet der Mond bei einer Mondfinsternis nicht, sondern erscheint rot. Ich habe es heute aber einmal anders erlebt: In der partiellen Phase jeder Finsternis wird der Mond immer dünner und blasser. Heute war es aber so, dass gleichzeitig die Morgendämmerung den Himmelshintergrund immer heller machte, so dass der Kontrast zwischen blassem Mond und Dämmerungshimmel immer geringer wurde.
Obwohl der Mond eigentlich nicht wirklich unsichtbar wird, sondern zu jeder Zeit einer Mondfinsternis (egal, ob total oder partiell) etwas Sonnenlicht erhält (es ihn erhellt ;-)), schien er für mich heute immer dünner zu werden und schließlich in der Morgendämmerung zu verschwinden.
weg (?!)
Ich beobachtete etwa da, wo Aristoteles lebte 🙂 also in .de dürfte das etwas anders gewesen sein.
Das hat seinen besonderen Reiz, weil er mit dem Argument, dass partielle Mondfinsternisse abends, morgens und mitten in der Nacht immer gleich aussehen, bewies, dass die Erde eine Kugel sein muss.
Dr. Dr. Susanne M Hoffmann ist seit 1998 als Kultur-Astronomin tätig (Universitäten, Planetarien, öffentliche Sternwarten, u.a.). Ihr fachlicher Hintergrund besteht in Physik und Wissenschaftsgeschichte (zwei Diplome), Informatik und Fachdidaktik (neue Medien/ Medienwissenschaft) als Weiterqualifikationen. Sie ist aufgewachsen im wiedervereinigten Berlin, zuhause auf dem Planeten Erde. Studienbedingt hat sie 2001-2006 in Potsdam gelebt, jobbedingt 2005-2008 saisonal in Mauretanien (winters) und Portugal (sommers), 2008-2009 und 2013-'15 in Berlin, 2010 in Hamburg, 2010-2012 in Hildesheim, 2015/6 in Wald/Österreich, seit 2017 in Jena, mit Gastaufenthalten im Rahmen von Forschungskollaborationen in Kairo+Luxor (Ägypten 2022), Jerusalem+Tel Aviv (Israel 2023), Hefei (China 2024), Semarang (Indonesien 2017, 2024), USA (2024, 2025)... . Die einleitenden Verse beschreiben eine Grundstruktur in ihrem Denken und Agieren: Physik ist eine Grundlagenwissenschaft, die datenbasiert und mit dem Erkenntnisapparat der Logik ein Verständnis der Natur zu erlangen bestrebt ist. Es gibt allerdings auch Fragen der Welt, die sich der Physik entziehen (z.B. wie wir Menschen auf diesem Planeten friedlich, synergetisch und benevolent zusammenleben können) - darum ist Physik nicht die einzige Liebe der Bloggerin. Sie liebt die Weisheit und hinterfragt die Welt. Das Wort "Philosophie" ist ihr aber zu groß und das populärwissenschaftliche Verständnis davon zu schwammig, als dass sie sich damit identifizieren würde: hier geht's faktenbasiert zu. Ihr fachliches Spezialgebiet sind Himmelskarten und Himmelsgloben; konkret deren Mathematik, Kartographie, Messverfahren = Astrometrie, ihre historische Entwicklung, Sternbilder als Kulturkalender und Koordinatensystem, Anomalien der Sternkarte(n) - also fehlende und zusätzliche Sterne, Sternnamen... und die Schaustellung von alle dem in Projektionsplanetarien. Sie versteht dieses Blog als "Kommentar an die Welt", als Kolumne, als Informationsdienst, da sie der Gesellschaft, die ihr das viele studieren und forschen ermöglicht, etwas zurückgeben möchte (in der Hoffnung, dass ihr die Gesellschaft auch weiterhin die Forschung finanziert).