Formwandler – Netzwerksysteme, die verbinden

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Das Gehirn und der Computer – Mensch und Maschine
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Wir gestalten unser Schicksal durch die Wahl unserer Götter, Vergil

Wir brauchen heute eine neue Theorie! So verkündeten es einst die beiden Nobelpreisträger Albert Einstein und Eric Kandel. Und wir benötigen tatsächlich eine neue, kostbare und auch übergeordnete Theorie. Eine Theorie für Innovation, Evolution und unsere weitere menschliche Existenz auf der Erde. Und eine Theorie, die ein anderes menschliches Denken mit kontinuierlichem Lernen und verantwortungsvollem Handeln wirksam und lebendig miteinander kohärent verbindet.

Mein letzten Beiträge im Tensornetz waren hierbei sowohl die Beschreibungen einer neuen Cybernetics in einer Cybernation als auch die Beschreibung eines Formwandler-Experiments im Film das Ding aus einer anderen Welt. Der Film findet hier deshalb seinen Platz und seine heutige, zeitgemäße Bestimmung, weil auch er einerseits Verbindungen aufzeigt, die oft im Verborgenen liegen und andererseits auch Zwischenzustände, auf die ich später noch kommen werde. Drittens ist er im Kontext eines unbekannten Virus-Organismus höchst aktuell. John Carpenters Ding ist auch deshalb so emotional packend und auch intellektuell sehenswert, weil er dieses Formwandler-Experiment psychisch wie physisch dramaturgisch in nie dagewesenen evolutionärem Design darstellt.

Und der Film behandelt auch nicht nur evolutionäres Design, sondern auch das Thema der Emergenz, den morphogenetischen Verbindungen und einer brennenden Ungewissheit mit den vernetzenden Verbindungen dazwischen. Das alles höchst zeitgemäß und auch zeitlos. So ist es ähnlich wie bei Erwin Schrödingers Katze, wo man Shakespeare zitieren könnte: sein oder nicht sein… Tot und untot. Menschlich, oder … Sie merken schon , es geht nicht um Stoffe oder der Materie allein, sondern deren Reaktionen und Verhalten. Es geht um ein Denken der Formwandlung.

1. Die Innovation – Wohlstand, Entwicklung und Zukunftsträger

Heute existieren ja so viele Antibewegungen und Anti-Netzwerke in Form von Negativ-Visionen wie Anti Rauchen, Anti-Fleisch, Anti-Atomkraft, Anti-AFD, Anti-Rechts, Anti Links, Anti-Kapitalismus, Anti Wirtschaft, etc. Es scheint, dass wir Menschen verlernt haben auf das zu schauen, was wirklich existenziell-entscheidend, ja lebenswichtig ist. Wir sollten dabei nicht vergessen, dass wir der Innovation unseren jetzigen Wohlstand in Deutschland und Europa zu verdanken haben. Dabei verdanken wir der Innovation nicht nur unseren Wohlstand und unsere Existenz, sondern auch vielmehr unsere menschliche Entwicklung. Und wir werden der Innovation auch unsere Zukunft zu verdanken haben, denn unsere Zukunft hängt auch von unserer Innovationsfähigkeit ab.

Wir benötigen heute dazu eine neue Art und Weise der Innovation der Architektur des Lebens von Menschen, ihrer Arbeit und deren Organisation. Wir benötigen dazu die richtigen Personen, die richtigen Prinzipien und Prozesse und die passenden Verbindungen mit den Primärdisziplinen für die richtigen Endprodukte. Was wir erleben sind Zwischenstände und Zwischenprodukte in rund sieben Branchen und Industrien. Und auch in der Organisation von Menschen wie einzelnen Management-Methodiken. Und auch die vielfachen Primärdisziplinen benötigen einen mehr verbindenden Charakter und eine neue Art der Architektur: Eine Alchemie der Architektur, die über Stoffe wie in der Chemie, Zellen in der Biologie, Energie und Materie in der Physik, reine Information in der Informatik, Funktionen und Kennzahlen der Mathematik und Statistik und konventioneller Organisation in den Wirtschaftswissenschaften der VWL und BWL weit hinausgeht. Und diese Spezialisierungen nicht reduzierend trivial , sondern musterbildend integrativ zu organisieren.

Und dies gilt es zukünftig morphogenetisch besser und qualitativ wirksamer zu verbinden, weil menschliches Verhalten und eine Gedächtnis-Vorhersage-Verbindung hier in den sozio-ökonomischen Systemen optimaler und qualitativ hochwertiger vernetzt und auch verarbeitet werden könnte und sollte. Es geht dann eher um ein neues Denken in den Begriffen von Verbindungen zwischen den Komponenten, Teilsystemen, geschlossenen und offenen Systemen, Reaktionen, Prozessen und deren Fusionspunkte der Informationsverarbeitung. Und zwar nicht von Teilsystemen wie in der Biologie und Neurowissenschaften klein : klein oft demonstriert, sondern in Richtung der Verbindungen von Superstrukturen in Richtung eines Gesamtsystems.

2. Was läuft schief

So wird oft im Einzelnen beschrieben wie Signale übertragen werden, es fehlt aber der Gesamtzusammenhang, das Gesamtsystem und die Wechselbeziehungen und Interdependenzen im Gesamtsystem. Und letztlich fehlen auch die Einordnungen in andere Systeme. Und es mangelt es auch an Verbindungen in der Informationsverarbeitung zum Verhalten. So gibt es millionenfache wissenschaftlicher Arbeiten von kleinen Signalverbindungen und Teilsystemen, die Signalmuster und Gesamtverbindungen bleiben aber aus, noch sind sie für Menschen erkennbar, übertragbar und somit anwendbar. Noch kommt der Mensch in der Gesamtgleichung mit seinem Verhalten oft zum Vorschein. So sehen wir zwar ein in kleinen Schritten, leichtes Zusammenwachsen von Primärdisziplinen, die große Zukunftsvision und eine großes Zukunftsbild fehlt.

Zwischenzustände in den Primärdisziplinen

Schauen wir einmal auf die  Primärdisziplinen so sehen wir, dass diese bereits die letzte Zeit etwas näher zusammengerückt sind und leichte Verknüpfungen als Andeutungen von notwendigen Vernetzungen getätigt worden sind. So beispielsweise in der

  • Biophysik
  • physikalischen Chemie
  • Ingenieurspsychologie
  • Management-Kybernetik
  • Neurotechnologie

Aber reichen diese für einen echte großen Durchbruch von Innovationen in einer hochgradig vernetzen Welt aus?

Höhere Komplexität extern bringt höhere komplexere Prozesse und Produkte intern; Beispiel BCI

Nehmen Sie einmal als Beispiel das Forschungs- und Erfindungsfeld der Gehirn-Computer-Netze. (Brain Computer Networks). Bei diesen Forschungs- und auch Produktfeld der Brain Computer Interface (BCI) Grids benötigen Sie ein weites und tiefes Verständnis der Zusammenhänge vielfach unterschiedlicher Primärdisziplinen. Entweder benötigen Sie etliche Spezialisten oder wenige Universalgenies, die sich in mehreren Bereichen von Netzwerkprozessen bestens auskennen. So zum Beispiel im:

  • Bereich der Biologie (molekulare Muster).
  • Bereich der Neurowissenschaft (echter, neuronaler Nerven-Netze).
  • Bereich der Computer Science (der Datenverarbeitung künstlicher neuronaler Netze)
  • Bereich der Physik und des Maschinenbaus (bei OP-Geräten, Robotern)
  • Bereich der Elektrotechnik (Mikrochips und Platinen)

Und zuletzt benötigen Sie auch den Bereich der Nanotechnologie zur Implementierung im menschlichen Körper als Schnittstelle der Kooperation & Kommunikation von Menschen und Maschinen. Und zwar nicht aufgrund von konventionellen Gesten und physischer Stimme, sondern psychischer Gedankensteuerung! 

3. Grundmuster Netzwerkdenken

Dabei gab es diesen Versuch schon einmal in der Mitte des letzten Jahrhunderts mit der Kybernetik lose Fäden zu verbinden. Und bekannte Vertreter der Kybernetik waren und sind in alphabetischer Reihenfolge: Ampere, Anokhin, Ashby, Bigelow, Bateson, Beer, Cockshott, Deming, Drucker, Forrester, Frank, Glanville, Glushkov, Hawking, Hayek, Jacob, Kauffmann, Klaus, Kolmogorov, Lange, Luhmann, Malik, Mandelbrot, Maturana, Maxwell, McCarty, McCulloch, Mead, Monod, Pask, Pias, Pitts, Rittel, Rosenblueth, Schwaninger, Shanken, Turing, von Bertalanffy, von Förster, von Glaserfeld, von Neumann, Uexküll, Ulrich, Varela, Verkhoshansky, Vester, Wallace, Watzlawick, Wiener u.v.m. Viele der oben genannten sind nicht mehr unter uns. Diese Persönlichkeiten können nicht mehr persönlich zu uns sprechen. Ihre Stimmen erklingen jedoch durch ihre Publikationen und die Korridore der Zeit nach. Und wie Sie vielleicht bereits erahnen, befinden sich unter diesen Persönlichkeiten etliche bekannte Entdecker, Erfinder, Kodeknacker und Nobelpreisträger. Ihr Erbe und ihre Arbeit gilt es nun weiter in einer modernen Formgestalt innovativ fortzuführen.

Die alte ‘Kybernetik’ und die Innovation

Dabei bedeutet Cybernetics aus der griechischen Sprache kommend so viel wie: Steuermannskunst und Lotsenkunst; zudem geht es bei der Kybernetik zweitens um das Verständnis der Informationsverarbeitung zwischen Signalen und Systemen, ihren Teilen und Teilchen und drittens auch der Regelung und Steuerung komplexer dynamischer Systeme. Die Kybernetik brachte uns mit ihren ergänzenden Verbindungen auch etliche Innovationen, was den meisten Menschen gar nicht bekannt ist. So zum Beispiel Fliehkraftregler, Flugabwehrgeschütze, vermaschte Regelkreise mit Feedbacksystemen in Motoren, wie auch Thermostaten. Vor allem ging sie parallel mit der Wissenschaft der Computer Science einher. In Deutschland und Westdeutschland setzte sich die Kybernetik weniger durch als in den USA, der Sowjetunion und der DDR. Ja sie hören richtig der DDR, weil diese ja von der Sowjetunion damals mit gesteuert wurde. Vor allem war die Überlegung in sozialistisch-kommunistischen regierten Länder nicht nur Maschinen und Produktionen, sondern ganze Gesellschaften mit der Kybernetik zu steuern! Im Kapitalismus geht das nicht, weil viele Industrien, Prozesse und Objekte abgetrennt vom Staat sind.

Sputnikeffekt

Und die Russen hatten die Kybernetik tatsächlich auch neben der Mathematik in den höchsten Range einer Universalwissenschaft im Staat gehoben. Und dazu auch in ihren Regierungen und Parteiensatzungen schriftlich fest implementiert. Sie waren sich also des verbindenden Charakters der Kybernetik wohl bewusst. Der jahrelange Vorsprung der Russen in der Raketentechnik und der Raumfahrt, wie auch der Sputnik-Effekt (der heute ja wieder ein Revival erfährt) ist sicherlich auch darauf zurückzuführen, wie man Reisen ins Unbekannte mit vielen Variablen eben mit vielen Variablen netzwerkhaft spiegelsymmetrisch klug verband. Das sollte uns positiv zu denken geben. Es geht schließlich um die qualitativen Verbindungen, die wir für eine Prozess- und Informationsverarbeitung in der Zukunft in optimalerer Weise dazu benötigen werden.

4. Eine neue Art der Kybernetik für das 21. Jahrhundert

Schauen wir einmal auf die wirklich großen Projekte und Innovationen nach dem Sputnik-Schock und die verbindenden Elemente in diesem Kontext, so sehen wir beispielsweise die D.A.R.P.A – Organisation (D.A.R.P.A. steht für Defense Advanced Research Projects Agency). Sie begründete sich als Folge des Sputnik-Schocks der Amerikaner, der 1957 von den Russen und ihrem Satelliten ausgelöst wurde. Dabei kümmerte sich die D.A.R.P.A. immer um sehr wenige, aber dafür wirklich große Innovationen von Netzwerkprozesssystemen. So beispielsweise um die Gründung der NASA, dem ArpaNet als Vorgänger und Vorläufer des World Wide Webs; des Project 57 welches Raketencluster erzeugte, diente später als Basistechnologie für das GPS (Global Positioning System). Unter Präsident Clinton ging es dann um das Human Genome Project und unter der Führung Barack Obamas um das Human Brain Project. Später folgten bei der DARPA Gehirn-Computer-Netze, die übrigens zeitlich weit vor Elon Musks Firmengründung Neuralink standen. Sie sehen über die sechs Dekaden wenige, aber große, wertvolle und übergeordnete Innovationen von Netzwerkprozessen, Netzwerksystemen in Netzwerkstrukturen. Ich nenne dies einmal Netzwerkprozesssysteme.

Keine Schubladen mehr: von der Matrix zum Mond -Netzwerkprozesssysteme als gemeinsamer Nenner

Dabei werde ich oft gefragt zu welcher Kategorie Netzwerkprozesse und Netzwerksysteme gehören? Ob sie eher der Technik- und Naturwissenschaft angehören, den Wirtschaftswissenschaften, oder eher den Geistes- und Kulturwissenschaften zuzuordnen sind. Ich sage den fragenden Menschen dann immer, dass dies keine Disziplin ist, die in eine einzige Schublade gehört, vielmehr gehören Netzwerkprozesssysteme aus den Schubladen heraus genommen. Und vor allem mit anderen Fachdisziplinen verbunden und miteinander in Beziehung gesetzt. Dabei ist der Begriff Netzwerkprozesssystem ein Systembegriff, der in Beziehung zu Komplexität, Adaptivität, Informationsverarbeitung, Mustern, Situationen, Interaktionen, Kontexten und auch Verhalten gesetzt werden sollte. So ist es ist ähnlich wie beim Stein der Rosetta. Es geht um elementare höchst kompatible Übersetzungen ähnlich einer Meta-Sprache. Es geht auch um Transmutationen und Umwandlungsprozesse, wie oben bei der Cybernetics und beim Das Ding-Film erwähnt.

5. Netzwerkprozesssysteme -vom australischen Korallenriff zur Venus

Schauen wir uns einfach einmal ein paar weitere Beispiele zum besseren, tieferen Verständnis und dem Denken, Lernen und Handeln in Netzwerkprozesssystemen an. Dabei ist es nun egal, ob Sie an einem Korallenriff in Australien tauchen, das Silicon Valley als Gründercluster besuchen; wenn sie an eine Super-Computing-Organisation wie Google denken. Wenn Sie an einer Demonstration von Hongkongs Protestbewegung oder Fridays for Future teilnehmen; oder wenn Sie einen neuen Satellitenverband im Weltraum, oder gar eine geplante Kolonie auf der Venus bauen; es handelt sich stets um das Thema Netzwerkprozesse, Netzwerksysteme und das Verständnis zur Erschaffung und Gestaltung für Netzwerkprozessstrukturen. Hierbei geht es dann nicht um Einzeldisziplinen oder Einzelsignale, das ist trivial, sondern es geht um mehrfache Disziplinen und deren Signalmuster. Das ist schwerer. Eben Netzwerksysteme, die verbinden.

Und dabei sehen wir auch, dass es diese äußerst starken hochkapazitativen Verbindungen sind, die zwischen den Personen mit ihren zwischenmenschlichen Beziehungen eine hohe Leistung liefern. Vorausgesetzt sie einigen sich und besitzen auch die richtigen Prinzipien. Und natürlich geht es auch um Materie und Maschinen, die Netzwerkprozesssysteme untereinander flexibel mit den Menschen morphogenetisch verbinden. Es geht aber eben nicht so sehr um die Einzeldisziplinen wie der VWL, BWL und Informatik, um Organisation zu organisieren, sondern als ganz großes Thema: Systeme von Netzwerkprozessen und deren Muster als Signaturen dahinter. Es geht im Kern einer Kernfusion um eine Formenwandlung und deren Umwandlungsvermögen: Netzwerkprozesse und Muster, die verbinden. Und dies ist gerade hochaktuell, ähnlich wie bei den drei Staaten auf der Reise zum Mars wie aktuell USA, China, Vereinigte Emirate (Dubai): Wir benötigen dazu die eine neue große und übergeordnete Theorie, die ein neues Denken, Lernen und auch verantwortungsvolles Handeln miteinander in einer Formgestalt zu verbinden weiß: adaptive Netzwerkprozesse und Netzwerksysteme.

Eine neue Architektur der Lebens

Wir benötigen im 21. Jahrhundert daher stärker ein Denken in den Beziehungen von Menschen, Mustern und auch deren Kulturen und Kontexten für eine Komplexitätsverabeitung. Und wir benötigen endlich auch Erklärungen für uns selbst. So beispielsweise: wie ist denn der Mensch entstanden? Wie entstehen Galaxien? wie entstehen Sterne? wie sieht eine planetarische Verkörperung des Menschen aus? gibt es da draußen im All noch weiteres Leben? gibt es den Alkatest, das Elixier des Lebens? Und wie sieht das wahre Elixier des Lebens für ein glückliches zufriedenes Leben hier auf der Erde aus?

Es geht nicht um eine 101. Managementmethode wie noch bessere Agilität, Agilität in Prozessen, Agilität in der IT, Agilität im Personal, Agilität bei Maschinen und Maschine Learning für eine bessere Organisation. Das ist langweilig und auch nicht mehr passend. Und das entspricht auch nur 50% der Leistung und des Investments auf der Reise in die Zukunft. Wenn Sie 100% Leistung erreichen möchten, sollten Sie umdenken. Sie benötigen Menschen, Materialien und Maschinen in einem neuen Strukturverband und einer neuen Strukturklasse. Ich nenne das die neue M-Klasse der Netzwerkprozesse. Netzwerkprozesssysteme haben das Potenzial und die Produktivität diese Fragen mit einem 100% Leistungsbeitrag zu beantworten. Vor allem sollten wir die Probleme und die großen Anforderungen der Zeit-Struktur als eine große Anforderung und als unserer Aufgabe der Zukunft hier auf der Erde zuerst einmal lösen. Einmal für unsere menschlich weitere Entwicklung und Evolution, als auch für unsere weitere Innovation. Aber vor allem geht es auch um unsere weitere eigene Existenz. Hierzu sollten wir uns von unseren Stühlen erheben und uns in das neue Sternensystem der Signaturen von Netzwerkprozesssystemen und deren Strukturen begeben. Und zwar genau hier: Hier von der Erde aus. Und die Frage an Sie ist, wann starten Sie dazu Ihren ersten Piloten?

Dominic Blitz erforscht seit Jahren interdisziplinär und intersystemisch den spannenden und spektralen Bereich der Netzwerkprozesse, Netzwerksysteme und Netzwerkstrukturen. Dabei geht es in der Komplexitäts- und Informationsverarbeitung um eine übergreifende Musterbeobachtung, Mustererkennung und Musterbildung mit unterschiedlichen Netzwerksystemen. Er bietet hierzu Vorträge, Workshops und Mandate zum Thema Gehirne und Computer, Biologie, Informatik und der Sozio-Ökonomie an. So sind das Thema Netzwerkprozesssysteme das Thema Nr. 1 für ihn in Richtung Innovation, Evolution, Involution und Emergenz von Menschen und Organisationen in der Arbeit und Gesellschaft. Zu diesen Themen ist er unter: www.innospective.de erreichbar.

2 Kommentare

  1. Zitat obiger Beitrag:

    Heute existieren ja so viele Antibewegungen und Anti-Netzwerke in Form von Negativ-Visionen wie Anti Rauchen, Anti-Fleisch, Anti-Atomkraft, Anti-AFD, Anti-Rechts, Anti Links, Anti-Kapitalismus, Anti Wirtschaft, etc.

    Es scheint, dass wir Menschen verlernt haben auf das zu schauen, was wirklich existenziell-entscheidend, ja lebenswichtig ist. Wir sollten dabei nicht vergessen, dass wir der Innovation unseren jetzigen Wohlstand in Deutschland und Europa zu verdanken haben.

    Ja, im späten 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es in Deutschland mehrere Industrie-/Forschungs- und Designzentren und parallel dazu auf geistigen Gebiet mehrere universitäre Denkschulen von internationalem Rang. Deutschland besass quasi ein Silicon-Valley neben dem anderen, und universitäre Zentren mit grosser Ausstrahlung waren über das ganze Land verteilt. Neben der Autoindustrie, Feinmechanik und Elektrotechnik im Süden, gab es im Norden und Osten Deutschlands etwa Siemens oder das Bauhaus. Auch die allerersten ernstzunehmenden Rechenmaschinen/Computer stammen natürlich aus Deutschland.

    Heute aber wird bereits darüber spekuliert, ob Tesla, Apple und Sony der deutschen Autoindustrie das Wasser abgraben werden mit ihren entweder bereits fabrizierten, selbstfahrenden Autos (Tesla) oder für die nächsten Jahre geplanten softwaredefinierten Autos (Apple, Sony). Dabei sind Tesla, Apple und Sony gar nicht aus der Auto-Branche, sie sind nur im Gegensatz zur deutschen Industrie innovativ und sie verteidigen nicht bestehende Pfründe, sondern wollen quasi vor dem Frühstück die Welt erobern – um am Mittag dann den Mars in Angriff zu nehmen.

    In neu entstehenden Branchen und Forschungsgebieten, also ausserhalb des klassischen Industriebereichs in dem ja Deutschland Geschichte geschrieben hat, da erwartet sowieso niemand dass Europa etwas zu entwickeln und sagen hat. Der scilogs- Blogkollege Lars Jaeger etwa schrieb schon mehrmals über die Szene der künstlichen Intelligenz oder die sich im Stadium der Geburt befindende Quantencomputerszene. Dabei prognostiziert er regelmässig, dass die USA oder China die führende Rolle auf diesen Gebieten einnehmen werden. Von Deutschland oder Europa ist bei ihm nicht einmal die Rede.

    Dabei kann Innovation doch so einfach sein: es genügt gut ausgebildet zu sein (was ja viele Europäer sind) und die Chuzpe, den Mut, die Frechheit eines jungen oder jung gebliebenen Menschen zu besitzen, der es der Welt zeigen will.

    Die grossen Fragen, die hier in diesem Blogbeitrag erwähnt werden (Zitat): wie ist denn der Mensch entstanden? Wie entstehen Galaxien? wie entstehen Sterne? wie sieht eine planetarische Verkörperung des Menschen aus? gibt es da draußen im All noch weiteres Leben? gibt es den Alkatest, das Elixier des Lebens? Und wie sieht das wahre Elixier des Lebens für ein glückliches zufriedenes Leben hier auf der Erde aus? , die beantwortet der Homo novus, den ich eben beschrieben habe und der scheinbar aus Deutschland und Europa emigriert ist, einfach damit, dass er es tut, dass er diese Fragen durch Forschung und eigenes Tun (ein glückliches Leben führen) beantwortet.

    Frage: Ist es nicht besser, etwas zu wagen und sich als Mensch voll den selbst gesteckten Zielen zu widmen als nur alles zu beklagen und nichts Neues, eventuell Gefährliches anzugehen? Denn ist es nicht so: Das Gute und Bessere kommt erst, es kommt, wenn wir uns dafür einsetzen. Es ist nicht so, dass wir das Gute schon erreicht oder gar hinter uns haben und es nun verteidigen müssen. Nein, das Gute wartet auf uns wie der nächste Sonnenaufgang.

    • Hallo, danke für Ihren detaillierten Beitrag. Ich möchte hier nur auf vier Punkte eingehen, die anderen Punkte schreibe ich Ihnen in einer E-Mail.

      1.Warum vereinen Menschen wie Einstein und JF Kennedy alle Generationen?
      Es ist sicher auch eine Einstellung zum Leben, die Sie ja auch ansprechen. Ob man sich als Opfer fühlt oder eher als Herausforderer und Möglichmacher, wie sich oft große Erfinder und Führungspersönlichkeiten gesehen haben. Mit Mut, Kompetenz, großer Hoffnung und kraftvoller Ausdauer. So war Albert Einstein nicht nur Denker und Erfinder. Warum wird er so bewundert? Weil er anders war als seine Erfinderkollegen. Er war witzig, einfallsreich und eben auch frech. Vor allem war er ein echter Revolutionär. So forderte er mit Max Planck die klassische Physik heraus. Er hat mit dem Bereich der Photonen ja den Nobelpreis gewonnen, nicht mit seiner Relativitätstheorie.
      2. Konventionelle Physik mit der modernen Quantenphysik verweben
      Ihre Meinung was die Quantenrechner angeht teile ich hier einmal nicht ganz. Ich kenne Leute die dort thematisch sehr gut unterwegs sind. Was Sie meinen und da stimme ich zu, das wir in der Exekution am Markt in der Wirtschaft mit Firmen und Arbeitsplätzen nicht ganz so erfolgreich sind wie die Amerikaner. Deutschland hat jedoch eine gute Quantenforschung. Ich erinnere da nur an Spitzenleute aus dem Saarland-Quantencluster. Was dann aus dieser Forschung herausgeht ist ein ganz andere Frage. Wahrscheinlich werden aber auch hier leider die Amerikaner mit Google, Microsoft, IBM etwas in vielen Jahren am Markt auskoppelt, die Wahrscheinlichkeit dazu ist hoch.

      3. Zukunftsmusik: Konventionelle Physik mit der modernen Quantenphysik verweben
      Wir benötigen heute auf jeden Fall beides: die konventionelle Physik und die Quantenphysik in unserem aufkommenden Feynman-Universum. Und wir benötigen diese beiden Zustände auch in der Sozio-Ökonomie und in der Organisation von morgen. Physik als klassischen Hierarchie für Dinge und Aufgaben die wir kennen. Auch für Struktur und Organisation. Verantwortung für Entscheidungen und Verantwortung für das Kapital in Unternehmen. Und die Quantenphysik als Netzwerkfunktion für neue Dinge, die wir noch nicht kennen. Und der Mobilisierung und Motivation von Menschen. Ein anschauliches Beispiel ist das Brainstorming, dort sind sie erst mit Menschen Netzwerkprozess und Quant: Ideen sprühen und werden geteilt und debattiert und später kommt die Hierarchiefunktion mit Ordnungsbildung und Struktur und Gliederung von Ideen. So wird flüssige Energie langsam zur festen geronnenen Materie. Es geht wohl kein Weg daran vorbei. In Arbeitskreisen geschieht oft das Gegenteil da werden Ideen und Vorschläge gemacht und diese sind nicht Quant, auch nicht eine annähernde Turing- oder von Neumann Architektur, sondern eher eine Komponente, Stückwerk die sofort kaltgestellt und mit K.O. Argumenten totgemacht wird anstatt in ein Gesamtsystem der Architektur rechnender Räume zu fließen. So werden Ideen zerstört und nicht geboren und weitergeben, wie ein Mythos oder eine Legende. Das ist aber heute nötig. Vor allem bei wichtigen Themen. Ähnlich wie beim Film Armageddon sollten bei lebensentscheidenden Themen die besten Persönlichkeiten mit den besten wertvollsten Prinzipien und passenden Prozessen versehen werden, die dann auch die besten Produkte hervorbringen…

      4. Ideen und Vorschläge preisen nicht totmachen; und die: Frage wohin gehen wir?
      Heute ist jedoch genau das Gegenteil nötig: Nicht Ideen tot machen mit Totschlagsargumenten. es gilt vielmehr sie auf einem heiligen Altar des Glaubens zu betten, wie einen äußerst kostbaren Diamanten auf einem schwarzen Samtkissen. Und es gilt die Energie einer bahnbrechenden Idee möglichst lange zu erhalten, dass eine einzige Idee ein ganzes Unternehmen überlebt und eine ganz Gesellschaft verändert. Und eben eine erst grobe anfängliche Idee wie bei einem Schmiedemeister ein Schwert aus einfachen Metall in eine edle scharfe Titanen-klinge umgewandelt wird. Ein Schwert, welches eines König Artus würdig ist.

      Das wünsche ich mir für unsere gesamte Gesellschaft, die eine Gesellschaft der Ideen und Innovationen, Erfinder und Erdenker zugleich ist.

      Jetzt umso mehr. DB

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