Netzsysteme als Räume der Modulation. Teil 1.

Netzsystem-Bildkunst: Der Künstler und Grafiker Maurits Cornelis Escher: Tetrahedal Planetoid, Print 1949

Dieser Beitrag wird in Gezeiten eines heftigen Überlebenskampfes verfasst. Es ist mein fester Glaube, dass sowohl Individuen, Gruppen als auch ganze Gesellschaften, die gerade um ihre Existenz kämpfen, Verbindungen und Verknüpfungen von Netzsystemen in einem Orbit dringender denn je benötigen. So in der Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und auch der Politik. So sind diese doch gemeinsam verwoben und in einer Erde und Struktur schicksalshaft miteinander verbunden sind. Ähnlich wie M.C. Eschers Bild oben.

Im Phasenraum des Lebens

In meinem Beitrag vom Dezember 2025 beschrieb ich bereits, dass der Mensch, die Natur, sich selbst, andere Menschen und Maschinen in seinen “Arbeitskreisen” wahrnimmt. So z.B. von der Umwelt in den Kopf und Körper wieder in die Umwelt zurück. Damit verbunden ist nicht weniger als das Denken, Lernen und auch Verhaltensweisen. “

Ich nenne das einmal “Vernetze Kreismodulationen”, denn Signale wirken auf einzelne Glieder als auch auf das Ganze wieder zurück. In unseren “Nerven-Netz-Arbeitskreisen”.

Ziel des Menschen

Was ist denn das Ziel des Menschen? Was meinen Sie? Denken Sie kurz nach, bevor Sie hier weiterlesen.

Das Ziel des Menschen ist es in all seinen eigens persönlichen Umgebungen und Einbettungsstrukturen eine eigene Identität zu gewinnen und darin auch einen Sinn des Lebens für sich zu erkennen. Dies wird im epischen Film Blade Runner von Ridley Scott aus dem Jahre 1983 beschrieben, indem ein nahezu auswegloser Überlebenskampf zwischen Menschen und Android zur Identität und Sinn beschrieben wird. Schauen Sie sich den Film einmal wieder an, es ist ein Meisterwerk der Netzkunst. Ob nun Auge und geöffnete Pupille als Netzfeedbacksystem oder die Evolutionsschlote der Cyberstadt, hier treffen sich Netzsysteme in Modulationssystemen von Menschen und Nexus 6 – Maschinen. Mal bezaubernd und betörend, mal tödlich.

Positiv ausgedrückt sucht der Mensch seine Muster der Natur und anderer Menschen in einem ordnungsbildenden unendlichen Kosmos. So erschafft er sich  seine Welt durch seine eigene Perzeption (kodierende Wahrnehmung) und Prädiktion (kodierende Vorhersage und Vorausschau) für die prädiktiven Weltmodelle. Dies geschieht zuerst im Gehirn-Gedächtnissystem als großartiges Netzsystem von Modulationsräumen. Zweitens heute auch Mithilfe von Maschinen und Generativen Pre-Transformer Geräten (GPT). 

Literatur und Filme als Fackel

Um Muster der Menschheit zu erspähen, gilt es neben Science Fact und Science Fiction auch auf die Kultur und Kunst des Menschen und der Natur als Science Fantasy zu schauen. Wie in der Literatur Johann Wolfgang von Goethe in Maximen und Reflexionen fabuliert, ist es hier der menschliche Geist, der Verknüpfungen zu entdecken und dadurch Kunstwerke hervorzubringen hat. Oder wie Goethe in Wilhelm Meisters Lehrjahre artikuliert: Die größte Freude lag bei mir in der Erfindung und Beschäftigung der Einbildungskraft. Im amerikanischen Abenteuer-Spielfilm Young Sherlock Holmes zitiert Meisterdetektiv Holmes folgende echte Neuronale Netze: Er sagt: Der Kombinationsdrang ruht nie; er gleicht einem fein abgestimmten Instrument. Es erfordert Aufmerksamkeit und Übung.

Zu Goethe, Holmes und den Maschinen (Gott und Glauben möchte ich in Teil 2 als wichtige Essenz erwähnen) können wir folgendes ergänzen: Nämlich, dass es tiefes Interesse und hoher Motivation bedarf, das Wahre als Fackel nach Goethe mit klugen Menschen und effektiven Maschinen heute zu vereinen.  

Metapher und Beispiele: Moleküle und Menschen

Das bringt uns zu den Metaphern und Beispielen des Menschen. Jedem Menschen wird einleuchten, dass eine biologische Erkennung des Gegenübers überlebensrelevant sein kann. Freund oder Feind lernt man nicht nur in der Ökonomie und Ökologie als hochgradig relevant kennen.

Was bedeutet das?

Nehmen wir einmal Viren und Bakterien, so können diese in Menschen und Maschinen vorkommen. Insbesondere Bakterien können sowohl positiv als auch negativ auf unser Leben wirken. Diese zu erkennen und entsprechend zu verarbeiten, ist der Schlüssel für eine langlebige Gesundheit und Immunologie. Das gilt für unsere Erhaltung der Zähne und deren Zahnklima im Netzsystem des Rachen- und Mundraums und auch in Form des Mikro-Bioms im Magen-Darm-Trakt-Netzsystem. Worauf will ich hier hinaus?

Netzsysteme als Modulationsräume der Mustererkennung

Überall gelten dabei Netzmuster: Das heißt Signalstoffen und Signalströme werden zu Signalgeflechten. Hierbei ist erstens die Senderseite, wie in einem Mediensystem (TV, Rundfunk) zu betrachten. Hier stellen Bakterien, Drüsen und Zellkerne die Sender dar. Zweitens sind die Transportbahnen zu beachten. Diese sind beim Menschen Blutbahnen, Luftbahnen und Zellplasma. Und drittens ist die Empfängerseite aufzuzeigen: Sie stellt im Menschen Enzyme, Membranen und Zellgewebe dar.

Was will ich damit sagen?

Molekularstruktur als Wegweiser

In diesen für uns unsichtbaren Molekularstruktur erkennen wir die Analogie zu den Menschen. Hierbei ist vor allem die Empfängerseite mit den Verarbeitungsverschlüsselungen von Netzsystemen und Modulationen relevant. Es handelt sich hier um die wichtige Art und Weise, wie Signale und Signalmuster erkannt, erschaffen, verarbeitet und menschlich erhalten werden können. Wie offen und flexibel ist Ihre Membran für Ionenströme für Potenzialunterschiede, sodass es zu flexibler Durchlässigkeit und Veränderung bei Ihnen kommen kann?

Was sagt die Neurobiologie?

In der Neurobiologie als eine Metapher für Menschen ist das Zentrale Nervensystem (ZNS) ein relevantes Zentrum. Hierbei geht es darum, die Orbit Systeme der Erregungsbahnen, Erregungslagen und Erregungsbindungen (wie ich das bei Donald Hebb 2025 beschrieb) in Netzsystemen und deren Modulationsräumen besser zu verstehen, um neue Informationsverarbeitungen zu bauen. Das ist analog zu den Organisationen von morgen.  

Was bedeutet das für zukünftige Institutionen?

Potenziale der lebendigen Biologie zur dinglichen Physik und sozialen Ökonomie optimal nutzen

Das bedeutet für uns, dass nicht Kraft, Fleiß und Größe alleine ausreicht. Um Potenziale besser zu erkennen, abzuschöpfen und als eine andere Kapazität von Menschen und Maschinen in Netzsystemen einzuspeisen, sondern wir benötigen das Wissen von Biologie als Information und somit der Morphologie (Form) und Metabolismus (Stoffwechsel). Dies können wir nun als eine Formel von zwei groaßrtigen Netzsystemen, nämlich der Biophysik und Sozioökonomie verwenden. 

Relevante Anwendungen sehe ich:

  1. In neuen Energiefeldern und Stoffströmen: Wenn wir Energiefelder miteinander strategischer vernetzen, können wir den Strom für Haushalte, Unternehmen und anderen Institutionen der Zivilgesellschaft besser nutzen und erstmals ausschöpfen. Dieser Strom der Zukunft wird nötig sein, die bevorstehenden Aufgaben sicher und zuverlässig für unsere Welt gewinnbringender zu lösen. Derzeit haben wir leider noch etliche unvernetze und nicht abgeschöpfte Felder vorliegen.
  2. Organisationen und Informationsströme: Wenn wir die Organisationen von Morgen anders als bisher vernetzen, das heißt angelehnt an Naturmuster und die Muster des Menschen, werden wir optimalere Informationsströme und Informationsmuster zu einem Strom des Lebens von Menschen und Maschinen topologisch rekombiniert formen können. Hierin werden motivierte Menschen und effektive Maschinen eine gemeinsam signifikante Rolle spielen. Das Ziel: weitere Existenz und Evolution in “Emergenten Netzsystemen”.

Zusammengefasst lässt sich meiner Meinung nach sagen, dass die Netzsysteme der Organik als auch die Netzsysteme der Synthetik und des Sozialen als zwei Netzsysteme der Biophysik und Sozioökonomie in den Modulationsräumen des Menschen eine verbindende Rolle spielen werden. Die Netzsysteme werden vor allem als verrechnende Matrizen den Nexus vom Mosaik zur Matrix überbrücken. Das heißt wir werden nicht mit alten Kleidern in eine neue Welt geschickt, sondern mit neuen Kleidern und neuer Haut in neue Gefilde, Dimensionen und neue Galaxien gelangen. Das ist für uns jetzt eine Riesenchance. 

 

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Ich bespreche in meinem Web-Log "Spektrum Tensornetz" die Netzsysteme Gehirne, Computer, Geschäfte und Gesellschaft. Ich bin unter der E-Mail: db@blitz-institut.de erreichbar.

1 Kommentar

  1. Sprachlich grandios!
    So ein Text macht Appetit auf mehr.
    Joseph Beuys meinte, jeder Mensch ist ein Künstler.
    Stefan Andres meinte, Wir sind Utopia.
    Was meinen sie , liebe Leser ?

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