Jupiter und Saturn ganz nah!

Heute (und gestern und morgen) sind die beiden entferntesten Naked-Eye-Planeten so nah wie im Jahre -6 (=7 v.Chr). Damals trafen sie um den 23. Mai, am 5. bis 8. Oktober und nochmals Anfang Dezember zusammen. Jedesmal hatten sie einen Abstand von ca. 1°. 

Bis Weihnachten werden sie einander noch näher kommen – sogar fürs Auge scheinbar verschmelzen.

Damals, im Jahr -6, sah es etwa so aus wie dieser Tage draußen – nur dass die Konjunktion nicht im Steinbock stattfand, sondern in den Fischen, wo jetzt Mars steht. 

Jupiter-Saturn Konjunktion mit Stellarium

Bei mir ist der Himmel wolkenverhangen, so dass ich nur / immerhin die Simulation zeigen kann. 

Die Monde von Jupiter (unten) kann man bereits im Opernglas/ Feldstecher sehen.

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"physics was my first love and it will be my last physics of the future and physics of the past" Die Autorin ist seit 1998 als Astronomin tätig (Universitäten, Planetarien, öffentliche Sternwarten, u.a.). Ihr fachlicher Hintergrund besteht in Physik, Wissenschaftsgeschichte und Fachdidaktik (neue Medien). Sie ist aufgewachsen im wiedervereinigten Berlin, zuhause auf dem Planeten Erde.

2 Kommentare

  1. Sehr erfrischend, eine Astronomin zu erleben, die noch selbst und mit blankem Augen in den Himmel schaut! Zu dieser engen Konjunktion auf dem ersten Grad des Tierkreiszeichens Wassermann wäre eine Geschichte über prähistorische Geometrie interessant (Gudrun Wolfschmidt)? Über das exakte Hexagramm z.B., das die beiden “Königsplaneten” in 60 Jahren an den Himmel “zeichnen”, der Urgrund des Duodezimalsystems, ein- oder zweihändiges Fingerzählen auf den Märkten, usw.

    Kleine Anregung, Sie haben ja die Kenntnisse!?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hexagramm

    https://de.wikipedia.org/wiki/Sexagesimalsystem#Zweih%C3%A4ndiges_Z%C3%A4hlen_bis_60

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