Woche der Schwarzen Löcher 1: Sicherheitshinweise

Animiertes Schwarzes Loch, das mit den Achseln zuckt o.ä.

Schwarze Löcher haben eine gehörige Faszinationskraft! Und ja, natürlich ist die Black Hole Week der NASA je nachdem, wie man zu derartigen PR-Aktionen steht, wahlweise verspielt/niedlich oder albern. Allerdings auch durchaus professionell auf das Social-Media-Zeitalter zugeschnitten. Nicht zuletzt werden auf der oben verlinkten Seite alle Charaktere als PNGs oder auch GIFs zum eigenen Weiterverarbeiten angeboten.

[Die Woche der Schwarzen Löcher hier auf Relativ Einfach: 1 Sicherheitshinweise, 2 Akkretion, 3 Schattenrisse, 4 Wellenschlag, 5 Wissenslücken]

Neben den verniedlichten Charakteren vermittelt das entsprechende Einführungsvideo allerdings durchaus auch eine Reihe ernsthafter Informationen, und das in Anbetracht der formalen/stilistischen Randbedingungen auch durchaus gut – “Schwarze Löcher sind keine Staubsauger” wird zumindest erwähnt, der Horizont kommt vor, die Singularität im Inneren (wenn auch in Form des geometrischen Mittelpunkts – bei genauerer Beschreibung nicht unproblematisch):

Das weckt dann hoffentlich Neugier auf mehr. Und wenn das Interesse erst einmal geweckt ist, landen die Interessierten ja eventuell auch bei den (im Vergleich natürlich recht biederen) Videos, die etwas tiefer einsteigen.

Hier ein Video, das ich vor mittlerweile 2 Jahre für unsere Lehramtsstudierenden gedreht habe und immer noch als kurzen Überblick über die Grundlagen nutze, um Schwarze Löcher einzuführen:

 …oder hier mein entsprechender Grundlagenvortrag in unserer Reihe “Faszination Astronomie Online”:

Das ist ja letztlich der Übergang, von dem wir hoffen, dass möglichst viele Menschen ihn hinbekommen: Von der Faszination und, ja, auch von den niedlichen Cartoon-Darstellungen…

Animiertes Schwarzes Loch, das mit den Achseln zuckt o.ä.Credit: NASA

…am Ende bei einem tieferen Verständnis der Phänomene zu landen. Vielleicht erst einmal der grundlegenden Konzepte und Beobachtungen, und vielleicht ja am Ende auch bei der mathematischen Beschreibung.

Markus Pössel hatte bereits während des Physikstudiums an der Universität Hamburg gemerkt: Die Herausforderung, physikalische Themen so aufzuarbeiten und darzustellen, dass sie auch für Nichtphysiker verständlich werden, war für ihn mindestens ebenso interessant wie die eigentliche Forschungsarbeit. Nach seiner Promotion am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Potsdam blieb er dem Institut als "Outreach scientist" erhalten, war während des Einsteinjahres 2005 an verschiedenen Ausstellungsprojekten beteiligt und schuf das Webportal Einstein Online. Ende 2007 wechselte er für ein Jahr zum World Science Festival in New York. Seit Anfang 2009 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg, wo er das Haus der Astronomie leitet, ein Zentrum für astronomische Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit. Pössel bloggt, ist Autor/Koautor mehrerer Bücher, und schreibt regelmäßig für die Zeitschrift Sterne und Weltraum.

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