Der achte Tag!

BLOG: Tensornetz

Das Gehirn und der Computer – Mensch und Maschine
Tensornetz

Adaptive, komplexe Netzwerke als Grundmuster für effektives Unternehmertum, Leadership und Management im 21. Jahrhundert.

Teil 2

Computer sind effiziente Diener, aber effizienten Dienern, wollen wir nun mal nicht dienen, Mr. Spock

Wir sollten heute wieder beginnen auf grundlegende Gemeinsamkeiten und auf gemeinsame grundlegende Strukturen zu schauen, die uns das Überleben ermöglichen. Sei es die Natur oder die Organisation, in der wir tätig sind. 

Was will ich damit sagen?

Schauen Sie einmal auf die klassischen Berufe mit ihren Sprachen, so schaut ein Mathematiker anders auf Strukturen, nämlich in Zahlen, Funktionen und Gleichungen, als ein Architekt oder Astronom, der sich in den Dynamiken und Kontexten der Galaxien, Sternen und Planeten bewegt.

Wir benötigen in der Zukunft Systeme und eine Sprache, die uns gemeinsam verbindet. Wir sollten damit beginnen wieder ein stärkeres Bewusstsein für die Natur und Menschen und weniger fokussiert für die Maschinen zu bekommen, wie eben in der Biologie und Natur oder auf das menschliche Gehirn zu schauen, welches uns seit Jahrmillionen überleben lässt. Die EDV gibt es jedoch erst seit 80 Jahren (Z1) das sollten wir nicht vergessen.

Der Gärtner in der Biologie : Dabei sollten wir mehrere Hüte aufhaben, wenn wir Netzwerke und Muster betrachten. Wenn wir einmal beispielsweise in der Rolle eines Architekten oder Unternehmers stecken, so lassen sich ganz andere Strukturen erkennen: wenn es heißt auf einem öden Platz in der Wüste eine goldene Kathedrale zu errichten. Oder gar wie in der Biologie, ein Gärtner, der weiß, dass er die Farben der Pflanzen definitiv nicht bestimmen kann, sich sehr wohl aber um die Rahmenbedingungen, nämlich das Gedeihen durch eine sorgsame Pflege der Umgebung und Temperatur und mit frischem Wasser diese Pflanzenkräfte auch zur Entfaltung bringen kann, sehr ähnlich dem Unternehmer bei seinen Mitarbeitern. Im Bereich Unternehmertum, Leadership und Management müssen wir also weniger in den Fachbereich der BWL oder Informatik schauen, sondern mehr im Bereich komplexe adaptive Netzwerke, welche wir wirklich verstehen lernen und auch (er)kennen, wie es einst die Kybernetik in der Biologie, Chemie, Computerwissenschaft, Mathematik, Physik, Philosophie, Psychologie, Soziologie und Wirtschaft gemeinsame Verbindungen suchte.

Natürliche Intelligenz (NI) und künstliche Intelligenz (KI) kombinieren: Heute geht es dabei mehr und mehr darum echte natürliche Intelligenz (NI) und echte und künstliche Intelligenz (KI) in intelligenten Systemen zu verankern. Aber nicht wie ganz viele Consultants und Manager so oft glauben, um reines Verhalten und Verhaltensveränderung, Kultur und Kontext alleine handelt. Diese bleiben selbstverständlich weiter wichtig, bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Denn hunderttausende von Unternehmensberatern, Agilisten, Lean-Management Beratern arbeiten Millionen von Stunden daran, diese Kulturen zu erzeugen. Heute geht es jedoch um etwas viel Relevanteres, etwas das höher angesiedelt ist auf einer Metaebene dessen, wie ein Metamaterial und welches über die Menschheit wahrlich hinausgeht.  Und letztlich erst das Verhalten hervorbringt als dritte Kraft und Super-Signatur hinter den Systemen.  (also neben der ersten Signatur, den Netzwerkprozessen in der Biologie, Neurowissenschaft, Psychologie und Sozio-Ökonomie und deren ordnungsbildende musterverarbeitende zweite Signatur: der Organisation. 

Thema Nr.1 : Und jetzt kommt der ganz entscheidende Punkt, weshalb ich das Thema “Netzwerkprozesse” und “Netzwerkprozessmusterorganisation” auch ganz oben in der Menschheitsgeschichte ansetze: Es ist dabei ganz entscheidend für das spezielle Land, Region, Branche, oder auch einzelne innovative Institutionen die zu den Gewinnern gehören wollen. Nämlich, dass diejenigen, die das zuerst schaffen, die Potentiale ihrer Menschen und die Produktivität ihrer Menschen und der Maschinenverbände hochqualitativ am optimalsten abzuschöpfen!

Und dies wird über Tod oder Transzendenz millionenfacher Organisationen und Branchen noch in den nächsten Dekaden auf der Welt bis 2150 entscheiden. Es geht also um alles! Um  Organisationscluster und sogar Länder-, Kontinentalwettbewerb. Ein Exkurs in die verschiedenen Primärdisziplinen zeigt wie Netzwerke und Prozessmuster ablaufen können.

Exkurs Neurowissenschaft: Unser soziales menschliches Gehirn ist ein selbstorganisierendes System welches auf Musterbeobachtung, Mustererkennung und Musterbildung basiert. Wir nehmen und speichern permanent Musterfolgen auf. Und wer über ein gutes Gedächtnis verfügt und diese Informationen schnell in Bruchteilen von Sekunden kapazitativ koordinieren kann, kann dann schneller als jeder Computer! Fragen nicht nur algorithmisch berechnen, sondern im Bruchteil einer Sekunde aus diesem Gedächtnis nicht algorithmisch abrufen. Wir dürfen nicht vergessen, das ist eine Meisterleistung des Menschen durch Millionen Jahre lange Evolution und das kann bis heute keine Maschine!  Dabei geht es hierbei um den Abruf von Musterspeicherung, Musterfolgen und der Autoassoziation. Der weitreichendste Fehler ist oft zu glauben, Intelligenz basiert auf reinem Verhalten, denn es geht vielmehr tatsächlich um die Vorhersage. Wahre Intelligenz basiert auf Vorhersagen die aufgrund der Musterverarbeitung und Mustererkennung getätigt werden!

Ein Beispiel. Wenn Sie einen Intelligenztest machen, also schauen wo eine Ziffer, ein Symbol, ein Wort oder eine Zahl in der nächsten Zukunft hinkommen könnte, so geht es darum eine Vorhersage zu machen, was der nächste Schritt dazu ist. Es geht immer darum, Koordinationspunkte als Muster im Gehirn so abzurufen, dass eine Interferenz (Überlagerung von Mustern) autoassoziativ in eine Kohärenz (Übereinstimmung) fließt. Und das Ergebnis dann auch kohärent und konsistent ist. Wenn Sie an der Haltestelle auf die Bahn warten, passiert genau das Gleiche. Sie bekommen Informationen, wie Anzeigen, Fahrpläne, Applikationen, Durchsagen etc… Dann ermittelt ihr Gehirn aufgrund dieser Musterfolgen eine Vorhersage und dann kommt erst das Verhalten: sie gehen oder bleiben stehen. Sie kaufen noch etwas oder warten eben noch drei Minuten. Hierbei geht es um sensorische Information in ihrem Neocortex. Dazu müssen Musterfolgen gespeichert sein, die autoassoziativ abgerufen werden können und schließlich müssen auch Erinnerungen (in invarianter Form) auf neue Kontexte und Situationen adaptiv angepasst werden.

Exkurs Biologie: Die Biologie hat ganz viele Beispiel wie Organisation funktional wirksam und überlebenswichtig beispielsweise im menschlichen Organismus abläuft. Alle Funktionen zu nennen, würde hier den Rahmen sprengen, (dies wieder in meinen Vorträgen ausführlicher), daher nenne ich nur hier grundlegende Ereignisse. So ist das Wort “Netzwerkprozess” und auch “Netzwerkprozessmuster”, so wie ich es hier meine, nicht aus der jungen Forschungsdisziplin der Informatik stammend, sondern aus der Biologie, Evolution und Emergenz herkommend. In der Biologie tauschen sich (manchmal ähnlich wie in Unternehmen) die Zellen informationell (kontinuierlich) aus. Es geht wie in der Chemie und Biochemie um das gegenseitige “Erkennen”, wie auch “verstehen”. Dabei können Zellen beispielsweise Defekte aufspüren und auf ganz fantastische Art und Weise Reparaturen ausführen. Stellen Sie sich nur einmal vor Sie sitzen auf einem Motorrad und während der Fahrt geht ihnen der Motor kaputt, dann haben Sie ein echtes Problem (Stichwort: Fehlerkorrektur). Und Sie müssen wahrscheinlich auf den Standstreifen der Autobahn fahren und den ADAC rufen. Nun ist es in einem biologischen System aber so, dass der Motor sofort repariert oder ersetzt wird, durch einen stärkeren PS – reicheren Motor und das während der Motorradfahrt, während Sie fahren! Die Vorstellung ist doch ein biokybernetischer Wahnsinn, oder?

In der Biologie und Biokybernetik geht es um vermaschte Regelkreise, die kreiskausal und interdependent wirken. Sie erinnern sich vielleicht noch an Norbert Wieners Gedanken und Publikation der Signalprozesse in Lebewesen und Maschinen? Wenn wir dann auf manchen Prozess schauen in Unternehmen, dann laufen diese noch nicht einmal synchron, sondern additiv ab. Konkurrenzhaft statt kooperativ und schon gar nicht kinetisch-kybernetisch. Auch das Immunsystem, das Gehirn und das Nervensystem gehört zu den Art Superstrukturen und Supersystemen in der Biologie von denen wir deshalb unbedingt lernen sollten. Wir können in Projekten und in Unternehmen, auch die ich bereits mehrfach mit anderen Menschen erfolgreich aufbaute, wie auch im Umgang mit der Umwelt entweder dumm oder intelligent verhalten. Oder einfach statt der Funktion die Organisationsmuster wechseln, um uns emergent und evolutionär weiter entwickeln zu können. Selbst die Bionik setzt auf Nachahmung der Natur. Und die neueren Dinge und Themen wie Capsule -Technologies oder Exoskelette setzen fast alle darauf, ohne die noch “hochwertigere Kybernetik” zu erwähnen, weil dies meist an deren genialen Vertreter hing, die zumeist tot sind. Selbst die Geheimdienste, Scientologen, Kirchen, Geheimbünde hängten sich daran, zerstörten aber den guten Ruf und die leistungsstarken Kapazitäten der Verarbeitung der Kybernetik. Auch Versuche Staaten zu steuern, (Cybersyn, Cyber Syntegrity mit Stafford Beer)) existierten, diese wurden jedoch zunichte gemacht und die Zeit-Raum-Struktur war auch einfach noch nicht so weit! das Quantenfeld gab es dafür noch nicht. Siehe dazu auch einmal den Eintrag bei Wikipedia für Kybernetik und ihren dazugehörigen Personen.

Exkurs Medizin:  Die Medizin umfasst ja ein spektrales Repertoire, ähnlich wie das Management in Unternehmen. Auch hier kann man Leistung wie Blutdruck, Blutwerten, ähnlich im Unternehmen mit Kultur, Betriebsklima und Verkäufen mit Wissen und Werkzeugen messen. Die Medizin eignet sch damit auch sehr gut für Analogien, weil sie die Bereiche der Anatomie, Biologie, Chemie, Neurowissenschaften u.v.m. interdisziplinär und intersystemisch umfasst und verknüpft. Auch hier können wir wieder, anstatt reiner BWL und Informatik dazulernen, denn wenn wir auf die Medizin schauen, so gibt es auch hier übereinstimmende Muster des Lebens, der Intelligenz und Organisation. Und ähnlich einem/r Unternehmer/in der Zukunft, der Abteilungen zusammenführt, führt der Arzt der Zukunft Primärdisziplinen zusammen. Bei beiden geht es zukünftig um die Moderation interdisziplinärer Netzwerke! Und zweitens deren Diversität, Multiplizität und Interdependenz zu verstehen.  Um die massive Komplexität, mit der wir es heute in der Medizin und der Menschheitsgeschichte zu tun haben und mit den neuen Viren (nach alleine in Richtung Fledermausviren: Hendra, Nipah, Sars, Mers, Ebola) heute dem Coronavirus (SARS-CoV-2) und welches auf unser Immunsystem -ähnlich wie beim AIDS Virus uns unserer Identität beraubt, bleibt uns dazu gar nichts anderes übrig als das Denken, Lernen, Kommunizieren und kluge Agieren in interdisziplinären adaptiven Netzwerken.

Dabei benötigen wir ganz ähnlich eines intelligenten Systems, auch in der Medizin eher die holistische Anamnese und eine echte diagnostische Spirale von Arzt zu Arzt in der Wissenschaft, wie auch der Wirtschaft von Mitarbeiter zu Mitarbeiter oder Manager zu Manager, und eben andere Verarbeitungsstrukturen als die bisherigen. Schauen Sie dazu einmal auf die Zellverbände, so sehen Sie ähnlich wie in einem Unternehmen, dass diese spezialisiert sind, und miteinander in vielfältiger Weise (Stichwort: Diversität) kommunizieren. Ein anderes Beispiel ist die Organisationsstruktur. In der Evolution ist es ganz vereinfacht gesprochen so, dass je vielfältiger die Strukturen steigen, also auch die Komplexität mit ihr, auch die Kommunikationsstrukturen ansteigen. Das ist beispielsweise beim menschlichen Körper wie auch Krankheiten so, so dass sich diese nicht ganz leicht verorten lassen. In der Biologie sieht man das in allen möglichen lebenden Organismen. Im Unternehmen jedoch weniger-das Ansteigen der Kommunikationsstrukturen. Dabei gilt es die Unternehmen biologischer, adaptiver und auch menschlicher zu machen. Höhere Fähigkeiten ergeben sich immer aus mehr Komplexität und Kommunikation und nicht aus deren Reduktion. Und wir bezeichnen dann ein System als “intelligent”, wenn es mit allen Situationen auch flexibel und kontextuell passend umgehen kann. 

Voraussetzung ist dabei eine höhere Kommunikation, der Verständigung wie bei biologischen Zellen. So sind sie ein gutes Beispiel. Nehmen Sie einmal Killerzellen im Körper, die teilweise, wenn auch nicht gänzlich den Krebs im Anfangsstadium als Krankheit besiegen. So können Killerzellen als sogenannte “Körperpolizei” funktionieren. Dabei gibt es einen Mechanismus, dass diese sich auch einander erkennen und somit verständigen können. So ist im Gegenteil ein Netzwerk mit Fehlern und Nicht-Kommunikation für Krankheiten, wie Krebs verantwortlich. Und diese kranke Netzwerkstruktur verändert sich dann auch systematisch (Tumor). Und was die Biologie und Kybernetik dazu verbindet ist dann auch, ähnlich einem Gremium, nicht wenn einzelne Personen mit ähnlichen Hintergründen an einem Strang ziehen, wie manchmal tendenziell eher Juristen und Lehrer in politischen Gremien sitzen, sondern Menschen aus ganz unterschiedlichen Berufen, wie Manager, Ingenieure, Linguisten, Mathematiker, Biologen, Psychologen, Philosophen etc… gleichzeitig an einem Strang ziehen.  Interaktionen von der Biologie zu verstehen ist daher äußerst wichtig, dies sind eher anders als das Arbeiten mit einem Computerprogramm, viel zu schnell greift man zur Maschine, anstatt das menschliche biologische Denken zu beginnen. 

Exkurs Nano: Das Millionstel eines Millimeters ist ein Nanometer. Es geht also im Gehirn und in der Biologie um Objekte, die wir nicht sehen. Die Medizin arbeitet dabei heute im Nanobereich beispielsweise um ein Medikament und eine Wirkung an ihren Wirkungsort im menschlichen Körper (beispielsweise mithilfe einer molekularen Maschine, Stichwort: Metamaterial zu bringen. Auch dafür bedarf es als Analogie wie der Führung und im Unternehmertum der “Erkennung”, deshalb explodiert derzeit die Sensorik der Robotik: Und bei der Robotik gibt es wohl auch derzeit über 500 Gründungen allein in und um den Silicon Valley-Bereich, wie man unzweifelhaft bei LinkedIn sehen kann. Fest steht und die Mensch-Maschine, Human-Machine- Robotics Kollaboration zeigt, auch wir müssen uns gegenseitig erkennen und verstehen, so dass beispielsweise eine Erkundungseinheit auch das passende Gewebe im menschlichen Körper im Nanobereich erreichen kann.  Wenn wir oben auf die biologischen Systeme schauen, machen sie es vor: Die Biologie kann Schäden und Mängel selbst beheben, so werden im Nanobereich in Kanälen und auch Kapseln Medikamente und in Materialen Reparaturstoffe untergebracht, die unter bestimmten Bedingungen, wie Temperaturen gebracht, dann austreten. Bei solchen Heilmitteln und Stoffen reden wir dann von selbst-heilenden Materialien in Richtung Selbstreparatur. Die dritte Möglichkeit neben Kanälen und Kapseln bilden intrinsische Wirkstoffe, die auf chemischen Besonderheiten basieren: Dies gilt sowohl im menschlichen Körper wie auch beim Zerplatzen und Großrissen von Beton. Oder des Weiteren auch in (Bio)Chips, wenn es darum geht wieder Leitfähigkeit herzustellen. Diese Chips müssen dann nicht mehr aufwändig (mit Öffnen des Gehäuses oder Körpers) ausgetauscht werden, sondern werden so erwärmt, dass sie sich selbst sensorartig reparieren. Ähnlich rechnender Räume. Sie sehen auch hier geht es wie bei unserem ersten Grundmuster um Selbstorganisation in Systemen, um Selbstreparatur und Selbstheilung, bei den Menschen gar um Selbstbestimmung und Selbst Transzendenz. Und nicht von außen in Systeme und Prozesse plump direkt einzugreifen, und manchmal mehr Schaden als zuvor durch unachtsame Eingriffe hervorzurufen, sondern durch Erkennen und Verstehen, wie in der eher chemischen und biologischen evolutionären Algorithmik und deren Codes, um selbst zu heilen in den selbstorganisierten Systemen. Also vielmehr immer öfter indirekte Rahmenbedingungen zu erkennen zu verstehen und zu verändern, als direkte Eingriffe. Dies benötigt jedoch auch einen anderen emotionalen und intellektuellen Kurs und auch entsprechenden kybernetischen, gesamtgesellschaftlichen und vor allem langfristigen Kompass der Zielsuche und des Wertekerns.

Dominic Blitz bietet Vorträge zum Thema "Gehirne und Computer", von Übergang der Technik-, Maschinenkybernetik zur Organismuskybernetik - und den Bereich von Rahmenbedingungen der echten, natürlichen Intelligenz (NI) und menschlicher Netzwerkbildung der Musterbeobachtung und Mustererkennung auf einer Metaebene von Innovation in Arbeit und Gesellschaft. Zu diesen Themen ist er unter: www.innospective.de erreichbar.

4 Kommentare

  1. “…wie in der eher chemischen und biologischen evolutionären Algorithmik und deren Codes…”
    Es gibt keine biologischen Algorithmen, wer sollte sie programmiert haben. Es wäre ein Widerspruch zu Selbstorganisation.

    • Hallo, ja völlig richtig. Gut, dass ich so hellwache Leser habe. Da habe ich wohl nicht optimal formuliert. Natürlich geht es genau darum. Es geht genau darum, dass wir die Algorithmik eher biologisch und bio-kybernetisch (nicht-algorithmisch betrachten) als eben aus der Informatik stammend. Das sagte ich eingangs.
      Ergänzende Ausgangsfragen dazu können sein:
      1. Wie wird Information in der realen Welt durch ein biologisches System wahrgenommen?
      2. Wie erinnern wir uns daran, und in welchem Medium wird es verarbeitet und gespeichert?”
      und 3. inwieweit beeinflusst dies unsere Wahrnehmung, Verhalten und Vorhersage?”

      Danke für den Hinweis.

  2. Vielleicht noch eine Bemerkung zu Selbstorganisation: Der Begriff ist zunächst einmal bloße Beschreibung. Man muss verstehen, was Selbstorganisation ist, was sie antreibt. Meine Definition ist, Selbstorganisation ist dem Grunde nach Wachstum und darauf folgend Reduktion im Sinne von Differenzierung. Die Umwelt stellt dem Leben Möglichkeitsräume zur Verfügung, die dieses per Wachstum “auszufüllen” versucht. Die daraus folgenden besten, also angepaßtesten oder auch differenziertesten Varianten sind aller Wahrscheinlichkeit nach die Überlebensfähigsten. Dies gilt nicht nur für einfachste Stoffwechselprozesse, sondern auch für neuronale, wie sie etwa in den Begriffen Assimilation und Akkomodation von Piaget zum Ausdruck kommen.

    • Ja genau. Selbstorganisation ist für mich eine Organisation die nicht von außen angeordnet und aufgepfropft ist, sondern von innen kommt
      und sich selbst repariert, ja sogar selbst heilt, wie in der Natur.
      “Reduktion” dann nicht im Sinne von Trivialisierung und Verteilung, das ist einfach, sondern musterbildende Verarbeitung und Vernetzung, das ist schwer.
      Viele Firmen verarbeiten viele Daten, die einfach wertlos sind, oder trivialisieren, indem sie Netze oder Zusammenhänge trennen, statt diese weitgehend zu erhalten.
      Zu Piaget. Piaget war weit voraus mit der Assimilation und Akkomodation, heute würde man sagen, Kontext, Kontext, Kontext, denn wenn wir uns verändern entwickeln, etc, stimmt dann der Kontext noch in dem wir genau dieses oder jenes mentale Muster aufgebaut haben. Danke für Ihren wertvollen konstruktiven Beitrag. VG DB

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