Videos vom 6. Berliner Science Slam

Am 1.11. stand in Berlin zum 6. Mal Science Slam im Edelweiß in Kreuzberg auf dem Programm und – wie immer – wurde der Slam gefilmt. Die zwei besten Präsentationen möchte ich in diesem post zeigen.

Obwohl sich das Selbstverständnis vieler Wissenschaftsjournalisten immer noch auf Naturwissenschaften, Medizin und Mathematik beschränkt, ist von dieser Tendenz beim Science Slam nicht viel zu spüren. Verdient gewonnen hat nach meiner Meinung Janine Freder mit einem anthropologischen Thema.

1. Platz Science Slam Berlin from Science Slam on Vimeo.

Doch auch der zweitplazierte Jochen Müller, mit einem Vortrag über NG-2 positive Zellen hat mir ganz gut gefallen. 

2. Platz Science Slam Berlin from Science Slam on Vimeo.

Was mir nicht so gut gefallen hat, ist die nicht nur auf diesem Slam, sondern auch bei anderen Verstaltungen spürbare laxe Einstellung gegenüber Science Slam. Manchmal sind die Präsentationen eher lustlos und geradezu hastig zusammengeklickt und abgelesen werden sollte beim Science Slam auch nicht. Das mittlere Niveau der Slam könnte für meinen Geschmack noch steigen, wenngleich das wohl eine Sache ist, die sich langfristig entwickeln muß. Beispielvideos oder Leitfäden für Slammer sind da sicherlich ein guter Anfang.

Veröffentlicht von

das blog: Es gibt Ideen und Konzepte philosophischer Provenienz, die unser Verständnis von der Welt, auf die wir beschränkt sind, konstituieren: Aristoteles z.B. war der erste, der auf die Idee kam, Fragen nach der Identität von Gegenständen systematisch dadurch zu beantworten, daß er die Mengen der Eigenschaften dieser Gegenstände abglich. Heute scheint uns seine Idee so selbstverständlich zu sein, daß uns das Theoretische an ihr kaum einleuchten will. Doch wie würde unsere Physik, die Wechsel- wirkungen zwischen verschiedenen Teilchen in Termen von Eigenschaften dieser Teilchen analysiert, ohne Aristoteles Idee wohl heute aussehen? Ganz analog gibt es viele Fragen nach den Folgen neu aufkommender naturwissenschaftlicher Erkenntnisse für unser Selbstverständnis als Personen z.B.: 1) ''Haben wir wirklich einen freien Willen oder müssen wir uns angesichts der Tatsache, daß mentale Aktivität einen physiologischen Träger zu haben scheint, damit begnügen, im übertragenen Sinne nur Gast im eigenen Haus zu sein?'' 2) ''Wenn Bewußtsein durch neuronale Aktivität zustande kommt, warum beziehen sich unsere Gedanken und Gefühle nicht z.B. auf Axone, Dendriten oder C-Fasern, sondern z.B. auf bürgerliche Gegenstände wir Tische, Reißverschlüsse oder Goldhamsterlaufräder?'' 3) "Reicht die Prinzipien der Evolution bis in unsere Psyche hinein oder ist das Reich des Geistes von ihnen unabhängig?" Die Ansichten darüber, was von Philosophen unter diesen Umständen erwartet werden sollte, divergieren. Nach meiner Meinung sollten sie diejenigen begrifflichen Rätsel lösen, die die betreffende Kultur gerade interessieren. Entsprechend verfolgt dieser weblog "On Mirrors, Myths and Mutinies" die philosophischen Zutaten, auf die unsere alltägliche, kognitive und mentale Aktivität zurückgreift, unter zwei Aspekten: a) Neurophilosophie - dieser blog will dazu beitragen, Reichweite und Bedeutung neurowissenschaftlicher Forschungsergebnisse für alte und neue philosophische Rätsel korrekt einzuschätzen. b) Philosophie der Psychologie - es geht hier auch darum, Mythen über die immaterielle und scheinbar historisch invariante, psychische Natur der menschlichen Spezies zurückzudrängen. Insbesondere interessiert mich die Analyse der Alltagspsychologie. Und last not least will dieses blog seine Leser dazu zu ermutigen, selbst den philosophischen Untiefen unseres Geistes nachzugehen. Daher sind Gastbeiträge in diesem blog jederzeit willkommen. Schreiben Sie einfach eine email an: mindatwork.blog at googlemail dot com. Autoren von Gastbeiträgen werden immer namentlich am Ende des jeweiligen posts vorgestellt. Kommentarregeln: Beleidigungen von Kommentatoren werden ohne Ankündigung von mir gelöscht. Das Gleiche gilt für Kommentare mit religiösem Inhalt und sonstigen spam. der Autor: Elmar Diederichs studierte Physik, Philosophie und Jura an der Georg-August-Universität Göttingen und promovierte in Mathematik an der Freien Universität Berlin. Im Moment forscht er am Weierstraß-Institut in Berlin und am Department of Statistics der UC Berkeley (CA). copyright: Alle posts dieses blogs stehen unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-SA 3.0, http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/ .

Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar