Auf der Suche nach einem Universal: Aufbruch ins Abenteuerland


Es ist der kreative Drang, der mich am Leben erhält. Enzo Ferrari
Einer meiner Hauptmängel ist, dass ich etwas heftig bin. Sie kennen ja die cholerischen Temperamente, hingegen vergisst niemand leichter eine Beleidigung als ich. Goethe
Bei jedem Kunstwerk groß oder klein, bis ins Kleinste kommt alles auf die Conception an. Goethe
In meiner Welt steuern und regeln Netze andere Netze. Zu sehen ist dies z.B. im Psycho-Neuro-Immunsystem, (PNI), welches mit geistigen Inhalten und unserem Denken neuro-biologisch auf unsere Drüsen und Hormone im Kopf-Körper-Wechselwirkungen als Gedächtnisspeicher der Zellen bio-physisch einwirkt. Alles was wir erleben und fühlen wird auf der Ebene der Molekülstruktur gespeichert und eingraviert. Wenn wir denken oder arbeiten, agieren zig Netze um uns herum. Sitzen wir vorm Computer oder bedienen wir das Internet, erleben wir das Gleiche als wenn wir in Telekommunikationsnetzen und in Unternehmen miteinander kommunizieren. Überall um uns herum sind wir von etlichen Netzen unterschiedlicher Art umgeben, die unser Leben definieren.
Die Art und Weise der Netzmuster bestimmt so unsere eigene Lebensqualität. Die Frage hierbei ist, „Besitzen wir die optimalen Anreize und Abschreckungen, um unsere menschlichen Eigenschaften bestmöglichst hervorzubringen? In der Schule, Arbeit, in der Politik, in unserer Freizeit und Hobbies?
Denn dies bestimmt Aufstieg und Abstieg ganzer Länder und Kontinente.
Eine Weltbilanz kann so nur ausgeglichen sein. Während die einen Länder feiern, gehen die Exporte und Innovationen (mit entsprechenden Abschreckungen und Anreize als Force Feedback-Systeme) anderer Länder seit vielen Jahren (2016) zurück.
Netze als Phasengang des Lebens
Wie im Beitrag 2025 „Arbeitskreise des Lebens“ erwähnt, bilde ich mir natürlich nicht ein, der Erste zu sein, der in Netzen denkt und habe das damals mit Goethes Zitat Alles Gescheite ist schon erdacht worden zum Ausdruck bringen wollen. Mir geht es vielmehr darum, schlauen und weitsichtigen Menschen, die einst ein Universal für die Menschheit suchten, zu folgen. Und dieses Universal entsprechend zu ergänzen und zu vervollkommnen. So versuchte ich im Beitrag „Zwischen Welten“ den Raum für Netze für Sie mit den Möglichkeiten des Menschen erstmals exklusiv global zu öffnen. Mit einer Referenzliste.
Hierin besteht jedoch auch die Gefahr der Vieldeutigkeit, an der z.B. Kybernetik mit rund 50 Definitionen leider zugrunde ging. Deshalb füge ich hier hinzu, dass wir mit nur zwei Netzsystemen, nämlich der „Bio-Physik“ und der „Sozio-Ökonomie“ neue Welten erschaffen können. Vor allem überwinden wir disziplinarische Grenzen und können verbessertes Verständnis und Verständigung erlangen. In der Synthese von Systemen liegt also nicht nur ein ganz besonderer Hauch von Magie, sondern auch von Science Fact, der eine Spezialisierung der Systeme, die oftmals alles zerstört, als erschafft, nie erreichen kann!
Zwei Persönlichkeiten als visionäre Futuristen
Da ich in der Vergangenheit über die Alchemie, die Bionik, Kybernetik, Synergetik und die Systemtheorie immer wieder ausführlich berichtete, möchte ich heute einmal an zwei ganz andere fantastische Persönlichkeiten in unserem Kontext von Netzen des „Science Fact, Science Fantasy und Science Futur“ erinnern. Diese beiden besonderen Menschen lebten nicht nur in der Welt des Computings, sondern auch des Cyberspace und des Designs. Und zwar als eine Art universellen Ort, wo Kunst, Technologie und Organisation sich zum morphologischen Stoffwechselaustausch trafen.
Philip K. Dick
Einerseits war dies Philip Kindred Dick, der viele fantasiereiche Geschichten publizierte – und viel zu früh im Jahr 1982 literarisch völlig unterschätzt – starb. So konnte er seine eigene Geschichte „Do Androids Dream Of Electric Sheeps?“ im bekannten Science Fiction Film (mit dem ersten Titel „Angriff der Anti-Menschen“ und später „Blade Runner“) von Ridley Scott nicht mehr selbst erleben. Dick’s Geschichten und Filme wie Auto Fac, Blade Runner, Screamers, Minority Report und Total Recall spielen sich in meinen 5G-Netzen (Gehirnen, Gruppen, Geräten, Geschäften, Gesellschaften) ganz unterschiedlicher Art ab. Bei Auto Fac geht es um die Automation der Produktion von Autos, ganz so ähnlich wie im Film Terminator Die Erlösung bei der Automation der Terminatoren. In Screamers geht es um Militärnetze und Menschennetze, die Abwehr und Angriffsnetz bilden. Bei Minority Report geht es um Überwachung und Ausspähung von Menschen und Maschinen mit Pseudo-Vorhersagen; beim Roman und Film Blade Runner (1983) handelt es sich um den aussichtslosen und tragischen Kampf des Menschen einen Sinn in der Arbeit und im gesamten Leben zu finden. Dabei geht es im Kern um einen Kampf der Spezies: Nexus 6-Maschine gegen Menschen, die sich erst ganz am Ende des Films für die Menschen als Spezies einsetzen.
Netze werden bei Dick brillant beschrieben und bei Scotts Blade Runner (1983) ikonisch meisterhaft in Szene gesetzt. Schauen Sie sich die Verfilmung noch einmal an. Eine Szene am Anfang des Films zeigt so die Augen-Iris als großartiges Netz, die mit der Cybercity verschmilzt. Und auch im Film Total Recall geht es um die Nervennetze, um unsere Träume und Albträume, um Bewusstsein und Unterbewusstsein. So lebt Philip K. Dick mit seinen fantasiereichen Geschichten in uns für ewig weiter.
Hier finden wir hier bereits die existenziellen Fragen für 2026:
- „Was ist real?“
- „Was macht einen Menschen aus? Was macht eine Maschine aus?“
- „Wie viele Zellen sind zum Denken nötig?“
Italo Calvino
Die zweite bemerkenswerte Person, Italo Calvino, starb ebenfalls viel zu früh auf der Suche nach einem Universal, ähnlich wie Alan Turing an einem vergifteten Apfel und John von Neumann am Krebs, bewacht vom Militär im Krankenhaus. Beim Designer Italo Calvino begab es sich in einer Hochphase der Kreativität der 1980 -er Jahre, dass er nach Harvard eingeladen wurde, um eine sechsteilige Literaturvorlesung für ein neues Universal zu halten. Fünf Teile wurden von ihm schließlich schriftlich produziert, während vom sechsten Teil nur ein Konzept einer Überschrift, also ein Knochengerüst von einem ganzen Gewebe der Gesellschaft existierte. So starb Calvino kurz vor seiner Amerika Reise nach Harvard.
In seinem Werk „Sechs Vorschläge für das nächste Jahrtausend“ erwähnte er: „Unter den Werten, von denen ich mir wünschte, dass sie in das nächste Jahrtausend weitergereicht werden, liegt mir vor allem dieser am Herzen: eine Literatur, die sich den Sinn für geistige Ordnung und Genauigkeit, die Intelligenz der Poesie und zugleich die der Wissenschaft und Philosophie zu eigen macht.“
Vor allem zeigte dies damals eine interessierte Mitarbeit von Amerika an Europa an einem einzigartigen Ort von Ideen und Innovationen. Das war kein Zufall diese Art von positiver Kooperation der Länder, Europa und Amerika.
Mehr visionäre Projektionen für Menschen und Anreize schaffen
In meinem letzten Beitrag „Stoffwechsel: Wie Netzsysteme als Formenwandler arbeiteten“ versuchte ich den Ansatz eines neuen Denkartikels und keines reinen Informationsartikels. Ich gab hierbei im September 2026 drei Themen vor, nämlich Raumschiffe, Häute und Habitate und wollte Parallelen mit dem Leben und Ihnen als Leserinnen und Leser ziehen. Warum denn Raumschiffe, Habitate als auch die Haut des Menschen z.B. als Informationsträger wirken und Menschen-Leben retten können. So bei Raumschiffen auf Reisen, Habitaten bei schwierigen Witterungsbedingungen oder bei der menschlichen Haut bei großer Hitze in Europa. So z.B. mit vielen heißen Tagen in Deutschland, England, Frankreich (53 Tage). Und vielleicht einer einzigartigen Anomalie eines heißen Sommers?
Wir können uns hier heute sicherlich an Italo Calvino orientieren, neue Projektionsräume für Menschen zu erschaffen, die heute mehr Denken und herum fantasieren wollen mit Metaphern. Die menschliche Vorstellungskraft und Fantasie ist hierbei ein großer Verbündeter. Realistischerweise muss auch gesagt werden, dass wir wieder Ansätze und Anreize für das Denken und dem Gehirn für Assoziationen liefern sollten, denn viele Menschen -so scheint es- wollen gar nicht mehr selbst denken.
Was bringt Menschen denn zum Denken?
In negativer Art und Weise: Furcht, Angst und Probleme der Gesellschaft.
In positiver Art und Weise: Analogien, Metaphern, Begeisterung und Faszination.
Was verhindert denn Ideen und Innovationen in einem Land der Ideen, Denkern, Ingenieuren und Innovationen?
Eine Ausspähung und Überwachung mit billigen Tricks und Technologien verhindert, dass sich Ideen und Innovationen im gleichen Ort und gleicher Person manifestieren können. Diese werden einfach digital abgeschöpft und abtransportiert. Zweitens Isolationen zerstören die Kapillare und Blutbahnen einer Gesellschaft. Das Problem von Kriegen ist also nicht der Krieg selbst, sondern die Psychologie der Paranoia und Isolation dahinter.
Was führt zu positiven Veränderungen? Neue Beziehungen zu den Menschen, sei es auf der Arbeit, im Musikchor oder Sportverein, verändert das Leben von Menschen, gibt ihnen einen weiteren Sinn. Dies kann zu einer Kehrtwende führen, die erneuert, den einst verhangenen düsteren Wolkenhimmel frei macht und Kummer mit einer neuen aufgehenden Sonne zu vertreiben vermag.
Was können wir konkret tun?
Wir können uns mit Menschen umgeben, die unsere Ambitionen, Hobbies und Gemeinsamkeiten teilen.
Und nicht zuletzt kommen von mir hier ein paar Fragen was wir, wenn wir uns an Calvinos Zitat erinnern, tun können:
Was können die Gesellschaftssysteme, wie z.B. Wissenschaft, Kunst, Wirtschaft und Politik für Kohärenz und bessere Lebensqualität tun?
- Die Wissenschaft kann in spannender und unterhaltsamer Weise erzählen und erklären. Ganz ähnlich wie es einst Goethe in seinem Werk Maximen und Reflektionen artikulierte: Lehrbücher sollen anlockend sein; das werden sie nur, wenn sie die heiterste und zugänglichste Seite des Wissens und der Wissenschaft hinbieten.“
- Die Wirtschaftssysteme können mit den Unternehmen verbesserte Netzstrukturen aufbauen, die sich mehr an den Prinzipien der Natur und den Menschen orientieren. Am Ende kommen auch die Maschinen hinzu. Das heißt Motivation und eine neue Strategie der Involvierung und Involution zur Evolution.
- Kunst kann auf der höchsten Ebene der Abstraktion, Abbildung und Assoziation mit visionären Projektionen arbeiten, sodass sich die Säle der Welt wölben (Goethe) und eine neue Perspektive und Denkansätze der Menschen entstehen.
- Politik kann die Rahmen schaffen, sodass Ideen und Innovationen im Wettbewerb der Kooperationen höchste menschliche Energien entfachen. Gemeinsamkeit statt Abgrenzung, Kooperation anstatt reiner Konkurrenz und gemeinsame aushandelte Normen und Prozesse über Parteigrenzen hinweg, könnten das Überleben der Spezies Mensch absichern.
Egal wohin unsere Reise des Menschen nun gehen wird, hohe Intelligenz und viel Fleiß sind nur Basics. Wichtig ist vor allem Fantasie, Kombinatorik und Einbildungs- und Erfindungsvermögen. Auch kluge Fragestelllungen (Einstein) und Konzeptionen (Goethe) sind weiter gefragt. Ob Sie hier Raumschiffe, Häute oder gar Habitate sehen: Menschliche Abstraktionen und Assoziationen stellen bei der Analyse von Bildern, Überschriften und Metaphern ähnlich wie bei Enzo Ferarris Automotorsport „das Od menschlicher Freiheit“ dar.
Sie können ruhig in den Stoffwechsel der Fragen, Antworten, der Spinnerei von Ideen und Diskussionen eintreten. Italo Calvino und Philip K. Dick hätte das sicherlich gefallen. Nur Mut zum eigenen Denken auf den höchsten Ebenen von Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft und Innovation für den Unterschied der Haut, Habitat und/oder Hülle eines Raumschiffs. Superlativ oder gar Superorganisation.
siehe auch:
12/2025, Blitz, D. in Scilogs Spektrum Tensornetz: Arbeitskreise des Lebens – Metabolische Netze als modulierende Musterräume des Menschen
6/2026, Blitz, D. in Scilogs Spektrum Tensornetz: Zwischen Welten
9/2026, Blitz, D. in Scilogs Spektrum Tensornetz: Stoffwechsel: Wie Netzsysteme als Formenwandler arbeiten
Spændende tanker om netværk, menneskelig kreativitet og evnen til at finde mønstre. Jeg synes især koblingen mellem menneskelig tænkning og teknologi er interessant.
Übersetzung: Spannende Gedanken über Netzwerke, menschliche Kreativität und die Fähigkeit, Muster zu erkennen… Ich finde die Verbindung zwischen menschlichem Denken und Technologie besonders interessant.
thanks Johanna! Dominic Blitz