Guten Freunden gibt man ein…

Venüsschen … oder zwei … 

Hier ein paar Ergebnisse meiner heutigen Abend-Foto-Session und ein Ausblick auf eine wunderschöne Konjunktion in den nächsten Tagen. 

… in der Dämmerung standen heute diese zwei Gestirne nebeneinander
(mit dem Handy geknipst)

… denn das geht auch (und sogar besser) kontaktlos.

Sehen Sie, wer sich mit Astronomie beschäftigt, ist sowieso oft ein recht einsamer Mensch: man steht entweder morgens besonders früh auf oder geht abends besonders spät schlafen, nur weil man nachschauen möchte, ob wirklich noch alle Sterne da sind. 😉 Manche Berufsastronomen arbeiten sogar wirklich in Nachtschichten am Teleskop (längst nicht alle, denn in der modernen Wissenschaft kommt’s auf Datenauswertung an: es guckt ja auch keiner durch ein Weltraumteleskop). In Nacht- oder Tagarbeit ist man jedenfalls ziemlich oft mit seinen Daten alleine. 🙂 Wir Datenvampire saugen die Nahrung woher wir sie bekommen können, aber dann machen wir damit etwas im Stillen und irgendwie kommen dann erstaunliche Erkenntnisse heraus.   

Spaß  beiseite: Natürlich verbringen Astronomen nicht ihre Zeit mit Sterne zählen am Teleskop, wie sich das so mancher romantisierend vorstellt.

Der Sternhimmel gibt aber – egal, ob in Krisen- oder normalen Zeiten – immer ein Stück Beruhigung und Halt gegenüber den vielen Bewegungen irdischen Treibens. 

mit der Canon Spiegelreflex …
Neulicht nochmal mit Teleobjektiv
Mond im Wolkenbett
… der Stern unter dem Kondensstreifen, rechts neben dem Mond ist µ Ceti

Ein Spaziergang allein, mit Kamera (Handy) oder Teleskop lohnt sich also allemal bei diesem wunderschönen Frühlingswetter.

Auch schon mit der Handy-Kamera können Sie recht hübsche Bilder knipsen, z.B. Stimmungsbilder von Mond mit Wolken oder der Dämmerung.

In ein paar Tagen (am 3. April) wird Venus in den Plejaden stehen; gewiss ein wunderschöner Anblick:

Simulation von Venus in den Plejaden am 3. April
(Simulation mit Stellarium)
Susanne M. Hoffmann

Veröffentlicht von

"physics was my first love and it will be my last physics of the future and physics of the past" Die Autorin ist seit 1998 als Astronomin tätig (Universitäten, Planetarien, öffentliche Sternwarten, u.a.). Ihr fachlicher Hintergrund besteht in Physik, Wissenschaftsgeschichte und Fachdidaktik (neue Medien). Sie ist aufgewachsen im wiedervereinigten Berlin, zuhause auf dem Planeten Erde.

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